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Jüdisch-liberale Zeitung · 1933-09-20 · Sondernummer(20.9.1933) · page 4

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
13 (1933)
Issue
Sondernummer(20.9.1933)
Date
1933-09-20
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Nochmals: deutschjüdische Jugend antwortet Lord Melchett. Vom Zionismus trennt uns, auch wenn dies viele offizielle .Stellen minier wieder übersehen, eiiie Welt. Wenn wir heute unser lieutselituni mehr denn je betonen, so geschieht dies nicht, um uns in irgendwelcher Art bei der Negierung lieb Kind zu machen, sondern, weil viele Kreise, besonders zionistische. nicht cinsehen können, daß uns die Ereignisse — ohne daß wir durch diese Tatsache zu den Ewig-üestrigen gerechnet werden müßten nicht im geringsten aus unserer ideologischen Balm geworfen haben. Baß die Mittel und Wege, mit denen wir unsere (jedankengänge durclizusetzen versucht haben, .'vielleicht nicht immer richtig waren, steht aui einem anderen Blatt. Die Erklärung von Lord Melchett erregt niciit nur unsere größte Verwunderung darüber, wie ein ausländischer Jude der tJetfeiitliciikeit eine' Forderung für die jüdische Jugend in lleutscliiaud übergeben kann, ohne die Gedanken dieser Jugend zu keimen, sie erfordert auch unseren schärfsten Protest. Wenn wir einmal auswandern müssen, so wird Palästina nur ein Land von .vielen sein. Aber bis cs dahin kommt, müßte noch unendlich viel geschehen. Wir werden unsere deutsche Position erst dann auigeben, wenn unsere Not so groß ist. daß sie uns dazu zwingt. Und auch daun dürfte noch sehr fraglich sein, ob wir durch eine Auswanderung nicht vom Regen in die Trauie. kommen. Wir haben in IJeutschland nicht nur noch immer, sondern erst recht jetzt eine Aufgabe zu erfüllen, und wir verlangen, daß man uns von einer Seite, die keinerlei Interesse au diesen Dingen haben kann, nicht hereiuredet. C u r t E. K a s s e I. * Um des Deutschtums.' willen aus Elsaß-Lothringen vertrieben, der Vater durch ein im Kriege zugezogenes Leiden gestorben — mit solchem Schicksal empfinde ich die Zurücksetzung der deutschen Juden besonders schwer. Deutsches Fühlen ist-lins tiefstes unerschütterliches Erleben, das niemals durch irgendwelche Ereignisse in Trage gestellt werden kann, denn sonst wäre es nichts anderes als eine konjunkturmäßig oder wirtschaftlich bedingte theatralische Vortäuschung. Wir -jungen Menschen haben die Verpflichtung, gerade der Wirklichkeit des Eiihlens entsprechend, den tiefen Inhalt der Vergangenheit für kommende Generationen zu bewahren. Darf ich an dieser Stelle fragen: Was würden' die französischen, englischen bzw. sonstigen ausländischen Juden, die eine Lösung der deutschen Judenfrage in der „geordneten Auswanderung nach Palästina“ erblicken, sagen, wenn man ihnen ihr nationales Empfinden, i It r vaterländisches Pflichtbewußtsein mit solchen Ratschlägen nehmen’würde? Wir bitten sie zunächst einmal zu prüfen, welche Empfindungen sie in gleicher Lage bewegen würden und zu welchen Entschlüssen s i e kämen — ganz abgesehendavon, daß man sich vor Abgabe eines derart weittragenden und bedeutungsvollen Vorschlages über dessen praktische Durchführuiigsmöglichkeit klar - sein müßte. Wir deutschjüdischen jungen Menschen erblicken unsere Aufgabe, darin, eine neue Generation in neuer Form heranzubilden, nicht zuletzt gekennzeichnet durch die Schlichtheit der Lebensführung, aufrechte Haltung, strengste Moral wahrer jüdischer Ethik entsprechend. Wobeiwir von uns aiis den schärfsten Kampf gegen all diejenigen Juden Deutschlands füllten würden, die sich dem nicht einfügen wollen bzw. durch ihre Haltung die Gemeinschaft belasten würden. Wir arbeiten mit- Tatkraft an der gesellschaftlichen Neueinstellung, an der beruflichen Umschichtung," um eine gleichmäßige Verteilung der jüdischen Bürger auf alle Berufe zu erreichen. Wir haben das Vertrauen zu den deutschen Regierungsstellen, daß sie die aufbaufreudige Mitarbeit aller so gesinnter jüdischer Menschen nicht verweigern und von sich aus eine gerechte Lösung der deutschen Judenfrage herbeiführen werden. Robert Neustädter, Nürnberg, . Landesführer der Deutsch-Jüdischen Jugend Bayerns. * Deutschjüdische Jugend hat auf die Frage, ob wir für eine jüdische Zukunft in Deutschland käinpfeu wollen und können, als Antwort nur ein freudiges „Ja“. Diese Antwort ist keine Trutzantwort, keine sinn- und gedankenlose Auflehnung, gegen einen doch nicht zu überwindenden Zwang, sondern die Antwort, die nach reiflicher Ueberlegung tind sorgsamster Ueberprüfung der auf uns einstürmenden Ereignisse ruhig und überlegt und doch impulsiv zugleich auf die Schicksalsfrage des deutschen Judentums erteilt werden muß. An deutsch-jüdischer Jugend sind die Ereignisse der letzten Zeit nicht spurlos vorüber gegangen. Vielen hüben sie die schmerzliche Gewißheit gebracht, daß eine Zeit zu Ende gegangen ist, die den Glauben erstehen ließ, daß die Emanzipation des jüdischen Deutschen vor ihrem endgültigen Abschluß gestanden habe. Mit der Gewissenhaftigkeit und Gründlichkeit, die-uns deutschen Juden aller Richtungen zu eigen ist, haben wir daher angesichts der Ereignisse die uns selbst vorgelegte Frage geprüft: War der Weg, den wir gingen, der richtige, und können' wir ihn weiter beschreiten oder müssen wir Umkehr halten und bekennen, daß wir falschen Götzen gedient haben? Gerade weil wir so extrem deutsch-jüdisch waren, haben. wir dies um so eingehender und sorgfältiger prüfen müssen. Und wir haben mit uiiserm Verstand und mit unserer ganzen Seele mit diesem Problem gerungen und sind zu der Erkenntnis gelangt, daß es für uns keine Aenderung und kein Zurück gibt. ■ Klar und eindeutig steht vor. uns dje schicksalsschwere Tatsache, daß es für die große Mehrzahl der deutschen Juden eine Lösung.der Judenfrage außerhalb Deutschlands nicht gibt. Kein Land. weder Frankreich noch England noch Amerika ist imstande und gewillt, d i e deutschen Juden bei sich aufzunehmen und sich einzugliedern. Mögen mehrere Tausend deutsche Juden in andere Länder gehen und dort ihr bescheidenes Auskommen. finden, die große Masse des deutschen Judentums findet nirgendwo eine neue Heimat weil wirtschaftliche und politische Gründe die Staaten veranlassen, sich der dauernden Niederlassung von Hunderttausenden , von deutschen Juden zu widersetzen. - Ein Land — Palästina — kommt praktisch überhaupt für eine einigermaßen nennenswerte Zahl von deutschen Juden in Frage. -Aber auch hier kann kein zionistischer Idealismus und keine noch so große Hoffnungsfreudigkeit darüber hinwegtäuschen, daß auch dort die Möglichkeiten begrenzt-sind, begrenzter, als gemeinhin bekannt ist. Was bedeutet die Ansiedlimg von 2000 jüdischen Familien in den nächsten fünf Jahren, angesichts der Tatsache, daß für rund 50U000 deutsche Juden Unterbriiigungsmöglichkeiten beschafft werden müßten! Was bedeutet die Aufnahme von jährlich 3U0 bis 40U Handwerkein angesichts der Tatsache, daß Hunderttausende versorgt werden müßten! Was bedeuten jährlich SUOUZertifikate, wenn hundertmal so viel erforderlich sind, um den deutschen Juden die Eiuwanderungsmüglichkcit nach Palästina zu verschaffen! Etwas über 200 0UÜ Juden leben jetzt in Palästina. Wie soll das Land in kürzester Zeit seine jüdische Einwohnerzahl mehr als verdreifachen? Schon dieses nüchterne Zahlenmaterial führt uns zu der Erkenntnis, daß eine Lösung der deutschen Judenfrage durch Auswanderung der deutschen Juden nach Palästina nicht möglich ist, auch dann nicht, wenn nach dem Vorschlag von Lord Melchett die deutsche Regierung hierfür eintreten würde. Aber nicht nur diese Erkenntnis ist es, die'uns deutschjüdischer Jugend die Ueberzeugung schafft, daß die Lösung der deutschen Judenfrage nur eine deutsch-jüdische sein kann. Eingebettet in die deutsche Schicksalsgemeinschaft, zutiefst „verbunden mit deutscher Kultur und deutschem Geistesleben, sind wir deutschen Juden mit dem. deutschen Vaterlande un- Gottesdienste Liberale Synagoge Norden, Schönhauser Allee 162. Rausch haschono. Mittwoch, 20. September, 6.15 Uhr: Predigt Df. Sänger. — Donnerstag, 21. September, 10 Uhr: Predigt Rabb.-Kand, Zimet. — Donnerstag, 21. September, 6.15 Uhr: Liturgie: Mehler. — Freitag, 22. September, 10 Uhr: Predigt Dr. Mehler. — Freitag, 22. September, 7.15 Uhr: Gottesdienst der Jugend. Ansprache: Betty Marcus. -— Sonnabend, 23. September, 10 Uhr: Liturgie:: Graf. Jaum kippur. Freitag, 29. September, 5.45 Uhr: Predigt Dr. Sänger. — Sonnabend, 30. September, 10 Uhr: Predigt Dr. Swarsensky. Verkauf der noch verfügbaren Plätze Schönhauser Alle.162 nachmittags 4—6 Uhr, Sonntag 10—12 Uhr. Jugendgottesdienst: Schönhauser Allee 25 (Betsaal). Rausch haschono. Mittwoch, 20. September, abds. 6.45 Uhr. — Donnerstag, 21. September, 10 Uhr. — Freitag, 22. September, 10 Uhr. Jaum kippur. , Freitag, 29. September, abds. 5.45 Uhr. — Sonnabend, 30. September, vorm. 10 Uhr und abds. 5 Uhr. Der Gottesdienst ist vollständig von Jugendlichen getragen. Für Jugendliche und Kinder über 10 Jahre. Liberale Synagoge Osten, Kaiserstraße 30. Freitag, 22. September, abds._7.30 Uhr: Predigt Wreszinski. Liberale Synagoge Westend. Die Gottesdienste — auch an den Hohen Feiertagen — müssen wegen*räumlicher Schwierigkeiten vorläufig ausgesetzt werden. Liberaler Gottesdienst Schmargendorf, Altersheim, Berkaer Straße 32. Mittwoch, 20. September, abds. 5.45 Uhr: Predigt Dr. Galliner. — Donnerstag, 21. September, vorm. 9 Uhr: Predigt cand. Brasch.; abds. 6.30 Uhr. — Freitag, 22. September, vorm. 9 Uhr: Predigt Dr. Samuel; abds. 7.Uhr. — Sonnabend, 23. September, vorm. 10 -Uhr. —Freitag, 29.September, abds.5.45 Uhr: Predigt Dr. Wiener. — Sonnabend, 30. September, vorm. 9 Uhr: Predigt Rothschild. (Festausgang: .6.30 Uhr.) ■ Jüdische Religionsgemeinde Charlottenburg, Schulstraße 7. Jeden Freitag abend 6.30 Uhr. Jeden Sonnabend vormit-, tags 9.30 Uhr. Sabbathausgang: 7.05 Uhr. Neujahrsfest. Mittwoch, 20. September, abds. 6.15 Uhr: Predigt Dr. Salomon. — Donnerstag, vorm. 9 Uhr: Predigt Dr. Salomon; abds. 6.15 Uhr. — Freitag, vorm. 9 Uhr: Predigt Dr. Salomon. Moderne Büromöbel (aufgelöstes Büro oder dergl.) Unterricht ENGLISCH bei geborener Engländerin, Mrs. Kurth, Oxford Dipl. Kurfürstendamni 50 (Eike SdilülerstraÜe) « Tel. Hlsm, 983 ZeitgemuUc Preise »we» Jini Anmeldungen für unsere judisdie Grundo. Volksseele mit Sprachkursen Renlflvmnasium. Ofierlyzenm Handelsknrse werden täglich (9—1) entgegengenommen im ScbDloenaflde Sieomnnüslioi n Anruf: C 9 Tiergarten 6913 II Kurzschrift II auch GabeLberger, geprüfte Lehrerin Flachs, Passauer Strafie 31 Beruf für auswandernde Frauen SchnellknwinMaxeage, GeaIcfatapnege,k8rperLWervenbehandI. 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Stets haben wir .mit Stolz und Treue unsere' Zugehörigkeit zum jüdischen Stamm und Glauben bekannt und uns niemals von dem Vorwurf getroffen gefühlt, wir seien schlechtere Juden als die, die im Judentum eine nationale und politische Einheit erblicken wollten. Aber so wenig es möglich ist, dem jüdischen Schicksal zu entrinnen, das mit eherner Unerbittlichkeit allzeit den Juden getroffen hat und von ihm mit Stolz und Würde getragen worden ist, so unmöglich ist es auch, uns des deutschen Schicksals, daß wir genau so in. seiner Gänze auf uns nehmen müssen, zu entledigen, weil auch dieses Schicksal ein wesenhafter Teil von uns selbst ist. Es gibt für uns keine Lösung der deutschen Judenfrage außerhalb Deutschlands, weil unsere ganze seelische Orientierung, unsere Verbundenheit mit allem, was deutschen Geistes ist, so stark ist, daß eine Lösung dieser Beziehungen den Zusammenbruch' unseres Menschen zur Folge haben würde und wir nirgendwo anders eine:neue Heimat für unsere Seele finden könnten. ' Wir wissen genau so gut wie alle andern, daß manch einem von uns die Auswanderung aus Deutschland nicht erspart bleiben wird, weil sich für ihn die Verhältnisse so gestalten werden, daß er in Deutschland nicht mehr die Möglichkeit haben wird, sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Wer so notgedrungen Deutschland verläßt, der geht mit dem Gefühl, daß auch er den Leidensweg ins Exil äntreten muß, den gleich ihm und vor ihm schon mancher angetreten hat, der nicht der schlechteste Deutsche war. Für uns, die wir in Deutschland bleiben müssen und wollen, gibt es daher kein Besinnen. Mit derselben Selbstverständlichkeit, mit der unsere Väter und Geschwister für Deutschland ins Feld zogen, werden wir unser deutsch-jüdisches Schicksal auf uns nehmen und es tragen mit der Würde und dem Stolz, den Juden zu allen Zeiten an den Tag gelegt haben, wenn es galt, für ehrliche Ueberzeugung und Gesinnung das ganze Vermögen und, wenn es sein mußte', auch das Leben zu .opfern. - , Ludwig Rosen thal, Schneidemühl, Landestührer der Deutsch-Jüdischen Jugend Grenzmark. Jüdischer Religions-Verein Friedenau, Steglitz u. Utng. E. V. Liberaler Gottesdienst mit Orgel und gemischtem. Chor. Predigten Rabbiner Dr. AL ’ Winter, Kantor Mansfeld und zwar im Parterre-Saal des Albrechtshofs in Steglitz, Aibrechtstraße am Rathausplatz. Preise der Plätze 2: RM bis 10 RM. Verkauf der Platzkarten in der Küche Friedenau, Schmargendorfer Straße 3. Sonntag, den 17., Montag, den 18., Dienstag, den 19. September von 11 bis l .Uhr. : Jüdische Reform-Gemeinde.: Sonntag, 24. September, 10.30 Uhr: Predigt Dr. Jelski. Gottesdienste an den Hohen Feiertagen. Johannisstraße 16: Mittwoch, 20. September (Neujahr Vorabend), 5.45 Uhr: Predigt Dr. Rosenthal. — Sonnabend, 30. September (1. Tag Neujahr), 10.30 Uhr: Predigt Dr. Gottscbalk. — Freitag, 22. September (2. Tag Neujahr), 10.30 Uhr: Predigt Dr. Rosenthal. — Freitag, 29. September (Versöhnungstag Vorabend), 5.45 Uhr: Predigt Dr. RosenthaL — Sonnabend, 30. September (Versöhnungstag vorm.), 10.30 Uhr: Predigt Dr. Jelski. — Sonnabend, 30. September (Versöhnungstag nachm.), 5 Uhr: Predigt: Marg. Goldstein. Kleiststraße 10: Mittwoch, 20: September (Neujahr Vorabend), 5.45 Uhr: Predigt Dr. Rosenthal. — Donnerstag, 21. September (1. Tag Neujahr), 10.30 Uhr: Predigt Dr. JelskL — Freitag, 22. September (2. Tag Neujahr), 10.30 Uhr: Predigt Dr. Gottschalk. — Freitag, 29. September (Versöhnungstag Vorabend), 5.45- Uhr: Predigt Marg. Gdldstein. — Sonnabend, 30. September (Versöhnungstag vorm.), 10-30 Uhr: Predigt Dr. Rosenthal. — Sonnabend, 30. September (Versöhnungstag nachm.), 5 Uhr: Predigt Dr. Jelski. * . , Parallelgottesdienst im Logentempel Kleiststraße 10. Mittwoch, 20. September (Neujahr Vorabend), 8 Uhr: Predigt Marg. Goldstein. — Donnerstag, 21. September (1. Tag Neujahr), 8 Uhr: Predigt Dr. RosenthaL — Freitag, 22. Sep- — tember (2. Tag Neujahr), 8 Uhr: Predigt Dr. Jelski. — Freitag, 29. September (Versöhnungstag Vorabend), 8 Uhr: Predigt Dr. Jelski. — Sonnabend, 30. September (Versöhnungstag vormittag), 8 Uhr: Predigt Marg. Goldstein. —'Sonnabend, 30. September (Versöhnungstag nachm.), 3 Uhr: Predigt Dr. Rosenthal. * Jugendgottesdienste. 1. Betsaal, Johannisstraße 16. 2. Logenhaus, Kleiststraße 10. Donnerstag, 21. September, Freitag, 22. September, Sonnabend, 30. September, vorm. 10.30 Uhr. * Vermietung der Plätze täglich von 9 bis 2 Uhr im Büro, Johannisstraße 16. Was wissen Sie über die Deutschen Auswanderungs-Bestimmungen und über die Ausländischen Einwanderungs-Vorschriften? Wissen Sie, welche deutschen Papiere man braucht und wo man sie erhält? Wissen Sie, wieviel (Capital man mitnehmen darf? Wissen Sie über die Reichsfluchtsteuer Bescheid? Wissen Sie, welche.wichtigen Funktionen die Äuswänderungs- Beratungsstellen erfüllen und wo sie sich befinden? Wissen Sie, wo man ein Visum braucht und wo nicht? Wissen Sie, wo sich die zuständigen Konsulate etc. befinden? Wissen Sie,' was es Fahrgeld nach den europäischen Hauptstädten und nach den wichtigen Städten und Einwanderungs- Häfen der anderen Kontinente kostet? Wissen Sie, welche besonderen Bestimmungen für PALÄSTINA gelten? Wissen Sie überhaupt, welche Staaten die Einwanderung gestatten, und wenn, ob man dort arbeiten darf? Und Wissen Sie, welche Formalitäten bei Mitnahme der Möbel etc. zu beachten sind? 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