Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 13 (1933)
- Issue
- Sondernummer(20.9.1933)
- Date
- 1933-09-20
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Deutsches Judentum: stirbt es oder soll es leben? Von Rechtsanwalt Heinrich Stern. Wenn wir deutschen Juden heute unser Lebensbuch vor uns aufgeschlagen sehen, wenn wir über den Sinn der ,.ehrfurchtgebietenden“ Tage hachdenken,. die wir jetzt begehen, so ist das, was in diesem! Buche geschrieben steht, gewiß so ernst, so düster wie in Generationen nicht. Es. nützt auch gar nichts,’ sich mit billigen Worten des Trostes darüber hinwegzutäuschen, daß einejWelt zerschlagen ist, sondern das allein! muß gefragt werden, wie wir neu bauen können. Es kann | in diesen Blättern' auch gewiß nicht 'zu dem Geschick des Einzelnen und der Einzelnen Stellung genommen werden. Zweifel und Verzweiflung dieser Einzelnen ist in den meisten Fällen (berechtigt, und wer | selbst beladenen Herzens ist, kann demj Herzen des Einzelnen nur wenig Trost zusprechen. Auch das bestgemeinte Wort schleift sich schließlich ab und wird hohl und nichtssagend. — Hier handelt es sich nur um die Gemeinschaft und! ihr Geschick. Auch ihr ist die; furchtbare Schicksalsfrage des Rausch haschonoh ge.- stellt: „Mi jich'jeh umi jomuß — Sollen wir leben oder sollen wir vergehen?“ Diese Frage stelle ich im Augenblick nicht für die! tausend Einzelschicksale, sondern für das Stück Welt, das sich mit Stolz-„Deutsches Judentum“ genannt hat Dieses deutsche Judentum: stirbt es oder soll es leben? Darüber brauchten wir uns hier nicht auszusprechen, daß kein Judentum! leben Jcann,- wenn keine jüdischen Menschen mehr da sind als seine Träger. In! der „Erhaltung der Substanz“,; in der Aufrechterhaltung der* Lebensmöglichkeiten dieser deutschen] Juden liegt die Aufgabe all derer, die ein „Deutsches Judentum“ bejahen. Man wird auch uns Liberalen nicht vorwerfen können, daß wir in (dieser ersten und schwersten Lebensfrage nicht praktisch Hand angelegt hätten. Aber diese Selbverständlichkeit ist hier nicht zu erörtern. Es gibt . auch eine „seelische Substanz“, ohne die keine Existenz möglich ist. Wir wollen nicht nur physisch „da sein“, sondern dieses „Dasein“ soll ein sinnvolles Leben sein. Wenn heute so viele dieses Dasein fortwerfen, so geschieht dies darum, weil sie den Sinn des Lebens entweder (nie erkannt oder verloren haben, j fch brauche meinen Freunden, dieim Judentum einen Besitz ihrer Seele sehen, nicht zu sagen, was uns Juden dieses Judentum bedeutet Wir leben ja nicht erst seit heute. Wir Menschen voii fünfzig Jahren haben schon in unserer Kinderzeit erfahren, daß das Wort „Jude“j nicht nur ein Ehrenname, ein Festkleid, sondern bei vielen einen Fleck, einen Makel bedeutet. Wir deutschen Juden haben gelernt, vor unser Judentum zu treten, und wir haben dann ganz allmählich erfahren,! daß das Judentum vor uns getreten ist Wir haben im Anfang aus Trotz, aus Stolz, ja.manchmal sogar aus bloßer Neugier Stellung zu diesem Judentum genommen, aber es hat uns bald ergriffen und beherrscht, | und darum sind wir, die das Judentum ergriffen hat, heute yielleicht allein diejenigen, welche dem großep Nichts ein Ja entgegenzustellen haben. Uns war die jüdische Gemeinschaft immer ein Lebendiges, weil hinter ihr das ewige. Judentum|stand. Dieses Lebendigeist nicht zerschlagen und ist ein Besitz ■unseres Herzens geblieb'en, doppelt, zehnfach,' tausendfach in-derheutrgen Zeit Weil wir das fühlen, verstehen wir die Leere und die Verzweiflung bef denjenigen, die dem Zusammenbruch nichts entgegenzustellen haben, und wir müssen versuchen, ihnen e.twäs von dem zu geben, was unser Besitztum-ist Werktätige jüdische. Gemeinschaftsarbeit kann gewiß einzelne Existenzen erhalten und aufbauen. Damit ist schön viel getan, aber diese Arbeit wird Stückwerk bleiben, wenn sie dazu nicht auch inneres jüdisches Gemeinschaftsgefühl schafft Passives in die Gemeinschaft hinein „Müssen“ genügt nicht Der Arierparagraph macht noch keine] Juden. Darum muß jetzt die religiöse Gemeinschaft ihre Kräfte, entfalten und heilende Kraft in die Herzen schütten, indem sie allen das Bewußtsein gibt, Glied in der großen Kette eines ewigen Ganzen zu sein. Freilich kann man heute manch einen hören, der sagt: „Ich Ijabe so wenig innerliche Beziehung zur jüdischen Gemeinschaft, der Glaube an ein letztes Ziel des Judentums kann mich .^Ungläubigen“ so wenig zum |Juden machen, daß ich für mich und die Gemeinschaft ein „Sofortprogramm“, ein heutiges Ziel erringen muß, auf dessen Boden ich erst der großen Ferne j nachstreben kann. Daher zurück, auf eigenen Boden, zurück' zum eigenen- Volkstum, zur eigenen Sprache und zu eigenen politischen und wirtschaftlichen Zielen!“ Wir deutschen Juden, — und ich spreche hierin nicht nur für mich, sondern für viele .Tausende — haben aus der Not der Zeit gelernt, daß all dies auch heut nicht das Endziel sein-kann. Ein Land, das in dieser Zeit ein Flüchtlingsland geworden ist, wie kein anderes j— wohl uns, daß Wir es i haben! — kann weniger denn je auch ein Land des großen I inneren jüdischen Aufbaus sein. Das neue Lernen von Sprache und Formen, das Ringen um -den j Erwerb, das Einordnen-in eine neue Gemeinschaft, Ort, Klima und Volk muß notwendigerweise! das Streben nach religiöser (Vertiefung verdrängen. Wir aber, (die wir von Liebe zu Deutschland durchdrungen sind, haben gerade jetzt Zeit und Sinn dafür, uns den ewigen, stillen, aber immer lauter zu uns sprechenden Pflichten zuzu-. wenden, die ein großer Jude „Heizenspflichten“ genannt hat. 1 Gerade hier, wo wir kulturell und seelisch verwurzelt sind, haben wir Zeit für unser eigenes seelisches Leben, empfinden die Pflicht, ja sogar den Zwang, wieder das große Hoffen in uns einziehen zu lassen, das unsere Vorfahren, hatten, gerade auch in den Zeiten tiefster äußerer Bedrängnis. Nun ruft uns, die das auszüsprechen wagen, heute Freund und Gegner zu:’ „Ihr. Unbelehrbaren, habt Ihr noch nichts gelernt?. Deutschland ist für uns verloren, jeder Tag, jede Stunde zeigt es. Es kann nur noch ein Land der | Erinnerung, ein Land der Gräber unserer Eltern und Voreltern sein —: wir aber wollen über Gräber vorwärts!“ Wäre dem so, so müßte man in der Tat daran verzweifeln, ein deutsches Judentum zu erhalten. Aber Tausende von deutschen Juden wollen dieser Resignation nicht Raum geben. Man hat uns viel genommen, viel Aeußeres, manches mehr als nur Aeußeres. Eines aber kann man uns nicht nehmen, unseren Willen- Wir sind deutsche Juden, solange wir den Willen haben, um unser Deutschtum zu kämpfen. Nicht das Woher, das Wohin entscheidet! Damit komme ich zu dem. brennendsten Problem, über das wir nachsinnen . müssen,; wenn wir heut | dem untrüglichen Richter Rechenschaft ablegen. Ist es wirklich wahr, daß all das Lüge und Selbsttäuschung war, wofür unsere Väter gekämpft haben; ist es wahr, daß die Geschichte das Traumbild vom „Deutschen Juden“ zerschlagen habe wie hohles Glas? Ich glaube, daß wir Juden keine andere Antwort geben können als die: ■ Wir sind den rechten Weg gegangen, weil es ein jüdischer und deutscher Weg zugleich war. ■ Ein jüdischer: denn das Judentum lehrt, die Einheit und die Gleichheit aller Menschen vor Gott: ein deutscher, weil wir wissen, was uns das Vaterland ist und was wir dem Vaterlande sein können, wenn wir freie, mit unseren nichtjüdischen Brüdern verbundene Volksgenossen sein dürfen. Wenn man uns heute die Tore zu schließen droht durch die unsere | Väter einst — nach jahrzehntelangem Kampf um ihres'Judentums und Deutschtums willen — in die deutsche Volksgemeinschaft eingezogen sind, wir dürften uns nicht einen Augenblick lang durch theoretische Konstruktionen und praktische Utilitätserwägungen darüber hinwegtäuschen, daß wir den Weg der Väter von neuem zu gehen haben. In diesen innersten Gewissenfragen gibt es keine Kompromisse, gibt es keine „Neuorientierung". i Wir bejahen den Staat, wir! wollen seine Bürger sein!,: wir wollen an seinem Aufbau mithelfen, aber nicht als Geduldete, sondern als freie Mitschaffende! Dabei müssen wir uns [nicht einbilden, man könne nur dienen, wenn man führt! Durch, beispielhaftes Leben, durch Erziehung guter, sauberer Menschen zu deutschen Juden kann (man Deutschland dienen,! auch wenn .man in Reih und Glied steht _ i Daraus folgt für uns, daß wir uns allen Versuchen widersetzen wollen, welche unser natürliches, gar nicht hinwegzudenkendes Streben nach voller Freiheit und Gleichheft als Volksbürger unseres Staates umkleiden möchten mit neuen Begriffen. Es wird jetzt so viel von „Gruppenemanzipätion“ gesprochen; niemand kann sich (etwas darunter denken. Wenn das Wort „Gruppenemanzipätion“ bedeuten soll, daß nuy die Gruppe frei und gleich ist der Einzelne aber nur existiert um der Gruppe wißen, so müssen wir dagegen mit aller Schärfe Einspruch erheben. Nicht die Organisation schaßt Menschen, sondern sie erhält ihren Sinn erst dadurch, daß in ihr Menschen streben und sich entfalten können. Soll aber das (Wort bedeuten, daß mehr als bisher (wir Juden uns in unserq Gemeinschaft einordnen, daß nicht wahllos jeder seinem eigenen Glückbedürfnis nachstreben soll, sollen wir uns aus einer gedachten und gefühlten nun erst zu einer wirklichen Lebensgemeinschaft entfalten, so brauchen wir dazu kein neues Wort. Für jeden verantwortungsbewußten Führer ist selbstverständliche Voraussetzung jedes Gemeinschaftslebens Disziplin, Einordnung, Unterordnung, Aufbau von unten herauf, nicht: von oben herunter.. Wir Juden haben ja längst den großen Begriß dei; Gemeinde, der Kehiila. Gott hat den Bund nicht nur mit einem Einzigen geschlossen, sondern mit dem gesamten Volke Israel. Schon daraus ergibt sich, daß bei uns die Gemeinschaft atets etwas Lebendiges ist, ein Gebilde mit eigenem Leben, —. sich hierin übrigens berührend mit der urdeutschen Idee der „realen Gesamtpersönlichkeit“, wie ihn der große Germanist Otto Gierke der romanistischen Idee von der „fingierten Persönlichkeit“ der Gemeinschaft entgegenstellt! Wir -bejahen! die Gemeinschaft um ihrer selbst willen, wir geben ihr auch das Recht, durch ihre Führer auf das Leben der Einzelnen einzuwirken, aber wir wollen nicht! das Streben dieser Einzelnen nach dem Ziel, Gottes Ebenbild zu sein, unterbinden und! den Gliedern des Ganzen Streben und Hoßnung rauben. Darum dürfen wir Juden heut in der wirklichen oder! eingebildeten „Führemot“ uns dieses beste Gefäß jüdische! Gemeinschaftsgeistes nicht zerschlagen, die Gemeinde. Führerlos sind wir nur, wenn wir über den Weg nicht klar sind, der zu gehen ist Es ist sinnlos zu denken, daß hoch so kluge und weitblickende Männer plötzlich von außen h^reinschneien können und auf einmal mit einem Wink ihrer Hund ein neues deutsches Judentum zu schaßen vermögen. Erst die Aufgabe, dann die Männer, und nicht erst die Männer und dann die Aufgabe! Diese Aufgabe ist klar: es gilt die Erhaltung eines „deutschen Judentums“, verjüngt und infolge der Not der Zeit in ihrem Aufbau vereinfacht, aber geistig und seelisch mit altem, unverändertem Ziel. Selbstverständlich gemeinschaftliche Arbeit Aller auf sozialem und wirtschaftlichem Gebiete in .Deutschland selbst und für die. die das Schicksal zwingt, außerhalb- Deutschlands ihren Weg zu suchen. Aber, das deutsche Judentum in Deutschland ist das Primäre. Gewiß', Regelung der Auswanderung in vernünftiger Weise als eine der Hilfen gegen die große Not der Zeit, aber voransteht das Streben, sich hier zu erhalten, solange esstMenschenwürde und jüdische Würde gestatten. * ■ Eine Erhaltung deutschen Judentums auf deutschem Boden ist nur möglich, wenn wir das zwiefach-eine Ziel nie aus dem Auge verlieren; als Juden die-ewige Gemeinschaft des Glaubens mit Gott und seiner Schöpfung zu pflegen, auf seine Hilfe auch dann zu bauen, wenn der Weg durch Abgründe führt, auf ein letztes glückliches Ziel auch daun zu vertrauen, wenn es nur in weiter Ferne leuchtet; als Deutsche: keine Halbheiten des Strebens, keine „Gruppenemanzipation“, kein Hiunehmen des „Status quo“, keine Anerkenntnis der Artverschiedenheit bei Forderung „gegenseitigen Respekts“; nur ein Ziel, das höchste, das einzige, das den Kampf lohnt; Ringen, um unsern Platz als gleichberechtigte Glieder der deutschen Volksgemeinschaft! Nur wer von diesem unbeugsamen Willen getrieben wird, kann uns politisch beraten^ kann unser Führer sein. ' ' ' Deutsche Juden! Rausch haschonoh ist das Fest der freien sittlichen Persönlichkeit. Gott schlägt das Buch auf und schreibt das Schicksal in das Buch. Aber unsere Einkehr, unsere Umkehr und unsere sittliche Tat vermag selbst der Qotteshand bei ihrer Niederschrift Einhalt zu gebieten. Darin liegt die sittliche Bedeutung der Persönlichkeit im Judentum. Dieses großen Gedankens müssen wfr uns würdig erweisen.. Die Zeit gebietet. Emst zu machen mit dem Sichbescheiden in äußeren Dingen, sie fordert Umsehichtung in Lebensformen und Lebenshaltung. In den letzten Dingen der .Wahrheit gegenüber gibt es für den Juden keine Umschichtung und kein Sichbescheiden. Viele Aengstliche sagen uns heute: „Ordnet euch der herrschenden Ueberzeugung unter, nehmt das .Wenige, was euch geboten wird, denn das Große, das letzte Ziel erreicht ihr doch nicht.“ Allen diesen rufe ich zu: Es kommt nicht darauf an, was wir liier.heut „erreichen“; aber unsere Kinder und Enkel sollen von uns nicht sagen .dürfen: um das kleine Heute zu erlangen, hätten wir das große Morgen, das große Ewige verspielt! Mit diesem Verzichtswlllcn_auf äußere Güter, in diesem ungebrochenen Streben nach dem echten Sinn unseres Lebens laßt uns unsere heiligen Tage beginnen! Auslands-Chronik ZU i für res.) fulius s ein s under :, der ihrer Zwecke ssion erden, den jüdivom ngen btern Die Jiiden- Budapest. (Weitgehender Religionsschut jüdische Soldaten des ungarischen Hee Der kgl. ungarische Ministerpräsident und Kriegsminister von.Gömbös hat eine Verordnung erlassen, durch di weitgehender religiöser Schutz,.für jüdische Soldaten de garischen Heeres gewährleistet! wird. In der Einleitung Verordnung erklärt der Ministerpräsident, er beabsichtig^ Militärmannschaft jüdischer Konfession die Beobachtung religiösen Vorschriften zu ermöglichen. Zu diesem wurde angeordnet, daß die Mannschaften jüdischer Konfe: geschlossen zum Gottesdienst am Freitagabend geführt wi Zwecks Erleichterung der rituellen Verköstigung wirc jüdischen Soldaten das Menagegeld bar ausgezahlt Die sehen Soldaten werden an den jüdischen Feiertagen Dienste befreit, außerdem wird gewissen Kategorien (Zog ii von Rabbinerschulen, Religionslehrern. Kantoren, Schäd usw.) auch an Sabbathtagen die Dienstfreiheit gewährt], neue Verordnung wurde von der gesamten ungarischen, heit mit besonderer Genugtuung begrüßt Genf. (Coty sagt sich vom Antisemitismus los. .— Ein sensationelles Telegramm ar (die Jüdische Gemeinde Genf.) Der bekannte französische Parfümerie-Fabrikant und Zeitungsherausgeber Francois Coty, in dessen Blättern seit Jahren eine intensive judenfeir dliche Propaganda getrieben wird, hat an die Jüdische Gemeinde Genf ein aufsehenerregendes Telegramm gerichtet, in dem er erklärt, daß er sich vom Antisemitismus lossage. Coty; verlangt, daß sein Telegramm von der Tribüne der jüdischen Weltkonferenz verlesen werde. Die Leitung der jüdischen Weltkonferenz hat zu diesem Ersuchen Cotys bisher) noch nicht Stellung genommen. —-Der Schritt Cotys erinnert an die Erklärung Henry Fords im Juli 1927, in der er nqtteilte, daß er seinen Antisemitismusaufgegeben habe und für das den Juden angetane Unrecht! vor aller Welt Abbitte leiste. Von einigen Blättern wird Cotys Vorgehen lediglich als eine Geste angesehen. ( . Wien. (Eröffnung eines Heiligen Ljand- Museüms.) Anläßlich des in Wien stattfindenden Deutschen Katholikentages wurde im Hause der Franziskaner Patrss das „Heilige Land-Museum“ eröffnet, das, wie in der Eröffnungsansprache betont wurde, bestimmt-sein soll, die Lieb: zum Heiligen Lande zu wecken und zu vergrößern. Das Museum enthält u. a. auch eine große Zahl jüdisch-palästinen: ischer Altertümer, darunter antike jüdische Gebetbücher. Tirana. (Rücktritt des amerikanischen Gesandten Bernstein.) Der amerikanische Gesanlte in Tirana Hermann Bernstein hat dem amerikanischen Aul enamt seine Demission unterbreitet! Gesandter Bernstein, dur bekanntlich Jude ist, hat mehrere Jahre hindurch die Vere nigten Staaten in Albanien vertreten. Er wird Ende September aus Tirana.nach New York abreisen. Konditorei Adler Inhaber i Sigmund Adlar Berlin W<2, Bayreuiher Sfr.35 am Wlffanbargplafz Täglich frische Kuchen,Torten, Dessertstücke! Wiener Spezialitäten1 Bunte Schüsseln, Div. Strudel Eisbomben nach Wahl Stück-ä 6,50 Mk. 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M. konnte » Herr Max Metz, eine der markantesten Persönlichkeiten unserer Gemeinde, seinen 60. Geburtstag feiern. In unermüdlicher Arbeit hat er sich einen großen Kreis von Freunden und Verehrern geschaffen. Als Vorstandsmitglied und Finanzdezernent, und vorher schon als Mitglied der Repräsentantenversammlung, hat er sein reiches Können, sein Wissen und seine Erfahrung in den Dienst der Gemeinschaft gestellt Er vertrat Niederschlesien im Preußischen Landesverband und trug viel bei zum Verständnis der'besondern Lage .unserer Gemeinden. Er leitete auch' die Arbeitsgemeinschaft der Jüdischen Wohlfahrtsvereine. Auch in unserer religiös-liberalen Bewegung stand er an hervorragender Stelle; er war stellvertretender Vorsitzender des Liberalen Vereins der Synagogengemeinde Liegnitz. Besonders der Jugend galt seine Tätigkeit Für ihre Sorgen und Nöte zeigt er jederzeit Verständnis und half, wo und wie er immer konnte. Außerhalb der jüdischen Gemeinschaft wirkte er viele Jahre als Vorsitzender des Verbandes Ostdeutscher Obst- und Beerenweinkeltereien. Krankheitshalber hat nun Herr Metz sich leider gezwungen gesehen, seine zahlreichen Ehrenämter niederzulegen: ein von allen bedauerter Schritt Wir alle wünschen dem Jubilar; daß er bald wieder in voller Gesundheit zum Wohle seiner Familie und - unserer Gemeinschaft wirken-kann, wie er es bisher getan. DAS GEBOT DER STUNDE für Jeden Geschälttmann: Einträgen lassen in das Bezugsquellenverzeichnis Im Jüdischen Führer durch Berlin. Auskunft erteilt der ERICH VEIS VERLAG, Charloßenburg 9, Mecklenburg- Allee 22a. Telefon: J 9,1143. $ Dauerwurst Schlackwurst, Salami, Mettwurst Krakauer Pfna4 1,40 Hk. Polaisdw, Schlesuufce, ff. Lebcrwurti Pfssd 1,30 Hk. Lieferoar frei Haue S Kilo PostkotU Mt, rmAm (nt Th. Lonwnnthal« BerflnWM AollMfclolutr.4, Tel: B 4 Be wie 2795 Plano-, Flügel-, Qaldschranktrantporia Umzug« — Uehfreeetranepocte ” PAUL LEWISOHN GMffuktKMr. 43. 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