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Jüdisch-liberale Zeitung · 1933-09-15 · 12 (15.9.1933) · page 10

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
13 (1933)
Issue
12 (15.9.1933)
Date
1933-09-15
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Arbeit zu vergeben. AVir haben Stellen für Putzmacherinnen, Konfektionsschneiderinnen, Zickzacknäherin für kunstseidene Wäsche, Stepperinnen auf Dainenmänteb Handnäherinnen auf Damenmäntel, Kürschnerinnen für Maschine und Hand, Plätterinnen. — Wir suchen Steilen für (junnnimäntelkleberinnen, Maßschneiderinucn, ungelernte Arbeiterinnen. — Ferner haben wir eine Anzahl Chauffeure.'Hausdiener, Handelshilfsarbeiter, vorgemerkt, für die wir dringend Stellen suchen. — Außerdem suchen wir dringend handwerkliche Lehr- und Volontärstcllen "jeder Art. — Meldungen erbitten wir an die Arbeitsgemeinschaft. derjüdischen Arbeitsnachweise, Rosenstraße 2—4. Teleion: Norden 6711. * Am Krankenhaus der Jüdisch.en Gemeinde Berlin ist die Stelle des Leiters der Poliklinik für Hals-, Nasen- und Oh renkranke zu besetzen. 'Die Aufgaben desleitenden Arztes bestehen in der Führung der Poliklinik an fünf Wochentagen und in beratender Tätigkeit auf den Stationen. - Es wird ihm das Recht zugestanden. -Patienten 1 auf alle Klassen des. Hauses zu legen und selbständig zu behandeln. Bewerbungen vonklinisch und operativ erfahrenen Fachärzten bis zum 20. September d. J. an die Direktion des Kranken h’a u s e s, N 65. Exerzierstraße 11a. Der litauische «ORT" nimmt 80 deutsche Juden zur Ausbildung auf. Aut Veranlassung der Zentralverwaltung des „ORT'-Verhaudes hat sich der Litauische „Ort“ bereit erklärt, seine technischen Lehrwerkstätten und landwirtschaftlichen Einrichtungen iür die Ausbildung einer Anzahl von deutschen Juden zur Verfügung zu stellen. Zunächst wir ein praktischer und theoretischer für 1V* Jahre berechneter Kursus in Kowno eröffnet zur Ausbildung von 25 Maschinenschlossern. Die mechanischen Schlosserwerkstätten des „ORT“ in Kowno’ besitzen eine gute technische Ausrüstung, sie genießen die staatliche Anerkennung und werden von einem bewährten Lehrpersonal geleitet. Mit der Organisation des Wolni- und; Vcrpflegungswesens für die aus Deutschland zu erwartenden Kursusteilnehmer ist eine, vom Kownoer Komitee eingesetzte Kommission betraut. Die Lehr- und Unterhaltskosten (anständige ’ Wohnung und gute Verpflegung) werden-’ sich insgesamt auf monatlich 55,— RM. pro Person stellen. Teilnehmer für diesen Kursus (im Alter von 17 bis 25 Jahren) wollen sich, unter" Angabe. des Namens, der genauen Adresse, des Alters, der ’ Staatsangehörigkeit, des Geburtsortes und des Berufes an die Gesellschaft „ORT". Berlin W 57, Bülowstr. 9(1,' wenden. Es. werden ierner in Litauen Vorkehrungen getroiien, fiir die Einrichtung eines landwirtschaftlichen Kursus iür 30 Personen, Dauer des Kursus 1 Jahr, und eines elektrotechnischen Kursus für 25 Personen. Dauer 1 Jahr. Auch für diese Kurse werden bereits von der .,ORT"-Gesellschaft Gesuche entgegengenonuuen. ' Aus den Gemeinden Berlin. (Louis Grünt ach gestorben.) In hohem Greisenaltcr' ist der bekannte Seniorchef der Firma Gebrüder Grumach. Louis Grumach, gestorben. Mit ihm ist einer der volkstümlichsten und angesehensten Vertreter der Berliner Kaufmannschaft dahingegangen. . Welcher Wertschätzung dieser ausgezeichnete Mann sich erfreute, zeigte die Teilnahme bei seiner Beisetzungsfeier,. die auf dem Friedhof in Weißensee stattfand. Man sah hervorragende Persönlichkeiten aus Handel und Industrie. Hunderte hatten sich eingefunden. um dem Verstorbenen die letzte Ehre zu erweisen. Er war ein treuer deutscher Jude, der seine Heimat unendlich liebte, und stolz, Ehrenbürger seiner Heimatstadt zu sein. Schlicht und einfach in seinem äußeren Wesen, durchdrungen von starkem Pflicht- Rechtlichkeitsgeiühl. so schuf er sein Werk, das alle Fährnisse der Zeiten überdauerte und immer mehr wuchs. Noch weihevollen künstlerischen Darbietungen der Herren Oberkantor Davidsolm und Th. Schönberger, folgte eine unübersehbare Menge ergrifien dem Sarge der im Erbbegräbnis beigesetzt wurde. Einig waren Juden und Christen in der Meinung, daß mit Louis Grumach einer der wertvollsten Menschen seines Berufes uiid seiner Zeit entschwunden sei. Der jüdischen Gemeinschaft, der er entsprossen, in Anhänglichkeit ergeben, hat-er ihr allezeit sein Interesse zugewendet und stand insbesondere den religiösliberalen Organisationen außerordentlich nahe. Die Lücke, die er in unseren Reihen hinterläßt, wird sich so bald nicht schließen. Berlin. (Persönliches). Am 16. September begehen Herr.Guido I.evi und Frau Elise, geb. Baruch. das seltene Fest der goldenen Hochzeit. Das Jubelpaar gehört seit vielen Jahren dem Religiös-liberalen Verein und der Jüdischen Reformgemeinde an; Herr Levi 'ist außerdem Mitglied des Kuratoriums des Jüdischen Krankenhauses. Den treuen Mitstreitern sei auch an dieser Stelle ein herzlicher Glückwunsch ausgesprochen. - ' Oppeln. (S.-R. Schlesinger 75 Jahre.) Am 15. September begeht Herr Sanitätsrat Dr. Schlesinger seinen 75. Geburtstag: wenige Wochen später sein 50. Doktorjubiläum. Der Jubilar war viele Jahre hindurch Vorsteher der Syuagogengemeiiide in Oppeln als Vertrauensmann der üemeindemitgiieder jeder Richtung und ein Verfechter des jüdisch-liberalen Gedankens auf allen unseren Tagungen. In voller Rüstigkeit übt er seine ärztliche Praxis aus und erfreut sich allgemeiner Beliebtheit weit über die Kreise seiner Glaubensgenossen. Bei Beginn des Weltkrieges ist er iür seine hervorragenden Leistungen bei Errichtung von Lazaretten mit dem Eisernen Kreuz am weißen Bande ausgezeichnet worden. Der jüdisch-liberalen Bewegung steht Sanitätsrat Schlesinger als Mitbegründer der Vereinigung für' das religiös-liberale Judentum und als langjjähriger Vorsitzender ihrer Oppelner Ortsgruppe besonders nahe. Er gehörte vor fünfundzwanzig Jahren zu den Unterzeichnern, des ersten Gründungsaufrufes der Vereinigüng und ist seither der Fahne treu geblieben. Wir sprechen ihm auch an dieser Stelle unsere herzlichsten Glückwünsche aus. Dec O&üefkastm dec „J.d.Z“ Professor W. in K. Es gab nur zwei Juden, die'Mitglieder des ehemaligen Herrenhauses waren: Baron Meyer Karl v. Rothschild und der aus dem posenschen Städtchen Kolmar stammende Provinziallandtagsabgeordnete Dagobert Friedländcr. * Auswanderer. Wir haben d.qch die Stelle sehr genau angegeben. Aber schön: doppelt genäht, hält besser: Sie iinden den Erlaß des ReichswirtsChaffsministers im „Berliner Börsen-Courier” vom 1. September. Er enthält alle Einzelheiten über die Möglichkeiten eines Vermögenstransiers für jüdische Auswanderer. Werner Z. Warum der erste Neujahrstag niemals auf einen Mittwoch und auch nie aut einen Freitag fallen kann, willst Du wissen? Rechne Dir einmal aus, auf welchen Wochentag dann das Versöhnungsiest fallen würde —: dann weißt Du die Antwort! Jüdischer Organist. Vielen Dank iür die Zustimmung. Die Anregung zu dein Artikel von Leopold Nathansohn in unserer Ausgabe vom 8. September bot folgende Nachricht aus einer mitteldeutschen Großstadt: „Da deni Organisten der Gemeindesynagoge von der Kirchenbehörde, für die er ebenfalls tätig war, das Spielen in der Synagoge verboten worden ist. so hat sich der Vorstand der Israelitischen Religionsgemeinde veranlaßt gesellen, den Chor bis auf weiteres aufzulösen. Das Orgelspiel wird vorläufig interimistisch durcligefiihrt.“ | . Mitteilungen des Kulturbundes Deutscher Juden Vielfachen Anfragen entsprechend und um Mißverständnissen vbrzubeugen. weist der Kulturbund Deutscher Juden nochmals darauf hin, daß der Zutritt zu seinen Veranstaltungen, gleich, ob es sich um Theater. Konzerte oder Vorträge handelt, nur Mitgliedern möglich sein wird. Ein Kassenverkauf oder die Ausgabe von Gastkarten findet in keiner Form statt, so daß es keine Möglichkeit gibt, einzelne VeranstaltungeTi zu besuchen. Persönliche, schriftliche oder telephonische Mitglieder- Aninelduiigen werden im Bundesbüro, Mommsen-Straße 56, J 1, Bismarck 471, entgegengenommen. Das Theater des, Kulturbundes Deutscher Juden wird im November als erste Oper „Figaros Hochzeit“ von Mozart unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Josef Rosenstock, in der Inszenierung .von Dr. Kurt Singer hcrausbringen. Das Bühnenbild entwirft Heinz Condeli. rissige A usw shl. LEIPZIGER STRASSE 43/44 isr bi sondere Seschmick, die Heehwertigkeit der Were haben in vielen Jshrtehn. ten den Welt ruf von MICHELS geschaffen. (Inentwegf wird das Ipp^ Qua litäts-Prinnp y aufrecht erhalten-frota illigster Preise! KUUFUUSTENOAMM 537 KÖNIGSTRASSE A1/I.2 STEGLITZ, SCHLOSS-STRASSE 34 Vereinsnadiriditen. 'Tennis-Turnier. Der erste jüdische Lawn-Tennis-CIub veranstaltet in der Zeit vom 14. bis 17. September auf zehn Plätzen seiner Anlage 3 ein offenes Tennis-Turnier (Meisterschaft um den Blau-Gold- Weiß Silberschild). Ausgeschrieben sind' a) Herren-Einzel und b) Doppel; c) Damen-Einzel und d) Damen-Doppel (evtl. Mixed). Meldungen. Auslosung, Auskünfte usw. erteilt auch für das Hallenspiel und die Tisch-Tennis-Abteilung die Hauptsportleitung. Anschrift: NW 23,. Lessingstraßc 25 (Blau-Guld-Weiß Sekretariat. Rückporto erbeten). Gottesdienste Liberale Synagoge Gottesdienst Predigt Norden Schönhauser Allee 162 Frtg., 15.9., 19.15 Uhr Sbd.,16.9., 10,00 Uhr Rabb. Dr. Salomonski Osten Aula Kaiserstr. 30 Frtg., 15.9„ 19.30 Uhr Rabb. Dr. Swärsensky Westend Aula -Leistikowstr. 7 Die Gottesdienste — auch an den hohen Feiertagen—müssen wegen räumlicher Schwierigkeiten vorläufig ausgesetzt werden. Liberaler Gottesdienst Schmargendorf Altersheim Berkaer Str. 32 Frtg,, 15.9., 19.00 Uhr Sbd., 16.9., iO.OOUhr - ■ Liberale Synagoge ' Charlottenburg Schulstraße 3' Frtg., 15.9., 18.45 Uhr Sbd., 16.9., 9.30 Uhr Sbd., 16.9., 15.30 Uhr Jugendgottesdienst Dr. Salomon JüdischeReform- Gemelnde Johannisstr. 16 Stg„ 17.9.; 10.00 Uhr Stg„ 24.9., 10.30 Uhr Dr. Rosenthal Dr. Jelski Der KREDITVEREIN für Handel und Gewerbe. c. G.m. b.H. 0 Berlin N24, Oranienburger'Straße 3 £ erlaubt sich, auf folgende empfehlenswerte Firmen aus deni Kreise seiner Genossen £ und Kunden hinzuweisen: ÜSaUo- <£ Schoepe Inh.. Leo Kaplan Dachu. Asphaltarbeiten Cegr. 1878 Berlin W15, Kaiserallee 215 Fernsprecher: B.4 Bavaria 2840 Heinrich Blum •Schokpladen- Großhandlnng RÜgenerStr.l,TcI.D5Vincta0735 . sämtliche HetaOe u. Metallegierungen kauft u. verkauft H. 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