Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 13 (1933)
- Issue
- 6 (15.6.1933)
- Date
- 1933-06-15
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Ich hab' dich zum Heil berufen, .-■•Halt' deine Hand, verlass’ dich nicht. Völker sollst zum Bund du rufen, Nationen sei zum hellen Licht!“ (Jesaia 42, 6.) Zweitausend Jahre1 lebt Israel in der Zerstreuung, kein Volk mehr, aber eine treue Brüderschaft, deren Zweck und Aufgabe, Ziel und Mission nur auf der einen Verkündung beruht: „Der Ewige ist unser Gott, der Ewige ist einzig!“ Israel verkündet ferner: ' „Im Ebenbildc Gottes ist der-Mensch geschaffen." Nicht'physisch, sondern psychisch haben wir diese (iuttähnlichkeit auizufasscn. ’ : i Gott ist groß —: suchen wir menschliche Größe, cdjcn Sinn und hohes (.Streben zu erreichen. . ■ Gott ist gütig —: eifern wir, alle guten und schönen Keime in uns zuentwickeln. Gott ist liebevoll —: seien wir bestrebt, Liebe, Hilfe und- Freundschaft unseren Mitgeschöpfen entgegenzubringen. Gott ist allwissend —: laßt uns Wissen und Kunst befördern und erstreben. Das sind .unsere Aufgaben als Gottesstreiter für die höchsten-und idealsten Interessen der Menschheit! In ihrer Erfüllung werden wir die Zeit herbeiführen', von der cs, heißt:- „An - diesem Tage wird Gott einzig sein und sein Name einzig!“ - Joseph Kauffmann, Berlin-Weißensee. gciidcm Wert? ' Nein, Schicksals-, Trotz-, Eitre-, Pietüts-Judeu „dürfen nur.JSpiegelungen des religiösen Juden sein, und nur. insuienn man zum Ganzen vorgedrungen ist. haben auch diese Splitter ihren Wert. Das zu sagen, ist gerade jetzt wieder notwendig. Es •muß of.fert ausgesprochen werden, daß denn doch noch nicht jeder, der heute seiner jüdischen Abstammung wegen in materielleTJedrängnis geraten ist, ein Recht hat. sich als Märtyrer des Judentums aufzuspielen. Mit der selbstverständlichen menschlichen. Teilnahme und Hilfe hat das nichts zu tun. Sie wird maii niemandem versagen, Aber Menschen, die bis zur Umwälzung und Erschütterung ihres Daseins überhaupt nicht wußten, was in diesem Judentum vorging, bestenfalls durch die Steuerkarte mit ihm verbunden waren. Menschen, die .jetzt eine empörende Unkenntnis ihrer eigenen Geschichte, ihrer „Schicksalsgemeinschaft" eine erschreckende Unklarheit, ja Unwissenheit jüdischer Grundbegriffe sogar, an den Tag legen, sic können wahrhaftig nicht-von jüdischer Tragik reden, die sich an ihnen vollzieht, von seelischen Mißhandlungen. die. sie als Glieder des Judentums erleiden. Sie. leiden, gewiß, aber wofür? Nicht nur die. die das Judentum verlassen hatten, muß man so fragen und nicht nur die'Erwachsenen: ein Teil der Jugend gehört genau so hierher. Die Wirkung ist ja offenbar. Wer schon immer, vom JuderUum erfüllt war. JQn/ inr es efngetancht und nicht nurlvon Berufs wögen, aer wird jetzt zu kämpfen, zu leiden, zu entbehren wissen, wird vor allem die großartige Erhabenheit besitzen, die sich über das jetzige Geschehen stellt, und gerade daraus gewaltige Kraft schöpfen. Er wird nicht übersehen. daß auch in der eigenen jüdischen Geschichte ■‘Abirrungen und Ausschreitungen des Geistes zu verzeichnen'waren. von Juden an Juden begangen. .Hat man nicht auch die Schriften eines Jeremia verbrannt, und war nicht ein jüdischer König der Urheber? Nicht die Schriften eines Maintonides ■ ins Feuer; geworfen auf Anstiften jüdischer Fanatiker? Nicht auf die ersten Uebersetzer der. hebräischen Gebete; den Satz angewandt: „Sie sollen ausgetilgt werden aus dem Buche des Lebens"? Muß ich betonen, daß damit nichts entschuldigt werden soll, was heute geschieht? Aber angesichts solcher Erinnerungen wird man.doch nicht immer richtig"handeln. Sich nur als der einseitig befeindete Jude zu betrachten, sondern als der Mensch,' der in den Ablauf der "Geschichte verwickelt ist, an ihrem Auf und Ab seinen Anteil hat. Aber um sich so einzustellen, muß man die Geschichte. und nicht bloß die jüdische, kennen. Die Verzweiflung. Verbitterung, Ratlosigkeit, Flucht aus dem Vaterland und selbst aus dem Leben, die Unfähigkeit. kämpfen zu können^ und kämpfen zu wollen — dieses Schwelgen in der Schwarzmalerei, diese Sucht, nur nicht von neuen Möglichkeiten zu sprechen: das alles sind die unseligen Folgen innerer jüdischer Haltlosigkeit, die noch nicht einmal verdient, daß man ihrem kläglichen Stöhnen und Jammern zuhört. Ich sagte, daß es bei der Gestaltung der jüdischen Zukunft jetzt nicht bloß um Deutschland geht und daß die Juden anderer Länder jetzt nicht bloß die Verbundenheit des Herzens als Verpflichtung fühlen sollten. 1912. also vor mehr als zwei Jahrzehnten schon, schrieb Montefiore in seinen „Umrissen“ von dem „Unglück". das der jiidischnationale Gedanke für die Juden bedeute, und von der „furchtbaren, wirklichen Gefahr“. Von den Gegnern des Zionismus aber, die trotz dieser Gegnerschaft am .Palästinaaufbau mithclfen.- schreibt er: „Es ist sehr möglich, daß sie die Kastanien für die. Zionisten aus dem Feuer holen. So spielen sie ein ge^- jährliches Spiel, sie spielen mit einem gefährlichen Feuer.“ Und warum ein Unglück? „Weil, je mehr die Ansicht verbreitet wird, die Juden bildeten ein eigenes Volk oder besäßen eine eigene Nationalität, um so schwieriger ihr Anspruch auf gleiche Rechte in denjenigen Ländern würde,..in denen sie leben, und um so stärker , die Handhabe für die Angriffe ihrer Gegner.“ So Montefiore 1912. Wer will leugnen, daß das deutsche Judentum die Wahrheit dieser Worte jetzt zu spüren bekommt? Aber wer kann voraussehen, ob nicht eines Tages auch über andere Länder und die Juden in ihnen ähnliche Stürme hereinbrechen? Und darum ist es zweifellos an der Zeit, das Prinzip des rein religiösen Judentums in allen Ländern ganz groß und klar, in ganz reinlicher .Scheidung von allen jüdischnationalen Verknüpfungen, halben und ganzen, verbrämten und offenen, neu herauszustellen und die Geister zur Sammlung zu rufen. Wer es noch immer verantworten zu können glaubt, mit dem Mantel des Wohltuns die. Gefahr zu verdecken, die darin liegt, Juden dem arabischen Nationalismus so lange zu überantworten, wie das jüdische Palästina selbst auf nationaler Grundlage ruht und dem Spiel der Diplomatie ausgesetzt ist, der tue es. Ich würde vor der Verantwortung schaudernd zurückschrecken. Ich sehe, was jetzt an innerjüdischen Dingen in Deutschland geschieht, und gestehe: es genügt mir. Da muß eine deutschjüdische Gruppe in der Oeffcntlichkeit darüber klagen, daß ihr , | Rabbiner Dr. Joseph Lehmann. | (Siehe den Nachruf in der heutigen Nummer.) Neues Musikleben. Von Hans Bloch, Hamburg, gebt uns über eine künstlerische Veranstaltung ein Bericht zu, aus dein wir folgenden Auszug liierlierset/.cii: " - „Notzeit ist heute: Sorge und Elend sind mehr denn je seit langer Zeit über die deutschen Juden hereingebrochen und haben alle Kreise gleich erbarmungslos erfaßt. Auch jüdische Künstler sind in Not. Da riefen die jüdischen Künstler Hamburgs dic-Hamburger Juden zu einem Woldtätigkeitskonzert im Israelitischen Tempel, und ihr Ruf blieb nicht ungehört. In Massen-strömten die Juden .Hamburgs herbei, das Gotteshaus konnte nicht alle die lassen, die der Aufforderung, der Künstler folgen wollten, und viele 'mußten unverrichteter Dinge umkehren. weil *kein Platz im überfüllten Tempel mehr zu finden war. Ein unbeschreiblicher Anblick bot sich dem. der das Gotteshaus, betrat: das Herz mußte einem umgehen, wenn man die gewaltige Versammlung sah. Es war. ja nicht das Bewußtsein allein, daß der materielle Erinlg der Veranstaltung gesichert, daß die Möglichkeit geschaffen war. notleidenden Mitmenschen Hilfe zu bringen, sondern Höheres noch war es. das den jüdischen Menschen bewegte. Ter weite Tempelramil war bis auf den letzten Platz geiüllt. Jüdische iMenschen hatten ihre Brüder um Hilfe angeruien. und sie waren zur Hilfe gekommen.'- Alle Kämpie. die unser Judentum sonst durchzittern, waren vergessen: vergessen alle Zerrissenheit, unter der das 'Judentum sonst wohl leidet. Hier saß der Orthodoxe neben dem Liberalen, der Zionist' neben dem um sein Deutschtum kämpfenden Glaubensgenossen, alle geeint einzig im Glauben an den „Ewigen, unseren Gott und Gott unserer Väter“. Wer diesen Abend initcrleht luit. wer Zeuge dieses Ereignisses war, der wird getrost .auch in die schwere Zukunft schauen, denn er weiß gewiß, solange es jüdische Menschen gibt, die so zueinander halten nach'dem Geheiß Gottes, die so beieinander stehen nach den 'Worten der Thora, so lange kann unse’r Judentum nicht untergeben, und stolz wird jeder von uns bekennen: „Gelobt seist Du. Ewiger, unser Gott, König der Welt, der Du mich diesen Tag hast erleben lassen!" * . * Aehnliche musikalische -Veranstaltungen haben auch in anderen Gemeinden istattgefunden, und wo es noch nicht' geschehen ist. da sei das Hamburger Beispiel ziir Nachahmung empfohlen. ht Berlin ist es die „Gemeinschaft jüdischer Musiker“, die, nun schon zum zweiten Male eine aufnahmebereite Zuhörerschar in der Synagoge Prinzregentenstraße vereinte. All diesen Veranstaltungen darf der Gedanke vorangestellt werden, dem Rabbiner Dr. Wiener in. seiner einleitenden Ansprache Ausdruck verlieh: „Wir wollen keine* Kulturantarkie. sondern wir wollen durch solche künstlerischen Veranstaltungen uns auf der Höhe der allgemeinen Kultur halten. um nicht geistig-seelisch zu verkümmern.“ Und hier dari eine Erage öffentlich aufgeworfen werden: wer ist diese „Gemeinschaft jüdischer Musiker“, wer geltört ihr an?- Denn das sei schon jetzt gesagt: so wertvoll derartige Veranstaltungen sind — hütet euch vor Zersplitterung unserer künstlerischen Kräfte! Es muß kategorisch gefordert werden, daß eine Vereinigung jüdischer Künstler gebildet werde, die tatsächlich alle jüdischen Künstler umfaßt und innerhalb ihres Organismus jedem die Stelle zuweist an die er gehört und von der aus er wirken kann. Jeder Arrivierten- Hochmut hat jetzt'zu-verstummen:'das jüdische Publikum kann heute auf kein Talent verzichten und jedes Talent hat das Recht, an das jüdische Publikum herangebfacht zu werden. — Und wieder sind aller Augen auf die Gemeinde gerichtet. ob es ihr gelingen werde, die Methoden bloßer bürokratischer Institutionen auizugeben und sich selbst als kulturtragenden Organismus zu versieben. „gewisse, jüdische Kreise“ in den „Rücken fallen“, da wird ein anderer, der für deutsches Judentum kämpft, weil er sich einmal in den Mitteln vergreift, „Apostat“ genannt. Und das geschieht von .einem Kreis, der schon seit Jahren die gerade Linie seiner deutschen Zielsetzung gefährlich abgebogen hat, jedenfalls bei einem Teil seiner Führer und Gefolgschaft. Gewiß, alles schon dagewesen, das Kapitel „Juden gegen Juden“ ist um neue Seiten vermehrt.' Aber wer sieht nicht förmlich die hämische Freude, unserer Gegner, wer kann wissen, ob sie nicht daraus den Schluß ziehen, sich uns selbst zu überlassen, wir werden uns schon selbst vernichten! Wir sehen darin ein Fanal, — und die Juden anderer Länder sollten es auch — das die Fehler der Vergangenheit grell beleuchtet. Fehler, die von uns selbst, so sehr und so viel wir auch für unseren deutsch-jüdischen Gedanken eingetreten sind, ganz zweifellos gemacht wurden. ' In der Frage: reinreligiöses oder nationales Judentum gibt es nun einmal kein Kompromiß: auch dann nicht, wenn dieses nationale Judentum religiös orientiert ist. Das gilt nicht etwa erst für die jetzige nationalbetonte - Zeit, es gilt für alle Zeiten, alle Staatsformen. Es ist nicht unsere Sache, wie sich das jüdische Palästina, das doch keine bloße Wirtschaftangelegenheit ist, sondern Ausdruck einer Idee, mit all den Juden abfinden wird, die jetzt zu ihm hinstceben, teils aus rein wirtschaftlichen Gründen, teils in plötzlicher Gleichschaltung mit der jüdischnationalen Idee, die sie sich über Nacht, gleichsam wie eine prophetische Erleuchtung „angeeignet“- haben. (Nur merkwürdig, daß man bei uns bisher so wenig von so viel prophetischer Begabung gemerkt hat.) Aber es i s t unsere Sache, ist eine heilige Aufgabe, dem reinreligiösen Judentum in aller Welt einen ganz neuen, großartigen Aufschwung zu verleihen! Soll ich zum Schluß praktische Aufgaben zunächst für uns selber nennen, dann diese: benutzt die Gemeindeabende oder sonstige außergottesdienstliche Zusammenkünfte nicht bloß' zur Berichterstattung oder zu Vorträgen, die von religiösen Stoffen'umrahmt sind. Stellt diese Stoffe selbst als Vorlesung, als Gesang, als Musik, in den JVyttelpunkt. In liberalen Vereinen und Jlis vergeht weniger als je die alte Forderung: Quellen,' Quellen, Quellen aus alter, neuer und neuster Zeit, liberale Quellen vor allem. Und euren Kultus formt mehr als je zu einem Kultus der Heimat und Gegenwart, in Sprache und Stoffen, wandelt nicht bloß in den Pfaden der Vorzeit. Klare Fronten — aber schnell und voll heiligen Eifers für den „Ewigen Zebaoth“, für ein rein religiöses Judentum! * Mitteilungen der World Union for Progressive Judaism. (YVeUverband für religiös-liberales Judentum.) Am 30. und 31. Juli Endet in London eine Zusammenkunft des Vorstandes statt. Zu einem Teil der Veranstaltung — insbesondere zif einer am 30. Juli stattBndenden Round-Table- Conference über den Gottesdienst — haben Gäste ln beschränkter Anzahl Zutritt. Anmeldungen für etwaige Frelquarrbeteii an das Büro der Vereinigung für e Judentum E. V„ Berlin SW 11, Hal- — Reisezuschüsse können nicht gewährt were Mitteilungen folgen ln den nächsten Nutnmcrn tlere werden das libera lescUStraße. I den.p- Nähe < der „Jüdisch-1 beraten Zeitung' Neuauflage des Gedenkbudies des R. j. F. Der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten hat sich entschlossen, die seit längerer Zeit beabsichtigte Neuauflage des „Gedenkbuches der jüdischen Gefallenen des Deutschen Heeres, der Deutschen Marine und der Deutschen Schutztruppen“ nunmehr durchzuführen. Die Neuauflage wird 2000 Exemplare umfassen. , Eine unbegreifliche Entschließung. Uns liegt der Wortlaut folgender kaum glaublichen Resolution vor: „Die Hörerschait der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums beschließt, im Rahmen der pädagogischen Möglichkeiten die Vorlesungen in hebräischer Sprache abzülialtcn.“ Hierzu ist mehrerlei zu bemerken. Zunächst: bisher hatten wir geglaubt, die Dozenten, nicht die Hörerschait, halten die Vorlesungen ab. Sodann; bisher hatten wir geglaubt, die Hochschule sei eine deutsche Bildungsanstalt, bestimmt, in erster Linie deutsche Rabbiner heranzubilden. Wir glauben beides noch heute, wir glauben nicht, daß darin eine Aenderung eintritt. Worin aber allenfalls eine Aenderung eintreten könnte, das ist die Erteilung von Stipendien an diejenigen Hörer, die sich durch derartige Beschlüsse so deutlich von der deutschen Judenheit distanzieren, daß wir heute schon erkennen: wir werden aus dem Studium jener Leute niemals' kulturellen oder sonstigen Nutzen ziehen und haben nicht nötig, es zu finanzieren: es gibt heute dringlichere Aufgaben. Ein besonderes Ereignis. Tritt ein besonderes Ereignis ein, so darf auch die „J.-l. Z.“ einmal die altbewährte Linie des Kampfes um' geistige Güter verlassen und hinabsteigen in die Arena des Sports.' Am vergangenen Donnerstag schlug in New York der Amerikaner Max- B a e r, ein jüdischer Schwergewichtsboxer, seinen Gegner, den Deutschen Max S c h m e 1 i n g in der Vorentscheidung um die Weltmeisterschaft im Schwergewichtsboxen. Der Kampf wurde mit unerhörter Heftigkeit geführt. Schmeling setzte seinem Gegner heroischen Widerstand entgegen, konnte aber nicht verhindern, daß Max Baer ihn förmlich vernichtete. Naturgemäß wohnten dem Kampfe unzählige amerikanische Juden bei, die ihren, Landsmann und Glaubensgenossen begeistert feierten, als Schmeling durch den Ringrichter wegen völliger Verteidigungsunfähigkeit in der 10. Runde aus dem Ring genommen wurde. Im Herbst dieses Jahres wird Baer um die Weltmeisterschaft antreten, entweder gegen den Amerikaner Sharkey oder den Italiener Camera, und es müßte geradezu alle Erfahrungen auf den Kopf stellen, sollte Baer alsdann nicht als erster jüdischer Weltmeister im Schwergewichtsboxen den erstrebtesten Titel aller Kategorien heimführen können. Womit bewiesen sein dürfte, daß Juden auch im Boxen, der.Sportart, die weit vor allen anderen, Herz, Mut und eiserne Energie verlangt, ihren Mann zu stehen wissen. ha. el. Stimmen Sie mit uns überein, daß geradejetzt die Lektüre der „Jüdisch-liberalen Zeitung'* absolute Notwendigkeit ist? Dann darf sie auch in ihrem Hause nicht fehlen.