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Jüdisch-liberale Zeitung · 1933-06-01 · 5 (1.6.1933) · page 5

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
13 (1933)
Issue
5 (1.6.1933)
Date
1933-06-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Zwei jüdischen Führern! Von Rechisanwali Heinrich Stern. An zwei Männer dürfen wir heute denken, aui die wir stolz sind, und die zu unseren Freunden zu zählen ein besonderes Gottesgeschenk genannt werden dari. Am 23. Mai vollendete Leo Baeck das 60. Lebensjahr: Zwei Wochen später, am 6. Juni, feiert das liberale Judentum den 75. Geburtstag seines Führers Claude Monte!io re. Vor, meinen Augen steht ein unvergeßlicher Tag und eine unvergeßliche Stunde. Am 19. August 1928 sprach im überiüllten Saale des Preußischen Herrenhauses vor den liberalen Juden aus allen Teilen der Welt Leo Baeck über die „Botschaft des liberalen Judentums“. Noch vor wenigen Tagen habe | ich in England von einem unserer englischen Freunde, einem ruhig abwägenden. kühl berechnenden Kaufmann englischer Art, den Ausspruch gehört, daß nach dem ersten Satz dieser Rede eine eigene Atmosphäre geistiger und seelischer Ergriffenheit sich über die Hörerschaft zu senken begann und daß diese Stunde zu den größten Erlebnissen aller Hörer gehörte. Wir dürfen heute daran erinnern, daß einer der amerikanischen Gäste die Aussprache mit dem Bemerken eröffnet, für die Amerikaner habe sich die weite Reise nach Deutschland schon gelohnt, um diese Ansprache Leo Baecks erlebt zu haben. Dabei werden vielleicht viele heute nicht mehr wissen, was j er im Einzelnen zu uns gesagt hat. Viele —.und ich bekenne mich auch zu ihnenkonnten damals nicht in allen Punkten mit ihm übereinstimmen. Aber nicht auf das Einzelne dessen, was er damals und sonst gesagt und gelehrt hat, kommt es an. Es ist die ganze Persönlichkeit, die Ausgeglichenheit von Geist und Herz, die ihn zu einem ungewöhnlichen Menschen, zu einem wahren Führer macht Leider hat es die Vielfältigkeit seiner Arbeit mit sich gebracht, daß wir ihn hur sehr wenig auf der Kanzel hören. Er ist kein „Publikumssprecher“, ist keiner von denen, bei dem man sich bequem hinsetzen kann mit dem Bewußtsein: „jetzt kommt eine (schöne Rede“, er ist weder einer von denjenigen, die auf die Tränendrüsen drücken, noch von denen, die das, was wir im Alltag schauernd miterleben, von der Kanzel herab uns' noch| einmal vor Augen führen. Er ist also kein „aktueller“ Redner, wohl aber einer von denen, die immer etwas zu sägen haben und die zu denen aus der Gemeinde sprechen, die geistig und jseelisch geführt werden wollen und mitgehen. Als im Jahre 1930 in London die dritte Weltkonferenz desiliberalen Judentums ausklang, riß er mit einer nur halbstündigen Rede noch einmal die ermatteten Hörer mächtig empor. Eine der Hörerinnen, eine I regelmäßige Besucherin liberaler Gottesdienste, die ihn noch nie gesehen und gehört hatte, sagte: „Das ist kein Prediger, | das ist ein Prophet“ ln der Tat ist es iür die, die ihn kennen, die Persönlichkeit, die zu uns spricht. Wenn er von Wahrheit, Gerechtigkeit, wenn er von der' Seele spricht, die in dem Menschen lebt, so stellt der ganze Mensch hinter dem, was j er spricht. Er gehört nicht zu den vielen Kanzelrednern, denen man nicht „hinter die Kulissen“ sehen darf. Er stellt zu demj was er sagt, und das, was er sagt, stellt ihm. (Man hat hier oft daran gezweifelt, ob man ihn zu den „Liberalen“ rechnen darf, weil die Politik es mit sich gebracht hat, daß er namentlich in der Stellung zu Palästina und |zum Zionismus mit.dem „offiziellen“ Liberalismus nicht immer einig ging. Heute, in einer Zeit, in welcher diese innerjüdischen Gegensätze vor den großen gemeinjüdischen Fragen zurucktreten, werden auch jene, die. ihm politisch nicht immer gefolgt sind, sich klar darüber werden, daß wir Liberalen ihn mit Stolz zu uns rechnen dürfen. Dabei soll hier nicht einmal davon gesprochen werden, daß in vielen praktischen Entscheidungen der Gemeinderabbiner Dr. Baeck für liberale Forderungen eingetreten. 15t, — ich erinnere mich z. B.'mit Dankbarkeit am das gehaltvolle tiefgründige Gutachten, welches, er anläßlich der Frage des Zusammensitzens von Männern und Frauen abgegeben hat —, sondern wir wollen dem Mann danken, der in seinem „Wesen des Judentums“ ein erzliberales Buch geschriebemhat. In keinem Werk der letzten dreißig Jahre sind! die beiden Grundzüge des religiösen Liberalismus immer wieder von den verschiedensten Seiten aus so herausgearbeitet worden wie in seinem „Wesen des Judentums“: es sind dies: der) Sieg "des Inhalts über die Form und der s Uni s übei kularismus. Dieses Buch ist kein leichtes Buch, nicht mit leichtem Herzen geschrieben und nicht leicht zu lesen. Aus jeder Seite ersieht man, daß, wie er uns im August 1928 sagte, der wirkliche Liberale es nicht leichter, sondern schwerer h^t als der gesetzestreue Jude, dem ja die Bahn vorgeschrieben ist. - Er hat es sich tatsächlich auch im Leben nicht leicht gemacht. Wo gibt es heute in Deutschland noch, einen Mann, der >, einer der Führer der jüdischen Wissenschaft, Gelehrter .d Lehrer von hohem Ausmaß, er ist der Vorsitzende der entralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden und so eine der " nden Persönlichkeiten jüdischer Sozialpolitik, und endlich ._. er der Großpräsident des Ordens B'ne Briss Und als solcher Bruder vieler Tausender, die auf ihn sehen. Ich nenne diese seine Tätigkeit zuletzt, weil sie eigentlich alles umfaßt, den Leiter, der vorangeht„den geistigen Führer, der immer wieder anregt, aber mehr als dieses beides, den gütigen', treuen und uneigennützigen Menschen, den stets bereiten Helfer jedes Einzelnen, der sich an ihn wendet Er gehört nicht nur dem liberalen Judentum, obwohl alle Wurzeln seiner Persönlichkeit in ihm versenkt sind, er gehört dem deutschen Judentum, er gehört Deutschland und dem Judentum. Wenn wir heute mit den| Glückwünschen der Tausende, und Zehntausende, die an ihn (denken, eine Bitte verknüpfen, so ist es die, daß er einmal auch an sich selbst denken möge, und aus der Fülle der Arbeit, die lauf ihn einstürmt, sich. wenigstens auf einigen Gebieten herausrette, damit Kraft und Frische ihn noch lange auf dem schweren' Weg begleiten mögen, den er an . der Spitze der deutschen Judenheit zu gehen im Begriff ist.; | . * .. ■ In seiner Stellung als Führer einer Bewegung zeichnet sich die’Persönlichkeit Claude Monte Mores vielleicht klarer ab als die von Leo Baeck. Montefiore hat das große Glück gehabt von Grund auf neuaufbauen zu können; er gehört noch der PalästinaunB Orlenl-Transiiorte zu soliden Preisen J. Schneider & Co. GmbH. FrntM-Agentur des Uoyd-Triesfino Berlin/Ali-Moabit 140b * Telefon Hansa 2664 6$ttbet0$mt03&aifet Berlin-Hohe nschönhaasen, Berliner Straße 8-14 Werkstätten moderner GlasundEisenschilder 4nsiührung jeglicher moderner Lichtreklame Ladenbau 1 . . Autolackiererei Telefon :EO Hohenschönhausen4028 A ■ei | ersten Generation liberaler Juden in England an. So ist es ihm gelungen, der Bewegung einen entschiedeneren Stempel aufzuprägen als den, den das deutsche liberale Judentum trägt. Claude Montefiore soll damit keineswegs zii einem reinen Parteimann gestempelt werden. Auch er ist ein vielseitiger Gelehrter, und auf dem Gebiete der Evangelienforschung — für die Klärung des großen Problems von der Berührung von Judentum und Christentum — hat er ganze Arbeit geleistet. Wenn er auch nach seiner ganzen Persönlichkeit und auf Grund seiner Lebensarbeit in England als der Führer einer Richtung, als Führer des liberalen Judentums hervortritt, so soll doch gerade hier dafür Zeugnis abgelegt werden, daß auch diejenigen, die ihn von ihrem innerjüdischen Standpunkt aus bekämpfen, Orthodoxe und Natioualjuden, in ihm den großen Menschen und tiefgläubigen Juden lieben und verehren. Auch bei .ihm ist es die Persönlichkeit, die den Parteiführer überglänzt und erst zu dem macht, was er uns bedeutet. Unendliches hat er für jüdische und nichtjüdische soziale Einrichtungen in England geleistet. Noch heute ist er z. B. der Präsident der internationalen Liga gegen den Mädchenhandel. Er ist der Präsident der Universität Southampton. Vorsitzender der englischen Fröbelvereine und hat gerade für Jugenderziehung im weitesten Maße stets ein besonderes Interesse und Verständnis bekundet Mit doppelter Freude und doppeltem' Dank dürfen wir heute sagen: er hat vielen etwas gegeben: im tiefsten Inneren aber gehört er u n s. Er ist -ein gläubiger, in tiefster Seele gotterfüilter Mensch. Wir deutschen Juden, die wir, zwischen Osten und Westen stehend, noch stärker in der Tradition befangen sind als die englischen Juden mit ihren liberalen Separatgemeinden, werden nicht in allen Einnunkten. besonders in der Ausgestaltung seiner Gottesdienste, ihm beipflichten. Es kommt darauf auch gar nicht an. Das Wesentliche ist, daß auch er uns gezeigt hat, daß wahrer, religiöser Liberalismus es sich nichk leicht macht, sondern ein unaufhörliches Ringen mit dem »Ewigen, mit Gott -darstellt und schließlich nichts anderes leisten will, als an der großen Kette mitzuschmieden, die das Judentum um alle seine Kinder schließt. Sein schönstes und tiefstes Werk ist leider ins Deutsche nicht übersetzt worden: die „Bibel für den häuslichen Gebrauch“. Dieses Buch müßte heute von ihm noch einmal überarbeitet werden, und namens der deutschen Juden bitte icii ihn inständig, sich dieser Mühe zu unterziehen. Das Buch ist vor einem Menschenalter geschrieben und entspricht sicher in Einzelpunkten nicht mehr dem Stand der Wissenschaft und seiner eigenen Auffassung. Es können nur Einzel-- heilen sein, die geändert und verbessert werden müßten. Die Seele, die aus dem Buch spricht, dieses Hineintragen der heiligen Schrift in die Herzen der Menschen, die ganze Art. wie er zu Jung und Alt in diesem Buche spricht, sie ist so vorbildlich und so von tiefer Menschlichkeit und lieblicher Weisheit, daß hieran nichts geändert zu werden braucht. . ' Sein liberales Hauptwerk, die „Umrisse“, sind ja vor kurzem auf Deutsch erschienen. Auch sie sind nicht leicht zu lesen, besonders in ihrem ersten Teil. Viele, die sich liberal nennen und die zu dem Buche gegriffen haben, um darin eine Anleitung zu finden für ein „leichtes" Judentum — ein Judentum, leicht zu lernen und bequem zu leben — werden es enttäuscht zur Seite gelegt haben, denn Montefiore hat es mit sich immer ernst gemeint und verlangt auch Ernst von seinen Gefolgsleuten. Er verlangt vor allem Erkenntnis Gottes und Verwirklichung eines. Hauches des Ewigen im Leben jedes Einzelnen. Er prüft die Form, er hat manches aufgegeben, aber sehr vieles auch beibehalten, erneuert kund neugeschaffen. Er ist kein Mann, der auf der bequemen Heerstraße “wandert Vor wenigen Wochen ist eine Schrift von ihm erschienen, in der er abweichend von vielen landläufigen Auffassungen die Idee verteidigt, daß die Juden, wenn auch vielleicht nicht gerade heute, doch grundsätzlich jüdische Mission treiben sollten, Mission im eigentlichen Wortsinn, die Ergreifung solcher Menschen, die dem Judentum noch fremd sind. Ein Mann, der dieses Schriftchen geschrieben hat, ist im tiefsten Innern durchglüht yon der Liebe zum Judentum und von dem Stolz des jüdischen Menschen. In der Organisation des liberalen Judentums der. ganzen Welt hat er heute unbestritten die Führung. Nicht als ob er im rein Organisatorischen seinen Willen immer durchsetzt; aber der Geist unseres „Weltverbandes für fortschrittliches Judentum“ ist sein Geist, der Geist der Klarheit und Entschiedenheit, der Geist der Güte und Versöhnung, der' Geist brüderlicher Gemeinschaft mit allen Juden und zu allengläubigen Seelen der ganzen Welt Gott hat ihm die Gnade gegeben, noch heute in voller Frische des Geistes und des Leibes arbeiten zu können an dem, was ihm lieb ist; wir, seine Freunde in der ganzen Welt, insbesondere wir deutschen Juden, denken heute in Liebe und Freundschaft an ihn. Er hat noch die großen deutschen Juden des vorigen Jahrhunderts, Zunz, Steinthal, Lazarus und Steinschneider selbst gekannt und von ihnen gelernt Er hat sich immer als Schüler deutscher Wissenschaft bekannt, und so wird Hirn sicher der Gruß seiner deutschen Freunde ein willkommener Ton in dem vollen Akkord sein, den treueste Liebe und Verehrung heute erklingen läßt. Das Leben des Judentums steht auf seinen großen Menschen, seine Geschichte ist eine Geschichte derer, die gelehrt und geführt haben.' Gerade in der Zeit äußerer und innerer Zerrüttung halten wir uns aufrecht in dem Anblick der Großen unter uns. Ihnen sei dieser Dank und Gruß der Liebe heute ausgesprochen. - . Wohnimgslellungen Fassadenputz-Reparaturen Beratung und Vorschläge jederzeit unverbindlich Baugeschäft Artur Walter Charlottenburg, WilmersdorferStr. 112 .Telefon CI SteinpUtz 9910 Was CarlM IDliter nnrflpparatelian 0. H. B. BlB.SfliB.MelEMBrsir.38-« Soez.: MOhler. Reneral, Steuer Fadibearbeiter, prominenter, zahlt für Auftragsvermittlung hohe Vergütung, übernimmt Bearbeitung an allen Plätzen des Reiches. Chiffre B.F.263 an die Jüd.-lib. Zeitung, Berlin SW 11. K. ERNST HANKE, Malermeister jislier daran fehlen diesmal bemerkte: Einige Zentimeter Abstand. I — .st das Vorrecht des Erwachsenen gegenüber dem Kinde, daß er alle Unhill, des Lebens aui sich nimmt; die Welt ist gut und böse, tut wohl und tut weh. und so lielmieit wir Erwachsenen die Widrigkeiten des Lehens in Kauf, weil wir auch seine Segnungen wollen. Leiten ist Daseinskampf, nud alle Schwierigkeiten sind gut. um sie -zu überwinden, .dies Leid nütze,-, um es zu meistern. * . . Anders die Welt des Kindes. Pas Kind glaubt in die Allgüte, und es hat ein Recht auf * 1 ■’.!a ohne .eigenes Zutun in diese Welt g die Welt fur das Kind sorgen — lus_es. selber für sich sorgen muß und kann. Das ist es. was uns stets wünschen ließ, die scharfqn For-, in der Schule keinen Platz finden: das ist. es. was einsichtige Menschen und Erzieher aller Konfessionen veranlaßt«, den politischen Kampi wenigstens den Schulkindern femzilhalieu. Gewiß hat der Staat das Recht, in den Schulen aiiclt die Staatsgesinnung zu pilegcn. die Kinder so zu erziehen, jlaß sie . mm—'.gegen alle imsere'Pfoteste'nnd Beweise -- wir Juden hätten es bisher daran fehlen lassen, nützliche Glieder des Vaterlandes zu sein. mm. so hätte dfcr Staat ia die Möglichkeit. sich der indischen Kinder besonders aiiziiiieliiiieul damit sie einst bessere Volksgenossen werden, als wir Eltern und Großeltern es angeblich sind. Solche Erziehungsarbeit zu leisten, hat der Staat ia heute die Macht, die Aufgabe wäre nicht gering-doch kann sie vollbracht werden nur mit Liebe; der die Strenge durchaus nicht 'zu fehlen ijraiicht. Welche Gefühle aber glaubt man. ui iinsern Kindern großztiziehen. wenn mau sic unschuldig ieideii läßt, wenn man sic demütigt und peinigt, wie es in Breslau hingst geschehen ist? Dort wurde nach einer Meldung diu ..Eiiiribhtunggetroffen.' daß die iüdischcu Schüler auf hesonderen Bänken. i|ie von den anderen Schulbänken um einige Zentimeter abjterilckt sind. Platz nehmen müssen"! Wie Aussätzige und Geächtete von den Gesunden und Ehrbaren Icriigehaltcn werdest... Es sei die Hoffnung ausgesprochen, daß cs mir einer solchen ..Meldung“ bedarf, um die .Einrichtung wieder abzusifimffcn Die Kinder, die man solcherart erniedrigt, müssen wahrhaft große Charaktere werden, um /.trvergessen. was man ihnen angetan. In jeder Schule gibt es Ehrentafeln mit den Namen der im Weltkriege gefallenen Auslnllslchrcr und Austaltszüg- - finge; manch jüdischer Name ist auf dlescn_Tafelu zii lesen. Und es steht nirgendwo «was davon, daß 'die - indischen Gefallenen von ihren christlichen Kameraden „einige] Zentimeter Abstand“ gehalten hätten, wenn es damals zum Sturmangriff ging._Das deutsche Vaterland mag Immerhin uns. seine indischen Bürger, so behandeln, wie es glaubt, uns behandeln zu müssen; 'wir wissen, die. Zeit wird kommen." da es auch über uns anders denken wird. Aber cs sollte unsere unschuldigen Kinder schonen, die nicht dafür können. ' daß sie u n s e>r e Kinder sind; denn sonst ist es seihet’] schuld. _ wenn sie einst nicht werden, was nicht zu sein uns vorgeworfen wird: Deutschlands Kinder. Jiidisdie Firmen und die Bezcidinung „Deutsdie Arbeit". ' 1 Der Hauptverbaiid der Herren- und DamcnkleldeFiudustrie teilt in einem Rundschreiben au seine Mitglieder mit. es sek Beschwerde darüber geführt, worden.' daß lüdische Firmen in- . Anzeigen ihre Erzeugnisse als deutsche Arbeit, rein deutsche Werkstäiteuarbeit oder .ähnlich bezeichnen, ln dieser Bezeichnung werde eine gewollte oder ungewollte Irreführung des Publikums erblickt. _.Feruer heißt es in dem Rund- - schreiben; „Die Unterzeichneten sind zwar der Uebcrzeugung, daß die jüdischen Firmen durchaus das Recht haben, (sich als deutsche Firmen zu fühlen und zu bezeichnen, und die Beschwerdeführer werden e$ ihnen bestimmt nicht verwehren, zuin Beispiel int Export als1 deutsche Firmen aufzutreten.' Trotzdem und gerade in Vertretung dieser Uebcrzeugung glauben wir den jüdischen Firmen empfehlen zu sollen und zu dürfen, die beanstandeten Bezeichnungen wegzulassen. um Mißdeutungen und Eingriffe außenstehender Stellen zu vermeiden “ # Wir brauchen wohl nicht extra zu betonen, daß tlaeli unserer Meinung in Deutschland hergcstcllte .Ware deutsche Arbeit ist. Wie das erwähnte Rundschreiben demnach zu bewerten ist. bedarf keiner Erläuterung. Olfenbar istj cs den Urhebern selber zu- Bewußtsein gekommen, daß voji einem Export „jüdischer“ Warendasganze deutsche Volk Nutzen hat. | ' BRASCH & ROTHENSTEIN Palästina-Transporte: Möbeltransporte Gepäck. Verpz Verölt LEOPOLD POBESCHIN]—" Werkstätten für Möbel nach Zeichnung u. Innenausbau in allen Holz- und Stilarten. Spezialität: Mahagoni - Chippendale - Speisezimmer BERLIN SO 36» Rolchonborflor StraOe 57 ~ fl Oberbaum 8967 i— ferniprecher; t tt Uttwbium Wfr/ Spezial-Behandl. nur für Ischias In Hüften, Gesafl and Bein, wenn Ärztlich festgestellt, io |15 Tagen tind schwere Falle beseitig! worden. Unantastbare Heilerfolge. Bestätigung und Referenzen. Ärztlich empfohlen« luvalidenatr. 106, 9—rll, 1—4, Sonntag 10—12. Jacoby. | | Bruchleidende / Fußleidende nur bei Fantl Hempel, Orthopädie, Bandagen Berlin W35. Lützowstrsße39 .^TelefonBl Kurfürst4529 Kaufe und -verkaufe jeden Posten gebrauchte deutsche ElejrkUten Kbtenvertrieb Friedrich Lehmkul .‘—'Tten /

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