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Jüdisch-liberale Zeitung · 1933-06-01 · 5 (1.6.1933) · page 4

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
13 (1933)
Issue
5 (1.6.1933)
Date
1933-06-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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I- . man .sagen: das deutsche Judentum I Monteiiorcs Haltung hängt allerdings ■ daß er den Charakter des Judentum; reliuioii durchaus beialit. Und in gleicher Weise wie in der F hat er auch zurT'eier vouSabbatli und re genommen. sicit nicht damit beatmet, zu reden, unter dieser Wirtsehaitsior Sabbathruhe zu wahren, .sondern hur denen' der Einzelne konirnntiert wird. Wenn schon aus wirtschaftlichen Gr Arbeit vorhanden ist. in der treieu Zeit faxen jede Art von Tätigkeit zu unterl und Werkarbeit erinnert.. Und er ln deutliche Ratschläge “gegeben. wie mal Sabbath und Festtage teierhcli begeh i dem noch . nichts Die Forderung: daß. , lind Familie heu Lektüre“ _ _Ji wahrhaftig der- JV bunasvoller Liebe und Auinr liehen Einrichtungen liemüht tuna . ihre heilixe iiidischc allen ist unser voller und u aber Claude Monteiiorcs \\ xanz nersönliclie l'ätiakeit : Im Rahmen der Lituraie. die Svnaaoxe" geschalten bat mlil zu iilierleaen. wie inai deutschen Judentum tru le viel zur Belebung des au ihm beitraaen. Vorn iulichc Frömmigkeit. die u Willen zum Gebet und i Gehet sieh kundltii. lien im deutschen Judcttuie falle, i die mit hingein deren irecliter üestalauiga'ne erblicken: ihnen er Pauk Zu zollen. Was it a I b des; Gottesdienstes, sc einfach aui deutsche selhsk'ridia Mitwirkenais auch in der religiösen idische Geschichte kennt, in der Synagoge einstens hi'Jetitet jeine Atilehnunx wenn -neben dem Rabliis Wort an die Gemeinde dazu befugt sind. Und in dieses iBeispiel Monteitiesdienstes und zur tetzuha ist allerdings eigen-geiimdenen und deutsche Juden. > i eines hinxewiesel? werden, i %amiäw:11achifcfU?Ur 60., 70., 75. Geburtstage: Beuthea O/S.: Emil Heimamt. Holtcnzoilernstr. 2. 2S. 1933. 75 Jahre.; Breslau: Maria. Meiidelsolm. aeli. Herrnstadt. Schilli Straße 16. d. VI. .1933. 60 Jahre.! Mannheim: Sigmund Klaus. Rosengartens) f. 22. " 7(1 Jahr Gestorben) . Berlin: IuO Galewsto, NW, Tile-Wardenbergstr. .'-~Ntenbnr3|(Wesert: Lehrer Sally Katz. ' insoweit an seine Person aeknüpit ist. als die Londoner liberale Svnaaoxe und ihre Gesamtarbeit zu einem guten Teil sein Werk jst. Was dem deutschen Juden an dieser Gemeinde besonders auffällt, das ist die starke Anteilnahme ostiüdischer Kreise. Sie hat es verstanden, die ostiüdischen Kreise ihrem Gottesdienst einzufügen und sie an ihr zu interessieren. Wir deutschen Juden haben an den in Deutschland lebenden Ostiuden eine reiche und hineebunasvolle Fürsorae bewährt, sie waren in einem hohen Maße Gegenstand der aufopierunasvollen Tätiakeit vieler vom sozialen Geist erfüllter Menschen. Aber .unserer Frömmigkeitsforin haben w7r sie nicht nur nicht naheaebracht. sondern nicht einmal nahezubringen versucht. Wir haben ihre religiöse Versorauna ganz und aar der Orthodoxie als deren Domäne überlassen. Vielleicht haben wir zu betont unseren Gottesdienst und unseren xesamten relixiösen Ausdruck als Angelegenheit deutscher Lebensform angeschaut, an der ein anderer als ein deutscher Jude aar nicht Anteil haben könne. Wenn hier eine Schuld vorlieat. so lieat auch eine Aufxabe vor. Unsere Arbeit darf nicht nur eiue soziale sein, sie muß mit der reliaiösen Versoraünx sich verschwistern. und wir müssen den Willen haben, alle Kreise zu der Form hinzuiührefr. die uns nach unserer inneren Ueberzeuaftnx als der allein tnöaliche Ausdruck-erscheint. Aber ist denn heute die soziale Arbeit an den ostiüdischen Kreisen unsere eittziae Sorge? Heute tritt ja eine viel aewaltieere. viel umfassendere Sozialarbeit an uns heran. Ihr uns zu widmen ist unsere heutige Lebensarbeit: viel kann uns seelisch dabei ein Beispiel und Vorbild wie das Montefiores helfen. Helfen auch deshalb, weil nicht nur die soziale Aufaabe des praktischen Helfens vor uns steht, sondern die aleichzeitiae. mit der sozialen Hilfe die Rückführune zur lebendiaen Frömmixkeit und zur Teilnahme atn xemeindlicHen Leben zu verschwistern. Monteiiore ist ein ausxezeichneter Kenner deutscher. Verhältnisse. In einein Augenblicke. in dem das deutsche Judentum so sehr auf Hilfe und Verständnis anxewiesen ist. ist es eine Seelenstärkunx zu wissen, daß unter den Menschen, aui die heute das deutsche Judentum %’erlanxend schaut, ein Mann von der Art Claude Montefiores ist- Wir lieuxett uns in Ehrfurcht vor seinem weißen Haar, vor seiner kindhaften Frömmixkeit. seinem reichen und tieien Wissen, seiner Herzensxüte und Hilfsbereitschaft vor seiner Menschlichkeit und seiner Liebenswürdixkeit. seinem schlichten Sinne und seiner rührenden Bescheidenheit Der Redaktion liegt aus Anlaß des 75. Geburtstages von Claude G.Monteiiore eine Würdigung aus der Feder von Llly H.Montag u (London) vor, die jedoch aus technischen Gründen erst in der nächsten Nummer erscheinen kann. Auslands-Chronik a-.- i: ibil ' i (ilieilefeinMiiDitiiM! 150, am 1. April 1933frei gewordene Angestellte der ♦ mit iwsicr auui. ^dimde sind in allen Sparten des Warenhausbelnebes ty-chekundig einschließlich Verwalting und injahre- '<*&■ Tätigkeit bestens erprobt.; Offunt. M^rb. an d. Geschäftsst. d.Jüd.-ib.Ztg., Bin. SW 11 Amsterdam. (Hohe rumänische. Auszeichn für holländische Juden.) König Caro! II. von mänien hat den bekannten Amsterdamer jüdischen Bankier L. B.' van Nierop zum Kommandeur des .Ordens der Rumänischen Krone ernannt und dem Amsterdamer Notar S.Teixeira de Mattos den Orden für Verdienste um Industrie und Handel 1. Klasse verliehen. , Wien. (Gleichberech-tiguiig aller Büt.. Oesterreichs bleibAgewahrt.) Der österreichische Bundeskanzler Dr. Dollfuii hielt /eine durch den Rundfunk verbreitete Ansprache.an «as amerikanische Volk, in der er mit besonderem Nachdruck darauf hinwies, daß in Oesterreich alle Bürger ohne Unterschied gleiche Rechte genießen; Auch nach der jetzt in Ausarbeitung befindlichen Verfassungsreform. so versicherte der österreichische Bundeskanzler, werde der Grundsatz staatsbürgerlicher Gleichberechtigung aller Bürger Oesterreichs gewahrt bleiben. Das österreichische Volk, erklärte er. sei gegenüber Kulturen anderer Völker duldsam und milde, denn das österreichische Deutschem habe in seinem historischen Zusammenleben mit anderen Völkern die Fälligkeit erworben. Verständnis für das Eigenleben und die Besonderheiten anderer Volksgemeinschaften autzubringen. Die englische Hilfsaktion. Die Summe der ersten Spendenliste: 62 000 Piund. Der „Britische Zentralionds für die deutsche‘Judenheir . hat soeben den angekündigten „dringenden Appell“ veröftentlicht. Gleichzeitig wurde die erste Liste der bisher für den Fonds eingegangenen Spenden bekanntgegeben. Ihre Summe bfcträgt annähernd 62000 Pfund. Jei 10 000 Pfund haben die Bankhäuser N. M. Rothschild & Sons und M. Samuel & Co., der Baron-Familientrust und Mitglieder derFamile Marks gespendet; je 1000 Pfund zeichneten Claude G. Montefiore, Lord Melchett, Df. Weizmann und andere bekannte Persönlichkeiten. In der großen Versammlung, die die Aktion einleitete, sprach u. a. auch Claude G. Monteiiore, der ausluhrte: „Der Schinerz der deutschen Jud^" u ° r No Aus der Bewegung .. Der Jüdisch-liberale Gemeinde- ...._veranstaltete im Tempel einen religiösen Abend. bei dem Herr Rabbiner Dr. Italiener über die ..Not der Zeit“ sprach. Jones Kurbospilul - Osiseebad KolOero __ Kurbeginn am 2. Juni * Vierwochenkur für Kinder M 77.-, Vierwodienkur für Erwachsene 1 M 98.- eins Al. Solbädern u. ärzfl. Behandlung Bei sofortiger Anmeldung ist noch Aufnahme, 11 evtl, auch für kürzere Zeit möglich’. 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