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Jüdisch-liberale Zeitung · 1933-05-01 · 3 (1.5.1933) · page 7

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
13 (1933)
Issue
3 (1.5.1933)
Date
1933-05-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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noch nicht verstehen, die auf ihnen. ruht — daß Jude sein heißt: heilig sein in Wort und Tat;— ehrlich und redlich, treu, und wahrhaftig; daß Jude sein heißt: opferwillig und erbarmungsvoll gegen alle, -gütig und liebevoll, demütig und bescheiden gegen jedermann; daß Jude sein heißt: sein Herz nicht an Flitter und Tand hängen, an Glanz und Genuß, an das, was Herz und Seele verödet und verblödet; daß Jude sein heißt: ehren und fördern alles, was den Geist hebt, die Seele adelt und die Welt schöpferisch sittlich [bereichert. Schwer muß es sein für jene, die als Juden leiden und doch keine Juden sind in ihrem Herzen, die in sich die Werte des Judentums verkannt oder zerstört haben. Bedauernswerte Geschöpfe, die da leiden und nicht wissen, wofür; für die . das Leiden keinen Sinn und keinen Zweck hat, die da ohne Stolz, ohne Selbstbewußtsein, ohne Ausblick und ohne i Hoffnung sind. Vom-leidenden Gottesknecht sagt der Prophet: „Wenn er sich zum Sühnopfer hingegeben hat; wird er Nachkommen schauen, und es wird das Werk des Herrn durch seine Hand gelingen. Aus der Mühsal seiner Seele sieht er solche Frucht und sättigt sich. Durch seine Erkenntnis wird der Gerechte, der mein Knecht ist, vjele zur Gerechtigkeit anleiten.“ — Sb verbindet sich 'die Idee vom Gottesknecht mit; der Idee vom Messias. In dieser Erkenntnis, in diesem Ausblick klärt sich uns erst das Rätsel, das Israel der j Menschheit aufgegeben hat und noch aufgibt: wie „das Häuflein. Jakob“, „das Würmlein Israel“, wie der Prophet-sagt, die Jahrtausende mit ..ihrer. Not und ihrem Lefd überdauern konnte. Israel hat den Sinh seines Leidens erkannt und Israel hat der Hoffnung gelebt, daß der Gottesknecht im Messias seine Erhöhung findet, dem Erlöser und. Heilbringer für Israel j und die' ganze Menschheit. Sb wurde Israel nicht irre an sich und nicht irre an der Menschheit. Es fand einen Sinn für das eigene Leben und für das Leben; der Gesamtheit. 'In diesem Sinn lebten und starben unsere Väter. Wie sie selbst in schwersten und düstersten Zeiten in dieser Erkenntnis-und in dieser Hoffnung Trost, Kraft und'Zuversicht fanden, so bekennen auch wir: „Ich glaube in vollkommener Ueberzeugung an das. Kommen des Messias; und wenn er noch so sehr-zögert — ich glaube dennoch, daß er kommt!“ ■ ' . |. Der König beim Festgottesdierist in der Synagoge. 100-Jahrf eie r der Großen [Synagoge, in Kopenhagen. < Am 21. April wurde die Feier des 100 jährigen Bestandes der Großen Synagoge in Kopenhagen in besonders festlichem Rahmen begangen. Am Festgottesdierist nahmen König Christian X., der dänische Kultusminister, Vertreter des Kopenhagener Stadtrats, sämtliche Mitglieder der Repräsentanz der Jüdischen Gemeinde Kopenhagen, Delegationen der jüdischen Gemeinden Oslo, Stockholm, Göteborg und Malmö, sowie Vertreter zahlreicher jüdischer Korporationen teil. Die Feier, die ursprünglich auf den 19. April festgesetzt worden war, war verschoben worden, um dem König, der dicht in Kopenhagen geweilt und den ausdrücklichen Wunsch [geäußert hatte, dem Festgottesdienst beizuwofinen. die Teilnahme, an der Feier zu ermöglichen. _ Ein Jude gewinnt Ostgrönland j für Dänemark. Bedeuten 'der.-Erfolg desjüdischen Völkerrechtlers Georg Cohn beim Haager Schieds- ■ gerichtshof. | Die Entscheidung des Haager Gerichtshofes,! derzufolge Dänemark ein bisher unter norwegischer Herrschaft stehendes Gebiet an der ostgrönländischen! Küste zugesprochen wurde, ist, wie die gesamte dänische Presse hervorhebt, auf die Bemühungen des Chefs der Völkerrechtsabteilung im dänischen Ministerium des Aeußern Dr. Georg Cohn zurückzuiühren. Der Internationale Gerichtshof im Haag ist in den Prämissen seines Urteils genau der von Dr. Cohn ausgearbeiteten völkerrechtlichen Begründung des dänischen Anspruchs gefolgt. — Im Zusammenhang mit dem Erfolg des jüdischen Rechtsgelehrten weisen die Kopenhagener Zeitungen darauf hin, daß die Juden eine besondere Begabung für die Rechtswissenschaft daben. Diese Begabung sei im vorliegenden Falle dem Staate zugute gekommen. .; hofe in Polen liegt jetzt ungeschmückt da. Wer sollte dort auch eine Blume niederlegen? Niemand denkt mehr an den Alten. Der Grabstein aber, den er sich selbst gesetzt, dieses rührende Denkmal an einen Einsamen, steht unversehrt. Und auf Idem Baume in der Nähe. des Grabes singen die kleinen Vögel Gott Loblieder. So sind die letzten Wünsche von Baruch alle ganz in Erfüllung gegangen. i EINE REMINISZENZ. In dem vor kurzer Zeit erschienenen Buch „Elbing im Biedermeier“, herausgegeben von;Dr. Sartori-Neumann, lese jch folgende Begebenheit:; Im Jahre 1794 sollte dort ein Holzhof verkauft werden. Als einziger Käufer fand sich ein Jude, Moses Simon, der sein Gebot jedoch nur unter der Bedingung gab, „daß ihm und seinen Kindern beiderlei Geschlechts 1 zugleich alle Rechte eines christlichen Kaufmannes im Handel und Gewerbe bewilligt würden.“ Die Kaufmannschaft und Magistratsmitglieder widersetzten sich dem Verkauf an einen Juden.. Aber der Chef des Polizeimagistrats,’ der Oberbürgermeister Christian Schmidt, trat für Simon, ein, indem er ein langes Schriftstück abfaßte, woselbst es u. a. heißt: „Wenn schon in der Mitte des Jahrhunderts die. Morgenröte desj Lichtes, der Vernunft und der Wahrheit bei den polnisch-preußischen Landständen die Geneigtheit zur Befolgung gelinderer Maßregeln gegen die Juden, bewirkt hatte, so werden die Vorgesetzten der Stadt Elbing doch wohl-am Ende des Jahrhunderts mit dem Geist der Zeit so weit fortgeschritten sein, [daß. sie nicht Zwangs¬ und Unterdrüekungsgesetze des 17. Jahrhunderts noch jetzt am Ende des achtzehnten Jahrhunderts in ihrem ganzen Umfange zur Ausbreitung werden bringen wollen.“ In diesen Tagen schrieb Rabbiner Dr. Max Wiener im Berliner jüdischen Gemeindeblatt, daß allen Rechten ein ewiges Recht zugrunde liegt, das nicht verliehen und nicht abgesprochen werden kann, weil Gott selber es den Menschen offenbart hat „Wir können nicht glauben, daß solches Empfinden Rückstand überlebter Zeiten ist,“ heißt es dort Diese Meinung spricht auch aus der Denkschrift jenes wackeren Elbinger Oberbürgermeisters Christian Schmidt aus dem Jahre 1794. Albert Silbermanri. Wo bleibt die geistige Arbeit? Von Pauline Leudesdorff. Was Der Leitartikel, den Rechtsanwalt Heinrich Stern in; der Pessach-Nummer dieses Blattes veröffentlichte, schloß mit den Worten: ..Bleibt uns treu; seid stolz; arbeitet!'“ Ich weiß nicht, ob es allen Lesern und Leserinnen so gegangen ist wie mir: aber ich empfand, daß dieser Aufsatz mehr gewesen ist als eine schöngeistige Betrachtung zum Fest: er war ein Aufruf zu praktischem Tun: das zeigte schon allein das letzte Wort: .Arbeitet!“ Aber ich fragte mich doch weiter, welche Art- Arbeit denn gemeint sein könne, denn die Hilfeleistung für all die jetzt hilfsbedürftig Gewordenen liegt ja hei unseren offiziellen jüdischen Stellen. Doch wie steht es mit der Arbeit in unseren Vereinen, und wie steht es mit den. Gemeindeabenden? Vielleicht möchte hier jemand die Bedürinisirage auiwerfen. Nun, die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt. daß das Bedürfnis nach jüdischen Veranstaltungen immer größer geworden ist: die. immer heftiger anwachsende Wirtschaftskrise und der immer ärger fühlbare Geldmangel in allen Vereinskassen standen im umgekehrten Verhältnis zu. der stetig anwachsenden Isolierung der Juden und ihrem Wunsche, mit Glaubensgenossen zusammen zu sein. Wohlgemerkt: nur von den Wirkungen dieser a u f g e z w u n - genen Isolierung spreche ich: die teils aus fauler Bequemlichkeit und Gedankenlosigkeit, teils aus latentem oder bewußtem Zionismus betriebene freiwillige Selbstisolierung der Juden habe ich stets bekämpft. Ich bin auch heute weit davon entfernt, ihr das Wort zu reden, und meine, die Juden müssen, wo sie nur immer können, mit Nichtjuden Zusammenkommen. damit diesp uns kennen lernen und erfahren: Juden sind Menschen; deutsche Juden sind Deutsche. Aber das hindert nicht, daß wir. die als Kollektiv Befehdeten, auch unsere. eigene Gemeinschaft fester zu schmieden wünschen. Wir . wollen uns untereinander näher kennen lernen, um uns gegenseitig zri helien; und wir wollen die geistigen Inhalte unseres-Judentums näher kennen lernen, um uns an ihnen - aufzurichten und zu stärken. Noch eins: nicht nur die Zahl der jüdischen Versammlungen ist in den .letzten Jahren immer größer geworden! auch die Art dieser Versammlungen wurde -mannigfaltiger; Zu. den. Vortrags- und Diskussionsabenden alten . Stiles kamen die Morgenfeiern, die Lehrkurse, die kontradiktorischen Abende, zu den Vereins-Veranstaltungen die üe-. ineinde-Abende usf. Und auch die Besucherzahl war ständig im Wachsen: jüdische Versariimlungcn waren in steigendem Maße überfüllt, und besonders auf den Gemeiudeabenden sah man Glaubensgenossen, die bisher nie zu jüdischen Veranstaltungen gekommen waren. Ganz neue Kreise wurden dem jüdischen Lehen zurückgewounen. Und man glaube auch nicht, daß diese Bewegung der letzten Jahre angesichts der Entwicklung in den letzten Wochen rückläufig geworden sei. Es liegt-eine Probe aufs Exempel, vor: trotz manchem, was die Juden heute veranlassen könnte, jüdische Massenansammlungen zu meiden; waren die Pessach-Gottesdienste in ganz Deutschland überfüllt. Wie steht es aber mit der jüdischen „Arbeit“? Seltsam genug: sie hat fast völlig aufgehört. Die Veranstaltung von Getneindeabenden ist eingestellt; Versammlungen jüdischer Organisatiorien finden nicht statt. Nur hier und da noch die Heim-, Diskussions-. Lese-, Lern- und Vortragsabende der Jugend. Aber die Vereine der „Erwachsenen", die sonst alljährlich bis mindestens Ende Mai. manchmal sogar bis in den Juni hinein arbeiten, sind verstummt Das „jüdische Leben“ scheint zurzeit sich lediglich noch in der jüdischen Presse abzuspielen. Nun bin ich weit davon entiernt. die Bedeutung der Presse auch nur einen Augenblick zu unterschätzen, aber ebenso wie in der nichtjüdisclien Allgemeinheit kann sie doch auch im jüdischen Leben nur einen Teil des Ganzen ausmachen. Die Presse ist Sprachrohr der Oefientlichkeit. — aber wenn nun gar keine Oefientlichkeit da ist? Das ist es, was ich fürchte. Ich kann nicht glauben, die äußere Not habe unsere vielen in Vereins- und Gemeindeleben bewährten Führer schon so mürbe gemacht, daß sie all das in guten Tagen Geschaffene einfach liegen und — verrosten lassen. Waren nicht auch Kriegszeit und Inflation mehr als schlimm? Und doch haben wir deutschen Juden in jenen Niedergangsperioden alle unsere kulturellen Organisationen aufrechterhalten. Das muß auch jetzt geschehen. Niemand weiß, oh das. was wir jetzt vernachlässigen oder, ganz zugrunde gehen lassen, jemals wieder aufgebaut werden kann. - Gerade heute gibt es auch Themen genug, deren Besprechung keinerlei Hindernis irn Wege steht, weil sie völlig diesmal bemerkte: Allzu schlau bringt Schaden! Motto: Und sollten hoch mehr Fs so machen wie Iler —: Der' einzelne! Fall int'ressiert nicht „sehr, Die S a c h ej inuUte ich zeichnen. Wo immer sie sich mag ereignen. Daran werden wir uns ja nun leider gewöhnen müssen, daß das Wort „Jude” für zahllose| Menschen ein Schimpfwort geworden ist —: aktiv und passi\|; d. h.: ein Wort, mit deiii mail seinen lieben Mitmenschen beschimpfen kann, wenn man 'ihn so nennt; und durch das man selber sich,beschimpft fühlt, wenn man so genannt wird. ^Mehrfach ist es in den letzten Wochen vorgekommen, daß Leute [empört abwehrten: „Ich hin kein Jude“ — in einem Falle sogar ein Künstler von der Bühne eines großen Stadttlieaters herunter, und dann durfte er weitersingen — obwohl es doch wahrlieh klüger gewesen wäre, zu fragen, seit wann denn die Bezeichnungen Bruhmune und Mohammedaner eigeutlieh Schimpfwörter sind. Aber selbst wenn man auf den heute wieder aufgekommenen Rassenstandpunkt eingellen und das Wort Jude in seinem stammesmäßigen Sinn nehmen will: für den wahrhaft menschlichen Menschen ■ dürfte ja wohl auch das Wort Sachse, oder Mexikaner kaum' ein Schimpfwort sein. Aber wie ist das nun:'kann der Jude, eben weil er einem imaginären; jüdischen Rassenstammvollr-- zugereclmet wird, kein Deutscher! sein, -so kamt er doch auch kein Oesterreicher, Franzose, Italiener, Amerikaner sein. Und will man in Deutscliland „nicht heim Juden kaufen", wohl aber - beim Oesterreicher, Franzosen, Italiener und. Amerikaner, so. müßten doch auch die österreichischen, französischen, italienischen, amerikanischen Juden ausgeschlossen bleiben, eben weil sie gar keine Oesterreicher, Franzosen, Italiener uiid Amerikaner sind, sondern, mit Lessings Derwisch zu reden, „ganz gemeine Juden“? Das ging denn nun aber doch nicht; und man erinnert sich, daß an jenem für uns so schmerzlichen I. April die Boykott-Leitung selber es war, .die diese Geschäfte freigab, schon um außenpolitische Komplikationen zu vermelden.. Doclt mag es vorgekommen sein, daß der oder, lener ausländische Glaubensgenosse, der seit Jahren In; Deutschland wohnt Tind sein Geschäft betreibt, nicht besser daran sein wollte als seine Brüder und freiwillig seinen Laden schloß. Nutzten dagegen die meisten dieser Kategorie ihre ausländische Nationalität im.Sinne der Befreiung vom Boykott -aus, so kann ihnen das wahrlich!niemand verübeln, denn kein “ -Mensch hat nötig, sich einer amtlichen oder halbamtlichen Maßnahme zu unterwerfen, die auf ihn gar nicht Anwendung finden soll, und ich möchte den i Asthmatiker sehen, der beim ■ Grenzübertritt seine Mentholzigaretten als Tabak verzollt! Indessen, der I. April' mit seinen politischen Maßnahmen ist längst vorüber! .An Aprilscherzen, teilweise recht übler Art, fehlt es trotzdem nicht. Schlendere Ich da neulich In der Gegend der Kaiser Wilhelm-Gedächtniskirche herum, und — was muß ich „diesmal bemerkest“? Fähnchen, die überdeutlich auf das Schaufenster gemalt! sind: drei wagrechte Streifen rot-weiß-rot: und daheben „Oesterreicbisches Geschäft“. Blitzschnell zieht es durch meine Gehirnwindungen: sonst heißt es doch „christliches“ oder „deutsches Geschäft“, und gemeint ist dann stets: „kein Jüdisches Geschäft“ — — sollte' der . Mann aus Wien, jenem unvergeßlichen Erzbischof gleich, etwa auf den Namen Kohn hören? Nun, so schlimm heißt er nicht, - und es gibt sogar einen berülunten, rein arischen Bildhauer seines Namens, .der ein nicht minder berühmtes Riesendenkmal geschaffen hat; also-.-der Name ist gar nicht einmal so eindeutig. Aber die .Schaufensterbemalung ist eindeutig: wäre er ein christlicher Ocsterreiclier, er würde es -nicht ans Fenster geschrieben haben! Und so wissen es denn alle. Juden und Christen, daß dieser Mannj aus Wien niemals hätte Erzbischof werden können. Warum aber zeigt er das extra an? Sicherlich doch, damit wir cs ims merken! Das werden wir denn auch hm.’ ,_I - Besondere Badezeiten für Juden! unpolitisch sind, und deren 'Klärung dennoch ein durchaus ■ aktuelles Erfordernis ist. Solche Themen sind z. B.: Wie gewinnen wir unsere Jugend für die Mitarbeit in unseren jüdischen Gemeinden? Welche Berufe stehen jetzt unsern Kindern offen? Wie begegnen wir der Austrittsgefahr? - Wie gewinnen wir Kinder aus Mischehen für das Judentum? , Die jüdische Mutter als religiöses Vorbild. Lebensmut aus den Quellen des Judentums. Das sind nur einige Themen; es lassen sieh unschwer mehr linden. Dazu käme die sehr nötige öffentliche Schilderung .und Besprechung der .Gemeindearbeit und der Arbeiten in den neugeschafieneri Hilfsstellen. , Das alles kann auf Gemeindeabenden, es kann aber auch von den Vereinen behandelt werden. Auch die Ortsgruppen der Vereinigung für das liberale Judentum haben hier die Möglichkeit, wieder tätig zu werden. Sie vor allen; denn in ihnen vereinigen sich Menschen. die die jüdisch-religiöse Arbeit in den Gemeinden und imUebrigen die Verwurzelung unserer Kinder hier in Deutschland bejahen. Und wenn auch alle Arbeit heute für das Gesamtjudentum geschieht, so sicht doch jeder dieses Judentum und die jüdischen Notwendigkeiten im. Lichte seiner besonderen Weltanschauung, Wir Liberalen glauben nun einmal. , daß das Judentum nur in religiös-liberalem Sinne fortbestehen kann. Deshalb möchte icb gerade den Ortsgruppen der Vereinigung für das liberale Judentum Heinrich Sterns Wort Zurufen: „Bleibt uns treu: seid stolz: arbeitet!“ — Möchten wir bald in diesen Blättern von dieser Arbeit lesen. Die „Pfälzische Rundschau“ meldet ans Speyer: Im Interesse der öffentlichen Ruhe und Ordnung hat der kommissarische zweite Bürgermeister! von Speyer angeordnet, daß im'Sommer in den städtischen Badeanstalten besondere Badezeiten für Juden eingerichtet werden. Gerhart Hauptmann ehrt Professor Wölbe. AnläUlich seines 60. Geburtstages hielt Prof. Dr. Eugen Wölbe eine reiche Liebeserntc. Viele Freunde und Bekannte sowie die .Verbände und Vereinigungen, denen er nahcstcht, widmeten ihm ihre* , Glückwünsche. Gerhart Hauptmann-sandte ihm aus Rapallo den folgenden DrahtgruO: j . . In Verehrung wünscht weiter Jedes mögliche Glück in Arbeit und Leben Ihr G'erhart Haupt mann. WobAungslellungen Fassadenputz-Reparaturen _ Beratung und Vorschläge jederzeit unverbindlich Baugeschäft Artur Walter Charlottenburg,.WilmersdorferStr, 112 «Telefon CI Steinpl.tr9910 Kaule und verkaufe . jeden Posten gebrauchte (deutsche Eierleisten Klsieirverlrleb Friedrich Lehmkuhl Reinickendorf-West, Spandauer Weg (ehern. Munition.init.ltl Telifoo: D 9 R.inÜuntIorf 195sj Fassaden-Abpatz and Anstrich A Treppenflure, Wohn- und Geschäftsräume - E. 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