Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 13 (1933)
- Issue
- 2 (15.4.1933)
- Date
- 1933-04-15
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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13. Jahrgang Nummer 2 3iiöif(ö'IUietflle 3eitung Beilage 15. April 1933 Eine Kirchenfahne für jüdische Gotteshäuser? Von Konrektor Emanuel Gold Schmidt, Dortmund. Vorbemerkung der Schriitleitung. Von einer führenden Persönlichkeit des Preulltschen Landesverbandes jüdischer Gemeinden geht uns . der nachfolgende Aufsatz zu. Vorgänge, wie sie der Verfasser schildert, haben sich ähnlich auch in anderen Städten ereignet. Wir glauben deshalb, daß dem Vorschläge nach Schaffung einer jüdischen Kirchenfahne weit über den Rahmen einer „bloßen Aeußerlichkeit“ hinaus Bedeutung zukommt; überdies wurde der gleiche Gedanke aus den verschiedensten Teilen des Reiches an uns herangetragen. — Wir bitten deshalb unsere Leser, sich recht zahlreich und recht eingehend ..zu diesem’Vorschläge zu äußern. Sollten nicht tiefergellende Fragen in diesem Augenblicke uns bewegen als die Schaffung einer Kircheniahne?. Möglich! Doch wenn wir stichwortartig die Bedeutung der Flagge, die ursprünglich das äußere Zeichen war, umdas sich eine Menschengruppe scharte, die im Felde gegen einen gemeinsamen Feind kämpfte, "uns vergegenwärtigen, erkennen wir, daß sie auch in diesem Augenblicke nicht ganz bedeutungslos sein kann. Die Fahne ist ein Symbol des Vaterlandes, sie gilt dem Soldaten als ein Heiligtum, auf sie schwört er den Eid der Treue, für - sie setzt er sein Leben ein. Wehmütig senkt sie sich in sein Grab und weht ihm den letzten Gruß des Vaterlandes zu. Aus der Kriegsflagge ging die Kirchenflagge hervor.. Ist jene das Zeichen für die irdische, so ist diese dasjenige für die geistige Heimat, die nicht weniger ein Heiligtum ist. Sie soll die irdische Stätte schmücken, an der die Himmelsleiter uns mit der Höhe verbindet, an der unsere tiefsten Gedanken zu Gott emporsteigen. . War nicht das auch der tieiere Sinn, den der Herr Generalsuperintendent D. Dr. Dibelius in seiner Weiherede zur Reichstagseröffnung ausgesprochen, als er sein Textwort erläuterte: Ist Gott für uns, wer mag wider uns sein? Er wies darauf hin, noch sei der Glaube in den deutschen Landen nicht wieder die große bewegende Kraft,;die er einst gewesen ist, aber eine Bereitschaft zu neuem Glauben sei bei Hunderttausenden vorhanden. Ein neuer Anfang staatlicher Geschichte stehe immer irgendwie im Zeichen der Gewalt. Wenn es um Leben und Sterben der Nation gehe, dann müsse die staatliche Macht kraftvoll eingesetzt werden. Wenn der Staat seines Amtes walte gegen alle, die die Grundlagen der staatlichen Ordnung untergraben, den Glauben verächtlich machten, den Tod für das Vaterland begeiferten, dann solle er in Gottes Namen seines' Amtes walten. Ist die Ordnung hergestellt, so müssen Gerechtigkeit und Liebe wieder herrschen, damit jeder, der ehrlichen Willens ist, seines Volkes froh sein kann. ' Das sind beherzigenswerte Worte für jeden Deutschen. Der jüdische Deutsche hat immer besonders zu leiden, .wenn ein Wechsel in der Leitung des Staates sich vollzieht. Seine natürliche Teilnahme an nationalem Geschehen wird immer argwöhnisch betrachtet Das beobachteten wir nach 1918 wie in der jüngsten Zeit Welche Flagge das jüdische Gotteshaus an nationalen Feiertagen zeigte, es gab immer Vorübergehende, die Mißvergnügen darüber äußerten. So haben im Uebereifer am 12. März irregeleitete junge Leute die EhL'ernung der Preußischen Farben von einem jüdischen Gotteshause durchgesetzt weil schwarz-weiß-rot geflaggt werden sollte, und acht Tage später haben sie von derselben Stätte des Friedens, der Liebe und. der Gerechtigkeit die schwarz-weißroten und schwarz-weißen Farben heruntergeholt und mitgenommen, ohne sie bisher zurückgegeben zu haben, weil Juden, wie sie sagten, kein Recht hätten, die deutschen Farben zu setzen. Diese .Eiferer haben gewiß nicht gewußt und bedacht, daß unter dem Dache, von dem herab die Fahnen grüßten, auf zwei ehernen Tafeln die Heldennamen voji 82 jüdischen Gefallenen aus dem Weltkriege verzeichnet stehen. Hätten die Träger dieser Namen erwachen und den Vorgang beobachten können, sie hätten vielleicht' den verblendeten Menschen zugerufen: Ist unser warmes Blut nicht auch geflossen für die Farben, die Ihr von unseren Namen jetzt.fortzieht? Will man uns den Ruf nach Gerechtigkeit, versagen, den kein Geringerer als Dr. h. c. Friedrich *von Oppeln- Bronikowski in seiner soeben erschienenen Broschüre erhebt? Haben wir denn mit unserem Blute das Vaterland etwa geschändet? Könnten wir unser Leben zurück haben, wir würden es wie jeder andere Volksgenosse zum zweitenmal für der Heimat heiligen Boden fließen lassen. Dem Herrn Reichspräsidenten danken, wir das Zeugnis, das er unseren 12000 Kameraden bei Vollendung seines 85. Lebensjahres ausstellte: „In ehrfurchtsvoller Erinnerung an die auch aus Ihren Reihen für das Vaterland gefallenen Kameraden nehme ich das Buch . entgegen und werde es meiner Kriegsbücherei einverleiben.“ Und weiter bekundete der Herr Oberstleutnant Ott am 17. 11. 1932: „Meine Herren, ich habe die Ehre, Ihnen im Aufträge des Herrn Reichs'wehrministers hier in dieser feierlichen Stunde zum Ausdruck zu bringen, daß wir dieses Gedenkbuch unserer jüdischen Kameraden, die im Weltkrieg gefallen sind; in hohen Ehren halten werden zum Gedächtnis dieser treuen und echten Söhne unseres deutschen Volkes.“ Was uns Menschen sagen, die noch Knaben waren.,- als wir auch für sie die Heimaterde verteidigten, das erreicht uns nicht. Sollten sie auch künftig uns den Gruß der irdischen Heimat vorzuenthalten vermögen, so mag ein bescheidenes Winken mit den Symbolen aus der geistigen Heimat uns genügen, das uns bestätigt, nach göttlichen Gesetzen unsere Pflicht erfüllt ■zu haben.— Und nun sei hier ein Vorschlag gemacht. Nach allem Vorhergesagten und nach allem, was von der Vaterlandsliebe der deutschen Juden und ihren Leistungen in Krieg und Frieden bekannt ist, kann dieser Vorschlag unmöglich mißdeutet werden. Aber es ist doch wohl nötig, auch vom Judentume aus der Religion rein äußerlich diejenige Stellung zu geben, die ihr Katholizismus und Protestantismus längst gegeben haben, und für die Gotteshäuser eine Fahne zu schaffen, wie ja auch die christlichen Landeskirchen in Deutschland und auch die jüdischen Religionsgemeinschaften’anderer Länder (England, Amerika u. a.) derartige Fahnen längst besitzen. Unsere eben züstandegekommene Reichsvertretung möge die Lösung dieser Frage als eine ihrer ersten Aufgaben durchzuiühren suchen. Wenn ich noch zu der Fahne selbst meinen Vorschlag machen darf, möchte ich wünschen: ein weißes “Tuch, das Sinnbild der Reinheit, von beiden Seiten eingesäumt von blauen, der Himmelsiarbe ähnlichen Bahnen. Diese Farben dienten schon in biblischer Zeit gleichen Zwecken. Vielleicht haben auch die Kirchen deshalb diese Farben für ihre Flaggen gewählt..In dem weißen Felde erscheine der Davidsschild als das zwar nicht älteste aber verbreitetste jüdische Emblem, das den siebenarmigen Leuchter umschließe, der durch seine Lichfspende den Sinn unserer Thora versinnlichen möge und uns mahne zum Bekenntnis für sie. Ist Gott für uns, wer mag wider uns .sein, oder, in biblischer Sprache ausgedrückt: Mi chomaucho boelim Adaunoj. Qeocqe Qoete: Ja> es gibt noch eine Zukunft! t€ 99. i. Vor kurzem erst wurde in diesen Blättern an das Prophetenwort erinnert: „Ja. es gibt noch eine Zukunft“; heute aber sei diese glückhjfte Verheißung allem vorangestellt. Und es sei gleich hinzugefugt, daß wir zu unterscheiden haben dreierlei: die Zukunft der einzelnen Juden, die Zukunft der jüdischen Gemeind?»; und Organisationen und die Zukunft des Geistes- und Kulturgebildes, welches wir „deutsches Judentum" nennen; bei den beiden ersten Fragengebieten handelt es sich um Juden und Juden heit. 11. Nichts läge näher, als mit der Erörterung der Frage nach dem Sciiicksal der einzelnen Juden zu beginnen. Nicht nur ist das die Frage, die jedem für sielt, und die Seinen besorgten Glaubensbruder auf der Seele brennt, sondern man könnte auch folgern: sobald nur der jüdische Arzt, Anwalt, Richter. Künstler. Lehrer, Kaufmann, Beamte. Angestellte weiß, was aus ihm wird, — sofort ergibt sich dann auch die finanzielle Potenz der Juden, damit daun auch ihrer Gemeinden und Organisationen. Und wenn das alles — Juden und Judeuhcit — gesichert wäre, dann könnte man daran gehen, wieder „so etwas wie kulturelle Werte zu schaffen und sich geistig in die neuen Verhältnisse einzuordnen“. III. Nichts scheint einleuchtender als diese Reihenfolge bei der Betrachtung und bei der Erledigung der jüdischen Dinge; und doch ist keine verkehrter. Gewiß: zur Versorgung der Notleidenden, der um Erwerb und Erwerbsmöglichkeiten Gekommenen muß das Erforderliche sofort geschehen. Aber um hier ein wirklich praktisches Handeln, ein auch nur einigermaßen erfolgversprechendes Verhandeln mit Aussicht auf handgreifliche Ergebnisse zu ermöglichen, ist es doch notwendig, vorher, und zu allererst die Frage zu beantworten, auf welcher geistigen und gesinnungsmäßigen Grundlage, und das heißt zugleich: mit welchem Ziele denn eigentlich gehandelt werden soll. „Wir wollen leben und gesund sein“ — dies dürfte denn dach, bei aller Wichtigkeit von Leben und Gesundheit, weder den Idealen unserer jüdischen Religion, noch den berechtigten Forderungen unseres deutschen Volkes FOTOS!?? Porträts. - Reklame-, Hochzeits-, Kinder- sowie technische Aufnahmen jeder Art fertigt an: Pfalzburg 8228 ARNO Kl KO LE Rf Berlin-Grunewald, Douglasstraße 30.. entsprechen. Leben, das können auch die Tiere, würde die jüdische Religion erwidern, und die deutsche Nation würde sagen: gesund sein läßt sichs-auch anderwärts. IV. Deshalb ist nötig, daß zugleich mit der Frage nach der Zukunft der deutschen Judenheit die nach der Zukunft des deutschen Judentums aufgenommen wird. Die praktischen Maßnahmen können (leider) ohnehin nur im Nacheinander erledigt werden: die geistige Orientierung hat sofort zu erfolgen. Wie sie beschaffen sein muß. daran kann es einen. Zweifel nicht geben. ' V. - Es wird in Deutschland künftig nur für ein rein religiöses Judentum von deutschen Menschen Platz sein. Jüdische Abstammung, die spielt zwar im Leben der Nichtjuden' heute ihre große Rolle: uns aber interessiert sie nicht. Wir leugnen nicht das Vorhandensein eines gewissen Stammeszusammenhanges, der. aber doch nur sehr unkontrollierbar, sehr 'uneinheitlich," vielfach verschlungen, durchlöchert, ungewiß und fragwürdig ist und der für uns — das sei einmal deutlich ausgesprochen — a b so 1 u t w e r 11 os ist, weil er lediglich in die Vergangenheit weist; und der sogar' schädlich ist. weil er denjenigen, die nichts weiter als diesen biologisch-jüdischen Stammeszusammenhang haben, nichts als Unglück gebracht hat. Die geistigen Werte des Judentums aber sind unabhängig von jeglichem Stammeszusammenhang: Hermann der Cherusker, wenn er heute aus Walhall herniederstiege und sich zur Lehre der Propheten bekennte, so .wäre er ein Volljude und wäre das, was jeder von uns ist und sein will: ein 'Volljude im religiösen Sinne und darum im übrigen, ein deutscher Volksgenosse.'ein Deutscher jüdischen Glaubens. VI. Das war bis vor kurzem nicht nur für uns Juden selbstverständlich. Die religiöse Ebene liegt oberhalb der nationalen, und So konnten; Begriffe wie „katholisch, evangelisch, jüdisch“ die Begriffe ^.deutsch, schwedisch, englisch“ nicht schneiden noch stören. „Deutscher Jude“, das war so wenig ein Gegensatz wie „deutscher Katholik“ und „deutscher Protestant". „Französischer Jude“, das ist noch heute so wenig ein Gegensatz wie „französischer Katholik“. Aber in Deutschland ist das nun anders geworden. „Jüdisch“ wurde ein völkisch-rassisch-nationaler Begriff, der auf der gleichen Ebene liegen soll wie der Begriff „deutsch" und deshalb ihn stört und schneidet. So wurde „Deutscher“ und „Jude“ der unvereinbare, alles beherrschende Gegensatz, der zum Schaden der Gleichstellung aller Reichsangehörigen, und das heißt: zum Schaden der jüdischen Reichsangehörigen sich auswjrkt. Dieser Gegensatz beherrscht die Sprache der amt-, liehen Erlasse und, was schlimmer: die amtlichen M a ß n a h - men und. was am schlimmsten: das Bewußtsein weiter Volkskreise. VII. Und dennoch: die Mauer ist nicht ohne Bresche, und schon werden Ausnahmen anerkannt: im Volke (wie war das anders denkbar, denn wo sollten all die „Judenfreunde“, die Kenner von Juden und .Judentum, hingekommen sein?) und in den Aemtern. Diese Ausnahmen — nun, unsere grimmigsten Feinde werden nicht erwarten, daß wir der Ausnahmestellung der deutschen Juden Beifall zollen; und nähme mit heitig gemischten Gefühlen an: sie erinnern bitter an das berüchtigte: „Wenn a le Juden so wären wie Sie!“ Und trotzdem: hier ist die Rio (e. hierhinein führt ein Weg. Ylll. Welcher Art diese Ausnahmen sind? Wir lasen sie bei der „Auslese jüdischer-Anwälte in der Berufspraxis erwo keit zu Familien, die-vor 1871 ii Deutschland ansässig waren und sich national hielten für die. zahllosen die nicht dazu: Kriegsteilnehmer; ibene Verdienste; Zugehörig- Wahrhaltig: Kein Trost X’hürcu oder die, auch wenn sie dazugehören, doch nicht wiederzugelassen werden, weil der Prozentsatz iihersehrit Und dennoch eine II o i f n u n; gesteht, daß wir „uns national In en ist; nein, kein Trost! Wenn man uns mir zullen können, so wissen wir: wir werden unser Terrain zuriichgewiiineii? IX. ■Wir werden uns uatiouaj halten, wie die, deutschen. Juden in ihrer überwiegenden Mehrheit dies stets getan. Und . wir werden, noch mehr als bisher, alles das von uns fernhalten, was den Begriff des „Jüdischen“ „mit Nichtreligiösein, mit rassisch-völkischem Beiwerk! verunreinigt und solchcraVt in den von. uns abgelehnten Gegensatz zum Deutschtum, bringt. — Auf Grund eines Anlasses, Jcr hier unerwähnt bleiben'mag. schrieb vor kurzem die „Jüdische Rundschau“, das Organ der deutschen. Zionisten, sie wolle zurzeit keine imicrjiidische Polemik. Das hindert sie nicht, Nummer für Nummer eine immer maßlosere Sprache it) „imicrjildischcn“ Dingen zu führen; und wir möchten mit aller Deutlichkeit erklären, daß wir dazu nicht lauge mehr schweigen werden. Denn wenn' mau meint, es bedürfe heute „einis neuen Tones in der Uiskussion jüdischer Angelegenheiten“ und dann mit den überalterten Tönen des 1896r'(!) erschienenen Herzl-lluclles^„Der Judenstaat“ dalierkommt, so wird es.dnppelt notwendig', liier und öffentlich zu betonen, .welches] der Staat der deutschen Juden ist. Und auch die'gänzlich abwegige Deutung dessen, was J u d c n t ii in ist, werden wir u in des J u d e n t u in s willen nicht länger zulasscn. Zittert wird „der Satz_den Moses (?) zum Aegypter“ gesprochen haben soll: lwri auoclii — ich bin ein Jude; von] dem aber jeder Religlonsschulsextaner weiß, daß er als Wort des Propheten Jonas überliefert ist und in Wirklichkeit luutet: Ich bin ein Jude, und den Ewigen in den Himmeln verehre ich. Die erste Satzhälfte allein, jüdisdhes „Volk“ ohne Gott: das hat es in alten und neuen Tagen' nie gegeben und Ist kein Judentum, sondern geist- und gescliichtslose Persiflage des helfen. In der prakziisaimiiunstehcii .wie duude hieß: „Im Sozialen sind Judentums. — Heut gilt es zu tischen Arbeit wollen wir all mals, als cs in der Berliner Genie i wir einig.“ Aber diese Hilfsarheit darf nicht gestört werden von Solchen, die wegen der Not der Stunde ihre Stunde für gekommen erachten. X. Möchten diese Worte und al es hier Gesagte nicht mißverstanden werden. Die Sonne scheint auf Gerechte und Ungerechte; wir Antizionisteu lebten nie in dem Wulm, vom allgemeinen Judenunglück verschont zu werden. Mardochal zu Esther: „Bilde dir nicht ein. daß du im königlichen Palaste allein von den Juden der Gefahr elitgeheu wirst!" Und weiter: Zionisten sind Me.nschcn; unser Kampf richtet, sich niemals gegen sie. Im Gegenteil: wir wollen einander helfen; alle Juden müssen einander helfen, wie alle Menschen einander helfen sollten. Und bewundt rnswert ist die Opferwilligkeit und praktische Arbeit, die n diesen Tagen von allen Juden, von den Führern aller ju gewandt wird. Im Kampfe um dir und des Judenschicksals aber w falsches Ideal. Das wollen Juden reißen, dann schaffen wir von der wir wissen, daß -sie — ti mungsmäßig für sic sprechen mag wahrlich schon hinreichend große, mehren: * XI. Rein religiös wird das Judenlt m der Zukunft in Deutschland sein. Und als religiöses Judentum wird es liberal sein. In diesen Tagen haben die „Vereinigungen der tradjtionellgesetzestreuen und orthodoxen Ra »bitter Deutschlands“ eilten fischen Organisationen auf- Ocstaltung des Judentums enden wir' uns gegen ein wir aus .den Köpfen aller, jiesc Suche aus der Welt, otz allem, was Heute stimnur geeignet ist, das LlnglUck der Juden zu ver- DIE HILFE ist der Versichemagsscbutz von heDie! Sie bietet'schon bei 1 Miirk Monatsbeitrag imTodesfalleeinsofortver vendbaresKapital. Werden Sie rechtzeitig unser Mitglieds DIE HILFE Uerslcheran$soereln o. G. für Mitglieder der Jüdismen Gemeinden des Deutschen Reiches. ' Rückversicherung durch die Victoria zu Berlin - Berlin N 24, Oranienburger Sfrafje 1 telefon. D 2 Weidend imahJ707 Vertragsgesellschaft der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und des Preußischen Land« sverbandes. Mltarb«lt*r 9«