Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 12 (1932-1933)
- Issue
- 21 (29.1.1933)
- Date
- 1933-01-29
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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. Studentenverbänden erklärt wird, daß er „nicht dem Bilde entspricht, daß die nationalen Studenten von einem Hochschullehrer in sich tragen“, so wissen "wir zwar, daß das demagogische Phrasen erhitzter und Unreifer i Flegel sind., können aber leider nicht mehr behaupten. | daß er unsere m inneren Bilde vom’ Hochschulproi fessor und vom aufrechten. deutschen Juden entspräche.! Er selbst hat. durch seine knochenlose Abbitte, den Ein-; druck liervorgerufen. als habe er Abzubittendes ver- - brochen: er ist also mitschuldig, wenn die Hetze gegen i ihn weitergeht. Diese Hetze aber trifft —: uns Juden, j trifft "die Lehrfreiheit, trifft das Recht!! Das war kein Heldenstück. Octavio! | III.! Universitätsskandale sind leider ein unerschöpfliches! Thema geworden.. Die Krawalle in Breslau, noch vor i der „M M“-Affäre, als man Professor Cohn durch Poj lizeibcgleitung morgens abholen und mittags nach Hause! bringen, seinen Lesesaal durch Stacheldrahtverhaue : schützen mußte, unterschieden sich-in nichts von den | Szenen, die in den Universitäten Warschau, Wilna und : Lemberg an der Tagesordnung sind. Aber: Breslau -j liegt in Deutschland! v- In Berlin gab es am 17. Januar wieder wüste | Tumulte, mit Tisch-und Stuhlbeinen, mit „Juda-verrecke“- | Gesängen und mit Verhaftungen von — nichtjüdischen SA-Lcuten in den Universitätsräumen! In Köln wieiderum hatte der Universitätsrektor ..zu der Frage des jum der Ruhe an den'Hochschulen willen jdurchaus unerwünschten Andranges jüdischer Medizinstudenten aus Nordamerika“ in einer Weise Stellung genommen, die jdie Aufmerksamkeit amerikanischer Stellen wachgerufen und das preußische Kultusministerium zum Eingreifen Veranlaßt hat: er wollte den Praktikanten die Arbeitsstellen sperren, unter dem Vorwand des Platzmangels, der aber, wie der Wortlaut zeigt, nur jüdischen Me- Öizinstüdenten gegenüber bestellt,;,um der Ruhe willen“. ’ weil sonst der Pöbel randaliert. Auf der einen Seite dieser Pöbel, auf der anderen die auch für ihre jüdischen - Bürgereintretende amerikanische Regierung, auf der dritten das Bedürfnis nach „Fremdenverkehr“ in Köln und in Deutschland überhaupt —: da mußte zum Rückzug geblasen werden. Das Ministerium hat diesen Rückzug verlangt, es hat ihn dann für den Rektor schonungsvöll gedeckt.! | ’ . . . - IV. . . -I „Wir und unsere Umwelt“ —: auch darüber das Grundsätzliche stellt für uns deutsche Juden fest, so daß wir wieder, auf Abhandlungen verzichtend, nur die Einzelheiten in Betracht zu nehmen brauchen. Auch hier ist durchaus nicht nur Erfreuliches über das Verhalten unserer Glaubensgenossen zu melden.; ' V. . Der „Jüdische Weltkongreß“ spukt wieder einmal in den Köpfen unserer Leute. Die Vorkonferenz, die im vergangenen Sommer in Genf stattfand, jene von Stephen Wisc abgehaltene Parade der Eitelkeit wurde in | diesen Blättern zutreffend „Konferenz des tönenden Namens“ genannt, wurde von allen maßgeblichen jüdischen Organisationen in Deutschland abgelehnt. Jetzt maelit Herr Dr. Naclium G o 1 d m a n n erneut für diesen Urigedanken Propaganda und gibt „der Hoffnung Ausdruck, daß man mit der Kraft der Masse allmählich auch den Widerstand der heutigen Kongreßgegner besiegen werde“. Wir sind kurz nach Chanukkah; dürfen wir da Herrn .Goldmann an das Wort erinnern: „Nicht durch Kraft und nicht durch — Macht der Masse, sondern durch meinen Geist, spricht der Ewige der Heer- schaten“? „Macht der Masse“ -war bisher niemals ein •jüdisches Argument: sollte es das geeignete Argument für einen jüdischen Weltkongreß sein? .VI. Lion Feuchtwanger, dessen begabter, aber im letzten Grunde tief unsympathischer Roman „Rom und Jerusalem“ hier kürzlich von Julius Bab treffend charakterisiert wurde, hat nun den Superkulturzionismus erfunden. Der Zionismus will den Judenstaat Palästina. Dei| Kulturzionismus will Jerusalem als geistiges Zentrum aller Juden, d. h. der Juden in allen Ländern. Herr Feuchtwanger aber will noch viel mehr. - Er erklärt in einer in New York Ende Januar gehaltenen Rede „bei aller Sympathie für den Zionismus“: „Mein Traum von Jerusalem ist kühner als der des leidenschaftlichsten Zionisten; mein Traum: Jerusalem wird einst nicht allein Zentrum des Judentums, sondern Zentrum der Welt sein. .... Ich denke an eine geistige, nicht aber an eine weltliche Herrschaft Jerusalems. Ich fasse den Zionismus als die alte messianische Mission des Judentums auf.“ — Herr Feuchtwanger hat vergessen, daß so bisher jeder Imperialismus und Nationalismus aufgefaßt wurde. . Auch Napoleon galt als Messias. Auch an deutschem Wesen sollte die Welt genesen. Herr Feuchtwanger hat alles vergessen und nichts hinzugelernt. Der Geist wird Herrn Feuchtwanger nicht-fragen, wo er zur Welt kommen, wo er sich sein „Zentrum“ bilden darf. Wir aber sagen: An jedem Orte, wo ein Weiser die Krone der Lehre trägt, ist jüdisches, ist geistiges Zentrum. VII. In Frankfurt a. M. tagte der orthodoxe Rabbiner- Verband. Er „ruft die Gemeinden dazu auf, ihre Mitglieder zu veranlassen, ihre bürgerlich-rechtlichen Streitigkeiten im Wege des Schiedsgerichtsverfahren vor dem Din Tauro auszutragen“. Müssen wir uns wirklich immer weiter von der Umwelt abschließcn? Sind die deutschen Gerichte nicht mehr unsere Gerichte? VIII. Da lob ich mir mein Karlsruhe! Hier hat Rabbiner Dr. Schiff es verstanden, seinen Wirkungskreis über den Rahmen seiner Gemeinde hinaus zu erweitern.' Sein Rundfunkvortrag „Spinozas Ethik als Ansprache an die Zeiten“ fand in der gesamten Oeffentlichkeit und Presse Beachtung und Anerkennung. Bei der großen Gerhart Hauptmann-Feier im Karlsruher Rathaussaal war er mit seinem glänzenden und inhaltreichen Vortrag „Gerhart Hauptmanns Dichtung als Lebensdeutung“ der allseitig begrüßte und umjubelte Festredner. Gerade solche Leistung überbrückt heute die Gegensätze, bringt in der Umwelt Juden und Judentum zu Ehren. , X. . Auf Wien-blicken wir reichsdeutschen liberalen Juden mit gemischten Gefühlen. Nach dem zionistischen Wahlsieg ist naturgemäß auch ein Zionist, Dr. Desider Friedmann, zum Präsidenten gewählt Worden. Seine Joseph Kahn, Chemnitz,-. Erster Vorsitzender der Israelitischen Religionsgemeiride, unter dessen Leitung die Gemeinde jetzt durch Ankauf eines Gemeindehauses neben der Synagoge ein jüdisches Zentrum erhält. (Vgl. den Bericht in Nr:; 19 vom 1. Januar 1933.) erste.Tat besteht in einer Maßnahme, die die Einführung des allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrechts, des aktiven und passiven Wahlrechts für Frauen vorbereitet. Gut liberale Forderungen mithin, denen sich aber die „Union österreichischer Juden“ widersetzt. Die Qrganisation, die man den „österreichischen Centralverein“ nennt, die folglich zu religiösen Fragen weder positivnoch negativ Stellung nehmen dürfte, macht sich zum Vorkämpfer der Orthodoxie, beruft sich in einer Erklärung darauf, daß „das passive Wahlrecht der Frauen den Jahrtausende alten Grundsätzen des Glaubens widerspricht“. Die „Union“ läßt ferner ihren hochverdienten Präsidenten Dr. O r n s t e i n zum Vizepräsidenten der nunmehr zionistisch geführten Gemeinde wählen, erklärt aber trotzdem: „Die Verantwortung für die Führung der Gemeindegeschäfte müssen nun die Jüdischnationalen allein übernehmen.“ Ist ein Vizepräsident unverantwortlich? Verstehe dies alles, wer kann. Uris deutschen Juden will es an der Zeit scheinen, daß die jüdische Religionsgemeinde Wien sich eine Parteieinteilung nach religiösen Gesichtspunkterischäffe. XI. Wir sind z wischen Chanukkah und Purim. Bald werden wir wieder zwischen Purim und Chanukkah sein. Möchten dann die Hamans der Umwelt, zwar nicht gehenkt, aber abgetan sein. Möchte uns selbst dann ein Licht das Ziel unsres Weges zeigen. Was wir notig haben! Ein Ruf aus Holland. Wiederholt sind in diesem Blatt Berichte und Mitteilungen über das Entstehen und die vorläufige Entwicklung der liberalreligiösen jüdischen Bewegung in Holland erschienen. Bisher wurden diese hauptsächlich von nicht in Holland wohnenden Gleichgesinnten verfaßt Der Augenblick scheint mir gekommen, daß jemand, der in Holland wohnt, der die Zustände und Verhältnisse dort kraft seiner Tätigkeit für unsere Bewegung kennt, die Redaktion um Aufnahme dieses Aufrufs bittet. Denn hierdurch besteht die Möglichkeit, den Lesern dieses Organs zu erklären, was in Holland dringend nötig ist, um den ersten Versuchen die Kraft zu geben, welche sie brauchen, um zu dem so sehr gewünschten Resultat zu gelangen. > . Aus den in diesem Blatt erschienenen Berichten über die jüdischen Zustände in Holland werden die Leser der „Jüdischliberalen Zeitung“ wissen, wie der Zustand auf jüdisch-religiösem Gebiet in den Niederlanden ist. Hinzu füge ich, daß trotz aller äußerlichen Zeichen, die das Gegenteil vermuten lassen, die niederländische Judenheit reif ist für den geistigen Einfluß des liberal-religiösen Judentums und seiner Lehren. Mehr noch: die Juden in Holland würden überwiegend liberalreligiös sein, wenn sie eine andere geistige Führung hätten. Die wirklich überzeugte Orthodoxie hat eine verhältnismäßig kleine Anzahl Anhänger, doch sie bildet auf religiösem Gebiet, was man in der Armee den Stab nennen würde. Nicht auf dem Gebiet der sozialen Fürsorge, nicht auf dem Wohlfahrtsgebiet, nicht auf dem Gebiet der Gemeinde-Organisation. Da herrscht der liberale Jude, der bewußt liberal-religiös sein würde ... . wenn für die Juden in Holland eine andere religiöse Führung bestände. So lassen sie tiefergehende religiöse Fragen an sich Vorbeigehen: sie besuchen zum Teil noch hie und da die Synagoge, nicht .weil die Gottesdienste ihnen die Befriedigung geben, welche man die wahre Religiosität nennen kann, sondern.weil eben nichts anderes besteht! Und sie scheuen die Veränderung, nur weil die geistige Leitung (oder was dafür angesehen wird) ihnen systematisch den Gedanken eingibt, daß nur eine Auffassung möglich ist. und zwar die orthodoxe, und daß allesandere, das man Judentum zu nennen wagt, verkapptes Christentum sei oder unwiderruflich zum Christentum führe. Hierzulande gebricht es in den Kreisen, welche überall den Kern der Judenheit bilden, auffallend an Wissen auf jüdischem Gebiet. , i Deutsche Freunde, die unser Land besuchten, waren immer 1 wieder — und mit Recht — erstaunt über diesen Zustand. Die Judenheit in Holland steht nicht zurück auf dem Gebiet der Organisation jüdischer Wohltätigkeit und sozialer Fürsorge. Sie steht nur zurück da, wo es sich um jüdisch-religiöses. Gebiet handelt. Die Leser dieses Blattes werden die Bedeutung dieses „nur“ in dieser Beziehung begreifen und die Gefahr erkennen! Man kann auf die Dauer eine religiöse Gemeinschaft nicht aufrechterhalten, wenn die Religiosität in ihrer tieferen und höheren Bedeutung eine Nebensache geworden ist Das Resultat ist leider hierzulande unter den Juden sehr deutlich fühlbar. Die religiöse Gleichgültigkeit und sogar die Antireligiosität haben hier einen sehr großen Umfang angenommen. Unsere ini Pirandello: | DEH F'REMDLmG Der Herr Daniele Catellani, mein Freund, — Haarfarbe und Nase verraten, die Rasse — hat einen sehr in die Außen fallenden Fehler.; Sein ersticktes-Lachen vollzieht sich ‘in einer so herausfordernden Weise, daß viele in Versuchung kommen, ihm eine Ohrfeige zu verabreichen. Dazu kommt, daß er schnell mit einer Antwort bei tler Hand ist: er stimmt zu mit einer Kopfbewegung, er billigt mit einem beiläufig gesprochenen „Ja, Ja“. Man1 gewinnt jien Eindruck, als ob die soeben gesprochenen Worte ihm dieses hochmütige Lachen abgenötigt hätten. Natürlich wirkt dieses Benehmen auf Leute, die ihn nicht weiter kennen, abstoßend und aufreizend. Sic werden die Beobachtung machen, daß er sicher tun wird, was sie sagen. Er widersetzt sich nicht dem j Vorschlag oder der Ansicht eines anderen. Aber zunächst lacht er. Vielleicht deshalb, weil er plötzlich - aus keiner abstrakten Welt herausgerissen wird, die so verschieden ist von der Wirklichkeit. Von der Nachgiebigkeit und dem guten Willen meines Freundes,—sich 'seiner Umwelt anzüpassen, gibt es übrigens I viele Beispiele, in deren Aufrichtigkeit man keinen Zweifel setzen kann. Wir wollen ihn nicht wegen seiner Zugehörigkeit zur semitischen Rasse kränken, die durch seinen Familiennamen (Levi) gekennzeichnet ist Diesen Namen hat er abgelegt und dafür sich Catellani genannt. Aber er ist noch weiter gegangen. Er hat in eine streng katholische Familie eingeheiratet.- Die Mischehe ging er ein uir.er der Bedingung, daß die Kinder (es waren jetzt schon j.M in der Religion der Mutter getauft werden sollten rnu deshalb unwiderruflich für seinen Glauben verloren S waren. Man sagt, daß jenes herausfordernde Lachen meines Freundes genau von dem Zeitpunkt seiner Heirat an datiert. Die Schuld scheint nicht auf Seiten der Schwiegermutter, zu liegen, die übrigens eine sehr brave Frau war und mit der er im besten Einvernehmen stand, sondern auf Seiten seines Schwiegervaters, des Herrn Pietro Ambrini, eines Mannes mit konsequenten, klerikalen Grundsätzen. Man fragt sich; \Xfie kam Herr Daniele dazu, in diese Familie einzuheiraten, da sein Schwiegervater in Glauberissachen auch nicht ein Jota nachgab? Nachdem er sich einmal mit dem Gedanken an eine Mischehe vertraut gemacht hatte, wollte er sie schnell abschließen, um den Leuten darzutun, daß er über Vorurteile der Rasse und des Glaubens erhaben war. Bittere Kämpfe mußte er wegen dieser Heirat bestehen. Aber es ist eine Tatsache, daß die größten Schwierigkeiten, die wir im Leben erdulden müssen, immer diejenigen sind, die durch eigenes Verschulden verursacht werden. Der Schwiegervater, der nur mit Widerstreben in die Heirat einwilligte, verlangte von der Tochter, daß in ihrer Ehe auch nicht im geringsten von den'Vorschriften der Kirche abgewichen würde. Noch nach 10 Jahren ging Herr Ambrini nicht um Haaresbreite von seinem Standpunkt ab, trotz des Entgegenkommens, das er zu wiederholten Malen bei seinerii Schwiegersohn gefunden hatte. Wenn Daniele Catellani vorübergeht, hat sein Schwiegervater die Gewohnheit, die Nase zu rümpfen, als ob seine ultrakatholischen Nasenflügel durch den foetor judaicus seines. Schwiegersohnes verunreinigt würden. Mein Freund hat sich oft mit mir über diese unerquicklichen Dinge ausgesprochen. Er zeigt sein erstickendes Lachen nicht deshalb, weil ihm die Opposition seines Schwiegervaters, der in ihm einen Feind seines Glaubens sieht, komisch erscheint, sondern deshalb,. weil er seit einiger Zeit in seinem Innern Regungen verspürt, über die er sich keine Klarheit verschaffen kann. Ist es möglich, daß in unserer Stadt, in unserm Land, ein Mann wie er, der seit seiner Kindheit ohne positiven Glauben aufgewachsen war, religiösen Verfolgerungen ausgesetzt war?' Und doch war es leider der Fall.’ Der Schwiegervater verfolgte ihn. Wir müssen die sehr bedauernswerte Tatsache registrieren, daß in seinem Hause ein wirklicher Geist der Intoleranz herrschte. Er richtete sich nur nach der einen Seite, und zwar gegen einen Hilflosen, der mit den besten Absichten gekommen war, sich den religiösen Ansichten seines Schwiegervaters anzupassen, aber dieser heilige Mann brachte ihm beständigen Unfrieden ins Haus. Lassen wir den Dingen ihren Lauf! Schon beginnt die Galle in Daniele Catellani aufzusteigen, und der homo judaeus wird allmählich in ihm erweckt, ohne daß. es ihni einstweilen zum Bewußtsein kommt Sogar die Kinder merken, daß die Ursache dieses häuslichen Unfriedens im Verschulden ihres eigenen Vaters liegen muß. Sie kennen nicht die Gründe, aber sie fühlen sie instinktiv/ Jeden Tag gehen sie mit dem Großvater, zur Kirche, um zu Gott und hauptsächlich. zu dem guten Jesus und zu den Heiligen zu beten. Das Beten ist ihnen Herzensbedürfnis, weil sie der Ueberzeugung sind, daß der Vater ihnen etwas Böses zugefügt hat. Bevor sie zur Kirche gehen, drehen sie sich jedesmal um und sehen den Vater mit vorwurfsvollen Blicken an, die meinen Freund vor Schmerz hätten aufschreien lassen, wenn er sich nicht durch sein übliches. Lachen Befreiung verschafft hätte.. Aber lassen wir ihn nur so seinen Unmut Ausdruck geben! Sonst hätte er zugegeben, eine Feigheit begangen zu haben, indem er seiner Religion den Rücken gekehrt und in seinen Kindern den: Glauben an das heilige Volk („am olam“, wie der Rabbiner sagt) unterdrückt hatte. Nein, fort mit allen Bedenken! Lachen, lachen! Sind das Dinge, die wert sind, ernsthaft besprochen und überdacht zu werden? Mein Freund weiß, wie. die Dinge stehen. Jesus, ja, meine Herren! Alle müssen Brüder sein, um nachher sich die Köpfe einzuschlagen. Das ist der natürliche und logische Lauf dieser Welt. Und alles ist logisch, das Recht ist auf beiden Seiten, so daß, wenn