Jüdisch-liberale Zeitung
- Journal
- Jüdisch-liberale Zeitung
- Volume
- 12 (1932-1933)
- Issue
- 10 (15.8.1932)
- Date
- 1932-08-15
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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P0.* unL im bisherigen Verhältnis Subventionen zu leisten. |fel p Feststellungen konnten nach mehrstündiger eingehender. Prutting werden. . sich eine Aussprache mit Vertre-’ .tern. Ihurm^isCucF"tiemeinden. Obwohl in Thüringen ein Landesverband besteht, kann dieser eine ausreichende Tätig- . m?h* entfaUen. Er umfaßt nur einen kleinen Teil der thüringischen Juden und ist auf Grund seiner Satzung zu irgendwelcher tatkräftigen Hilfeleistung nicht imstande. Die Besprechung zeigte mit erschreckender Deutlichkeit, daß hier unbedingt der. Versuch gemacht werden , muß. baldigst Wan- ...z“ sehanen. An vielen Orten besteht überhaupt keine jüdische Gemeinschaft, -vielfach gehören den Gemeinden nicht alle ain Ort ansässigen Juden an; und nur ein Teil dieser Gemeinden besitzt die Rechte, einer, öiientlichen Körperschaft. Zahlreiche Kinder wachsen ohne jeden Religionsunterricht aut, eine geistliche Betreuung fehlt iast völlig, und-Verstorbenen kann mitunter keine rituelle Bestattuifg zuteil werden. Solche_ für die jüdische Religionsgemeinschaft untragöareu Zustände müssen schnellstens beseitigt werden. Da der I hüringische .Landesverband hierzu aus eigener Kraft nicht in der Lage ist, muß von außen her dabei geholfen werden. Diese Hilfsbereitschaft wird von den in Thüringen lebenden Juden gern und freudig begrüßt werden, was von allen anwesenden Vertretern nachdrücklichst betont wurde. Diese Meldung zeigt ' eine Völlige Desorganisation des jüdischen Gemeindelebens in Thüringen. Wir .werden darüber in einer späteren Nummer noch Einzelheiten bringen, welche zeigen, daß sich dort Vorfälle ereignen, die man im zivilisierten Deutschland nicht für möglich halten sollte- und Adie an die Zustände wenig kultivierter Länder wie der des zentralasiatischen Hochlandes erinnern. Die Thüringer Juden wenden' sich an ihre übrigen deutschen Glaubensgenossen um Hilfe. Hier wäre also Gelegenheit iür das Eingreifen eines jüdischen' Reichsverbandes, wenn es ihn gäbe!- Vielleicht tragen die traurigen Zustande in Thüringen und die an den preußischen, sächsischen und bayrischen Landesverband jüdischer Gemeinden: herangetragene Notwendigkeit zum Ergreifen praktischer Hilfsmaß^ nahmen mehr zur baldigen Gründung des Reichsverbandes bei als alle bisherigen formalen Verhandlungen. ‘ •' „Kein Grund zu abweichender 'Behandlung.“ Eine Feststellung des Justizministeriums. Der mit der k o mm i s s a r i s c h e n Leitung des Justizministeriums betraute Staatssekretär Hölscher hat -auf eine Beschwerde des nationalsozialistischen Landtagsabgeordneten Dr. Freister, daß der zu einer Veranstaltung des Reichsfcundes jüdischer Frontsoldaten eingeladene Landgerichtspräsident Dr. Daltrop in Kassel sein Bedauern, der Einladung persönlich nicht Folge leisten zu können, zum Ausdruck gebracht und den Landgerichtsdirekior Becker als amtlichen Vertreter des Landgerichtspräsidenten mit dem Besuch der Veranstaltung beauftragt hat, folgendermaßen geantwortet: „Die Einladung des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten ist nicht anders behandelt worden, als eine Einladung anderer Verbände, da zu einer abweichenden Behandlung kein Grund vorlag. Die meisten anderen Reichs- und Staatsbehörden in -Kassel sind ähnlich verfahren. Es besteht keip Anlaß, die getroffenen Maßnahmen zu beanstanden.“ * Diese Feststellung des preußischen Justizministeriums enthält zunächst etwas Selbstverständliches: da die Juden Schokoladen- Großhandlung Sämtliche Markenwaren zü Fabrikpreisen auf Lager' Lieferung frei Haus von RM 10,— an, in Groß-Berlin u. Umgeb. M. Silbiger, Berlin C25 Kleine Alexanderstr. 14 . Telefon: E 2 Kupfergraben 2475 Spezial-Behandl. nur für Ischias In Hüften, Gesäß und Bein, wenn ärztlich festgestellt, in 15 Tagen sind schwere Falle beseitigt, worden. Unantastbare Heilerfolge. Bestätigung! und Referenzen. Ärztlich empfohlen. Invalidenstr. 106, 9—11, 1—4, Sonntag 10—12. Jacoby. Gottesdienste Berlin-Norden. Liberale Synagoge Norden. Schönhauser Allee 162. Freitag. 19. August, abends 7.1S Uhr: Predigt Rabb.-Kand. Mehler. — Sonnabend. 20. August, vorm. 10 Uhr: Knabeneinsegnung Rabbiner De? Swarsensky. — Freitag, 26. August, abds. 7.15 Uhr: Predigt- Rabbiner Dr. Salomonskl.; — Sonnabend. 27. August, vorm. 10 Uhr: Gottesdienst Der Verkauf der Eintrittskarten iür die Gottesdienste der Liberalen Synagoge Norden an den Hohen Feiertagen findet ab 28. August in der Schönhauser Allee 162 statt Etwaige schriftliche Bestellungen sind dabin zu richten. Berlin-Osten. Liberale Synagoge Osten, Kalserstr.30, Aula der Mädchenschule. Freitag, 19. August, abends 7J0 Uhr: Predigt Rabb.- Kand. Dr. Hirschberg. — Freitag, 26. August abends 7-30 Uhr: Predigt Rabbiner Dr. Swarsensky. Westend. Liberale Synagoge Westend. Geschlossen bis 2. Sept Eintrittskarten für die Gottesdienste der Liberalen Synagoge Westendan den Hoben Feiertagen ln der Herder- - schule sind bei Frau Mlchaelson. Cbarlottenburg 9. Bayernallee 6 zu bestellen. Der Kartenverkaul beginnt am 12. September ebenda. Liberaler Gottesdienst Schmargendöri. (Altersbelm Berbaer Straße 32.) * Gottesdienst In der Synagoge Schmargendorf (Altersheim). Berkaer Str. 32: Freitag, den 19. August, abends 7 Ubr. Sonnabend, den 20, August, morgens 10 Uhr. Freitag, den 26. August, abends 7 Uhr: Predigt Dr. Weiße. Sonnabend, den 27. August, morg. 10 Ubr: (Neumondweihe). Jüdische Relormgemeinde. - Johannlsstr. 16: Sonntag, 21. August, vorm. 10 Uhr: Predigt Dr. JelskL — Sonntag. 26. August, vorm. 10 Uhr: Predigt Dr. Rosenthal. Klelststr. 10: Sonntag. 21. August, vorm. 10 Uhr: Predigt Dr. Rosenthal. — Sonntag, 28. August, vorm. 10 Ubr: Predigt Dr. -Lehmann. in Deutschland und in Preußen gleichberechtigt, sind, liegt „zu einer abweichenden Behandlung kein Grund vor“. Was die Entscheidung aber interessant erscheinen läßt, ist der Umstand, daß sic, nach der Neuregelung in Preußen, von dem mit der kommissarischen Leitung des preußischen Justizministeriums betrauten Staatssekretär getroffen worden ist, also von einer Persönlichkeit, die der derzeitigen Relcbsregierung des Kanzlers von Papen nahesteht. „Deutsdistämmig” — kein j Reditsbegriff! Eine bedeutsame Reichsgerlcbtsentscheldung. Das Reichsgericht hat in seiner Entscheidung in Band 111,-Seite 396, der „Entscheidungen in Zivilsachen“ zum Ausdruck gebracht, daß „Deutsclistämmigkelt“ ein völlig unklarer Begrjff ist, der, wenn er überhaupt verwandt wird, nur in dem Sinne von Staatsangehörigkeit aufgetaßt und nur insoweit überhaupt mit der Reichsverfassung in Einklang gebracht werden kann. Denn das Grundgesetz unseres staatlichen Lebens, die Reichsverfassung, kennt keinerlei Unterschiede zwischen deutschen Staatsbürgern, gleichgültig, welcher Abstammung sie sind. „Alle Deutschen, sind vor dem Gesetze gleich." (Artikel 109 RV.). Es handelt sich bei dieser Entscheidung um folgendes: In das Grundbuch sollte eine Grunddienstbarkeit des Inhalts eingetragen werden, daß bestimmte Wohnungen nur von „deutschstämmigen“ Landarbeitern bewohnt werden dürfen. Das Reichsgericht lehnt diese Eintragungab, da sie nicht bestimmt genug sei, und fährt dann fort: .'.Ist anzunehmen, daß damit lediglich die deutsche Staats-(Reichs-)angehörigkeit erfordert sein soll, so besteht kein rechtliches Bedenken. Der. Ausdruck wäre dann aber entsprechend richtigzustellcn, da dem Eintrag im Grundbuch ein klarer und bestimmter Inhalt. zu entnehmen sein müsse.“ gesehnt.r Er, dem sie jede Stunde hätte zu Füßen sinken mögen in Bewunderung und„Dank. Er, von dem sie erst kürzlich in einem -Brief geschrieben, daß sie Unendliches von ihm gehabt, und weiter, daß sie ihm niemals häßlich erscheinen wolle. Kaum, daß sie noch dachte, wie sehr sie' die Jahre her auf ihn gewartet und daß es ihr süßester Gedanke gewesen, wieder einmal ein Weilchen mit ihm zusammen zu sitzen, um etwas Großes und Teures zu plaudern und irgend etwas Tapferes fürs Leben zu sagen. . Sie war unglücklich wie nie in ihrem Leben,' tief im Innersten unglücklich und verzwistet, -als er gegangen und seine Schritte im Hausflur verklungen waren. Alle Helle, alle Heiterkeit war aus ihrem Gemüt geschwunden, »alle Tapferkeit in ihr zerknickt Wie eine zertretene Blume kam sie-sich vor, wie ein verhagelter Garten. Eine Bitterkeit erfüllte sie bis zum Rand. Sie lehnte am Fenster, sah hinaus auf die morgenfrischen Bäume. Eine schmerzliche Schrift stand um ihren Mund geschrieben. Sie hätte weinen mögen. Weinen wie ein kleines Mädchen. Eine ganze Weile lehnte sie so. . Aber mit einem kam ihr ein Gedanke. Wie zuweilen ein Vogel, irgend aus der Luft her, plötzlich in einem Wipfeleinschwingt, so kam ihr dieser Gedanke ins Herz geschwungen. Sie trat fort vom'Fenster, ging in ihr Kabinett, kramte in Kommoden und Schränken, nahm ihr feinstes Kleid daraus hervor, die brokatenen Stöckelschuhe, eine duftige Spitzenhaube. einen Kantenschleier und den Moskauer Schal und begann.'Sich schön zü‘machen; so schön, als sie nur könnt-. „Ich will es nachholen!“ sagte sie bei . sich. „Ich wili’s redressieren!“ Dann trat sie vor den Spiegel, guckte hinein und wahrhaftig,' da gelang ihr schon wieder ein Lächeln. Wie zu einem Menuett wiegte sie sich auf den Füßen. „So bin ich dir vorhin gegenüber gesessen!“ sagte sie. leise. „Nicht wahr, so, so! —- — Und so auch wollen wir diese Jiohe, heilige Stunde im Gedächtnis behalten!“ Seht, so redete sie mit sich allein, und damit hatte sie sich wieder gefunden. Sie grünte und blühte'wieder auf: ein süßes, stilles Licht ruhte auf ihrem Gesicht All: das Peinvolle. Bedrückende, Demütigende, das sie vor einer Viertelstunde so jäh und schniählich überfallen, ■ hatte sie lächelnd von sich gestreift und — weg, weg! — hinter den Rücken geworfen. Nun verdämmerte es bereits in einer tiefen, fernen Vergessenheit, und, gewißlich, es konnte sie nie wieder berühren. .Sie war wieder das leichte, selige Frauenwesen: es war. als wollte alles in ihr singen." Arh Abend schrieb sie, an Varnhagen. So munter lief ihr die Feder dahin, und es wurde ein langer, funkelnder Brie-. Kein trübes Stäubchen verfing sich darin. „Nun bin ich dir unter Brüdern zehntausend Taler mehr wert!“ hieß es da unter andprm. „Goethe war bei mir! — — Denke, Goethe!“ 'So sprudelte es aus ihrem Kleinkinderherzen. Sie war doch einzig, diese Rahel! ._ Richard Willstätter. Am 13. August wurde der hervorragende Chemiker Geh.- ' Rat Proiessor Richard Willstätter 60 Jahre alt. Seine wissenschaftlichen Arbeiten haben insofern epochale Bedeutunx, als sie eine Brücke von den Lebensvorgängen der Pflanzen zu denjenigen des tierischen Organismus schlagen. Willstätter erhielt dafür im Jahre 1915 den Nobel-Preis und ist Träger noch anderer hohen Würden (Pour le mörite. wissenschaftliche Ehrenmitgliedsehaften). Willstätter hat als Lehrer und Forscher gleich erfolgreich gewirkt, und seine Schüler erhoben Protest, als er vor acht Jahren wegen antisemitischer Umtriebe an der Universität München sein Lehramt aufgab. Er hatte auch die Genugtuung, daß die hervorragendsten Münchener Universitätslehrer, darunter die Mediziner Friedrich von Müller, Sauerbruch. der Geograph von Drygalski und der Kultusminister Dr.. Matt, der erste Bürgermeister Schmidt, sein Bleiben dringend wünschten. im jüdischen Leben ist Proiessor Willstätter oft hervorgetreten. Besondere Beachtung fand sein Auftreten auf der Tagung des Weltverbandes für liberales Judentum 1930 in London, wo er in flammenden Worten für die Mitarbeit der Juden an der allgemeinen Friedensbewegung eintrat. . - ' Uraufführung eines Werkes von Rudolf Ochs, Im Saaibau zu Frankfurt a. M. wurde am 23. Juli im Rahmen des Frankfurter Sängerfestes, das mit dem. Staats- Preis des preußischen Staatsministeriums ausgezeichnete Chor-Werk „Schnitter Tod“ des jüdischen Komponisten Dr. Rudolf Ochs vom Nürnberger Lelirergesangverein unter Mitwirkung des Frankfurter. Motetten-Chprs zur Uraufführung gebracht. Dr. Rudolf Ochs ist ein Neife des' im ■ Jahre 1928 ver- - storbenen hervorragenden Dirigenten und Führers gemischter Chöre Professor Siegfried Ochs. Er ist 1887 in Frankfurt geboren-und hat zunächst Chemie studiert später aber an der staatlichen Hochschule für Musik , in Berlin seine musikalische Ausbildung erhalten, die er am Leipziger Konservatorium als Schüler von Stephan Krehl und Hans Sitt und in Dresden bei Büttner und Mracek .vervollkommnefe. Derzeit ist Dr. Rudolf Ochs Leiter des Chors „Wach auf“ in Dresden und Kapellmeister der deutschen Oper in -Brüx (Tschechoslowakei). i Die kritische Zeitbetrachtung von Kein jüdischer „Weltbühnen“-Prozefl. ‘ Sagen Sie. verehrter Leser, wenn Sie — Sie seien Kau - maun. Handwerker, Arzt. Anwalt, Lehrer, Richter oder w: s immer — einer;U er u f s v e rc i n igu ng ungehärtet), derän Veranstaltungen Sie regelmäßig zu besuchen pflegen,—u id nun käme eines Tages ein Paladin Hitlers, iitiFIhren.Berui skollegett -auseiuanderzusetzcu, welche Funktionen gern le Ihrem Berui im Dritten Reich zugedacht sind — was wiirdm Sie tun? Hitigeheu, nicht wahr.-damit Sie wissen, was i bespielt wird, und eventuell Ihre Gegenmaßnahmen tref eil kömicu. Sie werden es also zweiiellos in der Ordnung fitidm, wenn andere Glaubensgenossen es genau so inuclien, wfein z. B. Glaubensgenossen. iitDiisscIdort, denen nicii einiullcii würde, eine nationalsozialistische Partei v s u tu tu 1 tt. n g zu besuchen, die aber dem dortigen d u s t r i c - C1 ti b angeboren und dort im letztvergaugducui Winterhalbjahr Vortrüge von Reichskanzler a. D. Culip, Staatssekretär P o p i t z, Oberbürgermeister U o e r d c 1 1 ~ find Staatsrat a. 1). Dr„ Colin (Dessau) gehört haben, n zu einem Vortrage von Adtrff Hitler gingen, um ei imaf zu hören,’ was dieser ihnen als Wirtscliaftsprograimii Nationalsozialisten zu verkünden habe. Aber es gibt immer einige, die müssen sich creifer t Bald nach Hitlers Vortrag ittt Industrie-Club las mau in Teil der zionistischen^ Presse allerlei Zeug über Würdelos keil. Juden hatten eine „Hltlefversammlung“ besucht, mitte Adolfus Rex mit dem Faschistengruß begrüßt usw. schließlich wird dies Geschwätz von der „Wclthiiline“ nonuuen, die Mitte Juli, also fünf Monate später sittlicher Entrüstung die Suche aufgreift. Daß es sich uni'einen Vortrag Uber Wirtscliuftsfragcti vor Wirls|du lern handelt, wird verschwiegen, verschwiegen erst daß dieser Vortrag im Rahmen eines fortlaufenden j über das gleiche Fachgebiet vor den gleichen Fach cu stattiand, nein, mau spricht jetzt von einem „Hitler-Di was von Uneingeweihten nur als Diner zu EIt r en 1 Hits verstanden werden kann, .nennt entrüstet die Natnei Juden, die daran tcilgennmmcii und „auf Auffordcrum Fritz Thyssen Hitler durch den römischen Gruß geehrt“ sollen. Und was ist daran Wahr? Nichts, als daß Hitler Herr Thyssen das Wort :geimjnmen und seine Reife „Heil Hitler" geschlossen hat, und. zwar, -soweit wir richtet sind, zu einem Zeitpunkt, als die jüdischen Tellnfem die Versammlung bereits verlassen butten. ' - Wir haben die verschiedenen „Weltbülinen"-Prozess größter Anteilnahme verfolgt: wir wissen, daß itisbesci Curl von Ossietzky, den die Militär-Reaktion seinem adligen Namen als-Exponcntcn dessen ansieht sie „Jüdische Presse“ nennt, als ein Märtyrer für die beit der Presse ins Gefängnis gegangen Ist. und wir « der „Weltbiilnie“ keinen Prozeß wachen. Aber wir schon oft fesLstellcn müssen, daß sie, die u. a. aucl Judenhaß bekämpft, in jüdischen .Dingen eine I n s t i t und Geschmacklosigkeit an den Tag legt, die ... 'zu üherbieteu ist. Konntet Ihr Euch nicht besser unterrkhti Nicht feststellen, daß alles frisiert und entstellt,- daß Inst e: dere.die_Sache mit dem Römergruß glatt erfunden und : logen ist? Mußtet Ihr Männer als charakterlose Verrät :r> Judentum hinstellcn. die in Wirklichkeit dieses Judcntufi verleugnet haben, da sie vielmehr Ehrenstellen in der dorier jüdischen Gemeinde bekleiden, was nicht itut Opfern an Arbeit, Zeit und Geld verbunden Ist, so ndern schließlich-auch ihren christlichen oder antisemitische:! bürgern nicht verborgen bleibt! Liebe Wcltbülme, die du selber weder zionistisch noch kommunistisch bist: ltür auf. dich in jüdischen Fragen von den pseudo-kommunistischen Leuten um Heller u den Zionisten einseitig informieren zu lassen. Dus .was du da aus dem „Jüdischen Echo“ in München kr übernommen hast, ist ein Angriff dieses zionistischen gegen deutschjüdische. liberale Gemeindeführer. Das du nicht gewußt, darauf bist du hereingefallen und hast nut innerjüdische Sache nach außen getragen, t anstatt uns Angelegenheiten ulfter uns bereinigen zu lassen. 3 dtsclien Dingen verstehst du nichts. Nimm dir -also vor. die nächsten fünf Jahre nichts Uber Jüdische Fratfei schVelben:' du richtest sonst hur Unheil an, und es so viel andere Themen! _ In einer späteren Nummer, hat die „WeltbUline“ gleichen Stelle, an der sie gegen ihre eigenen Ehrbfcg gesündigt hatte, — das sei gern'anerkannt — eine Berl gung gebracht. Der Form nach ist die Angelegenhei: erledigt. Die Pflicht, sich vnr'Uebernahine unkontrni i Angriife zu informieren, und die Bitte um Enthaltsamkeit der Behandlung jüdischer Angelegenheiten bleiben bestelle S«BORGÄ KlavleranlerricHl - nach neuester Methode erteilt Anfängern im Hause bei mäßigem Honorar Lade flerscBmasa, W57, Steinmetzstr. 11 Gustav Dornieden Bau- und Dachdeckungsgesd ü ft SW 61,, Barulher Sin fit 6 Telefon: F5Bergmann 9Uß1 ■# Gehr. FrledHt, ElekirnuL Berlin O 34» Heidenfeldstr. 20 Tel Königsfadf 6349 Eleidromofor-Re| tar it. u. Ankerwickelei Lichtu. Kraftan ag >n _Nähmasch.- Motor. Rundfunker tsti ir. : 1:3