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Jüdisch-liberale Zeitung · 1932-07-01 · 7 (1.7.1932) · page 4

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Journal
Jüdisch-liberale Zeitung
Volume
12 (1932-1933)
Issue
7 (1.7.1932)
Date
1932-07-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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polemisieren. Gegen Ende der Sitzung kam die liberale Frak-j tion noch einmal'durch ihren1 Vorsitzenden, j .. Dr. Kurt Fleischer, j zu Wort, der es als einen Grundsatz der Liberalen beJ zeichnete, daß alle religiösen Richtungen von der Einheitsgemeinde gleichmäßig betreut werden. Zum Schluß hielt der Vorsitzende der Repräsentantenversainmlung. j ' Rechtsanwalt Heinrich Stern, . . i eine bewegte Ansprache, in der er daraui hinwies, daß die Berliner Gemeinde auf die heutige Sitzung stolz sein dürfe! Die’ Repräsentanten-Versaminlung führte dann in einer weiteren 1 ' Sitzung am 23. Juni die Spezlaldebalte. | Auch; diese Sitzung stand im Zeichen des Gemeindefriedens; Als erfreulich hervorzuheben ist aus ihr zunächst die Annahme des von Ehren reich (liberal) gestellten Antrages n .;; auf Rücknahme besonders harter Abbaumaßnahmen bei den Chören. — Bei der Debatte über das Kaschrutbwesen und über den Wöhlfahrtsetat stellten die Zionisten— in seltsamem Kontrast zu den schwebenden Friedensverhandlungen und in offenbarem Rückfall in ihre früheren Methoden — überraschenderweise Demonstrativ-Anträge, die sie in den vorangegangenen ausführlichen Ausschußverhandlungen nicht vorgebracht hatten und die sie — nach für sie recht peinlichen Entgegnungen der Gegenseite — zurückstellen mußten. — Bei dem Posten „Jugendpflege“ findet eine längere Beratung über die „Schule der jüdischen Jugend“. statt, und es werden seitens der Versammlung die gleichen’ Mängel gerügt, gegen die in der vorliegenden Nummer unseres Blattes Hermann Falkenberg sich wendet -f Bei der Beratung über die Verwaltungskosten stellt Verwaltungsdirektor Dr. Breslauer fest, daß, von 150 vorsorglich ausgesprochenen Kündigungen nur 4t) verwirklicht worden [sind und daß der Beamtenabbau als abgeschlossen betrachtet werden kann. — Gegen 1 Uhr nachts wird der Etat zweiter Lesung angenommen. J n erster und Die Schule der jüdischen Jugend Symptomatische Erscheinungen. Ein Wort der Kritik von Hermann Falkenberg. Vor mir liegt der „Arbeitsplan“ der „Schule der Jüdischen Jugend“ für Oktober—Dezember 1931 und Mai—Juni 1932.! Mancherlei ist dazu zu sagen, sowohl zu dem, was darin stellt,; als auch zu dem; was darin fehlt, nicht so sehr wegen der'absoluten Bedeutung als viel mehr wegen des symptomatischen Ausblicks, der aus diesen Äußerungen einer, gegenwärtigen jüdischen [Jugendführung herausspringt; Als einst die , Schule der Jüdischen Jugend begründet wurde, da war das! Bezwingende, daß aus reinem, selbstlosem Idealismus heraus jugendliche Menschen sich j zusammenfauden, — um diejenigen in den lebendigen Geist des Judentums hineinzuführen. die ihm fremd, unwissend, uninteressiert gegen; iberstanden. Wir [Alten haben das begrüßt und ich: selbst habe in dem Kreise meiner liberalen Freunde’ mit allen Kräften für den Gedanken und für die Schule der Jüdischen Jugend geworben und mit Erfolg geworben, als ihre Existenz von anderer Seite bedroht war.; Aber das verpflichtet um so mehr, den Weg kritisch zii verfolgen, den sie gegangen ist und den sie jetzt geht. '!' Was ist aus ihr geworden?! j Eine Schule,wie im Grunde jede andere, in der im wesentlichen besoldete Dozenten Fachunterricht erteilen. [ . i , Wo ist die große, umfassende, wahrhaft ideale Aufgabe geblieben, wie sie einst einem Franz Rosenzweig vorschwebte? ' Sie ist zusammengeschrumpft; zum Zweck einer „jüdischen Bildung“, die „zu i lebendigem Besitz junger jüdischer Menschen“ werden soll. Wie sucht die; .Schule der Jüdischen Jugend“ dieses Ziel zu erreichen?; ' [ - Ich. habe kaum je ein größeres Erstaunen empfunden als in dem Augenblick, da ich im Programm las: Werkunterricht 1; ■ i, „Technische und werkliche Kenntnisse; für Arbeiten in Holz; Pappe usw.“, das „Bauen eines Marionettenspiels“ sind unbedingt-erforderlich, um „jüdische Bildung zu lebendigem Besitz jüdischer junger Menschen zu machen“! Meine Werklehrerausbildung habe ich einst auf einer allgemeinen Anstalt erfahren, jahrelang habe ich diesen Unterricht an einer jüdischen Erziehungsanstalt erteilt: aber ich habe in meinem ganzen Leben nicht begriffen, wie man Werkunterricht „jüdisch“ erteilen kann. . . ■!!. Ist es nötig, darauf hinzuweisen, daß an jüdischen Profanschulen, z. B. an. der Mittelschule, wo Werkunterricht ein von den-behördlichen Bestimmungen gefordertes Fach ist, aus wirtschaftlichen Gründen dieser Unterricht erheblich eingeschränkt werden mußte? Aber die „Schule der Jüdischen Jugend“ hält den Werkunterricht für unbedingt notwendig, „um jüdische Bildung zum Besitz jüdischer junger Menschen zu machen“! I Die;,Schule der Jüdischen Jugend“ hält allerdings noch einiges andere zur Erfüllung dieser Aufgabe für notwendig: „Einführung, in die jüdischen Gegenwartsprobleme“.; j Nun,! das ist gewiß sehr begrüßenswert und es läßt aufatmen, wenn im vorigen Programm Dr. E. H. Seligsohn in die Welt, Franz Rosenzweigs einführt und wenn man; in diesem Trimester Rabbiner Dr. Swarsenski gestattet, eine „erste ■Einführung' inein Gesamtwissen vom Judentum“ ,zu geben. | MAber solche [Themen sind-vereinzelt, und beileibe ist es nicht angängig,'an der „Schule-der Jüdischen Jugend“ ein religiöses oder gar gottesdienstliches Thema zu behandeln. Denn das gehört nach der Anschauung der Führer nicht zu den ^jüdischen Gegenwartsproblemen“! ' Welches aber sind diese „Gegenwartsprobleme“ für die jüdische; Jugend? j. 1 „Pie Juden in Sowjetrußland“, „Juden und der Kommunismus", „Juden: und der Sozialismus“, „Auswirkungen der Wirtschaftskrise“ usw. Es fällt mirnatürlich nicht im geringsten bei, unsere Jugend von diesen Problemen fernzuhalten, ich weiß ja auch, daß das vergeblich wäre. Aber aufs schärfste muß gegen die Frontstellung protestiert werden, die;in dieser einseitigen Betonung zutage tri tt." Und ebenso scharf.geg'en den Geist, in dem hier „jüdische Bildung zu lebendigem Besitz junger jüdischer * Menschen“ gemacht werden soll, gegen den Geist, der das eigentlich Religiöse — und erst recht das Gottesdienstliche. — als in der gegenwärtigen Jugend überwunden bewertet; . - Wenn in den gegenwärtigen Führerkreisen die Auffassung propagiert' wird, daß die heutige Jugend mir noch für politische und sozialistische, keineswegs mehr für religiöse und erst recht nicht für kultische Probleme zu haben sei, so ist an keiner Stelle das Goethe-Wort wahrer als hier: „Was ihr den [Geist der Zeiten heißt, das ist im Grund der Herren eigner Geist!“ - Weil die heutige Jugendführerschaft fast ausnahmslos (die reinreligiösen Bünde scheiden natürlich aus) areligiös, ja antireligiös und selbstverständlich antikultisch ist, weil sie politisch: einzig .linksradikale Anschauungen vertritt, deshalb sieht sie es — bewußt oder unbewußt — als ihre Aufgabe! an, schon die frühe Jugend und selbstverständlich erst i recht die ältere in diesen Bannkreis zu führen. Wer in Jugendaussprachen , den Mut hat, für religiöse Ideale ^einzutreten, ist in diesen Kreisen ein Gegenstand entweder des Spottes oder der Anfeindung. Soll in der Jugend die Anschauung Allgemeingut werden, daß Gottesdienst „eine Gefahr für die'Religion“ ist,: besonders der „gute Gottesdienst die größere“? Daß die jungen Prediger, die die [religiöse Wirksamkeit in der Jugend zu ihrer besonderen Aufgabe machen, die „größte Gefahr für das Judentum“ sind? Welche Verwirrung in den Köpfen der unreifen Jugendlichen durch solche Politik der Führung -angerichtet.ist, kann jeder sehen, der mit der Jugend in Konnex steht, der ohne die Scheuklappen der „Sympathie“ für kommunistische und nationale Ideen in die Jugend hineinschaut | Die Führung; trägt die Schuld, daß die [„jüdische Bildung“ nicht „zu lebendigem Besitz junger jüdischer Menschen“ wurde. Die Führung hat die Jugend vielmehr herausgeführt aus der religiösen Einstellung, die dem liberalen wie diem konservativen Juden gleichmäßig teuer ist| Und ein redlich Teil der Schuld daran trägt die . „Schule der Jüdischen Jugend“, die es als ihre Aufgabe hingestellt hat, „jüdische Bildung zu lebendigem Besitz junger jüdischer Menschen“ zu machen. M j Was bleibt nun eigentlich im Programm fürs Judentum übrig? Nun! Ist der Unterricht im Hebräischen nichts? ■ Gewiß! Der ist allerdings umfangreich, ja im Grunde genommen, das eigentliche Programm. Worin unterscheidet sich also diese Schule von der „Hebräischen Sprachschule?“ So gut wie in nichts! JUar gesehen, ist sie nichts als eine Dependance dieser Anstalt! Denn auch diese ist-für die Jugend bestimmt und die Auswahl des Hebräischen unterscheidet sich wenig vonj der an der Hebräischen Sprachschule, einschließlich des' Neuhebräischen.- Lächerlich aber ist die Fiktion, als ob hier in nennenswerter . -■ _! ' ' ■; Abonnenten, die verreisen. erhalten die „Jüdisch- Zeifung" nachgesandt, . dem Postamt ihres ¥ die Anschrift ihres Feri „ haltes angeben liberale [ wenn sie fohnortes : enaufent- Weise mit den hebräischen Halacha- und Hagäda-Texten bekanntgemacht und in den hebräischen Text des More nebuchim des Maimonides eingeführt werden könne. Mag auch mal ein einzelner einen Einblick in diese Dinge erhalten, glaubt man damit einem größeren Kreise etwas Bedeutsames für sein Judentum gegeben zu haben? Was erreicht wird, ist nichts, als das Vorgaukeln eines Zieles, das allein durch ernsthaftes, jahrelanges Fachstudium erworben werden kann. '! Sind sich die Führer dessen bewußt, was in den Laiengehirnen junger Menschen an gefährlicher Ueberheblichkeit genährt wird, wie hier die Auffassung entsteht, mit der Kenntnis einiger hebräischer Phrasen, mit denen man im Umgang zu jonglieren versteht, habe man das . Judentum wahrhaft in sich aufgenommen? Ich bin der Letzte, der das „Lernen“ überhaupt und besonders des Hebräischen gering einschätzt Aber was sich jetzt breit macht, das führt den gefährlichen Weg, den das verhängnisvolle Wort aus den Sprüchen der Väter kennzeichnet: „W’lau am hoorez chossid! Der. Unwissende kann nicht fromm sein!“ Das führt zu der; Auffassung, daß „Lernen“ besonders „hebräisch Lernen“ jüdische Religion sei, und daß man ohne umfassende Beherrschung des Hebräischen, ohne Kenntnis neuhebräischer Umgangsphrasen unweigerlich dem Judentum verloren gehe.; . : Gegen diese Auffassung Front zu machen, im Namen de'r jüdischen Religion, ist Aufgabe jedes religiösen Menschen. Aus welchen Quellen diese Anschauungen fließen, ist im Grunde gleichgültig. Das Gefährliche ist daß sowohl durch politisch radikalen wie nationaliüdischeh Einfluß Minen auch in die Bünde gelegt werden, die .sich den religiösen Bestrebungen früher nicht oder nicht völlig entzogen haben. Es ist zweifellos, daß diese Erscheinungen bei [der Sprengung der „Kameraden“, bei den Absplitterungsversuchen des „Esra“ eine viel größere Rolle gespielt haben, als [die Beteiligten; selbst glauben. Bezeichnend ist das Wort eines Führers, das kolpor- ' tiert wird, daß er die religiöse Grundlage des Judentums und der Jüdischen Gemeinde in der Jugend unterminieren1 wolle und werde. - Für ,die Tatsache dieses |Ausspruches kann ich mich nicht verbürgen: aber dem Geiste mancher Führer entspricht solcheGesinnung. j I Das Programm der Schule der Jüdischen Jugend ist ein Symptom! — Wohin der Weg führt, zeigt die Fassung der Einladung der Schule yom 8. Juni d. J. an ihre Angehörigen und die Bünde. Sie hat als Thema ihr^r -Aussprache gewählt:; „Die Gestaltung der jüdischen Lebensform in der Galuth.“ > Die „Schule der Jüdischen Jugend“ kennt nicht mehr Deutschland als Vaterland, nicht mehr deutsche Heimat, sie 1 kennt nur „Galuth“! I . Dürfen wir'ruhig Zusehen? — | ’ Den verantwortlichen Führern sei das Wort Abtalibns zu-: gerufen: „Habt acht auf eure Lehre, | daß eure Jünger, die: euch nachfolgen, nicht , an ihnen irren und daran zugrunde gehen!“ - |„ Abkehr von der Gesinnung und-[von dem Wege, nicht bloß in der „Schule der . Jüdischen Jugend“, sondern in der Gesamtführung der jüdischen Jugend! j. : Das religiöse Judentum und die für das religiöse;: Leben i Berlins verantwortliche Gemeinde kann und darf nicht zulassen, daß die Grundlagen ihrer von' den Vätern als heilig überkommenen Lebenswelt von jugendlichen Irreführern und' Irregeführten untergraben werden. Wisse*i Siescfum, daß der Preußische Landtag in seiner mehr als fünfzehn- ' stündigen Nachtsitzung vom 24. zum 25. Juni gegen 5 Uhr morgens — bei fast völliger Abwesenheit der Zentrums-,! sozialdemokratischen und kommunistischen Fraktion, also ' j durch Zufallsmehrheit der Nationalsozialisten und Deutsch- ' nationalen — beschlossen hat, an den Staatstheatern [■ jüdische Künstler nicht mehr zu beschäftigen und Werke! jüdischer Bühnenschriftsteller nicht aufzuführen? daß dieser Beschluß gegen die im Artikel 135 der Reichsver-; fassimg verankerte bürgerliche Gleichberechtigung der; deutschen Juden verstößt? [ -. daß[ Generalintendant Tietjen — scheinbar in Vorausahnung! des oben erwähnten Beschlusses -Jnach einer Mitteilung i des „M. M.“ Verträge mit jüdischen Schauspielern nicht j mehr erneuert hat? . j! daß in der gleichen Nachtsitzung des Preußischen [Landtages! beschlossen wurde, die gesamten Vermögen der seit 1914 eingewanderten Ostjuden einzuziehen,'daß dieser Beschluß; aber als reiner Demonstrationsanträg ohne praktische Be.- deutung anzusehen ist?! daß! der Pressechef der preußischen Regierung, Ministerialrat [ Hans Goslar, seinem Chef Otto Braun gefolgt ist und! einen mehrmonatigen Urlaub angetreten hat, da seine Weiterverwendung im Staatsdienst von der politischen [ Entwicklung abhängt? - daß[ an her Lausanner Konferenz Herr Dr. Karl Melchior, Mitinhaber des Hamburger Bankhauses M. M. Warburg & Co.,; als Sachverständiger teilnimmt? daß! in Kopenhagen am 15. Juni der frühere Oberrabbiner von I Dänemark, Professor David Jakob Simonsen, in seinem i 80.,Lebensjahre gestorben ist?; daß;am 15. und 16.. Juni die Agudas Jisroel ihr zwanzig- [ jähriges Gründungsjubiläum beging? daß [der neunte Band der „Encyclopaedia- Judaica“ sich gegen- I wärtig in Druck befindet und Anfang August erscheinen wird? .! daß auch der zweite Band der hebräischen Enzyklopädie, der seit Monaten fertiggestellt ist, im August zur Ausgabe ge- ■ langen soll? - j daß‘die in Breslau lebende Jugend- und Romanschriftstellerin fAmanda Sonnenfeld, . eine Schwester des verstorbenen : Justizrat Hugo Sonnenfeld, am 4. Juli d. J. ihren 70. Ge- „ burtstag begeht? j ' . i Verwerflich, aber! erlaubt? Der Große Herder-über den Antisemitismus. . Von S. Meiseis. yon dem in der deutschen Presse mehrfach angekündigten „Großen Herder“- (Verlag Herder & Co. in Freiburg im Breis» gau) ist jetzt der erste und der zweite Band — A bis C — erschienen. Der Große Herder schließt sich zunächst als drittes an die Reihe der zwei andern [großen, in den letzten Jahren erschienenen deutschen Lexika an, gleichzeitig aber unterscheidet er sich von diesen dadurch, daß er einen nach Einstellung und Methode völlig neuen Lexikontyp darstellt- Der [Große Herder ist vor allem ein katholisches Lexikon, und als solches begnügt er sich nicht damit eine Enzyklopädie im gewöhnlichen Sinne zu sein, ein Nachschlagewerk für jedermann, ein Auskunftsbuch, das den Befrager über dies oder jenes auf dem kürzesten Wege unterrichtet; er will.vielmehr auch I belehren, unterweisen und einei-festgegründete Welt-, anschauung vermitteln, ln dieser Beziehung berührt sich der Große Herder mit einem der ältesten enzyklopädischen Werke, mitlder „Sumnja“- des Thomas von Aquin, sowie auch, freilich in entgegengesetzter Richtung, mit der großen .Enzyklopädie“, die Diderot und d’Alembeü herausgaben. Beide Werke suchten ihren Wert und Vorzug darin, daß sie das Wissen und Wesen der Zeit zusammenfassen und zugleich der Spiegel einer gerundeten Weltanschauung und der Ausdruck eines [bestimmten Wollens sein wollten. [Auch der Große Her-' der gibt überall, wo der behandelte Gegenstand es nur zuläßt, seine! Denk- und Willensrichtuhg zu erkennen. Das nimmt freilich dem Werke stellenweise den unbefangenen, rein sachlichen Charakter, gibt ihpi aber dafür: ein einheitliches Gepräge. | ' Der Große Herder ist ein Lexikon,[das bekennerhaft eine . einheitliche Weltanschauung und Lebensauffassung verficht und KREDITVEREIN für Handel und Gewerbe e.G.m.b.H. Berlin N 24 Oranienburger Strafe 3 Am Hackeschen Markt . -1 [ j Reichsbankgirokonio Dresdner Bank Genossenschafts-Abteilung K 52 Bank des Berliner Kassenvereins Postscheckkonto: Berlin Nr. 805 Fernsprecher: D 2 Weidendamm 0852 ' Kassenstunden: 9—5 Uhr | Die Bank des jüdischen Mittelstandes Ausführung j sämtlicher bankmäßigen Geschäfte Kontokorrent- und Scheckverkehr [| ' ''Sparkonten __ 'j!: | , An- und Verkauf von Wertpapieren : ] Vermittlung von Hypotheken und . . |,; Grundstücken | Häuserverwaltung j

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