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Jüdische allgemeine Zeitung · 1936-08-26 · 35 (26.8.1936) · page 4

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
16 (1936)
Issue
35 (26.8.1936)
Date
1936-08-26
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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Ordnungsgemäße Buchführung Wir brachten kürzlich an dieser Stelle eine Kiitr<-Ii*"iudfi«, die Ijcsagte, daß-für das Krfordernis ordnungsgemäßer Buchführung einfache Buchführung im allgemeinen al* genüj;cnrJ angesehen wird und nicht, doppelle Buchführung \ erlangt wird; Jetzt wird eine weitere KnLschciduug . des Itrirlisfiiinn/Iinfi-, bekauiil. diu steh mit denselben Frage hr-iiehufligt- In ihr heißt daß Voraussetzung für das Vorliegen ordoiiug-gemälAer Btiehffihrimg vor allem sei," daß alle Geschäflnvorffdle laufend atifge/eiilutt-t sind. Dies giIi insbesondere aiirh dann, w<*mi ih-r Ihtrlifuhrun^ in M'-iktlirhcr Hinsicht ISewetskraft zukommen soll. Xaehiräglielie Aufzeichnungen im St euerver fahren uerden zur. Fe-istellungder Gesell äflMorgäuge nicht anerkannt. Wrlangt' wird immer.1 daß -die Einnahmen und Angaben * Iii I i e h und laufend :uifg<rzeiehuet werden. Werdeji die Einnahmen und Aussahen r.rM naehträgli'h nufgezi-iehnrl, crfolgeii ühcrhaupl die Itüehuugeu «rwt «•püfer. m». wird eine adelte liueliiühnuig nicht als orduuug*- mäßige -angesehen und sie hat im Sleurrvrrfabrrn Keinerlei Beuciskrafl. Ih'lrirb-inhabrr- und Ver'raiiensrat Die Stellung des Vertraurnsrule-v m» Betriebe und seine- Befugnisse führen wiederholt zu Ileeht-^treiiigkeite». iiisIm ^miüYh;! Itin-ii hih'i li. der Frage, ob der \ erlraiien.srat die Entladung von •Angestellten verlangen kann. Nach einer in der Tagespress« ver. «ffi'iitliehien aibi'il.-gertchtlii-heii Kiitscheidung ist zu dieser Frage folgende* zu .lagen. Ilekaimilieh verlangen die Mesitmiiiimgcu iU-> Gesetze* zur Ordnung der nationalen Arbeil, daß der O'kfmdigle vor Krhehung iler Klage ileti Vertrauen:» rat anrufen muß.! der eine Itt^ehettuguitg uusslclll, daß g<"gen die Kündigung \ergeU*ns l'.insnrueh erhoben worden ist. Ohne die->e IIe>eheinigiiiig ist > ine KündiguugswiderrufsUag' nicht durchfrdirhar. Verlangt der Vcrtrauensial seilet die Knthi-siiug eines Angi>|e|||eu. dann hraueht dieser nach der' neuen l'ul-eheiduui; nieht iu«hr die Ite^elieinigung de» Vcrlniueusral''> v.nr Klageerlielmn». Einevuin Vertraufusral grfurderle Kündigung wird nicht ohne weiteres al> durch dl**' \ erhältuis.-e des Meiriche«, beding! aiigi'.st-hcti. Das (Bericht hat unabhängig davon* nneh/uprüfen. »h die Kündigung /.u lteehl erfolg! Ut oder eine unbillige Härle darstellt. Erwerb von Grundbesitz durch .luden _Vi ir hal»cn in der ...Indischen Allgemeinen Zeitung" laufend die Knlseheidtitigcu der Landgerichte Ijc-proehen, die >ieh dahingehend aus.»prai hrn, daß gcsetzlirln: Grundlagen für lein Vcrlmt . der Veräußerung von Gruudhcsilz au .luden nicht gegeben sind. Dieser Ansieht hat sieh aueii das Kannncrgerieln angeschlossen. -Es macht sich in :1er KiilM-hridung. die auch \on;deu Landgerichte»'geübte Fj-axis zu eigen, daß kein geselzlirhes IlintjemU Im-sIi-Jic. ein in Deutschland gelegnes Grundstück an einen .luden zu veräußern, -.sofern nicht im l'iu/elfall. wie bei Erbhöfen. ein \'<:r»iißeiungs\erbi>t besieht. Aueh da-* Kaiuuiergerieht zi licet ajS des Heichsjusliziuinisicis -/u dieser Fraye. Die Mirliegende Knlv-rheidiing ile« Kainun-r^crjrhls i-l noch in.-ofrin jutcrcs.saul, als es sieh in dem zur Verhandlung .--teilenden Falle mn~die Veräußerung eines Müudclgriunl-füt'kcs in indisch:- Hände handelte. ,KG."1 \\ X JWM M.) RECHT im ALLTAG »Nicht arische Justitiare in der Wirtschaft" Das Mitteilungsblatt des .ftS-ltceIiL->wahrcrhuudes: veröffentlicht, wie wir, der ..Frankfurter .Zeitung" entnehmen, eine. Erklärung des Personal- und So/.tuluintcs des Hundes, die folgenden Wortlaut hat:" ..Wir wenden uns. aus einem besonderen Anlaß an. dieser Stelle gegen die Beschäftigung uirhtarischer Justitiare in der Wirtsdiaft, soweit diese Besehäftiguug Im-I Dieuststelleji der oftentlielien Wirlsehaflsorgauisation oder Verbänden stallfindet. Dias gilt ela-uso für tltc Beauflragung ständiger .lustiliare wie für. Allste II ii ugsverhältaiisse mil Niehtariern. Es ist auch mit Itücköiclit auf die M-hwicrigc ExMenzhige vieler JteeliLsanwälte besonders zu verurteilen, wenn luehtarisehc Juristen beschäftigt werden, die außerdem' noch Huhegehalt -aus einer früheren Beamtentätigkeit bezichen. Ein scileh'es Dopj>cIvcndienertuiii eines uielitarischcii Juristen steht ün schärfateu Widerspruch zu den sozialen Hilfsmaßnahmen für die deutschen Hechts-wahrcr. Wir werben hiergegen die geeigneten Maßnahmen zu treffen wissen.'* Neu!*, aus dem. RreJit - des Kraftfahrers . Aus den in der letzten Zeit ergangenen Entscheidungen auf dem Gebiete des Kraftfuhrzeugwescus seien die wichtigsten kurz zitiert. Fahrt ein Kraftfahrer auf einer Strecke, die nicht für das Fahren mit hohen («esehwindigkeiteu gebaut ist. mit einer (ieschwindigkeil \«n 100 Stundenkilometern, so handelt er schuldhaft und fahrläs.-i^.. Er steigert die Kraftfahrergffabr insbesondere dann ganz erheblich, wenn er die Einmündung von Seitenwegen nirhl sorechtzeitig ülHrrsehen 'kann, um Zusammenstöße nuch durch Absle-piK-n zu verhindern. (K(i. VI 4%, 35.) Vi «*r wegen erheblichen -•Mängeln Wandlung des Kauf» eines Kraftwagens verlang!, darf den Wagt» nach erklärter Wandlung. nicht mehr benutzen. Wird der Wagen doch weiier benutzt, sö haftet der Besitzer" oder Benutzer für jede Wertminderung. Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn der Verkäufer mit der Benutzung (ausdrücklich oder .stillschweiuend - einverstanden i»t. (IUI. II :S67 34-| Auf die Aufforderung des Käufers von Waren fuhr der Verkäufer der Waren ^im Kraftwagen des Käufers zum Lagerplatz, tun die Verladung der Waren zu beaichtigeu. Auf der Rückfahrt kam «\s zu einem Verkehrsunfall. Nach Ansieht des Beiehsgeriehts ist in einem suleben Falle der Käufer dem verletzten Verkäufer .sehadeuscrsatzpflichtig. Von einer. Ccfälligkcitsfahrl und 'einer (fefahreuühcruahmc durch den verletzten Käufer kann bei einer solchen Sachlage nicht die Bede sein. Der Käufer hatte auf jeden. Fall die Verpflichtung, deu verletzten Käufer uohllrt'hallcn au das Fahrziel zu bringen. Daß er diese Ffliehl ohne Verschulden nicht erfüllen konnte, muß er b;-wWsen. .(!«;. VI 51 35. Keine \ erjährung am Sunutag Bcchilich iuleressant j'-t eine dieser Tage ergangene Ih-iehsgerichl-entscheidung, die den Grundsatz aufstellt, daß eine \ erjährung von. ltcchlsunsprüchcu am Sonntag nicht eintritt. -Nach dem § 1!'3 th-s Bürgerliehen Gesetzbuches tritt danii. wvuu an einem iM-slimmlen Tag ^»der innerhalb einer Fri«t eiin* W illenserklärung abgegeben- oder eine Leistung zu bewirken ist und der bc.-timinl" Tag nuf einen Sonn- oder Feierlag fällt, au die Stelle des Sonn- oder 1-Vieringe.- der nächstfolgende ' Woeheu|ag. I nler Aufgalwr der bisherigen Rechtsprechung hat das Itcich-gerieht nunmehr ausgesprochen, daß diese . Vorschrift auch für Verjährungsfristen Grilling hat. in der Begründung wird auf .den Sinn des Ge.«elzes. nämlich die Wahrung der Suiiutag«ruhe. Bezug genommen und grsugider auf. der Sonntagsruhe fußende Grundgedanke de.- Ge-elze« weise über seinen eigenen Wortlaut hinaus. . Eine gegenteilige Auffassung würde, die Verjährungsfrist im Erji«'buiji um einen Tag kürzen, wenn der letzte Tag auT einen Sonn- oder Feiertag fällt, "was dem Sinn des Gesetzes nicht entsprechen würde. Der entschiedene Fall, der zur Stellungnahme Anlaß -ab, betraf die Unterbrechung einer Verjährungsfrist durch Klageerhebung. (JtG. VI 4Ü0/35.) Sliminri-rh'sbinduiigsvi rträgr StimmrechlsbiudungsveiirägL erklärt das Beich-gerichl auch nach der neuen Itcrlitsauffassimg für grundsätzlich zulässig, ganz gleich, oh die Verträge gegenüber der Gesellschaft oder unter Aktionären eingegangen'worden -ind. Aus einer diese Finge ausführlich behandelnden Enlschridnng sei erwähnt, daß sieh aus ticin Gesetz unzweideutig ergehe, daß der Gesetzgeber seihat von der Zulässigkeil «olehet* Bindungen der Gesellschaft gegenüber ausgeht. Es könii" nicht zugegeben Vverden, daß der Bestand oder l'ortlieslaud .-ohher Bindungen an sich mit der neuen Bcehtsauffiisstmg unvereinbar wäre. Gewiß werden im I Imhlick auf da.4 I uterense der GcH-IIsrhafl und die Trt'upflicht der Aktionäre gegenüber der Gesellschaft S ti mm rech tbiudungs ver träge genau nachgeprüft werden - müssen, insbesondere sei zu erörtern, ob nicht etwa von den Vertragschließenden rein eigensüchtige Bestrebungen zum Schaden des Unternehmens verfolgt oder durchgesetzt werden .-ollen,- Besondere Schranken für die Gültigkeit \ou Stimmrerhtsbinduugsvcrträgcn ergäben .«ich mir aus "den Vorschriften über dcii-:Slimmcuknuf. Verträge, die gegen diese.« Wibot verstoßen, seien nichtig. (UG. U 207/35.) SPORT Berliner Umfchau . Internationales Fußball - und Handballturnier des I. S. K. Der Jüdische Sportklub (im Deutschen Maccabikrcis} veranstaltete am letzten Sonntag ein internationales Fußball- und Handhidlblilzturnicr, in dessen Raluncn auch einige Boxkämpfe zwischen Maccabi (Warschau) und IBC. Maceahi (Berlin) dureh- Am 22. August verschied unerwartet an einem Herzschlag mein geliebter Mann, mein treusorgender Vater, unser lieber Sohn und Bruder Dr. Eugen Tannenbaum Im 46. Lebensjahr. Berlin-Wilmersdorf, Bayerische Str. IIa ' Frankfurt a. M. Im Namen aller Hinterbliebenen Berta Ruth Tannenbaum geb. Dannhäuser Die Beisetzung hat bereits stattgefunden. — Man bittet von Beileidsbesuchen Abstand zu nehmen. Am 22. Aüjriist fclnrh völlig unerw artet an einem I Icrzsclilng der ilmi|i!>cnriftleiler der .Jüdin lieu Allgemeinen Zeihm«", Herr! Dr. Eugen Tannenbaum Er war in srlmeMrv Zeit der .-tets fn nndliehe. erfahrene und gewandte Leiter innerer Zeitung. Seine hingebungsvolle, opferfreudige Arlieit, -eiii idfenes. gerades WesenTsi-in jüdisrll cninfindcnilcs Ileiv. und .seine Treue IkiIhmi ihm aueh in unserem Kreise nur Kreunde ^ewnrlK'u. Wir werden sein-Andenken danUmr in Khreu halten. Jkriin-QiarloUenlinrg - Itleibtreustral>c 2 Verlag mid Redaktion der ...lüili-rlin. Allgrinrinrii Zriliing^ \ Vrlagsgenossenseiiafl in Deiilsrliland ansässiger Juden zu Iterlin E. G. m. h. II. Mitten ans seiner Arbeit für Juden und Judentiuu v.nrde der (Itefredakteur der .,.)ndiseheu Allgemeinen .Zeitung". Herr Dr. Eugen Tannenbaum ilureh einen nlöl/.Iiehcii uns allen ijnrntartelen T»J heran?- geri^.-en. Nur seine närh^titi Milnrhciter wis.-en. mit welrher ■Hin^alK; er tlrr Saehe de«. relij:iö^-Iiherah'n JtKlciilinns gedient, wie er seine Kräfte und Fähigkeiten dem Ansturm unserer Zeitung gewidmet hat. Allen Mitarbeitern warer ein Heber Kamerad und hilfs- Wreiler Kollege. Sein Andenken wird unter uns fortleben. Vereinigung für dareligiös-liberale Judentum i*. \*. Heinrich Sl»*ru . Werner Simon geführt wurden. Das Ausland, im Handball vertreten durch VAC. HudaiK-st und im Fußball durch eine Auswalilniauiisehaft des ■ nohnseben Maieahikreises, zeigte groISe» Können in beiden Spielarten. Ua öiherdica aueh der Wettergott es gut meinte, und etwa 00(10 Zuschauer Zeugen der spannenden Wettkämpfe wurden; war auch äußerlich der würdige Kähmen für deu internationalen S^orttag gegeben. Im Handball-Turnier wurde VAC. ~ Budapest durch drei eindrucksvolle Siege Endsieger. Besonders das letzte Spiel gegen den bis dahin ungeschlagenen Jüdischen Sportklub brachte die Menge in helle Begeisterung. Gelang es doch der Mannschaft des Veranstalters., die kurz, vorher überraschenderweise dendeutelten 'Maccabimeister Bar Kochha Berlin mit .5:4 (3: "J. . .-ehlagcn konnte, der ungarischen Mauuschaft das Letzte abzuringen. Die Ungarnin deren Reihen zwei Olympiakämpfer mitwirkten, verdankten ihren Sieg im wesentlichen mich diesen beiden: Saig», der von 17 Toren allein 12 schoß, und Mate, der iK-aebilieh gute Torsteherleistungen zeigte.. Bei ISK. gefiel besonders das gute Kombinationsspiel der Brüder Kurt und Rudi Siegel, die auch im G:2-Spiel gegen VAC. Budapest für Berlin die Tore f-eho'scu. Ein drittes Tor, das H. Lcvy herrlich in das ungarische Tor faustete, konnte wegen „Dbertrcicns" leider nicht gegeben wci-deu. . " Im Fußhallturnier, das die Auswahlmannschaft des südwestdeutschen -Mareabikreises vor Polen siegreich sah,' gab es die größte Chcrraschung im Spiele Südwcstdeutsehlaud gegen ISK. Berlin. IHer gelang den tapfer kämpfcjidci'i Berlinern, die im ■Fehlspiel ihren Gegncru unterlegen waren, ein 1:1 Unentschieden. Nach einem Ilalhzcitslaiid von 1:0 für die Gäste schoß Simnu im AiiM-hluß au eine Ecke das Ausgleichstor. Auch im Spiel gegen Polen fiel die besonder.-? gute Ballbehandlung und «las weitmaschige Kombinationsspiel der Sfidwestdcutseheu auf. Im Boxen sah mau guten Sport bei der Begegnung Nebel (Warsehau) gegen Ntnmann (Berlin), den der Letztere ganz klar naeh Punkten gewann. Neumann gewann anVh .den Preis für den leehni.-eh he-ten Kämpf. Den Punktsieg errangen weiterhin Nosehkes '(Berlin") . gegen Holstein (Warschau) und Branntwein ■ (Berlin) gegen Uosetddum (Warschau). Ergebnisse: Ihuidball: Budapest—Frankfurt '0:1'. Frankfurt—-ISK. 1:4 (I::J. JSK.-r-Bar Kochha 5:4 .'3:^ Bar Kt.ehba—Budapest 0:ö (i): 2), Budapest—JSK. .6: 2 (2: i)\ JSK.— Bar Kochba-Frankfurl 4:3 '2: IV — Fußball: Polen—Sndwe,tdciitschland 0:2. Südwestdeutsehland—Hakoah 1: 0. Ilaköah—JSK. 2-0. Polen—JSK. 3:0. Polen—Hakoah 2:0. Südwesldeulsehlaud—" JSK. I:I.."- Berliner Vorfchau JSG. 33 veraii-tall;-!: „Tag unserer .McNti-r" ' Wieder einmal werden- «'ie bei den Iteiehsnifistcrrehaflen. die besten Leirhiatbleteu <les ItjF.-Sporlhuudcs in Berlin an den Sunt gehen. SäuH Liehe Ueh-U-meisier und viele der Näehsiplrt/.ierteu habe» ihre Teilnahme bereits zngi'sagt. dazu kommen allerdings uorh Gretel Bergmann, die 1.60-m-IIoehspringcrin und vielfache Kekordhalierin des Sportbundes, Hulh Carof (JSG. 33 Berlin), die auf den diesjährigen englischen Meislersrhaflenf Zweite im Speerwerfen wurde, und die junge Hannclore Pcls JljF. Essen), die kürzlich n,GG in weit gesprungen und die 100 m in genau 13 Sekunden gelaufen ist. - Es ist zu hoffen, daß bei schönem Wetter und regulären Balmverhältnisscn : ahsgezeiehnete Leistungen und yerschiednuv schon lange, fällige Bekond Verbesserungen zustande kommen werden. Die Veranstaltung beginnt'um 15 Chr. Berliner Tennis junioren üi Hannover Der S|M>rtbund des ■ RjF. veranstaltet am 30. August in Hannover seine diesjährigen Jugend- und Junioren-Meisterschaften hu Tennis. Berlin wird durch ■ Mitglieder aller drei "BjF.- ■ Vereine würdig vertreten sein. Sport im Reich JSC.-Lcichta*hlcten auf Reisen Am letzten Sonntag wurde In Fürth der Lcichtathlctik-Vcrhandskampf der RjF—Verbünde, Bayern, Baden, Württemberg und Berlin durchgeführt. Das kühle Wetter, dazu die unzulänglichen Bahn- und Sprungverhältuissfließen leider meist nur mittelmäßige Leistungen zu. Allein der Spccnvurfsicg von Hargarten (Baden) mit 49,42 m darf als . erstklassig bczciclmet werden- Durch das Versagen der Berliner Frauen, die sich mit den Platzvcrhältidssen am wenigsten, abfinden konnten, wurde das favorisierte Berlin nur Zweiter. Es' gewann den Verbandskampf Bayern mit 64 Punkten vor Berlin mit 50 und. Baden mit 31 Punkten. Wie hei den Männerni Klabcr (Bayern) durch vier Siege und einen % Platz der weitaus erfolgreichste Athlet war. so erzielte auch bei den Frauen die Reichsmeisterin Fräulein Bergmann (Württemberg) durch mehrere Siege die beste Leistung. Jedenfalls erlebten etwa 700 Zuschauer -reine für Fürther Verhältnisse recht beachtliche Zahl .— durchweg spannende Kämpfe, so daß dieser Vcrbandskanipf zweifellos seinen propagandistischen Zweck erfüllt hat. r Ergebnisse: Männer: J00 m: 1. Schild (Württ.) 11.5 vor Bergmann (Bcriin); 200 in: 1. Bergmann (Berlin) vor Krüger (iBerlin)- 400 in: 1. Fröhlich (Bcriin). 2. Bergmann (Berlin), 3. Haas (Baden); 800 m: Bergmann (Berlin), 2. Altstciu. 3. Krausmann: 1500 m: Wienskowitz (Berlin) vor Fuchs (Berlin), und Apt (Baden); 5000 m: I. Wienskowitz, 2. Fuchs. 3. Apt. — Kugelstoßen: 1. Klabcr. 11,43. — Diskuswerfens. 1. Klaber. 34.69" m.. — Speerwerfen: 1. HaHgnrtcn (Baden) 49,42 m, 2. Pförtner (Berlind — Weitsprung:. 1. Gereon (Baden)- Klabcr (Bayern). 3. Krüger (Berlin). — Scchskampf: 1. Klabcr 2850 Punkte, 2. Wiesncr (Baden) 2731 Punkte. — Frauen: 100 m: 1."Bergmann fWürtt.) 13.8; 2. Mayer (Baden); 3. Kann (Berlin!. — Kugelstoßen: 1. Mcllo (Berlin) 10.70; 2. Bergmann 9j?7: 3. Finkensteiu (Berlin). — Speerwerfen: 1. Bergmann. — Hochsprung: 1. Bergmann. — 4;< 100 m: 1. Württemberg vor Berlin, t- Drcikampf: 1. Bergmann 175 Punkte. 2. Mcllo 107 Punkte. Tennis in Augsburg <fs* Bekannte Tennisspieler und -Spielerinnen aus dem Reich beteiligten sich an dem am 23. August in Augsburg jjurchgeführten Tennisturnier. Unter den vielen schönen Kämpfen verdient wohl die Leistung des Junioren Pctcr Simon (Grunewald) l>esoiide"rs hervorgehoben zu werden, der in der Vorschlußrunde nur knapp in einem 3-Satz-Kampf gegen Goldstaub (Leipzig) unterlag, inid im Herrendoppel mit Laudniann als Partner. Turniersit'gcr wurde. A. Meyer-Mann lucik'n hier die Gegner. . Sieger im Herrcncinzcl wurde Mann (Leipzig) gegen seinen Klubkanieradeii Goldstaub, während bei den Damen Frau Bach (Berlin1) gegen Fräulein Friedländer (Chemnitz) in der Sehhißrunde siegreich Wieb. Hauptschiililaiter: Dr.Ernst G.Löwe nthal. Berlin W. Leiter der Anzei^en-Abteilunß tind verantwortlich lür den Inhalt der Anzeigen: Werner. Simon. Berlin W 15 — DA I. Qu. 1935 2897.. Preisliste Nr. 3 Verlaß: Verla^ssenossenschatt in Deutschland ansässiger Juden zu Berlin eGmbH, ' Berlin - Cnarlottenbur^ 2, B!elt!treu«r3!le 2. Druck: Sonnendruckerei GmbH (Felix Wulli. Berlin-Charlotienburf! 4

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