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Jüdische allgemeine Zeitung · 1936-08-26 · 35 (26.8.1936) · page 3

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
16 (1936)
Issue
35 (26.8.1936)
Date
1936-08-26
Page
– (sequence 3)
Language
German
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1934 unil 1!>35 IUI, H5I und 1211 EllrichIh'l>unucn. Die Zahl der GcburKn hat sich trotz der erhöhten HieschlielMingcn weiter . vermindert. Erst das abgelaufene halbe Jahr 1U3G /.eist eine kleine Besserung, da bereit* Ende Juni die Zahl \uu 417 Geburten verzeielmct wordeu i?t. Die Aiistriiisbewcgung iA im letzten .Jalirzelmt sehr deutlich zurückgegangen. Im Jahre 1923 gab es in Wien ö79 .Antritte;iudem Judentum, die in den beiden darauf foluendrn Jahren noch auf 916 und 1063 »liegen. Von. da an sinkt aber die Zahl der Austritte, bis auf 472 im Jahre- 1930. 1934 «ab es. sogar, wiederum infolge der bekannten politischen Ereignisse, eine -starke \Vicdereintriltsbe\*cguug. so daß' dii* Differenzzwischen den Aus- und Wiedereintritten, die früher einmal bis zu,, 900 Seelen im Jahre betragen, halle.' auf — <jf> ■■c fallen war. 'Auch das Jahr 1935. zeigt mit;"103 Personen cm geringes Uberwiegen der Abfallbewegiuig- Die Entwiekluiig im ersten halben Jahr 193G scheint die "rückläufige Tendenz in "der Au?tritl>bewcguug noch zu bestätigen. Immer noch keine Beruhigung in PaläAina jYru*ah*m. In einer soeben veröffentlichten amtlichen Statistik wird die Zahl der bis zum Abschluß des» vierten .Monats, nach dem Ausbruch der Palästinaunruhen getöteten und verwundeten Juden. Engländer und Araber bekanntgegeben- Ferner enthält die Statistik Zahlen über '•Verhaftungen. Verurteilungen und Frei^prüehr. Die Zahl der umnittcldar durch nrabi.sehe Attentate g;• - - töteten Juden betrug bis zu diesem Zeitpunkt f«I. Durch mi Ii Iii riaelte Operationen miuU 130 Mohammedaner und (i ('hiUb-u gefallen. Die Verluste der englischen Truppen betragen II Manu. Von der arabischen Polizei sind C -Mann gefallen. Sechs Personen (.luden und Araber) sind durch unglücklichen Zufall \ou Truppen getötet worden. Insgesamt sind in den* ersten vier Monaten der Unruhen 227 Personen umgekommen, Bedeutend höher ist die Zahl der Verwundeten, die bei d.-n JuJ.mi allein 2UÜ, mi-niae!ii. Von den verwundeten Juden stehen 9K in Krankeuhnusbehaiidlung. 204 Juden sind im Verlauf der Unruhen verurteilt worden. 46 Juden, die verhaftet worden waren, sindfreigesprochen worden und 49 Juden warten.-noch auf diu Aburteilung. Von den Arabern wurden 1493 verurteilt, 614 'freigesprochen, 21J4 warten noch auf die Aburteilung. W ie man leitler feststellen muß. haben diese Zahlen durch die furchtb'areu Ereignisse der allerletzten Zeit eine traurig-' Erweiterung erfahren. Der Tod der beiden jüdischen Kranken- Schwestern Nadia F i u k und Ncchaniia Z e d c k . die bei Antritt des Nachtdienstes im Uegierungskrankenhaus in Jaffa \ or dem Tor des Gebäudes niedergeschossen wurden, diu BcsrhiclMmg des allen Gcmciudckninkcuhauscs in Jerusalem zeigen die Entfesselung der-brutalen Leidenschaft arabischer Terroristen. Bei Kunde wurde ein jüdisches Auto aus dem Hinterhalt he- .sehossen. Der *23jährige (' h a u f f e u r Hau» Gr ü u w a 1 d . dessen Eltern in II a m b e r g leben, war auf der Stelle tot. "Der führerlos gewordene Vagen stieß hierauf mit einem Militiirkrafti wagen zusammen und stürzte'um. Hierbei wurden die drei jüdischen Insassen David Sochnezewski schwer und Elijanu Galaeh und Josehua Italpcriu [eieht verwundet. Im 1 ladassa-KruukeuhitiK in Jerusalem ist der am 18. August hei einem Angriff auf Kirjat Anaw im schwer verwundete- Gcrschmi Mosehijow seineu Verletzungen erlegen. Im jüdischen Stadtviertel Homeina wurde eine im Ilause " des Bräutigams versammelte jüdische II o e Ii - xe i ts g e s c I 1 s e h a [ t von Arabern b e s e h o s s e n . als sie sieh auf den I lehn weg machten. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. - ■ _ . Ein Autobus aus Bajit Wegah wurde abends bei der Durchfährt durch^Jaffa beschossen. Zwei jüdische Passugicre wurden leicht verletzt. Aus einem arabischen 1 laus in Jaffa" wurde eine Rom he geworfen. Hei der Exph^iou wurde ein arabisches Mädchen getötet, ein Araber verwundet. Bei Kaukab wurde die Ölleitung der lrak-PctroIcuin-Cesellseliaft abermals beschädigt. Eine jüdische Patrouille wurde bei Petach Tikw.ii von einer Bande berittener Beduinen angegriffen. Die Patrouille erwiderte das Feuer uud s<ldug die etwa 20 Mann starke Bande in die .Flucht. Am Abend vorher war ein 33jährig-*r jfmWhcr Hilfspolizist in einem Polizeiwagen nu^eseliossen wurdenals er an einer arabischen Pflanzung bei Pclneh Tikua vorbiukain. Er wurde seliwcr verletzt. Bei Saroua wurde ein arabischer "Wächter getö.let. Dic> ' polizeiliehe Untersuchung wurde cin- . gclciict. Ein arabischer Knabe hatte behauptet, daß der Värhter von *7.wei Juden erschossen worden sei: An* Donnerstag: kam es bei Kerlen r zwischen-einer CO Mann starken arabischen Bande und Truppen, die durch Flugzeuge unterstützt wurden, zu einem den ganzen Tag andauernden Gefecht. Fünfzehn Araber blieben auf dem Kampfplatz, ihre Gewehre wurden von den Truppen fortgenommen. Man glaubt, daß die Araber-weitere zehn Manu verloren haben,' die sie jedoch mit sich . fort geschleppt hahnu Ein -europäisch gekleideter Araber, angeblich "der Führer der Bande, w urde gefangen. Die Siedlung K f a'r ß r n u d e i s ist von den bcnachfiärten 1 Ingeln her heftig beschossen worden- * Die Hilfspolizisten der Siedlung" und die Wächter erwiderten »las Feuer. Die" Kolonisten hatten keine Verluste. In der Altstadt von Tiberias wurde, eine große Zahl von Born!>enanschlägen verübt. Die jüdischen Einwohner haben daraufhin den Stadtteil geräumt. Etwa die Hälfte von ihnen hat sich . nach Haifa begeben. Zum ersten Male wurde die in den palästinensischen Notverordnungen vorgesehene }' e r h a u n u n g s - " strafe über einen Juden verhängt. Mordecluu Goldzwei«, der Inhaber einer Fischereikonzession in Tiberias, wurde verhaftet. Ferner wurde Josef Niichmam von der Palestine Jrwi-Ji Colnnisülion Association (Pica). der Hotelier Guherniann und der Kaufmann Josef Abulafia, sämtlich aus Tiberias, festgenommen. Sie wurden zu einem cinwöehigen Zwangsaufcnthalt nach Nazareth gebracht. Die Gründe für diese Maßnahme sind imht bekannt. Für das Schornron-Gebiet sind 120 jüdische Hilfspolizisten neu mobilisiert worden. Gleichzeitig wurden auch für Galiläa 60 Hilfspolizisten aus«ehoI>cn. von denen U in Safed Dienst tun sollen. " Ungenügende Hebraifiernng Jerusalem. Tn der letzten Sitzung des Waad Ucnmi berichtender Leiter des Kulturdcpnrtcments. Dr. J. Kaufmann, über die Maßnahmen zur allgemeinen Durchsetzung des Hebräischen bei der palästinensischen Jiidcnhcit, wobei er auf die Gefahren einer, ungenügenden Hcbräisicrung hinwies. Von den 300 000 Juden.-die in Palästinn leben, werden nur von 100 000 Hebräisch regelmäßig als Umgangssprache benutzt. Weitere 100000 beherrschen zwar die hebräische Sprache, bemühen sie alter nicht .aussc'hlrtßlich im Umgang und die übrigen 100 000 verstehen überhaupt, kein Hebräisch und stehen außerhalb des Kulturlel>ens des Landes. So seien in Palästina verschiedene 'Ghettos entstanden: ein deutsches, ein englisches usw. Unter diesen Ghettojuden herrsche völlige Fremdheit gegenüber dem Leben des Jischnw. Brafilien als Aufnahmelancl V der jüdischen Auswanderung aus Deutschland JeJe fundierte." von sachkenncriseher Seite stammende \ er-' öffcntltchung über Fragen der Auswanderung darf heute von vornherein des größten Imerrs~es sicher sein. Der Wirtschaftsberater Herbert F r a u k e u? t e i u . der schon in einer Ueihe uulbesuehter Vorträge die Au.-sirhtcn ci^vc Einwanderung in Brasilien geschildert hat, gibt mm in einem schmalen, mit %iclen ausgezeichneten und lockenden Bihleru geschmückten Bändehcji '..Brasilien als Aufuahuielaud der jüdischen Auswanderung aus Deutschland". Jo.-cph Jaslrow, Vcrlag-bin hiiaiidhutg, UcrliiO einen instruktiven ["bcrbljck über band und Lrnic, wirtschaftliche Verhältnisse uud Nicderla^stmg?niöglichkeiteu in Brasilien, da.-» uebeu Palästina uud der Südafrikanischen Union unter den Hauptaufiialuueländeru der jüdischen Auswanderung in erster Ueihe steht. Ohne die -mancherlei Schwierigkeiten zu \ erhehlcu. die sich einer Eingliederung und einem wirtM-haftlirhrn \uf>tieg entgegenstellen, weist Fraitken^liju doch Wege, die zu Arbeil»- plätwu führen in einem I-ande. dessen Vnf»licg und Aufbauwille uu\erkenub:ir ist. und das noch eine große Eutwieklung \or >ieh hat. Er 'gibt einen deutlichen Begriff von der U-bcn-haltmii; 'des Arbeitnehmers, berichtet üIk-i* Anlageuiöglü-hkeiten mm Kapilalmittelh. stellt die Ixbeiishaltung-ko-ten denen in Deutschland uesrhiekt gegenüber und ist ein kluger, vorsichtiger Berater für Geschäfts- und Industriegrümhingcu. Die Kapitel über die Hcvül-" keruni: Brasiliens uud die itllgi-mcine wirlschaflliche Lage de* Landes bilden eine werlxolle Uereieherting «lieber \Vr»"tffenlr lichiui!;. Fraiienhuiulcs, (U rÜn \\ 50, Marhurger Straße 5, «•rötfnct wird. K> werden urapluM-he ArU-iicii, Plastiken,. künstlcriM-hc Puppen uud Kiuderspiclc gezeigi. Bciciligt sind: Hehix Wftllenherg, Paul Hanne mann/Edith Samuel. — ItesichtigUn*; bii Ende September täglich in der Zeil von II bis 2 Uhr. Eintritt nur ^gegen Kullmbunduir^wci» »nler UeielL-*\erl»auilsmitgIiedskarte. \umcrus Claufus für Ärzte in Cypern Jeru-alen». Die Uegiernng jn t'ypcrn hat ein lU-setz über die Zula-sitng von Ar/ten erla-«cu. da* einen .Numerus claim»' in der Wrj,e vor>icht. ilatA der Goitu-mciir jeweiU tun Ende «-ines Jahres die Zahl der in den einzelnen Vierteljahren des folgenden Jahres zuzulassenden Kandidaten festsetzt: wenn die Zulas-ungs- »e?uehe dir.-e ItÖehstziffer übersteigen, kanu der Medical Council, ilie Kandidaten einer ..Prüfung uutcr/.iehen und unter ihnen rine \ush>e treffen. Damit i*t die llcgelting der Zulas-ung >on Ar/Icii in (\|*m analog der in Palästina erfolgt. Auch in Typcr» .-»dl dt-r Zustrom ausländischer Xr/.t>- eingedämmt werden. Warnung vor Ialfchen IIoJTnungcii auf Biro-Bidfehan P«ri-. Die Zcntralverwaltuiig der Gesellschaft (> H T zur Verbreitung des Handwerks und der Landwirtschaft unter den Juden \eranslaltele zu Ehren des Leitungsmitglieds der New Vorkcr VImalgamatcd Bank Adolf Held. «1er mh'Ik'ii \oii einer Studien* reise diirdi. Biro-Bidsi'han und die jüdischen Kolonien in Südmtsland zurückgekehrt ist, eine» Empfang. Adolf Held spiaih" üln'r* seine Beobachtungen und stellte fest. dat< die Begierimg «■niste Anstrengungen mache. Aber es sei doch wesentlich, keine Hof fuu u gen zu erwecken, die >h-h nicht »erwirklichcu bissen. Für die näeh-tc Zukunft müsse sieh die Arbeit darauf besehräukeu, dreibi.--fiertauscml Juden in Biro-Bidschau anzusiedeln. Es wird gemeldet: ■ Im Nahmen der l.chrerforlbihhmg des-PmiUw'hen Lmi- . de»\crbandcs jüill-cher (iemelndcn findet vom 'J4. b!> 27. August eine p ä d a g i» g ilr h e A r b e i 1» 11 a g u n » in Ih-rliu statt. ■ Die loxatisiisehc Zciiuug ,.A » t i ohTru u e a i i* e4' i»t f ü r F r a u z Ct i s v h - M arukko * v r b o t v u worden, weil U-fürchiet wurde, datt die Verhreiluiig ile-t agrexsiv jiidenfeiuilluhcn Blattes im HiublicK auf die durch die Erri-ini-wc in Spauisch-Maiokko erzeugten Spannungen zu antijüdiM-he» und antifranzösischeu Au.-schiTiiiiugen führen könnlc. 1 Aus Wien wird gemeldet: Auf dem Wfiliriugrr jüdischen Friedhof sind i.i der h izlen Zeit wieilcrholl G ru b - > t *'! n e . ii m g e w o r f e n und hr-rhädigl worden. Zerstört winden u. a. Grab-teine. die schon 200 Jahre all Kind. Der Frie»lln»fs\ei waltcr. der die offenbar au-« politischen Motiven handelnden jugendlichen (Jrahschiüitler überraschte, wurde miij ihnen mit Stein würfen vinpfilngi'ii. Jet/1 i>t es der l*«di/.e» gelungen, fünf der Täter Ir-l/uuehiii.-it, Sir uurden ilem Jugend- »evn'hl eiuselu'tcrl. * * ■ Gegen tlas'\om liatlnutcr Kn-i-gerieht g'-fälllc Lrteil iu dem Prozeß wegen de- P g i'.o.m s \ ti li P r/. y t i k halKrii der Staatsanwalt uiul die VrrM'idiger der jüdischen Vcriiileilleii' Iiir ii f u u g nugeiucldei. Der Staatsanwalt Iteantrngt die Er-, höhiiug dor über die jüdi-cheu Verurteilten verhängten Strafe». Cleieli/eiii" hat der Slaalsauwalt gegen den Frcispriich von vier uichtjÜdisclM'u Veriirtcilieu berufen,; Die jVhlischeu Verteidiger haW-n in einer umfassenden Beriifuuu-*selirift Aiifhebuna der* It a d o m e r l ">" 1 e i I und Einl'-itun^ eines neuen \ erfahrene »v fordert. Der Verband Pohi>chrr Juden teilt mit: .. Vuf Grund de» Gesetzes ül>er die Allgemeine Militärpflicht in Pnlrir~ fordert das Geneiiilktiusulat der Bcpuhük P<deu in Ik-rliu alle diejenigen iMdnischen Staatsangehörigen, die im Jahre das IB. Lehen-- j«hr beenden tnler beendet haben, auf. sich b.*i der Mililärableihmg zweeU Hcgistricrung im Laufe des Monats September I!VJ(» zu . melden. Einzelheiten sind beim Wrband Polnischer Juilen in Berlin. Kurfürstcnstral>e 4l!, täglich in der Spr-ehstimile zwischen Ii—4 L'hr zu erfahren.v ' Das Sekretariat tür Uildendc Kunst im Ueivhsverhnm! der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland l>cgiiuH «las zweite Jahr seiner Tätigkeit mit der ersten Ausstellung dieses Winters-, die am Sonntag, den 30. August' VJ'ACt im Klubheim des Jüdischen <foottt0i>imtte in den Synagogen mit neuem Rilus F rc i t a g . '- H. A u g u « t. I*» ülir. FasimeustraUe: Graf, Liudcosiral-V: Dr. \\ arselutuer. l'YiedeuMcinpel; Dr. vun <ler Zyl. Neue Syung*»gc; Uirst-h. Lüt«»wslralH*: Dr. Snlotnoiwki. Le\,vt/»wstratV: LewLouiiz. Schimirgemlorf: Dr. BriiM-h. Pjrinzn'geuiensiral.:e; l't.l.l Lhr: Dr. Gallmer. Ileriuann-Falkenbcrg-Synagoge Norden. Schönhauser Aller Ih2, \'Kl~> l'hr* Sütfmiiun. Osten, Kai-Tslralie ,*10, -19.30 Uhr: Goctz. Nordost, Prenzlauer Promenade' (70, IV.-'IO L'hr:. I^'iweulhal. Westend, KaiVrdiuum 7(1: Dr. Winter. \\ edding-Bcinickcndorf, Triflulraßu 6,1; Dr. Silberslrin- Jüdische Uvliginn^gcmeinde - ('.harUvltenhurg, SchuUtral^e 7, UUiO I hr. Jüdi-chc Hcformgeincimle, Jimehimtttlinler SlraBe IX - I8.:i0 Ihr: Dr. Kop|M-l. So u ii a h e n d , 2 *.). A u g u » I. IM L'hr. FrÜhgotlctuhVnAl: , I.iudeii'traUc und lx\etzowstr»lie 7.d0 llir. Hcniuiim-FulkcnlH'rg- Sytia'^oge Nonlcii und Osten: H) fhr. ■Jüdische HcligioiHgrnicindc l'hailollcnburg: 0.30 Ghr. « So un tug, 3 0. A ii g ii ti 1. Jüdische lleforingemciiide, -JohaimisstraLW 16, 10.30 Uhr: Dr. Bosrmhal. ^«CS CKI ©DG WBimj'ßGIiaÄPlF Neuregelung der Nebenkosten in der Dev i>-cnwirtsc1iafl Die Iteichüstelle "für Devisenbewirtschaftung beabsichtigt rine völlige Neufassung der Bestimmungen über die Nebenkosten des Warenverkehrs auf Grund der bisher gemachten Erfahrungen. In^ dem Itunderlaß wird im wesentlichen folgendes angeordnet. In Zukunft wird l»ei der Einfuhr aus nicht unmittelbar an Dehtschland ■ an»reuzenden Ländern auf dem Landwege b\ der Begel wieder die Klause) .,frei deutsche Grenze'* vorgcwhrii l«'n werdeij. Die Abzweigung von Nebenkosten ist künftig auch dann zulässig, wenn die Bezahlung auf ein Ausländer-Sonderkonto erfolgt. Bei privaten Verrechnungsgeschäften müVcn Neltciikostcu. die an das Ausland in Devisen zu zahlen sind, durch Abzweigung aus. dein Ausfuhrüberschuß l>cglichcn werden. Für Ncl»cnk<Mcu im Warenverkehr mit MittelttnJ Südamerika gelten besondere - Bestimmungen. flirTw arlmugo;in»rdn Hilgen Der BeichswirtM-haflsmiiiister hat die . Fachgruppe llaudcf beauftragt, für eine möglichst restlose Erfassung des Alt- und Abfalhuaterial» durch da.- s.ich. und fachkumlige It o h p r i>d u k - tenge werbe S«irge zu tragen. Diese Aufgabe könne aber nur gelöst werden, wenn sich alle Firmen mehr als bisher!>cinühirri, . die in den ehv/.'lnen HnmcUvn nnfnUcndcn Allmntcr'ndien zu sammeln um! dem Ilohpro-hiklengcwcrlH: zuzuführen. Die gesamten Stoffe sollen möglichst trocken lagern.- Altmaterialhändler werden von den Bczirksgruppcn der Wirtsrhaftsgruppe GmlA-, Ein- und Ausfuhrhandel nach gewiesen. Mit Zustimmung des lteiehsniiiiislers für Ernährung und Landwirtschaft ist die Gebührenordnung der C)>erwachung.sAtr)le für Gartcnerzeugnisse. Gelränke und .wustiirc Lebensmittel, nach.der die Gebühren für Devisenbescheinigungen und für Gutachten, zu privaten Verrechnungsgeschäften geregelt sind, neu erlassen worden. Die neue Gebührenordnung tritt am 1. Se p - tcmlter 19 36 in Kraft. Tcilerwtrhslosc — Schwarzarbeit Die Arlieiisämtcr haben damit l>cgonncii, sog. T c i 1 - b e s c h ä f t i g u u g •* k a r l e n an Erwerbslose auszugeltcn. Diese Maßnahme?oll dazu dienen, Schwarzarl>cit noch mehr als hiilicr unmöglich zu machen. In der Praxis wird es so gehamfliabt, daß. der Erwerbslose nunmehr vor Aufnahme einer vcrsiehcningsfreicn Beschäftigung dem Arbeitgeber diese Teilbcscbüfti»ung.skartir aushändigen muß. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, in einer auf der Karte vorgedriieklcn Itubrik den IJarvcrdienst des Arbeitnehmer», alier auch alle NaUiraBeistunden, jede 'gewährte Mahlzeit usw. einzutragen. Selbständige Beschäftigungen trägt der Erwcrh^IoM; selbst ein. Er hat an jedem Unterstützungszahltag dien: Kurte vorzulegen und erhält ohne diese künftig Unterstützungen nicht mehr ausgezahlt. Die Karte erlischt und muß zurückgegeben werden, we,nn der Arbeitnehmer wieder eine wdle Beschüftiginig findet. — In einem Prozeß, der dieser Tage vor dem Ueichsgcrieht ^erhandelt wurde,, kam ebenfalls die Frage der Schwarza r be i* t zur Behandlung. Wichtig war hierher der llinwci» darauf, daß Schwarzarbcitcr nicht nur derjenige ist, der Arbeiten ausführt, zu denen er nicht beruflich xorgebildet ist, sondern sondern auch derjenige, der sein Gcwcrl>c ohne polizeiliche* Anmeldung ausübt, ferner der Arbeitslose, - der Arbeitslosenunterstützung bezieht, danchen aber im geheimen Arbeiten gegen Entlohnung verrichtet; Ivs wurde ferner auf die-bV»chtiing ihr MinixterialrrlaftM* üIht die Gewährung der Heich»zu»M'hü**e für Hunten usw. verwiesen. In ihnen heißt C", daß Hcchnimgcn über ausgeführte Ar leiten nur ilami anzuerkennen seien, wenn der (^Twerbcltctrieb des Itccfuiungsausslrllcp* [Milizrilich gemeldet isU Im Zweifel sei . (h'es durch eine Hr*chemigHiig der (icwcrl»e- |K)H/ei, der llundwerkerkummcr o*lcr der Industrie- und Handeln Limmer nachzuweisen. Ahgrlluiif! des Urlniili« Bei Entlassung \ou ArlM'ilnehuieru otler wonsiiger Bceudiguug des Arlrt'r(s\.-rbuUiii-^e" spielt die l*raj;e eine" Ihdlc, idi dem Angestellten ein Anspruch »uf Entschädigung für nicht gehabten Urlaub zusteht. Das Brirhsurl»eitHgfrieht hat in einer neuen .F.nt- M-lH'idung den («riind.siitz aufgestellt, daß, wenn die Gewährung von Freizeil wegen Brrndiguiig des ArbeitsvcrhältiUN-M-s nicht iiH-hr möglirh ist, dir Verwandlung des ursprünglichen Urlnuhi»- nnspnieln-s in einen Abgr||iing>uinspnich eintritt. Dnl»ci bleibt die Art der Beendigung des ArlH'itsvcrtruges unberücksiclitigtr . Der Urlnubsanspruch sei sciueni Inhalt nach ein doppelter, er stelle ^ieh rechtlich als ein T"il^ der Vergütung de* ArlHritnehincr» für die in der Vergangenheit geleistete Arlteit dar. Deshalb müsse Aus BRASILIEN zurück HERBERT FRANK EIS STEIN Wirtschaftsberater für Brasilien, Berlin/Säo Paulo Berlin-Charlottenburg SchlDteratraBe 33 C 1 StelflpJfttz 3357 Spiedutunden nur njeh telefcnlsche/ VoMomtldunif.. der bereits erworbene. UrluubsanSpruch in der seinem rechtlichen InhnU tnlÄj>rcchenden Hilhdorm, der Zahlung einer VcrgOtung, verwirklicht werden. Das Brichsarbcilsgrrirht weist femer darauf hin, daß zwar nach* der jetzigen sozialen. Auffajisnn^ die Verwirklichung des Urlaubs in der Form der Freizeit" im Vordergrund stehe; dies andere aber-nichts an der Tatsache, . daß bei Nichtgewährung des Urlaubs der Anspruch auf eine Vergütung dafür bestehen bleibt. Unentgeltliche Warenabgabe Die unentgeltliche Abgälte von Waren wird in einem neuen Hcichsgcricbtsurieil in Pbcrriiistimmung mit der Auffassung des Sonde rntuwchusx'S für WctlbcwcrhsHtrcitigkeiten als unlautere^ WcttliCHcrb crklürl. Aus der Urt ei Umgründung muß hervor« geholfen werden. «laß uach FcsLstclhing de» Reichsgerichts eine Itckhimc nicht -n-bon ilcswegcn. unlauter ist, weil sie infolge ihrer Neuheit besfinders wirksam sein kanu. Es sei Zweck jeder Itcklnme, die Aufmerksamkeit des Publikums auf die Leistungen drs wcrl>iTuiIen L'nleniehmcns zu lenken und diese cljen ob* De* sonders vorteilhaft zu empfehlen. Eine neuartige Reklame überschreite erst dann die Grenzen der ZulÜssigkeit und werde unlauter, wenn sie zu Mitteln greift, die außerhalb der herrschenden Ansclrauungen ül^er We*Cn und Zweck sachlich und wirtschaftlich vrrnünftiger Iteklame liegen. Kine solche wird in der unentgeltlichen Wurcnubgahe erbliikt, die deswegen als unzulfissig bezeichnet wird. r\

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