Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 16 (1936)
- Issue
- 34 (19.8.1936)
- Date
- 1936-08-19
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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IMAGES LK1 ®E0 WEimrSGEa^l]1 Dir Anwendbarkeit des I*jii7clha;i(h*l;»»iinil/gt*»i.*l/.r.» In «ler Irlzlm Zeit rimi einig.* wichtig«: Eiil»«'heidimg«*n zu Fragen «l«**,. Eiu/.«*)[i;mdcl:v<rhiii/.gr->eiz«’.» «Tgaugcn. ilh* .für Einzelhändler lM*arhtcii»weri hui], Strittig war hi-her «lic; Krag«*, ol» G ro ß h a i> <11 u u g c n . ’ «li«: g«*I«-g«*ut li«he VcihänFe an «Ir» lel/.l«*« Verbraucher tätigen, itiMiw.il als Kttr/.elhuiidcUvct-kuur*.- stellen im Sinn«* - ilr.s lüiizrllimi.|c|»>« hnlzge.*x*tz«*:» zu 1 l*i-lr:u |iirn . riml. Dazu hat dir Ai-h<'it:>griii«'ni»«*haft «irr ImluMrh*- untl Ihm- «IcULammern »“d»i*rein.«.tim>n*‘n<l mit «Irr Auffn»»uiig «l:*s Heien— wirlsriiaflMninist«'rs initg«*l«*i!t. daß auf «iffrur \ cil..uifs»|e!h-ji. . «tif* .-irli uirhl nu»M*lili«ßlieh auf d«*u Verkauf an g«*w»*rhlichr Wicd«'rM*rkäuf«*r oder W«*iterurl»eil«*r br*.rhriiuken mal Einzel- . xe*rküt»ft* an letzte Verbrauchter wmndimcn. da» Einzelhandel— M*hiitzgc»rlz Anwendung .findet. Dabei kommt rnirlil darauf an. iil welchem Vrriliillnis dir Umsätze hrim Kiii/.rlM'ikauf an letzte Verbraucher zu den Uin.-ul/.<*ii Im*uii Verkauf an gi*w«‘i-hli«*ln- Wicderverkäuf«T .»t«*h«*ii. K» gnifi«|, «laß überhaupt Kiii/.rlM*rküulc an den irlzlm \ erbraueh«:r vorgeiiommeu wurden. Zu '«‘uirr anderen Zwcifcjsfragt: bei «Irr \ c. r I «• g u n g . v o n E i n z r 1 h a ti <1 c I s g <• s «• h a f 11: n hat das l'i i ußist ln* Oln rvcrwallniigsgcri«*ht Sirllunjl genommen* Narh die»*er Kutsclnddiing .M*lzt «*in«* geiichiniguiigijfrrie G«*M:hüftsvcrlegung voraus, daß di«* bisherig«*»», j«*tzl als. Verkaufs.»t«:U«*n aufgeg<*lK*n«*tt Verkaufsräume fortan in «lein 1lamle|sl»ctrieh'<le.s lx*tr<.Tfeii<I<TJ Untennduneii» nirlil mehr als Verkaufsräume verwendet werden. Das seldießt aber eiue ainlerwcitige wirtscliufllhhe Nutzung «litsrr Itännir dureii den' Unternehmer nt«'Til aus. Saiiiiinisziisrlila^c ' auch hri Iteiscu Von zuständiger Stelle wird darauf hhi"cuie.»rn. «laß du* Säumniszuschläge, die auf Steuern wegen tmpönklliihir Knl- •rirlilung'* «rluJxm werden, aueh «ungezogen werden,' wenn «li.» unpünktliche Entrichtung «Irr Steuern auf eine Lirlauhsrrise des Sleucrpflii'hligcn /.urückziiführcn ist. Dies gilt sowohl für dir Vorauszahlung«*» auf die Kiiikoiimu’uslciicr wir aueh für sonstige Steuerarteji. Der Zuschlag Ix.’trägt 2 v. H. «les rückstämligeii Steuerbetruges. M«*hr«*re Stouerbeträge w<*r«I«*»i hei der Ücmluuiug des Süumiuszus«*iduges mir dann /.usuinnieiigerei.'luiei, wenn .sie dieselbe SlcucrarlJ betreffen und an denisell»eii Tage’ füllig geworden. sind. * fhrrwarliuiig »lrs Telcfiinicrkclirs Ein interessanter Prozeß Ijcscbuftigte kürzlich das Landgerieht Meiningen. Ein Aml»gcj*h*ht halle in einem Steuerstrafverfaliren gegen einen Steuerpflichtig«?»» auch «lie Cln*t\va<liuug seines Telefon\orkehrs angeordnet mul sieh mit einem rot-, sprechenden Ersuchen. an «lie Hrirh»po»t gewandt. Die Po.»l Iialtc jedoch Hirse Anonliimig nicht lur zulässig gehalten und gegen sie Beschwerde crliolx*». Das Landgericht gab der IteielisjKisl Ilerhl iiikI führte in srinrni Bi'sehluß ti. a. folgendes aus: Maßgeblich für «lie ClH'rwaehimg <l<*> Telgfonvcrkehrs .sei «las Ges»*t7. fd»er Fernmeldeanlagen vom Id« Januar 1*1211. insbesondere dessen § 12. Dauaeli könne nur über «len in der Vergangenheit liegenden Tclefmivcrkchr unter lx>siimiiil«‘ii Vorauss«?tzung«,ii Aus. kiuift xerlangt werden. Niehl zugrlassen vom- Gesetz sei jedoch «•ine ClHTwaelimig des künfligeii 'l*eh*f«m\«Tkehrs. iiisl>«;soudere< Müiut iidialllit'lie Aiifzeielumitg. Durch die Vcrunlming zum SrJuitz miii V«dk und Staat sei zwar unter hrsihmntcii \’oraus- .set'zuiigeu eine gesetzlhdie Kriiiäi'litigimg gegt’heii. «las Frrusprtvhgeeiuiiiuis «•itizusehränkeii. Es güil aber k«*iuv g«‘H*tzlirhe Grundläge, in einem Steuerstrafverfahmi eine Cberwaehuug des 'I'rhv f«imerk«*hrs juiztior«ln<,ti, ’4 G?. -Dt 'kl.. Dir G«>chäfl-mnsnD.e IfKJß — Dir WaiTiiuml Kaufhäuser _hnlrn auf" Das lustittti für Ktmjimkturhir-eiumg hat einen interessanten. Itcnrhi filier «lie Entwicklung «h r Gesehärt>uuw'ilz<‘ in» laiifeuden1 Jahre \rrf«ffrnllirht. Aus dem llerichl «geht hcr\«»r. daß im Dui'clischüilt «les «*rsl«*n Ilnlhjnlir<*> EkKi «lie Umsätze;<|er Eiuz e 1 h a u;di* 1 s g e s «• h ä f l c 10- \. 11. .hoher lagen als in» vergangenen Jahre. Unter dein Durcliseiuiill verlief-der Umsatz «ler. T«*Mi_luml Kouf<-kliou-g«*sr[iäfte. «lie etwa *1,1 y. I I. mehr nniMrizteu als im \«*igaugen«*n Jahre. I»rmerk«*n*«weii ist. daß l*ei d«*n W a re n 1s ä ii s «s-r n. lind Kaufliäu.M*ru «lie' seit EJJo zu lH*<ilia«'iit«‘iide. rückgängig«* ICutwiekhmg zum Slillslaml * gekommen i-t. Di«* l uisälze dir-rr Uuteruehmuug<'U waren durehweg lulher^als im %ergangeuen Jaiire. Dabei muß alfridings lN*rüeksi«'hligl 'w«,r«h,n. daß i««*rade -ii.u \«*rgaugcn«*u 'Jahre «lie lmsät/e «ler W a»vn* .mul KauflifmH'r l>e>on«lei> imgün-iig lasen, l’iirdie L nisätze «l«> (► r o ß li a u «he I *». «lie iufoliie ausreichender Grundlagen sehr _srhuer zu cnnili«*hi -iml, liegt rhenfalls <*in llerichl \ur. und zwar über .da** erst«* Vierteljahr Ek’Wi. erstattet: •von.«Irr Korsrlumitsslrllc für d«*u Handel. Danach haben in allen iintersiieiitru Zwi-Jgen «|«:s Gf.ißliandeD. mit- Au-iiahme. «lrs Tiirhgroßiiaiulels. «li«* l msäl/.e hfiiier ab im ^ergangenen JalmJ gelegen. Die-«* l. msatz/.iiualune sei in \i«,l.*n Zweigen über 10 v. II. hiuaii-gegnniien. IIai:de!'\eikehr mit Snanien -r •Die Indii'lii*'- mul llamlel-kamiuei* /u Il«*rliu f.ir«l.*rt «li— au i.i,.*Yerimg«*u naelt Spanien hi*t«*iligieit 'Eirmeu auf.' zur Ee-t-t.*lluii^ «Irr l«irdeniug«*u!ür \\ ar«‘uli<*feriiugeu na«*h Sj*aui«Ti g«*nau.* Angaben 'über d'c- Art «ler Lieferungen. lh’«,lumng“l».*irau iisw. zu iu«ieh«*n. Sie hat «*in«*n l>.*-oinl«*r**n I* rauclio"«*n ii.*ra*.i-*j.-‘;-.,lien. «lev««u «len iuteiv-Merien Linnen au-grfüllt Wenh-n ‘sidl. i tirrwai ktmgsaminhimigeii 'a«*h einer int .Jb*ich-.*:uz«‘igrr'* \«;r«1ffT*ntli«*]n**tt .Anordnung liedürfen K r a f t I a h r z «• u g h «* r s 1 e I I «• r f i r in i* n Iiis zum •IL D«*/.eniber IVJ» zur Erri«*iitumi m»u lieueu Anlagen’ und zur Erweiterung der Leistung-fäliigkeit. iler liesti’hemh*n Aiilage;». «ler l*jm«i!ligung de. lh*M*hsniri>r!inft>miiiist«T-. l)a< gleiche ^ih für Unternehmungen, «lie imt«*r dem mal>"«*hli«*lien Einfiiiß einer Kraft fall rz«*ugh**rstcl ler Firma stehen. Zuw iderhaiidhuideti. iu.he- Mtndcre aurii Umg«*hmi"«*n. sind straflmr. Die I L‘i>telhmgs- I>csc1iraukuug 'fur Starkstromkabeln und wdicric Leitlinien ist his zum. JO. Juni 1017 \erläng«*rt ..wonh’ii. Durch «*ine kür/Jirn ergang«*ue \«*n»rJinmg sind einige Audenmgeu «ler fiishorigt'n \«irs«*hrifteu üln*r «len lle/.ug >ou Spiritus ,/.u Treih- Moff/.w eek«*n m*i««I fern lieht worden. \\ «*iter«^ Cheruaehuiigs* und l>rcis\eninhmngen hrin ffe,, <Ji?. | lei>ielliuig von Knmiienfwt*. Pjvisgehietc für den Ab-ai/, \0n Eichenrinde, ^.ndcfgridn-nlmlz und Glyzerin. : '• lClirrnämter und Auf««and'ciitsclin«Jigiiiigen : Praktisch l«.*«!eutsam i-l .ein«* «lie-er /laiic «*rcan"eue Ent- Scheidung des Heiehsgeriehts/ die sieh mit «l«*r Frage «ler Ehrenämter lind «ler ehrenamtlich tätigen Personen gezahlten Entsihr«- dxgungcu licfaßK Darin heißt es. daß. wer ehrenamtliih « inen Dienst versieht, nach der allgemeinen Auffassung für' «lie Tätigkeit als solche keine Vergütung erhallen soll. Tst dem ehrenamtlich Tätigen eine 'Aufwandsentschädigung zugcsitgl. so wird li darunter M*'i>tand«*ii. «laß ihm «h*r Aufwand, «I. li. die hrsmiJer;*:i Ati-gaheit. «li«* «li«* Tätigkeit miL siriy hriugt. ersetzt werden sfdleti. Niclit «*i>eizl wer<Ien sollen aber soleiie Aiisgahen. «li«* auch «»hu«* «li«*” ehi<*nanilli«;he Tätigkeit' «‘iitstandcii wären. Wenn Iroi/dein. in v«*i>rhie«L*n»*ti Gesetzen dem ehrenaiiitli«*!» Tätigen eine Ei'«iM*nä«liguug für Zeitaufwand bewilligt wird, so handelt «•- sT«*h hier nm «lun*h «las Gesetz fe-tgeh gl«* Au— iialinieii. «lie tiiWil «ihn:* weiteres auf andere Gebiet;' ühertragen w«*nh*n dürf«*u. T'arifiirdniiugen In «*iiiem Erlaß de. Ibi«*li.sarl»eit-miiiister.s wird «laranf hingewic.sen, daß siel? die Nniw«*n«ligki*it erg«*l>en liahe. zum inindc-lcu «h'ii \ «'rlrauensinfninerii. ihren Stellvertretern, dem lh*ln‘i*Jiswalter «l«*r J)eut.<*iien Arheiisfrout mul dein ’lletriehszellrnohimiim «li«* Tarifordnung uimnttelhar zugäiiglirii zu marhen. "Dietse* iiiülAl«*n. um ihre Aufgaben zu erfüllen, stets im Besitz der für d«*u lx*treffeiuleü Betrieb gellenden Tarifordnung sein. Außerdem M j«*der 'B«*tiivl»siiiiialu*r \erpfliehl«*t, einen Abdruck- «ler Tarif- «umnlnuug au einer für die Arheiiueinner siehlliaren und zugänglichen Stelle uufzulifmgcu. Ah-pcnstigiiiaclieii von Angcslelltrii Eine neue llrichsgerichtsentsehridung hesehuftigt si«*l» mit «ler Krag«* «l«*s Alispi*iistiguiaeheus von Angestellteji. Griunlsäi/.Iieh wird darin' f«>tg«*slellt, «laß es weder einem Arlieitnehm«*r verwehrt wenlen k«"uun*. zur Besserung seines wirtsehafliielieu EmlkoiiiiiK'iis «riue günstiger«* Arbeitsstelle ■ zu .suchen, noch einem Arlx’itgeher,, Arbeitskräfte, «lie von siriueiu .Milltewerber kommeu. «*iuzii.t«*llen. D'*r Ariirilgi’ljer bandelt seihst dann nicht uulatit«*r, w«*nu er «len Arbeitskräften des Mitbewerbers h5heren> Lohn oder lx>-eres S orwärtskomnien .in Aussicht stellt. Ebenso w«*nig kann einem Arbeitgeber der Vorwurf «ler Sittciiwhlrigkeit M’iinrs Verhaltens scholl deswegen gemacht werden, well «*r sieli durch ’ Einstellung fremder Arbeitskräfte zugleich aueh die Vorteile sichert, «he ihm aus «ler Verwertung der von «Uesen mitgebrachten Kenntnisse und Erfahrungen crwaelisen. Als uti- «•rhmbt und unlauter' wird es jedoch angesehen, wem» «ler WeUlicwerlier in plamuäßigeni \ orgclieii seinein. Mitbewerber wichtige Angestellte und Arlietler entzieht, um sie in seinem-;eigenen■ Wirkungskreis gegen jenen (’iuzusetzen. An sieh. verstoßt e$ nicht geg«*n «Ue guten SitKrn oder «lie Grundsätze des lauteren Wettbewerbs, . wenn jemand ArheiLskräfle seines Mitbewerbers zu gewinnen sucht. Ein unlauteres Verhalten liegt vielmehr erst . dann vor, wenn er sieh unzulässiger Mittel bedient «xler unlautere Zw«*ckc verfolgt. (HG. IT 267/3/5.) Die neuen Stemjiclzeichen l)«?r Pr«*ußis«*lie Finanzininislcr weist* iii einer Hundverffigung über «lie Zurückziehung' und den Ersatz von früheren preußis«:hcn St«vmpelzeieht*n darauf hin, daß die Verwendung der bisherigen Stcmpelzeieheu mir bis zum, 30. Juni 1936 zulässig war. Der Gegenwert für ungebrauchte, gegen Bezahlung erworliene Stempelzeichen, «lie sieh m den 'Händen von Steuerpflichtigen befimb’ii, soll aber’erstattet werden, wenn ein Antrag bis zum-3 1. August 1936 bei einem mit «lein Vertrieb von preußischen. Su*nip«*lzeielien beauftragten. Finanzamt gestellt wird. - Bekanntlich sind an «lie Stelle, «ler preußischen Stempel- /.«•iehen einheitliche Ifrkmulensleiierzeiehen für «las ganze Hcich getn*Jt*u. RECHT im ALLTAG Verjährung von Steuerschulden Zur Frage «ler Verjährung von Steuerschulden liegt eine neue Stellungnahme «les ll<*ieh.-finanzhofes vor. Bekanntlich verjähren Steuern nach* Ablauf bestimmter, im Gesetz vnrge>i*henl*r Zeiten. Der Lauf der - Verjährung wird jedoch durch bestimmte Ilamlfuugcu. z. B. Zahlungsaufschub. Stmuluog und schließlich durch j«*«l<* liamllung nnlerlirocheu, «lie das zmläiuligc Finanzamt zur Feststellung «1«**-. Auspruelis uuierniniml. So genügt zur L’nleibrc«*huitg •ler \'.erjaliruug bereits «li«* Aufforderung zur Abgabe «ler^Steuererkläruug. Das neue Urteil stellt fest- «laß «Ue Verjährung aueh scholl «hirch di<* Pfumlung iiuterlirochcii wir«I. Aiu*h .«lie He<liisini((clhchörden können nach'Ansicht «les Hciehsftuauzhofes die \‘«*rjäluuug iv«*i»lswirksaiu uulerhreehen. In «ler «•iug«*iicmh*u lii*grunduiig wird «lies vor allem daraus gefolgert, daß nach Jen \ orschriftni «Irr HeSelisabgahenoninung die Heehf— uiiü«‘lhrhördru «liJ‘ Bi’ftignis^e haben.’ «lie «lein Fiunu/atm Im Ih*st«*m*nuigsvei faln «*u gegeben sind. Das Hcchlsmitlrh erfahr«*!» wirtl als «*inr Fortsel/.uug «l«*s # Sleuerfestse|zungs\«*i fanren** . atigeseiu*n. Daraus wird gefolgert, «laß au«*h «li-* H:*i*i»lsn»iltellM*liör«|en hei «ler Feststellung lies Steneranspruelis «lie Unter-- htvehung'dirfugnis Iirtheui Durch di«*se neue Stellungnahme des HiJrhsfiuanzlmh’sist «lie Möglichkeit «ler Lnt«*i,hr;*«*huug der \;*rjälirung \on Sleu«*r'C*hul«h*n noch mehr erweitert worileu. I)»<* H<*-t('llung eines jUiIi-cncn Anwalts In «ler Praxi* «l«*r lei/.trn Monate hat; es s»e!i mrhrfa«*h erg«*lH*n. «laß jüili*« lie ProzeßparUueu zunfiehst eiu«*u ari*«*hen Vnwalt mit ihrer \ «*rtr«*tung beauftragten, daun jedoch infolge Manila tsniederlegimg «li«-*;*- 'mualts einen (fnliseheu Prozeß-: M*rtr«*tcr annahm<*i!. Eergibt sieh «li«* Frag:*, wer «lie Kn-ten für «lieseii .'.nwaltswer*h*.el zu tragen hat. So mußte in einem kl«*m»*m» Ort eine jüdische Pro/eßpartei «’iueu jfuli*«*i»en Anwalt an*. <*it»er anderen Stadl helrau«*u. weil «lie Anwälte mh-PIal/e. «li«* V«*rli*clmig «h*- iudtsrben Kli«,nl*.*n ahleluilei». Da* Grriidit hat in «lie*em Falle auch «Ue Kosten für «len auswärtigen Anwalt als «•rslattnue-fäliig anerkannt. In «ler Pirssi* Ui .ferner eine Enlseheiiiiing «le* Amtsgerichts Bad Sehwalha«*!» veröl'Tenllirlir wor- «len. di»* «*inem jü«Ü*«*hen Klager «lie Kosten sowohl für «len 7iici>t genonmieiirn ’ arNehen Anwalt wie .auch für den nach dessen Man<lnlsni«*dcrlegung beauftragten jüdischen lh*ciH~;mwnltznhilügt. C. 124 3.1. , Neue Gesetze Durch ein int .dt«*i«*hsanzeigei*;* veröffentlieht'** G«*.*.*tz i'dier di«* A b ä n d «• r u u g .1 «*? S l r a f g e s e I z b u «• h e * i*t «las Strafg«*s«*(7.huel» liezügiieh «l«*s Ho«*h\ciTals und I.aiule*« erials und «*iuig«*r aud«*r«*r Kapital« erhreeheu ergänzt wurden. Außerdeal .sind neu«* Bestimmungen ühi*t* den Verrat mm» Amlsgeheininissen «hireh. Beamte odi*r frühere Beamte eiugefügl wonlen.. Durch ein weiteres im ..Bei«*hsg«*s;*tzhlalt*’ «enlffentliehli’.s Gesetz ist «erfügl worileu. «laß «ler lieii'lisminister für \ olksaufklärimg und Propaganda «lie Voraussetzungen bestimmt, unter «lenen ein Film als deutscher an zu sehen1 und ein «leiits<*hi*r «»«ler an-ländis« h«*r Film zur Prüfung nach Maßgabe «les LiehtspielgCselzi’s zngelassenwinl., ICs werden Vorfühntngshesliimmmgen uml nllgemeim* Verwaltungsvorsehriflen erlassen - wenlen. Zunächst i*! eine Wmrdimug über «Ü:* Vorführung aus* mliseher Filmt* l»;*kauutgegeh;*ii worden. , Dureii eiue \ crordiunig auf dem Gebiete de» Wohnungswesens Ul die Uimvandhmg von Wohnungen in Bäume anderer Art in gewissen Gegen Jen des- Heirhcs von einer Genehmigung abhängig gemacht worden. Ferner sind Grundsätze für «lie Erteilung der Genehmigung \crüffentlicht worden. SPORT Berliner Umfchau TK i ..Grmu*wahP; lljl-’.-Maujiseliartsnieister in» Tennis An» Sonnabend und Sonntag führte «ler Sportiiund «les HjF. auf «ler .Anlage ded Tenuisklubs „Grunewald5* in der Berkaerstraße «lie Schlußrunden der diesjährigen Mannschaftsmeisterschaft im' ,'IVmiis dureii. Zunächst standen sich in der Vorschlußrunde die Mannschaften des Hot-Weiß Leipzig, die vorher HjF. Breslau und KiF. Beiitheu ausgcschullet hatten, uml Schild Hamburg, die CbeiTaschimgssieger gegen 1TV. U2 Köln gegenüber. Nach überaus barten und gleichwertigen Kämpfen, «üe nach den Einzelspielen mit 3:3-Siegcn gleichauf .standen, gewannen die in den Doppelspielen um ein Geringeres besseren Leipziger mit 5:4 Punkten und jipialifizierten sieh damit für die anschließend stattHudcndc -Sehlußruinlo gegen den Tcunisklub „Grunewald1'. .Mit 7:2 Punkt«*n. 16:5 Sätzen und 118:81 Spjclen gewannen die Berliner glatt und sicherten sieh somit in diesem *Jahr «lie Meisterschaft mul «len \\"«»lfgang-Kuufmann-PokaL den sie als Berliner Vcrhundsmaniisc-hart auch sclion im Vorjahr in ihrem Besitz hallen'. Trotzdem waren sie iu d«m Spielen keineswegs eindeutig überleben." Die Leipziger hallet» mit Mann an der Spitze eine recht spielstarke.' kampffreudig«? Mannschaft zur Stelle, gie sich nicht so leicht schlagen ließ. Namentlich llepner, «ler gegen Levin- Goldsehmidt nur 4:6, 6:8 unterlag und vor allem «ler jiint»«* Golds tailh. der A. Meyer im Einzel 6:0,5:7, 6:4 schlug uud später im Doppel, das er mit Hcpncr als Partner überraschend gegen W'olff/Levin-Goldschmidt mit 9:7, 3:6, 6:4 gewann, wußten zu imponieren. Sonst hot die Veranstaltung keine weiteren Überraschungen. Mit „Gruucwald:; ist wirklieli die beste HjF.-Maimseliaft zu Meisterehren gekommen und die beiden, anderen bewiesen eine erfreulich gleichwertige, hochklassige, Kampfstärke. Interne Tennismeisterschaften der ISG. 33 j Die JSG. 33 beganu ihre diesjährigen Klubmeisterschaften mit den -Vorrunden. Das Turnier, an dem alle namhaften ISGer ■beteiligt sind! wird sieh über mehrere Wochen hiuziehen- Berliner Vorfchau 23. August: Internationales Sportfest des ISK. Der Jüdische S|Mirt-Klul> veranstaltet am kommenden Sonntag auf dem G r u n e w a I d s p o r t p I a t z ein Inlcpiatioualcs Sportfest, das neheu Fußhall- und Handballtrcffen auch einige Boxkämpfe im Programm Vorsicht. * Im Fuß ha 11 kommt ein Blitzturnier zum Auslrag. Beteiligt sind eine Auswahlmannschaft des Polnischen Makkabikrciscs und aus Deutschland die Vertretungen der süd- und südwestdeutsehen,. mitteldeutschen uml Berliner- Makkahihezirko. Im. Handball steht den Vercinsinannseliafteu des Har Kochha Ilakoah mul des ISK.. «li«* ausgezeichnete Elf des Vivo Es Atlctikai Club Budapest (\'AC. . in «lereu lleiiigu mehrere Spieler «1er ungarischen Lnudcrmaims«*haft zu findeu shnl, gegenüber, ln den B o x k ä m p f e u erhalten Nosehkes, Franke und Ncumanu vom JBC. Maccahi Berlin Gegner des im polnischen- Boxsport führenden Makkabi-Warschau. Die Veranstaltung findet während «les gaii7.cn Tages stall. Die Hauptkäinpfc beginnen um 15 Uhr. 30. August: LeieiitaUiletikerciguis der ISG. 33 Den Höhepunkt der zahlreichen Leiehtatliletikveranstallnngeu «ler nächsten .Wochen, die den Aktiven «les HjF.-Spovtbinnlrs -noch eiiimal Gelegeubeil zu Starts gehen wenlen, wird das. Spo»*tfest lulji’n. das die ISG. 33 Berlin am 30. August auf «lern Grunewaldsportfdntz’ unter «len» Molto: ,.Tair unserer Meister" durchführt. Neben den «liesjährigen Meistern, die fast ausnahmslos h»*ieits zug«*sagl haben, ist nun auch «lie Teilnahme von Grctel Bergmann (HjE.-Simigart . «lie zu ihrem Hochsjinmurckord .1.60 in.* aueii l>ewi«s;*n hat. «laß si<* eine. j»usi;ez«*ieiuiet«* Mchrkämpferinist. uud Hutlt Garo. die im Speerwerfen hei den diesjährigen englischen Meisterschaften Zweit«* wer«h*u konnte, tierichcrl. ISG. 33 auf Reisen D.*r Berlin«*!' HjE.-\«*rein hat für «lie nächsten Wm*ii;*n ein großes \\ etikatupf-Programm vor. Am k(mim('udi*u Sonntag startet ein Teil der leichtathletischen Kampftuaumchufl iu Fürth, wo die Berliner auf «li«* besten Vertreter 'aus «lern We«.|:*n uml Süilwe*t«*n .-loßi’M weiden. Am gleichen Tag fahren «lie Jugendlichen «!«*.*■ Klubs nach Hamburg, um dort mit «ler gut«*:i Jugrnd <h*s niinlwe>iili*:itM‘heu Laiulesvrrhamie.s ihr«* Kräfte m«‘.*sen zu köimen. Am 6. Sepu*mh-*r begibt rieh ein«* groß«* Expedition na«*h I: r a n k’l' ti r t a. . M. Tn» Mittelpunkt tler «loriig.::i \’ *rau^lailuug sieht «lie S«*jilußrmule im» die Ermn*ninuHlhallmei.*ii*rseliait de> Hjl'.-Sporthumles. «lie ISG. 33 und SrhiM-Eruukfjii't. ihn Kampf -ehe» wird. Daneben wird auch die MriMerhaudhallmaun-chafl «le*. Klubs uml einige «ln* besten Leichtathleten an ih*r IhJirl beteiligt?elu. Sport im Reich Grete! Bergmann lief in Danuriailt 12.8. - Der Hjl-'.-Darm-ladi \i*ran**»alt:*ie aiii S.nmtau «'*h» Sjorife-t. zu «h*m «ler größte Teil «ler führemleii ^üdwe-ttleut-eheu Leichtathleten gemeldet halt«*. Da» |-Y»i -tand im Zt*ieh«*n ^siter l.«*Utimgen. von «l«*n«*n 'or all**m der n *m* H«*kor«l. «lern Gri-lel Bergmann in» lOO-m-Lanf mit 12.8 S«*k. auf»t«*llte. Iuwvoru«*Ii«dri*n zuwerd«*u \'«*nli«*n!. Er»**h Sclnl«! HjE. Stutinac» gewann den lOO-m-L.auf für Männer in 11.2 Sek. 11 WrrIu*»portfi*** in Frankfurt' a. M. , Mrt «*iu«*r größarttz«*tt \\ «•rh«*\i*t*a(i»taltim,i trat «am Somitai S«*hihl-Fraukfnrl «;«. M. .au «lie Ufh*ntli«*hk«*it. Neh«*i» 'L*i«*hlathl«‘li»chcu Wrt I he.«« «*rln*n und Kur/-pM*!i*u im Handball mul Fußball, sah man «ln» «*r-lr Mal auf jü«lisi*beu Sport Osten Hndrcuncn und H«*ii:enfahn*n. Inier:*»sante V«»rführnn::ri» ’iler leebt-. «ler Ih’ij- und «ler Sanität-ahtoilumjen di*» vielseitigen Klub» .vervollständigten da» rcichhnliit:«* Programm. Hauptschriftleiter: Dr. Enge«1 Tannenbaun». Berlin - Wilmersdorf. Leiter der Anzejgen-Abteilung und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Werner- Simon. Berlin W 15 — DA I. Qu. 1935 2S97. Preisliste Nr. 3 Verl.-w::VerIa£s.:eno«sen«ch3ft in Deutschland ansässicer Juden zu BerlineOmbH- Ber’in Charlottenburg ‘2. .Bleibtreustrade J. Druck: Sonnendruckerei OmbH :Felix Wolf». Berlin-Chartottenherg 4