Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 16 (1936)
- Issue
- 34 (19.8.1936)
- Date
- 1936-08-19
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Gerichtsverfahren wegen Blutbefchuldigung Eigentümer und ■ Drucker des Londoner „Fascist“ unter Anklage wegen „aufrührifcher Verleumdung“ London. (JTA.)- In dem Ilcchtsvcrfahren, das, wie gemeldet, gegen die Zeitschrift .,T h c F a s e i »V\ das. Organ «Irr .,Ini|>crial Fa*«ist League'N wegen Verbreitung der Uluthcscliuldigung gegen. Juden eingeleitet worden ist. erklärte Polizeiriehter Uninmel in einer für den 14. August migesetztr.il Verhandlung vor dein Strafgericht die Anklugcerhelmug gegen Leese und Whitehcad wegen Veröffentlichung einer aufrührerischen Verleumdung für, gerechtfertigt. Der Prozeß wurde für die nächste Session des ilutiptstrafgerichts (Central Criminal Court) fest-' gesetzt. . Anklagevertreter Fiiltuu erklärte.. er heseinddige Leese, als Eigentümer der Zeitung .,TIie Fn*«’isl"" ui dieser Zeitung eine aufrührerische Verleumdung veröffentlicht zu hahen und AV h i t «•- head. sie gedruckt zu haben. Da» Wesentliche ihres Vergehens sei, daß sie . » . diffauiicreudc Dinge gegen eine Pcr-nnciigemciiischafl veröffentlicht hätten. Es wird behauptet, fuhr <lee Anklagevertreter fort, «laß '«bis vorliegende Dokument offenkundige Absicht "zeigt, zu Croll und Feindseligkeit zwischen «len jüdischen' L'iiterlaueit Seiner Majestät und anderen atif/.nreizen. Der Anklagevertreter machte, «len Richter sodann auf eine Stelle eines Artikel* unter der Überschrift ..Die Lage in Palästina" aufmerksam, die. wie' <*r bemerkte, nur ein Beispiel für die Art «les Inhalts «les ganzen Blattes sei. Die Stelle lautet: ..Die .Juden sind nirgends auf Erden erwünscht. Leider sind sie anf «1er "Welt imil vernichten überall aul ihr alles (lute und Anständige «Iuri’h ihren \er*Icrhlichr» Einfluß. Dagegen gibt es nur folgende ..Möglichkeiten: l. sie zu töten: 2. sie.' zu sterilisieren: 3. sie abzusomlerii; unsere Politik ist «li.* letztere und wird auf ihre eigenen Kosten geführt." ..Es ist erwiesen . . .** Anklagevertreter Fultmi zitierte soduuu Jolgnuh: Stelle aus einem anderen Artikel: .'lr.il/. vjella«*her sehamloser AMeug.imig ist es «'rw iesen. daß Juden It i l u almord au Christen verübe», tun frisches Blut zwecks ReimLchiiug zu 'ihrem zerem«»:iidleis Osterhrot zu erhall«*». Die.** würde von dem Grnßrnhhiir.'r \nii- Damaskus. Jacoh el Antahi. in «lein fliuiahnordprozeß von Damaskus im Jahre ll>40 zugegeben uiul es gibt eine AI euer nuihcnlis« her Kituähmmlfalle empörendster' Art vorher um! nachher.“ Zu «1er nächsten v«»jj ihm zitierten Stelle htuTerklr der Anklagevertreter, daß er die Aufmerksamkeit, «les Richters besonders auf sie lenk«*, weil sie offenkundig vor allem geqen die englischen .luden gerichtet sei. Sie lautet: ..Der ..Sehnfileiter hat es für notwendig, bcfiuiden, in «len letzten zwölf Monäteii \iel Zeit darauf zu verwenden, hermis/.iifhulen. wer tlic in «ler Öffentlichkeit stehende» .Mensche» in Wahrheit siml. Das allgenuine Ergebnis dieser Untersinumig kann in folgenden Worten gesagt werden: Sie sind oft «lurehäus nicht, was sie zu sein sfheinen. Der Jude und «ler Kryplo-Jude (heimlicher .hule oder Maranne) und «ler llalbjinh* haben wahrend «le.s Krieges uiul ua«*h _dem Krieg viele Schlüsselstellungen inne gi*iiahl und sie mit Nichtjitdcu geteilt, «I»«* mit Jüdinnen verheiratet waren.“ Nach" Auführuug. weiterer Stellen forderte er den Richter auf, das Dokument als aufrührerische .Verleumdung z.u bezeichnen, mul zu erklären. «laß ausreieliende beweise für die Berechtigung «ler Anklagecrhebnng Vorlagen. Der lleseliiihligte Leese erhöh «len formellen Einwaiul. «laß der 1 orwtirf der aufrührerischen Wrleunuhmg ihm wegen einer bestimmt«*» Verleumdung gemacht wor«len sei. «laß .man aber hier vor Gericht eine Mehrzahl angeblicher Verleumdungen behandelt, habe. Der Richter antwortete, daß die Beschuldigung sieh auf die. ganze Zeitung beziehe. Auf Befragen gal» der als Zeuge vernommene Inspektor. Kilehener von Scotland Yard an. «laß. er Leeae am L Juli in der Hauptgeschäftsstelle der Imperial Kasrjsf Leugne die Vorladung persönlich überreicht habe.” Leese habe, als ihm die Vorladung und die Beschuldigung vorgelesen wurde, erklärt, es gebe keim; Verleumdung einer ganzen Glaubensgemeinschaft.. Kitchcncr erwiderte, «las sei einer Rechtsfrage, «"«her die er nicht diskutieren könne. Der Drucker WJiitehcad habe hei Entgegennahme der \or!adung erklärt: ..Ich kmm «las nicht verstehen. ' die Artikel befaßten sieh doch nur mit hLtori-chcn Tatsachen." Nachdem* noch eine Beamtin des Handelsregisters als Zeiiu» Dokumente lurtreffeml die Imperial Fascist Leaguc vorgidcgt halte, wurde «ler der llcsvlmhligung gewithnele Teil der \vr*. Iiaiulluug mit einer Erklärung «les Anklagevertreters Eultou geschlossen, daß er einem Wunsche gemäß fesLstelh*. «laß «li«. Ini[H*rial Faseist I.«*ague mit «len Fjiseliisten Sir Oswald M o I e y s .nichts zu tun 1i:i1k\ ' •* ' \\ luK*h«*ail‘ gab zu. <!!<* inkrimmiertcu Artikel gedrürkt zu liabeu. erklärte aber, «laß es -ich seiner Meinung nach liier um eine» Streit zwischen ihn jüdischen Untertanen und «len Milglieilcru «ler lnip«*rial Fa-eisl Lrng'ur handele.. Der ..Faseisl" iK’stehe seit mehr-als siehe» .hdiren. lk*i ihm werde «las Blatt seit mehr als einem Jahr gedruckt. Er könne darauf nicht verzichten. wen» auch in «ler Zeitung Ansichten zum A».-«Iru«’k gelira«*ht werden, «lie mauehen mißfallen mögen, denn es s e i ein gutes (Erschüft. Er habe nicht zu Gesetzencrlelzimg aufgefordert und keine Erklärungen gemacht, «li«: ihni-verlcum«h*- risel» erschiene» wär»*n. Er i*«*b«‘ zu, daß in den Arlik«*!» scharfe Kritik an den Jude» geübt wurth*. aber «lies sei nichts Neues. Dasselbe hätten König Eduard L, Ghaiwer. Shakc-pearr mul tarnend aiuirir getan. Er . glaube, «laß mau in «lieser ♦ Sa«*!»«*. Äußerungen für und wider drucken könne, sofern sie nicht eine absichtliche Aufreizung «‘ulhalteu. W as die Erklärungen ül»er Rilnalinoril l>«‘treffe, s«» wi--c~Yr. «laß duse B«‘.-«*huMigiiug von vielen Leuten jahrelang erhöhen wunle. Kr glaube, «laß e> sieh uni. eine Sa«*he hniulel«’. .«!»• diskutiert wer«le» könne, «und die sehr oft in Druckschriften diskutiert wordrn sei. Er verlange dann» vom ‘Richter,'' f.*stzust«*lli*u. daß er .Je» keines Vergehens .-cluildig gemacht habe. Der Richter ' erklärt«*, er könne keine persönlich«* Meinung äußern. Seine Pflicht sei fi\-tzu*t«’Il'.’», oh «‘in offenkundiger Fall von aufrührerischer Wrlruiiuhmg gcgclnu s«*i. Pie AImcIiI, L’nzufrii’ilenhett unter den l’iu«*rt;ui'*t* Seiner Majestät zu erweck«*». k«’in:z«*>ehne «lie j«ufrfiln«*riseiie \erleuimhmg. Der Herausgeber «(es ..Fas« int". Arnold Spencer L «*«*>«*. haute seine Rechtfcrtrgiiug darauf auf, «laß eine \ crh'iiiiiihttig sieh gegen ein«* eindeutig bestimmte Gcuicinschuft richten inn-s»*.'' Dii* Juden seien nicht ein«* -idclu*. Neunzig Pro/.eui «|«*r jiuli-ijicii Mcn.-rhtu in «l«*r Welt seien nicht engli-eln* Untertanen, sie gehör«*» sämtlichen Nalioualilät«*» au. Sie .-leben nicht unlei* drin Schutz «ler «•»gli-clicn G«*.-ctz;* und d**r off«*nlli«*li«* .Ankläger habe ihnen g<*g«*nüher keinerlei Verpflichtung. Ein«: andere sehr gr«»ßn Kategorie von Juden habe sieh vom jüdischen Glaub«’»!«>sg«*lü.-i, einige ließe» sieh wie l)isra«*li taufen, ander«* nalnuen andere Religionen o«h*r. ühorhau|»t keinen Glauben an. Eine weitere Kategorie jü«lis«*Iier Personen sei«*» diejenigen, deren Rillt l*d«*its mit dem amlerer Rassen gemischt ^ei. Schließlich gehe es u«»v!tt «liejeuigeu Jude», «lie Palästina zur Heimat gewählt undsieb «lort nh*«Iefgelass«*n iiabcu. Dies;* seien »i«*ht l:ntertane» Seiu«*r Majestät, sondern stünden nur uiil«’c engli*«in*m Protektorat. Da* Aggregat iüdtscher Re««"*lkrrungcn bilde keine Einheit, di«* mau jüdisches V «i k n <* n u «* ii könne, Vcrlcum- «huig mfi.-s«: sirii gegen etwa-.' lic-liinmto. ifi«*hl alter g«*g«*ii «•inen iagen Begriff riclileu, \II«: «l***>i* MTsehieilene» Kalegarie» ifnli-rhcr Persoium hätte» kein gemeinsames Oberhaupt, keim* uemvmsrnntn Interessen, sie könnten daher nicht als Einheit bezeichnet werden. Schließlich brhanpU'te Ln -«*, di«* Stelle über den Bituahnorii sei >on der Auklag;* aus dein Ziwiimncnhnng «’ines (Ireispahig«1» Artikels heraurgerisscu w-ordeu. Er mache besmiders auf «len letzten Absatz dieses Artikels aufmerksam, in «lern er, weit «*nl* fernt davon, zu Gewalttätigkeit aufzufbrdcni, für ein \orgeh«,n nach «h*rn Beispiel «les größten «*iiglis<*hr» Königs ciulrete, «Icr die Jude» im Jahr«: I2W) vertrieb und in «lern gleiehrn An-- weistmgsdckrcl jedem seiner Lnterlanen. «ler gegen die Julien ^Gewalt dnwenden sollte, Straf«: angedroht hohe. Der Richter unterbrach «len l»e-cluiIiligU*» mit «lein Hinweis, daß «In* Anklage , Leese Imin* etwas getan, was Uiizufrieilcnheit mul Abneigung unter den Untertanen Seiner Maji'stät erregen könne. Ich habe, fuhr der Richter fort, Ihr Argument gehört, daß es unmöglich sei. «Re jüdische Rasse zu klassifizieren, orlee sie als.ein«* Einheit zu erfass«*». I«*h glaube aber nirhl, «faß diese Ihre zweifellos aufrichtige' Meinung etwas damit zu tun hat. ob es sieh hier um eine anfnllrreri.sehc Verleumdung handelt oder. ni«*hl. Der Fall, stellte Richter Dununott zum Schluß, als er seine Ent*<’heidimg icrkünilete, f«*st, gehöre vor das G «• s e li w o r e u g e r i r h t. Lt*c»c »löge die Darlegung seiner ••Ansichten für. dieses Forum aufsparen. * r Mofes GaAer zum 30. Geburtstag am 24. August Von Dr. S. SAMUEL Dem Chaeliaiu «ler »paniseii-portugiosischcu Gcmeimlr zu Lonilon. Dr. .Moses Gaste r, zum 30. Gchurtsta»e' zu hal- «litietu Imheu;»u«*h wir Vcraulassunir. weil er wie wenb’C ••zugleich als ei» .Manu «ler Wissenschaft lind «ler Praxis zum Heile un«I 1*ortschritt voii Jiidentmn und 'Mensehheit g«*wirkt iiat. Ein Sohn Rumäniens'(er ist 1836 in .Bukarest geboren), hat er in Breslau tlic Doktor- und Rahhinerwfmle erworben (lßBl): batte sich über außerdem mit rumänischer Sprache* und Literatur in iitigewöhnlicliein Maße vertraut gemacht. So wimic er zunächst IÖ82—1885 in Bukarest Lektor fiir riimäuisehe und verwandte Sprachen au dieser Universität: feriUT- GeneraLfnsjieklor der S«*nulen *umV Mitglied «ler LtJircr-Priifnnuskonimis-iou. Sein entschiedenes Eintreten für Besserstellung seiner mmänis«*hett Glauixulshrüdcr zwang ihn, das Land zu v«*rlasseri; er ging nach Oxford al* Lektor für slawische Sjirai-hen und wunle 1RÖ? zum Chucham der spanisch-portugiesischen G«mchidc in Lon.bm ernannt. Als solcher leitete er «li«: -20f)-Jalirfcicr ihrer ..IL*vi-- Marks-Synngogue“ und verfaßte die Geschichte «ler Gemeinde. Ferner, wunle er Leiter «Ir» ..Jmlilh-Afontefiore-GnlJem:** in Ramsgatc und Mitglied gclehrt«*r Körpers«4iaft:*n: öfters s«>gar N izepräsident der R «> y a I A s i a 11 c S o «• i e l y. \\ eh:h:: \ «*rchnmg itt seiner Gemeinde* er .geni-ßt, zeigt djr Um-tan«!. daß diese im Jjjhre 1923 Ihm zwarwegen seines forts«'iiri*üen«Ien, Augenleidens die. Pensionirnms'bcwilUgtc, den Porten «les (.luwlutm hIkt unbesetzt ließ, um sieh des Rates und <R*r' Wfinle - ihres Oberhauptes auch ferner zu erfreuen. Die wisjHusehaftlichen Arlndten Gnsters erstrecken sieh auf Altertums-. Iwsundcr« -Schriftkunde. Folklore mul Erforschung der Santaritanisehen Sekte. F.ine glücklichs Hand besaß er in «ler Erwerbung ln*Iiräis«*her und smiuiritanixher Sbimiskripte, «ler«'n Zahl viele hundert«* erreicht, «ml «lie er zum größten Teil Ix*i mäßiger Schätzung «lem Britischen Museum überließ; nur «liejenigen in siüicm wcitlickaunlcu Hause in Maida.Vale Iurrgend, mit deren Prüfung er urtfcli!x*s«häfligt ist. Seine wii’bligsten Arbeiten ,.S e f e r Maassijoth“ und das ,.snmaritauis«*Jie li n «* li Josua". M»wie «lie Migen. Srhweieli-I.ektiire» „The S a m a r i t a n s‘* ImIk*» manche gelehrte Kontroverse (JM'somJcr* ülwr «las Alter «ler zngnimU: liirgemlcn namiM*iiriflen; lurrvorgcnif<‘n. best steht Ga-tcrs Venliriist, vielfach unb«*irelcno Pfade «ler issensehäft betreten um! ihr neue Gebiet«: erschlossen zu IialKU. Eine gewiss« Vorlielx: für «lie altertümliche Sekte der Sehomronim liegrümlet er selbst einmal gei-tnieh «Inreli «len Hinweis auf Ezechiel 37. Vers 1(5. wo «Icr Prophet auf Gottes Geheiß muh d«u ..Stal»-Josephs“ mit «ler Inschrift ..Für das ganze Haus Israel“ fest in «lie Hand zu nehmen aufgefordert \>ird« Höher noch , als du*. wis-eu-rhaftlielu* D*istung .\fosi*s Gatters ist vielleicht seine praktisch«; ehizu*eiiätzen. Als Schwiegersohn des gehdirten Dr. FrieiHacn«l«’r von I’ikii f«le*scn Werk ..Jewi.-It- Religion" wir in «h*r klas^i-ehe» Cherselziinx s«*iites N«*Jf«u.» Prof. Jo-ua Frie«lläc*n«Ier h«*-itzen) war «*r «l«*r g«*eiirm*t-' \‘«ruiitth*r z.wi*eiu*n Ost mul West, im \«»rmluiuteu Viertel Loiulon*» eben-«» wie in Wiiitei'hapel geehrt. Er hat Talent'* mul Gelehrte aus dem .(Men g«*för«h*rt ''«•inen Israel /.aieiwill. wie Sulonion S«*i*c«*liter). aber aueii für w«*-lliehe Kr»i-e im «’iigü-rheu Bm*i-Beris- Orden gewirkt. Er war Berater für Theodor Her/!. WVi/ni.nin und .S«»k«>h»w, Führer «ler zio»isti-«-ii»*n B<*w«*i'un^. au deren Wiege er *jc-tanden*, und blieb, obwohl wegr» Meinnngsvers* hiedenheiten aus «ler Leitung «;«:-«hi«*<h*u, «|«»«*b ihr innerlieh verbunden . Keiiirr Gruppe inler Partei allein ziizuzälücii, gehört •Moses Gatter uns allen; stolz auf diesen Ritter ohne Furcht und Tadel. wün-<*!u die .Glaulu*n-uemeimle aller Orte» ihm noch viel«: Jahr** der Kraft uiul Kri-ehe; ..uch« jomerh«» «lowecho!“ Es wird gemeldet: ■ Die. Exekutive «ler Jt*wi>h Ageiiey erhielt von «ler Regierung 140 7. «• r t « f i k a t c «ms «ler einbrlialteneu Re.s«*r\t* Davon werden 100 .m .) ug e n«! I i e he aus 'Dcutseh- 1 a n «I und 40 für «la> \ou Bnmi-lav Hultennuii geseliaffciu* JiulLehc Pliilharm«‘ui>‘lie l)reh«*-U*r gegeben. ■ Das Amt>blatt ile< Rayeris«*heii StaaLMiiinisteriimis für "Unterricht uiul Kuliu- \«*i*öt'f»*ntli«*ht in seiner Nr. (» eine ‘Bekanntmachung de.- Sia.it-ministeriuius fiir Unterricht und Kultus üU'i* den jiulischen Reli“ioiistmterri«lit. Danach wird uu «len bayerischen Schuten künftig kein I e h r p 1 a n m fi ß i g c r j ft «t i - m* li e r R «* 1 i g i o u > ir'ii i «* r r i e It I in «* li r erteilt. Den* jüdiseheu Kuwlem bleibt es uuhciwmuiwu, cimu pris aten Rcliguuisuntvr- rieht zu l»e-m‘lu*n. 0 Die stäiltisdu* I liIf—elmb* in der Klei-t-Straße-iie Frankfurt «. M. hieß bi-her H.a I I g a r I e n - S «* h u I « noch «lern l>ckaiiut«*n jütHsehen Pliilmilln «>j*«*m t harl«**. Hallgarteu. Na«'h .M,el- «hmg «les „Geuerahnizeigeiv i-i «li«* Schul«* auf A'imnlnung «les ())Kwhürgerni**isiers in »N «> i* «I *• n «I - S.e li n 1 «• iimlicnanul w«»nleu. Vor kurzem ist, w'e* g«'m«’M<*i. noch da- -ia«iii-i*)te Ilang(irt',u- Bad in Stmllhad Niiith’iid «imle'iiannl worden. ■ Nach J»litteibmg «ler ..N«»r«lba\vi*iscl»«*n ’/.eittmg“ w»r«l in «lem \V«*gw«*i-ei* «hin*lt «las hölnr«* Sehulwe-en «Irl)«ui-«lu*u R«*i«*he> für «las Schuljahr I93Ö. «I«*r \«m »ler Rri«*hs.H|e||«* fiir Si*hulwes4:n im Aufträge' d«*^ B«i*ii-iiiini*4«*ifür WisscnM-liuft, Erziehung-und \ olkshihhutg vciuffenllielil w«»nl«u ist. angeg»*lnu, «laß-in Nürnberg sieh an-den hoher«*» L»*hian-tah«n fm r noch 124 iü«lis»*h«* S «* li ii I c i* befimlen. ' . ‘ '“«-.• "-- H Die ul)“«'»»'»!»’ \ ii > w a n «I e e n n g an- P o I <* ii luit -i«*h im erste» halben Jahr FM» geg«*n»ib«*r ihn eiil-preehendeii /.lilrmun «l«*s \«»rjahres \«»n 31492 IVr-onen auf—«-fei* 12*1 Per-- Mm«‘ii erhöht. Die Au-WJunl«‘nmü mich rherser Li von UiJitiO auf 12 2'MI lVi’Miiteii zurüekgegaugeu. Di«*-«*r Rückgang entfällt aus- .-«•ldießlieli anf Palästina mul” die \ »‘reinigten Stm'iten. Di«* \u— waiulei'mig n:u*!t Palä-liua i-t \<m 12t>35 auf <>234 lind «li** A«iswiiudenuig nach «l«*n Vereinigten Stnnleu '«in 730 auf 410 Personen ge-uuken. “ . ■I Die h«,v«>r-li*lieml«* Neuwahl «Irr Leitung uiul Repräsentanz «|ee Warschauer .Ji'nlis«,ln,ii Geiih iinl«* winl um «ler -\\'arseliauer jüdischen Bevölkerung mit imßcrurdentlirhem luteresse erwartet. Einen g«*rml«*zu gr«>l *»ken \n*«lnn*k findet ..«li«; Zersplitterung der poli-ehcii •«“»ffeullh'hen Meiunug itl «ler Tal-aelu*, «laß bisher zu «iie-«*r Wahl uielit weniger «il- 4 1 W ti Ii I v o r * e h I ä g e mit <*iiier Ge-qmtznlil «on «twa 40IHI Kandidaten augi*iu<*hlei witiilen »iml. MI« r«l»igs wurden 0» l«*lzl«*r Z«*ii einige Knii/i*»- - trntimi-w r.-u« In* iiuti’riiommen. THEATER,KUNST, LITERATUR In Bu«la|Hs| J?.t «B«*s«'r lag«: der lM*kauute 'nu'aö'rverlegerr Dr. Max Mnrl«>ii ge-torh«*», in dessen Büliiieuvi'itrich u. a. auch «he Werk«* I ran/. Molnars erschiene» -iiiil. Marlon wur mit «Irr Scluu»spi»*l«*riu Margot Makay verheiratet, * Der Direktor des New Yorker Jiddischen KiTiisItheaten*, Mnrri- Schwarz, hat »*iti ♦•nropäis«h<*- ..M orri»-S«di war/.* E u * e m h | e** zusmumeuge-teUi, «letu «lipnoniuentesten jitldiselle,» S«iiauspie(er Pob'us migehöre». Die. neue Truppe wird uieht mir in Polen aiifti‘(«*n; sondern regelmäßig auch uiiclr Rtiimliti<;n, l.ilan«*:>, l,<*Illaud, 0-t'’rr«*ieli, «h«* *rsehee1u>sl«>wjikei und a'oih’rt* enix>piii-i‘he Länder mit größerer jüdischer Bexllkeruug, imt«‘rii<*limen. ' . ... ■ Kurl R o I« i fs «• h «• k hat für <ii«* kommende, -Spielzeit «las Vhinria Palace Theal're in Loiidoii>g» pa« hl«*l. m . - Franz Molnars Rnmati: ..Di«* Buhen aus der P a ii I * - gasse" i-t \ou Ah’.xiuuh'r llrve-i «ln«malisierl worden. ,"r * _ .* Bronislav II ii l>c r in a ii u , «ler sieh gegenwärtig' in der. Tselieehoslowukei aufliält, wird -«*in<* vor etwa einem halhen Jahr iinlcrlirorheiic Lehrtätigkeit an «Icr W'iener Stnalsakailemie für Musik und «larstelh'ude Knust ni«ht ««jeder aufiiehmen. Seine «crM*hied«uen kün.stlerisrln*n Anfgaln'ii so«vie «lie Orguniaalioiuiarln*it zum Aufbau d«*s Puhlslmiiurrlic-tcr* nehinen' ilui so wehr i in Anspruch, «hiß er. in der »rielistcu Zukunft sieh nur von Zeit zu Z«*it kurz in "Wien «vird aufhalti“» können. ' * Das ' KröffmingskoMZ<,rl des gn>ß(*n P a I A s t i n a o r e h c hfers IhilH'rmaniis ist, wie dem Wiener JTA-Vertretcr voir^ätftslamliger S«*ite mrtgeteilt «viril, für «len 2b. D(*/.emI>cr «I. J.-fcnt-, g«*M*tzt worden. Die erste» vier Konzerte werden von Time find ni «Urigiert wer«h*n. Anlwslicßeml an »lie rrnlen Konzerte wird eine T<niruee durch Ägypten unternommen. Da» zweite Programm des Orchesters winl linier der Leitung Von Generalmusikdirektor Steinb«*rg zur Aufführung kommen. Bei diesem Programm wird Adolf H nach als Solist mitwirken. in dcr.-r!l><u Saison * winl auch «ler Dirigent Issay Diihrowcn «*im*u Monat hmg «las Orchester leiten und «Imin wirder von Gem’ralmusikdirektor Steitiln'rg abgclöat wrrilen.!n <h*in von «I**r Puris«*r ..P«*v«e Mnsi«*nle‘* niisgesehrir|>eneii W'ettlH’werb für die brste Kammerkont|H>sition für Blasinstniinenlr erhielt den ersten Preis «fer Brüuner Komponist .Theodor Sehaefer, den zweiten Preis «ler jüdische KoinjHHiist Selmar \l «■ y r «nvi i / , der'in Rom lebt, und früher an Berliner Bühnen tätig war. ' Im Verlage A t i d , Berlin, ers«*hejiien in «len nächsten Tagen: ..Die ii n s i e ii t b a re Kette**, Roman eines Juden von heute von I lerbert K r i e «I c n t h a 1. Kerner- ..J e r u s c h a I a j i u«, «I«: n . .. Briefe junger Menschen schildern Erez Israel.“ Hcruusgegehen mul gesammelt von RudolT Me. litz. Grenzen «fer Wirt'-ehaflswfrbnng Der Werbe rat «ler «h*ot-«*lu*ii Wirl^eTiflft macht in «1er Tages, preis«- nochmaldarauf aufmerksam, «laß W^'irtsehaflHWcrbiiu# durch Z e t l e 1 a u s h a u g i ii A u sh a n-g-k ä w t c u , in . den S r h a u.f «* n v t.'* r n der KinzelbaiulelRgrwhäfte wlcr an aonsti-* gen Wimdüfe n« » auf- Grund der in seiner 2. uml 9. Bekniuitmaehiing <*iiihalu*inu I’<'*linuining« n ti » t e rsa g t ist. Nach diesen Bestimmungen ist \Virt-ch:ifts««erhimg «lnreh Zettelaushang «»der durch Papi**ran*>«*hlf»gaußer au «Icr .Statt«’ «ler eigenen I^istung — nur au «len eigendafür hcsljitunteu Anschlngstellcn (5ifl»Ien und Tafeln) Yugcla-seii. Statt«: <l«*r eigenen Leistung iftt jc«Ie. Stelle^ an der «hV W'art;, für «lie 'geworben wenlcn soll, licrgeslcJlt, feil— gelnilen, verkauft oder «onst«vie vertrieben wird. Entgegen diesen jh’stiiimiungen noch vorhandene Zeltelaushänge oder Anschlog- Ixigen -i.ul imver/ugiirh zu entfemenr^Dic Polizeibehörden siiul «uigewleH’ii. bei -etwaigen' Zuwiderhandlungen einzuschrciten. 62