Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 16 (1936)
- Issue
- 34 (19.8.1936)
- Date
- 1936-08-19
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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- Safed 4× ep/1046078
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■•"1: - AtncrikaniMhc Xcrlreier: l*VJix XV ar bürg :'X orritzr»d«*r.T Paul Bacrwuld. Charlc» Lkhmauu, Morris ilothculM-rg und Dr. Stephen ViiM?. Jedis Mitglieder wird-einen XYrtreicr'für den Kali pcrMmiiclwr X’erluiid«:mug n«>mimtr«*n. Jam«*?. de Holh*«hild uml, Prof. Naniicr in Lotuhm. Georg«? Hacker, Da\i«I Br«.>rlcr. Dr. I-rarl Goldstern,. Jamc» N. Ihtsenlr.wg uml Nathan Strahn, in New Vor!; sowie andere Pcr>«j»li«hheil‘*M Iiaix i: ri«h b«*n*it erklärt, hu- Bedarfsfall X <*rlretungcn zu ül>cru<?limcn.' Es i-r Ix-alz-irlitint. im Früliherl»sl einen luterim*-1icri<iil über «lie Arbeit des Go'.mcil zu veröffentlichen. Jüdifdier Weltkongreß gelchlolleii Cent. Der erste Jüdische NX’clik<nigr<*tÄ hat in einer Nacht- Sitzung von Sonnabend zu Sonntag ^‘ine Arbeiten zu Emlc geführt. AL» uusfüheende Organe wurden eine ucungUedrigc Exekutive, ein Adiuinistrativ<?komil«rc und ein Hat «*iiig«:»clzt. /um \ <»rsitzeuden der Exekutive wurde Di* Stephen S. Weise gewählt* Zum Ehrciivorsitzeuden d«-*a Kongresses ist der amerikanische Buudc.srichter Julian W. Mack gevyälilt worden. Ain^Souulag hat die erste 'Sitzung des Administrativekouiiicc.s .slattgcfuudcii. .Es wurden die notwendigen Schritte uitieriioniinen, um in Paris, .Genf und den Vereinigten Staaten Zcntrulhüros einzuririitcn. Es wurde auch mit der Organisierung derjenigen Stellen begonnen, die neue Emwundcrungsmögfh'hkehcn ausfindig machen, sollen. Eine Abordnung de» Kongresses überreichte am Montag dem englischen Gesandteu in Hern', eine Hesolutiou, in der die |£inhaltung der Ha!Tour-Deklaration gefordert wir»!. In der am Freitag ahgehnlteucn Plenarsitzung wurde nach heftiger Dchatte, in der gegen die Fassung d«r KougreLWrrfaasuug: v g'-g'-'i »ja«- j unjuiig *4i mmjjn,*.'»« « UliSUUJ „Der Kongreß ist die \«?rtrvti»ig der'gesamten .liidcrdicit in fragen, die das jüdische Leiten in der Diaspora betreffen^, |Kjlcinisierl * wurd«;, ein Antrag angenommen, in dem es heißt: Der Name der Körperschaft soll ^Jüdischer XWIlkongnrß lauten. Seine Aufgabe ist es, einen freiwilligen kooperativen /.u-aumieu- **hluß der jüdischen Geuiciu-ehafteu mul Orgauksatioucu <l/r Welt zu bilden, um im Namen der XX cltjudcidicU in bezug auf gemeinsame Probleme zu handeln. _ Im weiteren Verlauf des Jüdischen XX Vit Kongresses hielt der ehemalige Präsident d«- jüdische» Parhtmt-itlsMuh.s Humnniens, Dr. .Mayer Ehu ei*, eine Anspruch«*, in’der er u. a. jntsführte, .die 'jüdische Solidarität sei ein Märchen, das mau zur Wahrheit machen imlssi*. Ein einheitliches Judentum ohne Differenzierung von Parteien sei nötig, weil es hier nicht tim die Lösung sozialer, oder ivligiö-cr fragen «che. sondern um die l^-U-nsfiage des Diasporajudnilums. Di'* Welt müsse sielt notgedrungen mit der Not der Juden belassen. dir in Osttutd . .Mitteleuropa von Tag zu Tag .wachs*. '„Die I'Hiiwanilerutjgskotumi.-sion d»*s Kon«ress**s beschloß u.'a.. - «faß der Kongreß im 1 iinl»Iick~auf die außerordentlich ernste Li|ge der jüdischen Bevölkerung in den n*iniropäis«heu Läiuleru au «liejenigcu Lämler, die u o r li f ü r K in w a n «I e r e r a* u f u a h - me faltig sind, «inen Appell richten solle, daß sie ihre Tore für jüdische Einwanderer aus den Läüderii* Osteuropas öffnen. Die Kommission hat -ferner eine Hesoliitiou angenommen, ilie vursichl,. daß der Kongreß eigene Einigratioushüms in den verschiedenen Ländern zur Frmöglichuug einer pluumußh'cn Abwandelung von .lm!<‘u aus «Ihycn Ländern rinriehteu ndl. Jn einer weiteren llcsoluliou wird ül»er die Aufnahme von- Vrrhandlnuaru mit verschiedenen Kegieriittgen zwecks l'e.ststelhmg der Aufnahmefähigkeit der iMtitffenden Läjuhr und .Gewährung der Kmwandcrttngscrlnuluiis Siir «ine entspreeliende Zahl \on »luden gesprochen. Die Juden solcher Lander,- die für eine jüdische Einwanderung in Betracht kommen, werden in einer besonderen Bcsolmiou aufgefordert. dir Bemühungen «h's Kongresses um Erschließung von EhiW'nud<’njugsiunglicJikcit<*u zu , unterstützen. Fine Naehtsilzung war 1* a I ä s t i u a f r a ge n gewidmet.!•> wurde eine Ikiiseitafl des Präsidenten der Exekutive der Jewish Ageuey. Davi.l Heu Gnriou. vrrlr^n. jn «Inr auf die schwierige Lage der .Imleuheit der Caltiih und Paläsliuas hingeuh>cn wird. In einer \om Plenum niigeuonitm'ncn Kundgebung uemleC sieh der Kongreß an die Knltnruelt. den Völkerbund' und die ' Regierungen der Staaten mit dem Hinweis darauf, daß mit wenigen Ausnahmen die den jüdischen Volksteilen Mittel- und Osteuropas duirh die Friedens ertrage garantierten Beeilte fast völlig tinlierürksirlitigl bleiben, ohne daß von «lern Völkerbund in seiner Eigenscliaft als Garant der Minderheilmrechte irnendeine wirksame Aktion unternommen wird. Die Wirtschaftskrise habe itu.Xercin .mit wachsemler anltsemitiseher Propaganda Millionen «Tilden aus ihren wirtschaftlichen Positionen geworfen und sie der Existciizinöglirlikeit heranht. Die Deklaration schließt mit der Feststellung, daß es der rberzcugimg tles Jüdischen Weltkongresses gemäß eine erste Pflicht .Iller' Hegiemngen mul ins- Usonden* des N ölkerlmndr«. M t, über ihn anderen gn»ßen Problemen-des Tages die Jiuleiifrag**.nicht aus dem Auge zu verlieren, die immer mehr den Linfang eim*> WVltpnddrins aunchhiw und*eine konstruktixe Lösung erfordere. Südafrikanifche Imprelßoiien Brischcrichte \on Margarete Edclhcim Dr. Margarete E d e Mi c i tu hat von ihrer Heise nach Südafrika eine . reiche Ernte nicht nur von Eindrücken, sondern nucli \<*u Erfahrungen inilgehraehl, die sie in der C. V.-Zciumü zuerst xeröffemlii'iit hat. Dies«? Aufsäl/e liegen mmmrhr unter dem Titel .,S fl <1 af r i k a u i s e h e J m p r c .< s i o u e tf* (Philo- Xerlag. Berlm) gesammelt vor. Mil offenem Blick hat Margarete Edclheitn Menschen und. Dinge angesellen und die Ergehnisse ilirer Sludietifahrt in loekeriT F<irm und klugen. fnrhi«cü und lelH*ntligcii 1-orimilieniugeii .zum Nutzen von Auswanderupgswillig^n veroffeuilieht. Sie hr-chränkl -sielt ui<*ht darauf, feuilletonistiseue Ih'riehte vom Hordlchrii zu .gehen, sic laßt sx'liou wähmv der Sehiffsrejsc die zahlreieiien .XfotiNe, anklingen, .die siel dann zum Hanpuiicma «1er Auswatulentng-uml l-linglu'denuig w*r- .binden. Sie entrollt ni«*ht nur ein buhte* Bild des geistigen, igesellschnftlichcn uu^l sporiliidieit l.ehe»s' in der Südafrikanischen L nion, sondern läßt kein Gebiet unerforscht. Mit «Irr sehnelleii AuffassungsgalK* «ler rmitiuui'*rlcn -Heporteeiu stellt sie die Ein* gehörnten frage, die * Ai'licjtstnüghVhkciicu. das- X’crliältnis’ «ler Eingesessenen zu den Neuankömmlingen, die I.elK’itshaltung, Lel>cnskosten. 'Tkrufsatissirliten. Fragen der Landwirtschaft so «lar. "daß jeder. «h*r sjeit mit «ler Absicht trägt. Südafrika zum I^and seiner Zukunft zu -mariien. Margarete Edrlhrtms ..Sfulafrikanisehp Impirssionen*' mit großem Gewinn lesen wird. Verhängnisvolle Bombenanfcbiäge in Safed und Tel Awiw Vater und feine drei Kinder getötet —Explotion im Schlafzimmer — Empörung Uber Bombenwurf in der Theodor-Ilerzl-Straße JüdGchcs Lehrhaus. Sptvelistiuiden des Sekretariats, Berlin W50. Marbnrgcr Straße .3. Hl: Montag bis Freiing« 10 bis 1 und 4 bis 6 Uhr. Zur'Zeit laufen cngtUcUe mul spuui-vUc Kurse für Teihöflinier mit geringen Xorkrimlni&c». für Fortgeseltriuene tinjfl Teilnehmer mit guten Kenntnissen. Anfragen und Anmeldungen nur Sekretariat. B Jeriwak-m. \JTA.) Durch eine« xutt Arabern in Safed xerfihten Biimhenansrldag i«t eine ganze 'jfidisehc Familie ausgeroitct worden. Der Jtijährige Alter I nger, sein öjahrtger Soli« Sojir.er Statt, eine «Ijährigc uud eine sechsjfdirige Tochter, wurde», getötet. l)tv* Bombe war, naehürm Safed unter heftiges Ge.wehrlVuer gcH‘tz.1 xuirden xcar. in das S ehIa f /. im melr «ler Familie Lager gc>e)ili*udert worden. Hin Bombensplitter köpfte «len Xater. eines der Kinder wurde ebenfalls bei «ler Explorion!sofort gelotet.-Das zweite Kind war von einer Gewehrkugel getroffen worden. Ijcicutere Xerlcl/.tiiigen erlitten die Großmutter uud die .Mutter, der eiu Ftugcr abgerissen wordett ist. Da» Begräbnis der gelöteten Familienangehörigen fand unter starker Beteiligung der jüdischen Bevölkerung von Safed statt. Bei. der Beisetzung spielten sieh erschütternde'Szenen al>. Tief \cj>r»Jcicrt folgten Mutter und Großmutter den Sargen. Alle jüdi-rheu Geschäfte und Institutionen in Safed wurden zum Zeichen der Trauer gCM-|ilo>seu. In einen! abends ausgegebeneii (lonuuunhpic wird erklärt, «laß «ler High (.«»itiniissioncr die sclncckliihc Tut \oit Safe«! lief hedatire. , Die Tragödie. der Familie des Safedcr Torasclireiliers Aller Ungcr hat die gesamte jüdische Hevölkerimg in tiefer Erschüllcniug zurürkgclassen. Der tiefe Eiuilruek wird jetzt noch dadurch \crlicft, daß die Großmutter «ler Kinder und Mutter des Tora.-cJtreibcrs aus Schmerz w* a h n sinnig g.e w; o r «I e n ist. Man sieht sie den ganzen Tag um die ünglüeksstülle schreiten, und die toten Kinder suchen. Die Obduktion hat ergehen, «laß hei allen Kindern Ungers Gewehrschüsse die Tmlesursaehe xvaren. «’I2 Araber wurilen im Zusammenhang niil dem Mas.-enmord in ^afed xeriiaflel und na«*h Akk«> gehra«*ht. Ein arahi-cjies Haus in Safed wurde zur Strafe für «len Anschlag nu-dergerisscu. zwei weitere I läu-er solle» noch niederge^issen xverilen. Dm Mutigen X'orfallen am 'Donnerstag' und Freitag folgte ein xerhalliuMnaßig ruhiger Siiiiiiaheiul. Dagegen Hammte der araoiseue 'Ferror am Sonntag x«;e«ler auf und führte zu einem B o ui lue u a u s c U l a g utilteit iu Tel Awiu, «ler furehtUarc Folgen hatte. Auf der I lerzl-Straßc schleuderte ein Araber eine Bombe von heM»nilcr«‘r ‘Aufivißkrafl. Hei der Explosion xvurdeu «*in Kind getötet und über 2H Erwachsene, viele unter ihnen'schwer, viwwumkl. G«'töt«*t wurde «ler Bjahrige David AUi«il<‘h. seliwer x**rwunde! wurden <h*r 41jährige Jekullc] Misraclii, der 42jäi«rige XX'illiaiu Fct/cig. iler 4Bjfihrigc Jizeluik Alton, «irr 19jäh-‘ rige Sepharde Jizehak Jnmiel. der'30jährige Meir Schani a i . di r 2Bjfdirige Jizehak Kat z , der 33j5hiTgc Bruno K a r gsen. di*r 22jfdirige Samuel Bus so und der 2.3jährige- W illy S e li w a rl z. . . elektrischen Lampen uud begauneu, an verseluedenen Stellen der Stadt Bomben zit werfen. Schaden wurde dadurch bisher v nicht ungerichtet, über die-Stadt Nablus ist eine Kollektiv st rufe von 5000 Pfund verhängt worden, ln Beisau wurde der Ausnahmezustand verkündet. Das amtliche Communnjue berichtet von Zusammenstößen zwischen Truppen und arabischen Banden iu versehitdenqii Teilen Palästinas. Zu solchen Zusammenstößen kam es .bei Naliaria, Atu Churod, Tel Jassef, Talif mul Jutinu l>ei Nablus, wo acht Araber gefallen sind. Auch iu dem Gefecht bei Aiu Charod uml Tel Josscf, wo die Tinppen \<m llceresflugzcugeu unterstützt wurden, sind nwhreivi Araber verwundet ttiid getötet worden. ■ \ Di«? Ulleilung der'Irak PetroIeum-GeselUehaft ist in der Nähe von Zeniaeli abermals beseltädigt wonlen. Das ansströmemle öl wuule angezündet. In der Nähe von AtUt wurde ein Eirenhalmzug zum Entgleisen gehraelit. Die Lokomotive, und meln-er eXX’agen wuiden zerstört. Aus dem Hinterhalt wurde ein. Fcueruberfali auf die Ei.-cnhahnslation Lydda verübt. Mütläe und Polizei erwiderten das Feuer. Amtlich wurde hekauutgegeben, «laß sieh die Spumumg. die iu «len letzten Tagen in Tihcrias herrseltte, gelegt habe. Trotzdem kam «?> am Sonnabend morgen vor'einer Synagogi* in Ttberias zu einer Zusanuncnrotlmig \i>n Arabern, die während des GotlesdicnsU's Steine und eine H o in h e In «li.e Synagoge warfen. Ein «lüde wurde verwundet, sämtliche Fensterscheiben wurden zertrümmert', ln New«*.’Senatum hei Tel Awiw wurde ein jüdisches Maus in Brand gesteckt. Die auf dem* Braudplatz eiulreffende Tel Auiwcr Feuerwelle wurde von Terroristen hesrho'sen. XYrletzt wurde niemand.. Auf dein Straml von Tel Awiw sind durch Araber drei Homln-u geworfen worden, von denen eine ohno Schaden anzurlehten explodierte. Außerdem ist auch, in Ihahowot ein Ilolzlagerplatz angezündet w«n-dcn. JüdiM-he XX'fiejucr .Italien «lic flieheiuh*» Hrandstifterin Ilechowot b«*seliosscn, hierbei wurde <*in Araber gelötet. Iu ganz Obergaliläa herrscht stark«? Spannung. Angriff«* \vuv«U*n auch auf die Siedlungen Bel Zera, .Mischmar Haenwk und ändert* jüdische Kolonien,in tler Jesrecluml iu «ler Srliaron- Ehem* \nfiht. fn Jaffa wurde in <‘im*u Fahrikhof eine Bombe geworfen, als sieh gerade «Ireißig jütlische Arbeiter «lori auf- IiirlK'ii. Die Bombe . explodierte, «loch wttrtle glfu*klichenveiseuiemaml viwletzl. Der II ü r g<? rm e i s t o r von Ilehron, Nnsr el Din. Et rr.M*liosM*ii worden. Es verlautet, «laß es sich, um einen Bachrnkt arabiM-her Extremisten handelt. «Irren Feind-rhaft sieh «ler Bürgermeister wegen angeblicher Unterstützung «!cr XYninttlmigsaklitm Emir AlKlullahs zugezogen habe. Der Btmihenansriilag in der Ilerzl-Straßc in Tel Awiw mit- «einen furchtharcu Folgen hat den ganzen Jisclmw in lmg.-'ieuio Erregung v«*r-etzt. Man hat d«?n Eindruck, daß cs nun mit der s«> langt* gewahrten Srllislbe-hrrrsjJmng zu Ende gehl. Zum <*rst«*nmal .»eil «irr Monaten haben Judcuuu arabische Terrorakte mit. -einem aklncn Gegenstoß beantwortet. Emwo].mrr von Tel Awiw haben, als arabische Terroristen aus Jaffa einen Angriff unl«*rn«*him*ii wollten. «*inen Gegenangriff «lurchgeführt, hei dem zwei Araber'verwundet wurden. Auch als Araber bei Tel Awiw aus ritu*rn fahrenden Eisenbahnzug Juden mit «Steine bewarfen. erhielten sie die gebührende Antwort. Man vermutet, daß mehrere Araber verwundet wurden. Auf «lern au der Grenze .zwischen Jaffa uml Tel Awiw' gch'genen Marktplatz provozierten . arabische Terroristen ein«' Schlägerei. Der -JOjährigc jüdische Arbeiter Scftinmon Zapilo wurde verwundet auf die Polizeiwache gebracht uml von «lort in «las Ifada^sakraukeunaus überführt. Drei «Tudcn wurdrii verliafU't. Unmittelbar nach dieser Sehlägerci. verbreitete rieh unter den anfgehetzlcn Arabern in Jaffa «Ins Gerücht, «lic Juden halten Dutzende von Arabern getötet. Sofort rottete sich Gc*sindeJ zusammen, «las sieh auf Tel Awiw zu bewegte, um L'nnilicii licrvorzumfcn. Polizei griff ei» .und trieb «lic Bande auseinander. 1 Herbei wurden mehrere Araber durch Knüppelhiebe verwundet. ’ Bald mich «lein sehreeklich«:ii Boml>enatisehlag traf in Tel Awiw di«* Nachricht ein, «laß «ler arabische Terror unweit von Verfchwörung im Gefängnis von Jerufalcm aufgededi« Jcrusdciu. Den Behörden ist cs im letzten Augenblick gelungen. eim* politische XYrsehwönmg arabischer GefangenenauTreher- und Gefangener «les Jerusalemer GefängnEses zu entdecken. Atisgcgaugcii war «Ile X ersehxvörung von «Icm Gefangenen Ilassnr Dsehabar, einem «ler berüchtigten Helmuter Pogromhelden vom Jahre PJ2f>, der wegen der damaligen Ereignisse zu «•hier langjährigen Gefängnisstrafe verurteilt ist. Der Gefanguisheamt«? «l«-cf Gabriel organisierte die Durchführung «les Planes und versorgte die Gefangenen nach lind nach mit. XXaffen, «lic <*r aus dem Gcfängnisdcpot entwendete. Für «He Durchführung; der llcvolti* war eine Nacht bestimmt wonlen, in «Irr ein jüdischer Beamter «lic Aufd«*lti führen sollt«?. Im letzten Augenblick: aber besann sich einer der X*crschwore»cn und macht«* dem Gefängnis-', direkter Mitteilung ^*on «len verbreche rischen Plänen. Gleichzeitiglieferte er einen llevolv«?r mit 17 Schuß Munition ab, «len er von Gabriel erhalten hatte. Er wurde sofort fcstgenoinmcu und auf Gniud <*inor vom High (iommissioner unterschriebenen Order nach Ägypten geschickt. Cher weitere Disziplinarmaßnahmen ist no«?h ni«*hts Itekannt geworden. Jaffa ein wM*ito. res j ü «1 i s <• 1t e s \ To <1 c s o p f e r gcfortlert lialn*. Der 25jährige Julius \V a g s'r h a lein Eiuwaiulcreiaus Deiitsidilamb xvar in «ler Nähe von Mihwo Israel aus «lein Ilinterhall crschosp«*n worden.« Der Ermordete ,«v*är Eh?ktroteehniker und wollte sicli i» dt«*ustliehem Auftrag nach Sarafcnd I>egt‘l)en ,uni in «1cm dortigen Tntpiwnlager «lic gestörte elektrische Beleuchtung iu Ordnung 7.u bringen. « Aus den Gemeinden .Frankfurt a. M. Im September bestellt die J ühl-i sehe N o t s t a ud s k ü c he in Frankfurt a. .XL vier Jahre. Die Zahl der gegenwärtig ungeteilten EsscnjKirüoncti Iicträgt fase J3U0, unter ihnen allein mehr als 300 für Kinder, die während der Ferien, von der Küche beköstigt werden. Die Gesamtzahl der E^senspoitionen, «He im «lahre 1935/36 verausgabt wurde», betrug 273192. In den ersten drei Monaten des nunmehr begonnenen Iieehmiugsjahres sind allein schon 73187 Portioneu Vier Todesopfer eines Fenerüberfalls Tn «ler Nähe von Newc Srhaanan wurde ein niit jü di sehen Hilfspolizisten l»cse|ztcs Auto aus dem Hinterhalt bcs«*hossen. Mehrere Insassen Wur«U'u venmndet. Einer von ihnen, Goldhnl>cr. «*ilt(? trotz seiner X’erletzuiig zu der uäehsteu Polizeistation, um XVrstärkimg heraitztiholeti. Als er-mit «licser zu «lern Auto zurücKKam. fand er die' Passagiere llamtiM'rmanu, XVcizor mul S«* Im I I <■ r «*nnor«let vor. Aurli ein«* Frau Ist von «len Arabern getötet worden. Bi'i den überfallenen haiulelt «*s sich Um eim? Ausfhigsgrs«*!!-^ Schaft, die von Tel Awiw nach «lern Karmel fahren wollte. Die gcUhete Frau war «lic 25jährige Brouia Kol in. Gattin eines Arztes in Tel Awiw. sie stammt«* aus Polen. Ein'Einwanderer aus Polen war aiteli «ler d9jährige Ghaufhtie Chajim S«*hull«*r, X’ator von setJis Kindern. Dii* anderen zwei To«lcsopfer waren der 23jälIrig<, Hilfspolizist Micha«*! XX'ieper und Josef Ifammcrinanti. Das Gewehr XX’icscrs ltntten die Angreifer gerauht. Jlamluermanu war unbeuaffnet. Die I^*i«*!ien waren von Kugeln durchbohrt und verslfimmflt. Sie zeigten -die Spmvn von Schlägen uml zahlreiche McsM’rsteilu*. Dem verscltai*ft<*n nrabi-chen Terror1 sind noelt weiter«*, «luden zum Opfer!gefallen. Am U. August wunle das Oberhaupt der Kohmi<? Mizpa. Ga«I P e l e g - A v i g d o r i .• «ler s«*it dreißig Jahren in Palästina ansässig war. durch einen Bombenwurf "<*tute t. Die Bombe .wurde, von «*mcr Gruppe von Knlonsten geworfen, die sieh auf «ler Suche na«*h arabischen Angrcijern befanden.- Das andere Todesopfer. ist der jüdische Hilfspolizist (Tiiwia 11 a hi n «» w i t F.r wurde, als er sieh zum XX*a«’h«Iien*t -hegah. schwer vencumlct tüul v e. r s e 1j j e «1 bald darauf im Krankenhaus iti T«*l , Awiw. Mehrere jüdische Arbeiter wurden «Iur«*Ii Bombenwürfe in'einen Autobus schwer verwundet. j Zn svhvJeTcn Unmbvn kam cs am Donnerstag abend in Tiber ins.} In «ler Altstadt wimlcn «Iiuh'ii von arahErhcn Mengen mit Steinen l>ombnnUerl. Poli/ri zerstreute die Aufrührer. Ih'im Einimteit der Duuk«*lheit zerschlugen die Araber «lic seit Gründung der Küche gestiegen sind, erhalten «lic Uilf«»- bedürftigen das Essen gegen eiue XYrgütung von lü Pfcuuig für die Mahlzeit. Um das "Wcitcrhcstelicn der Notstandsküche “zu ermöglichen, wird am 30. August eine llaussammlung in allen jüdischen Hausern veranstaltet werdeu. Gieiwitz. Xor.kurzem wurde der emeritierte Lehrer «Julius Michaelis iu liimlcnburg 70 Jahre alt. Er erfreute sielt als Lehrer gixtßer Beliebtheit uud erfüllt noch heute als Mitglied des \ oivlu’tidos der Synagogcngcmeinde mit xvannlierzigetn Iut«?ressc -eine ebrennmtliehen PPfiiebten; insljesondcre hat er als Leiter der ZcntralwohlfainLsslelle segensreich gewirkt. Die Svnagogengeim'inde Beutlien hat, eiuem dringenden Bedürfnis entsprechend, eine Gctmindebibliolhck, zu der bisher nur Ansätze \orhaiuicii waren, mit zweimaliger Btiehausgaltc in der XX’oelu* ciugericulet. Der Appellzu . einer Bücherspende fand Widerhall; es wurde» fürs erste etwa 600 Bücher gespendet. Köln. Der X'or-laiid . «h*r «^ynägogengenteinde. Köhl erläßt eine Bekanntmachung. wona«h am 29. November 19.36 die, N c ü w a )t I e n «l c* r H c j> r ä s e li t n u t e u der Synagogcngemctml«? - statifinde». Zu wäblen siml 21 lU*pcäsc»ta»ieu uiul 9 Stellvertreter. Die X'« ijjainllungen über die LiiihiMimg «ler Kölner BcpräffCntantenversammlung sehwehten sl*it längerer Zeit. . Die lwidcn stärksten Fruktioitcii. di«* Liberale uml «lie- Xolksparlci, waren Sielt in J«*u Häu[»tpunkte'nr wie wteilerluilt verlautete, einig, «li«* Se!ivvi«*rigkei\ bCi-iatul jedoch «lariu. die Ansprüche «lee Kon?*«*r*.ati\«'n entspreelu’it I zu berüek.-ienligen* Atteh th.*r Heieh>- bund jü«li-i*her Frontsoldaten batte späterhin seinen alten Ansjtria'ii « auf XYrtVciiing iu «ler GeineiiHleführung angemehlct. J*> be>l«*ben lh*?-tr«*l»imgen. «Inrelt Schaffung eifi»*r Einheitsliste einett Wahlkampf zu vermeiden. * Dem Gedächtnis Bertha Pappcnhcims irt eine Doppeltumuuve «ler Blätter des Jüdischen Frauenbundes gewblmei. i» der tlas.rrielu* Leben dieser Frau, noch einmal entrollt wird. Hanna Knrminski bat hier Würdigungen und‘Bekenntnisse. Biographisch«*:»und Diditerisdies, Briefe und Aufsätze zu «*iu«*m hlcilR'tulcu Denkmal «licser jüdiK*hen Kämpferin zusamnicngesteHl. 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