Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 16 (1936)
- Issue
- 32 (5.8.1936)
- Date
- 1936-08-05
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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Autorität und Freiheit / „M„OHra lCine geschichtliche Kemiubzenz »ist ki .{ i |!< «iiinnii'i Jes Gebetes am Platzt*. Als fern tioa Xcukginn de* jfidisriii Lebens aufbaute, fing er damit an, daß er jeden Juden am Morgi dus-Sttick der'Bibel beten ließ, das uns-ab erster Abschnitt d bekannt ist. Ich empfinde-unser Geschlecht als solch c-, Ge: leeht t Is daß jeder den Tag nichts i 11 üiklstück heg ankmnmt. die Menschen wieder zum I in diesem Stück eine solche Fülle vcrl Kompendium des Judentums erscheint.... .. die Entwicklung führte darüber hinaus; wir sollten damit beginnen. . und die Entwicklung wird darüber hinausrühren, wohin, das ist ident unsere Sache. Und man wird die des Bctciis entwöhnten Menschen am besten daun wieder zum Beten bringen, wciui nichts von der üblichen Salbung dabei ist, sondern eben jene.Schlichtheit utuU solcher An- und Aufruf, wie sie im Sch’iua gegeben sind. Daneben möchte ich .die Pflicht stellen, die Ifauptcasur des Taues, die Mahlzeit mit Ccbct zu - begleiten. iTir das Gebet des Tages -ulk- I.l. pn 1 uidtiuiiüen als unabdingbar auf. Es darf nicht lind seine Gi-rludiie llczui; haben, cs darf sieh nicht er*cliöplen in dun Auf/nhlen der eigeueu Bedürtuiss».-. dem TagcslieucUr. «*s muß ilcn Einzelnen in fsrael liiiieiiistellen. Und die zweite Forderung, es darf tlas Hebräische nicht ausgesehallei sein, es muß der Klang der alle Juden verbindenden Spruche auklin-'c». beute mehr denn je angesichts der UolhvMic das Hebräische in PaWbtmu spielt. Cher die Almüuimg von Hehräiseh mul Lamlesn Grumi it Gebet I» stillte n I-ordernden. nil beenden. Lud liier dürfte man sogar individuell bleib.... r petsönliclieu Frömmigkeit gehört unublösliar die Feier d/s »bajs. Die Forderung aufstcHcn, daß jeder in vollem Umfang »ehäftsruhe halten soll, hieße den Blick vor den brutalen i Umständen hmleri wehre arf n t das. daß jeder sieh gclmudc» fühlt, den Freitag-Abend hfmdhhcn Gemeinschaft zu kgelum «ml dies); Gemeini einer ini* NVeihc ^umkleideten zu gestalten sieh bemüht, fern der Familie behenden muß die Möglichkeit einer men Feier geschaffen werden. Ich verzichte wiederum' init davanf. heslimmte Gebete vorzuseblagen. Aber ich i einleitendes- WVihegcbet — Kiddusch — für imerläßlich ■ überhaupt der Abend mehl eine der übliche.. Abenduiigen sein darf, sondern daß durch Gehet mal Ucziigmf das Bibelwort und durch die bew-ußte Lenkung des tauf 'jüdische Dinge der besondere Charakter des Abcti'l.« >ein lmiß. Und es muß mit aller Deutlichkeit gefordert h will ausdrücklich sauen. ie Dinge wie Feuer-An/iinden, hen und zu verbieten. — \Vas 1 des Pessaeii. de. einsamen häuslich, •Vier «lerXha.mkk t allen Lichtern begiHil •m nael.hibhVelien Feste Gesamtheit -und ihrer ( Ausdruck gibt. Jede erfüllt*. cUirher KaddFrh persönlieln Schmerz hinan adiche Krii den ltuhu;uf die Frag Notwendigke Gesamthi ngiit uls persöulic chliidslieli Afediodik, >mcimIegottesdieust. AViis dieGemrm» dem GottredjYiV't die Gestalt zu gek* u-ils von den Teilnehmern mit Inuigkc Teilnahme als solche liahcu muß. uiu Führende uß nur aiisgcsprorh i‘insrh»fisk’WiißL>cjii iml Hel, Stillesei I linhorcheii. Aufmerkc Ambleiilig che Teilualmi1 Bezieh ablehnend rsönÜcheu Fi Vorbcreituti insduvft fddt das U Judentmr -hrilllirhen Jude Pflicht, »rtbildung der Jugend nützlich das Mille idividueJIr Denke .Milleb' :«sein halthi uliehes Leben liii: iudixiduellc i Betätigung ein Wille sein. Gott damit .-Kordcniug Um.-, willen in-In-w ähren. „» H-rlmlb .li-r Erüiiiinittlrit Uep-.ide mit .1 LK-lilielii-ii Empfinden» beruhende )uuum,il,i l.irf sieh iiii-.uuud eiureden, duß er mit sein l.darlx-il alle Jplen Ini-memsel.aft •Irr jfalij.-.U-i. Zv daß Ula-i-al.- -Deltliuesaiispr,ii ....knüpfe Denke I.il«-raliifjlalMde uu.i lluildlui Mow-he. Zionismus und liberales Judentum Fmlalti I fr Hi« ft xeifehb uoft Schäften-*.'' dev de beruh id die M; S-birk-;d alli-u Impulse E'-bcn alb- 11.- Sprachdes.L ,e persönliche Denkweise •he durebi f dem mdpimkl, daß vo»sritm des Heligiiisen her ihls Es*rn gleichgültig ist: es gehört zu der traditionellen jüdischen Denkweise j e gl iehe Lcbcnsbctatiguug in den Kreis der Heiligung cinznberiHicn. Lnd ich halle dafür, daß das Gewicht der Gcsehiriitc diese Dinge dem jüdischen Bewußtsein, so cingefügt hat. daß tlas Volk-- bewußlM*in sie nicht völlig hat verloren gehen hissen. Ich würde al» eine angemessene Ordnmig erachten, Speiseges«‘tzc im Prinzip. :ni GnuidsätzlHien zu ljejahcn. alter sic auf ihre biblische Kinfacheinc doch wirklich nicht einwandfreie Deutung und durch mißverständliche Interpretation biblischer Sätze gewonnenen Vorschriften und die mittelalterliche W irlitiuhiervi in diesen Dingen abzniehneii. Das würde zu der in meiner*'theoretischen Einführung itereiU bejahten großen Linie uchurcn. Ich bin mir alter bewußt, daß in dieser Frage am härtesten die Meinungen aureinanderplatzcii werden und die Anschauungen schwer zu vereinen sind, leli gehe ferner der Überzeugung Ausdruck, «laß die Bcschneidmnr so tief dem Volksbcwußtsein cingefüut ist. daß der Einzelne sieb ihm 7.u fügen gehalten ist und seiner eigenen mdtvidualisiiscltcri.' Haltung in dieser Frage nicht folgen dürfte, wenn mau auch noch so sehr um die mystischen Hintergründe weiß, in die hinauf die Sitte reicht. Es ist eben in diesen Dingen nicht die ratio das lscheidende, .sondern das unwägbare Bewußtsein der Gesamtheit. c Volksseele. Zur (> unliebe». werden darf. Ebe> t der Elu*. daß man «len Akt der t der st n' Onlniti empfindet, solidem die mit ihm vollzogene Begründung neuen Familieuhau>ein <Ias lhmdc.sxerhältnis \on Gott und Israel einbezieht, daß man also damit der Ehe ihren individualistischen ( harnkter nimmt und sie in das Gesamtvcrhältnis Israel* zu Gott lind der Welt cinkzicht. Grad diese Ilcrnudickmg arts dem Persönlichen als Krönung des. Persönlichen,'und die Begründim** «ler ehelichen Gemeinschaft als einer Äußerung jüdischer Frömmigkeit ist der Sinn der Formen und Formeln," mit «lenen der Akt «ler Trauung seit alter* umkleidet ist. nicht vergessen darf in einem Abriß «1er von den .« eilenden Forderungen das Verlangen sein, «laß ■*""* .1 r'~ '* an teure Angchörig " frommea Juden; man die Erinne... _ .. , Iiält und den fri-chen Sriiv i Ileir r Gott Molnars „Große Liebe44 Ein erfolgreicher Abend im Berliner Kulturbund Srlnm i!i- ÜI. iff-n. Mim .l.irf mil Kr.-M.Iif.-,l-t.-|H,. ,I,.B M..I- KM.u5-Ii<- J.riii”! k.-i...* «r.iti.-.. il.'i..].;.li,r))>‘.. K.ill- ...... ilr;..t.i.li.rl..-.i Al.-.». :.l.t-r ist t-i» Slmk. I...I uil/m.-r. I.iiilaklik ii.il.l li.-il.-r. I.i.i.l .-r.isl, ||,|M.II il.-,r,i.iI.lr,l-.-I,.TI, .....I .1:.- m.-„. ,.-l....-ll Mnliiars i’.-rtü.iliriikf-it zwei ficii-JidT. Kim.iiil ist n- .Irr M'-tiilzti- Ti-1-liiiik.-r, ilrr. r.iffii.i.-rti- Ci-rii-licrl.a.il, ..... ilaran .las l.li-.ui.-iu!.- K-.icriu-rk ,i-i..i r Aplin. i-mrti mul r.i licii'Wri-lici(<Ji al,z..l,.c„,.<ii. nai,.-l.i-.. fil.t .....I. ili-n Diclit.-r M«l,.ar. «li-r Dir ../imtic I.irhr^ i.af Klen.cnltvr.t. hciilrn/ ■ Da ist Hittr.i-i.tiairt-s«l..t<- l)iklal.,ri.i fi„,:, rlr»a.Uc.» M«,l<-al«,„.. iri rinn .Staat-,.-krt-liirsgalli..,..-.. ton. tt-l.lt.... .Irr l.illy Kann anC jn-zi-n.Ilii-U her««-rirhttt is.-r.li-n. Margit Ajsi ist ci.ir kfil.ltilr.-l.m-ri.,, Sit: nia.-lll t.l.-l.t ,,..r l!.-.-l.il..nr0.i für il.rr Klirntim-.rii. tlii- -Ii-lli-rlii-ii «latt ln-jli'-ln-.l wt-rili-tl. sir Si'i'i.'lu am-h. M -,,-,-1,,-.. uni Srlü.-ksal zu l..-r.-.-lmr,.. «...I wuml. rl -i.-ll, nenn .li'-r Ilril........ nicht so "lall a.if"t-l.l. Dh-sir Mar"it "il.t ni.-lit nur in der Mode an, soudm. null» in drin ..... Ilrinz Co mir II rrizr.id .-ingcrii-ht.-t.-ii Ki..ra...ili.-nl..1..si’l.c.., i» ili-m sie mit dem Schwesterchen ireue wohnt, und in dessen Dachkammer sie seit immerhin vier Jahren Irenens ßräuli-tam, den . korrekten, pedantischen Ingenieur Lndwi", l»chcrher"t. Die grnlh- Melie ist es nicht, .lie diese, KSrelien verbindet, und so ist es kein Wunder, daß Iri-ne nach Kaie- und Kinobesuchen mit cint-.n drani^anr,-ri-i-h<-n Alanteun-r der mütl.-rli.-Iun S.l.wesl.-r d.mllhrennl. Der.-., ,Irren \\ illr.l und Kalkül, l ud rep-,. Ilrrln,,,,,« .....I \\ illrnplrr kfil.lrn Mar”il i-l r, nurh. daß -ir. sich seihst in den liehci.sufirdic.-.i . l.u>.>(n'n" trriirhl. ,.Irh rfaufii-...rditiert .rissp'1iai'k|.'.. K<.IIr.- des jiiiip-,, Paares silr.l.im- (troßr I.irhr ist dir. für dir in k.-ii.r Krklär.,,." "il.tdir krii.rn Zweck hat und keiman,Irre l-midr kennt ul, d.„ Opfer“. Sie I,ringt .In» Opfer und läßt dir hridrn zi. hr„, nicht ohne sie' mil ri..r„i zu vrrsillH-rn.1.11 llrill.-inlriim v.-rsrl.r.i zu hal.r.i, ...» uulfalls ,|em nrur.i Srl.warrr Iwan da, Trllrrwasrhr.i ...id SlratSc,.reinigen in New York zu er-parrn. Sir srll.-t wird künftig die. U(-"<-litsrlinrt in, I lau-r ...i. dem sei,fiel,len,I.mlftir, dem »um dir gol.lrne M'.laillr im l'r.-htr.i „irl.l -r> reiht ^-);ju)s'n will, ehelich teilen. Inter l-'rilz Wisl.ru» "If.rkli.l.er, pH grtfiuter ll.-gie uird-nusgczi-icl,„cf rrspii-ll. Dir Krim, die glnul.l, sie weiß, was sie ^ill, hüllt Unll. M anheim.-r in das .schlichte Cewm.d rnl-paniil. Jo-r Kniest» l.rwy. .ler immer mrl.r im Nalfirlirhls.il gewinnt, öffnet die Srhlru-oi aphoristischer Keekl.eit mul lielx-i,-würdiger fanishfilH-r.-i. Anständig i.i der ffallimg: Waller II.-rz. Kimpra.-hlwillr Kignr: Jenny liernstri,, S.-Iuiffer), Minist."rsgattin mit Herz ui.d rie rlegeulieil, h-hruskl.lg mul flher ihre, .l.-ihre hinan- Irhensln-lig, mit der Km,de am Tralsel. und gnlig.-r llilfshrreiisrhafl. KJlen Moses, die eine Drein CarJ» .werd.-.i uiöeiiie, von, DichIrr iilicr ...it Worte» so »tiefmütlerlieh Iwsla.-flt ist, daß sie zum Stun.infili,. gehen köiiulc. Sigmund Nim herg. I lin.sln-sorg.-r und ' Detektiv in einer Person und Kleidung., und Diua K r i.- tl-i.i a .. n als Portiere sind amüsante Itnmlfigiirrn. . ' . lVift.il-, siehe olH-n. E. T».