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Jüdische allgemeine Zeitung · 1936-07-29 · 31 (29.7.1936) · page 4

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
16 (1936)
Issue
31 (29.7.1936)
Date
1936-07-29
Page
– (sequence 4)
Language
German
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imim riKi \mn TOia.TOGrciAEff Da* * ITiIirrn vrrschicdrinT* Firmennamen Ein »«‘»er Ksumn«‘r»erichtd»(\«,chlntv hat <i *r Bi'rlmn* HamlchknimiMT Gi:h.’g«*nhrii zur StcJhmgiialuir* «la/.u »«•»«•1)1*11. ob rin Kaufmann \>‘r>rlji<ilruc* Firmen führen darf. Sic kommt dahei zii dem Ergebnis, daß ein Kaufmann vc.i->«'hir«l»:nr Firmen nur für mehrere .selbständige €»<•■%*führet! «larf. nicht dagouc» für miM’lh.sländi»«: Abteilungen ein«*» ••inhi-illirlic/i If.mdrbgcwcrbes. Kill Berliner Kmifmmm betreibt einen Großhandel in Textilwaren unter .«Irr Ihwirhnnng’ i.A. 15. Textilwaren engro-4'. Kr ri«.*hl**f<• imii., daneben einen Vcrsundvcrlrich «*in. in «lein Wiw-hcartil.el an VV Mi<lergc.uerheir«*iheii<ha nudan Wrbra'uclHT ab»o«etzl uur«l<*n. Hierfür U«‘ß er eine ht\sOinlerr Firma ..Deutsche Wäsche A. H.i; «•intragi'N. Die Berliner IJwnli’l.-kammer sowohl nie auch «In*. Knmm<*r»«Tiiiil habendi«:* nicht für zulässig »«•halten, weil «•» ei eil um den Betrieb des gleichen Gewrrb«’* handelt. Der Vertrieb von Textilwaren umfaßt nach AnVichl «ler Iinndelskammrr unzweifelhaft ai* das weitere ancit «len Vertrieb von W äsehc mit. Die Ycr>-ehie<lcnuriJ de.« Abnehmerkreises allein kann nicht hewirk«*«, daß «bis Vorlagen zweier Meiriche aus verschiedenen - Branchen angenommen worden kann. Un«l für «du llnndrl-gewcrhr «larf auch nur cm«: Firma geführt werden. Aus <l«*u Gründen wi no«*h IhTvorgelmben, «laß vor allem als mivereinliar mit «ler Selbständigkeit der h«’i«l<’u Betriebe aiige.siJieu'wurde, «laß «ler\cr-anil- 1m*Jri«*l» au>>«,hlirlMi«-h dazu db’ticu sollte. Wären, die unter «h*r (jrsiten Firma angcsehafft wurden, weiter zu veräußern. Garäulieleislimg iui Handwerk Für Handwerker. wichtig ist «•ine .VuI.Vnm» de« Bcirhswirl.*«diaf(sministrrmms. «II«* si«*h mit «L*t Fra»«1 «ler Garantieleistung des Ilandwrrker.s für «lureli ilm »«dei-tel«; Arbeit he- .schäftigt. Zu «Ije.scr Stellungnahme bat ein Streitfall »effihrl, in dem «'in Ilan«Iw«’rksmeis(er Emphdilnngskarti-n versandt hall*-, in. <l«*tt«‘n er für seine Leistung ein«* zehnjährige Garantie nuhot. Dies erklärt der IhdrhswiiiH'liaflsiiivisler für unzulässig. Dir Garantie von z«lm Jahren ubersteigo «II«* .durch «las Gcse vi. Ivstimmirn Garantiefrist«*!!, da die«* als lliirh«tdaurr «ler Garantie fünf Jahre \m*M’h«'M. ln der .Zusage einer •liöin*ren Garant!«' wird . ein Vci>|nß gegen «Ia> Zu»ahc\«’rl»ni erhliekl. Dir Erlaubnis zmn Untrrvcnnictrn In «I«t Ibriilspmlmng «ler Cermhlc zur Fm»«’ «h*s Ih-ihtes zur UtUcfvcrmKlimg auch ohne Erlaubnis «les Hauswirts ist eine .Änderung zu^ ver/.eiehn«‘u. «lie' zu («misten «ler-Mieter erfolgt ist. Nach' einem in. dec ..Deutschen Rh-hmr-ZcHnn»44 ver<"iff«Mitli«’hleti ' Urteil i«t «•ine Unten «*rmiet»mg trotz vertraglichen Wrlmte« «hum zulässig, wem» mnli Lage «h's Falles da*' Gemeinwohl mV erfordert. Dieser Grmnlsalz gilt auch «hum. wenn «ler Mietvertrag' k«*in ausdrfnkbYlirs - Wrhol «ler- Untenrrmi«Hurg .enthalt; «leim au«*l» dniin ist **b* ja kraft C«s«'!/.i*> nur mit Zn:*firnmtmg dcsVYrmiigrr*« mögih’li. Unabhängig dnwm i«t «iie Sln«ilii*liK<*il. «lie Krlauhnis zur l*nter\«•ruHi'luu» '<m «ler Zahluuu «dne?. . hcstSinmleii Zus«*hlä^«;s zur Mie|«r ahhanid» zu niaelie.u. «Ii<r auch heule mich nach «ler H«*eiits|>re«-htmu d«*s Berliner r.ainl»eri«;hts Iiestrht. Die Gerieiite zur Ziii*st'iihiiHg Kin- Krlals «I<*s I{eieih*jiioli/.miutsters h«*s«hafti»l *“i«'i» mit den ' Auf»al>«*ii «ler Gerieiite h«d «Irr Ziiirsimknn». Das lteiehs»:\«elz über «lie Senkung «h*r Iiv(iiill)i‘keuziuie:i utd'-l dem Biiditer <li«*«Anfuahe zu. l*ei «h;n Hv|»«»th»‘ken «Io— freien Markl«*s z«is«’lien Gläubiger und StdiuhliHT eine Kiui»«ma über «lie Ihübe des im Kinzcifnll aii^emesst’iM*ii Zins«*- zu Wrmiltdn lind, wenn «lies nhdit »elm»l. «len. au«i*mi,s-«,neu Zinssajz zu bestimmen. Tu «Irin KrlaF wie«I ii. a. »cniüI. «Ial> n«*iul «lie l'rtrji»ui««e «Ir« Grundstücks mit «len KnMen niidii imdir in Fduklan» si«du,u. «ler Biehh'r einen s.-irb- •H*mfdb,u A«is»Iid«,b b«*ti‘«dfüliri'n soll.1 In jedem Falle soll auf «du«* »ütlhlie Riuiauu» hin.»*'uirkt w«’r«bu. Neues aus «lern Knn«li»uii»sn*rlit ‘ Aiw «I.iri Kiunli»uiu:-'r«>4‘hf lie»**u «due Anzahl ii'aier wi«diti»er F.nts«dnd«lim»en w»r, nu- <l«‘n«*n das \\Y>rnt1i<die )trnor»ehoben s«d. Di«r 1iiati»|M*urI:iiahme «b‘s Arln1dt-»erieiiH*s ist kein Kündi»unirs- »rinnl na*di «dm’r -Kul*rhtddum£ des Arb«dls»eri«'htes S(utt»art. Kjn«' sulelu* (Cüudi»uuL ist n»«\i\i». weil sie eine imbereeiitiut«* Mät>r«’»« bm^ ist. um! \i*r|»fli«-lit«'l «len B«*triebsführ«T we»r» Verlelzun» der Htm oblie^’tuh'ti Für-or»oj»fli«l»t zum SebaiUmsersatz. F.ine KüniUtnm» davf nur nrndi *»»rj«falt»uer l’nifuni* «ml bei \'orliainb'ii-ciu >aeblieh«T Grumle aus^e-proeiien wer«b*n.. 'B (!a T’J J.l.) Narb' «I«,m Vrh«dis«irihnmüs»r>.etz mut> lud «dner Wulerriifsklairr »«•»«•u eine Küu«li»uu;i «latftber bei^cfüiit wer«len. daß die M«“»»liehk«-it «dn«*r \Y«dt«*rhrs«dififtj»un» erf«il»his beral«‘n sei. Ein«* ICIaiie. di«- <»lin** Bes«di«dni»uu» einjier«d«dit wir«!, ist als unzulässig zurfu'kzu«eis«*n. Kin«- Ib-iluuu «liesc« Manuels i«t mir iuuerUalb «-iu«*r Zweinuelienfrist. m«'i»Iieii. (LAG Berlin 103 S. 7f»B B4.) W ird ein Kfiiuliuuuu^si hndben J‘rislu«-ia-« ht in «ü«- W’ohuutiu «les Grküiuliutcn ««•sainll. sn än.lert amdi di<- vnrüberuelwiulc Abwesculudt. «!r.s Betre.rfeud«*n nichts an «ler Tat.swhe, «lals «Ins. Küinliunuusselireiben mH. «ler Ablieferuuuin der WYlmuhu fristuer«‘elit in «lie Vcrfriunii»j»<'uall «les Gekrm«Ii»teu »elanut i^t. Dem Kümliuen«b‘fi s«-i n:«du zu/iimul<‘n. sieh \oll«; Geuißln-il «larüber zu xerscdiaffen. ob «b*r Gt-kütiJiulr an «lein Taue iio«di «lie Miiuliebkeit Ix-saB. von dem Stdirejlieii Keimliti" zu nehmen. (BAG 2-1B 3ö.) j Kinlic'lütdie \'ersir’tcrini^s|)rnniicn .Vin I. August (ix-ten für «lie Infall- und llafl|ifli«,lit\ersi«,h«*- ' rtinji u«*u<* «duheitlielte Frfitui’eusfitze in Kraft. Die ladn-ri«*' imter- ^öehiedliebe Frauii«*iibeim*s-imu in «ler Trufallun«l I laftpfliehtwisielnmin» und «li-* UabatlueuTihruuu i*-t «lnr«di Ibwlilfiss» «!«'.« Yrrbainh's «ler [inxaten l nfall- und 1 laflpflielit-X''ersiehen-r he- M*iti»t worden, lim »i-sinnb* Wettbewerbs''rrliftllnisse in iiies«-n \ orsieh«-runusz\v«*iuen zu sehaffcii. Dje neuen Bi-stimmunuen fin«l.*n zunnrhst nur für Netiabsidtlüss«- Amveiiduuu- -Für di«’ l'mslelluuu «U-r lauhiMli’ii A"«,rsi«,bcvun»«*n «Tbdut sputer eine iK-somh’re Be- »«•lung. I«d der in Zusammenarbeit mit «lern Heielisatifsiiditsamt für Privatwrsirhenmu Auswuchs«-. Mir allem auf «lern Gebiet der Be»fiustiguii»s\«*rtra»e, lM*.r<dliut wexden solU-n. ,; * rbrrwacliungsannrdmmgen ’ * . Der B«d«*b-wirtsel>aftsmiuisler iiat eine ..Dritte, Anordnung einer Marktregelung für «las gra p li i s e h <• (i «vw.e r «Tlnsseii. durch welche die \om UctehsÜommtssar für Freisühcrwaehung^crfügte Oidutmg für «las graphische (Vewerhc. vom 21. Mai 1033 ergänzt wortlen ist. Die ClH-rwächungsstclh* für Knutsehuk uml Asbest hat «due Anonlnung filier die Bewirwhaftung von Altgummi und G u m m i « 1» f ü I I v n veröffcntli«ht. Die Aiionimiug verhietet die YcruieUlimg von Altgummi und GnmmiaMfdlen und bestimmt, «hil> .Altgummi tmd'Gunmnabfällc pfleglieh hehaudelt werdeu müssen. Ferner sind Bestimmungen ülx-r «leu Kiukauf um! die Wrwemhmg von Altgummi und Gtmumahfiillcu erlassen wanlen. L’ntertichmungen und Personen, «Irren Bestätul«* in Altgummi un«l GuinmiabfäBon ’ 5(H) kg über-rbreiieii «»der die in einem Monat mehr als.500 kg verarbeiten, sind zur monatlichen .Meldung «ler Bestände und verarbeiteten Mengen'v«-rpni<d»t«*t. Auf «lein Gebiet des V i e h h a u'd c I s ist eint- Anorilmuu: «les Yorsitzemlen «ler llau[ilv<T(2iiigung «ler Drtits«di«.,ii Yiehwirtiadiaftu'iig von Bcih'utuu,r. Di.--»*r ist ermfu-hligt w«»r«le», UichtUnit-n für de» Nutzvhdmamlrl zu erl;i>s«,n. und .S« JiluB- und KennztdeJmungsz.wuiig, Lieferimgsmul Zali[iu:g-!re.b'n»ungeu für Betriebe, «lie mit Nutz- oder Zuebtvi« h bandeln. f« 'tzus« *tz« n. Die Kmiaeluiguug schliekst r.uth das Ib-eht in sj«-||. »«*»«*11 Zmvi«leriiaiidebnle Ordnungsstrafen fealzu-* set/.eu. I)ur«b «he Anordmm» soll eine Neuregelung «les Nutz- und Znrlii*i.diliaixJels in «lie \\’e»e geltdtet wenleu uuii dieser Teil de*» V i.-bbandelvom Handel mit S«’hlaeiilvieb abgegrenzt werden. Uuzelbaudel mul Kiiltiirkanimcrgcsetz l.m limiih-rlalA des BeiehsuirLscliaflsininislei-s. «ler . si«*ii mit Zw«if<-Mragei| auf «hin Gebiete des Kinzclliundclssrluitx- »«•selzes beschäftigt, nimmt auch zu «1er wichtigen Frage der KiTHiiuugs^M iirn Stellung. Soweit von einer der UeicJiskuUurkammer aug« s« hlo-cmm Stelle eine Krririiiuugs- «»der Ghernaiimcsp«*n«- «Tlassrn worden i^l. bedarf em s’uleher Kinzelhandelsbetrieb sowohl einer' G«*miimigimg nach* dein Kinzeliiamlelsstlmlzgesely/- ab auch- < iu«!r Genelimigung im Sinuc «ler Sperrammhmng der B«i«liskulturkauunei. In «deben Ffdleti wird eine KuUehciduu" auf Gnnnl «le.s l-äiizrlhanihdssclmtzgi-.scizes erst dann »elioffnh w«un «Inn birivffenden Antrag auf Genelimigung durch die lb-i< Iiskuhurkammcr stattgegelam wonkn ist. Soweit dagegen für di.* l ubniiig «dues Kiitzeifiaiidel.sgcs«*lulfles le«üglieii «lie Aiitgliedseliafi bei einer Kamm«*r tuder UcichskuUurkamnu-r Voraussetzung ist, sind b«’i «Irr KulH-heuIung über «len Antrag neben der Hand.-lskammer am h «lie zuständigen Stellen der Hekliskuliur-‘ vknmm.*r. liinzuzuzirheii. Steuerfragen Kin Lrh-il «h-s Beielisfinanzimfs bescbfifligt sh ii mit der '1 atsr.«*hi‘, "«lal> vielfaeli Mitu ihmgen an «las Finanzamt mündlich erfolgen. Ks wir«! «lariu «ler Grundsatz ausgesprochen, daß «-ine nmiidhYIic Mitl'ihiug au einen Saeiibearbeiter, selljst wenn «in naehgeui«’sen werden kann, nicht die Wirkung hat. daß «las Hnunzamt davon in Kenntnis gesetzt sei. Es sei rcgelmußi" zu fordern, daß der Steuerpflielitige über solche Punkte, die er" für wichtig halt, dem Finanzamt schriftlich Mitteilung macht. Werden - sie mündlich gemacht, so muß auf. alle Fälle eine schriftliche Bestätigung naehfolgeii. Zu «ler frage, ol» das Wohnhaus eines Gewerbetreibenden zum Betriebsvermögen oder zum Privatverniügen gerechnet werden soll, sagt der llcichsfinatizhof, daß auch von der Firma für den* Gesellschafter gebaute Häuser als dessen Privatvermögen angesehen wenleu können, wenn sic überwiegend privaten Zwecken "dienen. Auch wenn bezüglich «les Wohnhauses die' Möglichkeit besieht, ts für Geschäfts/,werke zu beleihen, rechtfertigt dies noch nicht, den Gegenstand zum Betriebsvermögen zu rechnen. . Auch Nielitaru-r Pflicr.tmilglicdcr der Organisationen «ler gewerblichen Wirtschaft Die „Deutsche Kur/post“ mehlet in ihrer Nummer 29: ..Der Austritt aus Organisationen der gowerblmlien Wirtschaft ist nach «-incr Milteihmg «les Ueichsvvirtschaftsmimstenunis nicht zulüssi». Die Mitgliedschaft in den Organisationen der gewerblichen Wirtschaft und die Zugehörigkeit zu den Fachgruppenist eine Pflirhtn)ilgIie«Jsehaft. Wollte man Außenseiter zulassen, so wurden ' sie Konkurrenten derjenigen werden, «lie dem Wohlc «ler Gesamtheit durch ihn: Mitgliedschaft dienen wollen. Auch, für niehtarisehe Betriebe bestellt diese Pflichtnutglicdsclu»fl.4' > Bcklanieschildcr Nach einer kürzlich ergangenen Entscheidung des Preußischen OberverwalUmgsgeiiehts ist die Baui»olizci befugt, die Entfernung von Ueklameschildern un/.uordnen, wenn sie sieli nicht in «las Straßenbild cinfilgcn und dus ScIiönlieiLsgcfühl verletzen. Ein Kaufmann halte heim- Umbau seines Ladens neue Bcklameschilder angebracht, «lic nach Ansicht der Polizei das Schönhcitsgefühl verletzten, sie verlangte daher die Entfernung auf Grund* des \\ ohmmgsgeselzes. Danach hat die Baupolizei ein. Beeilt auf Hcgelung von Verputz, Anstrich und Ausfugmig von Bauten und auf .einheitliche Gestaltung des Straßenbihles. . Im Ge»ensatz zu der bisherigen ltcrhlsprcchung fallen nach Ansicht ilcs ObervxTwaltungsgericbls unter den Geltungsbereich dieser \Orschriften «les Wohmmgsgest lzi*s auch die lleklaniesehildcr, so daß die Baupolizei jederzeit die Entfernung von Schildern bestimmen kann. I&ßGGTF übt! Nv«e> »w> dem Dcvisenrerhl In mam-hrii l-ällcu ist «lie Frage von Bedeutung geworden, ob «lic Au.—« iiJaguug einer ausländischen Erbschaft durch «leu iulfuulhrhcii Erben oder MilcrlH-n genehmigungspflichtig ,bt. Die Iiti«-hs»lelle für Devisenbewirtschaftung hat in einem Sclirciben an «lie Wirlschafl-gruppe Privates Bankg«!wcrbe fcstgestellt. daß' «lic Ausschlagung cin«-r solchen Erbschaft keine gcuelmiimimrsbcilürflige Verfügung ist. Sie stellt keine Verfügung über Forderungen oder audfindbrSic Wertpapiere usw. im Sinne «les üevisenrcchts «lar. Üi-nu die Erbsehaftsausschlaguiig ist übcrliuupt keine \ «•rfügung ülier die einzelnen zum Nachlaß gehörenden Gcgeu*- >läui)e, somlcrn bedeut«*! lediglich eine naelilrägliche' Beseitigung «ler ilurch Erbfall zunächst eingclretenen Bechtsstelhmg. Bisher hatte die Bcichsstvllc für Devisenbewirtschaftung• den Standpunkt vertreten, «laß ein Gläubiger, der die Gutschrift v «> 11 E r t r ä g n i s » e 11 a 11 f ei 11 e m Sperrkonto der sofortige» Cbcnvi'istmg an «li«- Ktmversi<niska«se für deutai*)ic Auslaiid*>- sclmhlen vorgezogcn hat, keinen Anspruch mehr auf nachträglichen TeillraiisTer uml, Aushändigung v«m Scrips besitzt. Diesen Grundsatz hält die Beichsstclle auch in einem m-ucu Bumlsehrcibcu aufrecht. Si«* stellt jedoch fest, «laß in einzelnen Aiisnalunefällen aus Billigkcilsgründcn es gerechtfertigt seiu kann, die vom Sperrgulhahcii au «lic Kouversumskasse »(»eivvicsenen Zinsen auch naclitraglieli als Erträgnisse zu hrluuulcln. In .diesem Falle ist <*s Aufgabe «b-.s Gläubigers, gegenfiber der Devisenstelle den Nachweis zu führen, «laß «lie Zinsen unter das Transferabkommen fallen, sofern <;r sieh nicht mit «ler allgemein geltenden Traiisfrrrcgi-lung einvcrstamlen erklären will. Nur das Amt-gcricht für V««nmimbchaftsuml Nuchlansachen ziisüiudig Der Beielisjiislizminister hat eine Wrordmmg über «lie Zur stäialigkcit «ler Amtsgcri«*Ute in Vnnmmdsrhaftsuml Nachlaßsachen erlassen, «lie «ler Vereinheitlichung der Rechtspflege im ganzen Uididi «Bi-nt. Nach «li-n Inshcr geltenden Gesetzen war es «len einzelnen Käudcrn gestattet,-die Aufgaben «les Amtsgerichts in \'ornuimlsehafts- und Naehlaßsaehen anderen Stellen zu ubrrlrag«*n. \on «lieser A'orselirift ist verschiedentlich Gebrauch gemacht worden. So sind verschiedentlich Notare und Gemeindebehörden für voruuimlsrliuftliehr und nat-hlaßgeriehtHelie Aufgaben zuständig. Die neue Verordnung stellt demgegenüber den Grimd.*»afx auf, «laß im gauzi’u Hei«*lie nur noch die Amtsgerichto für Yerri«,Iitim»e» «les A onmmdseliafts- und Narhlaßgerirht** zuständig seiu sollen. Der Zeitpunkt des Inkrafttretens in den- ^einzjdneii Gebmien'wird nach Maßgabe der örtlichen' Bedürfnisse'• fest gesetzt werden. * Aus neuen Entseheidnngen oberster Gerichte . Je «ler Kreditgeber, der sieh für von ihm gewählten Kmlit Wareu als Sicherheit fihercjgncn läßt, hat die Pflicht, sich zu vergewissern, ob die Waren dem Kmliisclmldncr auch nirklieii zu Eigentum gehören, oder mit Eigentiimsvorbchalt loda-tei sind. .Das gleiche gilt auch dann, wenn «1er Kreditgeber die Waren ..käuflich44 übernimmt, um den Kaufpreis mit einer Forderuna ^egen den Selmhlner zu verrechnen. Zur Iteehisvvirksamkeit eines solchen Kaufs ist zmn mindesten Voraussetzung, «laß der Kreditgeber bei «Icui Seimldner anfragte, ob «lic \\ aren ihm gehören. JIG II *J(>7 33.) Der Gosel 1 s c h a f t e r einer Interessengemeinschaft hat «las Beeilt, sieh von den Angelegenheiten «ler Gesellschaft persönlich z» unterrichten. Geschäftsbücher und Papiere emznsohcn und sich eine Cln rsiiht filier den Stand «les Gcsellschnftsvcrmögens au/ufertiiren. Dieses Kontrollreeht «larf aber nicht gegen Treu und Glauben aiisgenutzt werden. i,HG II 379 34.: Nur die 'durch Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel )>e«iingu*n Kosten «ler Fahrt zwischen Wohnung uml Arbeitsstätte können hex' der Einkommensteuer als Wcrlni »|:skostcn abgesetzt weiden. 'Nur ganz besondere Umstände können Ausnahmen rechtfertigen. Das Hallen eines Kleinwagens kann niclil abgesetzt wenleu. auch wenn das nächst erreichbare öffentliche V erkehrsinitlel verhältuismäßi» weit entfernt ist. (RFH Vf A W 33.) ' ■” . Eine fristlose Kündigung gilt als verwirkt,Wenn sic nach der ordentlichen Kündigung ausgesprochen wird, obgleich der Grund zur fristlosen Küntligung schon früher bestanden Hat- Wird ein Grund zu fristloser Kündigung dem Betriebsinhaber bekannt, s«> muß er in angemessener Zeit entweder die sofortige Kündigung aussprechen, oder den Betreffenden unter Nennung des'Grundes beurlauben. (RG. H 103/35.) Angeklagter und Verteidiger ln einer.neuen KunmVcrgerichtsentsebcidung wird ausgesprochen, «laß «ler Verteidiger eine Abschrift seiner Bcrufuhgshcgrüti- «litiig liebst Anlagen an den in Untersuehiuigsliart befindlichen Angeklagten ausliäudigcn darf. Das Landgericht halte die Aushändigung an den Angeklagten abgelelmt, weil der . Angeklagte sie!» «len^Inhalt cinprägen könnte und «ladurcli in der Bcrufungsverhnmlhiug die Wahrheitsermittlung, die als oberster Grundsatz, «len Strafprozeß 1m.*1htis«,Iic, erheblich erschwert, wenn nicht gär völlig verhindert wurde. Das Kammergericht hat itu Gegensatz zu dieser Auffassung fcstgestellt, daß cs keinen. gesetzlichen l limlerungsgiiiml gibt, «ler «ler Aushändigung von Abschriften der' Vcrteidigungsmiltel an d«‘n Angeklagten entgegensteht. (l'Ws 98B.-33.) Die Anfechtung von Vertragen Ule Frage «ler'Anfechtbarkeit von Verträgen wegen Irrtums ’ über die Rassczug«*buiigkeil eines Vertragspartners beschäftigte» worauf an dieser Stelle bereits hingewiesen worden ist, in «ler letzten Zeit mehrfach' die Gerichte. Aus der jüugsteu Zeit liegt eine Entscheidung des Ohcrlamlcsgcriehts Naumburg vor. in der grundsätzlich folgendes gesagt wird. Befindet sieh ein Vertrags-' Partner im Irrtum über die Bassezugehörigkeit seines Vortragsgegners. so hat er nicht in jedem Falle ein Anfechtungsrecht nach § 119 Abs. *2 BGB. Wie die niehtarische Abstammung eines Dienstverpflichteten nicht in jedem Fnlle Grund zur fristlosen Auflösung de» Dienstverhältnisses ist, sondern immer nach dem EinzelTall lieurteilt werden muß, so_ berechtigt der Irrtum über die llnssezngchurigkeit des Vertragsgegners zur Anfechtung nur «hum, wenn die P'Srsoirdes Vertragsgegners in einer unmittelbaren Beziehung zu dem Vertrage stellt. (SW 108 36.) Anneliese Levy Rabbiner Josef Schwarz Verlobte Bad Driburg / Westf. Mailand, Via Ponte Seveso 19 Liegnitz / Schl. Beachten Sie hitie unsere Anzeigen um Von der Reise zurück San.-R. Dr. H. Stettiner Facharzt für Chirurgie Motzstr. 40 iiiiiiiiiiiiiiiiinliiiiiiiiiiiiii Berücksichtigen Sie unsere Inserenten HiuptschiiUlelter: Dr. Eugen Tannenbaum. Berlin - WUmeisdort, Leiter der Anzeigen*Abteilung und verantwortlich lur den Inhalt der Anzeigen-: Werner- Simon, Berlin W 15 *—• DA I. Qu. 1936 2897. Preisliste Nr. 3. VctlagiVerlagsgenossenschattlnDeutschland anslsslger Juden zu BerlineQmbHn Berlin - Charlotter-burg 2. BlelbtreustraÖe 2. Druck: Sonnendruckerei OmbH * - (Felix WoHL Berlin*Charlottentmrg 4.

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