Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 16 (1936)
- Issue
- 31 (29.7.1936)
- Date
- 1936-07-29
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Nui'li ei» grolicr Kimlrurk liluilil zu berichten übrig; «1er mit iler KimlV.reii/. nicht ilirelit zusaiiimcnliüiigl. •ler.einer ölTciilli<hcu Kuinljicliuiig iler ..Wellgeniciiisrlwilt iler •lleligiiinen". In ilicncr Kiinilgelinng vertrat Unser IVcunil l)r. Mnlliiek zwisrlicn einem Geistlichen iler .anglikanischen 1 Inehkirehe mul einem Ilimlii )>ral>- mauiselier lleligiim ilas .Iiiilcutum mit rlieturisrliem Gesehiek uml tielem I'im|ilinilen. Kim: närhsTe Kmnlgebimg führte ilaim einen Ka.thuliken. eine \ erlreterin ilcs l-lam uml einen IhuMisten zusammen. Su stark im einzelnen auch ilie L.ulersrhieilc hervorlraten. so lieiieutsam iinil tief' ergreifetnl war iloeli ilas liest l eben. Veistfunlnis zu zeigen für ilas Gottsurhen iles anilern. Diese- Verständnis für echtes Gollsuehen ist es, um welches wir in iliesen Konferenzen ringen. Sic siiul etwas von dein. was Ahrahatn Geiger „ilas Schwingen iler Seelen zu den Höhen" genannt hat. Für solches Aufsihwingeu als den Ausdruck iles unvergänglichen l.ebcnsgefühls Israels sind die Konferenzen unseres W'eltverhandes ein Stück jüdischen Lehens, das wir heute nicht mehr missen möchten. Aus ihnen klingt uns mit Kraft und Innigkeit entgegen, das alte Trostwort des Propheten, ilas stärker ist als die Klage um entrissene Güter und zerschlagenes Glück: „Naehantu, iiachamu ami. jatimar elauhechem." ’ — „Tröstet, tröstet mein Volk, spricht Huer Colt!" Bomben gegen Kinder Anlchlug auf Jcmcnitenlchule in Tel Awiw — Sieben Kinder verletzt J e r u - a I <* in. (JTA.) Ein Romhriiaii-cldug g«*gcii <lie jcm r n i t : > r Ii e 'I* a i in 11 il - T « r a - S e h n I c in iler Brcimrr- " -traßr in T«*l ln*» dt* nt Mehrt» Kinder verlrl/t wurden. hat im ganzen Lande größlr Empörung hrrvorgeriifrii. Ger»«!«*.- zu iler Ar II. als sich etwa ]i u n il r r ( Kinder heim (ii ler rieht Iwfamlrn. wurde am 23. Jul» v«m einem Araber eine Bnmhi* gegen dir Srlnde gci-rhlcmlerL Glörklhhcrwci-e traf «ie mir den Zaun vor dem Srlitdgrhuiidr. mi daß dir Folgen weniger «ehwer waren. Jmincrhiu wurden -leheti Kinder im Altrr von neun bis zwölf •lahmt vrrlrl7f. eines «luxon schwer. Ein jmli-rher Pas-ant halle «len Mann, der die 11011110* geworfen halle, henirrkl und nahm dir V v r f t» Ig ii n'g auf. Kim* Gruppe vidi Arabern -(rille -ich ihm jedoch iu den Weg um! mißh nudelte den Vrrfo|"rr drrart. daß er einen Armhrueh erlill. Kr wurdr z.usammrii mit den xrrlrlzlrn 'Kindern in da- Iluda—akninkenhaiigrhrnrlH. " -Die Empörung üln-r «len utimcn-rhlirhuu R«»mh<’nuusr1dng , g«*g«’n iiu-rimldigr Schulkinder komnil iu «-in«T lleihc x«ijt.Pr«i- I v I k ti ii d g «• h ii n g r u /um Ausdruck. So hat iler Tel Awiwcr Bürg«*rmei-ier Mrir l)i/<*ii»off eine Kundgebung «*rlas-«*n. iu iler heißt:’,.Teil hin über den Anseiilai: in iler 'riefe meiner Seele erselifillerl. An die aufgeklärte öffioilliehe Meinung «Irr ganzen Well rieht«* ich den Appell. der Vi-rd.-mimtiug die.-e.s ruchlosen Verbrechens »ind dem Ab.-tTuii darfiher An-dmek zu geben/1 Das Zenlrnlkmiiiiee des Wrbamhv «ler hrhräi-ehen Lehrer hal au den High < xiuimFstoucr ein offenes Schreiben «erieiilel. in dem erklärt wird: ..Wir werden lins dureh die Gcualttal von g«*.-|ei*n nieht uh-ehreeken’hi-M'ii. W’ir werden mit verdoppelter Energi«: das koii-iniklixe Werk iles Puläsliuu.-utfhauf«irt-r|zen.k‘ Prot«*stli'le^raiiiiue wurden wm «lein Koiniiee auch au ilas Koloiueniniuistenuiu. an den Prä-identen der Jevtsh Agency. Dr. WYizniaiui. an den \ or.-il/.emlrn d»> Uiilerhau-cs, an den Opposilionsffihrer Major Adler. an den Abgeordneten Herbert Morrison, au de» ()ppnsili»n-führer im Oberhaus I>ml Slmcll. an.den Karl <»f W interlon. au den Abg<*<»r<luri«*u Gutlnrljcr. der lieLanullieli die Saelu* der. araln-eheu Terroristen in Palästina mit hesomlrrem Eifer• vertritt und an-die <*»gli-«*ht*n I.elin*r\erlmiide gerichtet. Fa-I zur >ell«’n /eil wurde in .Jaffa ein Ihnuheuanschl.u: iejien da- IIenienums“ehäiitle xerfihl. T'ini»e Mumien später wurde »'ine drille Ilomhe tu der Näu;* de- .laffaev PosUvmtes v.ur l'\|ilo-ii>n »ehraeiit. lli»!i I «mmii—iotirr Sir Arthur. W a n e I» o p <• hat in IJeaiilw-otTiui»: d<*- Proti*sU<‘Ie«ramm-. «las der Vorsitzende des Wand T>umi. .li/ehak Ihn Zui. uaeli «lein Pomheuaiisehla^ an ihn ««•-eliirkt halle, an Ih*u.ZwT ein Srlueihcn »erirlitet. in «lern er M'iuein" |1 «* «I a u e r n über den Au-eldajs At»s«lruek uiht. <Irm »liieklii’herwei-e kein Mi*ns('h(*nlehen zum Opfer »efallen >i*i. Der liiuh .<'ummi-sioner -prieht ilie lloffnuiitt aus. «laß der Kommandant <h*r Palästiuapidi/.ej. |{. II. Spieer. Maßnalim<‘ii treffen u«*rde. nni die A\ iederliolimu soleher \orfälle zu M*r]iiiid:'rn. Blutiges Wochenende .Irni-alrm. . Tn Jaffa lierr.-ehte am Sonnlai: eine außrrordemlirli..» c - p a u n l c A 1 m «i s ph ä r i* . «Ii«* an «lie Zeit heim Mt-hnn’h der l nruheu erinnerte. Diese Stimmung ist auf die ll«*t/e znvüT-kznfnlin’n. die \«ni arahise)n*n \»italon*n iui Zu -niimieuhan^ mit «h*n »eplaiit«*n Kuiuluehuiiüen anläßlich «Irs huitd«*rls(«'n laues «Ir- Streiks »etriehen wird. Au versehunlenm Punkten \«m Jaffa wunlen im Viwlauf des Ta »es Ilomhrn ttrw«u*fen. . Mehrere \on «h*n Agitatoren.. «lie sieh iihrrall in «lie Menu«- .mi-elien mul «*in«* fieberhafte Tätigkeit. «*ntfallen, xrurdeu 'i rhaflet. \u «Irr (Itausrce Jenisah’in - Jaffa . sainmell«*u sieh Ihnnlen an. «Ii<* «len aii «h*r Chaussee li«*”eml«*u He»i«*ruu"swald in Praud -l«*ekp*u.!■> iniirden sofort "rt'ißerc Truppcnaht«*ilntii:eu a.nf den Schauplatz «*nt-andt. wo sieli Ocf«*«*lilL* »iö- Im r»-n 1 tufau»s zwjsehrn ih*n Truppen und «len Pramlslifi«*rn entwickelten. Wie weilet* |ienu*l«h*t \iir«l. war «lieses (Tefeeht einrs der hhitj»-|en währen«! «h*rüau/«*n l*nruln*n. Zwölf Ara her s.nd. ui«*-* atntrieh Iwhantil. i:«‘u«,In*n winl. in dem Orfecht ^«*- f n I I «• u. I .iu lufanlerisl <l«*s /weiten - Hataillons «les Dorsrlllciäments «iinlt* vi*rwiunlel. Nach dem amtlh'lien (^ouuniiniipie waiim «lie Truppen, «lie zitr ( nter-uehunii <|«*r Ihatulstifuum eiugelroffen wart'it. \<ui «l«*u h«*uaffne|«*n^\ral>ern nii»r»nffen wi>rd«*Ji. Durch Flnw/.ett»«* w.nrdni .Vn* Ver^leeke der arabischen Schulzen M*hr bald feslaesie-lli. \ irr I*ii(*»erlH>mhi*u wurden al>j:eworf«*ii. D<*ii Aufrultrem wurden zelui (Tewehre und «*im* »röl.M*re Menue Munition ahgennnimeu. ln» f.aith* «h s SonnnU inD kam «*s fdn*rall im Liiinlt* wiederholt zu Zusamm<'nstülM*n zwl-ilnu «hu HelH-llen mul «lein Militär. Hierin'! sind acht Araber uc fallen. Tn Jaffa wurden fünf Araber infolge vorzeilij:‘*r K\plo-iou einer Ibunln*. «Ije sie lu*t sieh trugen, verwundet. Neunzehn Araber wurden w«*»en Waffenbesitzes uml wegen terrörtsliscber F.iu-eUüebwvw«« dvr Ib.*v»\Venma fi'-t^emiimneii. Zwei Araber wurden \erhaftet. «lie «ler Mitsilnild an d«*m JhiiiiheuaiiscJdag i-«*»eii di«: jemenitische Sehlde in Tel Awiw wrdüehiijj -tu<I. ln tli'ii PTIaii/.mii'eu der Gesellschaft Jaehin sind am Sonnahejid ö 0 0 II ä u m <* v e r n i e h t e t worden. Diirdt einen Sj»rej»j£- .-l«iffau.-«*hlair wurde die Jenisalenter W'asserleitiuijr hesehadigt. In Atarot hei Jerusalem wurde ein größerer Hraml jreleüt. In dem i'lirislliehen \ ierlel m»ii J«*riisalem wtmleu zwei palästinensische Polizi-tcn \ on einer Bolle JugcndlifJier an^efallcn. Kill Polizist j»ab einen WnrniinjXssehuß ab, verletzt wurde niemand. Der Warhli'r der jfuli-cben Laiulwirlschaftsscbule'auf dem Berg Tabor. Israel W «• r I h <• i^i. ist durch den rebl^e»an^eneii Schuß eines K;unera«l« u » c t ö \ c t worden. Wertbrim, der im 20. Lebensjahr stand, stammte aus Polcu. Di«* in «l«*u letzten. Tati«*n *xor»ekommem,n Aniiriffc von Aralu iiL auf judi-ejn*. K«donien buben ein weiteres jüdisches To«le.-opfer gefordert. Bei einem Angriff auf Kweit Jelmda i-l der in Petarii Tikwa geborene ihrahini Douagi gelötet xvordeii. Kim* bewaffttele AralKubamle aus Trans jorJanitn bat auf die im .Tordantal iu «ler Nähe «les Ihil1ienl>ei*gsclieii Kraftwerkes gelegene jüdische genossenschaftliche Siedlung Gesellen einen planmäßigen Angriff unternommen. Der Angriff wurde zurfirkge-eblagen, di«* Tran.-jordaiiier wurden zur Flucht über den Jordan gezwungen. Weitere Angriffe erfolgten auf die jüdischen Sirtlhiiigrit Gedera mul Giwat Ada im -.nördlichen Scharon. Ein Angriff auf Kfar Jahez. südwestlich von Ttdkerem. wurde von jü«lischrn Wä«*blcrn ntul Polizei zurückgcschlagen. Eine Baracke in der Siedlung wurde von d«*h Angreifern niedergcbraimt. Die B«*gt«*rung hat w«*itgehcn«Ie \"orkehrungen getroffen, tim etwaige L’uruh«*u im Zusammenhang mit der von den Arabern img<*kfuulig(cn ..Juhi!riumsf«*ier;: «les lmuderlstcii Tages seil Ausbruch der Pnlä-linnimriihcn zu verhindern. AnTdila«; auf die Pipe Line London. ..Daily 1 b*raldi; meldet aus Jerusalem, daß am SmiHlag ein Spivug?*t«iffans«ldag auf die Pipe Line-der Irak Pt* I roleum Company verübt worden sei. .Nachdem tausend iN’waffnet«* Angehörige «les Hrdiiiiwustummcs Beni Sakhir von der Irak IVtroktun Gescllsrhaft Geld bekommen hatten, um «lie Ölleitungen in .Traiisjordanien zu beschützen, hätten iu der vergangenen \V«>«he Agitatoren aus Palästina «lie Scheichs gegnerischer Stämme Mazu aufg«*reizt, die. Leitung zu sprengen, wenn ihre Släinnu nicht ebenfalls Subventionen von der Irak Petroleum Ge-elLehaft erlmlten wurden. Die Regierung habe daraufhin den Stämiiieit ,-rhwrr.“ Strafen an"«*«Iroh(. Das Gebiet werde jetzt von seelfs Flugzeugen kontrolliert. Tifcho b’Aw in jerufalem Jeru-alein. Am Sonntag shul größere Gruppen Fellachen.’ die zum Teil bewaffnet sein .s«»lii*u. narb Jerusalem gekommen, wo sie sich in «I«*n zur K I a g e tu a ii e r führenden engen Gassen «ler Altstadt gesammelt halten. I)h*»«:r Zuzut: von Bauern ist, ilas l:.rg«*hnis einer seit einiger Z«*it von den radikalen arabis«*h-natio- iiaH'*tiM*Iji*Jt Krei-en hetrieheneii planmäßigen Hetze, «luivh die riu Zusammenfluß d«*r fanalisierien .1rahis«'ll«*n Alenge mit den Juden ‘ h«*rh«*}^«*ffihrt w«*rd«*n s«dl. Dc*r Gmßmtifti mui Jerusalem hat cjiu'n Aufruf erlassen, iu dein «lie Araber aufgefordert weiden, die mohammedaui-elieii heiligen Stätten 'zu schützen, die anläßlich des tradtti«»ni*1h*n B«*sm*hs der Jmleu an <h*r Khigeuniiier zu Tiseho l»*Aw gefähnlet M*ien- \’un jfidi-«*her Seite wir«! alles getan, um Zusammenstöße. «Re zu mtab-chhareu Folgen führen könnten, zu verhüten. Das Rahhiuat in Jerusalem hat hekaimtgegehen, daß der sonst am Voralicml d«*s B. Aw jihliehe Massenzug zu der Klagern u n e r n i e h t ftaufinden werde, da die Unsicherheit, in «len «•ngen Straßen «ler Altstadt dies immöglieh mache. Doch vorübergehende Einftellung der Ein-nanderung? . Limdoh. I'n M*iner Ausgabe vom 23. Juli erklärt ,.Datly HerabP*. «ii«* Kmguisse.; in ■ Palästina hätten die Regierung gezwungen. ihn* ursprüngliche Absicht, mit «ler Entsendung der Kgl. Kommi-sicm zu warten, bis die Ordnung in Palästina wieder, vollsiamlig geshlwrt sein werde, ahzuändern. Die Lage hat sich ein wenig verhe-sorl, heißt es in dem Artikel, und man glaubt i«:t/.t. daß «lie Unruhen vollständig nufhöreit wcrtlen. wenn bekannt wir«!, daß «lie Kommission «Be Arb«*it im Herbst aufnehmen xvinl. Di«* jüilisehe Einwanderung dürlte wältrend «1er Arbeit «ler Kommission eingestellt werden. ■ Amtlich Wird bekannt gegeben, «laß im Monat Juni 1936 1GB 3 K i n w a u «Irrer n a r h P a 1 ä s t i u a gekommen sind. Von dh*M*u geliöiten 137 zu der ..Kapilalistenkategorit**;. Tür die «•in Vor/.J'igcgrM x«m min«Iest«*ns 1000 'Pfund vorge-«*liri«*ben ist. Ein Vertrag mit Eric Charell Grundsätzliche Entscheidung ' des Reichsgerichts über Bassezugehörigkcit bei Filmvertrugen. Eine deutsche Filmgesellschaft halte Ende ^Februar 1033 mit einem ausländischen 'nieaterverlag einen Manuskriplvcrirag geseldtisseu, der ein W erk des jüdischen Regisseurs Erich Lüwenberg 'L r i e. C Ji a r«: T1/ betraf, mit dem gleichzeitig ein ilcgieverlrag zu-lande kam. Narb Zahlung der ersten Rate der vt*r«*inbarteu Pau-ehahergütung trat die Filmgesellschaft v«in beiden N’erträgen zurück und klagte auf Rückerstattung der schon geleisteten Teilzahlung. Sie erklärte, daß infolge des völligen Umschwungs in Jh-nkari und Geschmack des deutschen Volkes ein Film, an dern «in Niehtaricr mitwirke, innerhalb Deutschlands nh*ht mehr vorg«Tülirt w«*r«l«*n könne. Es sei ausdrücklich vereinbart worden, •biß «lann, w«*mt (JhareJl dureh Kranklieii. Tod «»«ler rdmliche «.nnnl zur Durehfüliriing seiner Regietätigkeit nicht imstande sein ..-«»Ille, die Filmg«*seII-ehaft zum Rüektrill berechtigt und -der \«*rlag zur Rückzahlung 'bereits empfangener Beträge verpflichtet sei. Die R a s s e/. u'g e In“i r i g k e i t Churelts bilde einen iu .-«•hier Pcr.-ou Hegeiubru H ü c k t r i t t s g r u u d im Situic der erwähnten N endnharung. ' In Chrivinstiniinung mit dem . Kammergerieht hat das R «• i e h s g c v l «*. Ii t «len Stumlpunkt der Filmgesellschaft gebilligt.’. Der Begründung Ft u.. a. folgendes zu entnehmen: Das Kaiiunergerieiit weise einleitend darauf hin, daß zu «len Hauptpunkten des Parteiprogramms tmf kulturpolitischem Gebiete von Anfang au «lie Unterdrückung aller schädigemleii Einflüsse in Schrifttum und Presse, Online, -Kunst und LicJitspicI gehurt habe. Du* Durchführung dieser Programmpunkte im F i I m sei bald in Angriff ' genommen wortlen. Film-«*itaffemle, wie Alanuskriptverfa>>er und Regisseure, müßten Mitglieder der Filmkamincr sein, di«* n ii r Arier aufuelum*. . Ein Film, bet dem ein Jude als R<*gis.-«*ur, Pnnluktioiislriter oiler sou-lwie mitgewirkt ludie, werde nicht a I s «I <* u l s «h e r Bildstreifen anerkannt, er unterliege, seihst wenn <*r im «leutsrhen Reiche "gedreht xvorden s«*i, als a ii s I a n d i s e ]»e r Film vielmehr der Zuteilung nach «lein Film-Kuntingentierungsgesctz. . Di:*.-«* Ausführungen «les Kammergerichts' seien ebenso zutreffend wie «Ii«* Auffassung, «laß infolge «ler politischen Entwicklung. seit «lein Abschluß «les Vertrages ChnreRs jfnlisrlu* Abstammung zu einem \* <: r t r a gs h i n d c r Tt n g s g r u n «I geworden sei. Der A ertragswortbmt ..nicht rinistan«Ie£; bedeute keine Ein- -«•hränkun^ auf geistiges <nh*r körperliches Unverinöiren. sondern . umfasse a I I «• Möglieiikeiteu \ei*s<’lmhleter oiler imversrhuhh*ter Beliinderuug. Auf die bei Vertragsabschluß vorhandene Kenntnis «ler Kläg«*rin von «ler Ni«*htäriereigens«’haft Cliarells koinin«: es nieht enisrhehh'nd an.- denn «lainals seien die poliiisehen- Dinge für «len \ußi,iAt«*in*mIen noch im Flusse gewesen. Es sei nicht vorati-ztisehen gewesen. «laß «lie Beseitigung «les jüdischen Einfluss«*- im G«*iste-lehen s«*h«m in näehster Zeit mul mit elementarer. W nein auch auf rein knn-tlensehem Geliiete voll verwirklicht werden würde. I 297 33 vom 27. 6. 1936.) Die Treupflicht Ahgewieseiic Schadciisersnlzklage einer niehtarisehrii . Firma FraTtkfurt.. Tune iuehtarF«*he Firma, die vier \\Yhercii*n für Sü«lwestdeutseldand vertrat, klagte, wie die ..Frankfurter Zeitung'* licriehtel, gegen einen früher von ihr hes«*häftigteu B «* i s c n d e u heim Arheilsgerielit auf Zahlung einer 'Konvention»]- straf«* in. Höhe zweier Jahresgehälter im. Betrage von 7200 Mark. Der Jlelseiule habe sieh, um eine Wrlrctung heworhen, die die uhhlarisehc Firma seihst mncgciiabt habe, oligleich es noch gar iii«*ht festgealamlen habe, daß ihr «lies«* Vertretung genommen \v«:r<U\ Di«* Reichszeiigmciflcrei. der NSDAP, hatte voii der Weberei, «lie von «ler Klägerin vertreten wurde,, verlangt, «laß sie ihre n i e h t a t* i s e h e n Angestellten und VerXreter euliass«*, falls sie auf weitere . Bestel!ung«*n «ler Reicliszeugnieister«*i r«*e!men. Doch sei iliese Forderung der Reiehsz.eugmeislerci noch ni«*ht endgültig gewesen, als «ler Beizende sieh schon um «lie Chciiiahmc bemüht und mi «lie Welierei «ler Sorg«* enthoben habe, ob sie. si«h mit neuem Personal «lie bisherigen Kunden erhaltcli könne. Dem Beklagten sei «Iamals zwar jrek ü u d i g t-worden, aber nur vorsorglich, weil die Klägerin-gelioffi habe, sielt «loch noch-die Wrtretung «wliallen zu können. Da es dein Reisenden vertragli«*It ii n t e rsa g l gewesen sei. jia<*h seinem Ausscheiden bei «*iner jener vier Firmen, deren Verteelimg «lie Kläg«*rm halle, einzutrelen. sei die Konventionalstrafe zu .entrichten. Der Reisende' bestritt, daß er sielt um «lie Vertretung bei «ler WYb«*r«*i beworben Iiab«.*: er habe sogar auf Anfrage «ler Weberei, ob er sieb um «lie Vertretung bewerben uolh*. geantwortet, daß er «la> ui«’ht beabsichtige, -eine \eiiretuug aber auuehmeii. wfirtle, wenn «Ii«* vereinbarte Provision ihm auuehmhar erscheine. Die^* Verliaiulliuigen hatten aber erst zu einer Zeit staltgefunden, als es lYslgestaml«*n habe, daß «Ii«* Reiehs/.cngmeisierei darauf beharrn*. w«*it«*re llestelluugeu au «lie Weberei uut* aufy.ugcben. wenn die nii'hlariselien Angestellten enllasseu und «lie unhtarisehen \ erlretungen frFtgcmäß gelöst würden. Die klagrmh* Finna ließ «laraut Um* bisherige Begründung fallen und stützte ihre F«»n!ei*«mg auf § 826 BGB., w’onaeh ilerjeuige, «ler iu einer gegen «Ii«* guten Sitten verstoßenden WYise einem. Amlereu \<n>iilzlicli Seluulcn znfügt, zum Ersatz des Seluuleus ««•rpfliehlet ist- Sie erklärte, daß si«\ «IuitIi den . U«.i>vn«h*n außermtlentUch geselin«Bgt sei. Sie verlange einen Tcilhrtraif des ihr «•lU^tamlt.’nnt Seluuleus in Höhe von »200 Mark: denn iler-HeFcnde habe «lie im Dienstverhältnis’ erworbenen Kennt-- ni-se. der Kumlenbeziehmigeu s«*ine»- ArbeitgelK*rs dazu aiisgenützt. \m» «len Arbeitgeber aus «ler \ ertretuug herau-y.udrfuigeu. Das sei eim* \Yrletzuu^ der Treupflicht und auch <*iue Gefa'nr- «hmg «ler WciterlwsehafligiMig von Arheitskamermlen. Der llei- M*iule bestritt auch dies, «leim «ler Standpunkt «ler Hchhszeugmeisterei. nur «len Firmen Aufträge'zu erteilen, «lie keine Niehtarier bcschäftitten, habe damals schon fcstgcstamlen. Das Arbeitsgerirht Frankfurt w i es die Klage mit der Ucgrüntluivg ab: Es sei festgestelll, daß allein die Haltung «Um* lleiehs/.eugmeisterei «ler NSDAP, «len Entschluß der Weberei herh«*ii»eführt Italic, die Beziehungen zu «ler »iihtarischen Firma zu lösen.’ Die Aussicht, th’n Reiscmleu künftig als \crtreter zu gexviimeu,- sei für «liesc'ti Entschluß nicht entscheidend geweseni ],,, Gegenteil, man habe zuerst versucht.' andere Personen als . \’ertreter zu gewinnen. Danach sei ein sittenwhlrigcs «xler gar vertragswiilriges Verhalten nieht festzustellcn. lls würde eine U b e r s p a n u u n g «I <* r ’F r e u j» f I i e h t Itedeuten. wollte man von «lern Bcklagien verlangen, «laß er sein persönlii’hes Interesse in einer -olelten Lage außer aeltt lasse. Insbesondere könne von ihm nicht gcfnnlrrl werden’, «laß er. <»lmc seiner bisherigen Arbeitgi’beriu zu"schaden, hei Rewerhungen sich scltleeht«*r ste-IIe als ie«h*r unheteiBute Dritte. 'ergehen gegen das Blutfchutzgefetz Wie «lie ..Neuwieder Zeitung'* vom 22. Juli Iieriehtet. wurtlc •r 29ifihri^e Jude J. J. aus Neitwic«! wegen Verbrechens gegen is Gesetz zum Schutze «U> ileutsehciv Blutes uml «1er «leutscheu, hre voii der Großen Strafkammer zu einem Jahr Gefängnis