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Jüdische allgemeine Zeitung · 1936-07-22 · 30 (22.7.1936) · page 3

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
16 (1936)
Issue
30 (22.7.1936)
Date
1936-07-22
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
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später es aber wieder e i n g c s t c IJ t, und zwar mit der Maßgalx.*, dal* das Mädchen in Zukunft nur für' den Gewerbebetrieb der Speisewirtschaft tätig sein solle. Tn der Begründung des Urteils wird gesagt, daß der Angeklagte entgegen dem Verbot« das Mädchen in die Hausgemeinschaft aufgenoimueu habe. Sie' habe in einem Zimmer der Wohnung gesehlafen, und in der Küche sei sie von der jüdischen’ Hausfrau abhängig gewesen.- Brak lisch sei das Verhältnis zwischen «lern jüdischen’ ‘Arbeitgeber und der deutschen Angestellten wie vor dem .Januar 1936 gewesen, Dem Gedenken Dr. Keeskemetis Der Oberrabbiner der ncologen Gemeinde Großwardein, jetzt Oradea Mare, Rumüuicu, Dr. Leopold Kecslccmcti, ist kürzlich zu Grabe getragen' worden. Kr war nicht nur der. vvahrc^ lutlirer seiner Gemeinde, in der er, von der schwärmerischen Verehrung und Liebe der'Mitglieder getragen, 46 Jahre lang gewi rkt hat, sondern kraft seiner hohen Gaben tutd sciucr starken Persönlichkeit der religiöse Führer und Bannerträger, der - ungarischen fortschrittlich gesinnten J u d e u heit gewesen. Kr war ein Mann von einer Hoheit und Lauterkeit der Gesinnung, von einer religiösen Kraft und Tiefe, daß auch die gegnerische Orthodoxie ihm die hohe Achtung nicht versagen konnte. Er wirkte wie cm Prophet, vom heiligen Geisterfüllt und beseelt, der mit unbestechlichem Wahrheitsmut zugleich in tiefer' Demut für die Lehre und Wahrheit des Judentums Zeugnis ab- Icgte. Vom Geiste ‘des Propheten mächtig, angezogeu. hat er bei seiner reichen amtlichen Tätigkeit unermüdlich geforscht und sich in die Welt der Bibel und Propheten versenkt und die Ergebnisse seines Forsehcns aufgezeielmct und ausgeari>eitet. Doch auf die Veröffentlichung iind Drucklegung seiner großen bedeutsamen Lebensarbeit, die er schon als junger Hahbincr plante, die er bis zu seinem Lebensende ausgehaut: ..Die Lehre des Judenturiis in ihrer Entwicklung von der Urzeit über die Propheten bis zur Bildung der jüdischen Gemeinde unter Errau hat er hinge, hinge warten müssen, und. nur einen Teil seiner Forschungsergebnisse konnte er in den letzten Jahren der Öffentlichkeit filiergcben. Als im Jahre 1899 die Jüdisch-Ungarische Literatur-Gesellschaft den ersten Band der biblischen Arbeit K_s auf Empfehlung \on Prof. Wilhelm Bacher veröffentlichen wollte, hatten einige Herren in der Leitung große' Bedenken und drahten mit Niederlegimg ihrer Ämter, wenn diese •'Untersuchungen, die wissensehaftlieh - k r i t i s eh fundiert waren, unter der Ägide der Gesellschaft erscheinen sollten. Die Drucklegung unterblieb, denn es fand, sieh in Ungarn kein Verleger, der -den Mut aufbrachtc und die Kosten ülicmehmcn wollte, ein auf mehrere Bände berechnetes jüdisches wissenschaftliches Werk dem Buchhamic), zuzuführen, das ja nur auf eine geringe Leserzahl rechnen konnte. Erst 33 Jahre später erhielt Keeskemeti «lic .Möglichkeit, als erste große Frucht seiner biblischen Forsehungsarlnrit ..Jcrcmias und seine Zeit4’ in drei Bünden dem Drucke zu übergeben, da Freunde und Verehrer die Mittel hierzu aufbrachtcn. Im vorigen Jahre, 1935, erschien wieder in drei wuchtigen Bänden sehr „Jesajäh“, in dem «las gesamte Zeitbild in tiefschürfenden sprachlichen und. historischen Untersuchungen zur Darstellung kommt. Einzelne Szenen werden mit visionärer Kraft lebendig gemacht und die. Fülle der Ceschclmisse und Gestalten anschaulich geschildert’. Die Mittel zur Herausgabe dieses ^weiten Werkes hatte die dankbare Gemeinde zu Ehren seines 70. Geburtstages ihm zur Verfügung gestellt. Es ist wohl anzmiclimcn, daß auch das dritte Werk über ..E z c eh i c P\ zu dessen Herausgabe bereits der min Vollendete die Vorbereitungen getroffen, posthum demnächst auf Kosten seiner Gcmciiidc und seiner Verehrer zu seinem Andenken erscheinen wird. Vielleicht werden seine Schüler sieh veranlaßt fühlen, den weiteren schriftlichen Nachlaß der Vergeßlichkeit-zu entreißen unddie Ergebnisse dieser Arbeit für die Wissenschaft und für das Iclwndigc Judentum nuszumümtn 'und z\i verwerten. Immerhin konnte mein Freund mit dem Bewußtsein scheiden, daß er nicht nur für seihe Umwelt und Mitwelt, gewirkt, sondern auch für die Nachwelt Dauerndes geschaffen bat. Sechcr znddik liwroehoh. Dr. Eisass, Rabbiner i. H. Mutter und Kind Der Verkehr einer jüdisrhen Mutter mit dem aus einer . gcschirdrne» Mischrae stammenden Kind In einem Beschluß des' Kammergcreihts. der in der ...Juristischen Wochenschrift4' S. 1998 ahgedriickl ist, handelt cs sich dämm, ob eine jüdische Mutter verlangen kann, daß sie das aus einer geschiedenen Mischehe stammende Kind f>ci einem Wiedersehen in ihre Wohnung mit nehmen könne. Das Kmnmcrgcricht hat dies, v e r n c i ii t. Das Kind hat zwar zwei jüdische Großeltern. Ul aber evangelisch getauft und'gilt deshalb' als Mischling, dem sogar später mit Genehmigung die Heirat init einer arischen Frau gestattet werden kann. Es wächst in einem urisehen Haushalt heran und wird entsprechend erzogen. Kann an' sich schon der sorgelicrechligtc Elternteil, soweit er nicht schikanös oder das Kind schädigend handelt-, untersagen, daß dritte Personen an dem Verkehr leUnehmcu. so muß das hier nm so inciir gelten, als das Kind jeweils wfihrcnd einer Woche sich in einem rein jüdischen Haushalt aufhallen soll, seihst wenn die Mutter das von ihr gegebene Versprechen hall, das Kind mit weiteren jüdischen Bekannten und Verwandten nicht zusununcnzuhringcii. Sic kann nur ein Zusammenkommen mit ihrem Kinde außerhalb der Wohnung beanspruchen. Jüdiiche Recbfsberatung als' Elleverfehlung 'Ein Ehemann, Parteimitglied und Angehöriger des XSKfCc. hatte seine Frau im Scheidungsprozeß u. a. «leshalb einer Ehe- Verfehlung bezichtigt, weil sic trotz seinerihr bekannten Zugehörigkeit zur Partei und einer ihrer Gliederungen uichtarische Hcchtsnnwältc mit ihrer Vertretung tatrnut habe. Das Deichs-* gerirht erkannte diesen Kinwand grundsätzlich als berechtigt an und verfügte neuerliche Verhandlung zur Prüfung darüber, ob die geschilderte Handlungsweise der Ehefrau chczcrrfitlcml gewirkt hat, in dem es folgendes ausführte: Was den Vorwurf der Betremmg"niciitaris«'iier Anwälte mit der Prozcßvcrtretiuig betrifft, so ist das Berufungsgericht zutreffend davon ausgegangen, daß in diesem Vorgehen der Ehefrau, das notwendig zur Aufdeckung des _Ehcl«hens vor jenen Bassefremden führen mußte, zumal hei der Zugehörigkeit des Ehemannes zur Partei und zur NSKK.. die ihm seihst die Zuziehung inehtariseher Rechtsanwälte vcrlxit. recht wohl eine Eiieverfehlnntr itn Sinne des § 1568 RGB. gelegen haben kann. Das gilt selbst für den Fall, daß einer der Anwälte . ständiger Berater der Eltern der Ehefrau war. «He ihrer Tochter ■ dir zur Prozeßfühnin^ erfonlrrliehen Geldmittel vorstrccktcn. um! daß der Ehemann gegen «lic Persönlichkeit der beiden nichtarischen Anwälte, abgesehen von ihrer Ba--ezugehörigkcit. nichts vorgehracht hat. , Mit einem Juden verheiratete Frau darf keine leitende Stellung hekleideii Allnistein. Nach Meldung vier ..AUcivsteinrr Zeitung** »taiwl xor dem Arbeitsgericht in Allciistcm folgender Fall zur Verhandlung: Kim* Alleiisteiuer Firma hatte im April-«!/’J.'eine Frau als Abteilungsleitern! eingestellt. Bei «Irr EinstclUiug war den lnhnl>em bekannt, «laß die Frau mit einem Jude u verheiratet ist. AL der Hctrichswaltcr tüe»c Tatsache erfuhr, erhob er gegen die Einstellung Widerspruch und verlauste..Einlassung der Frau /.uni nächsten Knndigungslrnnm. «lern 30. September. falls die Frau es nicht xorzieoe. sich von ihrem «Mann scheiilen’zu lassen. Eine wtnlergrhrmlc Stellung nahm die Kreisleitung der Deutschen Arbeitsfront an: sie forderte die fristlose Entlassung. Die Firma entließ hierauf die Frau f r i > t 1 o s. Sie klagte nunmehr .-«»wohl gegen «lir Deutsche AHndt-front als auch gegen die Firma auf Wiiriereiiistelhnig oder auf Zahhmg einer Kiitsehä«ligung v«m 600 Beiehsmurk. Die Klage gegen «lie Deutsche Arbeitsfront wurde uhgewicsen, «ln «lies** keine juristische. Person «larstellc. Der Krelswalter «1er Deutschen ArlH*ii»fn>nl bemerkte in der Verhandlung, «lie Frau sei zwölf Jahre mit einem Juden verheiratet, habe diese Vcrhimhmg nicht gelöst und seidaher nicht geeignet, eine leitende Stellung in einem arisehen Betrieb emzunehmen und jungen «Icutsebeu Mätlclieu vor/ustehen. Das Gericht stellte sh*li in «!er Gütcverhamllung auf «len Stamlpimkt. daß «lie Sachlage eine fristlose Entlassung nicht rechtfertige; es köuuo uur etue fr ist ge muß'« Kündigung in Frage kommen. Als Ahtciluugsleitrriii M*i «lie Klägerin nicht. geeignet, da sie in dieser Eigenschaft eine Einwirkung mif Angestellte und ..weiblich«* Lehrlinge1 «uimIIk*. zu «1er sieh nach Lage «ler Sache nicht lH*fnh«gl und auch nicht imstamle s«'i. Es kam /u eiueiu Vergleich zwischen den. Pavteien. _ Die Vormund tVhaft lur ein jüdisches Mündel Das Lamldcrielu Berlin' hat—in einem in «ler ..Juristischen \V «ichcu-clirift** veröffentlichten Beschluß vom 20.,-Mai ausgesprochen. daß ein Jnih~ffn* «len ein Vormuml Iwstellt werden soll, nicht verlangen kann, daß ihm.imt«’r allen l’iiialämlrii ein .Jude /.um -*Vormund Iwstellt wird. Das Amtsgericht halt«* als ei*s(e Instanz au-geführj.' «laß «ler nationalsozialistische Staat griiml- -atzliVli Ämter, auch Ehrenämter, nicht au. Jmlcn vcrlcTmf uml daß <lring«'inh* Gründe. welclu* im zur Entscheidung »teilenden Fall die Bestellung einejüdi'rfienj Vormunds erfor«lerlie|i tuaelit«‘ii1 nicht vorli«'geu. Dieser Auffassung hat sieh das laimlgericht augesehlosx’u. uml zwar unter jdcin« ausdrücklh'hcn HimVeL darauf, daß c* di«*si* Vnffasstmg ungeachtet «l«*r TnisiU’he. daß «In?t Miin<l«;l jüdiseher Abstammung ist, billig«*.j ' Almlieh wie in dem Verfahren der str«‘iligeii Gerichtsbarkeit grumlsätzlieli für jüdische Parteien keine jüdis«*hen Armcnuiivviillc lK*st«*llt .wt*r«l<‘u. mü--c unter Berfieksiehtigmig «les für «lies«* riuiug maßgeltciidi'u völkis«'lieii lde**ugaiiges auch im vorliegenden Falle di«* gcwfuis«T)tc Bestellung eines Juden '/um Vormund ahgelelmt «mV «VW VWsrhxvrnVe des Mündels gegen die Best«*Hmig eines .arischen Vornmmlcs zuriiekgev«ieson wcr«len. Es wird gemeldet ■ 1» «ler Sitzung der Repräsentanten der Gemeinde Düssel- «lorf ist hesehlosäon worden/ «lern Verkauf «ler Synagoge in B a t i n g <* u au die Stadl Balingen zu/ustimmeu. In «ler Synagoge wird seit .Jahren kein G<»ttes«Iieust ahgihnlteu. ■ Während der Geltungsdauer «les nunmehr außer Kraft getretenen Gesetzes ül»cr «len W i «1 e r r u f von Ein bür ge-! rungen vom H. Juli 1933 sind in Bayern rund 300 Einbürgerimgenxnji ()stju«l<*n mul as«i/.ialeu Pernmen widerrufen, worden. . Das ..Schwarze Korps4* teilt mit. «laß demnächst auch in Hamburg mit der restlosen Beseitigung aller jüdischen L o 11 c r i e - E i n n e h in e r zu r(*ehneu ist. U«*r Präsident «ler Preußisch-Süddeutschen Klassenlotterie ermächtigt «He Zeitung zu «I«*r Erklärung, daß ihre sämtlichen Kollekteure den Ariernachweis'erbracht haben, bis auf «Irci in OlH*rsehlcsn*n. die unter das internationale Scimtzahkommen fallen. * e ■ Für «lie .Siedler jler ehemaligen jüdisrhen Siedlung in G ro ß - G a g 1 o w , die im Juli «les vergangenen Jahres aufgehlst worilcn ist. wurde nach Mitteilung «les ..SchihP* nach sorgfältiger Prüfung verschic«Wncr Mögliehk«,iten ein u e u «*ih S i e d I u ii gs g «r b i e t in Sü«lamerika gefitiid«-*«. Fast all«* «ler nnf Gmß-Guglow ansässig gewesenen Siedlcrfaniilicn werden «lies«* «*rste gcs«*hlossene, sclbslümiigc landwirtschaftliche Siedlung von Juden aus Deutschland *ln Südamerika bilden. * ■ In «Jeu Bestimmungen über Anstellung. BcstiUluug im«L Dienstverhältnisse «1er Vertraitc n s ä r z t e in «Irr Bcieha-'. versichcriing. «lie «las ItcichsvcrsiVhcnmgsaiut unter «lern 15. Juli erlassen hat, wir«! in 4 vorgesehen, «laß «lie Vertrauensärzte arischer Abstammung sein müssen. # * ■ Sir Isaae Isaaes. der vor kurzem nach Erreichung «ler Altersgrenze von seinem Posten zurüekgetret«*n«r Generalgou\4*rn«‘ur von Aiislralien. wtird:* zum lh‘präscntaiilen Australiens im Ausschuß zur Ausarlfcitung «ler Plaue für die K r <“i - * n u n *i s f e i e r König Eduards VIII. ernannt. ■g In der Sitzung <l«*s Unterhauses vom 15. Juli kündigte der GcDcrnlslaals’nnwnli Sir Donald Sommrll an. «laß «lir eng. •••—■*- ' Ilsche Be'gierimg «lie - Eiiilcilmigeine». S I r a f v e r f « h r e idh gegen dir V erfas-er eines am 4. Juli im ..FaM'ist“ «*i>eliiriiencj| Vrtik«*ls. in di’iu gegen die Juden die B i | u a I in o r «I Im* s <* h ii I r «I i g ii ii g «Timhen wird, Miwie gegen* «lie für «Ii«* Veröffentlichung dieses Artikels verantwortlichen Pcphuicu erwägt. i ' ■ In der l n I e r Ii a ii s s 11 z u ii g vom Ui, Juli gah limt*n- .miiiisU r Sir John S i m o n hrknniil. «laß die Begirrnng im llinhliek auf die oictltrrhnUru Fherfälle von Faschisten auf .Juden gcMizlich«* Maßuamiien zum \ «*rhot der U n r f o’*rm i «•«- r ii n g privater Wrl.mmlc «‘rwägt. | - . •! H Im Jidne 1935 siml in Pjrag 187 Personen uns «lein .1 u d e u I ii m a ns geirrten ._mul zwar je HU Mümvec uvuj Frauen sowie '27 Jugeinlli«he. Von «l«*n Ausgetretenen wunleii 140 konhssionslo-.. 39 iömfse)i-källmlis«-|i. 10 evmigi*liseh mul 8 Aug«*hörige «Irr lse|ieehoslownk|s«’heu Kirche. Ins .liidnitiim «* i ii g;* i r,i* l «* n sind I!k‘L5 insgesrnnt 50 Personeu, und zwar 18 Männer. 35 I'raueu. uml 7 Jugendliche. in. Polen wird «leimifiehsl in ■ Ihr miiijüdisehe T«*rr«ir einem / w «• i t <* n H u «I o m v r P .• o / «rß wieder aiifger«illt werden. Es hamlelL sp'h «liesuml um die blutigen Vorfälle, «li<* sich* am 39. N«iv«*iuIkt 1935 iw «lern SlÄvVte.Vwn Klwow im KreW* Bnilom alig«‘s[«irlt halten und hei drum rhiLJudc gelötet um) viel«* andere verwundet worilehsind. 1 •' : ■ NaliuunMeiu«ikrat<‘ii.' unter ihnen zahln'ielie Studenten, haben, in «ler Jjiiiowski-Straße in Lemberg jüdisch«* Passant«* ii mit EiseuMungen uml giessen» * ü hr r f a I I e u Fünf .liulrn wurden schwer verwumlel. . ■ In Pinsk lirmh «*hi B r'a ii «I aus, dem zwölf Wohnhäuser und «las jüdische Altersheim /um Opfer fielen, ^FiinfiimI«Ir<*ißig jruli-el]«- Familien.und friufiiudzwanzig AIti*rslu*iiiiiusas-rii blieben obdaebln-. Fünf Grei-e verbrannten. i__ ■ Im l)aii/.i“4*r Gcvct/.ldult ist ein vom Senat crlnsMcucn ih*ii«*s. Grsri/ ri-s«bii*neii. thiri-li djjs für «las Gesamtgebirt «l«*r F r<* i «* ii S t a «11 D a ii z i g der Betäubiing'szwaiig heim Schlachten von Virli Mini ein V'r r b «> l d «* s J r i l ii r I I e ii S •* Ii Ti r Ii t r n s eingeführl wir*!. -I Am Wendepunkt? Die Situation Jerusalem. Infolge der durch «lie Unruhen entstamh-m'ii „ vvirtM,liaftli<*Iu*ii~Si*hwi«*rigkeiien macht sieh unt<*r «I.*n AralnTn ein verstärkter W i d e r s t a ii «! g e g <• n «lie S t r «* i k b c w e g u n £ geltend. "Die Uneinigkeit rin arabischen Kreisen wächst. Man hat vh*w lämlrm'k, vlnß man vor einem Wemlrpnnkt in der gesamten Streikbewegung »lebt. In den letzten Tag«*n ist es \vi«*«l<‘nmi zu Angriffen arabisrlier Banden auf englis«‘iie -Trupjieii gekommen. Das | |. Ilusareimrginwnit und <*in«r Kompagnie «les Army Servier Corjis sind aus Kairo in - Palästina eingetroffen. Ein F«,l«lgerirlil unter «lein Vorsitz eines Obersten hat einen cugJlsrJicu Soldali’n. «I«*r Waffen uml Vlunition au Araber verkauft hatte, zum T«k1 durch Ers«*hi«*ßen verurteilt. Die Atifmurheueguiig in Palästina gellt merklich /«rück., wenn cs auch hier und «In mich zu vereinzelten Zwischenfällen kommt. Die Nacht zum Sonnalwml ist in ganz Palästina in vollständiger Buhe verlaufen. Im Verlaufe «!«*»' Sonntags sin«! In den Kolonien norh vcrsrhied«*m* Zwi?«*henfälle vorgekomm«*n. S«i versiieJiteu Araber, «les Na«*hts F. w Gliarod anzugreifen. Der Angriff knnul .* aln*r von* •Truppen und JAili/ej a b g «• w i <* s «• n wcr«b*n. Weiter«* Angriff«* wiir«h*n auf Bamal K:>w4*-«*Ji. Kirjnt Annvvim und Kalmauia miterimmmen. Bei «l«*m Angriff auf Kahnania wurde «*iu jüdischer Wächter. Abraham Gorelzkv. leicht vcrwmulef. Vnrh ver« in/.eln* Angriffe auf Kiscnbahnzügc un«l Aut«»busse sin«! zu ver/eii-Juicii. In einem Autobus, der von Montefior«* nach Jerusalem fuhr, wurde. aL er die Vorstadt«* «ler Stadt passierte, «dm* Bombe geworfen, «lie glückIb'herweise nicht explodiert«*.' .Siebzehn Kilometer von .Jerusalem entfernt ist ein Trans(M»rl «ler J*ale-tine Potosh Company von arabischen Wcg«*lag«Tcrn angegriffen vtorden. Tnipjjen vveiirten mit Unterstützung eines Flugzeuges den Angriff ab. Si.* haben keine Verluste erlitten. Siebenundzwanzig Kilomrter von Jcnisa'em entfernt wimlo die Wasserleitung durch Sprengung mit Dynamit I»eschä<ligt. Di.*. Chronik «ler vergangenen Woche v<rrzci«4in«?t l«u«ler aucJi w»c«|ep eine Beine von j ü «I i s «.* h «• n To «I«? s o p f c r n. ' In eim*m Orangenjtarten bei Bis«bon le Zion wurde «ler 29jährige* IMnulageiwrwalter Shylitai Ep[i«tein tot aufgefunilen. Ob er das Opfer eines Unfall- «xlcr ein«*» Mordanschlaggewonleu »->t. konnte in PaläAina . j mich nieht fi'-lge-D'llt wcr«h*n. l)‘|r. \«ir weiiig«*n W«m4m*ii Ik*i Bischon N* Zion von «’iuem Funker der cngliM'hcn Lnftslrritkräfte schwer v«*rwiimh*tc M«r.ch«* Mizra«*lii ist j«*tzt seinen V«?rl«*lznugeii erlegen, ln einem mutlie|ien"Oiimi)imi«|m* vom 17. Juli wird lM’kmmtgegel>eii, «laß der jüt)i«('hc Arlwiter AniM'hel Kiiuehi in «l«*r Nähe von t.heilera «T-cho»scri wonh’iiist.- Eine ^Bnnde arabischer Fr<*iscbärN*r halte einen | Wagen, auf dem eich drei jüdische Arln*itcr In-fanden, miteri Feuer gen<miiii«*i). Kirnehi stammt«: aus llmnäuien und war 23 Jahre alt. Weitere T<hI«*hopfer.siml «'in buelmrischer Jude |naineiis Ja«*ob iHrmdoff uml «I«*r PJantag<'iili«*si(z«'r M«-nachem Slri'Iitz, die an frftlier erlittenen Verletzungen' g«**|«irl>eii sind. j . Englifcht PrefTenimmen zum Problem einer zeitweiligen Einwandcrungafperre I.omfon. Die Zi’ilM-lirift ..SjM’ctator“ veröffentlielit eiimi' Artikel, in «lern «ler J«:wi-ii Agency empfohlen. w*ir«l, einen greif- Jiaten Ik-ilrag zum Frieden1* dadurch zu leisten, «laß si«: während «ler Däner einer Bouml-Table-K«iiif<*r<*nz «lie VerUulung' «Irr KinwamhTimgsz«*rlifiknte «*insle||t. ..Morning'* l'ost4' lH*riehle|. daß eine z «• i I w «* i 11* g e 1/ I n a I e 11 ii ji g «ler j fl d l a <* h <* u -Jvi u - w a n d <* r ii n g luu li Ihdäslinu währeml «ler Arbeit' der KgJ. Kommis-ion nmglirli sei. Die Einsetzung «ler Kgl. K o m in i h h i o n v««-r<le v<«raiis-ichtlicli bald hekannlgegehen werden. Hauptaufgabe' «ler KmimiiHshin werde es sein, festzuslelleit. ob «Ile Jk’haiiptiing der Aralier, Pafä-tina wer«!«* von Jml'*n ür»ers«4iw«,iiiml, geieebtferligt ist. .- Diesen pre-sein**lthitig«rn gegenülwr int die ITA auf Grund, von Informationen aus maßgelH*mb*n Quelle in «Irr l^ig«: ZU.erklären. «laß «He Gefahr. «Ii-* lh*gierung könnt.:-an ihren Zusagen , .ni«ht L'-thallcn. nicht mehr besHil. Die Untersm4nuigsk<mimiHSHHr wir«! nieht nach Palästina eutsamU werden. I»cv«»r Buhe, und Or«Jnung ni<hl wic«lerh<rrg«*stdlt sühl. Imlessen eff«»r«lert «lie (>oIiti-<hc l.age auch wciierliiu äußerste Wa«Jisamkeit. «In eine V!in«l«*ihcit im cngli-eijen Kabinett iein<*|* vorüliergelyiiilen Einst«*lJmig «h*r Kuiwamlerung nicht uube<lingt ablehnend gegenfilier- . steht.

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