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Jüdische allgemeine Zeitung · 1936-07-22 · 30 (22.7.1936) · page 2

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
16 (1936)
Issue
30 (22.7.1936)
Date
1936-07-22
Page
– (sequence 2)
Language
German
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•iiig«>cholx*n wcrdrn h»IIi ilx.Tr 1111<I religiös mne IC verdächtig«.*» Trübungen nicht frei, mir die .,Kchj|]ah~ sei ririr jüdische legitime Ordnung. Rabbiner S u m » c 1 - Berlin iral in glcii'hcr Srliarfe für die Reinheit der legitimen Autoritäten ein. Nunmehr aber wurde muU Frankfurt a. M.; sieht dar, Judentum heule \or die Frage seiner- Kxi>ten/. ülxrrhnijpl; gestellt.^ Durch individuell«:. ‘Ilicinenstclhmg glaubt es e* nicht jwlirgerettet. Orthodoxie «»der Liberalismus irt für ihn wir a«ich .für SorumerfeW; eine überholte Antithese*. Substaiizerfüiltc* «xlcr nicht siibstanzcrffilltrs Jinlmtiini si*i die Frage der jüdw-he» Gegenwart. — S t »• u e r - Karlsruhe setzt den Gedanken von Kellrrmami fort. Die Keliillali. «I. i. die mensrhliehe (iemeiiiM-liaft uni Gottes willen, müsse ihre Garant»«; durch autoritative Institutionen erhalten. Hier «ehe es zwei Instanzen: den Jlnkhjner und das LchrJums. Denn nur Wissen schaffe Autorität. Wirkungsvoll unterstrich Jlejnrieh Stern diese Worte dureli dietl«e<d<»gtsehe. Rückführung vier Keliillali auf die Idee des ,.Brith‘\ ilen Gott eharaklfristiseherweiH.* immer mit den Wandernden, de» K e » t - 11 e w e « t «* n «esehiosK’ii habe. In starker Betonung verlangte Mrs. .1 a e <» h s - Ixmdou die Anerkennung der Autorität «ler alleren Generation dureh die Jugend. Kinen ueseiitliehen Beitrag zur Debatte brachte sodann Vogel- _ Anschauung darstvdhv. 11s sei für de» r«Tigiöse» Librralwmis charakteristisch, daß er flieht der Müsse oder einer üliergeonlneteii Instanz, sondern dem <‘inzelnen <lie Verantwortung auferlegt und somit die Autorität der Orfctihgruug de» einzelnen stütze. ' Der Schluß der Dehatle fiel mehr oder weniger «ler gedrängte» Zeit zum Opfer. Der Protest von A p p c| - Dortmund »ege» «leu vermeintliche» Defaitismus sowie B i U i g h e i m e r s - Mannheim' «egen den von Pirhctnumi geforderten Bruch mit «1er ..kotitiseh-jüdiseljen Synthese“ verklang etwas rasch. Kaum, «laß D i <• (i <■ in a u n Mie Zeit /um Schlußwort'" erluelt. Seine Antwort — die sehr stark an die Adresse der Jugend ging — enthielt «he lapidare Konstatienmg, daß dureli Beschlüsse, auert . «Iur«*li solche einer'Konferenz der World Union Autorität nicht hcrgeslelU werden könne. Das zur Geltung der religiösen Autorität mm einmal umiUhmihuiv Postulat de* Glaubens sei eine Angelegenheit ,</ie letztlich doch immer nur der einzelne in i t sich alizunuieheu Italic, weshalb <lie Autorität tics religiösen Judentums doch eine Kousc«iucuz des persönlichen Wagnisses bleilx*. In meisterhafter Form gah Mat lue k zum Schluß seine nun schon traditionelle Zusammenfassung des Gesprächs. Li ly Moutagu sprach das‘Schlußgehet. . Noch rintiud versammelten rieh am Sonntag abend die Teilnehmer der Sebhtßkonfcrenz zu einem Km p fang in der Montcfiorc Dali. Dicsis zwnuglo>e Zusammensein gab die viclfadt notwendige Gelegenheit, manche unausgesprochenen Gesprächig in intimerem Kreis zu Ende zu-» führen und die etw as latente icsprfiehsweisc zu lösen. r Dank, den M e h I c r - Amsterdam zum Schluß im Namen der Delegierten an die World-Union und l>c.so»dcrs an die hocherfmite Uly Montagu riehiete, war-allen Teilnehmern aus dem Herzen gesprochen. Die Tagung des Präfidiums Berichte von der Wcltkoufcreuz etUüeneugciiommeu wurden. Es wurden Berichte «ler Zwrig«M-«!uiisnli<mrn und einzelner. Kurrcspon- «lenten aus -I-ämleni. in denen noch kein«; religiös-liberal«; Organi- . satHiu li«*st«*hl. geprüft. Aus fast allen Zentren wurde verstärkte religiösi; Aktivität gemeldet. insbesondere aus Johannesburg. wo Menschen am 23. August «•ingewcilit werden soll, aus Holland, wo «He Zalil «ler Anhänger «Irs religiösem Liberalismus sich hmcrhnlh eine*. Jahres fast verdoppelt hat. mwl ans Bombay, wo von einer kleinrn religiös-lüieralen Gnippe ein«; außerordentlich eifrige Tätigkeit entfaltet wird. bei «ler B i I «1 u n g n e u «* r r e! i g i ö s e r Gruppen beraten. BcMiinh’r«' Bedeutung bt «leiu Beschluß d«;s Wcltvorbandei» beiy.iitn«*>r«'u. au «leiu Aufbau f o r t s e h r i 11 l i c h - r e Ii g i - öseu Lehen» in Palästina mitzuhclfcn. PahlTnicnsisehrn Verbänden wurden Beihilfen zu «lern Zweck lfcwüligt. die Entwicklung <*in«'s von fortschrittlich religiösem Geist erfüllten Judentum« in Palästina zu fördern. Den Grundsätze» «les Welt>erbaudtjs gt'tuäß wurd«* «leu Organisationen in Palästina volle Freiheit «ler «len Bedingungen jüdi-ehen Lehens in «ii«;sem f.aiuh; an; pnsM’mlrn . Arln'it belassen. * Schließlich wurden noch UerMite Tiber den Verlauf «ler Feierlichkeiten anläßlich des Jugendtages «les Weltverhamles in «leu religiös-liberalen Organisationen in Melbourne. Bombay, Johama'dmrg, Ih'rliu. I/nidim u»ul *2‘J Zentren iu den \creiniglcu Staaten cnlgeg«'ngeuontm«'n. Neue Arlieitsplane *v»tmlcn für «He verschiedenen Fachkommissionen atifgestelll. Selir begrüßt wurde es. «laß das I-i t u r g i c - K <> m i t e e eine Broschüre über dir Temlenzen «ler fortschrittlichen Liturgien in Amerika,' Dcutseliland. l‘raukr«’ieh und England herattsgehracht hat. Diese Brosehfirr. an «ler Dr. S. It, Freehof. Dr. Elbogen. M. Grrmaiu-I.evy uiul Bcv, V. G. Sinutums mifgewirkt halwn. UV iilvcr das SeUrWivviat der World Unioif ' Adresse: The Hon. Lilv II. Mcmlngu. liie Hed I»dge: Al. Palmi; (ourt. London W 21 erbalt'lirli. Das bedeutsame Referat Dr, Dienemanns veröffentlichen wir in seiiiein Wortlaut in drr narlwteu Numincr. . Neue Krebstherapie jüdifdier Aerzte In Frankreich, Jugoslawien und der Sdiweiz erprobt Ba?cl. Die ..Schweizerb«'he Me«li/ini.schc Woclienscbrift44, beruhtet iu «Im Aufsüt/.i'it über «lic Erfolge einer neuen, * von jüdischen Gelehrten, «lic aus Deutschland ausgewatidcrl sind, angegebenen K r«; h s the r a p ie. lli^uobt wurde die Therupm in d«r» Krank'iduuiH rn Bizclrc und St. Louis m I^ris, an «Jer I1c«de «le Me«l«'eine in Honen, an «ler Chirurgischen Universitätsklinik in Genf »ml an «ler Poliklinik für Krebskranke in Belgrad, im Laufe «hier fünfmonatigen klinischen Erfahrung hui sich die Iherapic aiißeronleullieh bewuhrl. Metliode und Hicrapic wurden Instituts für Kreb.shiraJ'iuing au «ler Universität Berlin mul laugjfdirigrm Generalsekretär «les Deutschen Zentralkomitees zur Erforschung und Bekämpfung d« r Krehskrankheit, Prof. Fcrdinund Blum«*nthal. misgearb«‘itet. Sein Hauptmitnrbciler ist der gleichfalls;iih Deutschland stammende E. Jacobs. Bei «ler größten Zahl «1er Behandelten handelte es sieh um ver/weifidt«; Fülle, die fast alle bereits 'operiert .oder ix»trnhlt waren. Ufinfig war schon eine Generalisierung der Geschwulst- Jiiidimg im ganzen Körper vorhanden. Trotzdem befinden sieh viele dieser Patienten, bei denen an eine HcihmgsmÖgHebkeit ülKihaupt nhdit mehr gedacht wurde, heule auf. dem Wege, vv ei l geh-«-ii«ler Besse ru n g; inehrere von ihnen sind dem Die lh-händlung besteht aus Injektionen unter gleichzeitiger Darreichung von Tabletten und gelegentlicher Anwendung von Salix*. . Die* Mittel cntlufttcn s|K;zifisch wirksame Stoffe, die aus «lern Magen-Darmkanal und ueh großen F.ingcw-citledrüscn von S«:hla«-littiereii g«*w«mncn wurden. Die Behandlung lierulit auf einer neuen Krehstheorie, wonach die Krebsgeschwulst ciue An .parasitär? Neubildung ist, organisiert mit eigenen Nerven und Gefäßeil. Die neuen .Mittel gehen durauf hinaus, «ler Neubildung den Nährboden zu entziehen. Die Therapie wirkt auf dem □genannten neurohormonalen Wege auf die Nerven und Gefäße der Geschwulst e „Comain“ gegen Tuberkulose _..(knnaiiP4 nennt. Nunmehr veröffentnclien bekannte-Mediziner authentische Darstellungen dieses Heilverfahrens, .das bereits vielen Tausenden Tuberkulösen das Lehen gerettet hat, vielfach auch in Füllen, die von hervorragenden Internisten als unheilbar l>ezciehnct worden waren. Vor einiger Zeit hat der italienische llegieruiigsi-lief Mussolini Dr. Wcuenstein nach Rom cingcladen und mit ihm über Produktion «les ..Comain*' in Italien verhandelt. Im ungarischen Parlament wurden einige Male Interpellationen (Angebracht, die «He ungarische Regierung auf die Tatsache aiifmerksam machen sollte, daß Dr. Wcttcnstcin nur deshalb keine Klinik für seine wissenschaftlichen Zwecke bekommen kann und auch sonst sabotiert wird, weil er Jude ist. Zuletzt wurde Dr. Wettenstein von einem hervorragenden Wiener Internisten. einem Christen, nach Wien cmgcladcn, in dessen Klinik er du; UchnmlhuiL' von dreißig schweren ruberkuloscfulJc» über- nahm. Wie der Internist jetzt mittcilt, siud die in ganz kurzer Zeit 'erreichten Ileilresultate verblüffend. Abfchied und Erinnerung cf f -J ft d i sehe Allg Frankfurt a. M* Wenn die Stille der Sommertuge.- die zu- ♦ieh die fiblielic Wraustallungsi»ause bringt, den Beobncht«;r s Frankfurter jüdischen Gemeiudclcbcns einmal unbeeinträchtigt durch den Lärm des oft klappernden Winterbetriebes nuchlausclicn läßt, dann bleiben als vcr/cichnenswcrlc Ereignisse, die üb«T den Tag hinaus der Erwähnung wert sind, nur solche des Ahsehicdnehniens. des Gedenkens, der Erinnerung: Hans Wilhelm Steinberg, der Schöpfer des Frankfurter Kulturhuiidorcli«;sters. nahm, wenn auch nicht eudeultig. so doch als Ixitcr des hiesigen Kultur-Werk«;s, mit einem 'Klavierabend Aiis«‘iiied von uns. Zusammen mit dein, gleichfalls inzwischen geschiedenen .Berliner Hoscnslock botcu die beiden kongenialen Musiker, die ihr«; so verschiedene»' Eigenarten zu einer höheren Einheit zu verschmelzen wußten, mit drei Busoni-Stückcn für zwei Klaviere üml einer Raehmaninoff-Suitc einen grandiosen Aasklang der unerhört hochstehenden musikalischen Wintersaison. Und im Beifall drückte sieh das tiefe Bedauern aller Frankfurter Hörer, diesen schöpferischen künstlerischen Führer hier zu verlieren. aus, und gar manche bange Frage, was aus «1cm Orchester und «1cm Kultiirhundwcrk liier werden solle, erhob sich mit Beeilt. Verzieht und Sehnsucht waren auch die Grundmotive, die in den leider nur schwach besuchten Bezitationsabcndcn «les mit seltener Gestaltungskraft und Gedächtnis benähten einfühlsamen Sprechers Otto Bernstein aiikhuigeii. Gedächtnis weiht Frankfurt in erster Linie seiner -Bertha Pappe »heim, deren unvergeßlicher Charakterköpf, deren gütig blickendes Auge.* deren - kämpferische Ungeduld »ml deren weise Erfahrung nun für immer fehlen werden. In „ihrem“ Lscnburger Heim des Jüdische» Frauenbunds wurde in einer Wcihestundc, bei der vor alleni eigene Worte mul -Werke der Dahingegangenen zum Vortrag kamen, ihrer erneut gedacht. Und noch eine schmerzlich fühlbare Lücke riß unerwartet der Tod mit dem Dabiuraffcn des tätigen und anspornenden Henry Rothschild. Dieser Mann. der. sich jeden Nachruf verbeten und nur die Tat. nudit das Wort anerkannte, «ler unbeirrt um Parleikampf und Meinung seinen eigenen Weg ging, aufrecht und Stutze .für Ungezählte, immer Planender um! Wollender unermüdlich in seiner Aktivität, zugleich großzügig und sehlieht, tiefrcligiös und freidenkend, nüchterner Kaufmann und klarer Heclmcr und «loch in manchem voll plinntaslis(*hrr Hoffnung, wie mir ein echter Glaube gehen kann, verkörperte in s«'iucr polare» Erscheinung die beste Eigenart?in«;s Frankfurt er jüdischen Typ« stirbt mul auf dem einmal die Betle in Israel beruhte. C. s. Hamburg. Der Vorstand «1er D«*uts«'h-Israelitisfhen- Gemeinde legte einen N a eh t r a g s - ETa t für das Jahr 1935 vor. der dem I Iaushaltsauss«*htiß überwiesen-wnnle. Danach bat «las llcprasentanten-Kolh'gium einen Haushalt mit .885351,38 UM. Einnahmen und Ausgaben b«*s«-Mosseii. Als Reserve für besondere Ausgaben . standen 122 6116 HM. zur Verfügung. Für Schulwesen mußten 78ÖUÜ JIM. Itcwilligl werden. Ferner hat die Gemeinde noch Naehbcwilligungcn in Höhr von 112291,00 UM. beschlossen. Insgesamt, wurden Ausgalien im Betrag von 885 351,37 UM. -licwiUigt. ^Die Eiuuahnien belniiicu I 058215.94 BM. — Der Iwrh-lit für seine Spielzeit 1935-36 vor. Es fanden insgesamt l6,Konzert«v 'nieaiervorsieHungen und 11 bunte Abemlc iicbeii einer Reih«* weiterer Sonderbzu. Werlieveranstaltungcn Karlsruhe. Im ..RadiVlicn Israelitiselien Geiiieimlchlatr' ist statistische rhersieht »Ihm* VcrnmhTungcn innerhalb «ler ' *• * Karlsruhe , veröffentlieht. Danach ist r »- > « - JVfgom.,,; — erwünscht bezeichnet sind, künftig nicht z ihre Mitglieder auffordern werden, sich an die-e» S.iuunhing«,ii nicht zu beteiligen. Ferner wurde die vom - Preußischen Landesverband. jüdischer Gemeinden vorgesehiagenen Regelung de: Steuerausgh'iehs bei hortzuaen angenommen und gleiehzeitig enu: entspr«*elu;nde Meldccinriehtung gesehuffen. Die Autoren des Verlages S. Fifcher Der S. Fischer-A'crlng Berlin teilt im ..Börsenblatt für den deutschen Buchhandel*4 mit. «laß mit dem tO. Juli die Verlagsrecht? und die Bestände der im S. Fischer-Verlag erschienenen Merke. folgender Autoren an den Ilcrmann-Fisciier.- Verlag GmLil.-in Wien ü h c r gc ga n gc ii sind: Peter , Allenberg. Richard Ikcr.llofman». Alice Bohrend, Martin Gumpcrt, .Moritz II ci mann, Friedrj«*h llcyde- . Annette Kolb. Mechtildc L i eil n o ws k y - Thomas Mann, Andre M-aurois. Karl Hössle.r, Bernhard Shaw und Karl .Zu e k in a vc r. 1935 die jüdische Bevölkerung m Karlsruhe Jahre 1925 auf 3119 int Jahr«' 1933 und aui ku un «innrc z u r ü e k g e g a ii ge n. Im Jahre T920 . betrug die Zahl uei Geburten noch 64. 1935 nur noch JO. Dagcgeh »st die Sterbe. Ziffer von 43 im Jahre 1920 auf 54 im Jahre 1935 nngestiegou Durch «len nalürlieben Bi'völkerungsnbgang. den Sieibrnbei-thuß ureb den nalürlieben Bevolkerungsnbgnng. «lei ilten itLo die Juden in Karlsruhe, unabhängig l Forlzügv« Tagung des Sädififdien Israelitifchen Gemeindeverbandes Dresden. In Dresden faml unter', starker Beteiligung eine Taümi!! des Sächsischen Isracliiisihi'ii Gemi'imleverbandes statt! Auf ihr wurde «ler Haushaltsplan des Verbandes für «las Jahr 1936 angenommen und «ln* Haushaltsm'iimmu für 1935 »«-prüft und für richtig befunden. Dir kulturelle Betreuung der K I ci n g c m e i ii:- den wurde beluiutlcll und cs wurden Anregungen gegeben, in wclelier Weise «lie getroffenen Maßnahmen {Khtscmhmg von Rednern zu <hmeindevortragen. Versendung von Bücherkisten für die G«'im,indebibliolhcken usw.) noch .wirksamer-gestaltet werden können. Aus den gefaßten Beschlüsse» ist eine Knlsi-hltcßuiig bervorzulieben. wonach die Gemeimlen in Zukunft Sansin- Jüdifdie Sozialarbeitskonferenz abgefdiloflen London. Die Internationale Konferenz für jüdische Sozialarbeit, über deren Beginn wir berichtet haben, .'wurde am 14. Juli geschlossen. Das Sekretariat der Konferenz hatte als Vorbereitung für1 die Konferenz einen Fragebogen an die jüdischen Hilfsorganisationen der ganzen Welt versandt. Auf Grund dieser Fragebogen waren der Konferenz Berichte aus etwa dreißig Ländern über ihre jüdische soziale Arbeit zugcstcllt worden. Die Zusammenfassung dieser Berichte konnte den Teilnehmern übergeben werden. Der Leiter der Zentralwohlfahrtsstclle der Juden iu Deutschland. Dr. Georg Luhiuski. Berlin, betonte, daß für di«; Betrachtung der Aufgaben jüdischer Sozialarhcit die Beobachtung der Entwicklung der Bevölkerungsbewegung von außerordentlicher Bedeutung sei. Die Diskussion zeichnete vin Bild der Nöte unter den Juden der verschiedenen Länder und der Schwierigkeiten der sozialen Arbeit. Konstruktive Aufgaben stehen im Vordergründe: Berufsausbildung, Bcrufsumschiehtung und Jugendarbeit sind die Probleme, mit denen die jüdischen sozialen Einrichtungen überall sich zu beschäftigen hal>cn. Dr. James Bernstein, «ler Direklor der Hiecm-Pnris» forderte die Zusammenarbeit aller an der Wandcningshilfc beteiligten Organisationen. verstärkte Anstrengungen der Emvvandcrungskomitcrs,* Nicderlassiinasniöglieiikeiten zu erwirke» und den Einwandcmdcn bei der Seßhnftmachuim behilflich zu sein. Aus weiteren lleferntcn ergab sieh ein Bild planmäßiger praktischer Arbeit, mul zugleich wurden die Schwierigkeiten und die Grenzen dieser Arbeit niifgczcigt. F.in abschließendes Referat hielt Prof. Norman B c n t w i c h - London über die recht liehe Lage der Ausgewanderten. Er forderte rechtliche* Sicherstellung. Die Ausstellung eines Ausvvetsdokumentes an jeden Ausgewanderten se; die wichtigste Forderung, die man im Interesse. eines gesicherten Ucehtsstatus für die Ausgewanderten cr- D:c abschließenden Sitzungen hraehtc» Referate von Dr. Israel Fcldmnnn-Lnndon um! Dr. Karpf-Ncw lork über die Dritte Internationale Konferenz für soziale Arbeit und die speziellen jüdischen Frage», die sich aus dem Programm dieser Konferenz ergeben. Sie forderten intensive Mitarbeit.an den-Aufgaben «ler Konferenz. Bahhiner Dr. II o ro v i t z - Frankfurt a. M. legte in einer Sehlußanspraehc dar, daß im Judentum die Idee der Wohltätigkeij eine überragende Stellung einuiinmt. Alle religiösen Gebote, 'die das menschliche Handeln bestimmen, könnten von «lie-er Gnimlforderung abgeleitet werden. Es. wurde beschlossen, in vier Jahren anläßlich der Vierten Internationalen. Konferenz für soziale Arbeit abermals eine Zusammenkunft jüdischer Sozialurhnler rnmihcrufcn und «lafür Sorge zit tragen, daß zum Aushau jüdischer Sozialarhcit auch in der Zwischenzeit ein ständiger Kontakt zwischen den jüdischen Sozialarbeiter» aller Länder aufrecht erhalten werde. ln der letzten Sitzumi der Dritten Internationalen konfcn.1»/. für Sozialarbeit wurde wiederholt betont, daß soziale Arbeit m«ht vereinbart werd«,n könne mit unterschiedlich»“!- 'Behandlung auf Gnind von Basse oder Religion.. Wegen Befdiäftignng einer aril'ehen Hausangellellten verurteilt Nach Meldung der .‘.Westfalischen Liuideszeitung — Bote Erd«»*4 ist ein 71 jähriger jüdischer Speisewirt aus Hamm wegen Vergehens gegen das Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes und «ler deutschen Ehre zu einer Geldstrafe von 200 Reichsmark, im Niidilbeitteibtingrfalle zu vierzig Tagen Gefängnis verurteilt worden. Der Angeklagte balle seit Mai 1933 ein heute 22 Jahre altes arisches Mädchen in seinem llaudialt hwhäftigt. d-r sieh bald zu einer kleinen Speiscwirtsehnft auswindi?. .Zum 3L De- /.-mlicr 1935 halte der Angeklagte das Mädchen entlassen.

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