Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 16 (1936)
- Issue
- 29 (15.7.1936)
- Date
- 1936-07-15
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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«laß iuucrhalb der nächsten vierzehn Tage Maßnahmen «Iu-mt Art g«'tr«lff<*ll w«'rd«'n. Der hu wir«l ferner imtg«*t«*ilL_ «laß von P:ilfi-.tjnn aiis <-i» starker Druck auf die J>uidf»j«‘r Regierung «laiiin nu-grübt w»nl. daß tlie Linwambrung vorübergehend eiuge-telll nti«i «li«*. Unt«*r- »uelumgd;omim»hm M>ft>rl «“»t-vandt \v«*nh*. Man glaubt iinli>-rn. «laß die Regierung durch \ oj>tellung<“n zi«u».»li-«“hrr Führer!><•. wogen wurde, geplante Mifortige Seliritle, zui m-kzu-iellcii und weitere Allst miguugeit . zu inaelien. um vorerst die Onlmuiein Palästina vi<:dcr]icrzij!itell<:u. Jü<itM’h-j>o)iti>chr KrW-e .-lellen eiin* leichte Hesserung «Ier Lage g«g«nül>er «len letzten Tagen fest. Sir l»ezei«lHi«,ii sie ulunrli immer sehr vrn-l, jedoch nicht hoff, mingslo-. Die Vorgänge im Londoner East End Drhattr im eugfi-clirii Unterbau- I,umhin. ..ITA/. Auf A rran)a.-r*ung «Ier Lalionr Partv fand am 10. Juli im l iiterhaii- «'ine Beratung üi>cr dar Billiget «Io lunenmiuisterium- Matt. «Ic-wu Ihoicii ..G«-hä!t<r und Ausgaben «Ier Polizei in England und Wahv* «•in«' D«*baiir üIht <la> Wrluilteu der Polizei ange.-ieljtr «Ir* in letzt er Zeit vcr-tarbl«'u anlijuili-ehi'n Tevron» in»- L»ml;>»«*r K;»«t Lml ermo«li«*iiti». Die Sicherung «1er hürg«*rli<*licii Frejh«'ii«‘n wur«h‘ in <h*r Debatte eingehend erörtert. Der «ler tLuhdur Partv :uig<‘ht~«mulc Ah"<‘«ir«lii«*lc I* r i t t In-grämlct«' ihm Antrag, «ku Rü«lg«“t-P«>-l«*n für tlie Polizei »•»' 100. Pfund zu i«T'ririg«'iii damit, «laß in Irlzlrr /*‘lt «lie freie pnliljM'he MeiniiiigsaiißeniMg '«lauernd von «Ier Polr/.ri nntn'hnndeti worden -<’i.' wahrend nuiirrer»«’il.- ihr \«*rliall«*u. g«*g»'nübri* «Ier ra|jgk<'ll fa>«'hi.-li-rh«*r Gruppen Ih'iiuruliiauug \eriii>n«dil und den begrütideten Wrilaehl erweckt habe.. «laß >ir unter Kinflü--«m sich«', die -ir für «dm* Ikgün-ligurii' «Irr Fa*4:lii-t<>ii ueuinnrn wolI«*u. Der lt«'dner fülirte dann «dm* * lt«*ilic v«»n Bri.-picb'ii au. in denen?<emev Meinung n;wU die ’ Polizei für die Fn-rlrMm Part«*i genommen halH\ Die Herzogin von Alholl lenkte die Aufmerksamkeit auf •!»<* jiifb'nbdiK'ilji'It«* Propaganda «l«*r ..National W'orkrrs Party". Die.-«* Propaganda reize zii G«'wnlttat auf. Der ITiiuvr di«*ser Parl«d hnlx* g«*-agt. er w«*nb* seinen ganzen Einfluß um! s«dm: ganz«' ‘Mnelit anfhu-ten. «laß M«*tisehen nieht uieifer im Interesse -jfulis«h«T Finniizh'iite auf die Sehlaehthank gesehii’kt wrnlrn. Jii «diif’in Mugldaii «I«*r Part«d heißt es: ..Wir ucr<h*n cs mehl zulusM'ii. «laß dir Blüte tuwrc- Lnmlrs und «les lleirhrs wicdiw auf «l}e Schlachtbank ge>«dii«'kt wer«!«*, «lamit d«*r Celdbeiit«'! der .luden und ihrer Mnrinnettvii gefüllt wird.“ .Die Herzogin erklärte. «las nd «du«’ fürt'Ji'lri'lichc Rtx'hultliining* Line solciic Propaganda ver«l«* iu«*hl nur in \'<'rsaunnluug«'u ebemaligf'r Krieasudlnclmu r. soud«*rn aueji in Stadtteilen gi’trn'hen, wo es jüdisch«' G«'?rhnfl.-l*‘utc und Angestellte giht. so «laß. Aussehr«dtmig«'ii zu iH'ffnrhteii s«d«*n. \«m «h*r Poli/id müsse äußerst«*- W’aeh-amk«dt g«,f«udert w«'r«b*u. Sir P«*rey Harris führte aus. cs herrsche «lie Km|>fim!uug. daß. «lie Polizei irg«4i«lwie mit «len Fas«diistcn Jerusatrut. Die llrUlüruug «l«*s eug1is«heu " Kuhmiuhiunisictv O r m s b V - C».o r <• in «h'r Sitzung «les englischen LHtcr.hmi>es r«mi IS. Jul:, in der er die Auffassung widerlegte, daß tu Palästina eine wisentliehi* ISi'sserung der Lage seit winer h*tzl«*n Hede am 10. Juni 'eingetreten s«*i. wird durch «lie jüngsten Lrtdgnissc leider nur allzu sehr bistaligt. Die L'unthi'ii «Ier letzt«*n Tage halien nullt weniger als d r c i j fi d i s «• li «• Todesopfer und zahli'«*!i <• ln«* \ <* r w'ii h d «• 11* gefor«l**rt.' Kine unter Hewaehung \«»n Haifa“ nach T«*l Awiw fahremlc- Autokoloimc. di«? aus zwei jüiiis(:!u'u Aiitolmss«' ii.uihI iu«*hr«*ri*n mit Truppen besetzten Lastwagen Ix'slaud. wtir«!«* zuisjurii Dir el Shark mul Xur «*l S«-lietu**s«*U ' <m «iiu*r l«ewaffiu*t«*u Aralierbaiulc Ciherfalleu. Liner «Irr ersten Si-hüss«' traf «len (‘hanfhmr «b*s an der Sjiitze der Kolouur fabrii:«l«*n Autos. Lr verbu* «lie llerrM-bafl übrr-seiticn Wagt'ii. «h’r (dneu Abhang himmicrmlltc und umslni7.tc. Dureli «Ich miistürz<;iu!<*n \\’ag«*n wnnh* «Ier'Arbeiter Ilir>eb H«*r. «Ier aus Hiißland «dngewamli’rt war. getötet. l)«*r ans l)cuts«*hhuid «•ingew'änderte AOjrdirig«* Max Oarmin wimle wliwer verwmidi't. Atiß«rtl«*m wtmlcu zw<*i Soldaten und fünf Passagiere b'h'lii \«*rwmul«'t. I b*rbeibe«ir«Ieiie militärische Wrstarkimgeu« wuuh'ii in «!«*u mt'iirslü:i«Iig<*ii Kampf «ingi'sctzt. Hierhei wur«len 'i«*r Araber getöt«'t. einer \vur«h* gefangen. Au«*U \Vaff«*n wurden ■«•rlx,u|i'l. Die \ulokolmm<‘ wurde spater zwisehi*u Dir «*l Sharaf um! Vmatha nochmals angegriffen. Lin zwanzigjähriger I Jeklro|e«*Imik«*r uam«*ns J«»s«*pli K a t z wui*«I«' hi'i t'iuem Chrrfall auf «'inen Autobus in «Ier Nähe \ou M«»za g<,t«‘»l«*l. D«*r Auliduis. «l«rr liaeh Leierabcu«! «li«* Arbeiter «in«s_ Stciiibmejis bei Moza na«b Jerusalem bef«"»r«lerle. wurde um «■im-jn mör<l>*ris«'iien L< tt«'r empfangen. Wfdimul Katz g«*iöt«'t wurde. wiir«b*ii zwei Arb«*iter scltwer und «Ir«*i weit«*re leiidit v«*rl«*t/t. Da— dritte jfulisclu' To«lcs<ipfi*r «l«*r letzten ’l’age ist «b*r aus Hi'inil staimm'itib* zwau/igjährigi* Llijalm Sni«l. «Ier iu der Nfibe «1«*> Makkal»i-Sp«utp!atz«‘s in «l«*r T«d Awiwer A'orstadt Hatikwa ers«*hos>en wonleu i-t. lh*i Ihmilieiiexiilnsioneu und Sebit,ßer«,i«*u wurden au«b noib «n«I«*re Juden verwntnlet, darunter zw«*i jüdische Polizisten. \lh* \'«*rletz!«,n' wurden in «las Ibulas-akrauk«'uhaiis eing«*liefert. l-’s wurden vi«-d«*r zaldreieb«* \Vrhnftiitigeu v<irg«*n«imim*u. I. a. werde im Zu-amm<uliaug mit «l«*u Homliruwürfon in Jaffa Aus der Frankfurter Gemeiude lieiiM-rkciiswcrl«' /alileu über die Bc*«Ukeruugshewcgung Fraukfart a. M. hu <M*inein«h*ldatt «1er Israelitischen ('»«*- meimle I rankfnit a. M. wird ein«' statistische diersieht filier «lic lU'völkenmgslM-wi'gung innerhalb der (Gemeinde für «len Monat Mai \eroffcn|lii*ht. ‘Ans ihr ist hrnorzuhelK'it. «laß gegenülH'r «lern M«iual Mai*d«*s Jalues P.Klä -sich die Zahl «1er Khesdiließung«*»» erlieldich erhöht hat. Ms sind IChen in dies«*m Jahr«» jiu Vergleich zu nur II im Mai lOJÖ geschlossen w«»r«feu. Die Zahl jlcr. Grhtirten hat sieh in «lern Monat gegniüher «lern gleichen Zeitraum des Vorjahre* \«m I* auf (» >ermin«lert. Ausgetreten aus dem Ju«U*i\ium sind in Frankfurt a. M. im Mm 4 Poirsonc», wieder eilige treten ein«*, hu Mai H>3ä U?liVf si«*h «lic Zahl der Austritte auf 2. «lic «1er \Vi<‘«!en*mtritto auf 4. Interessante Angaben werden fib«‘r «lie W'andcrungsliewegung gemacht. Aon auswärts sind nn«‘h Frankfurt a. M. in geheimem Lin\cr*lämhib> stehe.. Lr glaube nicht, daß dieses Lmpliii<l«-u gem-hlfertigi wai*e; die Abhaltung von Versammlmi“«n jii mililäris«her Formation sei aller höchst unerwünscht; -«<* könu«' zu ern-l«ii Siönmgeu d«?r öffentlichen Hulie führen. Der Ahi:«,<ir«luele J. JL Maeiiamnra nahni die J^olizei gi genülx'r «len Hesi jnildigmigeii «ies Ahg. Pritt in Schutz. Umdi«* Ih'iJefnriheit werde Luglatid von «Ier ganzen Welt beneblet. Juib'iii.cizi si'i Ix'daucrlicli. unfein und iuienglisdi. Er lioffc, «laß man imstande sein werde, allen Linfluß und, wenn nötig, alle Kraft auzuw«*nd<*u, um «li«*s«*m si«h auschciuctid ehisehlcicheinlcn alis«-|urulieben Lbel Liuludt zu gebieten. Zweifellos Iiätteu sich Fas«'hislcn «Ib'slx'/.nglich sehtddig gemaeht'; aber wenn gewisse FaMbLten sieb «Ier Juib*nln*lze ergalM’ii, könneman doch nicht «h'ii Vorwurf der Judenhetze gegenüber «len Fascliisteu Im «IIgniieiiien erbebeu: Ls »prarlmi u. a. n«n*h «Ier Abgeordnete JI. G. Strauss, «l.*r Si«-h«'nmg «brr Versammlungsfreiheit auch für jxditisciic Minderheiten fimlertc, «Ier Abgeor«lnetc Diiigle Foot. «Ier «ler Ulx-rz<'ugmig Aiis«lrm*k gab, daß bezüglich der Verurteilung «Ier prov«»zi«'rcuden Ih'tlrwci*«* «ler F'.csehisten \«>lle Einmütigkeit b«*ri>«-be und .«laß «lic Ih'gicmng -gegen Aufreizung zu Gewalt, ein \«ug«Inii. «las in Luglainl immer als Verbmhrn gegolten babc.*, «iusi lireileu u«*rde. und «Irr Abgeordnete W a t k i n s , «ler ’ Ih*i- ,-picrh* für «lie. im Lse-l Knd herrschende Unsicherheit gab. Am Dmiuerstag mu'bmitl’ag lia!»e er «dturr Preis\erteilung in einer jüdischen Heligion-sclmb' in Haekui'y l>eigew'olint. Die - jüdische l{.'\ölk«‘rung stehe -n tief unter dem'Lindru«*k «ler Judenhetze. daß >«>gm* l»ri <li«'s«‘i* Geleg«*nh«*it der Hahhiner, der «lie Feier leitete, und andere promiix'ulc jüdische Persönlichkeiten auf «liesc Zu- *tfm«l«' hinwie-eii. «len Mangel au Shherheii in «lern Staillvicrtei beklagten tun! «lie iioffunng ausspraeiicn, «laß duri'h A erslärkting «les Pi>liz«'idi«'iistes die Ordnung w ii'«lcrherg«*stellt werden wir«!. Im 'Namen «ler J{«*gierung antwortet::. Innenminister Sir Jolm S i in«»n. Kr erklärt«', die Hegicrmig lege auf den Schulz «!«*.* hürgerlii'heu Fmheilen und gleiche faire Hchainlhmg :111er l!ürg«*r größten Viert. Der Polizei .-ei «ler Auftrag erteilt worden, nieht nur uniformierte Polizisten, sondcni. auch Geheimagenten für sohh<* Anlässe liereitxustellcii.. Im ührigen sei aus «len II**- rbbte«. «lie ihm auf (irnml sorgfältiger Mrh«*bung«*n zugegangen seien, zu «'rx’luai. «laß die Heselumpfuug von Juden in gewissen Ti'ilen \oii Liimhui gedämpft wurde Zwischenruf: nicht in Ostlniuiou.:. Ls wäre wohlfeil, fuhr .«ler fnnenmiuister fort, -den J.enlcii. dir in Osilonihm diest'm Luftig aiisgesctzl sind, zu s:i”cn, «laß sb* mehr Mul zeigen sollt«*»: er glatihe, daß in vielen Fällen «l«:r heste Hat «Ier sei. si«-u von solchen Ktm«l*ge!nmgcn fertt- /.uhall«'n. Es sei unh« «Ungt. notwemlig. daß «las Publikum selbst all«*s tu«*, um ein«*.Lö-ttng dicsi's Problem*5 ztt ermöglichen. Schließlich erklärte «Ier luuenmiitL-ler, es sei nicht richtig, «laß «li«: Polizei «li«: freie Meiming'äußerung hmgsim \erntchtc <nlcr eine Partei gcgvmtb«'»* «ler amlert:»» Iwgünstige. Io den letzten Monat«*!) H*i alles gescheiten, um die Schwierigkeiten zu überwinden und «li«* »Polizei erhöhe weiter ihre Anstrengungen., fch bitte die Mitglieder des Hau-«*-, schloß Sir John, «ler Überzeugung zu sein, daß alles g«'5«-liielit, um diese Angelegenheit entsprechend zu rcg«*Iti. Di«- Kürzung des lhnlget|M)st«’ns für die Polizei wind«: sodann mit 141! :ieg«*n 7f» Stimmen almelebut. Wo«äie ein arabischer Gvwürzkrämer verhaftet, «ler verdächtig ist. iu «ler Nähe «ler Anglo Palestine H.attk eine Ilomhe geschleudert zu haben. Drei Araber ans Nablus, hei «lenen W affen vorgefumlcn wimh'ti. .»ind zu je sieben Jahren Zuchthaus verurteilt worden, ln Haifa uttnlen sechs traiisjordanisclie Arbeiter festgenommcn, «li«* M'rstu'ht hatten, ein«* Homhe in ein jüdisches Kino zu werfen. Au«'ii zu Ht'giim der 13. ■ A\’«ielie seit dem Ausbruch der Paln^timmnnilien ist noch kein Anzeichen einer Hefriedtmg des Landes , zu inerken. Die Terrorisierung «ler Hevölkerung dur«*li b«'*«vaffm t<' ihuuh'ii «lauert fort. Am Souutag, «leir 1-. Juli, ist es in «ler Ntmstadl von Jerus.alem zum ersten Mal zu einem H e v o l v «• r n 11 e u t a l hei helle m T a g gekommen. Der jfnllsrhe Kaufmaim Jsac Gölten wurde jii «ler Nahe seines Geschäftes In «ler Mumilhtslraße, wenige Schrille von einem PoPzeiposteu <*ulf«*rnl, von Arabern angcsrhosscn und «Itirch zwei Kugeln v«*ruinijet. Gölten ^vurde ins Krankenhaus gebracht. Die Angreifer sind entkommen. . Der 31jährige gebürtige Palästinenser Ailnm L i p k i n „ «ler auf der Eisenbahnstation in Ly«l«la I»es<-Iiäftigt war, ist infolge «*iu«*s tinulüi'klieheii Zufalls durch Hcvohers«husse eines eng-, lischen S«ildat«*n g«*tut«*t wo««l«*n. Lipkiu, der «*inc Frau uiul Kinder hint«-iläßl, ist das 44. TodcHipfcr «Ier Unruhen jii Palästina. Der Soldat-wur«lc verhaltet. An \<*isehie«leneu Stellen «h*s Lan«les ist es zu schweren Angriffen und Überfällen bewaffneter Aralier auf Polizei um! Miii(ärpalronill«*u gekommen. Es wurden Gefangene gemacht, G«*welire und Munition erbeutet. Vereinzelte Schießereien wurden aus jü«lisehen Sie.dlungcn im Lntck und aus «ler Umuclmiiü von ’niu'rias nenu'Jdet. Polizei und Siedler haliett keine AVrluste erlitten« Il«*i Moza wurde «ler jü«!i?«*he Hilfspolizist’ Dow IViller thtrcli Zufall vci*wundet. Er wnrde in «las Hadassa- Krankcnhaus nach Jerusalem .gebracht. Wie ans London gemeldet wir«!, weiden «Irei w «* i t e r e H a t a i I 1 o n <* nach Pahl-linn «“ntsainlt werden. s«i «laß die lnfanteriestr«*itkräft<* damit auf «lie Stärke von elf Halailloneu gebracht werden. Hinzu kommen mirli,- motorisierte Kavallerieabteilungen. «*in Taukkorps, l'anzcrwagen. Genietruppen und ander«' iuilitärh«*he Linheiten sowie «*in .Luftgesehwad«*r. in»e«“saml lVtsonnt VI43 Mämn r nml 130 Frauen) /»gezogen. Im Mai l‘)3.j waivit «•> nur 131. Aon den Zuzichen«b*n kamen aus Gnueimleit iunerlialb Drutsehlamls 269 Personen. Unter ihnen waren 202 J/digt* (und zwar 104 Frauen und 98 Männer) und 43 Familien, «he aus 36 männlich«“» und 31 weiblichen Angehörigen he>lan«I«*n. Die r«*stliehen Zuzüge verteilen sich auf Personen, «lie ans «h*m Au-lnnd und von nieht weiter angegebenen Orten nach Frankfurt a. M. kamen. Forlgez.<»g‘*n «ns Frankfurt a. AL sind insgesamt 288 Personen. Im Mai 1935 waren «*s nur 119. Naih Orten innerhalb Deutschlands sin«! 134 Personen fortgezogon, nach «lern Ausland 114;im Mai 1933: 44). Unter «len uaeli dein Ausland A’erzogcncu befanden sieb 68 Ledige und 29 Familien mit 21 .Männern und 23 Frauen. Mil unbekanntem Ziel verzogen 40 Personen. Plätzcvermietuag t.u den hohen Feiertagen. Die Berliner Jüdische Gemeinde w«*isl itt einem. Inserat in dieser Nummer darauf bin. daß «He Erneuerung «ler. Synägogcnkarten erst vom 20. Juli, die der Karten für «lic «{»gekündigten Säle erst ab 23. Juli erfolgen kann. Schriftliche Bestellungen können bereit* jetzt erfolgen. Die Auswanderung aus Bayern W ie au» einem Aelicitsberiejtf des Bayerischen Siaatsininislcriums de= Innern für das Mauslialtiahr 1<)33. den die" ..Deutsche Allgemeine Zeitungin ihrer Ausgabe vom 7. Juli veröffentlicht, dargelegt wird, zeigt «lie Entwicklung der Dc vise i» 1>e gu ta eJi t u n g durch die AuswandcruugsbcratungsstcIIo Bayern rechts des Rheins ein starkes A tt w a c U s e n der jüdische i\ Auswaiid ererbe wegung. AXulirend in «len Jahren 1931 und 1932 um den -für das r<*eht*rheimschc Bayern ausgestellten 126 DcviscjiguUichlcii nur 22 .Anträge auf Juden entfielen, schwoll nach der .Alachtübcruahme durch «lie nationulsozialisüsclie Re- 'gicrung die Zahl so stark an, daß insgesamt im Jahre 1933 650 jüdischen Antragstellern rund 9,1 Millionen Mark begutachtet Wurden. Das folgende Jahr 1934 zeigt etwa die gleiche Anzahl jüdischer Devisenanträge mit einem auU rund 9,7 Millionen Mark ) erhöhten Betrag. In der ersten Hälfte des Jahres 1933 gingen die Anträge erheblich zurück, um dann nach Erlaß der Nürnberger Gesetze wieder stark, um! zwar auf eiua »och nicht.dagewesene Höhe anzuwayhsen. Insgesamt wurden rund C00 Anträge niit rund 1L9 Millionen Mark begutachtet. Auch im ersten Vierteljahr des Jahres 1936 hielt «lie starke jüdische Dcviseniiinusprucluiuiunc au, um dann letzthin infolge «Ier neuerlich erschwerten Devisenbestimmung abzumnken. Der Anteil der. Jude» und Nichtnrwu* tu» den insgesamt ausgestelUen Devisengutaehtcji beträgt nahezu 90 Prozent. Als Zielland für die jüdische' 'Auswanderung' steht in erster Linie. Palästina, int weilen Abstande folgen Aereinigte .Staaten von Amerika, Frankifich,’ England, Italien. Südafrikanische Iniou. Südamerika und ander*'. In letzter Zeit wurde infolge eines besonderen A erreehnungsahkommens mit Italien diese* Land als jüilisthcs Auswaiulenmgsziel bevorzugt. Bei Begut:n*lttting «ler Devisenauträgewurde ]>e*omici*s AA’ert «larauf gelegt, «laß au Stelle von Devisen muh Möglichkeit neue «lettische Sachwerte von «len Auswamleriitleu bcschalfft uiul mitg«*»ommen wunlen. Hierdurch ergab sielt, wie iu «lern Arbeitsbeiu-ht ausgeführt wird, «'ine sehr erlu*Mi«'he Arbeitsbcschaff u n g. Die Ihiuptzalil «ler jüdischen Auswanderer stellten, besonders in der i'rsten Z«*il nach «ler Machtergreifung. Nürnbc'rg uu<{ «lie fränkiselien Gebiete. Inzwischen ist «lie jfuliselie Auswande- »*tmg aus München und Oherbayern in «len A'unlergruml -getreten. , Mit «letn AblatiP «Ier Geltuugs<lau«*r «les G«*set/.es über «len A\ ] «1 c, r r u f vo n Einbürgerungen vom 14. Juli 1933 ist au«*It in Bayern «1er A’ollzug «Ke-cs Gesetzes abgeschlossen w«ir«len. In .Bayern wtmlcu ruinl 300 Uhibürgcrunür» von Ost- . jutlen, uml .asozialen Personen widerrufe». Die Synagogengemeinden Weftfalens tagen Haimn i., W. Hier fand unter Leiiuug von Rechtsanwalt Dr. Katzen * t e i n - Bielefeld der 32. Gemeindctag «les A'crb a n «1 es «ler S y n a g o g c n g e m e i n «1 c u AX",<* st f a 1 c n s statt. Den .Gcsi'häfLsberieht «les Provinzial-A'crbaiuies erslattietc Rabbiner Dr. k’ron lt e i m - Bielefeld. Hauptaufgabe «les Arerbandes-bildete, «lie Aiifreebterbaltnng des Heligioiistinterri e-lite« in den leistungsschwachen Gemeinden. In manchen Fällen ist «hV Teilnahme am Heligionsimterneht in «len Naebbargcmcimleu :ermugltehl wonleu. A'ielfaeh ist de» Gemetmlett helatende Hilfe zuteil gcuortlcu. Besonder* v»uinle lictonG «laß fehlendes Minjan oder finäuzicllc Schwh'rigkcitcn noch »lieht zur Auflösung der Klcingemeindcn zu führen branelieu, «laß vielmehr ein Zusammenschluß mit Nnehhargemeiudcn erfolgen kann. AN o aber eine Gemeinde der Auflösung verfällt, da sind Synagoge sowie andere Grundstücke, Friedhof, Kultusgegcnslände, Urkunden. Memorhfn'lier si«*herziist«'llcj». Zu den Ijestelienden Rahbinerbezirken Münster und Ileeklingbauscu ist «Ier Bezirk Bochum liiuzugckommcu. A\ esentlieh gefordert wurde «lic Arbeit «les Proviuztnlvecbaudcs «lureli «len Preußische*» Landesvcrban«! jü- «liseher G«,meinden. AA’ie aus «lern im Anschluß daran von Rabbiner Dr. Kronlu'im erstatteten Bericht filier «lie Tätigkeit «!«•* Sozialen Ausschusses für jüdische Wohlfahrtspflege in AVestfalen hervprgchl. sind bei einer Seelenzahl von etwa 16 000 22,33 «o hilfsbrdürftig. Durch «lie JWII. siml im ganzen erfaßt worden: 146 Geim'indett. Zuschüsse erhielten 47 Gemeinden. Im Jahre 1933 siml 10 Kinder iu Amerika untergebracht worden, 1,936 bisliier 6 Kinder. 6 weitere sind vorgcmcrkl. Uber «li«* Proviuzialstclle für jüdische Wirtschaftshilfe beii«*Iitele Rechtsanwalt Dr. Katzeitstcin-Biclcfchl. Es wenlcn z. Zt. 96 junge Männer und 20 junge Mädchen,* die in Berufsausbildung oder llerufsu ntsr liic litti ng begriffen siml, Ik:- trrm. Auel» Jdeinere Wirtschaltshilfskreditc sind im Betrage von 1 860.— RAI. gewährt wonleu. Eigentliche Kreditgewährungist Aufgabe «ler jüdischen Da»dehnskassc für Westfalen, .die seit ihrer Begründung 1934 in» ganzen 10 750 RAL Darlehen gegeben bat. Die Kreditgewfilmtng erfolgt auf streng geschäftlicher Grnmllage. Line erhebliche Mehrarbeit bringt für die provinzielle» Hilfsstellen der zuuchmetulc Auswuiulerungsdraug mit sieh, da ein großer Teil «ler Auswanderer unbemittelt ist. Der Bericht si'hließt mit einem tlringende» Ap[»cll an «las Verantwort üehkeiisum! Gemeinschaftsgefühl aller Gemciudcvcrtrvtcr. Ls wurde* weiter tlie Bildung eines Schulun«I Jugendpflcgeau^seliussi's hesehl«»sseit. Rabbiner Dr. Juliits G a 1 I i n e r - Berlin gab einen Bericht über die Tätigkeit des Preußischen Lamles- Ycrbnmles. Naclnlein im Anschluß atr «lic Tagung «He Ifnuptvcr.-annnluug «les Tsraclillsclten Altersheims in AAcstfalcn unter Leitung von Rhce-Dortmund stattgefunden hatte, hielt Frau Professor Dr. Gora B e r 1» n e r einen A ortrag:-n.Aus der Arbeit «1er Reh-Iisvertrelung“. «ler eine Fülle wichtiger Frage» der Gi.*ü<'uuart in saebkumliger mul gcdioi::-u«T AVeise behanilclte und «•inen Einblick in das umfassende Arbeitsgebiet der Reiehsvcrtretiutg gewährte. Alit einem Bekenntnis zun» Aufliait Palästinas schloß Reebtsanwalt Dr. Katzensteiu «lic. Ansammlung. Ausbürgerung kein Grund zur Eheanfcditung Aus «len in «ler letzten Zeit auf «lern Gebiete «les Ehcrcehts ergangenen Entscjieidungen sei ein Urteil de* Kammergcriehts erwähnt, «las sieh mit «ler Frag«* beschäftigt, ob wegen A\ iderruf der Eiiilifirgerung.de* Mannes «lic Ehefrau «lic Ehe anfcchtcn kann. Das Kammergcrieht hat die Anfechtung für unbegründet erklärt. Ein ausländischer Jude, der eine Arie rin geheiratet hatte, war 1919 eingebürgert worden. Als ihm vor einiger Zeit die «lettische Rcichsangchörigkcii wieder aberkannt wurde, focht die Krau die Elte mit «ler Begründung an, sic habe geglaubt, einen Mann mit voller deutscher Staatsangehörigkeit zu heiraten. Hätte .sie gewußt. «laß er mm staatenlos werden wurde.-hätte sic von «ler .Eheschließung abgesehen. Demgegenüber stellt das Kammcrgcricht fest, «laß bei Eingehung der Ehe die Frau sich nicht im Irrtum über «lic Staatsangehörigkeit ihres. Mannes Iiefunden hat. Sie bat . also «lie wahre Sachlage , erkannt und nur nicht vorausgesehen. daß durch eine Änderung der. Rcdilslage später ein Widerruf der Einbürgerung möglich würde. *KG 13 U 499/36.) Die 13.