Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 16 (1936)
- Issue
- 28 (8.7.1936)
- Date
- 1936-07-08
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Da» Gericht erkannte auf eine Gefängnisstrafe von seclt^ Monate«, die durch die erlittene UntcrsuchuujisUaft als verbüßt gilt. In der IN: g r ü n d u n-g erklärte der Vorsitzende, der Angeklagte liabe die verwerfliehe Äußerung *zur Kundenwerbung benutzt, aber cs »ei nicht zu verkennen, daß er sich au dem Tage in einem Zustand der Erregung befunden und seine Worte nicht so ernsthaft auf. die Waagschale gelegt habe. Da er zugegeben habe, eine fdmlichc Äußerung getan zu haben,'sei'ihm die Untersuchungshaft ungerechnet worden. Anfechtung eines Vertrages wegen Irrtums filier die Judeneigensehaft des Ycrtragskoutrahenicu ln der ..Deutschen Justiz4’ wird ein Urteil des Amtsgericht* Mainz \oin 27. Alai 1936 veröffentlicht, in dem festgestellt wird, daß der Irrtum eines Vertragspartners filier die Judenrigen- »chaft seines Vertragspartners zur Anfechtung eines Vertrages berechtigt. Der Beklagte hatte im Januar 1933 seine Tochter in der P r i v a l s e h u I e d e s K I u g e r s angemehlet. Gegen die vom Klager angestrengte Klage auf Zahlung des Schulgeldes hatte der Beklagte cingewamlt, er habe erst im Marz 1933 durch seine Tochter erfahren, duß der Kläger Jude sei. Daraufhin habe er sofort vrrlioieii, daß das Kind «he Anstalt weiter Ivesuehe. Er »ei aller Nationalsozialist und hätte seine Tochter niemals in die Schule "des Klägers geschickt, wenn er gewußt halte, daß dieser. Jude sei. Das Gericht vertrat den Standpunkt, der Beklagte habe »ich hei .Vertragsabschluß fiber eine wesentliche Eigenschaft der Person, des Klägers geirrt. Denn die Hasse eines Menschen, soine blutsmäßige Zugehörigkeit zu einem bestimmten .Volkstum, ist, wie das 'Gericht au»ffihrt. »eine we»entlieh»te Eigenschaft »elilechlhin. Wußte der Beklagte bei \ »*rU*ag»uh»ehluß nicht, daß der Kläger zu der dem deutseheu \olkslum »chfidlivheii jiidi»<]u'ii Ra.»»«* gehurt, so ist dieser Irrtum gemäß £ 119 BGB. erheblich. Die Auffassung des Klägers, daß di«\»cr 'Irrtum ohne Rc«(culmig »ei. da Anfang 1933 die heute allgemein anerkannten" IhLWgruiul- 'sätze noch nicht Gemeingut de» dt-nt-clim A«dkr» gewesen »eien, wird toiii Gericht nicht gutgvhcißcn. Die Erage. ob »lie Zugehörigkeit zur jüdischen Hasse .,vcrk«*hr»v\«*»cnllii*h” im Sinne von § 119 BGH. ist. »ei allein nach den Gnmd»ätzeu des Programms «ler NSDAP, zu beurteilen. E» iiiü-m* auch angenommen wcnleji. daß der Heklagte »eine Tochter ..hei verständiger .Würdigung des Palles** vv»J* S; 119 HGH.) nichl in eine jüdische Schule geschickt hätte. Wenn der Kläger meint, 'ei* halte in seiner Schule nut deutsche Lehrer Iicschüftigt. deshalb müsse sein Institut kulturell als «Icut-chc Anstalt—gelten, so M*i diese Auffassung dem Gericht unverständlich. Denn diese Lehrer waren, nicht zuletzt finanziell. \on «h*m jüdischen Direktor abhängig, so daß durrh sie eine Kr/iehmig der ihnen aiivcrlrauten Jugend im deutsehen Geist nichl zu erwarten war. Es sei aueli anzuuelnneii, «laß der Heklagte seine Tu«*htcr von der Schule des Klägers von Anfang an ferngehalten hätte, wenn ihm bekannt gewesen wäre, daß der Kläger Jude ist. I)a die wirksam erfolgte Irrtumsänfechtung des Beklagten «len Vertrag zwischen ihm- und «lein Kläger aufgehobeii hat. kann der Kläger auf Grund des Vertrages keine A u s p r ü e h e inehr erhelH,ii. s In einer Anmerkung zu dieser Entscheidung schreib! Amtsgeriehlsrat im Heirhsjii»tizmimsleriiim. Fri«*«lri<*h. u. a.: Man werde weiterhin m Pallen dieser Art fordern müssen, «laß der Jude hei Yerlragsvcrhnndlnngcn auf seine rassische Zugehörigkeit liiuweist. Tut er das nicht, so kann das Unt«*rlas»cu zur Anf«‘rhtimg «Ir» Vertrages wegen arglistiger Täuschung führen. Selbftkilfe! Es wird gemeldet: H Der A«ir»taud. der Jüdischen G<*m«*m«lc zu Berlin hat. wie «lie Jüdische Telegraphen-Agentur erfährt, . ein neue» l) ez e r nat f ü r P a l fi > l i u a , u u «I W a n <1 c r im g cmg«;ri«hl<*t, da» «lie Koorilinieriuig «l«*f ArlH*il auf di«*M*m (»ehjel iuncrliuNi der Gemeinde in die \\ ege leiten soll. dariili«*r hinaus u. a. aber in>- iH'.MMulen* auch «l«*r religiösen und jiidiseh-geisügeu Versorgung der Auswanderung zu dienm hat. Die Leitung tles IVzernais hat da» Mitglied de» Gciiiciiidc\or»tiuide» Dr. Alfred Klee übernommeti. H Der Wiener OU*rrahhiiu*r Dr. David P-e u e h I w a n g ist am vergangenen Smulag im 72. Lebensjahr £ c » t«» r h c n. Fr i»l am?. Juli in einem von «Irr Israelitischen Kultusgeineiude gvwidmcUn P.hreugrab auf dem Wiener /«‘utrulfricdhof licigcseut worden. H Auf dem Jüdischen Priedhof in .PotMlam hat dieser Tage die Heiselzung «ler 1 riu* «I«*» heimgegaugeueii Jiisli/raln Dr. Julius Hroduilz »tutlgefmulrii. Ihn «ler Pcier war «lie Heichsvertretuug «huch Ministerialrat i. ll. Dr. Otto Hirsch vertreten. Die Gedächtnisrede hielt Hahhiiu*r Dr. Karl Hosnilhal von «le* Hcforiugciih’inde, H An dem .voii der Scluilabli'ilung der itcie!i»«ciirelimg veraiislallelnr Lehrgang zur A ii» h i I d ii u g' v o n li e h r ä i * e li t* u Lehrern für den Erwaeh-enen-l iilcriicht fand.die Schlußprüfung »lall. Nun den 3(1 Trihu-hm.*rn de» Kurses unterzogen sieh 22 der Prüfung und bestanden sie. *— ■ 'Im lii»ribad von l n I e r t ii r k h e i m rettete, nach Mehlung des -..Stuttgarter Neuen TngblaU«,s‘\ ein ladircr eine im AYa»»«v plötzlich oluimücliiig gewordene Plan. Er könnt«* sie wieder'au* Land bringen. Die Mifort aiig«*»t«*lltvn AA i«*«IeilM*lclnmg.»- versuche waren erfuigreirh. W ir mis da/u mitgeteilt wir«). handelt es sieh hei dem Lv In* u s r e t I e r um den Lehrer P«‘hV D a v i d von der Jüdischen Schule in Stuttgart. Zum Problem der Zwirdiengencrafion Von IIi:iMIIi:ll Kl 1IN Zu dem in Nr. 2*1 der .Jüdischen Allgemeinen“ veröffentlichten Artikel ..Zwischen 35 und . . . •* von Dr. Manfred Mevcr wird uns ge* schrieben: Da» Problem «1er Zwi?e}ieng«*n«:riilioti. also «ler Menschen von 33 hi» 33 Jahren, beschäftigt immer wieder «lie jüilisclic Uffeutlielikeil. Das S«*hreiben und Heden hat aber wenig Zweck, wenn nicht entsprechende Taten «*in»etzen. Die erste. Tat aber ist die «ler Erkenntnis, d. h. den ganzen Fragenkomplex an «len betroffenen Menschen seihst zu studieren und daraus die Folgerungen zu ziehen. Schon 1933, bei beginn aller Umschichtungsarbeiten. als «liesc Präge begann, habe i«*h auf die .Notwendigkeit einer sachlichen Fundierung der Arlxdt für die älteren Uinsehiohli'r hingewiesen. Aber damals bildete sich die in Wort und Sehrifloft genug verkündete falsche These aus, daß dt-r .Mann von 33 Jahren aufwärts kaum noch u m s e h i e h t u n g a f a h i g sei. Dabei blich cs, zumal die Sorge für dsc-Jugeud. die sieh nicht selbst helfen kann, «lie ganze Kraft aller öffentlichen Stcllcu — mit Hecht übrigens — in Anspruch nahm. Und doch wußte und weiß der Fachmann cs 'anders! Für viele Berufe gibt es exakte Untersuchungen über . «las Alter des hörhsfen Erfolges unter Berücksichtigung "‘aller Erfolgsbs’dmguiigcn. Aus «lii'sen Untersu<*htumen erfahren wir denn, «laß-* z. B. «las -.Erfolgsalfer «les Schneiders zwischen 33 nn«l 30 Jahren li«*gt. das «les Schlossers /.wischen 38 un«l 54, «les Photographen zwischen 38 und 52. «les Zahnarztes zwischen 26 und 49 u*w. Fast alle daraufhin bisher untersuchten-Berufe zeigen jc«lenfalls, «laß die Grenze «ler Iiernfliehcn Aufwartsbe.u'egung noch weit jenseits von 35 Jahren liegt, so daß also eine Um- und Einschirhtung noch eine ziemlich große Zeitspanne für ihre Aiiswirkimgsmögliehkeiten hat* Statistiken gehen zwar nur Durchschnitt«'; .al>cr «liege sin«! aus «len Eiuzelffdlen gewonnen. Die erste Bedingung und Portierung ist daher die nach einer fachmännischen Untersuchung je «les Einzclfallcs auf Umsehielltbarkcit. Di«*se Untersuchung kann nicht ein Berater in überfüllten Sprechstunden vornehmen; er kann sie nur vorberciten. . Sic ergibt sieh auch nicht aus Akten, die eine Dienststelle mit «ler anderen austauselit, sondern es ist eine Untersuchung am Lebenden mit allen exakten Mitteln des Psyrhotcchnikcrs, dinraktcrologcn um! Mediziners, die zuerst fcstzustcllcn haben, oh jemand auf eine völlig neue Lebens- und . Bcriifshasis gesetzt wenlcn kann. Das ist ein so entscheidender Schicksalsakt. von ihm hangt Sein und Nichtsein ganzer Familien ab. «laß keine Sorgfalt zu groß, keine Mühe, -zu viel, keine Fachkenntnis zu Nach § 9 Abs!. I Ziffer 6 tles Körjiersehaftsstcu^rgesctzes von 1934 sind Körperschaften und Ycrmögcnsmässcn, «lie ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen oder miMtätigeu Zwecken dienen, von der Korpcrsehaftsstcucr befreit. Ein Finanzamt hatte von einer Stiftung «lic Zahlung von Kurpcrsehaftsstcucr verlangt, die noch den Satzungen den Zweck hatte, ,aus.«Ich Zinsen «las Schulgeld für unbemittelte jüdische Zöglinge an höheren . Lehranstalten zu bestreiten. Der Hciehsfinanzhof hat durch Urteil vom 7. April 1936, «las in den „Wirtschaftlichen Kurzbriefen** mitgeteilt wird, «len Standpunkt des Finanzamts gebilligt und die Körperschaftsstcucrpflicht der Stiftung festgcstcllt. Auch der vorliegende -Streitfall rei nach! § 1 «les Steucranpassungsgcsctzcs zu beurteilen, wonach Stcucrgcsctzc nach nationalsozialistischer Weltanschauung auszulcgcn sin«L,JDiescr Auslcgungsgrundsatz müsse für alle Rechtsfragen gelten. <Jie nach Erlaß des Stcucranpassungsgesetzcs zur Ents«*hei«hing gelangen. Gemeinnützig, so heißt es in der Urteilsbegründung weiter, sind nur Zwecke, die dem gemeinen Besten auf materiellem, geistigem oder sittlichem Gebiet nützen. Unter «lern gemeinen Besten ist aber nur das Wohl der deutschen. Volksgemeinschaft zu verstehen. Die Förderung der höheren Schulbildung von jüdischen, also fremdrassigen, Staatsangehörigen diene nicht dem Wohl der «leutschcn Volksgemeinschaft. Für die Frage, ob eine Mildtätigkeit vorliege, komme es aller- «lings nicht darauf an, ob die unterstützten Personen, wenn sie sich im Inland befinden, einer fremden Hasse angehören. Mildtätigkeit liege aber nicht vor, da der Fonds nicht dazu bestimmt ist, der wirtschaftlichen Not abzuhclfen; vielmehr soll er dem hedrutriul sein kann, um hierbei nngrweitdrt zu wenleii. Kleine Korrekturen helfen hier nichts. I nlerhringcn v«m ein paar Menschen ist nur Notlubclf. F.» kann gewiß in klein«*m Maße der akuten Not ahh<'lf«'ii, wenn die jüdischen Institutionen z. B. keinerlei Doppelver«Iien«*r .unter Berücksicliligimg einer unteren Einkomnn;ns>tufe) hcs<*häfligcu. E» wäre auch richtig, daß di«*sc Stellen keinerlei IVusioiieu und AhfintlmigiMi an solche Beamte aiiszahlcn — unhcsrluulrt ihrer spät«*ren Anspruch«* «lie irgeiulwelehe andere, wouiöglieh iio«h hölier he/.ahh«* lNe.1eu übernclimcu. S«dehe ErsparuisM* -- und sie »iud gewiß nicht •»••ring — wären für die Umschichtung produktiver zu verwenden. Aber wrr garantiert, «laß «lie»«* Gelder nun g«*ra«h* für diejenigen «Irr Zvvisehengem*ralion verw«*ndet wml«*n. hei denen -»e produktiv angewandt sinil? Mau muß den Mut zum Neubau Indien, sonst stürzt uns' «ler alle Bail über «len Köpfen zusammen. Die junge Generation wandert zuerst aus. Die alte Generation fällt immer mehr im .Wirtschaft*- und Soziallehnt aus. Daun bleibt «Irr Zvviseheugencration «4n gar <*ug«*r und.magerer Lehensraum! Bleibt nur die Srlbslhilf«*! Wir KricgslM*s«*liä<liute, Schwerhörige. Körperheliinilerh* nsw. ihre Selbsthilfrorgani»alion g«*sehiiffeu halien. so »ollie dies auch «lie jüdische Zui-ehnigem*ralioii tun. Dir Aufgaben einer stilcuni Srlbstlulfs<irgan«sati«in warm; 1. Genaue »ta(i»lN«*hc Erfassung aller Umsehiehtler zwischen 35 und ■55( Jahren '«iliue engherzige Zalilengr«*nz.«*) in hez.ug auf Um* Situation. Uiuschichtharkcit "Anlage. Gesiindlicit, Eignung usw.). 2. Sehaffuug von Umschicht(mgsuiügli(‘hkcit<>n und Einordnung in «las Wirt-r|inft«df*h<*ii «l«*^ Ans- und Inlandes. 3. Zusammenarbeit mit den jüdischen Amtsstellen •'*/.. B. Arheitsveimiltliin^. IlilfsvjTein für Aiiswanderiingsfrag«*n tisw.'. Gerade «ler letzte Punkt ht*wcisl. «laß es »irli liier n i <* h 1 ii in e i n «* überflüssige N «* n «» r g a n i s n t i o n handelt. Diese Hilfsorganisation verhandelt init «1<*n hesteh«*nrlrn Institutionen als gleichbiTcehtigtiT Mitarbeiter, währeml bisher <l«*r einzelne nur Antragsteller, Petent um! Benrhcitungsobj«*kt.war; Mau kann nicht alle Vorteile hier aufzähletu 'die eine Milche Organisation nut sieh bringen wird. Die. Mitglieder <lie»«*r Organisation hätten auch ihren Ang«*stellten gegenüber von vornherein eine andere Position. Sie sind «lie Arheitgelier. nicht IVtniten. Sic wählen — unter Außerachtlassung aller anderen Hürkshiilcn — ihre Snchhrarlx'itcr nach den Gesieli|s|*unkteii faehinuuuiseher 'Bewährung ans. Es gäbe «In eine ganze Heihe von M«5g)i(*Iikeiten. wollte man “ie mir einmal sat'hlieh prüfen, und es li«*gt kein Grund vor. dieses neue Hilfswerk gleich im Keime tot z.u «liskntieren. Hier i»l ein Weg! Auf zum Start! Mangel «ler höheren Sehulhildung «brr Bedürftigen ahhelfeti. Ein sol«*her Nlangel stellt aber keine Bc«!ürftigkcit «Inr. Der Weltkongreß’ der Jfidifdien Frontkämpfer Al ten. Im A'crlauf des zweiten WeItkougr«*sse» der Jüdischen Frontsoldaten, der sieh mit der Beratung innerjüdisehcr Fragen, «ler Abwehr antisemitischer Angriffe und Maßnahmen zur Ansicdlung jüdischer Frontsoldaten befaßte, wurden die Führer tler auswärtigen Delegationen u. a. vom Vizckanzler-Baar- Barenfcl.« enipfangeh, der den Arbeiten de» KoiigreHMi« vollen Erfolg - wünschte. Hierauf begaben sirli die Delegatioiwführer in das Ministerium für Lande» verteidig un g, wo sie von Staatssekretär General tler Infanterie Zehner empfangen wurden. Der Staatssekretär erklärte: ,.Als Frontsoldat und Truppenoffizier hatte ich Gelegenheit zu reichen Erfahrungen mit jüdischen Soldnten und Offizieren an der Kampffront. Es ist meine feste -Überzeugung, daß die jüdisrlten Soldaten »ich tapfer 'geschlagen und ihre Pflicht gegenüber dem Vaterland voll und ganz erfüllt haben.44 Der General versicherte, daß er während seiner. Dienstleistung 1x4 einem ungarischen Regiment wiederholt die Tapferkeit der ungarischen jüdischen Soldaten fcststeUcu konnte. ‘ Djc Tagung wurde am 3. Juli geschlossen. In einer Vollversammlung wurden die Ergebnisse «ler von den fünf Kommissionen geleisteten Arbeit einmütig gebilligt. Die geplanten Beschlüsse und Resolutionen erstreckten sieh u. a. auf die Erlangung mangelnden Einflusses des Ktontsohlatcntum» . in den jüdischen Körperschaften, auf die A’crlchligung judenfeindHcher Angriffe sowie auf die Ansiedlung von Juden auch in außerpalastinensisehen Ländern. ■ Der erst I I J u h r t* all«* F r i t z () p p «* u h «• i in «• r an» Bad Ein» hat «*in ilri*i/clmjnhrig<‘» -.Mii«l«-heu unlcr eigener Lehen»gefiihe vom T«hN* «Ir» Ertrinken» gerettet. Du» Mädchen zog den Jungen in »einer T«nle»;uig»t mehrmals unter «las Wasser; er ließ-«-» j:*«l«u*h nicht lo», hi» c» au «lie Nähe «le» 1 fers um ihm gezogen worden war. \nf -ein«* Hilferufe sprang ein junger Manu hinzu und konnte recht/eitig \i*rhiu«I«*riL «faß beide Kituler iinl«*rgingt*n. ■B Dunli ein vom Fülirer und ll«*ie]i»kanzl<*r, d«*m H«‘i<li»* kri«‘g»minis(er und ll<*ieh»imienmini»(er iiul«‘r/i'ielui«*|e» Gesi’t/ i»l £; 15 «I «* » W «• li r g e s «• I ze s vom 21. Mai 1935' g e ii n.«l e r I worden. Der bctrcUcndc Paragraph hmlet jetzt: „Ein Jude kmm niiJit aktiven Wehrdienst leisten. Jmlisrhc Mis«*hliiig«* können nicht \ «»rgesetzti* in «ler Wehrmacht werden. Die Dieiistleislimgen von Juden im Kriege lil«*ih«*ii einer hi*MMi«lereti H«*g«*lüiig vm*- Ih'IiiiIi.cii." * ■ Die S r h u h u a re u h ä ii »gesell» «• h a f l k In u un e r in Bre»iaii li.it ein«*» ihrer GcM-hälte verkauft, führt alH*e die heulen aiulereu Geschäft«* unter «ler hi»h*rigeu Firma weiter. Die jruprs«*hrn A u g e » l e I 11 c ti;sin«l in «li«*. vcrldvilirudcu Ge. schäfte üheniommeu worden. ■ . . H In London beginnt am 8. Juli «li«*'dritte f u t «• r n a I i«»- ii a I c J ü d i » «• h 1- W o li I f a li r l » k <i n f e r e u /. Au «Irr Tni’nn” wi-nb*n nulinrc Mitglieder der Ih'ie)i»verlr«*limg «ler Juden in Deutschland («‘iliiehmen. v •" ■I. Hmidcspräsideui Mikla» hat <l<*m Direktor «le» Karolinen* kraiikenlimiM*' für Kituler in Wien, Uiiiversitälsproh'nHir Dr. Wilhelm K ii ö p f r ) m a i* h «* r . da» Hill<*rkr«*iiz I. Klasse «I«*» österr«‘iehi»elu*u \ erdi<’ii»t«mleu» verliehen. Prnfe»M»r Kiu"»pfelniiu*her ist. Jud«*. — Primarius Dr. Karl Griinfeld, i*iiicr «Irr hekatml«*»t«'ii jü.lbehen, Kiiuh nirzte \Vi«*n», ist im 59. L«*lu*n»j«ihr an ilen K«dgrn «111«** schweren Magenhudeii» gestorlx'ii. IB AA ii* au» «Jeu A « röffenllichiiiigeii <l«*r Stiilisli»clu*n Abteilung «ler Palästiimregierung hervorg«*ht, gehört - lLn I ii » t i 11 a zu den Ländern, «lie di«* h «5 e h » I <* p r o-z <* n 111 a I e G e hurt e 11 - Ziffer aiifweis«*ii. In dun ersten «Irei Monaten di«*M*H. Jahr«‘H wunh'ii «Inrt 16327 Kinder gelxiren. Auf 1000 Meiis<*hen entfallen 52.1 Gehurten. Di«* höchste G<‘liurleiiziffer. 63.2, IiiiIm’ii «lie .Ahihammedatirr, «lie* niedrigste, 31,9, die Juden. fl|. Prof«*»»«ir \. II. F r a e 11 k <* I von der Hi'liräisi heu Unj. versiiät J«*riisah*m hat sieh zur Teilmihmi* an <l<*m Inlurnationalen M a t h r m a I 1 k «*,r K «n g re ß . der in Oslo statt fimlcn MdI, niuli Europa iH'gebrn. Professor Fraenkel iiimmr an «l«*m Kongreß' glei«*lizeilig nin*h als offizieller Wrtrrter Palästina» im Atiflragu'*«h*r Palä»tiiiaregi<*miig teil.; H Auf Drangen Priisideul H«MiM*vells und M*iu«*r Fretuule hat sieh Golonel IIer)M*rt II. Lehman euts«4ilonM*u, seine Kaiidiifatur für «las Amt «le.» S t a a l s g o 11 v «• r 11 «* u r h von New V «frk zum drillen Mal uirzumcldeu, «Io allgemein die. CilK*r/.eugiing lierrseht. daß der Erfolg «ler Demokratischen Partei von «fieser Kinulidatur nlihängl. ■ Wie au» Clturbin i>rriehlet wird, wurden wegen Mit- M*1ml«l an «ler Ermord 1111 g «I e » jüdischen Mimiker» Simon Ka.vpi, einess frnnzö»i»«lien Slant»aiigeliörigeu, der Ende 1933 von niH»i»«*heii AVcißgar«li*ten entführt wonlen War, die ehemaligen Offizier«: der nit«*u ■ mssitiehoit Armee Mn^linftfC, Clinudier mul Znitsev-Sieuilzka 7. um T«i«lc verurteilt. Zwei weitere W«*ißgar<li»t«*ii erhielten le|>eiisläii^'li('hc Zurhlhauiwtrufcii. Die Juden »in »3rbsi»rhei» Wirtschaftsleben Die ,.Sri«’h»i»ehe AA'iriM-luifl4* hraelit« vor kurzem auf Grund, von Zuhhmgen «Ich Sü« li»i»«4ien Staii.»lii*«-hen f*an«le»omte» Angahen über «lie B e r 11 f s g I Je «| «• r ti 11 g«l e r J 11 <1 e 11 in Sach neu. .Stichtag für «liest* Zahlen ist die letzte Volkszahlting vom 16. Juni 1933. wo in Sachsen insgesamt 20584 Glmtl«ciiHjii«leii lebten. A’on . 100 jüdisi’hen Erwerbstätigen gehörten in Suchsen 0.3 riin Heirh 1,7/ der I^indw'irtsehaft. 23.6 ^23.1J «ler fmlustrie mul dem Handwerk, 66.1 (61.3; «Irr Grnj»j»e Hnmicl mvl Verkehr und J0 (12.5' dem öffentlichen Dienst und «lern häuslichen Dienst an. Heisemle. A’ertretep untl Agenten gab ch 1136, Verkäufer 738, Buchhalter, Korrr«jM»n<icuten ml«! Slenotjjustcn 466, sonstige kaufmännische utul Büroungcstellte 1422, Arzte 242, Rechtsanwälte uml Notare 78. Bezieht man «He Zahl der jüdischen Heehtaanwälte .und Arzte auf «lie Gesamtzahl «ler Angehörigen dieser beiden Berufe, >0 stellen «lie Rechtsanwälte einen Anteil von 4,4^o (im Reich 16.3‘' iuul «He Arzte einen Anteil von 3.6(im Reich 10.9*',o(< Hei den iikndemiM-hen Renifen ist sornit «Irr «lurelisehnittlirhe jüdis«*hc Anteil im Heirh weit höher als in Sarhsen. Unter 100 jü«Jis«-hrn Krwcrbsj»en«onen liefandcn »ich 46 Mllmtämllge (im Reich eU*nfnlls 46) gegeuülier 16 hei der übrigen Reichsbevölkentng. Unter 100 jüdischen Erwerlisjiersonen waren ferner 6 (10) mithclfenle Familienangehörige, 37 04) Beamte und Angestellte, 10 r9' Arbeiter tm«l 1 -(1) Hausangestellte.. . 1 Körperfchaftsfteuerpflfcht jüdifdier Stiftung