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Jüdische allgemeine Zeitung · 1936-07-01 · 27 (1.7.1936) · page 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
16 (1936)
Issue
27 (1.7.1936)
Date
1936-07-01
Page
– (sequence 2)
Language
German
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i " Das Pogromurteil von Radom Groüe Erregung unter der pulnifeilen Judeiilieit — Berufung angemeldct » 1 u,-*I#*i* Irl «• i!> big iimmI n n g wunl«- «rkläil. «Irr «rirk- >nm«- Boykott «Irr poiiij»«-hcii lk-\fdk«Tung «rg«-n d«*n. jü«li-«h*-n Uauili'!.. und eine lbihr \«ul Angriffi'n g«‘g«'N di«' jiidi-chc IJ;-- v«ölk«*.i-img durrii Z'.-riiMiiiiin-ruiJ-j wm l-Vu-lcr-clii-iM-ii u-w. Iifillm bei den Jiid«-u «-men Zu-laud «ler Er'p-gimu |n-r\«Mgcruh-n. «Irr darin zum Au-dru« k grköiniiHii --ei. «laß »«»• zu *l»u B«-Imnl« u •rin«* ALomIiiiiu" riit-audl iiätl«-u mit «Irr llill«-. di«- \ «-rliälliii?--1 in Przylik, >v*«* -i.r \«jr «Inn Hovkoll Jx -Iajiilru. u i«-di-rIu-r/u-U lli-n. \\Vileiwir«I in «1«-r Urt«-iUb«*grü»uhiug erklärt. «laß am 9. Mär/ ' von «ler-'Mcngc <-in Angriff auf «li«- P«pl»/ri \«-nil»t wur«l«-. d.-r ki-im-ii Schaden V<-rui>a«hl«-. Dank I ru dinami lud»«* einen S «• h u ß alig«-g«-hcu und dndunli «l «• n Angriff der’ M «• n g <• au>- g«*l.«'j.-|, Lei drin dann l/«‘rlrüniMH’i'l und «ler . jü«liH*lii: Marktfährcr l)«-liuan mißhandelt uur«l«’. CI«-iYli/.«-ihg liala? l-YMbcrg ci»»«-»» rlirUtlirlu-n Jungen g«--rMngcit. AIdie - Bauern —- in folg«: d«-r jü«li-«4w*u Angriff«-- - «li«- Stadt \«-cl»cß<-»i. Iiahr kYr>ch«-uzw«"ig auf Knhiak »♦,>«-lm--*,n. au«l«‘r«* .lu«I«*n hallen «lir Rattern mit Slriu«*n hcu«u-f«-ii.' uul ShVk«-u g«-M-lilag»-n und \<iit Silmßwaff«*ii (i«-hrau«-h gemacht. da- Indiz zu nul»\i«lmdl«w \ «-rteidiguug einer Reihe Hauern geführt. «I«»'b hätten «li« -:- k« im- Waffen benutzt. Di«* infolg«- «I«-.- jfuli-«h«n rin-rlalls nufü«-r«-gt<* Rau«-rm»icug«: habe jü«li-«4u- \\ «>hnung«-n z»-i;-t«'»ii. Als di*- ahzieln-atlc M«-ngi? vorm llan-«- L e » k <> > \<»rb«?ikam. habe Le-k«» au- «h-ni ■Fen-ter gc.urIio»»«*ii. Durch «‘iin-n «H«-.-«-r Srliü-.-«* s-i «l«-r Hauer W i «•*•/. n i n k » r i »1«-1 Morden, ln d«-r Erregung fdn-r «lirx-ii Mnnl habe dann «li«- M«-ngc nn,Iu-«‘.r«- judix-lic \\ «ihnungrn M-r««u-trl. dudrii mißiiatidrlt und hi<-rh«-i -«ieii au«h die Miukm\.-ki- »getutet worden. ICx-i bewiex-n wunlen. «laß «lir .luden «•inen geselzwMrigcn Angriff auf «li«- Ham-rn \rrfihl«-n. Die S «• h u 1 d der wegen der IC r m «» r «1 u n g d «• » IC h «* p a a r- M i n k o w » kt A n £ e k 1 a g-l «• n - o i n i «• hl <• r w i <■ s «• u worden. IChabe .für die .luden k«-iu GrunT zu N««lwchr!><>(nn«!«-u. Di«- \Yrlei«lig<?r «!er jüdix-ln-n . Ang«-klaglen hüben die B e - r ii f ii n gegen Sehuhl und Strafe für ihre Klienten.'.angemeldct. Daungi-In-nerliehr Urt«-il hat größte Krecgunji unter der .hulenlu-it Pob-us ausgeMsl. Drei Monate Gefängnis l'iir -ehwerc lülrpervcrh-lziing an einem Juden * V. ar-eliau. .ITA.) Dalladomer . Krejsgerieltt hat «len Solm «lewährend «!<•- Hognmi- -von l’r/.vtiic ei>elios.-«-nen Hauern \\ ie-zniak. .lau Wir.-zniak, zu-«Ir ei AI o na teil Ccfängni*» \«-n:rl«-ill. weil «-r norli wir dem Pogrom den Juden Hauniül üherfallen mul -el:wer v«-rlelzt leatt«?. Im Drtrfe tagamin Galizien wurde die jüdische Lailenln-.-itz«'iin U«i-a Kolm . grgen dje die Natioualdc-inokraten «-im- -eiiarfe Hetze »«rlührl liallen. in «1er ISTai-ht bestialisch er mordet. A!- tlt-r 'Hat \rrdaelitij: wurde «ler Natinnaldenuikrat Mm-!v-iI \i-ibaft«-t. - Die \ erfolgung der in «len W ählern Mi>te«-ki«n T«*ilin*lim«-r an «hui Cherfall auf das Städtchen My-y.ieni««- ffdirte zur \«rhafumg von vji-rzig Milglicdem der Hainh-, In «l«-m Slädleheu Dz«*nlyn im Kr«-is«: Kiek-e wunlen mehrere .Juden miHiiumlrlt und fünfzig!'<nsl«‘r in jfuli-ehen llätL-eru zeiirfnmm-rk Die jüdische Gemeinde hat bieli an di«? |h-!mr«lr um Selmlz gewaiull. — Eine Haussuchung In «hu Wohnungen mehrerer Natiuuahhrmokraten in ()two«-k fühlte zur I’nl«h«kung \«ui zw«-i Homhcit .und-einer gn»H«.-n Menge von ’SjU'«"iig-loff«'ii. .Mil «len Homln-n s«»IIle die Svniigogc in dem lu-naehharii-n Städtchen Karezewl wo es vor kurzem zu heftigen jti« Ici i f«iii<J I i«In-ii Aus-ehreilungen gekommen war, in die Luft g«*-pniigt wi rden, l-'ünf Naiioualdemokruten wurden verhaftet. t\- u. a.: Aus dem Grundsatz der Glaubens- und Gcwissensfreiheit ergibt -i«h das IleeiiL »acblielier Erörterung in religiösen 1* ragen, nit-lit aber die Hefugnis, Andersdenkende in beleidigender o«Icr jw-rlcuiitdei-isclier Weise anzugreifen. Ein Kanton inuL> da» JieeJit haben, derartige Angriffe im Interes-e des religiösen Friedens zu untersagen und zu bestrafen, und die Verfügung luilt sieh -daher, so wie -ie lautet, Im llahmcn der \ erfassuug. Alleriliiigs mul» «Ier V orhehalt gemaeiit werden, dal» eine Ik^rcclumg koufe—ioueUcr Fragen ni«-iit schon «teawegeu untenlrüekl werden «larf, weil die au .-ich sachlich gehaltene Eriirlennig ihrer Tendenz wegen das Mißfallen einer bestimmten Pcrsoueugt-ii^^c erregt. Die angefochtene Aerfügung untersagt auch beleidigende tuid verleumileiisehe Angriffe gegen einen b<?stiuimu-ii Teil der He- \ölhetuug im lliubliek auf seine Ra-so. Darin liegt kein Verstoß gegen die Pies-efreiheii. ‘W'cgcn BeFdiimplung «les „Judengoltcs“ rcpurtcilt Saloniki; Auf Grund einer Anzeige eines christlichen Mitglieds «kr g i-i e e h i » «-. li e n ..L i g a gegen Gotteslästerung^, Kyriakos Pu^adopoulos, wurde von dem Gericht in Saloniki ein christlicher Grieche wegen Hesrliimpfmig des „Judengoiles’s zu zwei Tagen Gefängnis, verurteilt. Der Retreffende halte «lir goilt>Iä-terud«-u Äußerungen bei einer Aw-einandevsetzung . •mit einem jüdischen Slraßenliändler getan. Herr Panadopoulos, «lee zufällig Ohrcnzcugc -dieser Auseinandersetzung \var, halte den Händler aufgefordert, die Anzeige gegen den Gotteslästerer zu «-r-lalteu, was von diesem jedoch ahgelchut wurde. Auch im Gerii-htssaal erklärte «Ier Jude, offenbar aus Furcht wir Racheakten, er habe keine gotteslästerliche Äußerung gehört. Trotzdem kam «Ins Gericht auf Grund der Aussagen anderer /Ceugen zu dem SehnhJsprueh. In Paläitma: Unverändert Obwohl die Lnriihen in Palästina nun schon über zweieinhalb Ahniale nuJnticrii. i-l «-- der Mau<ia(armaehL noch immer nirhl geliuig«-», die Ordmmii im Laude \ki«-«li-rln*r/uslellen. Trolz der Atikümligimg iirid teilwei-eu Durchführung strvngsl«*r Maßnalnnen gegen die _aiiht«ndi-i-h«-n Araber uinimt <h*r Kh-inkricg .-einen Fortgang. Die von D>«-he»nal Kn-scmi geführte palästiiiensiseliarabische Almrdnimg hat dem l’nli-!>tnnt.--ekn-lär ini Londoner (.«.ibuial .Office, Sir . .lolm Maffey, einen lh\-uch abge-lall«-l. ..Dayly Herahp* berielilei. gab d«-r Lhilerstäatss«‘kre.tär «ler Almnliimig auf ihre Fonleriingen eine. Antwort im Sinne der Er- . klärung «les Kolonieiuiui-ler.s Ormsbv-Gor«’ j‘m l iilerliaus. Die Milglie«(«-r der Abnrdiumg erklärten daraiiniiu, «h-r Araber.-Ireik in Palästina Avi-nle fmige-eizt. bi- «lie* ju«Ii-«-|u- Einwanderung' «*ingvsi«-R\ s«-i. Dev High t'.«immissi«»m-r hat zwar hei (-im-m Empfang, der am Freilag in llnifa siatlfaud, ahennalder Eutschlu-srnhrir der Regierung Au-«lmek-xerliehen. alle militärisehen im«l son-ligeu .Maßiialmieu zu tn-ffni, bis die Sklierlieil \ou Leben im«l Eigenlüm im Lande \öl!ig wiediudiergcslelh sei, wie wenig sieh die Araber 'jedoch u»n ihrer* bisherigen Taktik ahbringi-n lassen, zeigen allein die Eri-igni-se der lelzlcu Tage. \«m »lenen wir mnclistehcud einige besonders liemerkeusuerle nach «Im \orlirgenden Mehlungen' der .Ifnlisi-jien Telegrapheuagnitur xer/<-i«*IuH,ii. ' * Jrrosalrm. Aul «h-r Sir«-«-ke l.ydda—.h-rusah-m wunh* «-in I'- i * r u h a h n z u g «hiri-h T«,i'rori-t«-n zum Entgleisen ge- ' bracht. Der L««konmli> führer und ein Soldal wunlen getötet, der (»ehilfe des“ l.«d»omolivführer.- und ein zweiter englischer Soldat -«•hwrr verwjiuth-l. Di<* Kala-(ro[die T-r«-ignele siel» drei Kihnm-lrr xon ^«Ida « ullernl. E> waren «Ii«* Schienen, die über einen l bergaiig fiiluien. anfgeri.-sen wonlen. Die zerl-iTimmerlen Waggons wurtlen von Araliern. die sieh längs des Halnidamms >er.-leekt hatten, mit einem Kugelhagel ühers«-iiüllet. I nij>{M-nahteihing<an in «ku imxerx'hrl geldi«'h«‘m,n Wagen enviih-rten da.- Feuer mul M-nuiinh-Ji-ii einen Angreifer. Am Montag Morgen ist eine Kolonne j ii «I i s e h e r A u Iob u - >e auf «h-r l-ahrl wm lei Awiw narb den Kolonien von Arabern audem lliuierliah beschossen worden. Der (.liauffeur Jaeoli (.iisiu mul d«*r Passagier Jacob Gibin-kv wur«h*n verwumlet. Sie wurden in- I lada-sa-krauk<-iihaunach Tel Awiw gelnaehl. Am hreitag Abend wurde mit Mililärunlerstützung ein Angriff auf Mozn alige-ctilageu. (Reirlizeilig wurde auch ein Angriff auf das K i u d «• r d o r f H «- n S e h e m «* n zurückgewicse». lir beuleu Siedlungen wurde mvmänd verletzt. In der Nähe des Dorfes Azzuti in Nor«l|>aiä-iina wimle ein«- Gruppe Araber, die auf Anruf nicht -leben Mich, von Militär lK*s«-lu»--«*n.' Ein Artiber wurde gelotet, einer wurde verwundet. Militärflugzeuge wpidru von arabi-ehen Randen he s«• Ii ossc ii , sie erwiderten «las -I-etter. Di«- Große «h-r von den Arabern dabei erlittenen \vrhi-te konnte m«-hl fe-ig«*stelH w«inh-n. Zw«-i -ehwer«-iv (h-feehl«- zwischen Araherbamleit in. den R ir g«- n \ o u Nablnmul Abteilungen der Sräforlh Higblanders forderten auf arabi-« her Seite e e.li s, auf englischer Seile ein 1 o d e - «> p f e.r. Nach fünf-lündigem Kani[>f flohen «ü«' Araber und lirlkuf 4 Tot«- uin|Jd \Vrwimdefe auf dem Kampfplatz zmiiek. Das zweite («efeeht fand 3 Kilomelejr \dn dem ersten entfern! bei Akraha stall.- Hier wurden 2 Araber getötet um! .1 u-rwmidri. Lin -«•hwcncrwmukicr englischer Korporal i-t -pater seinen \erh-tzimgen erlegen. An .dem Gefecht nahmen vier Panzerwagen und nu-Im-re Flugzeuge teil. Hei «-iuein Angriff. auf «li«- Siedlung Atarot. der jr.wei^ «-inhall» Stunden «lauerie. ist .«-in«-r der Gründer «Irr Kolonie, der 40jährige Cltajim (iolowieki. gefallen. IVr Angriff erfolgte um 10 l.hr abend-. Di«- Angn-ifer imigalien die KoUmie -im Halbkreis und er«»ffneteii. gkiehzeilig aueiner Entfernung von kaum 100 Metern «las heuer. Goloukki fiel bei der ersten Snlve.^ Zwei Angriffe araln-eber Hunden auf Risc-hon ft* Zion uud ein Eberlall auf Kirjat A u a w i nt wurden erfolgreich abgeschlagen: . Auitli in anderen feilen des Landes ist e.s wieder zu Schießereien, Cbrrfällcn. Brandstiftungen und Saholageakli-n gekommettk In zahlreichen Dürfen», wimlnu zum größten Teil ergebnisreiche; Durchsuchungen nach Waffen und Munition vorgenonmien. Die Liste der arabisi-hen Dörfer, üIht die eine Kollektivstrafe verhängt wird, ist um weiten* 137 Ortschaften vermehrt worden. Das Jaffacr Kreisgerichl hat die ersten U r t c i 1 e ^e-en Teilnehmer an* den Ausselm-itungen. die Ende April stnttfanden. gefällt. Ein. Araber wurde wegen Anzüiulcns eines jüdischen Hniises zu fünf Jahren ZwangsarlxAt veriirfeilt. Wegen Plündcnmg jfnli.-elier Luden wurden fünf Araber zu ein Ms zwei Jahren Gefängnis venirleill. Für «lie H«-»-slelliing von Bomben 'erhielt ein Arbeiter «Ier KiseiibahnuerkstätU-n in Haifa anderthalb Jahre Gefängnis. - Die Palä-tinaregiening hat eine allgemeine Briefzensur für A u s I a u d s s e n <1 ti n g e ii eingeführl. Aueli über die nach dem Ausland reisenden IVrsonen wir«! eine strenge Kontrolle ausgeübt. Bei einem Araber, der nach Ägypten ausreisen wollte, wurden \vi«-lilige Briefe beschlagnahmt, die er dem ägyptischen Komitee zur Unterstützung der Streikbewegung in Palästina übergehen sollte. Antwort des. Großmufti an den KoIonienminfAcr Jerusalem. Drr Oberste mosIrmUisehc- Hat lial als Antwort auf die Rede d«-- Kolouii.-umiiusters Ormsky-Gorc im Unterhaus eine Erklärung veröffentlicht, in "der die Politik der Errichtung eine- Jüdischem Nuliotiulhcims t». a, mit der Begründung abgVIeliut wird, die Juden -eien bestrebt, sich in den Besitz der .Oma»>M«»s«hee zu -etzen. um an Ihrer Stelle «len Tempel wieder aiifzuriehteti. (»U-ieh/.eitig wird die Fortführung des Araberstreiks ang«-küiuligt. ln der vom Grnßmufli von Jerusalem' der Öffentlichkeit übe»gel»enen llrkläriuig heißt es: Der Mn-!vinili-i‘he Rat hat wiederholt der Palästinaregierimg gegenüber «lie Meinung geäußert, daß «las aruhi-elie’ \’olk «ler Eriielittuig riiu-s jüdisehen Nati«mallieims in .diesem heiligen mohanminhuusi;hen' Laude n»«-mals seine Zustimiming gehen iiml auch «Irr jfnli.-elien E i ii w a u d e. r u n g und dem die Existenz der Araber gefährdeten Übergang arahisclieu Bodens an 'Juden nicht znstimmi-u wird. Der Louilom-r ..N'cws C'hr«MticIc*u hatte am Freitilg «dneu .Beiielit »eine» .Somh-rheriehterstaUeraus Palästina veröffentlicht, vvoua«‘h mit einer revolutionären Erhebung auch .in T r a n - j o r «1 a u i e u uud dem bevorstehenden Einmarsch von COOOtl hrwaffnet«-n Heduincii nach Palästina zu rechnen sei. Aus «len Jvreiseu «h-r Palä-tinaregicrung wir«! der JTA mitgcteilt, daß geg«uülu-r «lie.-eu Her»«-lilen g r ö ß t e S k e p s i s am Platze sei. Es s«*i sehr zu hezweifeln, «laß viele Tausende transjordanisrhen Aralier liewaffuet seien und den. Wunsch hätten, den Jordan zu über.-rhmtcu, um an Kämpf«-»» in Palästina teilzimehmen. Die in Pala-tina wohnhaften Mitglieder des Zionistischen Akttous-fkmmuttees haben an »lie' Judcnhcit der Welt einen Appell gerichtet. Tu der Proklamation wird der Palästina- Verwaltung u. a. vorgcwoifeji, dal» sie das Übel nicht gleich zu Beginn, des ..Krieges gegen den Jis’c-Jmw und «lie ErlÖ-ungshoffniing «les jüdi-elien Volkes*’ ausgcroltet hnhe. Die nicht genügend «•»»ergisehe Haltung der Regierung sc» sebuM daran, daß «las Land si»-h jetzt in einem .Ziistaml des Aufruhrs befinde. Nach worhcnlaugcr \’erzögerung seien die Eor«leruugeu der Angegriffenen nach Selbstvcrteidigung-möglichkcit nur ungenügend erfüllt, worden. „Die Fortdauer der Unruhen und die - Gefahren einer Einschränkung «1«? s Aufbauwerkes in Palästina machen es für das jüdische -Volk in «ler ganzen Welt zur gebieterischen Notwendigkeit, einen mutigen Kampf zur Unterstützung der Exekutive zu führen. Wir vertrauen, heißt cs am Schluß der Proklamation, aiif die Gerechtigkeit Unserer Sache, auf unsere Kraft und konstruktiven Fälligkeiten. W ir glauben an Israels ErlÖsims auf diesem Rmh-n.t;, Schutz für die Ausgewanderten Provt-oii.-cht* Regelung voraussichtlich Anfang Juli Genf, (tu Mittelpunkt «ler Beratungen der am 2. Juli in Genf zusammeniretenden H c g i c pu ii g s k o n f c r c n z zur Fest- . -etzung des BecJitsslnlutaus Deutschland Ausgcwaiukwter wird 'die Ausarbeitung uud, 'wie augeiiomuu-u wird, die sofortige' Lnterzeiehmmg — eines provisorischen Abkommens über «len B e e li .1 s s l a t u s. der aus Deutschland nusgevvan- . derteu Per^Cfiieu stellen. Auf Grund dieses vorläufigen Abkommens. da? bis zur Lnterzeiehmmg <-iner endgültigen interiialioualeu Konvention in Kraft bleiben soll, würde auf dem Wegeadministrativer Maßnahmen den aus Deutschland Ausgewanderten von den Regierungen der Länder, in denen sie sich augenhlieklie)L, befinden, ein zunächst für ein Jahr gültiges und dmm zu erneuerndes Identitätszertifikat uusgehämligt werden. Die- »es. Zertifikat würde als p r o v i s o r i s e h'e r^' 1* a ß dienen;- seinem inliahei* könnten Ausreise- und Rüekreisevisa erteilt vverdeu. Die Au.-folgung der Idemilälszertifikate wird in'den Ländern, «lie das prov i-ori-ehe Abkommen schon während der Genfer .Kmiferrnz milrrzrirhncn werden — was man von den meisten zur Kuiiferrtiz angemeldeten Regierungen erwartet.— voraussichtlich »chon im Monat Atmust beginnen. Für Sidierun«; und Erwcilcrung des Alylrcclits Paris, lu einer unter dem Vorsitz von Paul Perrin abgehaUcueu iulv-rnationalen Konferenz für Asyherltt wurden mehrere Re-oiutioneu gefaßt, in denen die Sicherung und Erweiterung «les Asylverhles gefordert wird. Die Resolutionen enthaUm Vorschläge zur Regelung des Reelilsstatus Ausgewanderter. Neben «ler Ausgabe von Pässen um! der Erteilung von Arbeilsb'cw i 1! i g u« g ist in dem Entwurf für eine inlernaliounle Regelung «les Atiswandcrerslalus vorgesehen, «laß Deportierungen nicliL .-lattfiudcu sollen, sofern nicht ein anderes Laud zur Aufuuhme der betreffenden Auswanderer bereit i-t; Aiislieferung an die Herkunftsländer »oll nicht staitfimh-n. Der bisher für das Asvlreeht maßgebende Begriff. *Ies ..politischen Flüchtling»“ solle erweitert werden und auch diejenigen umfassen. <!i<* aus Gründen der Ra-se oder Religion ausgewamlert sind. l*nt»Tstnalssckretär Lagrange erklärte, «lie französische Reglet ung werde die engherzige Auswanderer- und Asylpolitik der Regierung Laval von Grund, auf revidieren. VerleumderiFche Angrifle Entseluidung eines schweizerischen Bundrsgcrichts *Zürieh. Das s e. U vv e i z«- r » s c h c B u n «I e s g c r i c h t hat einen staatsrechtlichen Rekurs des Redakteurs «ler Genfer-Zeitung „Ueaelum“, Jules Emcsl Gross, gegen ein von der Genfer Regierung erlassenes Verbot von Veröffentlichungen, die das religiöse Gefühl verletzen,, ahgewiesen. ’ Durch «lie. helrcffemlc Verfügung, die von der Genfer Regierung am 3. April P.I3Ö erlassen worden war, ist cs den Zeitungen und Druckschriften bzw. den für diese verantwortlichen Personen untersagt worden, beleidigende oder verleumderische Angriffe in -Wort oder Bild gegen einen Teil der''Bevölkerung im Hinblick auf seine Religion oder Abstammung zu richten:- insbesondere Wurde den Genfer Zeitungen „L'Iloimnc tle Drohe“ und „Ileaetion*1 je«icr derartig«* Angriff gegen die jüdische Religion und Ibisse verholen, ebenso die Verwendung der Bezeichnungen „organc antisemite“ und „organc eontre Ia juiverie“ durch «las erstgenannte Blatt. Gegen Ziiwiiicrliandl.ungen wurde die Beschlagnahme der Druckschrift und die polizeiliche Bestrafung der verantwortlichen Personen angedroht. In der Begründung der Abweisung der Beschwerde heißt Di« judirdie Auswanderung aus dem Rheinland Kohl. Der „Westdeutsche Beobachter“ veröffentlicht einen Artikel über die Arbeit der Aiiswamlererbcratimgsstellc für das Rheinland in Köln. Aus den Zahlen, die der Jahresbericht für J D35 36 «ler Auswaiiderutig»beratimgssteile wiedergibt, i»t zu entnehmen, daß 3957 Personen 4184 Auskünfte erhielten. Die Zahl derjenigen, di«? 1934 35 beraten wurden, betrug demgegenüber nur 3137, die 3302 Auskünfte erhielten. Die steigende Beratungszaid, so schreibt das Blatt, geht fast ausschließlich auf die i ü d i s e h e A b w a n d e r u n g zurück. Nach den Nürnberger Gesetzen im vergangenen Herbst erteilte die .Kölner Beratungsstelle d82 Auskünfte über Palästina.^-während, es im Vorjahr uur 390 waren. Infolge des Arnberaufstandes ist aber die Abwanderung ins „Gelobte Land“'in den letzten Mouatcn stark abgeebbt. Audi die neuerdings beschränkte Zulassung jüdischer Ärzte tat dabei ihre W'irknmG Bezeichnenderweise gehen die deutschen Ostjuden nicht in ihn* Heimat zurück, sondern suchen ebenfalls in Palästina ihr Heil. Wieweit die häufige Umschulung der jüdischen Händler und Intellektuellen auf Landarbeit dauernde Früchte tragt, muß sich noch erweisen. Die Kölner Beratungsstelle macht cs sich zur Aufuabe, auch die jüdischen Auswanderer gewissenhaft zu beraten. . Um ein Heim für jüdifche Körperbehinderte Die S e I b s t h i l f e g r u p p e jüdischer Körperbehinderter in Deutschland beabsichtigt,. unter Förderung der Reichsvcrtrettmg, Abteilung Zcntralwohlfabrtsstcllc, «he Initiative zur Schaffung eines Heimes für jüdische Körperbehinderte zu ergreifen' und für die Schaffung eines. Heimes einzutreten, das eine möglichst produktive. Wohngemeinschaft dar- «tcllcn Soll. Lni einen Überblick zu bekommen, wieviele Körperbehinderte ihr Aufnahmegesuch in das zu schaffende Heim in Aussicht stellen, werden die Interessenten gebeten, an die Selbstbilfegruppe jüdischer Kur|>erbelniidcrlcr in Deutschland,. Berlin NW87,• Tilc-Wnrdcnbergstrnßc 10, folgende Fragen zu beantworten: 1. Wer hat Jen Wunsch zur Aufnahme in ein zu schaffendes Heim? 2. Welche Mittel stehen monatlich zur Verfügung? 3. Welcher Art ist die Körperbchinderimg? (Möglichst genaue.Beschreibung, 'insbesondere der Entstehung.] 4. Wann geboren?

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