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Jüdische allgemeine Zeitung · 1936-07-01 · 27 (1.7.1936) · page 3

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
16 (1936)
Issue
27 (1.7.1936)
Date
1936-07-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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I ns-an Es wird gemeldet: Bi lu Hannover wurde am vergangenen Sonnabend eine A ii .s 9 l e.I I n u g von - Arbeiten jüdischer Handwerker eröffnet. Au» diesem Anlaß fand eine* Kundgebung stau,' bei der Vorsitzende de? Zemndverbaudes jüdischer Handwerker Deutschland», \\ iilielm M arciii, «h*r Vorsitzende der Herliner Oris- . gruppe des. Vereins,-Louis \V o I £ f . und der Vor.-itze»«le der Ortsgruppe Hannover, Paul Goldmauu, sprachen. Bi Der „Westdeutsche Beobachter" meldet, daß zwei Kölner w e g e u versuchter Kr p r e s s u n g v c r li'n f t e t worden sind. Sie glaubten, einem Arier, der mit einer Jüdin eine kurze Unterredung halte, rnsscsehanderisches Treiben yorwerfen zu können Sie schrieben au ihn einen Brief und forderten ein Schweigegeld \un 10UU0 HM. . AB Her jüdische Scliwimimerein in Breslau hat ein Gelände als Luft- und Sonnenbad für die Mitglieder der Synagogcngcmcinde Breslau gepachtet. .Verhandlungen über den Erwerb oder die Pacht ..eines Schwimmbades sind noch nicht abgeschlossen. * Efi Wie aus München gemeldet wird, ist die haverw-he Syiiagogriigemriiulc Harburg, die . früher zu den größten des Landes gehörte, auf fünf Seelen ziisainiueugcsehrumpft und wild ln Kürze aufgelöst werden. 03 Der \ olks-chulo der KuUusgvmeinde Mü neben i>t eine F « r 11) i 1 d n n g s s c h u 1 r ungegliedert worden, die geueuwartig etwa 60 Knaben und Mädchen umfaßl. *• H Wie wir der ('. V. - ZciUiirz entnehmen, übt nach dem Tode von Jusltzrat Dr. Rnxlnitz gemäß einem einhelligen Beschluß der stellvertretenden Vorsitzenden des (Vntral-Vereins Rechtsanwalt I)r. H e r z f e l d - Essen vorläufig das Amt des \ ersitzenden des Central - Irrtins aus. sa Auf Gut V a 1 c u t i n c u Iro f bin Oranienburg wird demnächst das erste Zentrum der voin Palästinaaml organi- Mcrlen Mittelst a u d s h a e li s c li a r a in Betrieb gcnouuueu. Die Miitcf.-luiid-hnrlischuru macht es sieh zur Aufgabe, allen denen, die mit riticncn Mitteln (KUH) Pfund und mehr) in Palästina landwirtschaftlich siedeln wollen, eine systematische Ausbildung zu ermögliche». Tn Valeiilincnlmf stehen zunächst 20 Ausbildungsplätze zur Verl’üininif.- ■9 Der Leiter des IlasseHpoiiliseheu Amtes der NSDAP.} I)r. Groß, erklärte der „Frankfurter Zeitung“ zufolge in einer. Hede vor - ausländische» Studenten, die Feststellung, daß «*» versehiedene Menschenrassen gebe, geliöre in «las Gebiet «1er Naturwiss«*iis«haft 'und enthalte keine Wertung.- Mit dem Verbot «1er Has-eu-MiseheUe verhindere man die tragische- Entwicklung \«m Menschen. «He weder Juden noch Deutsche seien. Pie «leutschc li a s s «• ii p <i I i t i k richte sieh gegen kein Laml- und kein Volk, außer neuen «lie Juden. * * BB Das ..Neue Tageblatt1" ln W'aldenhurg li«*rii*liti*t, daß «lie Große Strafkammer in .Wuhlenburg einen Aiigeklagtenzu' se«;hs Monaten Gi'fnngnis verurteilt bat. Der Angeklagte halte au «Irei j fi «lisch «• Einwohner -Bri<• f «• gerichtet, in «Jenen er ihnen sittliche Verfehlungen, vorwarf und sh* zur Zahlung eines S <• li w e i ge g e! «I e s von je 20 HM. uufforilcrtc. anderenfalls er sie zur Anzeige hritiüru wfmle. * BB Das I .aude-erbhofgericht in Celle, «las oberste Gericht für Entscheidungen nach dem Hehdiserbhofgesetz m Pr.Tißen, hat. laut ..Erankfurter Zeitung" einem Bauern «li«; Hauerufähigkeit aberkannt und ihn für nicht ehrbar erklärt, weil’ er sich der Tieniualerei schuldig -gemacht habe. Außerdem habe er j ü «1 i s c h e Arbeiter nur gegen Kost und Wohnung beschäftiiit. statt deutsche Arbeiter *iej»ni vollen L«ijiu. * *" ES Durch dir Aktion th*s C o u ii c i 1 f o r G c r in a u .1 e w r y wimlcn iu England bisher 630 350 Pfund aufgebracht. * 88 Nach einer Mehlung aus Bukarest vvtmli* anläßlich der hundert-lrn Jahir-wcmb* «les -Geburtstages «les. Begründers «1er modernen Ohrenheilkunde, Adam Pollitzer, in Albert irsa,* «lein Geluirtsorl «I«-s. Cchdirteii. an ths-en Gt*burJ»haus «du«; G c - d c u k t a f e I angebracht. Die Initiativ«: hierzu ging vom Landcs- * verband «ler ungarischen Ohruti-, Nasen- und Kvhlkopfärztc ans. BB Das Militärkommando von Peez (Funfkircheii) ordnet, wie aus Budapest gemeldet wird, hi einem Befehl an.4 «laß von allen Mililarahleilmigen vor Sy nag«» gen, an «lenen Gedenktafeln' für K r i e gs g e f a 11 e n e angebracht sind, die übliche E h r e ii b r z e u g ii n g zu leisten ist. * . * 08 lm Alter von 74 Jahren starb, wie aus' Buenos Aires gemeldet wird, in Mozesville Noah K a t z o w t t s c h , einer der Führer der jüdischen Kolonisation in Argentinien und Gründer «ler Kolonie Mozesville, die mau das ..argentinische .lerns a l e m“ nennt. * * 01 Tn Alcksol. einer Vorstadt von Kaunas, wurde «las Bet Hamidrnsch. in dem gerade, zahlreiche Beter versammelt waren, u b e r f a I 1 c ii. Die Fensterscheiben wurden durch Steinwürfe zertrümmert. Verletzt wurde niemand. Es gelang, einen «ler Angreifer festzunehmen. Die übrigen entkamen. s * ■ König Georg II. von Griechenland, der nach einer Rehe durch Mazedonien in Saloniki eingetroffen Ist, nahm am letzten Freitag au einem Fcstgottcsdieust in der Salouikicr H a u p t sy n a.g o g c Bet Schaul teil. Vergehen gegen die Nürnberger Gefetze Die „Fttldacr Zeitung" meldet, daß das Schöffengericht .n Gießen gegen ein jüdisches Ehepaar aus Bad Nauheim wegen Vergehens ’ gegen das Gesetz zum Schutze des deutschen Blutes mul «der deutschen Ehre verhandelt hat. Den Angeklagten wurde zur Last gelegt, daß sic-noch nach Erlaß «ler Nürnberger Gesetze ein arisches Dienstmädchen unter 45 Jahren in. ihrem Haushalt beschäftigt hätten. Nach eingehender Beweisaufnahme sprach das. Gericht «len Ehemann frei. Dagegen wurde die Ehefrau zu 20 0 HM. Geldstrafe, im Niehthcitrcibungsfallc zu 40 Tagen Gefängnis verurteilt.* Halle. Das Lamlgerieht in Halle verurteilte einen jüdischen - Angeklagten aus Eisleben wegen Verbrechen gegen «las BJntschutzgcsclz zu einem Jahr und sechs Monaten Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust. Der Angeklagte hatte zehn Jahre lang .ein Verhältnis mit einem arischen Mädchen unterhalten. In der Urteilsbegründung betonte nach einem Bericht der „Mitteldeutschen Nationalzeitung*2 der Vorsitzende, «laß es . sich hie.* um einen besonders schweren Fall handele. Die Partei ha!>c von Anfang an erklärt, daß die Reinhaltung deutschen Blutes einer ihrer oh« rstc» Grundsätze und eines ihrer Hauptziele >«*i. So .-ei in «lie-ci liin>icht nicht ci>t durch dir Nürnberger Gc-ri/.e eine Klarstellung «riTtdgl, Mindern dciu Ucclu-i«rwußt»riu de» deutschen Volks habe ein solcher Verkehr zwischen einer Aricrih mul einem Jnd *ii -dum v«irher w id«*r*pr«n’h(;u. Pa» Gc»ct/ «lienr in vr-»ler Urne auch dem Schutz d«T «Icut-dn ii Eine und deshalb die- Strafe aucli abschreckend wirken, denn hier handele r> -ich um eine Besudelung «leui-cher Ehr«*. I-hcai ilVdiluii“ wegen Iri-tunis über Ralleeigentümlidikeit ln einem in der ..Jurisii-ciicn W «icheusihiifr" vrrüffenilirlilen Urteil - e!li das Ohcrlamlcrgcridu Köln le-t. daß uidii nur der IrrUm über «li«- Rn».-onzugcliürigheit. -nudem b«-i Keimlnis «ler I* gcn-diaft «!«•> amicmi Teil«-- al> Juden auch der Irrtum filier «li«- Bedeutung «ler Ha—cziigchöiiekeit in luwölkcnmg-polili>«-hcr Iliu-icht eiueu Elieatifcdmm'z-grtuul »«-»näß HUJA .... k'ir.. j...: ...... in.i f. i?. i!i daß die liekla allein ahei\ -o des lntmii> iib Beklagten midi Vorstellung, von de» Ua-»emuUer; BGB. bililct. D -in Kläger war bei der EhcM-hlicßnne bckamii. -i..i. .i... i> i i... j(. vun jndi-clien. Eltern ali-laiumtc. |)adiin-li agl «las Olirrlaudrsgerirht. winl «li«* Möelichkcit •r «lie jK-r»ö«iUchen Eigcn>d»aften «ler jiilli'.dicu nicht au-ge-ddos-c». Der Kläger muß au« h eine dic-cn Eigcu-diafl«*n haben, er muß «la~ We-en elue«les gcm'tgcml erfa—eu, in-hcsomlevc von «ler Möglichkeit einer V crcrlnmg «ler Jla—ccigciiti'unlidikcilcn ein«* \«irstelhuei haben. lH-v Kläger. «Iw. «hnnaln«>di nicht «ler Partei angchöiir. wtir«h. «ie im «*iii/eliicu au-ecffihrt wird, hei Kcii'U*- ni- «ler ll.a - » e e i g «• n t ii m I i c h k e i l «• n «ler B«*k!agt(*u «lie Ein* iiielu g«*-«*hh»-»cn .hahcn» Seim* Vufla—iinu »t«*h«* im Einklang mit «ter ohjeUtivcu W üvilignne. «I. Ii. ‘ mil «len reeclmäl>iecii - \ii-ch;uiimgcn «ler Mehrhdl «ler dcul-dicn V olksgemi--cn. Die. \ nrau—«•i/i:ng«,u de- £ 133.3 BGB li«;gcu -«iiiih ln*i «h-m Kläger %«u\ S«nu«NPa« Uör-cr iiher «li«-!\iiri«bt*ra«*r Gor«*«*«* Dtn inminl. Di«* ..W e-t-fuli.-dn* l,ainl«--/.cilimg Hol«* l-’r«!«**' Iiciichict. «iaß* Siaat-ral und Treuhänder «h*r Arli«*il im Wirl- -diatl-hr/irk l«!t« inlam|. W illi-Börmw. auf l'iulmlim:: «le- Haii-c» der ‘ Tedmikin E— i u vor G i lmikcm iil« »* «lie \iiriilierr.*T lb--«*l/i* gc-pr«nh**n hau Er.ging «lab«*! \«m «ler Tal-adie an-, «laß «li«* Zcij «|e» K.unjt.bnoch nicht Im*«*jiiI«*| -»*i: «li»*-cr Kampf lull«* .-ich nur von «h v Siraße auf «li«* geistig«: uinl M*«*Visdn* .Ebene \ ri--r!i«ii>rn. B«i einem Sindimu «ler W e[iee-«*hidil«* kmnm«* di«- Genißheit.- daß eohne l.ö-inn: «ler Jmlenfrag«- keim- Er hisiine «letleni-«*hen Volk«-- »«-In*. Di«* .\ürnli«-rg**r (o--et/e hätten tlii* Juden gerade in dem Vuzeuldiek getinffeu. da sit’ wieder frech geworden" waren. Bhiii-Tc man in der- Ge-ehieht«* nach. >o -teile man mit Er-lauueu f«*-(. «laß die Jude» seihst ein Volk -eien, daß -ich bereit- -ehr- -Irener Ua»-ce«,-ei/.c nah. Weltkongress der jüdifchen Frontkämpfer eröffnet Fpllgotlcsdicnlt in «l«-i* Wiener Grotten Synagoge — ItegrQüiingsanrprueii«- «les l'VI«!- marlVIiall-Leu«iiaiils Weiss von Tilianvi Ullllgs»itZUIlg hic eine Brgrüßung-i Die alle ü-i Frieilen in- und .Wien. M.V). Mil «>ini.*in i'Vstgotie»tlieu»t in «|«-r Wiener Großen Synagoie lind einer öffcuilidieu Sitzung im Großen Musikvercin-saal wurde am 27. Juni der 11. Weltkongreß jüdia«*lu*r 1* rnut-nlda eu in VV i«*u f«*i«*rlidi «-röffnet. Bei «|«-r Eröff- - It E«‘lilniar.sdiallculiiant \V«*iß von .Tiliauv «I«*. in «b-r «*r u. a. au-führt«**. erreielusdi-nngarisdu* Armee hat keim* Jmlrufrage gekannt. 1 ie;tll«*n österrei« hi»i*h-uiigari-« hen Sil«Iat«*n haie-n nur brave Soldat *n gekauiil im Kri«*ge und -brav«* Kaim-radeu im außi*rlialb «les Dien-le.-. Ich b«*grüß«* «laln-r alle unsere Kamel ade i uml, wa» mehr wiegt, unser«* Ki'iee»kaiui*raih*u * aus «ler ganzen alten Kaiser* ‘u «laß Sie auf «ler -j Kai-< Welt. Ich wünsdu*. «laß «!«*r W alilsprii«*h «I« Erfüllung gehe*. .AirUuis imiti-". Ich wfm-clu*. aiizeu Welt nach «h*m Wahlspriieh riiir-Tunlere» ai-ers Hecht fi ideii .-Hillen: „Justitia regnorum f:mdaui<*uimn". und wenn ich altes ..Gott erlial Au «ler Er«” ’Lwas Persönliche» sauen darf, -«« i-t «•» nu-«*r f f u ii n Sitzung im Musik« ereiii-.-äal naliiiicii über 20t 10 1 er.-oneu teil. Bimd(‘-fülir«‘i* Ifauptmanu E«ller von l,'i*irtl man» hielt unter «h*m Mutt«» „Treue zum V aterhuiil ■ Treue zun Juden tum!" eine 'prugrainiuali-dir Anspiaeh-. «ler er es al-j- «lie Aufgabe «!«V h’ungre—«--. «lej- »-ine hall«* Vlillion orgaui-ierdT jiitli-< ji<*il-'roiilkäiiipf«*e »ertr«‘le. he/eit hm'le, gcMicin-am mtii «leu V(illioit«-u «ou Eionf kiimpfern in alten l.äiuleru au* «ler V iilker«ei"*öliiiiing /u ai li«*iien'. die Brücken d«*r V ei'.-täiuligiing zu «er-läi k«*u und au der V <*r«« ii klielumg der Ideale ««nt Vh*u-eii«'iilmu und V|<*us«*hli«'hkrit mitzuw irkeu. In nn/fdtlig«-n Ma—engviibern auf alh-n Krii-gs-ehaupliil/eu h'icii l'reim«l iHid I*t'iixl. ( hrisleii und Juden iiclicui-iuamh-r liesiatlel. ha-t 300(100 Juden sin«! hu Wehkrieg g«-fnl(en. Ihr Opferlud habe auch d«*i« Sinn gehabt, «laß ihn*"Naelikomimn al» vull«erpf)i«‘blei<* und «idlberi'i’hligie Bürger ihrer Länder anerkannt w«*nleu. Am Soimlag Vmuiittag fand an «leu jüdi-«h<*u Soldat«ug r f. h »• r ti «h*s /riilialfriciihofs rim* eindrueksMille lle|deuge«|rukleier stall. Ainh in der IJiiriihalle de» üsierrrirhiseheu llehh'ii* denl-uials und am Sarge «h*»' früheren Bundeskanzlers |)r. Dnllfu». winden Kränze m«-«h*rge|egl. Am Soimlag Aliend hegaimen «li«* «‘igenllirhrn B«* min n ge n, au denen iilier . |00 aiisläinliseh«' Delegierte leihiahuien. 'Die Hi't:ilimg<*u wer«!en sechs Tage dauern. E> -imi mißenli*m Empfange heim Wiener )hirg<*rim*i-|i*r. V’i/ekmi/.ler a. D. Bieinml Schmitz, heim Bürgermeister von Baden. Miiusler a, D. Joseph K«il!iuaiui, und bei verschiedenen (•V-au«ll»eliaftt*u vorgi-eSie», liochuui. In Erauenbumh*» w uilt «lie Vcrtlieiisie «ler --- In < in«*r selilie Eraueulmmirs ilameindi* und der den* <h*r Gründer] aus. —- lii eiiu-.p Dr. Halm. E-si*n. McudeJ [udä-tinen: den Gemeinden *r Ortsgruppe des Jü<li*«*h« u ligt«: die V or-it/emh* Frau Olliln S«*iioi*»i«,wald h<'iui'gegaug<'ueii Giündeiiu Bertha Papp'nlirim. Wen Feier beging die Ortsgruppe de» Jüdi-cheii zehnjährige Ihsuln n. Die Vertreter «Irr G«- empe spraehen «ler Ortsgruppe und in.-ln*-on ii Eratt Ottilie Sehm-newald ihr«* (*hiek««rtiisciie G»*m<*unle\eruiistahu»g bericht eit* Habl»*nn*r ih«:i* sein«* Paläsliiiarei-«*. Eingangs sang Kantor isi'he I.i«*«h*r. Dortmund.. B-her durften si*it»*n» «Irr jüiii-ehen Bevölkerung mü**. die slä«llisi*he|i W aimen-, Brauseuml im*di/iiii-<*lieM Bäder hemitzl ««erden. Vor kurzem stellte «Ije Sliidti-ehe B;nle\«'r«»altmig atieh «li«* 1 lall(‘iisch«vitmnauslalt(*n für hcstiimut«* Stmoleu «irr Woche zur Verfügung. — Nach (äng«‘rcm I-«*i«l*‘ii ist «ler frühere Vorsitzende der (b’tneimh*. Ih*rr Louis Ja«*ol>y, ver?ehi«*«len. Er hat jnhrzcliutclsmg in den (ireinien der Gemeinde gehirkl und stand mehrere Jah^e an «leF Spitze «le» Vorslan«!«*-. Iii»liesomh*re -lial er si«*li für i^ie Aiisgeslaltung .«!«*» (iolt«,sdieii»le» <*inge»«‘lzK Dr«*s«h*n. In einer G«*meimh*rat-silzimg «ler!b*ligion»g«*m:*imle Dioden wurde «*i(ie nein- P e u » i o u » o r «I n u n g. für il*«* Angestellten der Gemj imlr angenommen. Für die Versorgung dhihegehaltsmul 1 liiufrhlii*hencii-lh*nli*) eine» Angestellten sollen in Xttkvmfl «Ii«* entsjueelienden -taatli<‘hi*ii Be-timimmgen g'lleii. Ilainhurg. D.is ..llamhurg«*r Fmudenhlall“ teilt mit. daß über die A h «« a ij d «: r ii n g von Juden und Ju<h*nnii-chliiigi*ii aus Altona geuijmvfirtig nur wenige Angaben \orIi**gi*n. Da» Amt für Witlsrhnfji uml Statistik' wenh* aber in Kür/.r Khnlnit sehaffen. Eitnvamlifrcics^ Zahlenmaterial sei . dagegen ül»«*r «Jiejenigeu Juden ««irllanden. «lie «ler Israeli tischen Religionsgemeinschaft nngehören. lAni 16. Juni P)25 'Volkszählung} gehörten 2650 Personen «leri jfnlisrhen lb*Iiginns"enieins«*hafl an. hei «l**r Volkszählung am 16. Juni 1033 2006 Personen und am 10. Oktober* 1P35 1667 P(jrsoneii. Nähen* UnU*rsiu*hiiiig«*n sollen norj» . ergeh«‘ii, oh «lie ivlmalune der Judeu auf Austritt an» der f»raeIi(is<'liL*n!l«*lig|onsgcnn*inseliaft «i«l<*r auf ««irkliehe Ahwamle- * rung . zm üek/.uffihnjn ist. Den» Mitglied d«:s Vor.-tamles der Deutsch - Israeli- . tischen Gemeinde, [tnd VorsilzcinJen d«*s D<*h*gi«*r(en-K«dlegiiims des Svnagogen-V'erbamles, *11. N. Offenburg, wurde vom . Vorstand aus Anlnßj seines 70. Geburtstages in Aiierk«*iümng M*iner viele« Verdienste urn «las Genu*in«IeI«*ben eine Elir»*nmünze ül«*rr«*irhl. — Die 'Mittelslclle für ErwaehseitenbiMung hatte iu Vi-rbimhing mit «hnn Jugendamt «ler Gemein«!«.* eine voii Karl Adler ans Stuttgart] geleitet«* „Mjisikpäilagogiselu* Seminarw«»ehe‘* veranstaltet. — Dcrjlluninnilürc Fraiu'nverein v«*röffcn^li«*ht seinen B«*rielit über «las ^rgangene Jnlir. Di«* vom Verein;b«*grün«lete Mittelslandsküche hlit tägliclt ungeffdir 100 Portionen Essen ausgegeben. Das Scgebcjrgcr Heim des Vereins ist von 103 Pfleglingen, darunter 128 kimu*rit und 65‘ Erwaebs«*n<*n Ijeuohnt worden. Das „Heim ’für jüdische Mädchen und Frauen“ winl von 21 Tiisassen }>e««ohnt. Sc)ir segensrei«*h * hat sieh auch «lie geuiein-am mit «h.*m Stadtverlm^ul jiulisciier Frauenvereiue lH*grün«!etc „Naehl)arliilfe" ausgcwirkl. — Dela Lijdn-kaja i*rzu:lt«* in einer V«*rnnstaltung «les Kulturbundes ’ vor ausverkauftem HnviMr einen großen Erfolg. ,j . E F. Herford. Im Kulturbund für Ost Westfalen und angrenzende Gcbieti sprach in «len Stä«!u*n Bielefeld, Detmold, Hamm, Herford, Mijndcn, Affinster, OWenhurg. 0»iialirürk, Pmlerborn und Hlieila D{. Anneliese Lan«lau-Berlin ül»er .„Felix Mendelssohn und seine jZcxt‘% in «lern «Iic Vortragende «len Zuhörern einen lebendigen Eindruck von der Zeit «ler Homaotik und ihrer Musik vermittelte. Die treffend ausgewähltcn musikalischen Belege ihrer Worte wurden von Wolfgang Rose meisterhaft wiedergegidwn. Ib*id«* -KfuMlcr gewinmni müh«'!»» Koniakt. -mit vb*m . Publikum und ernlrl<*u «iIm*i.'i11 reichen Beifall. Köln. Ziigim-icn th*r jttili-chcu Kiice-opfcrfiii-uigc < i'- k«ui/.«“i*tiert»- hi**r ln «b*r ßvpagogr RiMMi-tnißc d«*r A n r In* ii r r S y n a gjf» g i* n c h o C im|i*r Aliluiikong ile» Aachener Ohrrkutiini- Beuüiai«! Vit ui i«l di**. Köliu‘r Oinskaiitm» H. I' I ♦***-«* I» - manu. Der (hm zi*igl«* in «er-chi<,«leiiai’lhg»ten (»i*-iingeuj”«»tte-*- «li«ji**lli«*hrr Art, lM*hriiisch und deutsch, »eine v ielseiiige I^-i- »luug-füliigkcil. zu der ihn -«‘hüiie- Sliimna(«*iial und <Ii-ziplinicri«*» Uiigcheii auf «lie Inli'nliimru -ein«*» f.«dler- Bicluii«! 11 i- ) «I « Ihr l* g. bi fähigeu^ B«‘i«|e Snli-li-n bnl»*n elu-ntalici'lr-.-rfe Kim-llci-ltmgni. v\ii* «*- «ou il«*n l»«'iih*n Im*-I«*h «v«‘s|deul»clieu V «*i tnl«*ri« ihn:- Fa«hcu'ulu anderzu »*r««arlcii war. Die Objektivität*. <Iir auch iu «h*«* jiidi»«*hi’n Kritik nicht fallen **«*1««—«*u werden «larf, gebietet ji ihx li, b*»|zu-lclli*o, «laß li«*< d«*r Mehrzahl «h*r‘ Ihsmhci «li«* Lei»tuiig«*n «h*» .\acli«*ni‘r Oherkaiit<us Vit «inen größeren Eindruck hmlrrlirßi'ii. VVim«|i*rvoll «*i»iinzi« u .-ich die bridi'M vi'i'-i’hiedeuarligeii Sllimni’ii iu dem Dm*lt „Sneharli* loilr* «ou I.cwamlo«<-ki. da» «ler llöhepunkl «ler Mtli-ti-cheu Darbii’timgeu war. A. B. K. I)er Kiiiiili^im^srdiulx 1‘iir jli(lir(*li<* Angeltet Ile _ E» isI .Urzlii li an. «lie.-rr Stell« ein arh«*ilsgerielitlirlie» Urli’il hesproehen wor«le»v da»' »i«*h mit der Frag»* «les Kündigung»- .»«•luilze» für jfiilisi*he Ang«-tcllii* in urisehrn (iesclu'ifleu heschiif-* ligli*. Darin war iii-honndcri: «l«*r (iruiotsalz. au»g<‘»proi'li«*u wurd«*n, daß «lie rio-mahnM* einehi-lier jüdi»«'ln*n (iesriiäfles «lurcli Nii'htjiideu itoi'li keine V*«*ranhis-mig zur Kündigung, der jfuliselirii Aiig«*sielh«>ii hililet. Auf «ler gh*i«heu IJtn« liegt eine «vrili*i« Kui-cheiduiig de» l.ainh sarls il-gerii ht» in 1 lalli*. * Kim* Firma In einer kli‘itM:r<’ii Stadt halte dem einzigen jüdischen Aiigestrllien unli r Einhaltung eim*r iihli«*heii Küiidigiiog-frist gekündigt. Zur Brgrümhmg dieser Kündigung hnll«C die Firma darauf ven«irsem «laß «Artlieh:: Slelleu di«*»«* Kündigung verlangten. \uß«*r«h*m lmtt« die Finna «’iii Schild tm ihrem Gesi'lifift-lokiiT'aiigi'lirai ht, «In*, darauf hinwic*», daß die Firma eine arisclie Gefolgsehnftaziisaumieiisclzmig habe. Sic macht« gehend, «laß sie «hum das Schild «viriler vom Geschäft «*nlfernen mm»«.*, .was ihr nicht ziiziiiimteii wTire! Da» [.au«l(*-arheit»gerieht Iml si«4t auf «li«: S«*it« «le» jüdisriii'U Angeslellteu gestellt und es nl.» imlnllige Härte * lii*z.«*i«*.luiet, «laß «ler Angestellte entlassen «vur«le. Es verurteilte. «Iic Finna, «len Aiigcsiellt<*ii rnlvv«*«|rr winh r einziist«‘lleii .«aler ihm eine Knlsebädigiing zu^zahlrn. Iu Begründung wurde u, n. darauf verwiewn. «laß der Ang«,'-Ii:llt«:' «Icr S«»lm ein«:« gefallene» Froutk'ämprerH ist und daß der nationalsozialislis<*h«: Staat ein«: «virt- »chaft(ieli«r~'Benat'htctitgtmg der Juden bewußt vermieilcn linl»c. Kein Anfpruch auf iVIitgift W’irn. Ein unt «‘iiicm Gliristeu vcrlolite.« jfuhHche» Mfulrhen bau«* bei G<*ri«ht den Antrag gestellt, ihren Vater zur I>*istuug einer enlspreeh«*u«leii Mitgift *zu zwingen. Der Antrag Wiinlü auf Verlangen «le» Vaters, «ler-streiigglänbiger Jiule ist, abgefeimt« Ji Izt liat aueli * «Irr Ola-rsle Gericlitsbof, au de» da« Mädchen appelliert liatle, in gleicher \V«*ise cnLscblcile». I» «ler Bcgrü»- ihing* heißt r» u. a.; Der Vater jst «tnmggläubiger Jiule, der begreifliehcrwebm Wert «larauf gelegt, «laß «eine ,Tui4iler nur - eiurii Jude» heiratet . . . H«*j Ih'iirtrilung, «ib ein« Ehe z» miß-* billigen ist. sind nicht bloß die Verhält»!«»«: «ler Brautleute zu berücksichtigen, sondern es. ist unter ümstamlcn auch auf den subjektiven Standpunkt «les Va(«*rs «ler Braut billige Rücksicht zu iH’hincti. - Palästiuaunmhen.

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