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Jüdische allgemeine Zeitung · 1936-06-10 · 24 (10.6.1936) · page 3

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
16 (1936)
Issue
24 (10.6.1936)
Date
1936-06-10
Page
– (sequence 3)
Language
German
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Belagerungszuftand in PaläJtina? Während die terroristischen Aktionen der Araber anlialten und es um Sonntagabend bei dem Araberdorf Liflu in «ler Nähe von .Jerusalem zu einem s c h w e r e n F e u c r g c I c c h t zwischen* dem euglisclseu Militär und «Um» Aufrührern gekommen ist, hat es. nie aus verschiedenen Aiizeldnti zu schließen ist. den Anschein. als ob die Streikbewegung der Araber ihren Höhepunktüberschritten habe. Am Wochenende wurde ein Versuch unternommen, die Grundlage für eine Beilegung des Konflikts zu rinden. Fünf Mitglieder des Obersten arabischen Komitees erörterten in Aman mit dem Emir von Transjordaiiien die .Voraussetzung für eine Einigung. Als Mindestforderung wurde von den Arabern die Einstellung der jüdischen Einwanderung nach 1'alustina wahrend der Untersuchungen der geplanten Königlichen Kommission aufgcsldlt. Die mehrstündigen Verhandlungen sind jedoch ergebnislos verlaufen. Der Londoner. ..Daily Telegraph*' \t>m 15. .Juni veröffentlicht mit Ermächtigung des Emirs Abdullah \pu Transjordaiiien eine Erklärung, in der der Cber/eugung Albdruck gegeben wird. «laß die palästinensische» Araber den Streik sofort abbreeheii würden, wenn die jüdische Einwanderung eingestellt werde. Sie erklärten.-daß sie keinen Eüiwaml dagegen erbeben, weint die gegenwärtig in Palästina lebenden .luden dort blieben, die einzig mögliche Losung de* Problems aller bestelle in der .Einstellung der Einwanderung, die zu großrn Umfang .angenommen habe. . Die arabisch? Presse bringt einen angeblich aus zuverlässiger Quelle stammenden Bericht, wonach .-ich der. Oherkonum-sai* Sir Arthur W a u e h o p e demnächst nach London begeben werde, um mit den dortigen Stellen die Lage in Palästina zu besprechen. Auch die Entsendung einer arabischen Delegation, die dort die Sache der palästinensischen Araber vertreten soll, ist -beabsichtigt. Cher die wesentlichen Ereignisse der letzten Tage berichten die nachstehend veröffentlichten Telegramme der Jüdischen Telcgrapheuagenlur. ' Nächtlicher Kampf hei Lifta Jerusalem, fl. Juni. JTA. Den englischen Truppen in* Palästinaist für Montag nachmittag A 1 a r inbc'reits o li a f t Wfoiilci» worden. Daraus wird gesellIosmui, «laß Bclogcrtingsziistainl und Stamlrcelit > erkundet werden vollen. Am Sonntag ist ein weiteres Bataillon aus Ägypten cinu<‘lrorfen und ein zweites soll noch im Laufe.'des häufigen Tages «•inlreffeii. Tn Kautara, der Eisenbahnstation an der pnlästiucnsiseli-figyptiselien Grenze. uur«l<* eine militärische ti«»ii>I»a-i>. eingerichtet. Aon Genietruppen -wird ein FcIdtchToniiclz angelegt. * , Dies»* umfassenden militäriselieu Vmbereilungcn stellen offen-- kundig die A nlworl d e r II e g i e r u n g auf «lie Ablehnung des A crmittlungsvorschlugcs Emir Abdullahs durch das Ohvr.-H* arabische Komitee dar. Emir. Abdullah batte am Sonnabend eine Abordnung des Obersten arabistheu Komitees nach Trausjordanieit «•uigekulcu und «leu Vorschlag gnnaeht. dal* der Terror in Palästina eingestellt werde, damit'«lic englische Regierung. au die Entsendung einer Kgl. Kommission narb Palästina zum Studium - der \ erbültnisse und zur Unlersuebung der angeblichen Reseliwerdeii lieranlreten könne. Die Abordnung erklärte jedoch dem Emir, daß \ crhnndlimgcn mit der Regierung erst möglich sein wurden, wenn die jüdische Einwanderung eingestellt wird. Narb der Rückkehr der Abordnung hielt das Oberste arabische Komitee eine Sitzung ab. au der auchder. Großinufli. der Bürgermeister Dr. Klialdi und der Vor-ilzen«!«? der arabischen Aerleidigungspartei. der frühere* Bürgermeister lla»beb RcV Xashadiilii. teilnahmeii. Es wurde liese.hlossen. die arabi>cb:n Rr*denmgsbeamlru in dieser Worbe zum Streik anfziirufen. Am Sonntagabend kam es bei dem Aral>cr«!orf Lifta. das \ou Truppen umzingelt wurde, nachdem vorher rin Überfall auf eine Aulohuskolonue verübt worden war. zu einem Gefecht zwischen dem /Militär und den Aufrührern. «Ins die ganze Narbt andatterle. Ununterbrochen war Maschinengewehr- und Gewehrfener zu hören. Die Araber besetzten S e b ft t z e u g r ä h c n-. die im Kriege von den türkischen Truppen gezogen worden waren, das Gefeebtsterrnin wurde von den englischen Trupjicii mit Leiiebtraketen erhellt. In den Morgenstunden zogen sieh die Araber zurück. Bei den Kampfeil wurden zwei palästinensische Polizisten, ein englischer' Polizist und ein Soldat verwundet; Es beißt, daß drei Araber gefallen seien, wrfs sich-aber nicht ‘ feststellcn läßt, da die Araber Tote und Verwundete mit sieh fort- .füliren. Jn *^a^a kam cs zu Freudeu-kit n dgc bu n gen 'auf den Straßen, nachdem die falsche Nachricht verbreitet worden war. die jüdische Einwanderung sei eingestellt worden. " Das 29. Todesopfer NVlidcm vor einigen -Tugen /.»ei .Tmlni in Hisel,nn lr Zion, als sic /»ei Arabern, dir in rinr: jüdisrlir Pflanzung' sekommeii . wami. das von diesen crlietcnc Wasser rrirhteu. nicderrcscWsc« worden waren, wurden am Freitag z wc i j ii d i s eli e W ,1 r.I, t e r. Samuel IfirscMierg und Israel Ben Jelmda. die eine jüdiselie Pflanzung in einem Vorort von Tel Awiw l>e»arliten. durch S e li ii s s c einer P o 1 i z e i p a t r n u i 11 e schwer verwundet. Die Wächter hallen Warnung.seliüsse aligegelien. als Araber sich der Pflanzung urdicrten. Daraufhin eilte Polizei hcrliri. die die \VTirhtcr.i r r t ü m 1 i eil für Angreifer hielt. Naeh amtlicher Version hat dir Patrouille das. Feuer ernflnrt. als *h|ir beiden Wächter auf Anruf nicht stehen Midien.. AVährend sieh ’ der -Zustand drs Srhoiners IIi rsrhb'-r:; etwas gebessert hat. ist Israel Ben .1 e h u d a im Hadassa-Kränkenlums am Sonnabend sei n r n A"r r 1 e t z n n gen r r I r ge n. Der ums Lehen v" k<mimene AVärliler. der im -24. Lebensjahre stand, und erst vor vierzehn Ta"ru seine Eltern aus der früheren Heimat Hcval hatte naehkommeii lassen, ist das 29, Todesopfer der zeeeuw artigen Lhindicn in Palästina. Bei einem bisher win amtlirhrr Seite nneh liieht aufgeklärten Zwischenfall ist in der Narbt zum Sonnabend der 32jrdirige AVürhtcr Mosrln- Misrarhi in einer Pflanzung hei Sarafend srliwer verletzt wnrdrn. Kr liegt in -bedcnklirhcm Zustand' im Krankenhaus in .Icnisalem. Aulobufle überfallen Zu einem folgenschweren überfall i-t es nueh in «Irr Nähe . «ler Kolonie Moza gekommen. Eine Kolonne von f ü u f Autobussen wurde auf der Fahrt von.Tel Awiw nach Jerusalem hei Moza durch Grwehrfciier aus dem Hinterhalt filierfallen. Die die Kolonne begleitende Mililüreskorto antwortete mit Masclunengewehrfettvr. Das Maschinengewehr vertagte jcdni-h bald. Die ersten vier Autobusse fuhren daraufhin schnell gegen Jerusalem weiter, der fünfte alter kam. ins Schleudern und stürzte um. Die arabischen Schützen, -eroffnrten von Itcidcn I Seiten der Straße, das Feuer auf den Autobus, wobei' eiuo I Insassin, die 25 Jahre alte Verkauferin'G i s a M a i s e I. schwer verwundet wurde. Ein von Jerusalem kommendes Auto nahm die Passagiere des .Autobus auf. Tn der Nacht zum-Sonntag haben arabische Terroristen einen überfall au f d a s j n dis r h c S e h1a rh t h a u s in J crusalem verübt und auf die Tiere im Schlachthaus geschossen. Sechs Ochsen wurden verletzt. In einem amtlichen Conuminique wirdvon sechs Spreiigstoffansehlägen in Nazareth. Jaffa und Beisau. Schießen* cn beim Shopii-borg und der Verhaftung eine«, Arabers berichtet der beim .Jaffator-in Jerusalem Straßcuhämllcr imgegriffen hat. Arabische Streikführcr verhaftet Jerusalem. Ul Juni. JTA. Die Naehrieht. daß A11 u i Bcy Abdul llaili, der im arabischen Streikkomitee eine besondere' Bolle gespielt hatj \crbaftct worden i-l. bat, als sie Sonntag abend in Jerusalem bekannt wurde, stärksten Eindruck gemacht. Die Maßnahme vYur«lr| als llewvis dafür begrüßt, daß die Hegieruug 'eiitseblosseu ist. die Ausdehnung des Streiks auf llcgirrungsämter zu verhindern, da la-kaimt ist. ilaß Auiu Bey AIhIiiI lladi \oe allem die Streikpropaganda unter «Jen Begierniigslu-amleii getrieb«*n bat. Die Verhaftung l-rfnlgte währen«! einer Sitzung «les Olversten araidseheu Komitees. Auiii Bey Abtlul Kadi wurd«‘ in «bi- Konzentrationslager in «1er Wüste gebracht, ln dieses Lager wnulcn aueli Fakri Bey Nnshnshihi und «Irei andere lienorrageiule Araber aus Jerusalem eiiiigcln-frrt. Verhaftet wurde auch «Irr Bürgermeister \ou'Jaffal Assem lk*y Said. Mit Bfieksiebl auf sein hohes Alter w urdi* er j« doch ntelil in das \Yüsirnlug«ar. soii«b*rii in «'in neues bei Sarafend errichtetes Lager g*‘lira«lil. Der Bürgerin«; istcr von Jerusalem. De. Hussein el Klialdi. aU Mitglied «irr i loffjziellon aruhi-rhru Delegattuu nueh L«vnd o ii gehen sollt«. sobald er \<m «Im geplant«‘ii Streik verschoben; Eine bat sein«* Abreise z ti r ü «* k g e sf c I I t . m*ucn \ erbaflmigen erfuhr. Er hat auch «len Irr Sla«lt\«*rwallung von Jeru-aleiu ' zmiä«'I|s| Konferenz streikender arabischer Bfirgernieister Palaltina « >'Fureht vo ■ A*erbaftm»g«*n vertagt worden. of der Mandatskomniiffion GrnL Di«*' Släiulige Maiulalskonunts'ion de> V«“*lkerlmn«les bat uaeli einer Btiatung mil dem VA'rtri'ter der MamlaUirmacbl für Palhstina mul ‘^raiisjurdauteu. Geiurabtaatsanwalt Tru-teii. bcs«*lilo<sen. dii* Palfistimideball«*, deren \ «*i,tagimg. bis zum Herb-i in Erwägung g«*/.o'eu «var. fortzusetzen. uat*!ub*m xou «Irr englischen B«*gi«*nmg nitg«*teilt worden war. es könne der Xcilpmikt niebt;mgegeb«*ii wi iib*n. bizu welebeiu «li«* von der Kommis-um gcwuiiseliien >«ett« r«*n Atifklärtmg(*uüber «In* letzten Vorfälle gegeben werden könnten. Denv/.uf«»lg<* wurde zunächst die Prüweiterg«*fübii. Anden Berichten d< Sfulweslafrika. Di« B. Juni «lie Prüfmi genommen. Tn «li lung «ler auf Tiansjonlaui(*ii be/ugli«,lieu Telle «(es Beriebls i|i«*liließeml befaßte ‘ si«*l» «li«‘ Kommission mit Mand.itarmaeiit«* für Syrien. Libanon mul MamJatskommission Jmt tu «ler Sitzung unn des P a I ä s I i u a Im* r i «* b t s für Pt.'Ci aufn nächsten «Irei bis vii*r Tagen i«inl «lie Kommission die zahlreichen Petitionen aus Palästina. Syrien und anderen Manijatsgebictcn prüfen un«] ihren B«*riebt an d«*n Bat reiligieren. Die Sorge um die Ausgewanderten Sir Nelll Malcolm sammelt Material für die zwi-rjirnsfaatliriir Rcgirruiigsk«ui ferenz Kopenhagen. Der Vülkcrhiindsohcrkommi-sar für Auswnml«*-. rerfürMirgel C.enenll Sir N«*iB Mal«*«dm. bat in Begleitung <l«*s 5h*krelärs «Ter (Mditi^li«*n Abt«*ibuig «I«*s AYdkerbunds Tevfik Erim TürkeP: in Kopenliagni geweilt, wo «*r eine B«'spr<*i*1mng mit «lern d ä n i s <* h e n I.V ii ß e n m i n i s I e r M u n e b abgelmllen luit. Später konferierlc jSir Neill aueb mit «lem Vorsitzenden «b*s syrKelieu llilfskomi ees. GenieimlevorsteJier C. B. II«*nri«pies. dein A orsil/.«*n«len’ des I Friis. und «lern Wr.sitzeiidcn «les .Mal«*olti-Fon«ls. Hausi‘1 5. Juni sind Sir n a i* b JIoll a n <1 begcg«»ben. um «las findende zwiscbensti Füßen zu s«*baffcn. der'Zustrom neuer fast aufgebört. Die ilfsknmil<“«*s für geistige Arliciler. Prof«*ssor Am ill Maleolm und Tejfik Krim im Flugzeug wcilrrgcreist. von wo si«* sieb nn«*h Genf 'csnumicltc Material für dii* mit 2. Juli stallalliidic Regieruugskon ferenz vorznl»ereil«,n. \ erlretern der Presse erklärt«* «Jer 01n*rkommissnr, «Irr Zweck seiner Bei**«* sei sms ehBeßlieli ein informM«>ris«'ber. Di«* AnfgolM*. «len in «ler ersten Zeit Ausgewanderten festen Boden unter den sei nicht leicht. glüekli«*berweis<* aber habe \uswamlen*r in «He europäischen Länder jetzt genaue Zald «l«*r Ausgewanderten sei ni«*bt festzustcllen. Für d ejenigen iü«Iiselu*n Auswanderer, dir sich, zur Landarbeit eignen, $eien in Palästina, wo es noch genug Baum g«*l»e. reiche Möglichkeiten vorhanden. c [ Die Hallnnj; der Vereinigten Staaten Washington. A nt lieh wirtl hekanntgcgelien. daß «lie Vereinigten Staaten an «ler z w i s c b e n * t a a t I i eh r n Hrgicr n n g s k o.n f e r «• n / ziir'Hegehmg «l«*r Beehlslage aus Drul*<*hlarttl ausgew.wwU'T\riri.Pe.TsOT»m. «lie am % Juli in Genf ziisoiimp*iitritt. nicht aktiv teil nehmen wt*r«h*n. len T«*h*graphen-Ag«*nlur vom amerikauisehen Wie der JüdKrl 7Staats-Departement ^\iißeiianit).niitgi:teilt wird. wir«I sieh Amerika l»e| der Konferenz ,***--* Das Stanlsde[iar(i*m<‘ Mr. Gilherl. ersucht un*Ii einen B e oha eh ter vertreten lassen. 1t hat. den amcrikain-chcu Konsul in G<*uf den Verhandlungen der Konferenz In*iziiwtilmen. Dirse Stelle ngntdime «ler nm«*riknmschrn Hegtenmg wird in «Irr Mitteilung an «li«* JTA damit, liegründrt. «laß auf der Tagesordnung «Irr Konferenz ausschließlich «|»e Behandlung von Fragen steht. «lie «len rnlit liehen Status von Flüchtlingen betrifft; der Status von -Ausländer!. «Ii«* naeh «len Vereinigten Staaten kommen, sei jedoch bereits gesetzlich gereg«*lt. Der neu Leon Blum * französische Ministerpräsident Di«* Ernenmm «h,uteu wiril v«bi «h*n Anlaß «*iner heftigen nein* Ministerpru-idei hatv bevor er -ich TliVaterkritiker. Zeit« Tätigkeit entfaltet grinören n«*l>en seinen ..Nomrllrs comer-aii Au flageit ersebi»*:u*ne und 1f>24 wurde wi«*«h- «ler au«*h «brr Grün«1 Ministers für offentli« ,eon Blums zum fran/«i-ise]ien Mini-terpräsianti-emitisehen Gruppen in Frankr«*i«*h zun»;»ntis«*mitisrhi*n Kampagne genomnu'ii. D«*r t. «l« r im Jahre IB72 in Parigeboren ist. -<h*r politischen Laufbahn zmvamlf«*. ab ng-beraitsgeb«*r im«! Si’liriftsteller eine rei«*b<* Zu seinen b«*kauule«,|en Ver«"*ffeiitli«']umgeii krit>ehen Betraehliiugeu filier «las Tb**at«*r nn\e<* E«kermniin‘: mul das in znblr« :«ben Burli ..D«i Maring»*“, Tn den Jahren lf)IO ,!s sozinli^liseber .Abgeonbirter in «lie D«*puliertenkammer .gewällt. «*r!itt be* «len Wahlen im Jahre lr)2B •ine Nie«lerlage. kam. aber ein Jahr darauf dureb Ersatzwahl «lie-Kammer. Während «I«*s Kri«*ges war Leon Blum. «los ..Populair«*"* ist. Kabm«,ll'***h«*f de%!-'lie Ar!»«*iten. Auch für jfulUrhe Angelegenheiten'hat « r w«*itg«*li‘niles Interesse bekundet. .So ist e.r Mitglied les fr.Tnzö-i-«*h«*n Pro Pa!nslinak«imit«*rs und Vertreter «ler frnnz«*i- .«isehen Juden im foimril der Jewish Ag«‘n«*y. Deni Kabinett Blum gehilrt «He Jüdin Brunsrhvig an. lind /war als VntrMäatssf kretäriu für Erzi«*lmng**wesen. Der Gcnernlatsprä-i«limn. Jule« Mo eh. ist gleirhfalls Jude, «ler Unterrielit*mioi-t«*r Jean Zav jüdischer Abstammung. Es wird gemeldet: H Der Beiebslind preußische Minister des limcrn fiat nach Mel«lung; «ler Tagespreise angt*«»r«lneL *b*ß künftig hei ^verantwortlichen A e r n e h m ii ii g «* u «lurcli «lie Poliz«*i «lie Keli g*i o u s z u g e li ü r i g k e i t «le- Ue-ehubUgteu. aiu'li «Hefrühere UeUgim«-/ugelif*r»gUeit.;uif/.unelmwan >»*i. * H A\ ie die Jüdi-«*lu* Jugi'uilinirir miltciU. wird im Herbst «lie zur/eii noch int Bau beliinllieln* bamlwerkliebe Au-biblmigs- .-tätle «ler Jng«*ud-.Alijab in Jagur emflnet. «li«* den Namen ..lj u «I w i » - i' i e t /. - Leb r w «• r k s I ä t t e“ lingeih winl. Au der Sebaffiuig «liescr L**iii*w«*vk*»tätl«’ siml miß«*e «ler IkiiTifOTtri** tmig «ler .lu<h*n in D«.*ul-«'hlaml «lie Großhtg«* und «b*i* llilfs\«*reiu «ler .Imlen in |)eut>ebl.nul beteiligt. ÜIht «li«* rräger.-«*baft w«*il«*rer Organisatiouei: wir«! nn«|j_\«*rbainb*ll. H Einer amlliein ii Ab-blung an- Abnlri«! /nbilgi* l«*«b«,n 114 i u» tiricchrnkmil;m-ä—ige - c p h a v *1 i s c h v V a m i I i »* » »li** s p a u i s e Im* Staats a n ^’e Ii ■> r i u k e i I «*rbatlen. «. * ' m Die I i I a ii i s e b e B «* g i «* r u u g bat den judi-eimi Piiidizisp'ii Div Bubiiisieih. t‘liefre«lakl«*ni**th*r ..Jiwlisebeu Stimm««*4 in Kaunas, und «b*u A’erireler «ler jinli-rhcu Krieg-tednehmer. Go!db«*rg. in «li.* K.indid.ileidi-lv für «li«* N «• ii w a b I «h‘s liliniiselx'ii Parlameulaufgi*noiiii|H'ii. Die Wahl «b*r ln*i«!i*u jndi-«,lteu Vertrelee er-elwiut u«*-icli**rl. .~— * Wie aus B «* \ a I miu.-bl.t winl. feierte «li«* «*-|liin«li-* Ii«* Jiitb ubeii «las lOjäbrige Jnbiliium «l«*r j ii «I i s e I« e u K n I * << - aul«>n«>mic in Estland. An- «lir-em Anlaß faml eine Fest* Veranstaltung -lall, «ler Vertreter .'liier jii«liseln*n B«*\ölk«*rimgs. gruppen. «I«*r l»egi«*ruiig—iclleii mul .zablr«*i*‘b«* misliiudis<*b>' t.a-le beiwulmteu. r” ' m Der A «n -ilzciidc «Ie- Jiidi-. b.-n Zentialknu-itoi iuuil«ir lh'lgien.' Pr«»f«*s-ni* De. Manri««* P b i I i p s «» n . bol «In* I* reien Hvüssvlvr Ahiixcr-ität. an «l«*v. cv:l’l»\-ik nnt«*rrichl«'t. ein m*IIs(äii<!ig<*s m e d i /. i ii I s e b e s I, a h o e a I o r i ii m g «* s e b «* n k t. Aus «licM’in Anlaß faml rntc l4Vi«*e -tall. bei «ler «ler llekloi*' «l«*r Uimersität. I’oifes-or De. «b* Maar, und StaalMiuiusiee Paul I lymaiis «lie w i—ens« liafllie|ien* V«*r«li« u-I«*- Prof«*s»or Philip-oiis und seine I.i’i-Imigen für di>* iialii'rw i—«•n-ebiiflli«,ln* l’akidläl würdigten. \ ** *; ■I In Paris wurde unter. «lem V«»r-ilz «l«-s Pia-identcn. ' des Unmite I'ratiee-Palesline. Seiud«»r Justin Godnrl. ein Knmilei' für «leu Palästina-P:i\iU«m aut «b*v Paris«*»* Ausstellung Min l‘G7 gi*bilil«*l. * H Am h- Juni abends ist die I. «* v ii n f e - M e s s e in Tel Awiw feierlich g «• s e h I o s»♦* u w«*rden. In-g«*saiiit ist «|üili«*sjährige M«*s-e v«>n üIht .‘ItJOOOO Men-eben Im’-mcIiI w«ir«|eu. — « i ' . . " . H Der fi filiere Pr»»fe—«»r an «l«*r Bres|mn*r Universitär .Morit/. f,f»wi ist /um .Mitglied «ler Interiiatioual Fedi*ralion of Kiigf'iiir Orgoni-atiiMieruanul wurden. a * > * ■ .Anliißlieh «h*s AbsehhisM's ’ il«*r 'Briis-eler W'ellmi—(«'Ihmg wurden die r<dgi*mh'n A n s z «• i e h imi n g «*ii b e I g i s e h e ii Juden verliidten: Der Areliit«‘kt!.h>-«*ph «I«* fällige wunle zum Koiiuumideue »les f.eopohl-Oiilens «•rnamit. Der Vorsit/emh* «les (■ilernalioualeti Verband«*s der Diamimt<*nin«luslriellen, l-i«bu* l.lpschüty.. wur«le zum Ofliricr «*l«*s f>4-o|«ol«l-0rtU*tis, «ler tng«MU«*ur Boris Averbiieb zum Biller de-*-«*lbeii Orileus <*rumiul: dtarles Gutwirlli «mil der Pfäsblnil «Irr; Aiilwerj>eiier l>iamimti‘id«ör*<* Akirrrl Ginsberg wurden Hill«*r «les Kntiieiiordens, Martin LefTcr Sll jahrc alt Lamlgerudilsr.'it i. 11. Dr. Martin L «• s s «• rj^aiin am 10. Juni N’ineu 50. Geburtstag Itrgrhen. Ehe ilm M*in G<‘sun«lb<‘il-ziis|and zwang, sieh von -«*iuer maimtgfaebi'ii lnligk«*il im juilisebeii Leben Berlins zurfu*k/uzi«*lu*ii. bat. er an d«T Spitze des r«*ligi«'is-liberaleii Vereins gestanden. Aiu'b aU Bepräseiitaut «ler Berliner Gemeimle hat er sriiien Platz imsgefüllt. Dr; Martin I.«*Hs**r. «ler zeiueilig auch «lein AuGi«*hlsral unseres Wrloges. «I«^r ,.V«*rhigHgen«»ss4*nsehaft in Dentsehlnml ansässiger Juden*4 migehörle. \«*rbring| •s«*im*n 50. Gt'burlstag fern v«ni Berlin. In iiiimt«* herzlichen' Glückwünsche ist die Hoffimng «•ingea-libisseii. «hiß Marlin L«'s-«*r •re«*ht bald wiioler die Kraft zur Knlfnllimg wines r«>g-nmeii («eisteH finden möge. ' Ein Denkmal - in Lyon für Fehlrabbincr Bloch Paris. Der Bürgerm<‘is|«*r von f«von.. Kdnunr«! IIrrriol, bat einen Platz zur Aufstellung eines J)ei>kmab*~'für den Feldrahhiuer Bloch zur Verfügung gestellt. Das vor kurzem mit «ler Goldenen MtdaUlc. .nusgcvz*i«*lme\e Werk «i«*r Bihlluiuerin G«*»»»»:«»»»«* Oury- D«rsnn*!les stellt eine hrknimli* S/.«*ne der fninzösis«*In*u Kriegsgesrliicbte «Inr: Gnißrabbiner Bb*«*b. «fer als Freiwilliger ins Heer «•mgrtretrii war, balle sieh eines AIm*ii«!s in «li«? Zone, zwirebeu «len bebler-eitig«*M .Srliülzengräl»«*ii gewagt, um \ «*r- U'iimh'leu Hilfe zu leisten. Einer v«m «lies«*»». «ler ihn* für einen katholisebeiU Priester lmdl. bat ihn. ihm «bis Kruzifix zu •reichen. Der Rabbiner' bra»*bt«* von einer, verlassenen. Kam» ein Kreuz. Die Bildhauern! bat «Ten Augenblick fcsigelinlleu. in «l**irr;* «ler Rabbiner «lern strrla*nden >*bri-llirben S«ddaten das Kreuz und damit «h*n letzten Trost reielil* . Die jüdilcheii Ärzte-an Privatkliniken Durch eine Anordnung «les Reit'lisvcrhniide* Deutsrber Privnlkrnnkciiaiislalteti ist Is-kiumlli'li lM‘-(immt w<ir«!e». «hiß mit Wirkung vom I. April ’lOJf» klinische Leistungen von der Kassenärztlielien A«r«*inigung Deul-eblamlnur noeli ou arische Ar/Ie gewäbrt w«*r»fen. Dadurch i-l eine Tätigkeit jüdischer Arzte ml nrischen Prixatkraiikenan-lalteu immöglieli g«*w«»r«li*n. Diese Aiit»r«lming_ist ' jetzt vom l.an«lgeri«*bt Rerlinjirakliseli erläutert worden, tu einem Urteil, «bis in einer Kluge, ejnes jüdisch«*»» Arztes gf*g«*n eine I’rivalkliuik w«;g«*n. fri-l!os«*r Kfmdiguiig -des Miels. Vertrages «*iu«?s B<intgenbiboralorfmnergangen ist. beißt es; Dureb «li«. Anordnung des Reiehsverbamlek <b*r Privatkraukeiumsl/dleti soll letliglieh v<*rliiu«|ert werden, daß Patienten nri^ehrf Arzte, mit jü<li-«beu Arzl«*ii und d<**it»«*bf Arzt«? mil jüdisch«*!! Arzleij. keineswegs aber, «laß jüdische Patienten und nrrerlie Patienten zusanunentnöfen. Demi e- -«•« deutschen Ärzten grnmlsfilzlh’h iMibenommen. jüdi-ebe' Patienl«*»! zu bebainfcln mul gegebenenfalls In ihr«; Kliiiik<*u aufzimclmieo. Tu «lern zur Enlsebeidiiitg siebenden Falle batte' der Eigentümer eines Klinikgebäudes dem jü«lis«*ben Arzt, «ler in dieser Klinik «ein Ih'mlgrnlahornforiiim batte. «Ile Räum»? fri-llugeküiuUgt. weil mich «lem Mielsvertrnge »ler Warleraum der Kliidk «l«*u Patienten «les jüdi-ebeu l(('’uitge»iar/tes zur Verfügung slatuL Das (>andg«?ri«*ht hat die Kfmiligung für ungerechtfertigt erklärt, da «?s si«*b niebt nin'«*in« Tfiligkeit an «Ter Klinik selbsl bandelt, und in «ler Tal.saehe. «laß «lie Patienten «les jüdischen Arztes mit «Ten amleren Palienien «lenwlben Wnrteraiun benutzen, kein Anlaß gesellen werden kann/ vertragliche Bindungen ohne, weiteres zu lösen.

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