Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 16 (1936)
- Issue
- 22 (27.5.1936)
- Date
- 1936-05-27
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Beilage 27. Mai 1936 JÜDISCHE AUGEMEINE ZEITUNG Schowuaus in 100 Zeilen Frage u u d Antwort Schowuaus. das in der Tora auch chag liakozir. best «1er Frille, .iind chag hahikurim. Fest der Erstlinge «le» V» eizcuschiiiti«.*». genannt wird, ist das eigentliche Fest des jüdischen Geistes. Die Überlieferung -nennt es darum auch „die ‘Zeit, da unsere Lehre gegolten wurde44, s’inan mattan taurosenu. Im Anschluß an diese Bezeichnung wird in einer chassidischcn Geschichte gefragt: Warum nennt man Schowuaus die Zeit, da die Lehre gegeben und nicht die Zeit, da die Lehre e in p f a n g e n wurde? Die Antwort lautet:. Gegegebcn worden ist unsere Lehre nur ein einziges Mal. iu einer Sprache, einem Volke, an einer Stätte, zu einer Zeit, aber empfangen kann .sie werden in jeder Sprache, von jedem Volke, an jeder Statte, zu jeder Zeit. Der 50. Tag Die griechischen Juden nannten das Schowuansfest Pcntckbstc, 7l.li. der 50. Tag (nach dem Pcssach). Guter diesem Namen kam das Wort in die griechische und lateinische Hiliclubersetzung und wurde bei den germanischen und romanischen Völkern zu Pfingstcu, Pcntccötc, Pentccost. König Davids Geburts- und Todestag Das Woclicnfcst ist der Sage uacli Geburtslind Todestag des Königs David. An Schowuaus soll auch der Baal Schein gestorben sein, der Herr des göttlichen Namens, der um die Mitte des 18. Jahrhunderts lebte und den Giassidismus begründet hat. * Das kleinste biblische Buch Das zur Zeit der Weizenernte spielende B u e h Ruth, »las am Scliowuausfest gelesen wird, und »las Goethe im WcstöstHehcn . Divan als „das licbliclistc kleine Ganze, das' episch und idyllisch überliefert worden“ bezeichnet, ist das kleinste von sämtlichen vicrundzvvanzig Büchern der Bibel. Es besteht nur aus drei' Kapiteln mit 85 Versen. Was heißt Ruth? Der Name der Heldin des Buches Ruth ist vermutlich eine Zusammenzichung aus rus Freundin. "Er wird auch als „nachbarliche Nächstenliebe“ gedeutet. * ■ Der Urenkel Als der angesehene Grundbesitzer Boas die Moahilin Ruth zum Weilie machte, rief das Volk, «las am. Tor stand, ilun zu: „Wir sind Zeugen* Gott lasse die Frau, die in «lein Haus kommt, wie Rnhcl und Lea werden, die beide das Haus Israel erbaut haben“. Der .Sohn, den Ruth ihm .gebar, wurde der Stammvater des K ö n i g s D a v i d. Wie die Erstlinge d a r g c b r a c h t wurden Die Misclina erzählt: Wie werden die-K r s 11 i n g c I>c.stimmt? — Geht einer auf sein Land un«I findet die erste reife .Feige, die erste reife Traube oder den ersten reifen Granatapfel, so bindet er die Fruelit mit Binsen ab und spricht: „Zum Erstling sei sie mir“. Und wie bringt man sie dar? —’ Die Bewohner der Dörfer begeben sich iu die nächstgclegcuc Stadt; da versammeln sic sich. Sic übernachten in den Straßen der Stadt; in die Häuser gehen sic nicht. Bei Tagesanbruch sagt der Gemeindeälteste: ..Auf. laßt uns nach Zion gehn, in das Haus unseres Gottes!“, Die näher um Jerusalem Wohnenden bringen frische Feigen und Weintrauben, die aus größerer Entfernung Komriicndcn getrocknete Feigen und Rosinen. Ein Ochse trabt ihnen voraus. Seine Homer sind mit Gold belegt, und eiu Kranz aus ülhaumhlältem schmückt seinen Kopf. Flötenspieler ziehen pfeifend vor ihyrii her, bis sic nahe.an Jerusalem hernuknmmcn. Dann schicken.sie Boten vorauf in die Stadt und bekränzen' ihre Erstlinge. Die Statthalter, die Obersten und die Schatzmeister kommen ihnen cntgcgcngczogcn. Die Handwerker Jerusalems begrüßen sic:..Willkommen, ihr Brüder!“ Die Flöte wird vor ihnen geblasen, bissie zum Tcmpclbcrg kommen. Jeder, selbst , der König, nimmt hier '•einen Korb auf «li«* Schulter uud tritt! Legende —. da der Welt bis zum in »las 'Heiligtum.. Im Vorhof wenlen »len Leuten mit Lirtlcru empfangen. * . Bileam antwortet Als Israel die Tora gegeben wurde erzählt oin>- rscholl die Stimme des Herrn von. einem Emi<* anderen, und alle Herrscher tler Knie wurden von Zittern -erfaßt in ihren Palästen. Sie versammelten sich bet Bileam, dem Bösewicht, und sprachen zu ihm: Was bedeutet du* Getümmel, das Wir vernehmen? Kommt nicht vielleicht eine Wasserflut auf die Erde? Er aber antwortete: Hat »loch »1er Herr uesehworen, daß 4r keine Flut mehr wird komm«*» hissen. Die Küuigc sprachen: Eine Wasserflut wird nicht mehr kommen, aber vielleicht ist dies eine Flut von Feuer? Biicaut sprach: Hat doch der Herr geschworen, daß er nicht mehr verderben ..wird nlh*s‘ •Fleisch. Da sagten tlie Fürsten: Was soll denn aber das Gedröhn bedeuten, das wir] hören? Er antwortete Ihnen: Eine köstliche Gabe hat er in seiner Schatzkammer liegen, «lie lug du verwahrt ncimhuiulertviemndsicbzig Geschlechter hindurch. Noch ein? «li«: Welt erschaffen ward, hatte er schon vor. sie sciuru - Kindern zu -geben. — Alstal«! taten sie alle den Mun«l auf mul riefen: „Der Herr segne sein Volk mit Frieden.“ D i c Za h 1 «I r.ci Am Tage »I e r Offenbarung war alles «lrcifi;ch mul dreifältig. Die Tota ist der erste von deu drei Teilen der heiligen Schrift. Israel war in drei Stände geteilt: »lie Fixester, «lie L«'vitcii, «las Volk. V«jn drei Vätern kamen sie her: von Abraham, Isaak, Jakob. Mose selbst trat als ein ' Dritter auf. als »ler 'Mittler zwischen Gott untlj dem Volke. Ein Angehöriger «les dritten »ler zwölf Stumme, desj Slamines Lcvi; »las dritte Kind seiner Eltern; drei Monate lang vor Pharao verborgen gehalten und einen Namen tragend, «1er aus 'drei Schriftzeiehcn besteht! Es war ab»‘r um dritten Tuge «ics {dritten Monats,, daß »ler Herr auf den Sinai herabfuhr, sich Israel zu offenbaren. mann, ferner Stad Sahmion Veit. J Hamburg in de -Berlin «lie Jüdische ..Zuhirt »lie Tage . . Unirr diesem Tilcl ist in «l«*r Ju"emlbüehcrci des Keren Kaj»‘incth I;<*iisrael (Heclialu/. - Wring, ein schmales Bündchen, erschienen, «lu» in historischen Berichten. Legenden, Aussprüchen und Erzählungen reichhaltiges, gut Urbares Material ül»cr «Ile (Omerzcit, Lag h’omer und S«*h«iwuaus bringt, wobei allerdings S»|liowuaii*> nur in seiner Bedciilung als Erntefest, mit lebensvollen Ausschnitten ans dem heutigen palästinensischen Leben, charakterisiert wird. Hebräische Lieder und Gc«li«*htr ««mir lehrreiche Tabellen ergänzen «lie lesenswerte Publikation. THEATER, KUNST, LITERATUR Der S o m m.e r s p i e 1 p 1 n n «lei BcrliiiiT Jüdix*hcn Kulinrbundbühnc bringt im Juni «lie Johaun-Strnuß-OjHTette ..Wiener’ Blut“, im Juli Ludwig Fuldas. Lustspiel „Jugendfreunde“:- im August „Große Liebe“, »lie neue Komödie von Franz Molnar. Für. den Monat September ist ..D ie goldene Kette“, das Drama einer chassidischcn Familie, \ou J. L. Pcrez vorgesehen. Vera Schwarz sang in »ler Neueinstudierung von PueeisiU „Das Mudehen aus dem goldenen Westen“ in der Wiener Stantsdper die weibliche Hauptrolle. Generalmusikdirektor Otto Klempcrcr wurde von den Wiener Philharmonikern cingcladcn, im nächsten Monat ein Konzert zu dirigieren. * Die Jüdische private Musikschule Holländer hat zum Leiter der Kapellmeistcrklassc sowie für das späterhin beabsichtigte Orchester den Kapellmeister Ernst Ewahl Gebert gewonnen. * Zur Leitung des Konzerts, das Bronislaw Hube rin ann mit den Wiener Philharmonikern am 28. Mai im großen Wiener Konzcrthaussaal gibt: wurde Generalmusikdirektor Hans Wilhelm. Stcinbcrg verpflichtet, der, wie gemeldet, die Nachfolge Rosenstocks im Berliner Jüdischen Kulturbund antritt. Bei einem Empfang, den das Warschauer Komitee «les Jcwish Agency zu Ehren Bronislaw* Hubernanns veranstaltet hatte, äußerte sich der Violinvirtuose auch über »las von ihm ins Leben gerufene Symphonieorchester für Palästina. „Meine künstlerische und, finanzielle Kampagne in Amerika um! England“. sagte er, „hat die Existenz des Orchesters gesichert. Viel half mir mein großer Freund Toscantni. Dieser große Musiker und Mensch war auf meine Bitte sofort bereit, nach Palästina zu gehen und das erste Konzert des neuen Orchesters zu dirigieren. Er winl im ganzen 8 Konzerte in Palästina, davon 4 speziell für-Arlieitcr.. tind 4 Konzerte in Ägypten dirigieren.“ ‘ Zu Ehren des 60. Geburtstages von Raou! Aucrnltcimer fand im Theater in »ler Josefstadt in*Wien eine Morgenfeier statt, die einen Querschnitt durch das lyrische, erzählerische und drama- I tische Schaffen »les Gefci«*iicn bol. Die Feier wurdc durch eine Ansprache des Direktors l'.rn-t Lothar, in der er «h'ii Jtdiilar als Künstler mul Menschen würdigte, eingclcitct. Der »im «h*n Wiener Philharmonikern unter Lei tim:’ Bruno zyklus wurdc am „Lied von der Walters als Cu-tav-Muhler-Geilüchtnisfeier veranstaltete Konzert - vcrguugciicn Sonntag mit «1er Aufführung «les Erde“ beschlossen. Die Berliner Nationalgalcrie. die längere Zeit geschlossen war, u;urde ain vergangenen Sonntag nach erfolgter Umgestaltung wieder geöffnet. Die Bcstämlc «les unteren Gcschosses wurden mit denen «les ersten Stockwerks vertauscht. Neben Trübncr. llagcincistcr, Lcistikow und anderen Berliner Malern siebt man von Max Licbcrmanti die „Gfuiserupferinnen“ mul «lie ..Amsterdamer Waiscnhnusmndchcti“. Kompofitionsabend Gerhard Goldfchlags Das Lirdsrhaffen Gerhard G o I d s c h I n g s, dem ein Abend bei Weil gcwnlinetj war. erweist sich stilistisch aufs stärkste «len Meistern der deutschen Romantik, im schwellenden Melos »ler Mittelstimmen vornehmlich Schumann und R. Franz verhaftet. So entstellen Werke eines echten, warmen Nachempfimlens, ohne daß »loch eiu Neues, Eigenes zum Durchbruch kommt. Am dankbarsten gelingen Goldschlags gcschmciiligcr Schreibweise Formen marsch- und tanzartigen Charakters, wie dos kräftige ..Ich wandre nicht“ od«:r »las zündende „SclioUische Tanzlied“. Iu „Angedenken“-überrascht am Schluß eine kühne moduJatorischc Wendung; Geroks „Zuni Schluß“ Ist mit »ler obstinaten Baßfigur des Klavierparts von eindringlicher Wirkung. Es erscheint nur unbegreiflich, daß iGoldschlag rieh* häufig die Vertonung gerade solcher Texte zur Aufgabe gestellt hat, die — wie „Mondnacht“. „Meeresstille“ u. a-| — durch tlie größten Meister ein einmalig«*)*, unerreichbare» musikalische» Cewand gefunden haben. Für die - Interpretation der Gesänge, «ler ein Bekenntnis Dr. Kurt Singers zur Romantik, zu Lied und Hausmusik vorausging, standen in Susanne Löwen stein und Wilhelm Guttmann zwei;unserer besten Künstler zur Verfügung, deren verinnerlichtes Nadigestalten. vom KomjKmistcn am Flügel gestützt, deu poetischen Grundton dieser Licdwclt zu voller Eut- , Faltung brachte. Der Abend fand herzltchefi Erfolg. II. Frevhan. Schowuaus 1815 Die erste Konfirmation in Berlin Das Fest der Gesetzgebung ist geeignet, «lie Erinnerung au «lie «len ersten Konfirmation»- und K t n s c g n u u g s u k l wnehzurufen, «ler ,jin höchst feierlicher Weise“ in Berlin slaltfatid. Es geschah dies keineswegs iu einer Gcuieimlcsynngog«*. sondern in »ler „Kapelle“ des gcratlezu fürstlich eingerichtet«*»» Hauses «les Geheimen Finaiizrhts Israel Jacob so in Als Präsident «les Konsitoriunis der Israeliteii hatte er im Namen «les Königs «li<* Einführung von Reformen lnrim Gottesdienst ungeordnet, hu Zusammenhang damit ließen sich in «ler Kasseler Synagoge im Jahre 1810 drei Knaben und drei Mädchen konfirmieren. In Berlin fand Jacobson in dem Stadtrat David Fricdlandcr, «lern Wortführer der Emanzipation, {einen Förderer seiner Pluuc, und als sein $olui Naftali die religiöse Mümligkcit erlangt hatte, wurde «lie Konfirmation begangen. Einen! zeitgenössischen Bericht ist zu entnehmen, «laß diel Feier am Schowuaus-Fest «J«*s Jahres 1815 stattfand. Dem feierlichen Gott«*stlienst, bei dem Lieder in . deutscher und hebräischer Sprache gesungen wurden, wohnten auch mehrere Christen hei. Von den Gästen wenlen u. a. erwähnt: Geheimer-Stantsrai Jordan, Staatsrat Nikolovius, Direktor JJclIer-. rat und Gemeindevorsteher David Frhullüudcr, icobsous Einrichtung fand zuuaclist nur in TcmjHdgcmeiinh* Nachnhmung. Später trat in lleformgemeinde «las Erbe an. L. Ilorwitz* Ku«*cl. — Aufnahme: Sonnenfetd Wie ein Vierzehnjähriger die Bibel sieht: Moses im Sinai Haushalten -— auch eine Wijfenfchaft 77 Mädchen werdru unterrichte! — Kurzunterrieht für Bräute — Der Mediziner im . Koelikillel Die . K o «* li - und H a u s 1t u 11 u n g s s c h u I e der Jüdischen Gemeinde hatte zur Besichtigung ihrer neuhcrgcrichlcleu und vergrößerten Räumlichkeiten in der* August* »traßc 14/15 geboten. Di»: Aufschlüsse, die die umsichtige und erfahrene Leiterin. Frau llammcrstciii, ttbrr .die. Kinricb-* taugen uud ihre Erfolg«: gab, lusscn* erkennen, welch dringendem Bedürfnis diese Anstalt entspricht: . sowohl für die privat«: wie berufliche Tätigkeit als Vorbereitung für soziale Berufe, wie Hortnerin, Kindergärtnerin oiler Schwester, als lluuspersoiial und für «lie Auswanderung. /Alle Unterrichtsfächer d«:r llmisführiuig sind neben dem Kochunterricht vorgesehen: Wäscherei, Bügelei, Auslwsserei, Schneiderei und «Icr theoretische Unterricht: Ernährungslehre für (icsumly und Kranke, Warenkimilc uml ang«*glic«h*rt — fakultativ — Unterrichtsstunden für ucuhcbrüiseh, englisch, französis«4i und deutsch. Der Schüleritineiikreis,. «ler «du Jaliresoensu'm «les Unterrichts diirehniacht, setzt sich im Augenblick aus 77 jungen Mädchen zusammen mit 32 bl» 3(> Wocticiistiimleii. Außcnfcm besteht eiu K u r z u u t e r r i e li t für Bräute mul «du Unterricht für die Schülerinnen «ler Mittelschulen, wo die llaiishfithing«- lehrt* vou «ler zwcit«:u Klasse ub «»hligiitorhrli ist. Die Erlernung der Diälküebe ffir„Arzle und Krankensehwesteru erfreut sieh großer 4leliehth«*it. Im Augenblick wenlen aeliL Diutpatienten mit günstigem Erfolg betreut. Es wur«!e «ler Wunsch ansgcspnichen, «laß soleltr Diätküchen nueh n«w*h in amleren Ik*zirkeu der Stadt errichtet würden., lim aueli «len in anderen Gegenden Wohnenden «lie Wohltat «ler Diillv«:rpfh*guug zuteil wenlen zu lassen. Dann konnte man einen Blick in «len A r 1» e i-1 * h «■ t r i «• I» tun: «lie Waschküche, den PlfiltrDiim, «lie KücIm*ii uml Diätküchen mit ihren verschiedenen Ilcrdkunstnikliouen für Gas, Kohle oder Elektrizität, wo die jungen Mädchen, alle in «ler glriclien netten, (iilrettcii, himikarn*rt<‘ii Arbeitskleidung mit w«dßen Schürzen uml Mützen/ sauber und appetitlich hantii’ien. Ein junger Ar/t im weißen Kochkitlei und Kochuiütze arbeitete mit Messer und /m kergiiß, als ob es sielt um 0|H*rntinii>Ji«:Hieek uml Gipsverbaml handelt«*. Dann folgt«: die Besichtigung de* .Selimddrrrnums mit "10 Nfihmns«*hinen uml «les Srhnlzinimers für «len theoretisrheu Unterricht. Alle Baume. souncmJtirehieiiclitrt, -aulier lind zw«*«*kent»pn*«*hrmL Die Kiuiia!ini«:u, die di«: Schule nach Abzug ihrer Unkosten erzielt, geben zu «len schönsten Hoffnungen auf weitcra-Knlwiekhmg und Ausgestaltung berechtigte Hoffnung.. Sicher »st e* unerkannt. «laß Hauslmltsführimg Imtite ein wirbtiger f.«ni- und Lebrzweig i"t —• ..Haushalten ist auch eine WisMriisehttft“. — F* Kommandeurkreus der Ehrenlegion für Bruno Walter Wien. Der fraiiz«’isis«,Iie Gesamlle fiabricl P u a u x hat Professor Bruno Walter im Hahuieu einer kleinen F«:ier, «In* sieh au ein dem -Künstler zu Ehren '<»m Gesamllen un«l seiner Gemahlin gegebairs Früb-tü«*k ansrbloß. «lie Insignien «lt*s ibih vom Präsidenten der französischen Bepnblik -verliehenen k*» in inanil«: iirk re uze s der Ehrenlegion ülicrrcieht. Osimdter Piuiiix dankt»* dem Bumb>kaiizl«*r v. Schuschnigg, «laß er durch sein Erscheinen dieser Feier ihr«: rechte Bedeutung gebe.. ..Die Persönlichkeit“. führte er aus, „«Iir «las ~»euier Geschieht«: un«l seinen Idealen treue Österreich repräsentiert, kennt und schätzt mehr aL sonst irgeml jernaml «lie Kräfte, die Österreich den Vorzug ver- Icilien, daß Wien uud Salzburg in Europa die. gastfreundlichste!» und lebendigsten Musikhaiiplstfidle geblie|>eii siml. Almelilicßeinl wünligt«: der Gesandte die \ iclscitigkeil der Dirigcntejikun»t Bruno Walters, «ier mit herzlichen Worten' dejt Danken erwiderte. „Unfere Jugend-hat eine Zukunft“ Unter diesem M«Utd fand um Montag al>«:ii«l tnc Logenlums in d«:r Kleiststraße eine -tark besuchte Veranstaltung «ler Arbeitsgemeinschaft für Kinder uml Jugend-Alijah statt, «lir von Rabbiner Dr. Baeck mit einer eindrucksvollen 'Ansprache' cingeh-itet wurde. Wahrend Dr. Edgar Freuii«! da» Problem der Jugend iu Deutschland behandelte, charakterisierte Eva Stern/di«: jüdische Jugeml in Palästina. Ein »ehr hübscher Film. ..Jugend im Aufbruch“. «Icsscn* Vorführung K<Jith. ffernistadtsOcitingei» darauf bezügliche Verse vornus*ehiekle. illustrierte fesselnd «lie Ausfühl linken «ler Redner.