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Jüdische allgemeine Zeitung · 1936-05-20 · 21 (20.5.1936) · page 3

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
16 (1936)
Issue
21 (20.5.1936)
Date
1936-05-20
Page
– (sequence 3)
Language
German
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i Natürliches und fentimentales Judentum Ein Lehrhausvortrag von Max Wiener" Es wird gemeldet: . B Dii“ Repräsentanten-Versammlung der Berliner Jüdischen Gemeinde, die am 13. Mai unter deiu 'Vorsitz von IfeinricU Stern tagte, liat den E t a t <1 e r Berliner J.üdi schon (!«* ineinde‘fnr «ln» Jahr 1936 einstimmig angenommen. Den Bericht des von der Versammhuig eingesetzten Ktalaussclm»»cs hat Wilhelm Marcus erstattet. ♦ B Die h i » l o ri s eh e .S y n a g'o g e in der Glockengüsse *m Köln, tut der noch J aequo» Ö f f e n b a e li s Vater als Kantor gewirkt hat, l>e.»teht in diesem Sommer 75 Jahrs* Tang. Das Jubiläum »oll durch einen Fe«lgullcsdienst begangen werden. * " S lu Nürnberg wurde, ehi 63 Jahre alter Angeklagter' arischer * Aii»lamtmmi'. «ler ein im Jahre 1931 begonnenes». \ erjiältiils mit einer -Uijulirigen getmifleu Jüdin mich nach dem Erlaß der Nürnberger C«*»etze fortgesetzt halle, von der Grotten Strafkammer zu eitlem Jahr acht Monaten Zuchlhau» verurteilt. * B Der früher in Mfturlieu a»»ä»!-ig«* -jüdische Ar/t Dr. Rudolf Schindler, der »ich in. der letzter- ’/.ek in Amerika uiedergelass«*ii hat. wurde von der amerik:mi»elien Arzte-Ge»ell»«jiaft nnluttlielrihrcr Jahresxersainmlimg' in Anerkennung seiner wissenschaftlichen Arbeiten durch Verleihung der Goldenen Meil a i I J e ücelirl. . '■' * ■ Die Grotte Strafkammer des llamhitrger Landgericht» verurteilte, der ..Frankfurter Zeitung“ zufolge, einen j fi d i.» e h e n, Arzt wegen v e r s tt e h t e r R a s s e u s e h a u «l e zu* li Jahren 6 Monaten Zuchthaus und zu -2 Jahren Ehrverlust. Dem Angeklagten wurde zur Last gelegt, «laß er wahrend «Irr Behandlung einer löjahrigen arischen Patientin % ersucht halte, «lies«* /u kiioscn mul sieh ihr auch noch weiterhin zu iiäherm Während «ler Angeklagte seine Schuld hestrilt, sah das Gericht auf Grund der Aussagen «ler Zeugin «len Tatbestand «ler 'ersuchten Rassen-schande als i»egeh«*ti. , ♦ , B Die ..Pommersehe Zeitung“ berichtet, «laß die Einrichtungen des See ha «los 11 e r i n gs «1 o r f für Juden - gesperrt bh*ilM“!i. * B Die; Bibel ist. tiaeh einem smlicu veröffentlichten Bericht «ler britischen Bibelgesellschaft, im letzten Jahr in wettere dreizehn Sprachen fihersei/.t worden und istmm in 7 0 5 vc.rschic«! e n «* n S p r;\ e. h e n .vorhanden. ' * B Der Profi\-»oi*. für Völkerrecht in Genf. I)r. Hans Kcl.son. ist 'oii «ler ls<*h(‘(*Iioslownkisehen 'Regierung zum Ordinarius für internationales Recht tut der Deut.sclii*u Uni'crsität in Prag «‘rammt worden. Kelsen, ein gebürtiger Prager, war von 1911 bis 1930 a’ii «ler Wiener l’ni'crsilat tätig und. folgte' dann einem Ruf nach Köln. 1933 wurde er auf Grund «Ir» Arierparagraphen des B(*riif»lM*amtciig«*»etzes. beurlaubt und «laim in «len Ruhestand versetzt. * B Auf Veranlassung der WiYnrr Israelitischen Knltii*- g«;nicinde wurden a n 11 s c m i t i 's «• h e F 1 u gb I ä 11 c r.VMic von «lern Ktmschükschcu ,.Frcih«?it»him«l“ verteilt wxmlen. besohl agil ahmt. Es werden aber noch immer Flugblätter aggressiv antisemitischen Charakters in Wifu verbreitet. * B Die Executive, des American J«‘wish (’ommiltee hat, uaeli Meldungen aus New* York, mit allen gegen eine Stimme eine Entschließung gefaßt, in «ler «ler schon früher lickatuit gegebene a I» I e h n «? ii dc Stn nd pu n k t «ler Organisation in «ler Frage eines j ü «li s «?h c n We 1t ko n g re s s c s neuerlich l>es«‘häftigt wird. * . B Di * \\ jener M a h ler- G «• «1 <■ n k f e i «• r n hohen mit einer Aufführung von Gustav Mahlers Achter Symphonie in F»-I)ur unter «ler Leitung -W’a 1 t c r s ihren Höh«*punkt crrcielit. Der Abend, dem Bundeskanzler Dr. v. Schuschnigg und 1‘nterrieht»miui»t«’r Dr. IVrnler beiwohnten, sch lots mit «‘ülhusiasti»eli:‘ii Kuii<lgi‘hmigen für Bruno Walter und »eiin* Künstler. * B W ie aus Wien berichtete wird.- ist di«* Kh«? Richard T a ii h e rs mit «ler Schauspielerin V a n co n t i nach einem jnhl’v- , langen Proz.eßkainpf «lureh ein Urteil «Ies Ohcrlandcsgrrich't» rechtskräftig g«* Iren nt wonlen. Tauber wunl«? keiuerl«*i Leistling .von Alimenten an Frau Garlotta Tauber-Vniiiiinftauferlegt. * B Jn Moskau hat «las Drille Moskauer Internationale Schachturnier licgniiiicn. Die Beihenfolg;* der Spieler ist folgend«?: Flohr. Gapahlanca. Ragosin, Lcwejifiseh, Laskrr. %Botwiunik, Lilicntal. Eliskasis, Kahn, R. Jumin. Jeder Teilnehmer -spielt mit jedem zwei Spiele von zweieinhalb und einer Stunde Dauer. B Der Kommandaiit «I0r englischen Armee, die im Jahre 1917 Palästina erobert«*, Feldmarsehall f. o r «1 A I I e n h v , i»l am 14. Mai im Aller von 75 Jahren m Loiuhm plötzlich ge»l«>rbe»i. Tn Tel Awive .und verschicihneil judi-chen Siedlungen »iml Strafen nach I.onl Allenby benannt. * B Im Alter voii 62 Jahren i»t in New* York «ler Seniorchef «les Bankhauses Lehman Bros.,, ein Bruder «les New Yorker Staat»- gouverneur». Herbert II.' * Le h m a u n . gestorben. Arthur Lehmann war jahrelang Vorsitzender der von ihm mitbegnuulctcn bederation of Jewish Philanthropie „Socictie». Auch ini Joint Distribution Committee hat «*r führend uMtgcnrhciict. Im Wirtschaft»- Ic1k*u spielte er eine licdcuicudc Rolle. B Au» London wird gemchirt: Die S a m m I ii n g e n «h*» Council for German Jewrv haben »ich »eit «Irr letzten Bekanntgabe <!c» Ergebnisse» wiederum erhöht. Sie Iwlaufeii sich jetzt auf insgesamt 560 000 Pfmul. * B In Wilna wurde? «ler junge Chain/ Jakoh Fe 1 d m a u . wl» er mit Bekannten eine Straße parierte, von zwei Natmnaldemokraten üherfallen. «lie mit Kisengewichten auf ihn lo»»ehhtgcii und mit Messern auf ihn oinsta di c n. Im Krankenhaus erlag er seinen Verletzungen. Die M«Tr«ler Feldmans. «1er iinmitlHbar \or «ler Alija nach Palästina stand, konnten verhaftet werden. — In W a rsch n n wunl;.* «Irr j ü«l i >' eh <? 'F r i c «l h «» f « «• . »«? h ä il <i «• t. - r Nur ein Gastspiel Dcla-^ Lipinskaja» Wie uns die Koiizertilirektion Tauli«* mitteilt, wird -Dein L i p i n »* k a j a . entgegen «ler Mitteilung au amlerer Stell«* «lir»«> Blatte» .mir «'imuaüg in Berlin auflreten. Ihr Chis<»pie{ mit neuem Programm findet am M o n t a g , «I e n 2 5. M a i. i m B a r fi » a a I »tatt. ,B«?reit» für Sonnabend, den 23.. uelö-te ‘Karten nn*i»-en g«*gon solche für «len 25. Mai in «len betreffenden Voncrkauf»- slcllen umgetauseht werden. Im Balunni mul ghi«h/«il»g al- Ab»ehlul> «le» ..aiitithetiseheu \"«Mtrag»zykhi»“ kam Balthine'* Di*. Ma\ Wiener mit einem * Referat Tiber ..Natürlich«*» und -emimeniah*» Jtnh-ntum'* zu W «*rt. Wer \«m «lie»«*in eigenwilligen mul f«*-»elmlen Denker «*tne neu«* Deutung «le» .allen Stoff» erwart«*!«*, wunl;* nicht «*ntiiiu»« lit. Wiener erklärt«* »rin Thema ui«*lu \*nn Ohjekli>-bl«*eli»*h«*n; »oiuleni \om Subjekti' *1 «altung-malAigen her. Der (h*g<‘n»al/. um Natur mul Sentiment i-i ihm am Judentum g«*mv»r» kein Widei>pru«’h im Talbotnnd jüdi-riier G(*daiikliehkeit. »ondeni eine \ er»ehi«,«lenarligkeit «ler \ «*rhallung»wei*.e gegenüber «lein jfidi»«‘ln*u S«*hi«*k»al._ NatfnTu'h: da» i»l «,la» ,*«*hh*ehthinnige L«*h«*u, «lie S«*lh»t\«*i'»tämllielik<*it «h*r Erfahrung, l'itifall uml Fragl«»»igkeit g<‘g«*itüher dem Sehiek»al. da» prohh*mlo» hing«*ti«Mnmeu wird; »eiitimv'maL da» i»t Ref|e\i««u. «li«* Frag«* nach Schuld. Sinn mul 'Aufgabe, um »o lauter gest«*llt. j«* kra»»«*r «li<* |)i»hamunii«-- zwi-eheu Gc»«*h«*hui> uidl «*ig«*»tem Glfnkstreheu. Dem Judentum i-t jene rcfhrxi'e Haltung in i iin*m MaBe zu eigen, wie »ic andere \ ölker auch nicht annähernd. hr-alAen. So »prieht llo»«*a; ..Fr(*uf Dich nicht na>'h der W «*i»e d«*r Völker.“ Die Üil«’niu»prüehc h<*hen l»ra«*I aus «ler naivni F.\i»tenz di*r Völker heran». Die pragniaii»(-h<* G«,>i,hichl>»chreiliung «le» I)euter«>iiomi»mu» mul «ia» Buch «ler Richter stellen «la» Problem «ler Thcoilizcc in Gestalt ‘«ler kausalen Verkettung \«m Sciuil«! uml Sühne «lar. Israel wird belohnt uml h<‘»lraft uaeli \«*r«li‘‘u*-t, »<i lautet da» rubhlharkeitsdogma. «la» «ler Ge-eliieltt«* Israels <l«*n Sinn «I «•.» L«*i«lt r a g«• ii «I «• n unter den V«**ilk«*ni verleiht. Die-em Ge«lank<’it «le»!.«•»«!» als »lern repräsentativen Sinngehalt de» jüdischni Srhi«*k- »als i»t mihi jüili»«;heii Dieliti'r zwar immer wieder AiLsiirnek verliehen wonlen. aber nicht d*r gleiche B«-<l«*utimg. \Vi«*ner nuirlite ilii*si‘ii B(‘ileutmia»w'an«h*l an «Ire! Ih*i»pi«*leu klar. Bei J<*hinln II a I «* v i i»t «la» I.ei«! G«'»amth«*it»prin/.ip «ihn«* Senliiiieiitalilät. Der h'iileinle GoU«»kin«ht ist «ler lh*prä»entjiut des jütliselien \«dke». Er imiB l/*i<| bis zur \ «T/.weifhmg tragen, um Gottcskeeclit zu bleih«'ii. S a 1«» m <» ihn Gahirnl liat «las liulividuum im Leid eut«!«*ekt. Sein eig«*m*s pt*rs4~tnlu*hr* Lei«l »tiiinm ihn s«*ntimeutal, e» »rlieiut ihm »iimlo». Alwr in s«*im*it religiösen Geilicht«‘n wird das l,«*ul noch »iumoll. hier ist es das Leid des Volkes. Bei Heine hat da» Leid1 H’hieii Sinn cmgehülAt. Ihm. «ler auf keiner jüdi»«Ii«-n llealiläl mehr fulAt. ist Judentum: Stimmungsjude.iitimi. mul jfuiisiJie.s Leid: Objekt der-portisiemnlcit \’erklärimg. Die»«* falseln*. romautis<*he Senliim’ntaliiät ist nach W'irti<-r> Auffassiing «lie G r u u d Ii a 1 - t ii ii g de» m o «1 e r u e u Juden. Ihm war. Judentum ..eint* l iiaiiuehmlichk« it. von der mau »ich nicht fm. niaelieu konnte. Wir »tiu! s«*it jeher ein«* Gnuemschufl des L<tm«‘u». Nicht so »ehr das tud«*betnlige Buch, somlern der .»tct» »ich niülicmh«. grübelnde, •lernend«* Jude i»t ein \\ es«*iiszug unserer (•eim'insehaft. . " Da» Lernen ist eine zweUe Heimat de» Juden. In a!b*m Szeii«*nweeh»«*I d«*r Ge»ehi«*hte «1«*- Mittelalters. wähn*ud Verlieiluitig auf \ erlr«*ibuiig folgte, in jeder Lage, in jc«l«*m Land«* »at'en Juden in stillen Stuben über Bücher gebückt und lernten. In Mainz. In Krakau. Jn Toledo. Das war das Bl«*il>«*ii<le. * Hier li«*gt eine» d«*r grölAtm Gelieimuisst? jfuliseluT Lebenskraft. Es wurde ja nie gelernt, um irgend etwa» zu könueUf, somlern um ewig in der Gnade de» Lernens zu »tehen. \\"a«*h»«*n*ler \nul Werdender zu »ehi. Dit* Frag«* muh d«?r Leistung \ergifl«*le noch nicht alle Tätigkeit. Der Lolin für da» L<‘nu*u um de» Lernen-.willen war die »«disnine Jn^rndlii-likeit,die inibegr(‘if)i(*he Vitalität unsrer Menschen. Wir liabeit heut oft «la» Einpfiiidi‘ii. unt«*r d«*in Druck \nn z.wei Atmosphäreu zu »teilen. Dopp<*|t«*r Anspruch tritt an jeden \«m unseren jungen .Meiisefien heran. Nur «li«?, d(*in*n L«*men und f^*istung»Zi«*I ihrer Arbeit i»|. wenleu ül»erhanpt eine Arbeit tünl ein Ziel haben können. Es gibt uueudlii’h \i«*I junge Men»e|i<*M. «Iineu man auf «Ii«?»em Weg«* helfen mulA. Nur einen Fall, den ich selber keim«*: Peter will fort. Fe i»t abi*r «*r»t io der Obertertia de» Gymnasium». Sein Vater i»i »«hon im Au»land. Kr liat es sehw«*r. .Seine Mutter kann das Schulgeld für ihn’ nicht liezahlrn. Aber er mul' dneh die OherH'kuniiari'ifi* hi*kommen! Da kann nur da» E!t«*ruh i 1 f»w «m* k he|f«*n.. Wir läuten in «ler KautslralAe 158 an. Sofort i»t da» lnt«?ri*»se «la.- Ja, man winl P«*l<*r helfen. I nd P«?ter kann tatsäehlieh «Re Schule weiter l»i,»u«*li«*n . . . Fritz i»t ein hoehln*gabt«*r Junge. Wir - können iierad;* heute hei «l«*r allgeimiiien \’<*ranniuig au«‘h im g>*i»tig«*n Bezirk und hei d«?r Verengung aller Ansprüche und. MalAstähe. nicht - ganz darauf S »*r/iehteii. B«*gahimg«*u für unsere Gemeinschaft heranziil>il«l<‘ii und zu erhalten. * Seit Jahren »nid »«‘im* Eltern rrwerh»- lo». 'Selbst der Leiter der Si'hule iM’fürwortel aber driiig«’u«i ein«? wehere Ausbildung für Fritz. Wer kann hi«*r lu*lfrnV Natürlich — da» Ell<‘nihilf»w«*rk. Und wirklich: Fritz hat ein üläuzcude.» Abitur gemacht, «*r wir«! »lu«Ii«*r«*u kömi«*u ... Ganz‘\er»chie«l«*narlig »uul die Fälle, in «lenen hier g«?liolfe» wird. Aber keiner wird als ..Fall“ behainlell. al» Nummer auf dem Aktendeckel. Dem einen hilft man soweit. In» Aussichten auf '.Erffdg in einem praktischen Beruf gesichert erscheinen. Geistig lie.soudcrs Hervorragentlen »i«*liert man eine Ausbildung, ‘soweit es dii? Begrenzinig de» Ang«*nMii‘ks überhaopt «*nnöglieht. All «li«*» i»t mir mögli«*h. wenn möglichst \ *«•! M«*useh«?n »i«*Ji nicht nur für «lie Arb«*it de» El|criihi)f»w«?rk» interessieren, »oiulerii au ihr tätig |rihw*hm«*n. Da» E 1 t c r n h i I f » w«? r k hraueht M i t sr 1 i «* «ler. die einen Beitrag zahlen. G«"«nner. «li«? «lureh «•ine Patenschaft für ein Kind dessen S«*hnllK*»iirh für ein«* bestimmte Zeit »ieherstellen und in ö g 11 «• h » t viel Freunde, «lie Spenden ron lK*lielng«*r Höhe gehen 'vollen. Der Kreis ist zu klein, «leim «lie Not wäeh-l täglich. Jed«T 'oii tm-, «ler noeli da» Glück hat. »<'iiu*u Kindern Lenmmglii-hkeiten zu gehen, »olll«’ e» für »ein«? Pfli«*lit halt«,n. auch an «lie zu «h aken. die »o gern«? lernen "ür«l«*n. u«-iin »ie um k«‘»mit«*n.' Man sollt«* lu*i Stiftungen und Seheukmigeii. «li«* gelegentli«*h «ler _Vu-wan*l«rung niaiuluual geinaeht wenleu. au«?h «la» Elternhilfswerk iu«ht 'crg«*»»«*ii. E» g«*ht ja um die Zukunft. ..Demi auf «l«*m Hauche dev Schulkinder l)«*»t;*ht «li** \V«*!t.u frgeinlwo in Pohn traf jemaiul einen lialiililiu«l«’ii Srheren- »«•hleifer. D«*r alt«* Jtnle b«*ugte sjeh zill«*rn«I lief üIkt «las »ehinirreiid«*- Rad. d«*nn «Re Augen '«*r'agt«*n fa»l dtrn Dienst. ..Wh* geht ‘es Euch?“ ..Aeh. »••h!«*«ht ...” ..Warum? Will «la» Sehen*n*«*Iil»*ifen nn*ht imiir gehen? Sind «lie Augen zu whJrcht?“* ..Nein“, war «li«* Antwort «le- \lt«*n. ..leb keim«* mein Haii«Iw«?rk. Dazu hrauelr i«*h «lie Augen iu«!if in«*hr. Dafühle ich schon mit «I«*r Hand. Aber alM*nd-. im B«*-»medri»«h B«*th U:nni«lra»eh mir <laL> man e» leider iiiehl -o lH'»iugen konnte wie H«*iu«*“. Hier' fehlt naeli W iem*r der eelite (»lauUt. 'veil «li«* cehte Bindung abhaiuleogektMinnen i-l. Den .luilen de» 19. Jahrlmu«l«*rls hol der iiulivi<ltt.-ili'iniis- 'on der Religion lo-geri»»en, weil er «Re nur dem Judentum eigenliiiitliehen soR«lavi-«'iieu 'Zu»uium«*uhäuge 'on Volk und [(eligion. von \o(k-ge(iilil mwl. religiösem BewiilAt»«*»»- zerstörte. S» i»t die Gfsehieht«' «le- I iiglnuhcii» im Jinieuuuu ander» al» *R»* Geschieht«- onlArrhalh ,|e» Jmleutmn». Mh «li«*M*r Erkemituis ist «li«* Therapie g«*geh.*n. D «* r W «* g z u r II «* I i g i«» u führt «lureh «la» \«dk. Dnm . um* ‘ al» \ «dk kann da» jiuliseli«* \ «dk Religion hohen, kann di«* fal>»“he Seiiliim’titaltlaT*«l«*s 19. Jahrhundert» ülH*rwumh*n wenlcir.“ So »agte *W ieuer, ' *--- - E» tut «h-m llc-pckt \«»r «h*r l.ei»umg «I«*» -Uefereiil«*ii g«*w»L' kciiM'u Ahbroeh. weiin wie /nr Frag«*-»einer Therapie ein«* Gegenfrage uufwerfeti. Ul nicbi «lies«- . Uückkcbv /um \*»lk” imlt dev. wie g«*rn /ugi*g«-heu wenteu »oll. hi,striek«’iuleu Nkluoliliil '«o» eiiwt* gei-.uh-/n gefährR«,n«*ii Fuge? E».winde niehl n*ehl deiillicli. miii weleher Art \ olkshrgriff NN'ieiter ou»ging. Zwi*tf«,llo» spielt«* er u. o. auf d«*u po<iioreimR»eht‘ii Zu»lan«l «ler Tln*«»kralie on. Indessen gon/ hhgesclu’ii d:i'on. oh die llcslmiralimi eiHi’i* Milch koukreleii lii»lori»ihen Eiumoligk«*it j«* wi«*der geling«*u kann. i»t es doch «’iitige lati-**u«l. John* Jitdciiium späl«*r /wrib’l haft. t«l« die WiederaiifvieUtmig «li«*»«*» U«*Ugi«m»'«»lkstmns na* lli'hahililiertiug «ler Religion üli<*rlmiipt voiuiöt<ii i»t. jamehr noeli, oh dciiu llw«do*gi»eli nod l»istoris4,h /olü»»ig ist, die ReRgi«m in eine «lerarl »Ireuge Abhfmgigkeit 'on «ler konkreten g«*selii«*htiieben mul koii»tiliilioti«‘llen SiLualioo ihrer Träg«*r»e1mf( zu hriiigi*ii. Ist di<‘»e F«*»»ehing - an «Re Aktualität, die doch unser«*. Iwutige Lage tuul «lorüber liinan» «lic hi»l««ri-c!ii- Siluatioii der Dtasp«ira für religit’i» unfnielitlmr «wklärcn wni«le_. uielil h'l/tlieh «lie Kapitulation «ler Uelignm xot* der Zeit? Andererseits aber, wenn Wiener «la» jüdische \‘<dk»ium weder auf eine 'ergangene noeli auf eine gegenwärtige Situation hrzogrn IuiIk’H "ollt«<tSi#»Ml Wien«*r «lern 'on ihnf selbst ««'fnrdertrn Begriff der ..solidaris«*ln*n Ge-amtlieir* teriniiudogi»«*li gerecht, weuti Vr ihn schlechtweg mit ..Volk“ ül)er»i*|/i. N enlinu «las W niul«*r der jfnliM’lieu E\i»l.*nz nicht eine anil«*r«‘ D<*iiliing als «li«*»«* Gleichung '«in «ler m*hiie* riselieu .Mehrheit: Jii<k*iilmii Bi*Rgion | -Volk? \\ ir«l »i<* «ladmi'h »lalülisicrl? Gern«!«* wenn wir Wiener heipfliehli-u. «laB jüdi»chc Haltung ein Bef|e.\i\mo i»t. wirtl «hum niehl jid'gi. Detiioiistrati'iiiii fragwürdig. «In» «lureh seinen Akliialitäisgclialt «la» Judentum -in den Verdacht der jMditischen Kreatürliehkeil. «ler Natürlielikeit »tat! der S< i«iuiu*nlaliläl bringt? II. K. geht'» »ii »eblei-lit. leb »ch* «hob die heiligen Hueh»)ahen niebt nu’br. leb kann doch uielil ini’lir l«*meu . . .“ Palälliiienfifchc Realität Vor «riiuau-geladenen Kreise sprach im Hahmeii ^les G«*nind- '«’reins der fnihere Rnlakletir der „Frankfurter Zeitung** 1/otliar Ha ne rüber da» 'niema „Koiijiiuklnreiuh* oder K<iiijiiiikliirw«*nd«' in Palästina“. Da» Ref«?rat hielt »Uh in glüekliebster Komi allen p«diu»eh«*n und id<’ologi»i'lu*ii B(*lraehtuiig«?n .fern und lN?*ieliräiik(«r sieh ganz mVhl«*rn auf eine Sehilderiing* der lal»äelili«*Iu‘u \’<*rliiiltniH.se und B«*dingungeii, die da.» Wirtsi*haft»lci»en und die ökonomische Entwicklung Palästinas hr»tinu»en. Dabei zeigte sieh einmal mehr, dalA über Palästina objektiv nhlit benelitet werden kann, zwar nicht, wie der Vor»it/cn«l(? d«‘» Abends, Ju»ti/.ral BriHtuitz. meinte. Jui Loul«* gew«*.s«*o /«» »<?im wohl aber — ohne an J fand «l«?r Bi’lraehtung »ler Gcg«*pwnrl rriisleste ]U*Mirguis»«*. üIm*i* «lio Zukunft «les Lamli?» zu «?rwerl»«’n. Der Referent liram liH? .»i«*lit .für dieprs-imi-li»«*lic Note »eines Vortrags uni EulsihuMigung zu bitten. Wir Imltvn »etnrm »jnliverstfunligvii Urteil ziigiile. dalA sein«;-Kritik k«?incr 'org«*faBl«?n .Meinung, ‘M»n«l«?rn «ler Kenntnis «ler Wirklichkeit entspringt. Und die ist freilich -- niiinlesl«*iis zurzeit— grau in grau. , Da» Ergebnis »einer Reoba«'litimg«*n l«?gle «l«?r llef«*r«*iil in d«?r nücbl«*nu*u Krkeimluis ui«*«U*r: Di«? pto»i»crUyin Palästina Ul m End«*. Au «liesein Suklo »iml die jHiliiiseuen En’iguiw*«* d«?r letzt«*!» Z«*it — wie iiaineiillieli da» Bodn»»pi*rrg«*M*iz, di«? lH*absiehtigle ’ Erhöhung des ..KapitaRsten-ZertifikatV“^-in geringeren» MaBe lH*t«*iligt al» «Re S«*hwierigk<*iien mul UiiregeliiiätRgk«*il«*ii de» Export» und «les Binuehuiarktes. Die Imidwirlscluifliielie Pro- «Iiiktiou, «li<* in «rrster Uni«? im Oraii'geiibau lx‘steliiv ist «lureh «11«'- natürlielie Langsaiiik«’U* seiner Entwicklung «•iiierseil». dttr«?h «lie aiislumlisehe Konkurrenz aiül«*rej»«*ils iioeli nehwer gehemnit, «li«*- buiiislriellr Produktion l«*idet miU*r «*in«iu slark«*n aiisläiulisehen Diiinping, mimeiitli«*h unter <l«:r japanischen Selil«'mlerk<nikiirr«’iiz, oIht auch unter «ler bisher itt keiner Weise k«mtr«dlierten mwl «liszipliiiierten (irfm«lmig»lu»l de» jüdischi?!! Einwanden’r».. Zum aiulen*» er»«liw«Teu gern«!«? M’iue nmng«?In«le Kapilalkrnfl und gr«»B<* Bcdrirfnis)odgk4'it EAu-u.'üime: «l«?r Kin"Hii*l<*i«*r nun D«;nls«hl.*unU* «ler dafür aln*r vor «ler ARjtib meist «l«*u nötigen »a«*hli«‘ltea Bc«larf g«*d««kt hat) den Ali-atz <l«*r einln*irniseli«*n J’isHluklion. Immerhin stellt «len IInupttjlwilz no«*li «ler innere Markt. iVr, Ausfuhr .bereitet ih*Ih*ii «len K«»nkurr«*iiz Mer ührigeu Oricntlämjcx der Zoll groLV Seltwierigkeitcu. Mil die stärkste.. B»'l«*h»mg hatte «ler Binnenmarkt «lureh Bau- und Bo«l«*n»pekiiJnli<iii «‘rfaliren. Allein di«?»«*r vom StaiMlpimkt der. wirt.seluiQll(*hei| Pnaluktivilät wenig rrnl.il>)«- \Virts«*haft»zweig i»l im l’iusatz stark zurüekg«*fallen, rBauer naiuit«* ein«* Arl>i*ils|«>-euzifr«*r v«>n 7800 -12(810, «li«*, nach «I<*m offizi«'H«*n .S«-|iätzmig*-n allein auf dl«? Bmiiit«lii»tri«? entfallen;, ohne «laß »i«*h «Bl» Preisniveau -dum gesenkt hätte. Der Afangel . PlmmiäBigkeit «les g«*»aiiil«’ii Aiifliatis, di«* lediglirh bei der zahlenmäßig &diwfuili»t« n 'wirtsehafts|x>liliAdi al>rr vor allem amlerni ztikmifL»ri*i«-li«'N Produktionszweig, <|«-r land- "irtM-)iaftR«*Ii(?n. Siedlung, geg«*I»«*u t»l. i*«t «la» größt«? Hiii«l«*nii.s des »ou»t so hewtiiid«?rt«?n uml auch Itcwiuidcrutigswurdigf'n AitfbauM. Itn großen und ganzen Ix-wics Bauer mit geradezu verblüffeiulrr D«*utln*lik«*it «li«? U’mkirhrmig^d«?» i«l(’ol«igi»elu‘ii Gruudsatzi*» von «I«*r \orln?rr»«*haft Palästinas filier.«li«? Dia»|*>ra. Der EinfulirülM?r»rluil» '«m 12 Milli<m«*n |M«IäHlim-Nsis<*|j«*o Pfuml. «ler »ich anlagemaßig t«-ilwei»«? in 'virl’ieiuiflli**h«*n Saekgass**» 'Himt»n«i GnitMlstüek'»»p<-kiilati«m) l«>llrmft, hew«*ist »e.hlageml «li«? Hum“. «laß r«: a I i t«? r .nicht di«* Dias|M»ra «*iu Appemlix \«m Palästina.. M>mh*rii Palä»timi eine Süftmig der Dia»pora i-t uml bleiben muß: «leim M*im* Zukunft hängt in AidwträeTii -«ler palä.»tiueitsis«*lieii PnMiuktioiL«- uml Ex[>ortv«?rhä!luis»«‘ «*in»lweil«*n imh-Ii '«iii «ler Kapiialkrafl und* dem S«>lldaritfit»will<*n «lerjenigen Jmlri» ah. die von «I«*m Radikalismus zionistischer bl«-«>log«?n mit der Kritik der jfuRscheu l iipr«sluktivitut lx-dacbt werden. Palästina. >*> hat Salnuiti Schocken eimnal in ein«*m \'ortrag g«?»agt, ist null bleibt Jiseliuw. In «lie»«rr Wahrheit liegt sein«* Zukunft und ■— M?im* . Uerhtferfigung. II. K. Helft lernen! Vom ltoliliinrr Dr. II. M. SAM'.KH

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