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Jüdische allgemeine Zeitung · 1936-05-13 · 20 (13.5.1936) · page 7

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
16 (1936)
Issue
20 (13.5.1936)
Date
1936-05-13
Page
– (sequence 7)
Language
German
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PIE SEITE DES BUCHES „Vom Ghetto nach Europa“ Das Problem der Prophetie Arthur Elocssers neues Buch ■ Es gibt einen kleinen Skizzcnbaud von Arthur EIoc-mt, „Die Strafe meiner Jugend“. der den Wanderer dureli »He Ge- -Miiehtc des deutschen Schrifttums als einen behaglich. bald «vehmülig, bald »pütllseh durch das Berlin einer vergangenen Epoche schleudernden Spaziergänger zeigt. In seinein neuesten Werk geht er die Straße noch weiter zurück. Er .folgt dabei dem etwas unpräzisen Wegweiser ..Vom Ghetto naeJi Europa“ und begleitet, wissenskundig, an Menschen und geistige Landschaft lungegeben., den Weg der Siteruriseheu Ahnen, der ans der Aufklärung über Romantikuud'Revu'utiou.-zcitnltcr bis auf «las Gebiet der bürgerlieben Weltanschauung des Liberalismus führt, und den das Gitter der Resignation nb-chiießt. Der heute GGjfihrige hat in den letzten Jahren eine andere Richtung ciugcschlagcn. Er hat von Europa Knr» auf «len Orient genommen. Trotzdem kann der Rüigrnpli Klei-ts.' der Darsteller der deui-chen Literatur vom Barock Ins in «He Gegenwart, «Irr . selbst in der Zeit wurzelt, tlie er beschreibt, die Bedeutung der Eiuauzipalion für die Juden nicht leugnen. Auch für ihn ist •der Ziouwmis ohne-diese virlgcsrhoJtenr Periode «nicht vorstellbar. Moses Mendelssohn, den Elöesser warmherzig eine «1er sitliielr reinsten, liebenswertesten Erscheinungen nennt, die je «lü* Erde getragen hat, ..konnte ller/.l nieht ««»raus-che», aber wir müssen w^ohl cimeben. «laß ohne ihn, ohne den durch ihn «viriler crweekt«m Iriel» zur l*re:hrit** auch kein llcrzl gewesen wäre.’5 Vom Aufbruch tlcs 14jährigen .Mo-es-Dcssau bis zum Tode des \\ alirheilssiieliers Rcrthoül Auerbach. «Ier. /.um Rabbiner bestimmt, ein berühmter \ olkssehriflsteller, «vurde, um sieh beim llcmnhnvlieu «les Autisemitisimis «Ier Slöckcr/.eit «(es Siuncsoiin-s Lehens beraubt zu sehen, \<m Hoffnung, zur Entsagung führt Lloe-ser «len Leser durch «len Zeitraum von' 150 Jahren. Er ist ein Führer, «lern man sieh schon anvertrauen kann, ruhig und ausgewogen im l r(cilr «las jeder Erscheinung gereicht zu wenlen. sucht. fn seiner Hingabe au «len Stoff verweilt er allerdings hei Heinrich Heilt«*, «lesM’n jfuli-chc Seele er zu ergründen sieli h«*niüln, wesentlich länger, al- <*s *«Ier Ökonomie 'zutraulich ist. Wenn von den 289 Seilen «les Ruches die Hälfte- Heine und ein wenig davon auch Burin* gewidmet ist. so liegt die Vvnmitung nah<% daß tlie übrigen Kapitel «*ine auftragsgemäße Zugabe sind. Rilderheiltigen einer Zigarettenpackung. Elocsser hat seihst «las Bedürfnis empfunden, «liese Stoffgruppieniug. wenu auch nicht ganz überzeugend, zu motivieren. ..Lin die Darstellung plastisch zu machen und sie über theoretische Auseinandersetzungen zu erhöhen, habe ich versucht, fast jedes einzelne Kapitel einer jüdischen,-Persönlichkeit zu iuittT-t«*llcn, die «hirclr «lie lhrichweiic ibriT Jvrsi’iieiming oder. Ausstrahlung au«*h andere gleichzeitige mit ein faßt. Daß Heinrich Keine unter diesen- Zcutralfi“urcii «ine ausführlichere Biographie gewidihel wurde, läßt sich «vollI dadurch rechtfertigen, «laß eine so tragisch gewordene Existenz •auch alle Problematik des jüdischen Daseins im 19. Jahrhundert mul darüber hinaus oin-rlilicßt.“ Damit Jiat sieh 'Eloes-cr auch die Entselmülignn;: dafür ecsehricbcn, weshalb in «lieser Almengalerie manches Bild fehlt, manches andere nicht die Beleuchtung erfährt, in «lie man es «ielleiYhl gern gerückt sähe. Aber <*r hat »ü'ht mir'Hein*' und Mendelssohn eingehend gewürdigt, er hat «las Bild Rertbold Auerbachs aus «lern Keller «1er Literaturgeschichte heräufg«lmll und es entstaubt, er hat die A«ljutanlen «ler Romantik, «len ..Kriniiunlrat** Hitzig, den Frcmul «ler Dichter, hübsch porträtiert, di«; entrückte l'igur «les vielseitig begabten Koreff in ihrer Abenteuerlichkeit wiederliergestelll. Meyerbeers Bruder .Michael Beer den richtigen Platz angewiesen ebenso wie «lern Bruder «ler Raitel.' •Ludwig. Robert. Dm jüdische Reformbevveginig wir«l dureli Gnus und Zunz repräsentiert, «ler unermüdliche und wachsame Gabriel Riesser iri^sciiicm Kampf um «lie Gleiehltcieehtigung geschildert,* in dem ihn Abraham Geiger unterstützte. Im letzten, /echt flüchtigen Kapitel, in «lern Ehvesser «lie Erscheinung Brrthold Auerhaehs „als eines Hauptvertreiers des Lilmralismus-ebaraklerisiert. fallen auch Streiflichter auf Persönliyhk«*itcu Weniger großen Formats wie Franzos, Kompert. Aaron Bernstein, «len österreichischen Arzt, Dichter mul Philanthropen L. A. Frankl ii. a. Elocsscrs gründliche Vertrautheit mit den Einehen «Ier «leutseh«*n Literatur un«l G«dstesges« hiehte hat sieh hier nicht' immer zum Vorteil ausgewirkt. Sic hat ihn dazu verleitet, «las wesentlich Jüdische vielfach wir «lern Allgemeinen-in den Hintergrund zu drängen o«ler darüber hinwegzugleiten. 'Wenn der CJht«*rlilcI «Ics Buches eine ' Darstellung des Judentums im geistigen .'Leben «les 19. Jahrhunderts verspricht, so durfte.--beispielsweise die Wissenschaft «les Judentums nicht so stiefmütterlich behandelt wenlen, wie «lies geschehen ist, es mußte auch «ler Klingt, «ler Musik ein wenig Platz gegönnt werden. Gewisse -tili-ti-rhc Flüchtigkeiten lassen «len Seuluß. zu. daß, mit Ausnahme «les formvollendeten Heine-Kapitels, die übrigen Teile «les Buches in Eile lüeilergesehriebea simL EIocsmT hat «len Weg vom Ghetto nach Europa mit vollgepackt«*m Kt»ff«*r znrüekgelcgt. Aber wie «las hei einem H'hnellen. Aufbruch geht. i*s ist eben manches Überflüssige hüicingc-topft. manche- «loppelt eingepa«*kt uml anderes Wichtige zurüekgelasscn worden. Auch eine Reihe offensichtlicher Verseilen hat .-ich ein- geschmuggelt. Ludwig Börne erblühte nicht am 6. Juni. Mindern am'6. Mai l<86 das Dunkel «ler Ghetto-Welt. Abraham .G«*igers Studienfreund imd'spüterer Gegner Samson Raphael Hirsch stammt nicht ans Frankfurt, sondern ist in. Hamburg gi*luir«*n. Der Irrtum Heines, daß Jeliudn ben Halcvi «ler Verfasser des Lcclto damit sei, hätte von Elöesscr nicht übernommen zu werd<*u braiieheii. Elin Bück auf dieses im Jahre 1560 rnt-tniid«*m* Gedicht bätte ihm im Akrostikon den Natucn des wahren Verfassers Salomo 1 lalevi 'Alkahez) verraten. Der Autor «ler. Ju«iri»pn-cr „L'nser Verkehr** ist nicht, wie Elocsser schreibt, Julius von Voss, sondern der Breslauer Karl Boromüii- Alexander ■ Se-sa. Elocsscrs Werk hat manche. Scliönficit-fchler. Trotz«leiii i-t es ein wertvoller Beitrag zur Geistesgesehicht«; «Ier Judcit. Fni vergangenen Jahr hat «lie Jüdische Buchvcrcinigung Ismar Elbogeiis ..Geschichte dcrJudeu in Deutschland** hcrausgehraeht. In Elocsscrs Band „Vom Ghetto 'nach Europa"' hat sie eine wichtige, ja notwendige Ergänzung dazu gclioten. x t—m. . Als eine Art autobiographische Ergänzung zu Eloo.-sers Hcih«*.- Darstellung kann «lie «dgcnwjllige Aus wall I aus Heines Lyrik, Prosa und Briefen gelten, «lie Wem«*r Kraft für <lcn Sehwkvn-Vcrla" lu'sorgt hat: Il.ePnricli Heine: Gedichte und Gedanke {B«l. 57 der 'Bücherei- «les Schocken-Verlage«.'. Sie belegt die einzelnen Lchcn-stndicn «les DüJiters. «Ii«* - Probleme seines Stjiaffrns. den'Wandel seiner Gefühle und Aiwhauungen mit charakteristischen Proben, unter «lenen allerdings wcsentlüJm aus Raumgrüml«'n wegblciben mußten. Von seinen Jugendsonctten bis zu jenen «ergreifenden Sehmerzcnsklängen des Stcrbcmleri, die wie aus «lern Grab zu tönen scheinen, und «len hckciincrischen Worten seine» Testaments formt sich so ein gedrängtes Charakter-* bild. Ein neues Werk Abraham Hesehets / Ansiezeigt von l)r. S. SAMIEL Wer jemulum ein tiefere- \er«iiUidui- «ler Bibel sieh gemüht hat, ist dem schwierigen Prtiblcin »ler Off«*nharung und «lem alle.- üherrageinlen «ler Pi«»phetie begegnet. So zahlreich «li«* Versuche zu -einer Lösung waren, -o wenig haben sie hi-hcr lH‘.frie«ligt. Selmn «Ie.-halh v«*rdient Ahraliam llesehel AuerkcmiiiMg, weil er in seinem Buch ..Di«' P r o p h <* t i «•** Kraka«i I93G, V erlag «ler Polni-i lien Akailemie tlcr VV i-M*n-elmfien' «Ii«* jüdi.-ehe Linie «ler For-ehung inuchüll, «I. h. l*r«ipl»'li«* b*«liglich aus ihren hi b 1 i - eh e n S e I h s t/. e u g ui - s «• u zu erhellen smhl. lle-ehel bedient sieh hei seiner Lntvr-nehung «ler Maßslähr «ler Pbaenomenologie mul Tvp«»b«gü‘ (d«*r Sebule Diltlu v. Seheier. De--«»ir. Sprangcr} mit s«deliem Erüdge. «laß wir ihm ühcrrnschrmlc Knlilerkiiugen in glücklichen Fornmlicrimgcu im Reiche' «lie.-er -terra ineognita** veitlankeu. Keim* xolL-lfimlig«« Prophelologie ««ler hilili-ehe Tlu’ologü; will «See Verfasser g«*lM*n: seine Aufgabe schränkt er ein auf Erfassung «ler propli«*!bellt*!!.'' Aussagen auder V orextl.-zeil. genauer «mf «lü* VVes«*u--eha!t «I«*- propheiisehen R«*wußtseiu-. Dies erscludüt ilmt al- WeelL-elwirkung /Avever Faktoren: «ler Eingehung von Gott aus und »W- ICrlehnissevom Propheten aus. [im zunächst «las Phänomen «Irr Eingebung zu erfassen, gmizt Hesi'hcl es Mirgfältig \uu fiimlielieii rirsciietniiiigeu ab. Tn Betracht koimnni iHr.-onderreligiöse Eksta-e und «lü*htcri-«'Iie Inspiration. Tst em> (wi«:; Pbüo f«>rnmli«,rl«*;: ..Die Sonne «les Bewußtseins muß mitergelu’ii. wenn göttliche- Liebt si«*b entzünden Oder besitzt «ler Prophet auch im .Monu'nte «{er In-pirntüm -ein klar.sehaut‘iidi*s B«*wußts«*in? Da« im Altertum ueil verhreit«*te. in moderne Religionen ühergegangene Wr lange»» mysüs«*Iier Ekstase strebte «las Einswenleu mit <l«*r Gottheit au. Den Prophet«'!« «lagegtai wurden E r s «* h «*! n ii n g «* u G«ittezuteil. ..alles Größt«* ist ihnen in d«*r Tlieophanie gcworih'ii". Im Iwwußi geprägten Wort famlen sü* «las Mittel «ler Ver-tän«Ugtiiig mit Gott, wofür der eigi*ntlielie Offenbarung-akt mir llimt«‘imul Anregung hot. Vi*rhimdeu>' mit ihrem Reruf. g<«lankl*«h und gefühlsmäßig heteiljgt, waren «lie Pr«iphet«*n weil «’iitfernt von Verzfickimg mul TtJiverneinuiig. Sie sollten ja atuler«* zur Erkenntnis führen, ihnen Einhlieke in «len Sinn «les geschichtlichen Geschehens \erlcilirii, sie zur Resiimiuig und l inkclie mahnen. Wohl war ihre Berufung Gnade mul A ii s i* r w ä Ii I ii n g: Gott weiß um M‘ine Boten, nti di<* er klar«* W ort«“. I rlcüc un«I \\ üiiselu* gelangen laßt, liier genügt k«;in ck.-talb«-]irr /iistaiul. sotiileru ein wirklicher Verkehr; ein Auftrag au «len Pmphct«,u bildet den Rahmen zum «'iiigegehi'neu Inhalt. Auch kein Eigennutz trübte H*im* Sendung; oft mußte er. im G«-gcii-nlz zu ih>u nationalen und vtti^än*ii VAir-telhmgen <l«;s Volk«1-. uu\rrslatiilcn mul 'bekämpft. s«*ine I^*hr«*n mul W'ei-ung«*i» künden. Auch «lie dichterische Inspiration wir«l in «üMen Selh-tz<mgnisM*n in mystiseher Weise als Eingehung höherer, unpersönlicher Viesen hcschrielM'i». Allein es fehlt «!ü* autfiritati««* ArU die Sriuliing in hislori-«'fu’r Situation zum Zweck«’ göll(ü‘h«*r Absichten und Wünsche. - Dichtung bleibt S«,li«“»pfung «le- Men-. «eben, für «lie «ler Dichter Bewunderung und. Nachruhm erwartet. . Dem Proplict<*n bleibt Gott Quell«; und Realität s«*iin*r Eiiig«‘biiiig: in ihr heg«'gnet ,.ein stdhstlH*wußt«*s Ich «Ier Suhjektwirkliehkeil Gottes“. 1 leselnd spricht gera«’,z.n \on «*ii»er Ekstas«* Gottes. Ni«*ht «Irr ' Prophet tritt anseiner («’ibliclieii mul liewußleM Kxi-te.nz heraus; Cüitt tritt anseiner Lriuiahliark«‘it ln-rv«ir, mul sein«* Eingehung wir«! «h'in Propheten zum Erlebnis. Für Sinn mul Inhalt «les prophetischen ErlebnisM's wählt Hesehel «lie Bezeiidmung: «las Pathos Gottes. Er i-t -Mi der Anstößigkeit dieses Aus«lnu'ks bewußt, lM*g«;gn«;l. nl»er allen Bedenken «hireh' eine tief lotende - Ergriindimg grn«I«; «lü-W?» Begriffes. Hat Gott <*in p«*rsöiilieln*s Verhältnis zum V«»lk«\ hat er ihm Gebote und Befehle erteilt, mul wacht er über «lervn B«*folgmiLr. «lann «lfirfen wir in s«;im;r Seebr Li«'h«* mul Fr«'iul<*'. cl>enso wie Widerwillen „uml Zorn atinehnu'n. Was tmin «i«*n Reden «*ine- Arnos. Hosen, Jesaja, J«T«*niia als ..Gott«;- Zorn“, als ein Gnindgefühl Gottes entgeg«*ntritt, kommt aus «|«;in Gnuul- , Verhältnis zwischen Gott mul Israel: i*s ist Zuneigung. Erharm«*n. fj«‘lx*. Das entsprceheiule Gefühl «Urses Erlehnisinhalts kann nur ein entsprechendes, antwortendes ,Miterbrl>en muh. «Ins «liircli Nntrhahimmg oiler Einfühlung zustandt* kommt. Die rein«* Form «les Erlehnisaktes nennt Ifcsrhel F.reignis, weil es als norii nicht Dagewes«*!i«‘s in «Jen Gang «ler Dinge fin-eblngt. fm Ereignis unicr-chci«lcl vc al- Anfang «lie Wendung, uml den- Verlauf al- Riehluitg. In «Ier Wendung {von Gott /um Propheten' wir«! «lie Bedeutung. erlaßt; «hi- Gelicimni-. zur <lah«*t da- Verborgene offenbart. I ml zwar i-l eein VV otigeheu: „Gott bißt -ich «er- .treten «hireh «la- W«»rt‘*. Ihw ülM*rweltliche Gott in M*iu«'r NVrgung ./um Mensch«,n - .«las i-l «lalaer«'igui- «ler Offcuhueuug. ln »ler Ih'ophetie enthüllt --i«h **in Em-hi« limni m«'ii»chlii lti-n Tim-, ein Sielikfimmeni um W elt im«l Gi'.-eliielih*. «lü* -i«* Ium'Ii •nlwr all»'* Iwn’meu alter mul lU'iier Maillik erbebt. Auch der!t4’riifiuig->- getlanke heileutel einen engen Zn-nmtnvnhnng >«m hlee und Per-on. Di«* F«irlM*tzung «I«'- Erlebni—»*- spielt -ich auf «ler Erd«* ab. Im S«1ilnßlcil .-eine- Binlu'- /»'Sclnicl lh*-*«'hel «lie GihiuIlinieti einer pi«»pbcli-«li< ii Thcologi»* n u d U«*ligi«Mi. fütliepcr-öiili«hc E\i-icn/. -latid hier bereit,- f«*-l; auch «ler Mouiilhei-mnin M’iner iuii\«’r-alcn mul «'llu'clirii Ge-talt war \orgi*fmul<u. ' 'Nunmehr offeubarc sii'h (m»m nicht in -einer ab-«iiuleii \V«'-«'ulu'it, MMuü'ru in -«'iiier T«'ilualunc am W «’ltge-clielieii. Eluiudle sieh nicht >*»w«hi nn\ ein V. rknfnrn. -«»mlern imi »*in V«*r- -leben, dadurch Eilau-cbcn -innerf*illt«r Z|i«lien ««‘multcll - i-l. Die-«' ciu/igartig«* i'cli”S»">-«’ Haltung iii'tiul lle-cbel «•ine palbcti.-clu’, 4'iiu.* Ih'ligioii der Sympatlii«*. Gott tuil für «Ii«’ Prop!n*t«’u nicht nur Vernunft mul Wille*.' er bat Pulli«»-, d. Ii. * uiu'iullieli ri'icli«’- Gefühl. Gerade darin Ix'-liiligl «l«*r pioplu'li-i'lu* Gott «lern Mcnsclu'ii seine \\ ürtle mul seinen Eigeuwerl, imh's . «ler Gott «ü's Mvlboleh-ln fangen l»l«*il»| in er«ili-eher Liehe, in Eifersucht und Eigennutz. Die- Pul hoals uaiulelhare V.erhältnisweis«* i-l innner zugleich mihi F.thos getragen. Aber Ethos steht hier nicht' wie ein Fatum «ub’i' {um* I»«*« Kant) in 'autonomer llohcil filier (üi||. Der proplietl-che tüitl wir«l nicht alstarr«*.- G«*m'1/. -«»iuIccii als (ie-«'tzg«'luT erfahri'nr wino Ordnung i-t lu-ti»ri-eh-dy iimiii-ehc Realiläl. Will man ilmi gleichen, -o muß man -ich sympalheii-rli zu'ihm «erhalten. Man hat eine -oü-he .Auffassung als Trübung einer geistigen Golloauffa-siuig auge-«’heu lind mit pliil«»soplus«*iien. e|lus««n und logischen Grfuulen (aueh jiüliselu'rseil-) bekämpft, lle-ehel wei-f «len Viirwurf un-taltluifti'r V*«*rnu*nsehlieliimg mit gul«'ii Grfuulen ah. Der Kampf z. R. gegen den ..Zorn <J«»|I«V uler bis. zur Rehauplimg eines im Judentum und (lirislenium \ers«lu«*ih'iu'it fülltegeführt hat), beweist ihm um*, wie wenig man di<* Polarität depathetisch«;!! (liarnklerrrkannl hat, zu'«lem Zorn mul Krbarmen gehör«*u. Alle Kff«;ktc G«»(ir- -itul -illlieh hi’iliugt. ja ittil- «veiulig erhaben; ihr F«,hb,u lu'«leiit«*le «•in«* Wranmmg. Sympulh«’li-«'lie lh'ligiuu i-J für Heseh«*l eiu«" «ü*ls«'itige Religion, in ■ d«‘r I.Ü'Ih* mul Ehrfurehl, ja Entfaltung aller religiösen Kruft«* inöglieli ist. Wenn der Verfa—er allerdings die Ihdiniiplung mif-lelll, «laß Offeiiharung filH*r)umpt ' keine Enthfillmig «ü's gönlieh<*n Wesens gäbe, (ü'geiistaiul ihres Verstelieus nieht G«»fl an siel», MMiderii Gott in. «ler Beziehung sei, m» iiui—«,n «vir dem wi<l«*r- -preelu u. ' Es gibt keine wuhrhnftt* Teilerkenntnis (iolles. die ni«*)il Licht wirft auf «len Einig-Einzigen fn»lt. Die Einzigkeit Goli«’s ist «la- Panier. Nra«*ls in allen s<‘üien (Hitl«‘.-kipnpfi*ii g**- we.seii; Propheten halu'ii -je er-chmii. Sänger sie he-imgen. Märtyrer mit ihrem Trub* bezeugt. Nieht aiulers «erhiilt es )j»eh mit ib'r' Ewigk«*it. Unkürpcrlü'hkeil und Allmiuht. G«itt, in der Beziehung g«’nügt dem GlaulH'ii nicht; dm «vnlireu mul leheudig«‘ii (iotl gibt der Glaube nieht an «lü* Metaphysik ah. Die Schwierigkeit entstand Tür He-i'hel aus der iMiliermig, in «lie er seine Dnrshdlung einer „privaten Ih'ligion“ der *Vron;xilsprophel«‘ii hrnehl«*. fn dü'M.»r TMiliernng «viril sie zu einer zeitlich streng hegmizl«-?» Soiub'rerseheinung, während -ü* ihr«* ewige n«*<ü*iitimg gra«le durch' ihr«-- V'crkiifiprung mit «h'U ührigeii f^'i-tungeif hililiseher Ih'ligüm--. g<vschü'ht«: einpfängl. Nicht «vblerspriichslos i-t nui’h di«* Stellung ' des Verfassers zu Gehet und Kultus, da «lie.-«* ahzulehnen «vfireii. wenn Gott «virklieli stets gebietend mul geliend. ni«‘inal*t mdimend, nicht «•ininal «ler Ang«‘hete|e sein wollte! Solclu^. Eimvämh* ändern nichtan aufrichtiger Aiierki'iiming für eine Lei-tung, «Ii«* durch Aufnahme iu «Ii«* S«*hrifl<'M der Polnischen Akn«Iemi<: der W,is-«'nscl»afl<'u eine «vohlveislü'nte Elmirtg erfahren hat. Ili’srhels* Ihn-li (da- «hireh «len Krü-h Heiss Vr«;rlag, Ik'rlin VV li», zu he/.ü*h«‘|i Ist'f ist ein w«*rt«oIler. ja iuientl>ehrlic!ter Baustein zu «tiner künftigen hihii-cheii 'tlie«»!«»- ’ gie lins jüdischem Geiste. | Das Jahr des Juden . Die.eos DoppelhSndf'hcn «ler Bücher«*» «ü*s Sehoekirn Wrlags {Nr. äa/äfiX von Moritz Zobel, «Irin Verfa.—er «Ier «üikumen— tarisi'heii ÄA'iöffi'iilIrchimg filier «h*n Sahhal, tritt i^iit dem U*- . rcehtigten j Anspruch, eine Lu«*ke au-ziifülh’ii. im'Ih'ii «Ije Ui'ilu* jfnliseh«*r | Brauchturns-Schrirten «vie „Das jüdische Jahr“ ««»ii Manfred S«var>cnsky. L«*o Hirsehs ..Praktische Jndeutum-kmul«’“ «ulcr S. Mülle.rs ,.V«m jüdischen Brändien mul jüdischem Gotles- «licust“. Es ist epi knapp gefaßtes, zuverlässiges svsteniatiseh«*.*» K«mipcndiuni volkskmullieher Darstellung, ein«* Art deutscher S«‘hul(*Jian! Arucli zur sachlichen Lrnt«*rrichtuiig «Aluir jfuUsche Brauche ini Alling-»Muh nu ilen F«;st«rn «I«*s Jnhn**krctsc«<. Darüber hiiinus bringt cs ein«? «vertvollc Deutung «ler SymlKile «I«;r Riten im Haus | und in der gott«*s«licnstlichen G«‘meiiLs<*lmft, imteij Zugrmulelegmig- «Ier ältesten' Qturllen. II«»ff«*nt licli folgt «lies«*r Si'hrift rcclit bald die vom Vcrlas-cr nngekfimligte Publikation filier «lie. '.mannigfachen jüdi-chcn SitUu», «li<* an- «hm lk*r«*.ich «ler Gem«*inschaft hinühcrgreifei» in «lareligio-«: Lehen «h*s Ein- ’zcln«*n mul d«;> jü«H«eheit Ifauses.! * Fenier crschicnrn: Adolf| Altniami: Volk Im Aufbruch, Diasjuira in Bewegung, Ueflcxümcu zur jüili-«hen Z«itge-clu«lite. Herinon Verlag. Frankfurt ja. AL Adolf I Altmnnn: Irrlichter. (1iaiinka-N<»ve)h‘ au- «ler ungari.seIi-jfuIL-«'lu*n A-siniilationM*jioche. Herinon-V’erlag, Frankfurt a.. M.j - Walter Blumrnfehl: J u g <-* n «I als Konfliktsituation. Jwgemlpsvvlwdogie n«U Berück-iehliguiiu ilcjüdischen Kimh-s. Philo Verlag G. m. b. IL,Berlin. Dr. Joseph Carlehach: Das Buch Koheli-tb. Ein DeutiJngsvcr«urh. Ilcrmon-Verlag, Frankfurt a. 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Iß Ihres geschätzirn .Blnit«*s «epöffeutlieliK’ii Notiz ül»er «lie in «Irr Wiener.,.Klininehen VV’oehenselirift“ ers«*hieiu*n«; .\rln*it «<m Prof. Dr. Ih*ndinrd Zon«lek g«*statte ich mir, folgendes zu lu.-incrken; Freuiuh: «Ier hcbraisidicu Sprache dürft«: es iiiteri;snicmi, «laß Professor Bcmbnnl Z«nul«*k «lie Ergebni-s«* seiner neuesten . Il«>rm«>nforscliungcn bereits im NovemlHrr-Dezemlier-Ib'ft der von ..«ler. PalcRtine. Jcwi-h Mc«!ü*»l As-iwiation hernUHgegebenni, in ' Iicbraisehcr Sprni'be erscheineinlen Z<*iLichrift „Harc-fiuili1* unter «lern Titel „BeTzoli «»’Hornion“ veröffentlicht, hat.'Die Zeitschrift erscheint!>ereits seit 1920 und wird von Prof. Dr. S., A<IIcr» Dr. D. A. Frü'driiunit, Dr. J. C. Rnknclt, Dr. A. R«»-entha( und Dr. Joseph Stein re«ligü;rl.' Mit .vorzüglicher Hochachtung! Joel Sangrr, IleraiHgeher «Ier Bihliogrnjdiie «Ich jfuH-cheii fBuchc». Jüilischr« Lehrhaus. Douner-tag-Reihe; 14. Mai. 20.15 Öhr, Aula Jonrliimsthnler Straß»; 13. Max Wiener: Sentimentalen iin«l natürliche- .Indentum. Montag-V'orl«*snngen: Der •«•r.stc Vertrag .«ler Heihe •..Gestalte« der Bibel 1*: 18. Mai,^ 20JM) Uir, Alibi Jon«h»msthaIer Straß«: 13. Ignaz Movhnum: Kain uml .Abel.

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