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Jüdische allgemeine Zeitung · 1936-05-13 · 20 (13.5.1936) · page 3

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
16 (1936)
Issue
20 (13.5.1936)
Date
1936-05-13
Page
– (sequence 3)
Language
German
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SPORT Aus den Gemeinden Aachen. Hilde Marx-Berlin trug'-im Club der Jüdische« Jugend in Aachen aus ihrem Ccdichtband ..Dreiklahg“' \ ersc“ vor, mit denen sie den Erweis erbracht?, daß ihr lyrisches Talent starker Beachtung und Förderung durch die öffeulliclikeit wert ist. Sic weiß mit der Innigkeit de.«* schönen Wortes und dein Klang der Melodie vom Erleben unserer Tage zu reden» von Liebe zu singen und uns Gott «älter zu bringen. Ihr Schaffen gehört darum in den Bezirk der gekonnten, jungen jüdischen Lyrik. ” B. Alt. Breslau. Die GemeiiidevcrtreUmg der Synagogengemeimle Breslau beschloß in ihrer letzten Sitzung auf dem der Gemeinde gehörenden Friedltofsgelände KoscT Te r r a i n für Selirehcrgärten zur Verfügung zu stellen. Außerdem sollen Freiplätze für die jüdische Jugend geschaffen werden. Ein weiterer Beschluß ln'faßl sieh mit der Erweiterung und Umgestaltung des Breslauer Gemciudearchivs, der Bildung einer jüdisch-historischen Kommission für Schlesien .und mit der .Materialsammluug und Drucklegung der Geschichte der Juden in Breslau. Im Jaluc 1935 wurden in der Synagogengemeinde« Breslau 120 Cehurteu und 387 Todesfälle gezählt. Es. wurden 121 Ehe« geschlossen. Während die Zahl der Stcrliefälle gegenüber. 1934 um 57 gestiegen ist. aber noch nicht den Stand von 1933 erreicht hat, hat sieh die Zahl der Geburten um 33 erhöht .und erreicht fast den Stand tun 1933. Im Jahre 1935 sind aus dem Judentum 44 Personen ausgetreten, wiedcmngotreicn 34. ‘ Düsseldorf, Ein Festkonzert zu Ehren des 50jährigen Heinrich Schul it lieferte enieut den Beweis der starken Begabung und (iefrcligiöscu Persönlichkeit des Komponisten. Die Uraufführung der „Ghassuliselicn Tänze“ durch Ernst Drucker vGeigc) und Erwin Palm (Klavier) machte eines der bedeutungsvollsten Werke ans jüdischer Feuer der öffeulliclikeit bekannt. Das Melodiengut des Chassidismus mul Schalits Koin|>osJtioiisgeist versehmelzcii hier zu einer Kom]>o.-ili»n voll tänzerischen Schwungs mul religiöser Verzückung.^ Schalits Chorsehaffcn war mit dem etwas schwachen Psalm 29. der ausgezeichneten Kantate ..Die Lobpreisungen Israels“ und (im Gottesdienst) mit seinem genialen Reformwerk der Kultnmsik, der .,Freitagsabeiid-Liturgie’;, würdig vertreten. Die Gcsamtleitiuig halte Erwin Palm. Ifatiptso^stru waren: die anzügliche Altistin Huth Kisch-Armlt. die noch hebräische Gesänge und Scimhcrtlicdcr saug, und Ernst Drucker, der außer in «len ..Cliassidischen Tänzen“, seine geiger£sche Meisterschaft in Stücken'im alten Stil von Kreisler Jiewies. v Dr. G. IL Gleiwilz. Die Spielzeit des Kulturbumh*» Obersclilesien 35'30*v fand ihren Ausklang in einem Chorum! Orchrsterkonzärt der ..Glciwitzer Jüdischen Musikvemnigting**. in dem unter Leitung des. Cnionlirigeiitcn Fleischer die I (äudclsclieu ..Klagechöre“ aus Saul. ..Mirjams Siegesgesang“ vou Sehtdiert und ein mitlehdlerliebes jüdiselies Volkslied tlargel>oten wurden. Die VYicdergab«* war sicher mul rhythmisch exakt, ‘dynamisch fehl ansgefeill- und stellenweise von verhlüffemler Klnngschöuhcit uml Kulis*. Frau Bosel Simenaticr entzückte mit selimtegsamer Stimme, uml auch Kantor Grabowski. der mit Handels Arioso ..Dank sei Dir. Herr’* zum ersten Male im Konzcrtsnal debütierte, zeigte schönste .Musikalität in Verbindung mit einer zuverlässigen Schulung. — Der orchestrale Teil wurde von dem bewahrten Dirigenten Sanitätsrat Dr. Blumcufchl geleitet. U. a. ül>errasehtc.die IG jährig? Pianistin Eva Przysiiclier-Bciithcn durch ihr musikalisches Verständnis uml ihre — bis auf die Pcdalbcmilzung — bemerkenswerte Technik. Das Konzert erreichte seinen Höhepunkt in der Aurfübnmg-der H-umll-Sytnphotm* von Schubert:.; H. B. /•- Ifambiirg. Rabbiner Dr. Caesar Selig mann aus Frankfurt am. Main hielt in Verbindung* mit dem Frcitaguhcmlgotic.-dieust: im Hamburger Tempel, au dem er vou 1889 bis 1902 amtiert batte, eine Gaslpccdigt. Wie ii^ jüngeren Jahren. ,x> Iwgeisterte •er wieder seine Zuhörer durch seine Beredsamkeit. In zu Herzen gehenden Worten gedachte er der Männer, die ihm seinerzeit im 1 empelverband zur Seite standen. Es war ein erhebender uml wird allen Anwesenden ein unvergeßlicher Augenblick bleiben, als Dr. Seliguiäuu am Schluß seiner Predigt, über seine gdlc Gemeinde, den Segen aiissprnch. — Am 22. April fand in der am Bornplatz gelegenen Synagoge die feierliche Einführung des neuen Oberrabbiners des Synagogen-Verbandcs, Dr. Joseph Garlc-, hach, statt. Nach Ansprachen der Herren Dr. Hugo Zuntz als Vorsitzendem des Verbandes, und Gemcinderabbiuer Dr. Jacob I foffjnann-Fi'unkfiirt a. M., als Vertreter «ler BciYhsvertretung •der Juden in Deutschland, hielt Dr. Cnrlehaeh. seine -Antrittspredigt. — Dos Orchester des Kulturbundes Rhein-Main unter Leitung von Generalmusikdirektor Hans Wilhelm Steinlicrg uml mit Hermann Sehcv als Solist brachte unter .Mitwirkung von 80 Mitgliedern der jüdischen Giöre von Ifamlmrg uml Altona die „Awodath Ilakmlesch“ von Ernc-t Bloch zur Aufführung. Orchester. Solist ihm! Chor waren filier alles Lob erhaben. Ein nicht geringes Verdienst an dem Erfolg ist Georg de Haas ziizusrl^rcihcn, der die Einstudierung des Chors ülK’rnninmen hatte. Das Programm brachte weiter, der erlisten Stimmung des Abends angepaßt, Adagio lind Inge e-moll für Streichorchester \nn Mozart und .Khidertnlenlirder von Mahler. Im Tempel fand anläßlich jles Lag IrOmer eine On;*g~ Schabhat-Keier statt. Ein Junge, Rolf Friedmaim. hielt einen Vortrag über die Redcutung «Irs Lag h’Omcr. Nach dem gemeinsamen Gelang, eines Liedes verlos die 15jährige Ingried Nenhaus au» einem Seltulauf-atz Betrachtungen über Jerusalem. Der Feier voraus ging ein Miurha-Jugcndgottcsdicust. in dem sämtliche Funktionen. Vorboten. Toravorlcsen tisw. von Jiigendlielien au-- gefuhrt wurden. Joseph S e ii m i <11 sang in einer Veranstaltung' des Kulturbündevor au»v erkauftem Hause Lieder und; Arien deutscher und italienischer Komponisten. Der Künstler entfesselte Stürme des Beifalls, so daß er sieh zu unzähligen Zugaben verstehen mußte. — In einer V>r.-amnihmg des ..Vaterländischen Bandes jüdischer Frontsoldaten“. Ortsgruppe Hamburg, gab l)r. Ernst Ro-ciilbal-Berlui einen Bericht -«her die Bumle-nrbeii. E. F. den höheren uud mittleren Sclmlm der Stadt Köln nicht mein* gegclwn wird. Jede Abteilung erhält au einem schulfreien Nachmittag der \\ oehe zwei ..'Stunden als P f I [ c h t u u t e r r i c h t. Der Unterricht au einem zweiten Nachmittage ist wahlfrei. Es ist dabei Gelegenheit gegeben, Neuhebräiseh. Thora mit lhisclii und jüdische Gegcuwart-kumle zu erlernen. - 'Leipzig., Das Sozialamt der Israelitischen Religioiisgemeinde in Leipzig veröffentlicht die Grundsätze, tlie bei «ler Unterbringung der s e Im 1 nu 1 a « > e ii e n j ü d i s c b e n du-' gend in Leipzig beobachtet worden -iml. Vtiii «len'200 Kindern, die zu Ostern die Sehule verlassen haben, und von denen 150 die Hilfe «les Sozialamtes in Anspruch itrluucn. köiuieti voraussichtlich schon am 15. Mai rund 100 Kinder einer ersten Ausbildung zugeführt werden. Zwanzig Muttchen s«dlcn zu einer Hauslialtsehule in Leipzig /usnimnrugrfnßt und uiisgchildct, etwa «ireißig .hingen und Mädelien in der Mittleren-Haeliseliara auf auswärtigen Lrhrgütern imlergebraeUl werden. SvbUeßlieh .sollen etwa fünfzig Jungen und Mädelien, bei «lenen eine Eignung für einen Iwstumuteu Beruf noch nicht erkennbar ist, zu einer Iteniflit’hcu Vorb-hrc. «lern neun teil Schuljahr,, zusammengefaßt werden. Etwa zwanzig Jungen und Mädelien xtllcu auf einem von der Gcmeimlr zur Verfügung ‘gestellten Gelände gärtnerisch und landwirtschaftlich vorgelnhlet. je fünfzehn Jungen m gemeinsamen Kursen in die Anfnrigsgründc «ler Silibtsacrci und. Tischlerei eingeffihrt werden. \el)«*n «lern lierufliehi'n Unterricht gelit-'tlie geistige Ausmul Fortbildung einher. Die Ausbildungszeit s«vll ein Jahr dauern. Stettin, ln der hiesigen Synagognigemeimh* gah es im Jahre 1935 9 .Gehurten (17'. Dem sieben 43 39) To«lrsfüllr g«*gcnühcr. Die Zahl «ler Austritte aus der Gemeinde ist von 10 auf 7 gefalle«. Zugezogen sind insgesamt 137 (154? Personen. f«uigezogen «lugegeu 2GG (187) Meuselien. [iisg«*samt hat sieh «lie Gemeinde. «lie am 31. Dezember 1934 2322 Menschen /Silit*. auf 2153 Ende 1935 vcriuiniiert. Es zeigt sich, «laß in Stettin mehr Frauen als Männer vorhanden sind, um! zwar gibt e» 1174 Frauen' und nur 979 Männer. Die Mehrzahl «ler Männer, nämlich 480. sind im Aller von 65 Jahre«, ebenso «lie Mehrzahl «ler Frauen. An Jugendlichen bis zu 20 Jahre« sind mir 201 Jungen mul 228 Mädchen vorhanden. Georg Lipfdiitz geitorben Unlei* großer Ik teiligung seines ausgedehnten Ercniulcsuml Vcrchrerkmscs wurde am DiYnstag vormittag Direktor Georg L i p s eh i t z . «ler Reorganisator und Udlcc «ler Kleiilerkanmier «ler Berliner Jüdisehen Gemein«!«*. «ler im 61. Lebensjahre unerwartet verschietlcn i>t. zu Grabe getragen. Lipsclulz. «|«*r von der \\ irtsihafl berkam und im Eiireuanit de- Hand«‘lsriclil«*rs seine vonielune, rechtliche Gesinnung bekundet hat. hat sieh stets 'mit warmem llerzen der Nöte unserer jüdiseln-n G);uilMnsg«no—ui angenommen und in zahllosen Fällen in aller Stille segensreich, gewirkt. Die Reorganisation «I«*r Klridcrknnmu-r «ler B«*ilin«*r Jüdisehen Gciimimlc, «lie insbesoiideiv in «|eu letzten Jnhr«’n viel Not "«‘lindert hat, ist seiner Initiative lind Unisielit zu vt'nhiukcn gewesen. Wer es je erh’bt hat. wie Georg Lipsehilz «lie lk*«lürftigen. «lie <ltt- Räume in «ler CJinrim'r Straße aiifsiieliteu. 1m*|i««uI. vvie «*r s««in eehtjüdi-ehes Herz ihren Sorge» und AnliYgi«n geöffnet. hat. weiß, was «lie jfuli-ehc Gcmcm-chnft Berlins au diesem edlen Mann verloren hat. Aurli die Synagog«* Lütz*»w»lrnß«*, deren Vorstand Georg Lipsrhitz in «ler letzten Zeit niig«*h«Arl<\ Iiclraiiert in «lern Daliingegaugeneii -einen eifrig um «li«* Weihe «les G«»tti*xhYnsles iH'iuuhten echten Juden. «l«*r ini Sinne eim’s wahrhaften r«*ligiös<«u Liberali-uuis gewirkt hat. Sigmund Freuds 80. Geburtstag Wien. Professor Sigmund Fn*n«l verlebte seinen 80. Gcburtslag jn seiner Soininei wolinung in (iriuziug Ih*5 W ien. Kr «’iupfing nur eine sehr kleine Zahl von Gratulanten. In-ging im übrig«*« «len 'Tag im Kreis«* seiner cngsti n Famili«*. Unter «ler x-hr groß«*«i Zahl von Glüekuuiivclisriireiben uml ‘n-legiaimm'it befinden sieb Briefe und Aufm«*rksamkril(;n aus all«*ii Teile« «I«*r WVlt. Die. hebräisch«: Universität In Jerusalem, der American Jewisli C Kongress, zahlreielie wissenschaftliche Institutionen und Gesellschaften in Enghtml. I*rankreieh. Polen. Ilolland, <h«r Tsclu*cboslow:tk«,i uml amlereu Ländern haben «b*m Gelehrten ihre Glwekwünx-bc nbrrmitlcll. Auch von «lern Staatssekretär für Unlerrirht, Dr. P«*nitji«*r, war ein Gratulatioussehmhcu «*ingelaufen. In «ler zu^ Ehren Fn-mN v i*raiistalt««|i*ii F«*slsit/.ung «Io Akademischen IVrein für nn*diy.iitiseln* P»y<*h<dogir .sprach im Namen «ler G<*s«*lls«*haft «ler Arzte llofrat Pn»f«*ssor Julius W a g n «• r - J a u r«* g g . «ler aiisführte, «Ü<« Gesellschaft Imbe mit BewinuleniMg Sigmund Knuds Aufstieg zur Ihälir verfolgt und r«*«*hm* «l«*n weithin »iraulmdri) Glanz s<*in«*s i\mm*ns ati«*li si«*h M’llipt und «ler ganzen' W t; ner m«'di/i«iiv*bcu Schuh* zur Klirr »n. I*mul» *\\ erk sei eine wis-cnsriiaflliehe Großtat. Freu«! sellist x*i einer «ler größte« Arzte Wiens, und es »ei mir zu wünselien. «laß «lern Jubilar noch viel«? Jahr«* v<*rg«‘»nnt m*|»i mögen, seine Arls*it ftirt/.nselzen. Pr«»f. Dr. Otto Marburg gab im Namen «I«*s \ «vreins für P.-yebiatrie und Neurologi«* «ler V«*r«*lining uml Dankbarkeit Attxlmek, zu der «lies«.* zw«*i Zweige «b*r Medizin Fmul g«*g«*nül»er verpllieblet siml. Krem! s«*i «b*r ..gi«iße F«>rs«*h«*r. «Irr der ganzen Welt ein neues Gedieht geg««|H*n hatuml uns lehrt«*, in «lie fernsten W'inkrl «l«*r mensehliehiii Seele zu sehen*’*. Pr«»f. Dr. Ott«> Plötzl hob die ..nicht Imcli genug zu veraiwlilagemh* Bedeutung «ler Freiulsiben Traumannlyx* für «lie Erk«‘unluis des Inhalts «ler Psv«*Iuixt und «ler geh«’im«*n Ti’i*,bf«,«Ieni für di«* I himlliingeti von Walink ranken“ berv«ir. Paris. Ui«- P»yrh«>juiii!ytische (f«*x*llx*baft T'raiikn*i«hs v«*raiistalli'le im Rielielieu-Saal der S«irb«>nne «’in«’. Festsitzung unter \or-ilz «l«*s frauzö-i«.eln*u' INyi’biater» Pr«if. Henri (Jamb*. P r i ii z e s s i n M a r t v B«ii\aparte wür«ltgte «la<- lz*lH*itsw«*rk Kremls uml «lie Ihalcutung x*iner f.«*bn*. Der ö-tcrreirhbcln: Ges«bäft-lräg«*r in Paris vwihnt«* «ler Festsitzung Im*i. Hannover. In «ler letzten Rcpräsentnntenversammlung machte Herr Rabbiner Dr. Sehörsch davon Mitteilung, «laß es «ler Gr-’ meinde'gelungen sei. aus einem Nachlaß zu günstigen Bedingungen eine wertvolle Bibliothek zu erwerben. Tber Arbeit. Aufgalie und Aussichten.der Wohlfahrtspflege heriehlet Herr Emil Sichel. Aus dem Bericht geht licrvor. daß e» «ler größten fiuäuz.bdleav Anstrengungen bedarf, um eine erhebliche Anzahl von Glaubensgenossen au« lj künftig vor bitterster Not'zu Iwwahrrn. ‘Bewilligt •werden: Als I. Vorauszahlung für «las neue Rechnungsjahr 3 30 «ler im Vorjahre fällig' gewesenen Genieimlestcuern: regelmäßige Monatszuschüsse von 1700 Mark zuzüglich aller Gehälter für die Beamten und Angestellten für «lie Wohlfahrtspflege: drei Monatsraten «ler Ausgaben des 'Vorjahres, da- «ler Haushaltsplan erst in Kürze zur Verabschiedung vorgelcgt wcr«l«*ii kann. Köln. Die hiesigen Gcmeimlerabbiner erlassen "einen Aufruf hn die Ehern jüdisi-her Schüler und Schülerinnen «ler höheren und mittleren Schulen, in dem cs heißf. «laß in Zukunft ’der jüdische Religionsunterricht in den Räumen «Icr Volksschule* Lützow-straßc* erteilt werden. wird, nachdem mit Beginn des neuen Schuljahres der jüdische Religionsunterricht an Joint für die Juden ans Deutschland New York. Das Joint Distribution Goimmll«'«: hatte ein** v«m H'iuem Klircmorritzemlen. Felix M. Warburg. «lern Vor.'dlz«*iu!«*n Paul Raerwald. «leni ‘■|ellvertrct«*n«Ien \ «ir.-ilzeii<l**n (»«niveriietir Lelmiatin und Jam«*s N. Rnx*nl)erg sowie am!«*r«*ii Mitgliedern der Executive unterzeichnet«* E r k I ä ru n g veröff«*ntliYlil. in «!«•> sein«* Slelhing zur Palästina-Arbeit'und zur IIjlfsarlieit in Mill«*l- und 0-t«*uropa f«*»tgelcgl wir«l. Als 11 a n p l a ii f g a b e «I«*- Joint in «!ic>cm Ang<*nbli«'k wird die Hilf«* für J u «1 <* n aus D «* u t > eh 1 a n «I bez«*iclin«*t; .insbesondere soll «l«*n in Detilx'hlaii«l lelwmlen jfnlisehen Kin«l?rn Erzielmngshilfe gelniten w«:r«le«. Im Hinblick auf die ..fast untragbaren Lasten“ in I)^tits«'lilau«L Pfdcu uml amlereu l.ämlcrn wird das Joint Distribiit:«in (.ouimitn«* in dies T* ni J a li re k e 1 n <* Mi I i «• I f ü r-Palästiuaz. werke zur Verfügung stellen. BLhrr bat «*s über 9700000 Dollar in Palä-tina ausgcg«dM«n. Glciibz-ilig IwUmt «las Joint Distribution (>»mmittec. «laß <*s in dem Aufiiaii eines jmhVb«*» Iy«*lK-ns in Palästina eine Aufgal»«: von li«*fst«*r |{e«l«*utung erblickt. Mit «ler «Sammlung von Mitteln für dieses Aufbauwerk sei«‘n aber andere Organisation«*» befaßt. Berliner. Umfchau ISG 33 schlagt Bar Korlibä und winl Berliner Namlhalimeistrr l'.lv/a 3000 Zu-cliaucr uui^.lumteu «len Grum’wald-p«Mtplatz. a4» am lelzl«*n Sonntag di«* ersieir Ilandhalhnnniisehäfin» «ler ISG 33 und dr- Bar Kmbba /um cnt-clieitli'iiden drillen Spiel um die Berliner jüdische UamlballmeistiTxdiaft aulraten. Es wav viu von Spanmmg geladenes Treffen, das »Ii«* üUemu» lebhaft mitgcliciulcu /iisi-haucr von Anfang bis "zum Kmle in x'iueii Baim'/og. Ik*idi* Maiiu-rlmftc» _w_a»vu sieb völlig «'benbürlig mid'vveiui «lie ISG 33 in «ler \’crlüng«*nmg. «li«’ durch «len 4:4- StaiuI nach Be«-uiligiuig <b*r r«*giilär<*ii Spielzeit nötig war, «len fünften 'Treffer uud damit de» Sieg errang, bat zwar, nicht- «lie Iwsxwr Müim-ciiafl gew«tniien. aber-ein«* Maunx luiri. die e- <*iumal verdient bat ' 'auf Griu'ul ihres ehrgei/igeu Eifers den. Meistertitel cm/.ulicuuxui. Du- Spiel 1m*\vu*s je«len(;vU** erneut. «laß beule Maui^eliafleu gl«*nbw»ir«lige Itc'präxulaiiien «b*s Berliner jüdi-eben I lamlballsports siml. Die ISG .*13 war durch’Mello in Eiibriuig gegangen mul halt«-, nachdem Bar Kocliba «htivb Smn au-gegli«1u*u liulte. «lurch Mell«» «lie 2: l-l lalh/.cilfülming (*r/i«*lt. Ein gliiu/eud«*r Z.w i-x iicnspiirt Inliclilc «li«* ’ISG 33 dtircb zwei -iböni« ’lore mif 4:1 mul «Ins Spiel schien gewonnen, Da erwachte der Bur korhhn. «lie Läuferreihe «b*r ISG hatte Scbwä«b»*ni«nnent** mul schon »Inml «•» 4:4 «hireh Verwandlung «*iue> lA-Vletcr-Balb's «hinli VV«n;uer Spamlau uml j«*, ein 'Tor von Kahauc mjd S« bl«*si»g«’r. Mit imgelieur«*r Aufi«*giuig ging «*s in «li«* Verlängerung. Kaum war der Pfiff «r«*s im übrigen guten l'npurl«d_Le||cu Stern au*« .Gieße» ertönt, als «|«*r ISG-Sumn' sof«ni im Angriff lag uml unter iiiigelH'iir«’Ui blind xiner Vnliruig«*r daliilifle Tor diiceli M«*11«». «h*r damit im gmi/.eu auf vier dorr ka1n. siboß. \«Tgrhlirlr waren die .Aiistrcugmigen «le- Bar k'oehba in den r«*-llieln’ii Spielminuten. Es g«*hu>g ibnen lr«iiz zulilr«*ieber tjmncen iiieht.*tl«*ii - Ausgleich zu erzwingen. S«» kam «Ii<* IS(* ^1-zi» •>innn knap|M*u und glücklieben, aln’r nicht iuiv't*r<liciiten 5:4-Si«*g. ' VV e i t «• r «* Hau «I h all- 1’ r g «• I» n i s - «• : ISG 33 L Jugend Helvetia 1 8:3 i5:0 . ISG 33 VI ISk II 3:5 1:2 . ISG 33 V - Bar Kocliba \ 5:1 .2:1;. Bcrlin-Mstlcbbiil-cbr Makkubiruudr Im Balunrn «Irr B«‘rlin-Vlii|e|«leuisclieii Makkalii-Be/.irk-liga spielt«* am Smmtag ISk.-Berlin gegen Bar Koi'bba-Dnvilr.n. VVühreu«! im Ilamlbalt «lie lYrliuer nach jederzeit ülterlegynem Spie|v«*rlauf mit 8:5 (5:3)'* gewinnen k«uiut<*n. mußt«* sieb die Fußballelf mit 1:2 knapp ge-chlageti geln-u. Si«*.hsitt«* «Ins Pech, sclum naeli_ fünf .Miniit«*ii Spirhhnuyr. ihren guten 'Tonvnrl ■Golm «luivli \ «'rl«'i/.itiig zu verli.«r«’ii. Berliner Vorfchau Wieder Jugendlmvrn des IBG-Brrlin In «ler folg«* «ler Jugemllind S«*hnl«*rkämpf«*. «li«* der Jmiisch«- Box-(«lub-llcrliu zur/«‘il abwieki'Il. findet nur Toiiimeiuleii Sonntag um 17 Uhr in «ler; Hall«* J o u e U i m> I I. ii I «r r Straß«* 13 <*iii W ettkampf <l«*r; Abteilung Nor«leu g«’g«*n die Abteilung Westen «les Klub- Mall. Esturtetf «lie bi-hcr als «Tu* bestell de- Klllb- «‘rmilleilen NliebwuetlslHixer. Aerband—ptelc im Ilamlbull . ^-Dir Piinl-.tespieli* des dl«<riiii4'i* Ilaiulba!l-Spiebius-eim-xrs w«*rdeu niit 'einigen Treffe» i(«*r iiut«,ren Kla-sen forlgex*!/!. Im 9 dir treffen steh auf dem G r u ne w a I d t* p «» r t p I a 1 /. Bar K«i«4iba IN uml ISG 33 f. Jugend, um 10.15 Ihr ISG_X1 IV und Bar K«ieliba III und um 11.30’ Uhr Bar k«>eh!iu \T uml ISG 33 VHI. ISG 33 in l.rip/ig Die «*rsti* Ilamlballmaiiu-ebafl «ler ISG 33 spi«*ll am komiitemleu S«innlng in Leqizig gi.’gen «leu^ dortigen Schild um «leu l'.iiitrili in «lie lvt«Iniiide «ler lijK-Mauiiselmfl. für «lie sieh Iwn-ils._ der RjF-Aaelieu als zvvi’ile Mauiiseluifl «|iialifi/i<‘rl hat. Framn- und Jiigeiuhmuin-ebiiften «ler ISG 33 werden. elM'iifalls in Iz'ipzig spielen. Sport im. Reich Mittrhlrulsrlir lfamlballinci-ler»*rliafl «*nl«rhirdru Im Enlselieidmig*«spt«'l um die Mill<*ldeiits«-lu* 11au«}ba)hui*i»tter>- sehaft «h*s BjF-Sporthtimles gelang «*s «|«*m Schild-l.eipz.ig in Leipzig, mich hartem Kampf Sclii!d-Dtr»«lru knapp mit 3:2 zu lM*si««gen mul sieb «lamit für «lie Xwiselienriimh’, in <t«*r er auf .«li«*, ISG 33 |k*rliii trifft, zu Hpialifizi(*ren. Di«* 1m*uI»*u -Ahituisirhaflen IhOi’ii. ein prächtiges Spiel. «Ins unter «b'r m»sgr/«'iehfi«*leii Leitung von *.Mim«l-lüek-ISG *33 Berlin «duenstets fairen uml . al»wcebsltnigsr«’ieb«'ii V erlauf nahm. In .eii>«’iii im-i idi«’Lh*mlen ' Fußballspiel gewanueu «lie <*rsalzgrs«'lmjn*hl«*u Leipziger g«*g«*i^^ ihre Diyxhmei* Kmnenulen iniL 5:0'klar mul filwrlegen. Vfakkaliiniri-ter-rliartru wuril.eu fortgex*(/| In Duisburg wurden «li«: VYirrmuleukiiuipr«: um «li«* Makkidnnu’istcrsvbaflen im Uandbal! uml Fußball fortgrx*i/t. Im llamlball stumlen sieb Makkabi-Düsx’Morf . als wt‘tilil«'ulx-b<*r Meister uml Bar Koililm-Frankfurl als* \|«*ist«*r des Sfulwesiln*zirk«*s g«*g«'nüber. .Die Frankfurter b«*«*iul«*n*i» «las sebön«’ Spiel, «las vor zablr«'ieln*ii Zu*-eliauern ausgetrag«*u wurde. glücklMi rnil 3:2 als Sieger. Bei Halbzeit stand «Ihm Treffen 1:1. Die VVcst«l(’ulsebeii waren völlig ebenbürtig und hatl4*u /um Schluß cIh’uxi gi*it vorne enden k«'»iiueu. W«*it TdH*rleg«*ner siegten die Frankfurter Bar Koebbam*r im‘Fußball g«*gen 1 Iak<»ah-Esx*n. Diih Kn«l«:rg«*Imis lautete etwas zu Imcli 7:1 '5:0} für «lie Frankfurter, geg«*n «lie «lie durch' . zwei \,«wb*lzung*,»l ges«*bv«ä* bteii VVe«t- «r<’iitse}i«*u nicht nufzukommeti v«'rim»e|iten. Ilumlball in Aarlirn ln «’ineui I lamlballkliibkampf standen sieb in A a «* li «• u IljK-Aai-h«*«». uml FTV 02-Kölu g«*g« nülM*r. ’ B«*i «lei» «*rs|4'ii Vfaniix*luift«*ii si,*gt«.,i «li«* Aa«*li«,m*r. ua«;li ausgeglichenem Kampf in «ler ersten Spielhfdfl«: rl:l;. mit B':3. «He Nai-hwiiehMmmm-ibafleii. Irnmt«'n >ieli naeli «dner 3:l-llalbzi*ilffihriTng «ler Vaehem’r 3:3 . unentschieden und nn Spiel «ler Frati<‘iiiiiamix.*liaficu en«Ili«'i» gelang «len köinerimieu ein 5:I-Sieg. S«» «*n«l«rte «ler k'lnbkmnpf mit 3:3 Pimkleii n ii «: n I s e b i e «I e n. Nur 4. Nachweis f. Jüdische Erholungsuchende erteilt Auskunlt über eile 10 tft'lge, vom 28. Mat bi» 8. 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