Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 16 (1936)
- Issue
- 18 (29.4.1936)
- Date
- 1936-04-29
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 79% known words query
- IRI
…/4109741-2613419-2613437--747-2615624- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Ul' sSÄ; : Die mefßanifche Erwartung / Von S. Samuel Die in .der letzten „Theologischen Beilage“ begonnene Darstellung des' messianischen Problems wird hier zum Abschluß , gebracht B. Die Erprobung der meffiünifchen Envartung Am Ausgang des biblifchen Zeitalters bis sur Schwelle der Neuzeit. .Wer hatte gedacht, daß die neue Gemeinde, vor allem der winzige Kirchenstaat auf dem heiligen Hoden, so bald in die Nachkriege des Alexauderfeldzugcs lüueingorisscii und wieder ein Spielball der um Vorherrschaft ringenden Nationen [Ägypten. Syrien, Rom) werden wurde! Noch einmal ein siegreicher Hohe- punkt: das llasinonaecrhaus rettet die religiös-politische Freiheit uud. stellt Prieslerfursleu. die ihr Szepter aus Unvermögen einem Ilerodes und seiner Familie überantworten müssen, Rom legt seine eiserne Hand auf dudüa: beraubt mit der politischen auch die religiöse'Selbständigkeit-‘des freien Atems; legt dermalem uud den Tempel zuletzt in Schutt und A-che. Mit Ilar-Koehha und seinem Herold Kabln Aklba brielil der letzte, ernsthafte, nationale Widerstand zusammen. Das waren drei Jahrhunderte stärkster Belastung und letzter Erprobung ahisrarlui>rht*r Messia-crvvarlnng. Durrh trotzige Felsenwändc surhl «lie.-e sich ihren ‘ Weg. scheint tausendmal verloren, tmirhl immer wieiler auf: durehströmt und erfrischt siplami auf viele Jabrlnmderte hinaus die Lande der Diaspora, und meldet sich geklärt und vertieft im Morgengrauen der unien Zeit. Wir fassen ihre wichtigsten Merkmale näher ins Auge. 1. Die in e s s i a 11 i > eh e n Erwartungen int Widerstreit innerer K ä m p f c, a p o k a1y pl i s e he r S e li w a r in e r e i. s y i» k r e t i s l i s e h e r V c r w i r-- rung. Gegen die kleinen kanaauitiscbeu Völkchen rings um Jerusalem konnte Nehcmia -eine Mauer aufwerfen, gegen das Andringcii des hellenistischen Geistes von Nordost und .Sudwest, oderdes orientalischen aus seiner alten irauischeu Heimat gab es weder Wall noch Mauer. Daher war Daniel Kap. 7 wie durch ein Vergehen im Kanon geblieben, wo \>r.s 7 der Ausdruck barimsrb. d.li. der ..Mensch“ im prSguaiHcn Sinne mythologischen Hintergrund verrät, obwohl ihm Vers 27das Volk der Heiligen des Höchsten Iieigegeben ist: und wo Vers 23 das erste, mir allzu anfmimlenide ZahlcnspicI mit einer ernsten Sache gctrirhcir wir<l. Schwer genug, mag es der Synagoge gefallen sein, die mächtigen Wucherungen tlieser apokryphen., zumal apokalyptischem Literatur* zurückzusrhneiden. zuletzt bis auf geringe Beste ans dem Buche Ben Sir« in den. Urtexten vollkommen zu unterdrücken und aus dem Bewußtsein der Gemeinde zu tilgen. Wohl in der Kirche, nicht in der Synagoge, standen die griechisch erhaltenen Apokryphen in Ansehen; was die letalen Jahrzehnte dazu aus* dem Syrischen. Aclhiopischcn. Lateinischen und 'Slawischen liiuznhraclil. u, diente zur Erhellung der ncutcstaiurutUcUcn Vor- und ZeUgc-riüvhu*, nicht der jüdischen Messias-Erwartung. Die Synagoge, die sieh jener. Literatur entledigt hatte, sieht sie nicht als Bereicherung, eher als Belastung an. Dies gilt weniger von den Ajmkryplitii, zu .denen die Geniza von Kairo außer dem hebräischen Ben Sirn noch die hehr. Damaskussehrift (das Dokument einer bisher unbekannten jüdischen Sekte) geliefert hat; es gilt indessen von den pscttdcpigraphischen Apokalypsen in weitem Umfang. Es gibt manches Schöne in den Psalmen Salomos, und gewiß im 4. Buche' Esrn. stellenweise sogar in den Ileiioch-Rcdcn.- die ganz die .Linie Daniels foytsetzen: auf Henoch. auf das Buch der' Jubilarin; die Testamente der 12 Patriarchen, M«».-cs Himmelfahrt; 4. Ksra; Barueh-AiMikalypsen; uinl nun gar die verworrenen und verwirrenden Fichcrphantasicn der Sihyllincn verziclitet die Synagoge leichten Herzens. f . x Anknüpfend nn den Hcnorhschcn bar-nasch (llenoch 4f»j und an den.Weitcnriclitcr der Esra-Apokalypsc (c. 13) gibt W.Staerk in seiner feinen, wohlahgcwogencu Studie ..So*t e r“ zu erkennen, daß dit;se Gestalten mit einem irdischen Wesen mir noch wenig gemein hohen. Dieser „Mensch“ ist Richter filier die sündige Welt: selber anbetungswürdig; ein Angehöriger der noch durch Sünde, ungetrübten Schöpfung, kurz, der Urmensch. Wenn er trotzdem als der ..Gerechte“ und „Auscrwühltc“ zugleich der Gotleskncclit der Jcsajalicder ist, so bedeutet diese* Gleichsctzimg eine llcrauslösung aus dem historischen Rahmen der Prophetie. ..Der Weg von der Geschichte zum Mythos, anders ausgedrückt, da* W'iederdurchbrcchcn dev mythischen Grundlage in der Christologie, das in Daniel 7 für uns nun ersten Male transparent erkennbar ist. wird deutlich sichtbar.“ (S. 83.) Ja, derselbe Gelehrte betont den Dualismus von cliristomul (hrn/mt rischer Eschatologie und daher sehr verschiedener Wertung de* Heilsbringers und sehr verschiedener Funktion des>elhen im Akt des cschatologischen (und messianischen!i Geschehens. Für ihn ist ,.der Spannungshogcn durch die Pole starker, säkularer Ausprägung de* königlichen Messias und stärkster Transzemlienmg «Ics Erretters, also durch den Gegensatz von Geschichte und Mythos (von dessen '„verklärenden Lichte“ er spricht) bestimmt.“ Aluir eben dies Iieidnisch-mythologrsiercnde Licht schien dem Judentum ein Irrlicht; cs führte in die Verstrickungen nltorientnUsrh-licllenistischcr, zumal gnostisrher Spekulationen. Tn die Welt des Diesseits sollte die des Jenseits eiiihrcchcn. als ob beide unter zwei verschiedenen Gottheiten * stünden: -so verlauste es die Aeonenthorie.- d. h. die religiöse W’e 11 z c i t a 11 e r 1 e h r c . die durchaus da* antike, mythische Denken beherrschte. ..Gott und Satan' konnten nicht zusammen bestehen“: der Aeon de« Satan* war ahgclaufrn. Das Judentum kennt kein Reich des Satan. Man kann nicht ludiauptcn. daß solche Anschauungen dem Judentum der großen Zeitwende völlig unbekannt geblichen und keinerlei Spuren in ihrer Literatur luntcrlns-en. keinen Eindruck auf „manche Kreise** gemacht, hätten. Machtvoll aber kämpfte die Synagoge gegen de an: desto machtvoller und entschiedener, als sie in die urchristliclie Lehre mündeten. Für si" blieb der Maßstab: zum Einig-einzigen .Gotte liin! Dieser Weg war ihr aber •aus ihrer Prophetie sichtbar geldielien. 2. For rn u ii g d c r m e s s i a u i s e h e n A n s e h a u u u g e n im r n bb i n i s «• h c » Denken.; A Eine Gestalt hatte die Prophetie dem Itahhmismus des soferischcn Zeitalter* und aller talmudischcu Epochen bis heilte hintcrlasson: die Gestalt des Propheten Elia au* den Schlußworten drs Malrnehi. Vermöge seiner Rettungstat im Kntschcidungskanipfc zwischen den Haalim Kenaaiis und Adonaj KIohim genügte sic vollkommen, um dem bar-nasch «Re Wange zu halten. Er allein war ein W anderer zwischen Himmel und Erde .gewesen. Einen großen Gcslullwumlcl hatte schic Krscheinimg durchgcinaclit, die wir erst \ollkoiuincu aus dem Scdcr Elijalui rabba und sutta (redigiert in der guonucischen EjhicIic) erkennen. Schon iin I. Makk.-Buche e. 4 ist er der Wicdcrherstcllcr geheiligter Ordnungen; die Damaskussehrift stellt ihn in «lic Linie- .Aaron—Pinhas, dies<*u eifernden Fricdeusfürst‘,n: er heißt ,ni«n* zedek" und ,morc jachitl* gerechter, einziger Lehrer: er m*II dem Messias «len Weg bereiten, solhcr aber «‘in Kämpfer gegen alle Widersacher Gottes sein. Noch verdüstert«* sich «Ue Aussicht auf Frieden vou 'lag zu Tage, ln «len Jahren «lei* römischen Prokuratoren war es schwer, die Fricdeiisgesinuimg eim*s Hillel zu bewahren, und sie zuletzt sogar aus «lern vom Feind«* umtosten Jerusalem gleich Jochauaii har Sakkai zu retten. Selbst Philo, der Alexandriner (in de pruemüs et |toeiu*. $ lo kann sich den Retter Israels in jener Z«*it fankmlpfcml an Num. 24. \- 7> nicht anders denken, «leim von gewaltiger Kraft, zu Felde ziehend. Kriege führend, Fcimle hczw ingeud. Di«: Tlieinla*. .Imla der Gaulanilc u. a.. die wir aus Joscpliu.*» kennen, erweckten sehr irdische Befreierhoffnung, ln deullirhem Gegciisalz gegen «lie ' urchrislliche. spiritualislistdi-traiiszcndeiit«* Wciuluug läßt J u s t i - uns Mart vc s«*im*n literarischen jü«li-«*hcii Gcgu«:r *1* r y p U<» u feierlicji hekeumn: ..Allesamt erwarten wir mi*cren Gesalht«*n nl- Menschen von. menschlicher Herkunft“. Mit Recht kommt Joseph Klausner in -einen «lirshezügliclicn Forschungen zu «lein Resultat: Mindestens bizum Zusamt»**»brmh des Aufstande* des Barkocjiha weiß da* .-oferiscln* und lauuailische Zeitalter nichtv«m eiucin Golt'esrrirh ohne «Irn siegrrii,h<*n. v«in Gott mit alh*u \«*r-‘ heißen *n .Graden ausg«*zeirlinet«*n K«“*uig Messias. Er-t nach jener Katastrophe, trat rin deutlicher' Umschwungein. - Vo** Barkociihas Niederlage begnügte sieh K. J «»«* h a n a u h. Sakkai mit «h*m wu*«lrrhrlirrmh*n ..Könige Hiskia”: glaubten U. Eliesrr I». Uyskanos und stärker noch R. J o s u a h. Ghana ii in an eine mihcdingle Erlösung auch vom Röuicrjoch (und mag sic von den Parthern komiiu*n). half ein 11. Akihu. (obwohl von Fmiinlcu gewarnt) den Aufstand schüren. Wer ander* sollt«* (big und Magog (Ezechiel rnp. 33 sein, wenn niclil Rom und sein«* 'I Rlfsvölkcr? Na«*h «lern Jahr«* 133 ander! sieh da* Bild grundsätzlich. .•,ll«*i!au«l und Krieger“, -agl Jtrs. Klaii-uer treffend,' .,wer«l«*u aL- Geg«*nsatz inuuer mehr cmpfiunh*n.** Hauicl und -ein Paraphrast Jonalau h. Usiel halten mit ihren Ihihmmg.ti trügerische 1 htffnungcii «*rweekt. Nieuiaml «larf mehr «las Emir errechnen, mit Gewalt «lurcli Aufruhr uud Wi«h*i*stniid ,*r/.vving *«v wollen!. Gur luittic kötuteu noch die „Vorvvelteu «l c s Mes. »las4* (ehelile maschinell) dauern. Das Wort ist in «li«: n;*ntestamriitliriic Literatur gedrungen (Mallli. 24.B. Mare. ’ I3.B u. ö.'. Es bildet sich die Formel: <li*r lk*n*Davi«l wird nicht, früher kommen, bis vorhestimmle Dinge sirli vollzogen hah«*n. Denn Israels Geschichte ist angelegt auf «l«*n Messias; nicht «lieser etwa lM*i Colt praeexi-tiereml. I> kommt auch «Ii«* Mee «•uns Messias Ren J o s <• p Ii aii*lall Ihn Daviil} auf. «lern allek*ri«‘gerische VorarlMrit zofälll nml «ler seihst im K seinen T«mI findet; denn «ler «*ndgiltig«* M«*ssias ist ein (*«*s«*ln*nk au «lie-gesamte Menschheit; er vvinl unverlmfft da M*m*. <l«u:h erwartet . er «*in -ümlloses Zeitalter: «!«-nn Frevel bewirken «len Aufsclnili seiner Ankunft. Nicht über Israel allein wird «:r [ungewiß für welch«: Zeitspanne) herrschen, sondern all«* V«"»I k e r wcrileu ihm freiwillig liiildigeu Weil «*ntfi*rnt, einen l.ei«lciisw«*g auf Knien zu gehen otler gar durch s«*i«u* Leiden Sülm«: /.«« schaffen, werden alle Strahlen prophcli-rhiu* Ihdlswei-sagungen ihn iim-pi«*h*n. Ein«* * große Po-amii* vvinl ertönen, ein Panier aufgerirhtel sein. All«* /.«•rsprcnglen Glinler des 'heiligen Volkes sammeln -ich von «len vier En«l«*n der Knie, unser Land weilet sii*h. seine Kinder zu (-inpfangcii.' Jeru-alein erhebt -ich glänzend auseinen Trümmern, «ler heil. -Tempel — Sitz der Schecliitia. «I. L «ler G«*gcnwart Gott«*- — aus «ler Asche. Zion wii«l ein »ei*.tli«*lu:r Mitlclpunkt, ein heiliger Arcojiag «ler Völker ilcr Er«h*. Dieser Ma-i-luaeh hen David. .,G«ittrs Knc«*htil. auch Erhlser 'giM"l) «wler ..*rröst«*r“ ■'MeiuudieinX genannt, darf seinerseits «lie Grenzen «l«*r M«*nsch«»i»- uatur nicht nlicrsehrcitcii: au ihm geschehen auf die Guade von «»hen her «lie „W’un«ler“ «Irr ..Tag«* «Ics Mi*s-ias“. 3. A ti s p r ä g ii u g «I e r in <• s - i a n i s «• h «• u Er v« a r t u ti g i in v«* 1 i g! <“» s «• u Lehen «I r r G e m e i n «I «*. Mit sicherer Hand zogen «lie- Mei.-ier «les Jndeiitiims das Fazit aus d«*c vielhuu«h,rtjährig«*n Uherlieferung ihr«** Volke*. W o* sie es v«*rino«*h|en. «len iiu-ichtliarru W’«*lt«*ng«»U auf tausend W*eg«*u zum -allzeit nahen Gott «ler ller/eu und «ler Geister zu machen, so verknüpften sie' <-s in s«*in«*n wi«*lHigst«*n Ih’tätiguiigen und l>ci immer w*ie«h*rk«-hrrmlcn Anläs-«*n «*rn-l«*r. heiterer uiul s«*hin<*rzl»e!ier Art mit M*im:r Messia-hoffmmg. So mii(*hlig ließen sie S4*in I.cIh-ii davon «iMrchfliiteu und dtirehwnlteu. «laß cs sich täglieh in seiner Hoffium^ stärken konnte. Es war ein Volk «les Gebetes gcwonlrii: sogar al* «ler Tempel noch im hizten AlK'ixlrote «Instand, waren in «!«•» zahlreiihen Synagogen «I«*r Diaspora Gehet«: für «las Kommen «Ics Erlösers verfaßt, wie «Irr erst«* Segcnsspnuh «Irr später zu 18 'u. 19; Bitten vermehrt«*!« Tcfilla erweist. Doch auch «ler tägliche Ti-<!i*»«*g«*n hepift sieh auf Elias Kommen und nennt «las ..Heil «les Gr-Mhten“. Die Tü*hre ist zum Lchcnsclcmcnt der Gemeinde ueworih-n: k«*in Lehrvortrag ab«*r. ohne Ausblick auf «len Vers Je«. 39. 2f): ..Ja. kommen vvinl für Zion der Erlöser und für «Re, so sieh brk«*hrrn in Jakob.“ Mehr als das: Dem Kaddiseh. «lies«:r Säule de.* Gelx-t*. ^cliört«*, ursprünglirh eine ausdrückliche Bitte um «las Sprossen «les G«*- salhtcn an.' vvi«: manche T<*xt-Varianl«*n lM*vv«*i-«*n. f’n«I kein«* Ilnftnrn ward verlesen, ohne «laß de:- Throne* f)n\i«ls Erwähnung geschah. Mächtiger noch als Gebete wirken Symb«»I** und aus- . gezeichnete Huldigungen an llöh4*punkt«*n de* Jahres; dahin gehört der-Sessel des F.lja hei jeder Be-rhneidungsf«-ier «xh-r i!«t' Berlier «^e* EÜa ain S«‘ileraln*nd: «lahm «Re unvergl«*irhli«*li **rhahenen. m c s s i a n i 5 e h «* n If u 1 «1 i g u n g s ge h e t e in» Mussaf von Ro*i*h-has«*hana un«l Jom ha-Kippnrim: utärhtig genug, um «liesen Festen den l>c*on<leren Glanz n»e*dani-«*her Ifo«*hfi*i«*rn zu. verleihen. Beachten wir wohl, «laß hier «Re univ«*rfc«*ll<*n C«*<lank<*n' «ler Gottesherrschaft ül>«:r alles TnRs«*he vorau“g«,fctellt werden: den lx*sonderen Ifoffnungcn Israels wird er-t «ler zweit«* Rang eingcranmt: «laß alx*r in dem llnrhge-ang «le* Al«:nu-GelN*l«M von Pflicht u n <1 Bereitsrliaft Israels zuerst «lie Reile ist. «lern F.inig-F.inzigrn aurh mitten in einer W>lt an«lersartiger Gläubigkeit zu huldigen; «odann er-t von «ler me.ssianis«*Iien Hoffnung. Zeuge vom ..Reich»* «les Allmächtigen“ 'malcluit sehaddaj) zu w*cnh*n. wo an Stelle aller Trmug un*l Verwirning das Königtum Gotte* laut 2. M. 13. 18 '»iwl Sa«*haria 14. Heilung und Einung'auf Erden für ewig lK*grün«Iel. Nmh mag erinnert werden, daß fortan Schelm. Pi-nuin iuhI Pijjnt nicht müde wurden, In tauscmlslinunigcin Chor «ler ineuh i a n i»«* lic ii Envartung, bald fremRg*jiilK*lml, l.ml«l t4ehnsüohtig-M*lmu*rvüu*h Ausdruck 2u gehen. 4. M y 6 t i h c li «• r' M c s > \ a u i .* jn ii s. Ms ist lH*z«*irhncml für «len inneren W hlerstaml gegen kulyptik, daß di«: ultereu, e *<» t c r I sc U e u 1 A*lm» vou S|H*kufation üh«*r Kosmologie, Thmphniue' un«l Augelogi«' erfüllt hiu«1,. nicht nhcB v«»n MesskiiusiuiL*. 1Vm«i stärker lierrseht er im Soliar und seinen AiLsläufcrn v«ir. LiterariHrluShiiikleulung bis hin zur Mv.-tifikalion ist die /uriirkfülirung ihrer lndm’ii auf ältere Autoritäten, iulies. R. Schimon har ,l«M*hai._ \«m «ler I. u r i an i s c li r u Ka.hhala i-l cü)um*ii<l zu erwähnen, daß si<* «len G«*ilankcu «Irr Bereitschaft für «las K«muu«‘u d«*** M«>*ias hervorhoh. ja «la- Rcrrii-em zur ersten ’F«inleriutg «*ihoh. Der Erfolg ,»«ar geteilt; was hc-cliaulichcu Naltii«*n zu einer bis zur Heiligkeit reirhendeii GoUv<*rhiunl«*uht*ii- und vcrhuo'i'lichtcu Hoffnung vvunlc. setzte sich hei amlcrcu tu Schwiirm«*r«,i. jaTalcmlrang mit allen «laraus flicßciulcn Gefahren um. Die--Spure» Har K«»chhas .-clirrrktrn nicht <*im*u David Almiii. Abraham \bulafia. David Ih'iihriii. Siilimm Molrho. Sahbmai Zwi. ..Dir My-tik". Im*ii»«***I%t tr«*ffrn«l l.«*«» Bm*rk. ..hat dir-r cliiRa-ti-«*hc Bewegung h«*giiii-ligt mul nach ihren Fchl-chliigcu gclM»rg«*n.** _3.' Messias- V. v wart u u g i n «l«» g m a l i * .* U - pUil«»*wp h i s «* 1» «* r S p r k*u 1 a 1 i o n. Dir Tntsichr <!<*> Fchlru* von Dogmen im Jtidciiliiiu hciicuti i uiclrt zugleich «la- F«*lil<*ii >|^4cnlati\cr Forschung mul doguuu li-icrt-mler Au-äiz«* über «lh* wichtigeren l.<-lu-luck«' «ler Svnag«*ge. Wie alt soh'ln* >in«l. hi-wci-t Mi-clma Sanlicdr. XL I 2. Sic fonh-rl Zustinmumg zur L«:)irc von d<*r 1..Vufcr*l«*ltmig auder T«»ru’\ nicht für dir me—iatii-rlic l.rwarhing. Die --Ircngcn* lh*Rgt««Osp\tilo*ophic Saailias trcniil dii*^ hh*t*ii ,.Anfer-I«*hmig'* lcchij.il liamctiin) und ..Erlö-img“ Jm-pedüt wc-lmpurkaii) -liyiig um i*iliamii*r und behandelt sic in gctr«*iml«*ii Ah-clmill«*ii. Kern seiner Aiisfülirnugcu ist «h«* Uuhcdingtli«*i( «ler got(v«-rlu*ißriidrii Ivrlömmg. «Ri* «*r al- «in Wärlrn Gott«*- auf uiiM-n; Rin-kkrhi'./it ihm dculrt. mul um ihn: <H’llimg^zii erhöhen auf «li«* Toraworlr 3. M. 311. 3-10 grümlet. Nur zur l uler.-lülzimg iReucu ihm l*i'<>|du*l«'ii und Psalmen: Daniel- Zalilruaii-ätzt* rnlitig zu stellen, fonlerte «1er /«‘ilgrsrhuiark. Je tiefer wir in «Irr n*ligiös-phil«N-ophis«*lM*u S|M*kulation hinnhgrhcn, «l«*sto deutlicher «*ulhülll su'h «li«* Tatsache, daß von den größten. jü«liHcln,ii iVaki-rn mir <Ias,_MDaß!“ «Icc - luc-simiischcu Erwartung unerselüilterRrh mul wir ein«*' Knii-ci|m*uz au- «ler g ö 11 I i c h <* n L e i t*u ii g Israels u n «I «I «* i* W’ «*Ilg «• s «• Ii i c h t «• fr.-tg«*1ialt«*n. «hl- ..W'ieV** jrd«M‘h fn,ig«'.-t«*lll wfril. Muimuni allcriltng.- gelaugt im Kouimentar zu-Sa»du*«lr. XI zii M*im*r hckmmtin Auf-tclhmg von -VA t •rmulsiil/cn jüilisrhri* Gtaiilicnslchri*, deri*n 12. «lic m<’—iutii-rlu* Hoffnung au—prirhl. Sin: ..ich <*rwarl«* ihn** ist eine Aiifnalmu* von *R. Nntaiifrolicm Rckctinliii.s: „es prägt sich <*in mul «Iringt in abgründig«*. Tjef«* «l«*r Ruf di*s I,roplu*l<*n llahaknk (2, 3^ ...Imrns«*in!'* (Saldi. 97 h). Prophet. ' Rabbi und Philo-oplt r«*o,lu*n -ich iilM*r dic-cm Worte du* Hände. Alu:r schon Ghn-dni Gn’.'Cabcstri'ili't .«len vordringlichen Glmraktcr «ler iue-siiuu-4-lieu Erwartung als Prüfst<‘in jfidischrr Glniihigkcit (Or Adonaj III. B: \Vi«*ner Ausgabe. S: Bla': mul Josef A 1 ho_ (Ikkarim f. 23: IV. 42)!mii für ihn keim*n Raum. WYim Don Uaak Ahravanel. stolz auf m*uh* «liividisi'lu: Ahslanmnmg, d«*m. Kr*rhrincn des ../«-mach David“ sogar 3 Werke widiiu*!, so lu-.wcisl «*r nur, wie stark me—inirjsclir Erwartung (ein häufiger Gcgcn-tand jfuli-rlu*r Ajodogctik mul Polemik) zum 'l'hcuia g<*-r|iH*lit.spliilo«np|ii*«*Jn*r Krör(«*riiiig w<*nl«*ii mußt«*. <1. Ir. zur Snnnhntnr.g jüili-clirn S<'ins und St-hirk.-ult erregt«1. * s^= C. Neugefialtung der meffiünifchen Erwartung in der jüdifchen Theologie der Gegenwart. Ein Ausblick. Zur voUk«inmu‘iu*u Neugestaltung «l«:r mcssuuuscheu Erwartung, deren ri:lii:ioiis-lii*t«iri-«lic Grundlagen wir skizziert IiuIh*u, fonlert «li«* jüili.-che (»«*g«:mvart auf. Das LcIh-h ist. wie m» oft, «IcC 'riu:<>rie mächtig \orang«*«*iIl; al*«*r wir IuiIh*ii lH*r«*its ttef- *cliürr«‘ii<le Kor-chimgcn mit iu‘iu*m Aspekt iiImt iiint ’llicina 'alt*» jüngerer Zeit von llermann (!«>lien, Frau/. II «• **-«*-ir/. w e i g. l.co B a e «• k , Achn«! Ilaani. J«i-4'ph K I a u - u •'r . Marlin B u he r , Glmule C». M o ti 1 «* f i o r «*. D. Philip p *► n - R «mc - *ii i) w(-, - Die Erklärung <h*r Meiis«,ln*nre«*liie 'Niml-Aöirrikn 1.7/»f»; Frankreich 1789), <l«*r hürgerliclieiv (ih ich-lclhing «h*r franziisiwhen .luden (1791) und «li«* sich «laniii kiuipfciul<*n Bew«*gimg«*n in vi«*|rn Staat«*ii «ler Erde mit jüdischer Dia-jHtra halM-n Spumumgcii vieler Jalirhiiudcrte geh'ist, «loch, auch n<*iic liervorgentfen, .ohne («laß dieser Proz«:ß zum _Ahs«*ldiiß gelangt wäre. Eine mächtige, iutw-rc. Bewegung rief. v«m D«*uts«*hlmul aiisg«4u*n«l nml. flher große Teile «ler Erde, sich fortpflau/.eiul, «Re W i * s e n s r h a f l des .1 u <1 e n t ii in s hervor. Sie hat die ridigiü-«- Haltung «ler jü«lischcu Gcim-iuschaTt lief mul Nachhaltig iH-cinflußl. «dun* sie ülK:rall .gleichartig Ucuprägen mul umf«»mu*ii zu wollen uud zu können. Ahgeschen von imgemiiulert schroff grg«*nsätzlu*lu*r Slnlung zur Tradition, ist s«*il etwa 30 Jahmi ein An<H-hwelfeii natiomiljfulisrher Gesinnung festzu-tcllrn, lH:flüg«'lt durch «lie - Bnlfotir-Erkluning v«m -l‘>l7 uud «lie BcschlüsM: von San Item«» (1921): und eine ausgesprochene Wemhing nach «i«*r hisl«iris«*hcii Ih’imnt ist, ungeachtet aller Erklärungen säkularisierter Führer- |H:rAÖfiRciikeiten, von uns als V«*r*m,li «1er V«*rwirklichung in <• - - . s i a n i nc h e r Erwartung zu werten. Eine reiche Pr« Irralur: «lic stnrk«*n Textwoiidlungr» unserer (udwlhürhrr*,' neue Forum- Renuigen unserer fn:hrscjirifteii siiul auch für ims«*r Problem ür«irul«:t mul beurteilt in dcu Arlu*it«‘ii von G. S «*. I j g in a u u . M. D i e o e in a n ii mul Max WM«* ii e r. Diese ueii«*u Moment«) sollen gesondert betracht«:! werilni. Nur als «:rste Zii-aiimu*nfas-ung mul Zu’lsetzuug mag -chon an die-er Stell«* gesagt sein; «Re Neugestaltung «ler nu—omi-i-hm Ervvafiimg in «h*r jiulischeo G«*g«*nwnrt wir«l den p r «> p h <• t i * e h <• n f!harakt«*r Israel h als de s G «> 11« s k n «: «* h I es zum Mittelpunkt halH*u. dein vorzüglich di«: Aufgaben zufallcn: Wirkämpfer zu bleiben für «len Einig-Einzigen Gott,' den Vater _aJler Mensilu-u '..f*ra«:PV «I. t. G«>tle—tr«*it«*r Jh*för«!<*r«*r «le* Fri«*d'«*ns Mj*rn Jmhntimi ist ,.F r i «• d e“ llöch-tgul für «Irn Einzelnen, wie für «Re Geniein- *schaft); Stimmführer für «lie Sach« <l«*s Rechts mul «l«*r.Gerechtigkeit m allen B«*zi«4mngen «ler GoUesgrsclulpfe unter emanih-r. ein«: unveräiiß«*rlieh«: Erbschaft aus den Tagen seiner Erzväter H. B. Mos,: 18,19): ,.Trh habe Bin nu*«?rM*1u*fi. auf «laß er seinen Kiiulem uiul M’incm Haus na«*h ihm Ix'fehle, «laß «ie -4*in«*o Weg wahren; Gerechtigkeit un«l Recht zu filurn.“ Literatur. Jüdische: L. B a «.*«: k : Religion in Gesci». u. 3 8