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Jüdische allgemeine Zeitung · 1936-04-22 · 17 (22.4.1936) · page 7

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
16 (1936)
Issue
17 (22.4.1936)
Date
1936-04-22
Page
– (sequence 7)
Language
German
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König Salomos Tochter / Eine Legende nacherzählt von Dr. BERNHARD HlRSCHBERGSCHKADER Küttig Salomo hatte eine Tochter mit- Namen Kezia. Sic war uugewöluilich schön un<l klug und erfreute alle durch ihr einfaches und schlichtes Wesen. Eines Tages versammelte, der .König seine Vertrauten auf dem Dachgarten des Palastes, um eine wicht ige Slaat-*angclegenheil zu beraten. Als die Verhandlung zu Ende war, Heß er ihnen Wein ' und auserlesene Leckereien reichen. Plötzlich wandte-er sich an den Hohepriester inid sagte leise: . Priester.!" ich hatte heute Nacht einen MUiderharcn Traum; Meine Tochter Kezia stand plötzlich vor mir in einem blendend weißen Gewand und sih nur bewegt in die Augen." Dann erholt »ic -.ich in dir Lüfte Und cntschvvaiul meinen Micken. Was mag dieser Traum wohl bedeuten*'" Der Hohepriester sciiülleite -bedächtig das Haupt und sprach; ..Es ist in der Tat ein seltsamer Traum, mein königlicher Herr. Der Menschen W eisheit reicht nicht aus, Um zu deuten. Ich will deshalb die L:rim und die Tummim ln*f ragen." (kirim und Tunimim: Lichi und Recht, Name des nltisraclitischen LosörakrK das der llohepric-ter trügt und hcTruul.) ..Gut. bringe mir bald die Antwort." Her Hohepriester stand auf, verneigt;* >irh vor dem König und begab sich in den Tempel. -Er befragte die L'rim und «IL* Tummim um) erhielt diese Autwort: ..Ein Junger Mensch, der sich kaum das tägliche 11 reu verdient, wird die Königstochter Kezia zu seinem Weihe machen, wenn die Sonne ihren Lauf zum hunderlundfünfzigslcn-Mal vollendet hat." Wenig später überbrachte, iler Hohepriester :dcm König die Verkündung. Das-Antlitz lies Herrschers verfinsterte sich. Wortlos entließ irr den Hohepriester. Nach langer Überlegung liesehloß er. sich gegen den Ausspruch der L'rim und Tummim zur Wehr zu . setzen und seine Tochter an einen Ort bringen zu lassen, wo sie vor aller Welt verborgen bleiben würde. König Halouin he fit hl fünfzig seiner Getrucu in den Palast und sprach zn ihnen: ..leb will Euch mit einer großen Aufgabe betrauen. Schwört mir Ihm doli, dem Herrn des Himmels und der Erde. daß Ihr alles, was Ihr hier hört, als tiefstes Geheimnis bewahren werdet." Nachdem sie den Eid geleistet hatten, fuhr der König fort: ..Macht Euch reisefertig. Ich werde Euch in einigen Tagen nach einer liiscl schicken, tlie weil entfernt mitien im Meere lie^t. Dort sollt Ihr einen. Turm von hundert Ellen Höhe bauen und ganz ohen drei Gemächer mit Fenstern einlassen und eineiig Dachgarlea errichten. Den Turm -sollt Ihr mit einer dicken Mauer umgehen, so daß niemand luiiciugclaiigeu kann. Wenn der Hau vollende! ist. kehrt Ihr nach Jerusalem zurück." Einige Tage später traten die fünfzig Vertrauten die "Fahrt an und erreichten nach dreiwöchiger Schiffsreise die Insel. Sie begannen bald mit dem Ihm. Der Turm wuchs und erreichte die vom König vorgeschriebene 1 löhe. Auch bei der Ausgestaltung der Gemächer und des Dachgartens \ erfuhren sie nach der Weijsung des JCönigs. Zuletzt umgaben sie den Turm mit einer-dick.-u 'Mauer und ließen nureinen schmalen Zugang ofL*u. der später verschlossen werden sollte. Als die Arbeit vollendet war, fuhren'' sie nach .Irmsalem zurück. * - König Salonio nahm befriedigt ihren Hericht entgegen: „.Nehmt nieinen Dank, daß Ihr meinen Hefehl so gut ausgeführt habt. .Aber noch eine andere Aufgabe harrt Ett.-r. Kommt in vierzehn Tagen wieder zu mir." Der König Heß seine Tochter Kezia zu sich bitlen und sprach zu ihr: ' * „Lege Kleider. Wäsche und Schuhe zurecht, denn ich; fiahe beschlossen. Dich in vierzehn Tagen' auf eine weite " Heise ,-*« schicken.": Wohin. \ atei\ soll die Heistgehen, und wann muß ich zurück sein?" fragte die Königstochter. ..Das darf ich Dir noch nicht verraten, mein Kind." ..Ich werde tun. wie mein Vater befiehlt." - . * Ale die Frist abgelaufen war, erschienen die Diener vor dem König, um seinen Refehl entgegen '/n nehmen. ..1 lürt mich an. meine Getreuen. Ich übergab«: Euch meine Tochter Kezia. H ringt sie nach der Insel in den Turm, den Thr gebaut habt. Dort soll sie wohnen, bis ich wieder nach, ihr schicke. Verseht, sie mit Speise und Trank uml allem Notwendigen, damit sie an nichts Mangel hat. Dann kehrt wieder * nach Jerusalem zurück. Hauptmann Josua. Ihr werdet meine Tochter auN Schiff bringen und auf der Reise begleiten.1 lrnd Ihr", wandle er sich an die andern. ..nehl voraus und erwartet sie au Bord." *' Zu seiner Tochter sagte er: „Itefichl den Dienerinnen. Deine Sachen ht-rciizuhahm. denn heule verläßt Du Jerusalem. In zwei .Stunden geht das Schi Ff, das Dich an den Orl hriugru wird, den ich für Dich bestimmt habe. Hauptmann Jonia wird Dich auf Deiner Heise »begleiten." ..Ich Inn bereit. Vater", erwiderte Kezia heiter. Der König sah sie erstaunt an und meinte: ..Du bistgut gelaunt, mein Kind.11 ..Ja. Vater. Mir ist es sehr froh ums Herz, dvnn Sirute erfüllt sich endlich ein Wunsch, den ich schon >» lange gehegt hatte/1 ..Dein Wunsch?" ..Ja. Schon lange warte ich. daß Du mich mit einer Aufg;nV betraust, die ich zu Deiner Zufrirdcnlicit erfüllen könnte. Nun ist der Tag. gekommen." König Snlnmo küßle seine Tochter und befahl dem Hauptmann Jn-ma. sie aufs Schiff zu begleiten. .Drei Wochen später legten sie au der Insel an. I fauplmann Josun meldete \der . Königstochter. «laß sie am Ziel seien. Kezia trat auf- Verdeck und sah den Hauptmann verwundrrt an. ..Hauptmann, was soll ich auf dieser Fn-elV" fragte «-ie zögernd. ..Es ist de? Königs Wille, daß Thr eine Zeitlang hier widmen bleibt." ..Hier? Teh sehe keine Häuser. Iceine Menschen. Wo_ werde ich wohnen?" " ..Seid unbesorgt. Prinzessin. Seht dort den Turm. Er wird Euch au fnehmen.";.lTnd «las i-t der Wunsch meines Vaters?" ..Es ist des Königs Wille."1 Schweigend verließ sie mit dem Haupt mann das Schiff. Zwei Männer folgten ihnen mit einer Leiter. Sie traten durch den «ehmalcn Zugang in der Mauer an den Tun» und legten die Leiter an. Oben angelangt, zeigte Hauptmann J07.ua der Königstochter die für sie errirlielclen Räume und den Dnrhyarlen. Dann ließ er alle mitgebrachten Vorräte auf den Turm schaffen und -übergab sie der Prinzessin. ..Hauptmann, ich whe. daß ieji eine Gefangene bin. _ Aber es ist der Wille meines Vaters, obwohl er mir unverständlich ist.!* Sic verabschiedete den Hauptmann und ging licfl>ei.rüht davon. Als der Spalt in der Maurr verschlossen war. traten tlie. Männer die Hückfahrt nach Jerusalem au. Sie cr-chieueu vor dem König. ..Habt Ihr meinen itefchl ausgeführtV" fragte der Herrscher. ..Alles ist geschehen, wie der Köui-r befahl." ...\\ ie lange reichen dh* Vorräte und da* W asserV" ..Drei Monate." König Salomo dankte den Männern und ülH-rreichti' inu.-it kostbare Geschenke. Daun entließ er sie. In Akko lebte ein sehr armer Manu mit Namen Abiaui. Er war Wasserträger und verdiente Sieh -ein kärgliche* ltrol durch mühsame Arbeit. Ihm wurde ein Sohn geboren, den er Itruhcn nannte. Der Knabe wuclis heran und entwickelte sich zu einem schönen und klugen Menschen. Er half seinem Vater Iiei. der Arlteit. fand aber genug Zeil, sich in gelehrte Schriften zu verliefen und seinen Geist zu bilden. Aber al* die Nut im I lause, immer größer wurde, ging er eine- Tages zu -einem Vater uml sprach zu ihm: ..Vater, ich will hinaus iu die Welt, vielleicht bekomme ich Arlwit" und verdiene mir mein •tägliches Hrot." Der Vater erschrak. ..Ich kann Dich nicht fnrt!a-.-eii. mein Sühn. Deine Kleider sind zerrissen, und die Menseln*« wvrdni Dieb hr»'imml vrrs|H>|tcu. Warte noch eine kurze Zeil, vielleicht schickt im- Göll irgendeinen Verdienst." Die - Multrr weinte und klagte. Doch Heulten Instand auf seinem Willen. Er steckte -ich etwa- Hrot in die Ta-che. küßte dii* Eltern zum Abschied und \ erließ Akko. .Heuben wanderte den ganzen Tag. AU c- Nacht winde, befand, er sich auf einem freien Felde. Er beschloß, sich an-zuntheti. um am nächsten Morgen Ihm Sonnenaufgang -den \\ eg fortzusetzen.- Das Stückchen Hrot. das er mitgenommen halte, war.bereits \erzehrt. Hungrig legte er stell nieder. AUhald erhub sieh ein ei-kalier Wiml von der Wüste her und ließ ihn bis ins hmrrMe er/U lern. Als er sieh einen geschützten Platz suchen wollle. sließ er auf das Skelett eine- Hüffcls, dessen Fell zum größten Teil .noch unversehrt war. Da er fror, trennte er mit .-'einem Messer das Fell ab und hüllte sieh darin ein. Dann ver- ' sank er iu tiefen Schlaf. Da schoß ein mächti**rr Adler au* den Lüften lierabpackte ihn mit seinen Fängen und flog über* Meer. Endlich ließ er sich auf dem D;irhgar!eu de* Tmine.s nied. r. iu dem dir Prinzes-iu lebte. Er legt-* seine Heute auf den Fußboden uml flog dann zu einem Felsender ans dem Meer hervorragte. Am nächsten Morgen erschien Ke/ia auf dem Dachgarten, um ihren gewohnten Spaziergang zu machen. Alter wie erstaunt war sie. als sie das Fell eines* lmlfelvi»r Meli liegen sah. IWh ihr Krstauuru verwandelte sieh geradezu in Srhrivk.-n. als -ie da.-. Fell öffnete und darin eitieir friedlich schlafenden Jüngling vorfand. Sie weckte ihn. ..W er bist Du?" ' Er rieb sich verwundert dir Augen und sprang auf: ..Ich bin. Heulten, der Stihu de* Ahhunau- Akko." ..Sag", wie kommst Du hierher?" Er erzählte seine Geschichte bis zu dem Augenblick, da ihn der Schlaf übermannt hatte. ..Was >oiisi mit mir geschah, weiß ich nicht. Ich vermute aber, daß einer dir großen Adler mich hierher getragen hal." ..Wunderliche Dinge geschehen auf Erden**, -agte die König— locht er nachdenklich. Daraul führte sie Hcuhru in eines der Gemächer, .wo er sich erfrischen konnte und reichte ihm dann auf dem Dachgarten erquickende Speisen mid Trank. Seksatu berührt von allem, faßte er sieh ein Herz und sprach: ..Verzeiht, edle Ilerriu. daß ich mich vermesse, eine Frai-e an Euch zw richten. Wer .-cid- Ihr, und wie kommt Ihr in dic-c furchtbare Einsamkeit?" Die Königstochter errötete. ..Ich bin Kezia. die Tochter des mächtigen Köm*;:-« Salonn*." . Line Königstochter?" ..Ja. Auf Hefehl meines Vater.- wurde ich auf ein.* Heise ■ieschiel.t und nach lauter Zeil hierher auf den Turm gebracht." \.W as habt Ihr denn verbrochen, daß. man Euch hierher M-rbannl hal?" ..Was habt lue denn verbrochen, daß mau Euch hicrh.-r v erbat ml hat?" ..Ich bin mir keiner Schuld bewußt um) fra^e mich jeden Tai:, wi-halh mein \aler die-e Strafe über mich verhängt hal. \bcr :-r ist der König, und sein Wille ist Hefehl." Heuben *■ ersank iu Nai'li-inncii. Nach einer Weile meinte er; ..Mich dünkt, daß hier ein große- Geheimnis wallet." ..Ein Geheimnis?" frai'lc Kezia. \erwmiderl. ..Ja. ein Geheinuli-. Laßt 1111* zum AllniäVjjiiüco flehen. dal> sich alles zum Guten wende." * Es vi-rgin-frii \iele Tage. Kezia und Heuben vrrbrarhlni ibre Zi il in ern-thalicti (ie-^prächen. Sie lernten einander immer mehr kennen, ihm) eines Tage-' sagte Hculren zu Kezia: . ..Prinzessin, es isi heule ein ho schöner .Sonnentag uml mein Herz ist erfüllt von Euch. Sagt mir. ob ich es wagen darf, meine (Micke zu Euch zu erheben uml Euch zu bitten, im*in Weib zu werden?* ■ ..IieulM-n". erwiderte, die Königstochter licwcgi. ..Du ilarf-l es wagen, denn Gott selbst hat Dich auf wunderbare Weise zu mir geschickt." Hcubcu antwortete: „Gott und seine Engel Michael und Gabriel sind Zcu»en. daß ich Dich heule zu meinem Weil».- mache. Er .möge uns heseliülzcu und wieder in die Heimat zurückbrimren.*' König Salomo saß mit seinen' Getreuen beim Mahle und schien wohlgemut und »uter Dinge. Zu M*iner Hechten saß. wie immer..der Hohepriester. Nach einer Weile erhöh -ich der Koni». Er nahm ihn bei-eite und sprach: ..Priester, sieh hin. wie alle meine Getreuen sich froh am Mahle ergötzen. Auch ich scheint* heiter und wfihk'elaunl. Lud 'doch Ul mein Gemfi 1 tief bedrückt.1" „Wa<* betrübt meinen königlichen Herrn?" ..Hör' mich an. AI- -Du mir damaldie \Wi--agnng i"nVrbraebt halle-t. bc-chloß ich. dem ,Spnn*b der l'rim und der Tum mim zu trotzen, und ich tiabi; meine Tochter Kezia -chw reu Herzen* nach einer eiir-amen Iiwl bnu^en la—m. Sie ahnt niehtt wishalb -i<- <Iort ist. und hält mich für hart und 'irausajii. Ich w-eiß. daß ich -.'cgen den Allmächtigen ge-ündi^t alK*r ich tat es um meine* Kindes willen. Ich vergehe vor Sehu-ueht nach metner Tochter. Auch ist die Frist, in d<T -ich die Weissn-jing iler l'rim und. der Tummim erfüllen sollte. lM*reits ahgrlaufrnV* .Afein Köni»". sagte der Hohepriester ernst. ..ein zwiefache- Liirecht lastet auf Deinem Gemüt. Du ha-t «lern' Spruch der heiligen l'rim und der Tummirn getrotzt und-zudem Dein Kind in die Einsamk:-it verbannt. Säume dalier nicht länger. Deine Tochter wieder, vor Dein Angesicht zu bringen und zum Allmächtigen um ' \ ciücbung IViucr Sünde zu liehen."- _ ..Weise i-l Dell; Hat, Priester". rnlgegiH'le der König. „Ich .*ell*--i werde meine Tm'hter auder \ crbauiiiiug zurückholen. Ich will auch zum Ewigen l-etcudaß er mir meine Auflehnung verzeihe. Göll i-l barinher/ii: und großniütig und uiiUi nicht mit— iiieuschliclieu Mäßen." Am -näehsleu Morgen VuS König Salomo den 1 laiiplmami .Insiia zu sieh kommen uml In-fahl ihm. sofort ein Schiff /u rüsten und -ich mit der l»cwiihrlcn Mann-chafl für nach der In-cl bereit zu halten.. — He Die Fahrt mit dem künig an Itord verlief glnrklich. Nach iduuutlzwau/.ig Ta**eu teilen .-i-' an der In-cl jui. AU der König den Turm erblickle. in dem er -eine Tm-hter gefangen hielt, wurde er -ehr bewegt. -AU-r er verbarg -chie Erregung vor den - anderen. Sic fingen au Land, schlugen in dir Mauer eine liefe Hre-chc und 1h--tie»i*n mil Hilfe einer -mitgebrachten Leiter *dm Turm. Prinzc—in Ke/ia halle da- Schiff bcrcilvon weitem kommen si-Jien. Sie erkannte ihren \ uler. a!- -ich das Fahr/eng näher Ie. und wartete [Michciidcn Heizenauf sein Kommen. Als Köllig Salomo über die Hrii-limir -lieg.- -treckte ,-ie ihm die \rme eulgegen und fiel ihm um den-Hals. Der ganze Groll, den sie gegen Üui hegte, war wrges.-rn. ..\ ater. \ ale,r. ich bin. so glücklich, daß Du endlich ge- 1 klimmen hM." ..Auch ich bin glücklich. Dich wieder/u-eheumein Kind"; erwiderte del' König gcriilifl. Er mnebtr dem l bmplmimn ein /eichen und /.o'^ sicTT~mil -einer TiH'hlcr in eines der Gemächer zurück.* König Sa'oino nahm zärtlich die Hand'seiner Toehler uml sprach: ..Höre mich an. mein Kind.. Vor längerer Zeit wurde mir ■ii\\ei—agt. <hiß ein armer Mensch, der kaum da-* tägliche Hrot bat. I Urb zu -einem \\ eibe macheu werde. Ich wollte Dich vor einem solchen Seluck-ul be\tuhr<*n. und ließ Dich auf diese lu*-'al bringen. Nim i-t die Zeit abgelaufen, und die Weis.-n--iiiig hat ihre Hcdcutuug \crimen. Ich bin gekommen, um Dich wieder nach ..lefii-aleui /o bringen." Tbcr Kczias Antlitz hu-chle ein, lein*- Lächchi. Der König -ah mit Wohlgefallen seinem Kinde in die Augen. ..Ich bin -o glücklich. «laß Du keinen Groll gegen mich heg-t. - denn ich war nur auf dein Hcslc« Ix-dachl." In diesem Augenblick tat -ich die Tür auf. und Hcubcu erschien auf .der Schwelle des Gemache-, Der Köuii; -prau*- er-launt auf. ..Wer i-t der Fremdling? Wie kommt er hierher V" Kv/.»a trat tu Wrnbc» hin. mcble '»hm »lie Ibmd und führte ihn zum König. ..Die." WViva»un<! i**t iloeh in Erfüllum: gegangen. Vnier. Dies i->l Heuben. mein Mann'\ sagte schelmisch. ..Dein Mann?" fragte der König ülM*rra*H*hl und sah sie prüfend au., ■ ...hxr ■ , Lud sie erzählte ihrem Vater alles, wu* sieh 7.ugclra**en hiitti*. König Salomo versank in liefet Sinnen. Nach einer Weile muß er behbmit ernsten Hliekeu uml nagten— " „Ich *-e|ie.. «laß Göll Euren .Hund newolll und grsr*^nclhat. Es.i-t niclii wri-e. t«i«*h gegen winen Willen /mf/ulehuen- Fürwahr, -elj-jiiu -ind dii We-ic' des Ewigen." -.Drei Ta*»e •■päier traten sie die Heimfahrt an. ^otttsWtnlte in den Sv-nogogcn mil neiirm Rifun Freitag. Ii 4. April, (i I hr: FasaucitNlraßi*: Galliuer. 7 l hr*. I.iiwlcn-traße:' Sidonion^ki. Frirdensiempel: Ibimburgcr. Neue Synagoge: van der Zvl. LülzoW-t ruße: ■ Wiener. L»*\ efzow - slratV: Lewkowitz. Priuzre^enleuslraße: Itnmch. Liberale Svna»oge Norden. Selnmbauser MIce 7.l"i J'lir: Ltvy. LlUrid.- Synagoge Osten. Kaiscrslraßc *l.(k 7..'l(l I hr:' Locwenlhal. LÜK-ral«' Synagoge jS'ordost. Prenzlauer Promenade I7(i. 7.."itl I hr: SiUier- .-•tciii. Liberale Syinigoge Westend. KaiH'rdauuu 711. 7.1.1 l'hr: f »rnf. LilH'rale Syna-ioüe Weildiu^-Heii*h*kend<irf. Trift**l'raße Cu\„ 7.'MI \ 'hr: Goel/. .lüdische Hefnrmgemeiiidc.-.Joarhimvilmh'r Slr.-I.'L Ct.'Ml 1 hr: ,(Hiii-< haIk; Jüdische Hcli<-,ioii'*ü>'uiciudc < liiirh'lleiiburg. Schulstrnf^i' 7. (»..*!(! Uhr. Synagogen*, erein W eißenser. I^ilhriuger Straße '22. 7 Gbr: Meyer. So n 1111 b c 11 d . '2 \ p r 1' I. I hnij'f'jtMte^lieii-i loroi. 10 l'tir. Frühgollc-di* usl 7..'10 .I hr: Liudciintrliß«' mi l L\* *Wf>traße. Liberale Synagoge Norden: Lrvy. LilH-rale Synuyo'.,c Osten: I^M:weuthal. .lüdi-che Heligionsgeiuciiide < barlotlenbur»: *l-'Hl l'hr. Synagogi-nverr-in AVeißi'iim'e*: \n-pr. Meyer. S tt n n 1 n . 2 0. Ap r i I. Jfidi-rhi' Heforurjeineinde. .InhiKini-*- strnße IT». 1IUH l'hr:-Koppel. Dir Gruppe Nrur Svnagogr im Synacogriiv^rhaml Iti-rlin veranstaltet während der Seplnrazcit Lehrvnrlräge der Herren .Hab- Inner Dr. Sänger. Dr. van der Zyl. Dr. Nusbaum: „Sprüche der Väter"." Musikalische Umrahmung: I |err Oln-rkaulor Gollanui. Eintritt frei. Gä-te willkommen. Erster Vortrag: Snimahrntfc den 2.1. April, abends 8 Llir, im Trauern!., Oranienbiirger SlriiBr-flO. Sinroiup-Koiwrrl iIch Orchr»trrH ilcr Kitiistlrrliiiri*. Mittwoch. 21). April. 20 Mir. Schumann-Saal. Lülzouslraße 7f>. A111 dem Prograiiun: Meiidebi«ihu; Zwei Stücke für Sln*icIiorch'eH|er ^f*/ipriccio und Fuge). Er-taiifföhriui^: MeiidelsMihu: Vitdiii-Konzerl: Scluiberl: Sinfonie h-moll: Mo/nrt und Gluck: Arien und- Lieder. Dirigent: Emst Ewald GcImtI. Solisten; Susanne I^M'WruHtciu ^■-ang): W erncr Lywen 'Violine}. Karten /um Preis von' 2. L."0. L— und. 0.7.*i UM. 1m*i ile» Ka«lrlhineu iler Sviia^»'.''"*" Prin/n'ircnlrnstraß«' (>[); Frieden«!cm|xd Haleiwr. Markgr«f-AIbrrclit^lraße 11: Oranienburger Slraßi* 20; l»ei ih-ii IhirhbmiTnhingen Philo. Pariser filraße 14: Keilern. Dahhmmnslniße fi: Wolff. Prager Straße 4; Kfinsilerhilfe. Kantstrnße l'dl 'Hismarck fi02.'t' und an* der AI»en»lknsM'. Eintritt nur gegen Auswei**. Dir Eröffnung der Rrirh-aii<Mrllunt: jfidinrlirr KQu-ltrr findet Sonntag, den 2/i. A|»ril. ntUtnn-* 12 Llir. im .füdi*4cbeii Miis«'uiii. Oranienburger Straße '.U. vor einem geladenen Publikum Mtiili. Dirckfor Heinrich Stuhl und Dr. Kurl Sm«rr werden einführende Wort«* sprei-heii. Dir Au-sielluu'j bleibt bis Sonnla*:. den 7* .Imii n*n*ehHeßlieh »rÖffnH. Montau imd Dienslaü 10 -lh*_L1ir. Miltw*M-h bis Sonntags 10- 14 I hr. 'Sonmdwud»». ••eHchh»H.**«*ii.) Wilhelm Jahn Priva«was«*r*l und PalnpiaHaral. Rthrm: MIbu IdmiR-IMa Abholung oad U<frran( frtl H»t. N 31, Brunnemtr. 41. Im Hiaie dn FriiKimrclni tu Bnc-Brli Loge U.O.B B. _. T*l. D 4 Humboldt

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