Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 16 (1936)
- Issue
- 17 (22.4.1936)
- Date
- 1936-04-22
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Beilage 22. April 1936 JÜDISCHE AI1GEHHNE ZEITUNG Was iß „Jüdifches Theater"? Der Spielplan der Kulturbundbiihnen — Stücke auf Beßellung — Warum kein Tournee-Theater? idtfrt« Historische M i ■> iu I rt .<• il «.Hr.. dramnwrrden. Auch hal.rn zwei Musiker, ein Autor, .in Maler, pczifisch-jüdiscl.c KubnriMli.lcc in Angriff "neu Vogels" in«" «•wrrcrM'iii'lil'dr:. Knbarrlls «Irr Komiker. Verfolgt man <]jcab .'und zu laut werdende KritiU um jetzigen cül Inspirator sein! Kr'muß -Stoffe finden und hierzu die *y» 11-m dr» Kiillurl.iin.l-'n«-iil.T* Lii« p Kulturbund-Theater, so erkennt man den Grund im Autoren. Kr muß bestimmte Aufgaben »teilen- Kr muH diese» ist dem alten Ge*ell»clmfisilicnicr n« wesentlichen darin: daß die Kulturbund-Bühnen im Reich viel dramaturgisch mitarbeiten, wahrscheinlich mit den Autoren zugleich auch lNlrirb»lcchiii»rh ein ju.liscl.es mehr diu Signum des alten de u tsc he n G esc 11sc U a fls - sammen, damit genau oder doch wenigstens annähernd diejenigen hmd . '«if «an« niidrrrn PrfunU».n Ix-rul plans. Man spick Klassiker: Shakespeare, Lessing. Goetlic. nutimtcr aueh'dic Griechen-, dann:. Shaw. Ibsen, Wilde. Pirandello. : .Man sage nullt: ilicsc Mitarbeiter-seien nullt da. Krril.rli ist »crscniriirnnci.....r irunereii .icmsciicn-i.nii.icr. r.» im- ■"■in ■ Schnitzlcr. Zweig, Becr-1 lofmann. Ossip. Dvmow. Selbst in den vielleicht in den letzte» zwei Jahren des Kiilt.irbun.U die.se des dynastischen Theaters eigentlich: seine enormen Ansprüche, einzelnen aufgeführten Stücken ist dieser Spielplan vollkommen dramaturgische Notwendigkeit nicht so klar als der Kernpunkt auch in finanzieller Beziehung. »IrnqH-ln es von vornherein zu identisch mit demjenigen des allen bürgerlichen Theaters, und die des Problems erkannt worden, wie c-s erforderlich gewesen wäre. einem Mäzcniltcii-Thealcr! (\Uliei es gleichgflllig .st. «er die Kritik fra"t: ob eine derartige Wiederholung Sinn und Zw eck . Denn manche wissenden, erprobten Thcnlcrincnschcn (Autoren und Mäzene, sind: Fürsten »der Lander "der Städte oder l'rivntr.) einer jüdischen Schaubühne sei! Die Frage muß man Andere) wären, zu gewinnen gewesen, wenn dos Kulturbund- ' Jedenfalls kann die deutsche Jiidrnhcit heule auch »rgimisabei objektiver Beurteilung allerdings mit einem glatten Nein Theater mehr innere Werbe- und Anziehungskraft offenbart und lorisch nur als eine Kinhcil gewerlel werden, und einsprechend beantworten. nicht viele geistig-aktiven Menschen dadurch abgestoßen hätte. sind auch die kulturellen Einrichtungen zu organisieren, wenn sie Indes.muß. mau gcreehlcrwci.se auch sofort die andere Krage daß es chic ergiebige, lohnende neue Aufgabe nicht zu stellen nicht höchst unrnlioncll arbeiten wollen. Insbesondere aber da» stellen: Ob es dem Kulturbund überhaupt möglieh war. einen vermochte. Auch andere Gründe — da» mag nur nngclculclj Stehende Theater in verschiedenen Stadien ist srlion dc»lmll. der anderen als den bisher gezeigten Spielplan zu bringen? Ks ist werden — spielten Im-! diesem Verzicht auf |Kftriiiicllc Kräfte und Situation nicht adäipial. weil ja kaum ein Spielplan für ein •zweierlei festzuhalten. Einmal ist ein spezifisches Theater jirinbei ihrem Weggang aus Deutsehland eine »olle. Immerhin ist* einziges dieser Theater (ja. noch nicht eiiunal ein solcher) zur zipicll nur möglich auf spezifischer Basis. Das heißt: Ein franin Anbetracht der Mission eines jüdischen Theaters in Deutschland Verfügung sieht. Die gegebene llelricbsforiu ist Zweifel!.» du» zösisches Theater zum Knispiel ist. nur denkbar auf der Grundlage nicht zu spät. Allerdings sind bereits draußen, angeregt von cIk-ii To n r n e e - T Ii e a I e r Ks kommt nicht darauf an. daß gleich- «incr u priori vorhandenen Kultur-Grundlage, auf dem .Fundament den Kräften, auf die man hier verzichtete, spezifisch-jüdische zeitig in M-rschicdcncn Städten Slfickc gespielt wen!..... die cigenleiuer vorhandenen, nachweisbaren französischen Literatur, also Bühnen. projektiert und sogar in Augriff genommen worden. In lieh das ....jüdische Theater ebenfalls (»iH-iidn-in iM.lcnlirllcr' einer spezifisch-französischen dramatischen Produktion! Die Pro- Prag, in Wien, aber auch in Amerika, sogar in Paris isls lebendig spielt »der doch spielen kann. Ks kommt vielmehr darauf au. .Induktion, die Literatur ist das Primäre (wobei freilich auch jede geworden. Kin Studio zwecks .1 r a in a ttPr g i s c h e r wenigen adäquaten Stücke nacheinander zu spielen., in den spezifische Literatur erst die Fol«, das Resultat einer organisch Vor arbeit hnt sich gebildet; genau die Institution, die bisher verschiedenen Slädlcn nacheinander*, also ähnlich dem lt.lricl.sgcwachscncn Kultur ist). Man'darf nicht glauben, ein jüdisches dem Kulturbund-Theater fehlte! Ks wird an einem llerzlsvStcm des Films! Nur hierdurch wird c inilgbVh »ein. auf die 'Dicntcr charakterisiere sich bereits darin, daß jüdische Schau- Drama gearbeitet; eine MoseH-Trilogie ist im Werden Dauer auch dem kommerziellen und .finanziellen Dilemma wirksam ■ Spieler vor einem jüdischen Publikum Shakespeare spielen (oder (auf der Grundlage von Schillers einzigartigem Moses-Szenarium) zu begegnen. . —or. Shaw, Ibsen, Wilde). Auch die jüdischen Autoren des west- .._'"'__ daM'eKt"jud™!ltIuknirc^ Sulckcn — gcnmi wie in Tr'Malerei! 1^a^pMMt^HMHaBMa^BMa^HHMHa^Hili^m der Musik — mochte man einen Zusammenklang westeuropäisch. Kulturwcrtc mit jüdischen Wcscnsbcstandtcilcn finden könne Ja, womöglich haben sie mit einem spezifisch-jüdi : Beispiel ist Lessing. De - Bruckners ..Elisabeth Man kann nie wiffen! lielitjüfILsehen Von FnIEDA VALLENTIN tk*fye<*f<- eitler jüdischen Hülme durchaus adäquat. Bruckners ..Elisabeth'- - Bei dem Erlebnis von Annie. dir sieb zeilgemäß je ••/.um Beispiel sieht ihr jcdoeli ebenso fem wie etwa Zuckmayers. nennt, aus Klriu-Dingsdn muß ich an einen burlesken des Halbjudcn. ..Schelm von Bergen". Selbst ein jüdischer Stoff. niscl.cn Witz denken. Sitzt da an einem heißen Tn-r Mister \. von einem jüdischen oder von einem i.irhtjüdischcn Dramatiker bequem und salopp zu Hause und. weil es so heiß ist, nur mit 1fir)zl_1<l3£ '" * «"»ebau auf dem zusläliiligeu Amt crgefonnt. kann eher in den Spielplan des westeuropäischen Kulturder Badehose l>cklcidct. Tri» ein guter Freund Ih i ihm ein und ,.~ , . M'I,U" ,,,r 'Ml "m jil'li",'h" ''*""' Thcalcrs taugen. Das typische moderne llihclstflck ist zumeist ein wundert sich über diese merkwürdige Toilette. C.criügclhnndlrrm von Beruf, fünfin.dsicbzig Johrc alt, und brachle Gleichnis — nicht jüdischer, sondern — europäischer Tendenzen ..Nanu, so halb nackt?" Totenschein ihrer Mutier. Ja, sie wollte ordnungsgemäß und Schicksale. Wedekinds „Simson" ist die dramatische Ge- Worauf dieser erwidert: „Lieber Freund, vor dir brauche ich mitteilen, daß ihre .Mutier gestorben wäre. Wer ihre Müller stnltllng eines allgemein-gültigen erotischen Problems auf bibmich doch nicht zu genieren: ]■'.- wird doch keiner kommen!" ««re^ Krau lle.ue Mirjam Szwycka. Celwreii? IH24 in Warschau, lischcm Hintergrund. Dieses Drama hätte auch dann keine ,.Na -ut". meint der Freund, .und wozu hast du dir zur l"-'''' •'»• »«-"*- M««er ist also ciiihundcrlzwölf Jahre all Beziehung zu einem spezifisch-jüdischen Tlicatcr, wenn es von Badehose den Cylinder aufgesetzt?" .geworden? Ja. Die Beamten 'sahen einander an, mmi pickt in einem Juden stammte. Auch im Artistischen, in der theatralischen Darauf der andere: .,Na, wenn schließlich doch einer kommen Statistiken nach, rechnet, — die Verstorbene war die allem« Formung entscheidet nicht die ethnologische Beschaffenheit der sollte! Man kann nie wissen . ..!" •Ii»l>» ">» l'«len. ' Vielleicht nicht bloß von Polen. Regisseure und Darsteller, sondern allein — wie im Drama „Man kann nie wissen" war auch das zweite Wort von Eln >"M>««inles Alter . . . Al>cr für ein so alles Volk, wie selbst — die geistige StilHtanz. die visuelle Disposition. Dem Aimic-Esthcr, die als „Auslauschtochter" zu Frau Fanny Sillx-rv,r "',,dtf,r M> pyramidale Altersersch.iiiungeii, wie .wir sie ennanns;.Nathan" sehr viel näher stein, einer reinen lichcnswürdi<'fn älteren Witwe nach Berlin K'mn a"H ,,,:r '"blisi-lieu Scluilsliinde kennen, doch kein so ererenden Kortner! Der ..Shylock" kam. „Austauschtochter" ist vielleicht nicht ganz richtig gesagt, »tauulicher llekord. Immerhin, ,-nuu« könnte .vielleicht einmal i Schildkraut prügle gerade "die denn Frau Silbcrstcin hatte keine Tochter mehr ..ouszulaiisrhcn". ' «"»rechnen, wieviel l'eMlage diese Müller gefeiert und wieviel dunklen Wesenszüge der Ccstalt schärfer, man möchte sagen: mit Hlre Kinder waren ausgewandert. Mit ihnen unterhielt sie einen Festläge .sie getrauert hat. Allein die Stunden, die sie voll I8!H intensiverem anti-jüdischen Akzent als der Nichtjude Steinrück. reell Briefwechsel. m6 verschlafen f.nl, würden für zwei wache Durchschnitt»- In .licsem Bereich des Irrationalen ist' Gefühl Alles. Die Kon- Menschenfreundlich und hilfsbereit, nahm sie darum Anniel<,,x,J" «"»reichen. Die verschiedenen llegieningssystcmc, Kriege, zeption entspringt der Subjektiven Phantasie des Gestaltenden — Esther, die Tochter ihrer Jugendfreundin, als Haustochter bei l»lnisclicn und mssisrlien Aufstände, die sie ül>erslaiideil hal. und keineswegs einem gemeingültigen Schema. sl'„h auf. Sic sollte ihr nicht nur eine liebe llausgcnossin und dürften ihrem hiblisrlieu Alter auch eine biblische Auffassung Immerhin jedoch gibtä Geschmacks- und Taktfragen. Ks ist Gcscllsihaftciin sein und gleichzeitig bei ihr die Wirtschaft v<Mn Wcrt '"''«'her .Macht verliehen liabrn. denn sie war bis nicht unbedingt erforderlich, daß die Kulturbund-Bühnen Shakcerlernen — der llmiptzwcek weshalb sie die allen lii-cnd-' «'letzt inkümmerlichen Verhältnissen und geistig rege. Nur ob spearc in den Bcarl>citungcn Ticcks oder Rothes bringen, wen bezichungen zu Esthers Mutter wieder angenommen halle "war i,lr CIuifc "ml Unglück, ihr Leben ihr lolhieud erschien, weiß mau die Gundolf-Übersetzung heute und nur dem jüdischen Tlicatcr daß Auni-Eslher in dem kleinen Provinzort keine Aushildiiu" nicht und wird man nie erfahren. _ in Deutschland zur Verfügung steht! Auch ists nicht sehr erfreuin jüdischen Dingen und in der Vorbereitung für die Auswandc'- '" ,,cr H"""»l •lic-«': Frau, wird folgende Geschichte erzählt: lieh, wenn'heutzutage in Deutschland als ..jüdische Kleinkunst" rung nach Palästina finden, in Berlin aber die Lehranstalten und ' FJ"n, "llcr Ilol,l,i '«B '»> Sterben, man Iwlctc Tür ilui, man „sauidie Reste von ehemals zur Schau gestellt werden. Diese Dinge Vorbcrcitun"skursc besuchen konnte. Auch ihr Ziel war Palästina mn'lc Ju1l":" filr jc'es Milglicd liegen durchaus je.«.its jeder geistigen Problematik, und sie Bei allem Ernst, den sie mit ihren 18 Jahren für ihre Ziel. ""' *:"*" A"'M 'r""" werden auch von der dromnturgiscl.cn Zwangslage des Kulturbundaufbrachte, atmete, sie doch die Großstadtluft mit allen Poren.......-...... , .. ... Tlieatcrs nicht tend.crt. Das erste Äfal in der großen Stadt, war sie eifrig Jicmühl. alle ihre Un<l '1™ Hahbi wunlc gesund, lebte das ganze l^b Was nun das Fehlen dieser spezifischen Drakleinstädtischen Gewohnheiten um jeden Preis abziitun. Besonders "'"P"" Mä.Micns mit, das ihm »ein Madrhcnlchrii hir maturgic anlangt, eines adä.piatcn jüdischen Spielplans, so ist. hielt sie es in der Großstadt für unter ihrer Würde, so wie sie bereit gewesen und gestorben --- '- - ' zweitens. d(e einmalige Situation bei Gründung des Kulturbunds ging und stand einmal schnell einen Weg in der Nachbarschaft Cen.eu.de und leblc gewissem. in Betracht zu ziehen. Tn der Regel entspringt eine Theater, zu machen, über die Straße zu flitzen. Während sie zuhause, ",!,l<;r,! ,.U'"! <•« HunderlzwölfjähriK.....„ ......... ,....„„.... griindung einer dran.alurgischen Idee! Im Anfang eines Tlicaters wo sie gewiß selten genug einen Hut aufsetzte und getrost mit der K'""1' "Ka <1,c '■etlügclhändlcnn. hat sie alle Ihrigen begrabe», steht normalerweise ein hcslimmlcr Spielplan! Im Jahre 1933 Schürze angetan die kleinen Einkäufe Tür das Haus täii-te murine Abcr w<!,enes Lclicii sie zu Ende gelebt hal. weiß mau nicht •indes strömte., gewiß auch unter dein Druck von außen, ein sie hierfür in der Großstodt mit einer geradezu "feicrlfelirn "n<1 wir'1 »">'> nic erfahren. jüdisches Publikum zusammen, das sich damals vom Gesamt- Genauigkeit Toilette. Sie wäre nie ohne Ilm und ohne Hand- _ publikum loslöste, aus ihm herausschälte. Es entstand primär senuhe auch nur an den Briefkasten gegangen, emc organisierte Konjunktur! Und es war umgekehrt als im Ein bißchen verärgert filier den Zeitverlust, «teilte f normalen Fall einer Theatcrgründimg: Während sonst zu einem Silberstein sie zur Rede und erklärte ihr, daß es auch in —-v.---......... r....,-.. .. . ~ Großstadt unüblich und üJ "" THEATER, KUNST, LITERATUR pla ahlI das Publikum vorhanden.Jedoch kein Spielkästen« so große Toilette zu machen und setzte scherzhaft nach Wlr(i,":"' i^l?'I,w"i!™PV,Lv, _Man mochte sich entscheiden: Entweder das Publikum Mütterart hinzu: ..Es wird nirhl gleich vin r kommen, der .ich?T •. >tahcn.»rhcn Sender Lugom ir Verfügung stehen .in Sie verlieht!" Und schon war Ännic-Eslher wieder würden; «der sofort zu spielen, wobei man auf adäquate Stücke bekannten Ausspruch ernsthaft lind"Vivcrsichtrirll wiener ihm verzichten mußte. Hierfür entschied man sich UoM aucli im der Hand: ..Man kann nie wissen'" Im W .' IKnMIek-auf gewisse. soziale Nbtwemllgkdte.,). Wollte, man aber Und richtig! Mit ihren weißen Handschuhen konnle sie ^äni'sehi 1933 sp.elen. so mußte man auf die gegebne dramatische Wellden Briefkastenschlitz des frisch gestrichenen Briefkasten» nicht Vahlbergs zi literatur ziirückgreife,.. So entstand die Nachahmung des allen öffnen. Ein junger Mann, der mich am Briefkasten von der OcscBscnaftstlicatcrs. anderen Seile seine Briefe beförderte, war ihr dalici hchilflicM »'c Pal. Das Problem ist noch heute .las nämliche: Es ist im wesent- So lernten sie sich kennen. Ein schneller, zwar indiskreter Blick- Aufführung hehen ein dramaturgisches Problem. Für dieses jüdische auf die Adresse des Briefes, den Annie-Esther einstecken wollln Nalionnlsiudio. Grund für das Verl«l isl die Verwendung de» Theater, emc spezifische Kulturbühne inmitten des deutschen verriet ihm. daß er noch Palästina gerichtet war. und so brauchte Namens „National". Die Regierung verweigerte auch die Erlaubnis Kulturkreiscs. ist eine ganz andere Dramaturgie erforderlich als er sieh keine weitere Zurückhaltung bei der Bekanntschaft mit *"* Änderung des Namen» in „Sludio Erez Israelit", weil solch für das ehemalige deutsche Gesellsehaflslheater. Für dieses war Anni-Esthcr aufzuerlegen. eine Bezeichnung nicht bestehe. AU weilerer Grund für das die -roße. vielgestaltige Weltliteratur die Grundlage, und auto- Und wie der Zufall es will, slellle »ich heraus, daß der Verls* der Aufführung wird angegeben, daß der Name ..Erez mntiscn bot sich ihm in jeder Spielzeit die neue dramatische junge Mann sich ebenfalls für die Auswanderung vorlxu-citrlc und Hakodcsrh" (das heilige IjmA) geeignet »ei, die I inpfiiidmucii . Produktion deutscher, französischer, englischer, amerikanischer dieselben Ziele hatte wie sie. Er halle bald alles Wissenswerte eines Teils der Bevölkerung Palästina» zu verletzen. I). Ib „u ruiiL Provenienz an. .Der Dramaturg hatte also nichts anderes zu tun, von ihr erfahren, und es war ihm geglückt, ein neues Stellverbot weiterhin die Aufführung eine» Film» „Abdul, der als aus einer Vielzahl des Gegebenen die sechs oder acht Stücke dichein am Briefkasten mit ihr zu verabreden. Teufel", weil er die Gefühle der Mohammedaner berinmogbclist geschmackvoll, möglichst niveauhaft herauszusuchen, die Kein Wunder, wenn ihre Toilette für diese kurzen Wege, die trächtigen könnte. . — er für eine Saison benötigte. Seine Funktion war diejenige eines sie täglich zu machen hatte, noch sorgsamer wurde, bis ihre » Verwalterju eines Lektors. \ izc-Miitlcr energisch diese übertriebene Eitelkeit verbot. ., . ..-,<■.,.,,,„,. Ursprünglich fre.bch halle der Dramaturg eine ganz andere. So kam es, daß Annie-Esther ohne Hut und mit der Schürze . j «»terre.ehisrhc Sehriftsicl ler I,. ,„, I A u er n he i in <• r . gcradc7i entgegengesetzte Aufgabe. Tn Zeilen, da das Theater sich zum Rcndcz-vous einfand und am liebsten unbesehen wieder ,,rr 1,1 dcr EI,ocnn vo" Autoren wie llofmaniisthnl, Schnilzler und ^wnjger eine gesellschaftliche Angelegenheit war: als die davongeeilt wäre, aber - man Unm, nie wksen - geroT in ''l'^"!"," "fi™*' ^''C am ,S: Al,ril 00 M'r< «'«• A»«" aÜfdder Tffldenzenf'Sung^T.^ leS solU^'d'-; rilTdem "inn^ ^nz'^Ziten m'^" r'CV"'m, P<,fiC' '",,r^' •'^e 'i"^r 'nndTlic rerhtr™ fand".'^i'»"!!'!»- Wcn^er".".'..^! war der Dramaturg der Inspirator, der Anreger, und nicht Frau Sifbcrstrin — nichts ahnend —'war entzückt von drm *!c,r /«"entigkeil" hat er auch viele heitere BühneiwiOcke. .gesellen war erj der Autor des Tlieatcrs mindestens der aktivTte' Erfolg ihrer Erziehungsmaßregeln und der Behendigkeit und ^n"^-.v»» ''enen ..Das Paar nach der Mo.le''«,n bekannlesien geiscge und dramat,sche Mitarbeiter! (Klassisches Beispiel: der Bereitwilligkeit, mit der Annie-Esther jetzt aln-nd» "ohne Hut S"»"*" '»»• Dramaturg. Fnedrieh Schiller) Zu dieser Funktion muß das und Handschuhe zum Briefkasten lief. 1 . . . - rJ'Tl V'iV I7urS^fin?c"! AucU P"«8: cin! bestimmte Das ging so. eine Zeit, und schließlich - na. man kann es Von Otto A b e 1 e s , dem Verfasser der Bücher ..Flüchtlinge", Listigkeit erst .Iramaturgisch zu gestalten. Es ist eine Dramasich schon denken. „Die Genesung", „Zehn Jüdinnen" erscheint demnächst im Vertage erforderlich, die erstens den geistigen Aspekt hat und Die Reise nach Palästina traten sie bereits «I, junge, Ehepaar Tag II. I^it? W.injenisaiem "-' "*-heT,L::fT_i!.:"'...,m S, zweitens eine Aorstellunvon dem zu etabherendeo S„rM„lnn „„ so daß sich Annie-Esthcrs Ansicnt ..Man kann nie wissen!" „Begegnung mit Jude, vollem Umfang bewahrheitete. - Skizzen ein Sittenbild des Ju rforderlich. die erstens den geistigen Aspekt hat und eine Vorstellung von dem zu etablierenden Spielplan, imamrg des jüdischen Thcotcrs muß vor allem wieder