Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 16 (1936)
- Issue
- 17 (22.4.1936)
- Date
- 1936-04-22
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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SPORT Berliner Umfchau An—rhiiiJungslurnrn tW Berliner RjF-Sportb'Jiiih'» Dir Landesverband Berlin und Mark" des HjJ'-Sportbrinde* «■nniMi-Ilu um Sonnabend im Kahm<-u eines AuwhridungMiii'n-'us frir die clf^miäfli^t »lull findenden HeH'h»iiiri*>h'r>rhafieii im Turnen diejenigen TiinnTdir ihn auf di.xr Veran-tallnng vertreten; wrrdrji- Zur Triliiiiluiii* ijuidifizit-rh"» >ieh v nrläiifig der den (Jerntr-Zchnlcampf als . Sieger_ beendend"' Hermann (!l>:i i in - der 7»'/. Punkte ihm) Arndt, der GH Punkte erhielt. Ah/r aueh Boris K<igan. der infolge einer Verli-lzimg imrli nicht alle Cbimgen ab^-okit-ren Umute. dürfte 4'-Ji(*jiTaJN dir zur Teilnahme imiui-ndige MindeMpunktzahl von CtCn 3 Punkten rrn'irheu. ISO XI gegen Ilagibor im EuKball iuiriit-ehi;-dr<i '.WA Das FulMialllreffen der 1. Maniisrliaflen des HagÜHir und d;-r ISO 'S.i hraehle infolge zahlreicher Ersatzciustelluugcu auf h.-idcn Seilen kein gerade h«M'hklas>Urheh Spiel. ISK hatte zmiärhit mehr vom Spiel und konnte aneli eine 2: I-IInlbzcilffihruug rrriugru. Naeh der Pause hnltr.it dp- 1 higilMir-Spieler jedoch auf mir) erzielten wenig«; Minuten wir SrhlulÄ den aiifgieirJiriidt'n <lritlx*:i Treffer, dureli den das Ergebnis den beidersWis unbefrieiligrndcn l/ej^lnn^eJi am husten gerecht wird. Weitere E r g «• b 11 i > s e: LSG 33 II — HnKiUr II .t: l»; ria^ihor in — ist; .33 nr liagiUr v — ist; :cj iv 4:2-. Hagilnir IV — IS<J 33 A-Il. .1:2. Hawaii I. .lunmd - Hakoah 2. .lugend". 3:2, JSC 33 1. Jugend ~ -ISO 33 2..lu»ind 3:2. Ilagiür 1. "Schüler — Ilakoali 2. Srh'filrr .»:2 11:2,. Ilagibor 4. Srhfiler — Ilakoali 4. Sehüler ():"» W: (I). IlagiUr 3. Schüler - Uakoah Sehüler 10: (I (6:0;. \ c> ' " ■ Clicrra*ehriidi'. Ergrlmis>c im Handball Die ISO 33-Maunsehafteii erliltrn am letzten .Spicl-tonulag «'iiiige Ohe r Iii seilend i; Niederlagen. So verlor dir ..Zweite" gegen Bar Koehha [I mit 3:2 (3:2) ntid die ..Dritte", zum ShlulA infolge zweier I Icrausstellungen nur neun Manu stark. gegen Mfttca l»i I mit 4*6 (1;3). Im Jugend^pid der crMeii Jugendmauusrhaflen il<*s Har Koehha und der IS(> 33 sdi man auf IhmIcii Seiten hervorragende, vielversprechende l-cistuugrn- Nach ausgeglichenem Spielverlauf gewann die Kar KoehJia-Iugcnd mit 5:4(2:1). ' ' Weiler« Kr g e h » i sse: Har Korliha 1. l-rnuru -~ IS(. XI 2. Frauen 4:0 (2:1);; Bar Koehbu 4. Frauen — ISC; 33 3. Frauen 1:0 (0:0). Har Koehha A.II. — IHC Herliu <>:I».JS<; 33 VII - Bar Korhba VI 1:0 '0:0(. , Kur Koehha 2. .Iu»end - ISK II 2:3 r2:2'. Kar Korliha V — ISO 33 VI 12:3'<u:3. ISO 33 [V — IIn«nW 1 T,:4 '6:0. 1S(; 33 3. Jugend - liar K^eliha 3- Jugend 4:3 (2:2;. * In einem Punktspiel der K er I i n - M 1 t t e 1 d e u 1 .1 <: h e n M a k k a I» i - K e / i r k i <: a siegle Har ■ Koehha I ' liefen <Icn ISK "33. I n"eh einem 1:3 - HiVksfand zur Pause norh mil 10:4 Ton-u« Berliner Vorfcliau Vrrhnml»>|>irlr im Ilmiilliall Diu P u ii k t e spiele des K:'i liner Spielaus-.ehu—e- \.crd.-ii am komuieiiden Sonntag mit 16 Treffen fort-:eM:tzl. t. a. in(er.\v,K*iv;i die. um 12.4.1 lIiistattfinilctid;- Ke»e»uuni: d;*r I. I'iauemicmufehnfteu «h-s Hur Koehha und 4lc_s ISK und di.' um die M.*i>lerm hallen. ihrer Klas-en wiehti^en Spielr /.«isrhi'u .\r.ier:ihi I und ISO 33 l.\ <l">.4r> I hr., ^mie zwi-eheu ISK' II und ISO. 33 X (17.1.1 l hr) Sämtliehe Spiele finden auf d;'in 0 r u u '■' vi n I d - * p i» r l j> 1 a t /. Mall. .Makkahi-Hiiiulfn-pi.dr im FuKhalJ Im Hahmeu der H e r I i n - M i t t v l d e u l s r h e n M a k - ka h i - II n n d e n sp^i e 1 e empfängt ihr IL-rliner "MriMeivIf im Fußball. Kar-Kothha-llakoali. um 1.1.10 I hr auf dem Sportplatz am Se it ä l e r^ee dir Mamwhaft des Makkahi-( ju nmit/- I'in Sieg der Hi'rlini'i- .->1eht anlAer Fia^e. Vorher \"erhainU-»piel ISO 33 II — Kar Koehha Ilakoali III/ ' ' * / -' Der ISK he>uih( mit seinen ersten FulAhall- und HandhallmaniiMhaften jiv I.r.i py. i den dortigen Har Koehha'eh.-ufalU im Kähmen der Makkahi-Hiiuden^piele. Narhvuclisknmpfe th-s IBC HrrluT Der .lüdisehe. Kox-CIuh Kerlin veranstaltet am Sinnl-ii:. <K*n 2(i. April, um 17 t 'lir in .der Tu r u h a I 1 e .1 o a e1i i m > t h a 1 e i Stra I> <• 1 3 interne; .1 ll e n d w e l t k ii m p f e um seinem lideniterleii Naehuitehs [ Oeleüetihi*'u /.» j:ehen. >e*m Können Murinem ^röLMtrea Kreis unter KeuVis zu stellen. Dir SSO 3 3 fjihrt am kitmiuendeli Sininah.-n.l und Sitinila^ in l'an^M'hleusieinen S e h u l'u u i; s k u r s u s Tür r-rin,' 1t r n n - in a n ii s e h a f l ihn eh. Fr »dl die kanierad^i iia fi lit li.- \ : t - huudenheit di r Kampfmami-ehaft frudi-rn. Üir lheor;-iiseh spmiliehe* W'issi'it erweitern und dureh piaUwIi;' \rheit neu.' I'ivude tun! Hinweise» für die. Wellkfunpfr d: r kiMumefiden Sai-on uelien. * ' Am 3. Mai eröffnet die IS(J 33 ihndir-jähri».* I-:(M-!italhletik-Sai.-oii dhreh einen aul dem (ri iiuewalilspurtplatz durnijiefiihrten ..Ta jr <I e r I S O '-!•> Mili <len Xitsehaueru;-iu \u*- Mhnilt aus dem Verein--h;-irirh »czei»t vu rd.-n- Sport im Reich ■ Ilnrke)-Niederlage de> SeluhUFranki'urt a. M~ Keim 0--ter-lloekevlurnier des Sehild-Fraiikfuri a. \l.. au d.-nt mehrere der ll I loekeviuaunsehafteu des Itjl '-Spm thimd.-s teilnahineii, fjah es im llauplspiet eine fdierrasehende Niederluhe dus l>i-«hi'r tm-iesehla^enen Seltild-lVaiikfurl a. M. thireh d K* II u in h u r •! c r S e h i 1 d - Mauu-ehaft. Die I lamlmriier hatti'ti Meli eine <; 2:I-Fnhrnng »e>iehert. die sie dann trotz starken Draiigcns des jie^nerisehen Stuniws" zum SehhiU des Spiels nicht mehr ah»ahen. \\Vitere K r i: v h n i > s«1 : Sehild-I'rankfui-t a. M. I — HjK-M.-OlailhaehT»:0: SehihUFrankfurl a. .M. II — KjFiMann;- hciiu II 2:0: Seliild-Fraukfurt a. M. Datneu — Seh\ld-Mai-iid\eim Danicii 0:0: Sehild-Ilumhur-i I — Seliiltl-Maunheim I 1:2. Auel: in Lcipzi«: in der Vorrunde j;esehlai;en In der nachgeholten "Vorrunde zur HjF-Kcich>m;'i>trr.--rhaft im Fußball zwischen Schild-Lcipziit und HjF-Keuthcii j:ah es iu^of.'in «ine Überraschung, als den Oln-rsehlcsiern. die ein au.-j:,*zeicJm<'te* Spiel lieferten^ ge*;en die M>rjrdiriue-n Kudspieltethieliiüer ein glatter 4:0-Sic" "ohtii". eilbgk m m^^mmmw^^ Sportliclies Allerlei Ein Berliner Snirlau>scliuK im Tennis Die Kerl hier jüdischen Tennisverelne haben sieh zu ein.-ni Splclausüchuß zusammcngc»t*hlosMMi und werden in der komnicinln Saimn durch lluudcuspiclc ihrer Damen- und Ikm iiuwiuwiiaflv ti <Icm Tciiliisl»'trieb einen neuen 'Auftrieb ^elK-n« Die ersten Sjnelc M>I)en bereits am 10- Mai beginnen. Neue SteiiiTauordiiuii^eii Kiue wichtige Anderun-i der hi-dienjieii Kesti min linken fiber die Steuereinziehung ist durch, die Neun »eintig der Säumniszuschläge für nicht rechtzeiii» gezahlte .Steuern lierbeigeführl worden. Nach der bL-heeigen Hegelung wurde Ihm-Steuern, c(ic von den Finanz- oder Zollämtern erhoben werden, von der Erhebung eines Säumniszuschlages dann abgesehen; wenn ih r Steuer)»;:trag, der der Kereehimng de^ Säumniszuschlages zugrun*Ie zu legen ist. weniger als 100 HM. Ik! derselben Stcucrart iK lnig. Mit Wirkung vorn I. Mai PJ36 hat'der lleiehsfinauzmiiiister die Wert grenze von 100 auf 50 HM. herahge.>eiz(. um den Steu^rcingang in erhöhtem Maße zu sichern. Von der Erhebung des Zuselilages wird dann abgesehen, wenn der Steuerbetrag weniger als äO HMbei derselben Steuerarl beträgt, ferner wenn der rückständige Steuer-. Iielrag .10 HM. oder mehr betrügt, jedueh cutrichtet *wird. bevor wegen des Köck Standes gemalmt oder öffentlich erinnert worden i*t. Auch wenn die genannten Voraussetzungen vorliegen, kann das Finanzamt, dennoch den ZiiM-hlag erheben, wenn es sieh um einen Steuerschuldner handcll. der nu-hrfarh mit Steuerbelrägen böswillig im Hückstand geblieben ist. In «las praktische Slrmiwcsci: eingreifend ist eine dieser Tage veröffentlichte Entscheidung des- Keiehsfinanzhofs in der Frage des verdeckten Oewitir.es. Eine OmhU-Firina halte keine (.Gewinne verleilt, dafür aber ihren Ocsellsehaflcrn Darlehen ^e- »elM*n. um keine Steuern für die Gewinne zahlen zu müssen. Der jteiehsfinauzhof stellt aber diu Sleu;*rpflirhl der Firma fest und erklärt, daß als Gewimiaussehüttiflig alle He träge anzusehen sind, die die Gesellschafter dem Kelriebe entnehmen. Auf die Bezeichnung Darlehen kommt es nicht au. stmdcru darauf, ob alle Uni- Mände dafür sprechen. dalA der Gesellschafter cnistlich bestrebt ist. das Lcihgchl . in absehbarer Zeit zurückzuzahlen. Wo aber Darlehen - iinverzinslu h gewährt werden, entspreehende Gewinne vorliegen oder die Darleli'-u einen wesentlichen Teil des Stammkapitals ausmachen, wird anzunehmen sein, daß die Gesellschaft in versteekler Form einen Gewinn ausschütten wollte, der steuerpflichtig ist. Der Heichsfiuaiizhof gibt in dieser Entscheidung eine Mahnung zur ordnungsgemäßen Versteuerung der Gewinne. Verlegung des Sommerschlußverkaufs Wie bekannt«egeb:-u wird, ist mit einer Verlegung des Sommerschlußverkaufs in diesem Jahn; zu rechnen. In Kerlin wird der Sommerschlußverkauf stall' End;: Juli -in der Zeit vom 22. Augu>l bis 4. September stattfinden, im übrigen H.'ieh aher dt;r .Iniilermi» bcMeheu bleiben, Heiseu naeh der Tsi'hrehnsloMakei Für den Keisrverkehr naeh d;*r Tseheclioslowakei sind in einem Kuudcrlaß neue Ke-liumuuig<*n getroffen worden. Danach werden für Geschäftsreisen keine Mittel bewilligt, es können nicht wie nach anderen Ländern .10 HM. in inländischen ©der ausländischen Gchlsorlen mitgenommen werden. Doch-werden K-Jisezahliuig.-iuittel (Kreditbriefe. Ilotelgulseheine) auch in diesem Jahre Iii* zum Huchsthelrage miii 500 HM. über ilie Freigrenze hinaus monatlich ohnebesondere Genehmigungen frei gegeben. Die Auszahlung der Heisezahluugsmillel erfolgt in Katen, und zwar bis zum Ketrage von 3000 Kronen .-ofort .und für den liest zwei Wochen späten Ms dürfen im Verlauf einen Kalenderjahres aber für die paßfähige Person nicht mehr als 000 Mark in Anspruch genommen werden. Eine Genehmigung für weitere Beträge wird mir erteilt, wenn eine Heise laut niutsärztliehein Zeugnis aus gesundheitlichen Gründen notwendig ist. oder unvorhergesehene Ausgaben eine Erhöhung des Kerniges erforderlich machen. Genehmigungen können höchstens für .drei Mouate im voraus erteilt werden.-doch dürfen die für mehrere Monate geltenden Genehmigungen niirJTir den jeweils laufenden Monat in Anspruch genommen werden. Neue Kcsttmmutigvii über Handelsbeschränkungen Zu dem Gesetz über-Handelsbeschränkungen sind jetzt Ausführiuigsheslimmungcu erschienen, die sich mit Fragen der Zuständigkeit für Geschäftsschließuugen usw. befassen. Danach ist für die L'nlcrsagun^ des Handels mit Gegenständen des täglichen Kcdarfs und für die Schließung eines Geschäfts der Oberbürgermeister oder in Landkreisen der Laudrat zuständig. Gegen solche .Anordnungen ist die Keschwerde zulässig, die. im allgemeinen au den Kegierungr'präsidcntcu zu richten ist, in Kerlin an deu Polizeipräsidenten. Vor einem endgültigen Eutscheid sollen je nach der Krauche entweder die zuständige Industrie- und Handelskammer oder bei I^ebensinitteln die Heiclisnährstmidsorganisalion gehört werden. Ke\or nicht filier die Keselnverdc entschieden ist. soll die Schließung de> Geschäftes oder die Handelsunlcrsagung_nicht öffentlich bekannt gemacht werden. Die Umsatzsteuer hei Verkauf drs Gc*ch5Fti-s Es ist an dieser Stelle von einiger Zeit darauf hingewiesen worden, daß aticÜi der Verkauf des Geschäfts umsatzsteucrpilichüg ist. Ungeklärt war hierbei, welcher Steuersatz - in Anwendung gehratftit werden muß. Hierzu hat jetzt der Kcirhsfiuanzniinislcr Stellung genommen. Die W'irtsrhaftsgruppe Einzelhandel halte auf Anfragen vieler Geschäftsinhaber eine Stellungnahme herbeigeführt, ob. wir angenommen wurde, der ermäßigte Steuersatz der L'msatvMeuer von 0.1 v. H. ln'i (^eschäf(s\ -.Tkfuifen des Einzelhandels in Anwendung gebracht werden könnt.'. Der Heichsfinanzminister hat jcdogji erklärt daß die ausschließliehe Anwendung lies Steuersätze- \on 0.1 v. II. bpi der Veräußerung eine* Einzelhaudelsuuteruchmeus mangels gesetzlicher F>mächtigtmg nicht möglich ist. Vielmehr sind die einzelnen Teile des Gesehäftsverkaufs verschieden zu versteuern. Warenlager und. Inventar- Mücke müssen mit dem Satz von 2 v. IL versteuert Jiverdcu. Werden Cruud.-tücke und Oeldfonlerungen mit dem .(Jesrhäfl zusammen verrud>ert. sind diese Vorgänge von der Umsatzsteuer fn-i. 'Für die übrigen Teile des Gesrhäftsvvrfcanfcs wird int allgemeinen der ermäßigte Satz von 0.5 v. IL angewendet werden können- Die 'Ilauptwerte eine? verkauften Geschäftes. Wamihigei- und Inventar, müssen jedoch immer mit dem Satz von 2 \. IL versteuert werden- Devisen für Seereisen Der Leiter der Hcichsstclle für Devisenbewirtschaftung hat zusammenfassende Kestiiiimungeit ülicr den Personenverkehr auf Seeschiffen erlar-sen. Tu dem Kuudcrlaß sind ua. Zweifelsfragen, die sich aus dem neirhsmarknoteneinfuhrverbot ergeben haben, geklärt worden. Der hordzahlungsverkchr auf deutschen Schiffen wird nunmehr nicht mehr dureh Reichsmarknoten oder deutsches Sill»crgeld. Mindern durch Kördrciscschccks aufrechterhalten, die gegen Keiehsmarkeinzahhiugcu im Inland, gegen Devisenzahhmg an Kord oder im Ausland erworben werden ^können. Wer ist Handelsagent? Nach einem Ke^chi^? des Landgerichts Berlin ist der Begriff des 1 LitwHuii^>agenten nach gehendem Hecht folgendermaßeu zu umschreiben. Der Handhingsagcnt hat eigene Kunden, die er aufsucht und die er um Abschluß von Verträgen mit-der jeweils von ihm als Agent vertretene» Firma veranlaßt. Dieser Kundenkreis verbleibt ihm auch über die Dauer des Agenluncrhähiiisses lünaus, er bildet den Grundstock seines Gesehäflstinteniehmens. Auf diesen Kundenkreis gestützt, kamt er '-Agenturverträge mit neuen Firmen oder, soweit nicht vertragliche Bindungen entgegenstehen, auch Verträge mit mehreren . Firmen abschließen. Dieser Kundenkreis gibt dem Handlungsagentcn eine eigene' wirtschaftliche Selbständigkeit, die ihn in die Lage versetzt, den Gesehäftsherren als selbständiger Kaufmann gegenüIktzutreten. Der V e r s I e h c r u n g s a g c n t ist jedoch in der Gele nicht Hundluugsagent. sondern Handlungsgehilfe einer Vcrsiehcrungsgesellsch'afl. Wer ist Angestellter? Das Hciehsarbeitsgerieht hat den Begriff des Angestellten neu definiert. Danach ist ,.Angestellter der in persönlicher und wirtschalt lieher Abhängigkeit stehende Dienstverpflichtete, der überwiegend ,mit Kopfarbeit beschäftigt ist 'und deshalb jetzt der Gefolgschaft einer Bclricbsgcmcinsehaft im Sinne des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit angehört." (RAG. 239/35.) Der Arier-Paragraph der Deutfdien Turnerfchaft .Neue Reclitslag.-* seit dem 1-. Januar Wie, der Leiter der Rechtsabtei hing des "Reiehshuudes für Leibesübungen im amtlichen Tcil( der „Deutschet! Ttirnzeitiuig^ mitteilt, hat der § 4 der Satzungen, der die Aufnahme in die Vereine der Deutschen Turncrsehaft v o n der a r i s e h cn'A h - s t a m ni u n g abhängig machte, auf Grund der Nürnberger Gesetze seit dem 1. Januar lD3(i seine G ü 11 i g ke i t verloren. Das Heclit der Aufnahme von Mitgliedern, so heißt es weiter, sei dem Vcrciiisführer anvertraut. Er könne, da er dieses Hecht selbständig und nach freiem Ermessen ausübe, jede Person, die ihm vom Standpunkt seines Vereins aus nicht genehm sei. -ab- Ichncu. Nur dürfe er die Ablehnung nicht mit «lein Fehlen der Aricrcigenschaft begründen, was keine Schwierigkeiten bedeute, da Gründe anzugeben weder notwendig noch zweckmäßig sei. Wenn eine Person, die als Jude naeh den bestehenden Gesetzen gekennzeichnet sei. in einem Verein Mitglied sei, so könne diese Mitgliedschaft nicht einfach dureli Streichung gelöscht werden. Denn die Entziehung der' Mitgliedschaftsei satzungsmäßig geregelt und setze eine schwere Verfehlung im Sinne des § 7 der Emhritssatzung. für die Vereine des Heiehshundes voraus: sie kömie auch nur im W'cge eines formellen Ausschlicßimgsverfahrens herbeigeführt werden; In der rassischen Eigenschaft einer Person selbst könne aber niemals ein schwerer Verstoß in dem genannten Sinne erblickt werden. Die Streiehung eines Juden um seines Judentums willen,würde daher einen Verstoß gegen das Gesetz, nämlich den Paragrapji'en 6 der- Verordnung vom 14. November 1935. bedeuten. Nur wenn etwa das Mitglied den Verein bei der Aufnahme über seine Judeuschäft arglistig getäuscht hätte, läge die Sache' anders. Denn die Aufnahme sei als Rechtsakt des Personeurcchts der Anfechtung fähig und die Anfechtung könne binnen Jahresfrist nach der Entdeckung der Täuschung erfolgen; sie habe die Wirkung der Nichtigkeit der Mitgliedschaft. Ebenso könne 'ein Irrtum über die Eigenschaft als Jude eine Anfechtung rechtfertigen, und zwar uuter Hinweis darauf, daß die Bedeutung der Zugehörigkeit des Mitgliedes'/um Judentum erst mit dem Durchhrueh der nationalsozialistischen Auffassung von der Wesensvcrsehiedcnhcit der Rassen erkannt worden sei: jedoch nur unverzüglich nach der Entdeckung dieser Eigenschaft. Denjenigen Personen, die trotz jüdischer Khilmisrhung als vorlfm f i ge Rci ehs h ur g c r gelten, müsse auf jeden Fall die Mitgliedschaft verbleiben und sie könne ihnen nur durch Austritt oder durch ein Ausschließungsverfahrcn gemäß § 7 der Eiiihcitssatziiug verloren gehen. Was die mit der vorläufigen Reichsbürgerschaft ausgestalteten Mischlinge betreffe, so könne heute weder eine Anfechtung hoch eine Ausschließung um ihrer Abstammung willen in Betracht kommen. Die Erlaubnis für jütlifche GaHUatten Frankfurt a. M. In ähnlicher Weise w;ie in Preußen ist, wie die „Frankfurter Zeitung" meldet, vom a n h a I t i s c h e n St a a t s m i n i s t e riilm bestimmt worden, daß bis zum 1. April 1933 Erlaubnisse für neu zu errichtende Gast- und Sehankwirlfichaftcu nicht erteilt werden dürfen. Eine Ausnahme ist u. a. zulässig, wemi die Erlaubnis für einen Gast- oder Schankwirtsehaflsbetrich beantragt wird, der Ic d i g 1 i eh a u f J ttd e n b e - sehr ä n k t bleibt, unter der Auflage, daß diese Kcschränkung durch deutlich leshart Aufschriften kenntlich gemacht wird. Radioftafioii „Jerufalem" Jerusalem. Der Streit um die Führung des Namens „Ercz Israel'" in dem Programm und der Ansage des Palästina-Sanders hat eine Lö-ttng gefunden. Die Palästina-Regierung hat entschieden, daß der Na in e ..E r e z I s r a e I" f o r 1 g e I a s s e n und der Sender künftig die Rczeichiumg ..Radiostation Jerusalem" verwenden soll. B3 Naeh der letzten Volkszählung des .bulgarischen statistischen Amtes vom 31. Dezember 1934 sind von den rund 1S85 0D0 Einwohnern der Hauptstadt S-o fi a 2 6 0 0 0 J tt d cn. ... #^ ■ Wie aus Jerusalem gemeldet wird, wird sich'Italien an der am 30. April stattfindenden Lc v a n .t c - M c s sc nicht beteiligen. Wie die Jüdische"" Telegraphen-Agentur erfährt, ist dies darauf zurückzuführen, daß die Palästiiia-Rcgicrung sich ■ geweigert hat, italienische Ausstellungen zur Messe zuzulassen und nur die Ausstellung von graphischen Darstellungen und Photographie! erlnul>en will. Italien hat üi diese Bedingungen nicht cbure.willigt. 3 * ■ Wie aus Nizza berichtet wird, ist der dortige Rabbiner S. Schumacher zum Ritter der Ehrenlegion ernannt worden. Die Liberale Synagoge Westend veranstaltet gemeinsam mit der Bezirksgruppe Charlotten bürg -West des Li bo - ralcn Vereins für die Angelegenheiten der jüdischen Gemeinde zu Berlin E. V. am Sonnabend. 25. April. 20.30- Uhr, einen G-cmcindcnbcnd in der Schulaula Kaiserdamm 78. Ansprache von^Rahbiner Dr. Manfred S w a r s,c ns k y . außerdem künstlerische Darbietungen. Mitglieder und Freunde herzlich willkommen. Eintritt frei. Hauptschriftleiter: Dr. Eugen Tannenbaum, Berlin - Wilmersdorf. Leiter der Anzeigen-Abtellun? und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Werner Heine, Berlin N 24 — DA I. Qu. 1936 3038. Preisliste Nr. 3 Veilai;:Veria£S£eno3senschait in Deutschtand anstsslßer -Juden zu Berlin eOmbH-, Berlin Charlottenburg 2. Btetbtreustra&e 2. Druck: Sonnendruckerei OmbH (Felix Woln. Berlin-Chartottenbure A.