Mannheim
Compact Memory

Jüdische allgemeine Zeitung · 1936-04-15 · 16 (15.4.1936) · page 2

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
16 (1936)
Issue
16 (15.4.1936)
Date
1936-04-15
Page
– (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
83% known words query
IRI
…/4109741-2613419-2613435--726-2615601
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Peffach drinnen und draußen rc* SrluYk-;I.'daK viele - cd \t-rl(»r<'ti IT jÜllix i!r-\ i'rli;unf«'H im Reich, ilrrabcnd /.Ii dir nicht im Sedrr \.y- G v in <• i n - Berlin tiinl lt. ».-r 'l c r Ii d V > i' .Indi-ehril Saloiuoii-ki - I"r-H'> im fct.-ili.il Ii-ii allen . ämi \ ulk— durch ihren imlnirksvoll ..König mmi de«. Verein^. >wtt- WM—C« In Berlin: Die Seiler-Feiern Hark befucht - Der Verlauf Wir IWarhlage. »Ii- Festes unse sals, hat mehr ihm Ii in \ ergangenen Jahren gezei;j 1'üiÜM'lir Menschen. «Im* dl.- Bindung . zum lti-Ii^iu-< tiiUi'ii. in den jetzt \t'i;;;ujüi (m-h Tagni <lt«- Krall •[ Religion nieder irj-piiil ilidinj. . j )w Appell iN> I.;uii jüdischer Gemeinden >owie der übrigen Gemeinden jedem nach )I<^lir|ik('il «Ii*- Teilnahme .tu einem Sri ermöglirheli, hat ein lebhafte» Echo gefunden. Viele, < eigenen -H-UI-.1im «■''\win-i(*;ii I »inili<'ukiii-r cinr» ausfüllen kmiuieo. nahmen;in <|iii iV-ilirh ii-ilaufi-in-d m-h a f*l - - *l r r a I» r n il r n teil. Wir üIh i;iU in im Reich in jüdi-ihni G;i-i-lätl< u abgehalten uurdrit. teiligntig i-rf nriiicii -ich auch n. a. «Ii»- Seil «• r f e 1.1 b «• r.a I c ti V ir c i u > für die Angelegenheiten de Gemeinde '/.ti Berlin, die iinirr Kciimig Dr. Fritz "mnl Harry Danziger au den lu hUn ersten Abenden d -Berliner Ko^enhaiis uticl im Ildti'I .,König von Porlu gcslimmlr \hn-cheii an foilich »rderkjcu Tafeln bc 1 lagada-Mt Indien und den Gi>priirhrn dicc* popnl, hitchcs vereinten. |t«-I<Jr- Sedcrgchriidc \cr-iandcn <•-. .-Vortrag tumI ihr stimmliche- Können ili<* FWern r zu gciallen. An Wrr Frier dc> /,\\t U< u \hend-. im l'orluyal" nahm aurli der •.(rllxcrlrcteiidr Wir-ilzeiulr Dr. .Uli. [.. Scligs*4iu. let(. Wh die F» Munlle-dir reichen Rr-iirh;uif. In Palästina: Zwifdienfalle in Haifa Jerusalem. Pcssach verlief in Palästina im allgemeinen ruhig- Nur in Haifa kam es zu einigen Zwi-rhrnfälleii. l'nlcr ili-u Aral»crii uuren im Ztwimun-nhaug mit •l<-m Pes-ai-hfc-.! Rilualino r d g e r ü eh t c verhreih-l umden.' Juden »»Ilten \irr Mnliaillmedanrr «i*löi 1*1 mii] ilis- Folizi-i die T<>len verhornen ltaln-ii. M<direrc .luden vurden von aufgehetzten Aralrern anjir-rriffon und gowhla*zeiii Aueli dir l'ollzei-tation. wo an^rldiili die l ui^eliraeliteii vcrlK»ryen .••elialleit neiden sollten, wurde von einer AralMTmciige an^r^riffen. Der Polizei »irlan^ es nur mit Mfdie. die Artiliv \4iu der 1* %y\\;i I t!> » r k e i i n n d l" n w a Ii rli a f t i kv t t der fJcrüelile zu fiber/ru-jen und die Ordnung wiederlierziistellmi- Dej* Nachts palroulliciic mit Stahlhelm ausgerüstete Polizei durch die Straßen der Stadt. Die aralnsrhe Tageszeitung ,.Frlrstin*' ist im Ziisaiiimcuhan»* mr( den ZwiM-Iieurrdleu Jn llnifa vonder lte»iemng mit einem Verhot he d rollt worden, weil -ir die niiualmordgernrltle wiedri begehen halle. Andere Z<Tiluiigeii sind v e rwariit worden. In Amerika: Scderabcndc für Einwanderer New Ytirk. Die heiden erst im Pe>s;ielitago standen in den jüdischen Zentren Amerikas unter dem Findmrk der Auswirkungen der Nöte der .luden in aller Welt. Ilr-oiidcrr Celarte wurden in den Synagogen zur Lage der jüdischen flcineinsehaftcn grsproelieii: Für die jüdixheu l'inwainlerer. die -ieJi uTdirend der Pei*Mieh tage auf Wer amerikanischen Ein w a u d c ru n g.s - t a i i o u K I I i> I > I a ii il auflialten mufUeit. wurden von der llehrew Slielteriug and luunigratioii Aid Soeiuly (HIAS) SuderalM-ude \eraiHtullcl. Fast tnu-rend J*er--inieu nahmen daran und au dem im Heim der Ce-ellsehaft yeran.-.laltct<-*u Seder teil. In England: Sir Herberl Samuels Appell in der Synagoge London. Sir Herbert Samuel, der Vor*itzcudc des (>>unn'I fiir Cermau Jewry, richiele in der Vi r*l EikI Synaguguc in l^iuilon am ersten Ve-.saehlage wfdireuil des (MitiexÜensle.-. eine Anrjuai he au die ver.-ainmclle (^•meinde. in der er zur U n I e r - -Uli z ii n » der S » in m I u Ii g e ii des (!« u n e 11 aufforderle. Kr ging daliei iusheMmdere auf ine Lage der jungen Gejieratinn ilrr .luden in Deutschland ein- Grgenfil>cr den zuweilen gcüuüciieu Kefüieliltmgcn. dali eine - Niederlassung \on Juden in den 1m:- trcffcnden .Ländern die Arbeitslosigkeit vergrößern würde^ wies Sir HerlM-rt darauf hin. daß unter den Juden in Deutsehland viele seien, die ~\vU gut dafür eignen würden, u e u **■ L: n t e r u e Ii - in u ii j: e n in anderen Ländern zu gründen. Dies sei In den letzten zwei Jahren in brziig auf E n g 1-a u d und Holla ji d erwioeu worden. l-*r sagt, uian'schätze. dalÄ wenigstens die Hälfte der huudciitauseii<I Auswaiulerer in vier Jahren in' Palästina iiiiterkonuiien würden und nahm iu dieser I liusiehl auf die lef/tea Ilericlite: der Ständigen Mmidatsktiumiissi<m Itez.Hg. die festgestellt hat. dal* die jüdische Entwicklung in Palästina die hemerkeitsuertesle Kolonisation^ der modernen Zeil .sei. leb hin fib'-rzeugt. >ö sagte Sir Herbert, dalA. wenn Palästina vollkotimten wirlscliafllich und landwirtsuliaftlich entwickelt sein wird,-es leielit zwei- oderdreimal seiner gegenwärtigen jüdischen Bevölkerung ohne Nachteil für die Araln-r. -vielmehr zu ihrem grolAcn Vorteil, 'aufnehmen wird. V.< Iteste.he auch kein Zweifel daran, dal1man innerhalb von vier Jahren für eine gnilx' Zahl von jungen Juden aus Deutschland, zur Hälfte In Palästina und zur Hälfte in den anderen Ländern der Welt. Unterkommen finden würde. Tn Polen: Itüro einer Minengcsellschirft," der zweite fabriziere kosmetische Artikel, während wieder ändert: mit Erfolg Frigldaircs und.Itadioap[>aralc verkaufen. JJer Hnefschrciber fährt daiui fort: Die Aussichten für Ingenieure, T e e h n i k er und IIa ml w e r k e i* nahezu jeder Art sind günstig. Ihnen gelingt es im allgemeinen scliun nach kurzer Zeit, ganz gut bezahlte Stellungen zu bekommen. Hingegen Ut es ausgeschlo-sni, derartige -Stellungen zu besorgen, wenn die Anwärter noch iu Europa Mlzeu. Für Kau fleute und -<deh«, die es werden wollen (Juristen), ist die Situation wegen CherangelHiLs; au Arbeitskräften sehr schwierig. Das Land mit j-einen mir zwei Millionen welken, Eiuwohuern i-.t nur bochränki und laugsam aufnahmefähig. Kaufleute müs.-cn damit i rchoi n. flalA >ic mouaictang warten und stieben müssen, bis sie eine Stellung finden.'.die. in den meisten Frdlen gerade ein Existenzminimum sichert. Wenn man (llück hat, kann mau sieh in solcher Stellung heraufarbeiten. Die meisten Stellungen sind indessen in diesem Sinuc nicht, euiwiekluug-fähig. so dali mau etwas Hesserr-, fliehen »»lor eine Selbsirmdiükeil erwägen nuiLs. In allen Fällen ist es völlig unerlalAlieh. eine wirklich gute Kenntnis der englischen Spraehi*. zu haben. Was m;m iiuiuer Laim, es ist zu wenig! Und man -olltc zu Hau>e jeden cuibehrltcheu Pfennig und jede freie Minute iu Sprachst'u.dicit investieren. .... Voraus.-etzung der Einwanderung ist. ilaiÄ der Einu ändernde filier a u s r e i e h e u d e e I d m i 1 1 e I verfügt, die es ihm ermögliehriK für ein Jahr seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Eine hr»!iimulc Summe i.-,i nicht vorgeschrieben: jedoch sind 100 Pfund nach der Praxis der Einwanderungsbi'hürdc au-n ichend. Hei bcselieidciirlem Lchejf heijütigt man in Johannesburg ca. 10 Pfd. monatlich, während Capetown etw^as billiger i-^t. Auch .wenn Vorzeigrgeld uiul di^ sonstigen Voraussetzungen der FAnw anderun^ (Ctesuinlhcit und ciuwamlfreie Führung: vgl. das vom südafrikanischen Kon-ulat. in I lamburg berausgegebeiiL" Merkhlal 1} \ ur-. banden sind. liegt es übrigens noch immer imfreien Erincs-rn der Einwandci ungsbehürdc oli sie il!.*' L a u d u n g s e r I a u b t:! s erteilt- Aus diesem Grunde verlangen auch die Si-hiffaliit^linicii ein H ü e k reis e <l e p « t v o u "i P f <L. das indessen auch iu Deutschland hinterlegt werden kann und das nach erfolgter Landung wieder freigestellt wird. Auf da,? Vorzeigegeld kann verzichtet werden, wenn sieh ein Südafrikaner für den Ein wandernden verbürgt. Praktisch sind derartige Hürgschafleii. z. Zt. nicht zu erhalten, da (.o:nmiit;;es um! Private eine Unzahl derartiger Garantien gegeben nahen, aus ' denen sie jeweils zwei Jahre haften. Im Zeichen der Not Warschau. Die Juden in Polen verlebten die Pcssaebtage unter dem Eindruck der jüngsten poHli-chen Ereignisse und .der unter den polm-chen Juden herrschenden Wirtschaft liehen Not. Alle vorhandenen Mittel der jüdischen Gemeinden und Fouds haben nicht ausgereicht.'um der lUlfsbedürftigkvil zu entsprechen. Kür/, vor Pessar!) hatte noch das Joint Distribution Oommittcc in New York 2501) Dollar für Pe f;s a eIi - II i I f e überwiesen. Tauseude armer Juden kamen zu <Icr Jüdischen Gemeinde in Warschau, um Unterstützungen zu erbitten. Zum zweitenmal innerhalb w eniger Tagt: drangen sie gewaltsam iu die Geineindegebände eini, da man nicht imstande war, ihren Ansprüchen zu genügen. In Lodz haben sieh beispielsweise L"» 000 jfidisrlte Familien mit 70 000 Köpfen als Untcrstülzungsanwärlcr für die Pessach-Hilfe eintragen lassen.. Dabei beträgt die gesamte jüdische Bevölkerung von ljodz 200 000 Personen. Für die Juden in Przytilc wurden Nahrungsmittel und Kleider von den Vorsitzenden des Itei-ouders gebildeten Hilfskomitee* verteilt. I ebersieht aus Uebersee Ausgewanderte berichten über ihre Erfahrungen Das „MitteilinitfsMalt des Bunde* der Alten Herren der Freien Wissenschaftlichen Vereinii*uni; Berlin" veröffentlicht in seiner Aprllniimnier eine Itcitnbemerkensiverter Berichte üher Erfahrungen, dte Austt\md?ri'f aus Deutschland In iilimeeischen Ländern gemacht haben. Von den anschaulichen SchltderunKen Ki'bt'n wir nachslehciid einice auszucsweise wieder. USA: „iXielit ungünstig, aber . .tt Wer niilif in drin S«iinicl/.li.-gi-| Neu Yorks fi>tueli:iltcu wird. bcil>t ein ciin-in Itricf \on dorl. ^^eu niebt iH'.-timuiie Cj finde;m einen be>liiiinit.-n Platz binden, der findet olme Zweifel den Ort, . der ibm liei:i. \»eil er klim;iii~cl». IandschaftHi-Ii und in nuderer Itezieluing mit seinen Wfm-.-hrn .....I M-iii<-ii \'or-ielIiingeu fibcr- «■iii-limiiii. Ameiik.i bat dir \\ iri-eliaft.-kri-c liinl. r -ii b. Die Zahl der l'ruerbslo-eu gebt uocli in dir Millionen, die Wunden, die der Absturz geri--cn halte, -im! noch *ni;bi alle \crln-ilt. es ucrdcu noch keine Leim* gcsurhl. man reilM sich )»>ch immer um jede Stelle, die frei uird. Aber da- Ceffdil der Ite-igualion. die. KnlscliWH-iilii il. um jeden INviabzuwarten, nur ja niebls zu unlcriielnueu. i-1 neuem Mut mit! neuer l'ntenielumin^In-I gewichen. Der Augenblick l-t für Vnkainincnde nicht „uuüfui-tig. .\bcr jeder muLi iu der I.agc >.iu. für einige Zeit Geduld «alten zu lasH'u. Kr muß wi-sea. dalA dic< uiehl das Land. M-lmeUer Kutsetiluve id. uemi.Kile nur bei di r einen Partei vorliegt. Kr nui!> sieh damit abfinden, daß bei aller HilMM-reitoebaft. iUiiiidit "genug anerkannt werden kann, in den ersten Wochen nach der Ankunft im allgemeinen nichts geschehen wird: denn dazu sind die Hindernisse zu groß. Andere Sprache, andere Cc^-hails- »elmmche. dazu erfahrungsgemäß eine gewis-e \\ ciehhcii. die die euronüix-he Ibn-h>chulerzi.*bung mii >ich bringt. das alles sind Tatsnehcu. die eine Anstellung meift dem Anstellenden zunächst als eine Art ('.eschenk cr>ehrincii lassen. Ccschcnkc gihl man mir demjenigen, den rnau-fiir würdig hält. Aber das i>t gut. Das Herumrennen \on Tür zu Tür. der Kontakt, den mau mit unzähligen Leuten gc^inni. <Iie Anregungen, die man erhält, und — Wehl zuletzt das Vertraulwerden :niit der fIeogr'i|ihie >eincs * Aufenthaltsortes siiut'Dinge, deren Werl man nach kurzer Zeil mit Freuden anerkennt. Schließlich lernt man. daß das ..Schuster bleib bei deinem Juristen" für eine gewi--Zeit ruhig, ohne daß man dul>ci etwas einhiißi. hcw-iic gelegt werden darf. Hier wird der Mut, die KntsehlossenlK-it und die En t s e h 1 u ß kraft, aber niemals die Bildung als reines Abstraklum. anerkannt. Mit Freude konnte ich feststellen, daß Tasl all:* Arzte, die herübergckommeit sind, nach vcrhfilliusmfißig kurzer Zeit ihren Weg fanden. Mit .Iiirist <• ii bt das naturgemäß viel schwieriger. AIn*r es sind hier und in San Kratici-co auch eine Keilte Bundcsbrüder iu ihren juii-tisehen SlHizialgchielni gebIielK*u ^imL scheinen Erfolg zu haben. Kür die meisten ist dieser Weg aber nicht f?an gJ>iir. Es ist gut. wenn sie für eine andere Tätigkeit bereits brauchbare Kenntnisse mit herfil»erbringen. Alict das ist nicht die Uaimtsnrhr. Eiitschlossi'u^'in. die erste Gelegenheit heim Schopf packen, das hilft, aber auch das allein . . . Argentinien: Vom Jurastudium zur Kleidertabrikation In einem aus Hu euos Aires datierten liiief heißt es: ..Ich bin acht Monate hier und liab;: mit meinen Man»kk4iverdiensten und Kenntnissen eine D a m e n k o n f e k t i ou Iiegomien mit zwei Detaikcrlcaufsgesehäfteii. Arzte uml Juri>icn haben hier nieht die allcrgeriugsleii Vussichtcu, da eine lle\alidierung der Akademikerlitel 'A—(■ Jahre dauert und sehr viel kostet. Weiler finden keine Arbeil: Knnflentu aller Art (Ihiehha)ter usw.), Si-huhinacbcr, Haili(»techniker. Sehr gute Aussiulitcn haben Mechaniker, bt'Mindcrs Aulomeehaniker, Dreher, Matrizeuinacher, Zuschneider. Futogra\eun*. Färber für Pelze und Textilien. Anstreicher und Tapezierer. Kl was weniger gut ist nach Ansieht hiesiger Fachleute der Beruf der Uhrmacher. Buch- und Off^eldnicker. Immer schlagen sich Keule durch, die a u f d e in Knude arbeiten wollen, am besten bereits einige entsprechende. Kenntntsse mitbringen. Jeder Argentinier oder Ausländer darf lüer ohne Arbeilsbewilliguug jede Stelle annehmen. Ks kommt also ilarauf an. bereits irgendein Inn\ benötigte-; S p e z i a I k ö n n e n zu haben, wenn man herkommt, fch nehme an, daß die meisten von Euch eine entsprechend.* LmMcIhmg I»ereits begonnen hal>cu. die mit größter (inuKlIicbkeil durchgeführt werden muß. Lud noiüi einmal: Arzte. Juristen. Kaufleiite. werde» hier nichtgebrauchl. Sehr wichtig ist. die spanische Sprache drüben und mit den Spesen .'•ou drüben zu lernen. Sonst werden hier mehrere kostbare ' Monate \erlorcu. Andere. Sprachkennlnisse haben einen sehr' mäßigen sekundären Wert- Ohne perfektes Spanisch kann mau Ijier nicht mal KifllHW werden . . In einem früher datierten Sehreilicii Ijcriclitete der Hriefselireil)er ülier seine Kmstelluug u. a. hdgeniles: In Berlin sin- . dierte ich Jura und arbeitete in der Spedition, in Marokko arbeitete ich als Vertreter deutscher und tschechischer * Firmen und hier habe ich eine Damenkleidcr-{und ZuU'hür) Fabrikat um liegouneu. Wenn hier jemand einen Ijclirling beschäftigt und einen Anschluß für elektrischen S'rom hat. spricht man >ehou von einer ..fabrica". Ich habe es immerhin schon bis zu insgesamt 1'2 Angestellten ^ebrachl. Keider kann ich zunächst nur weibliches Personal gebrauchen. Als« wenn Ihr Schwestern habt, die auf Schnellnähmasehinen arbeiten kimnen. wurde id» sie für ihre Aulaufszeit sofort bei mir unterbringen können. Ons Geschäft ist übrigens wahnsinnig srhwer. gehl aber ertragsmäßig vom ersten Tage an gut. Südafrika: Für Techniker und Handwerker — nicht für Kaufleute Ein Einsender aus Johannesburg teilt mit. daß eine ganze Anzahl von FWVern bei Iwscheideneii Ansprüchen ihr wirtschaftliches Durchkommen fänden. Einer von ihnen, der in Schottland sein Examen nachgemacht hat. sei ein gesuchter Zahnarzt, ein anderer halx* einen Huf an die Universität in Stcllenlmsch Ivckomnien. Von zwei Breslauern arbeite einer als Ingenieur im Sir Malcolms Mifßon Kouipeteii/abgrenzung zwischen Obrrkomini-sar und prt\ale:i Hilfsorganisationen Genf. Der Oberkouirnissar des Völkerbundes für die Auswandererfürsorge. General Sir Ncill Maleolm, hat an die im früheren Beirat des Ohrrknmmissarinls vertretenen neun jüdischen und neun mehtjüdischeu privaten Au^wandererhilfsorganisationei» ein Rundschreiben gerichtet, indem er zunächst mitteilt, daß er bereits Schritte unternommen habe, um den Kmpfehluugen des Völkerbundsrates ül«r die zukünftige Gestaltung der Auswamlerrifürsorge nachzukommen. Er ist der Ansieht,.daß die Einzelheiten, der gegenseitigen Beziehungen sich aus der praktischen Zusammenarbeit ergeben. Vorläufig beschränkt er sieh darauf; die Aufmerksamkeit der Hilfsorganisationen auf die nachstehenden Punkte zu lenken: E* handele sich1 nicht darum, eine neue Organisation zu. schaffen; sondern nur um die Einführung einer ueuen Methode der Zusammenarbeit. Die Behandlung individueller Fälle von Hilfsbcdürftigkeit. Gesuche um Beistand uml Unterstützung; gehöret! unter deu jetzigen Umständen ausschließlich in den Ko m p e l r n z b e re i ch d e r privaten II i 1 f s i> r g:a u i - .sationen, die sieb dieser Arbeit bereits gewidmet haben, und in steigendem Maße zu widmen haben werden. Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, werden sie zweifellos ihre gegenseitigen Beziehungen noch enger als bisher gestalte» wollen. Eine Zusammen*/! rhu ng und Koordinierung der Tätigkeiten der verschiedenen privaten Hilfsorganisationen, sei es im nationalen, sei es im internationalen Rahmen, werde die Erfüllung der Aufgal»cn der Organisationen sicherlich erleichtern und gleichzeitig ihre Beziehungen zum Oberkonimissar einfacher gestallen. Der. Obe.iv komniissar versichert, er werde alles tun. um diese Beziehungen, zu fördern. Jüdifche Kur» und Badeärzte Die Rrirbsvertrctnng der Juden in Deutschland veröffentlicht eine neue Liste, der jüdischen Arzte, die in deutschen Kurorten. Praxis' ausüben, soweit sie Mitglieder der jüdischen Religionsgemeinschaft sind — nach dem Stande vom K April 1936. Die Kiste ist diesmal erweitert und ergänzt durch ein alphabetisches Verzeichnis der Erholung*- und Altersheime und sonstiger" Kürsorgeeinrichtungrn für Erwachsene und Kinder, und endlich sind in einer letzten Rubrik -r— ebenfalls, nach Orten alphabetisch geordnet — die jüdischen Krankenhäuser. Privatklinikeu- Sanatorien und Pensionen, soweit Material darüber vorlag. In sämtlichen deutschen Kurorlen sind rund 140 Arzte tätig. Weitaus an der Spitze steht das Kochsalzthcrmalhad Wieshude u mit 33 Ärzten, von denen nicht weniger nU 1(J als Fachärzte für verschiedene' Gebiete wirken, während 4 zahnärztlich tälig sind. Tn Aachen praklizierch 12. in Heidelberg 8, .in Buden-Baden 7 und in Nauheim 6 Arzte. Von Ostserbädern sind nur Ko 1 b e r g . Swincmfi ii (I e und Travemünde vertreten: die Nonlsce fehlt ganz. Neue Reichstierärzte-Ordnung Die Reiehsregicrung hat als ein Gesetz unter dem 3. April eine neue Heichsticrärzlcordnung" erlassen, die in ähnlicher \Vei>e wie die" Reichsärztcordnüng die Rechtsverhältnisse der Tierärzte regelt. Danach ist die Ausübung des tierärztlichen Berufeim Deutscheu Reich von einer Bestall u n g als T i v r a r z l abhängig. Die Bestallung * ist u. n. zu versagen, wenn der Bewerber wegen seiner oder seines Eliegatlen Abstammung nieht Beamter werden könnte. Der Heichsminister des fniicni kann in Härlcfällen im Einveniehmcii.mil der Beich-ilierärztekamnier Ausnahmen zulassen. Verliert der Tierarzt die Staatsangehörigkeit durch Aberkennung, oder durch Widerruf der Einbürgerung, so erlischt zugleich die Bestallung. Eine auf Grund dür btslierigen Gesetze erteilte Approbation als Tierarzt gilt als Bestallung: Das Gesetz tritt am K Juli in Kraft. Im Deutschen Itcich befinden sich gegenwärtig etwa 10 0 j ü d i s c h e Tierärzte. Alte Synagogenmofaike bei Jericho Jerusalem- In einer nannuenplnutag^ auf dem Gelände, wo da» alte Jericho »estanden hat. halten Arbeiter alle Synagogen mosaike gefunden., Sachverständige schätzen, daß die Mosaike etwa um das Jahr 500 vor unserer Zeitrechnung pntstaudeu seien. Damit werden die Theorien umgeworfen, nach denen die Juden die. Stadt Jericho sofort naeli Joschua verlassen haben sollen. Das Mittelfeld des Mosaiks ist mit Zeichen fm Stile d e r M a k 1c a b ä c r / e j t bedeckt. Sic konnten bisher noch nicht entziffert werden. Es wurden auch ein Medaillon, ein siebennrmiger Keuchlcr. ein Palmbaum und ein Scliofar nefuiiden.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.