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Jüdische allgemeine Zeitung · 1936-04-01 · 14 (1.4.1936) · page 4

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
16 (1936)
Issue
14 (1.4.1936)
Date
1936-04-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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SPORT In ItrrHii: Htädtrkampf drr Kegler Die S |i i»r I k e «: 1 c r V c rc i n i g u n g Berlin im Sporthund des RjE \iran-tiilnnin der Spor.krgclhaR.: einen Großkampftag, in liefen Mittelpunkt «Ur Iti-gegniing «Ii i- StiiiltmiaiuiwJinftca im» Hannover iintl Berlin -land. Die Berliner, die noch vor einigen Wochen jn I IaniKi\rr eine Niederlage «iuslccken mußten,^ revanchierten sich diesmal tinrl schlugen di.- Kameraden aus Hannoter niil .'IKillolz Lntrrschied. Daran schloß .sirjj Witt Austragun» eines 1-Yeuiidschaftskampfcs zwischen Brrliu. Bremen um! Hannover. Auch InVr erzielu-n die Berliner 102 Holz mehr als die Wrirctcr \<iii 1 hitmovcr. dir Brenun auf den drillen Platz verweisen JviMililrn. Auf der Asphullhahn sie»Jc i:Im nfalK Berlin vor Stettin, deren Mannschaft ihrerseits Hall» hinter sich ließ. Im DrciYrmaunsrhaflskaiupf erzielte Krouhach (1SG .TJ, mit 744. Holz dir höchste wm einem Einzelkcgler erreichte Hol/zahl, fin »an/.tu l>rfrili<:i.-ii sich an der Veranstaltung. «Imvon gutem Erfolg beghitci war. etwa .'«Hl Kegler, die an 27, Bahnen zu gleiche«' Zeil iHjM'liüfli^l wurden. In Hamburg: f brrra-rlmng in drr Rrirlisincistersclian In der \ orrundc um ■ fit? Reiclismcisterschafl des RjK-Sporthmidcs gelang es der Fußballmannschaft des lUm luir^cr „Schild'% nach hartem Kämpft: den westdeutschen JtjK-Meister. RjE-IEntin, mii z» schlagen. Dir Hamburger zeigten ein gute*, kampffrohes Spi, | ohne j-im* ei^truiJi.clie schwache Stelle, während Bonn nie an seine sonstigen I,cisluii»cn anzuknüpfen vermochte. V«r allt'in der SlIinii ültcrlrot sich geradezu an unproduktivem. Spiel. ' ' In Stuttgart: Rjl-'-Fitfthalhucistrr geschlagen Kit»' weitere ElM'rrasehuug gab es in ili*r Vorrunde, diu in Stuttgart den TitcKcrleidi»er ..Schilde-Frankfurt a. .M. und RjF- Stuttgart zusauitncuführlc. Das erbittert. al»er stets fair durchgeführlc Spiel stand auf keinem allzu hohen Niveau. Bei Beendigung der regulären Sjiiolzi'it stand das Spiel unentschieden (1:0, und erst in der zweiten Verlängerung, als mau sich .schon auf eine Wiederholung gefaßt gemacht Italic, kam Stuttgart durch einen Narlw-hußOppcnheiincrs zum glücklichen 1;U-Sieg. Im Ilandhall^pirl dominierte H j V - D a r m s t a d t klar üherh*«c"n Mannschaft \U-.< UjF-Slutl»art war diit^ui. hervorragenden deiner nicht ^e\varli-eu und uiulStc mit 'A:\I eine jilalle Niedetlaiie Iiiuiicliiiicii. Iii München: _ Itatrri-rlir 'riMh(eniii-im-i-irr>charirn Dil- Tisi-JiIcnniMnt-McrM liaflni der Arlietts^emi'insehafl der hayei ischeu jüdi-rhrtl Turn- und Sjmm l-Wreine kamen unler jii-otM r Ileleili^uu^ in München zum Au-lra*i. Sie»er lvurdeit hei den Herren Wolf .Mfun h.-n) vor Selimerler (Xündwr^). hei den Hamen H v i e h * ( h a I e r .'Nüruhej \or . ihrer Kluhkaiueradiu \\*a-«.ermauu. iiii 1 h-rn'iidop[M'l die Nürnhei-»<t IC n « e 1 - 11 o I I - in u ii u und Im (H ini-chli-u Doppel H i-i *■ Ii - 1 Ii ,i! r i - Si ImiciIer. In den offenen \Ycllh<-\terh.'u dirininir'iien hei den Seuiore:i Schuaiz-chihl l'raukfurt a. M. ihm) hei den Juiuoreu Seherz (Mütiiheii;. In" lliiulenhurii: Srh«iininfr-1 dt-.- olier-chlr-i-elifll KjF Her l.aiMh--\crhand Oher.-rhh'-ii-n iti-> ItjF-SporthurMle-i führl;* in I liinh iiliiirp >rlti rotes Scliuinimfe^l duri'h. Der MakLaht lialli* in lel/ler Minute ah»esäj;l. daseien waren neln*n sämtlichen oherschle-i-eht'u Sehuiuimeru einige Yerirelcr di*r I S CI 3 3 - Jt «* r I i ii auue^i-ud. die durch jilalle Sie».- und zwei neue HjF-Ilöehttt< i<-luu"en ihre aii<:.'uhliekliche «rolie ICampfslärke cruenl unter lh«eis slellli-n. Im nanzen koimlen-21 W'cllhewerlHiliiri-li^i'ffilirl werden. Im HIIMn-ltückcusch^immcn siejite I lelmul K a d d e n ,IS(i X\) iu'der neuen HjF-lte-lzeit m>u I :'J4 und in der '.\ 50-ml.a^enslaffi l »ehuii: eden l!i rlimni in der Aufstellung Tii-Iianer, Kaddeii. ('Irirnheim den Hekonl tun 4/10 Sekunden auf 1:47,1 zu iiulerhieleu. . In den anderen \\ etlliewcrheii .seliuitl Ii j I'' - H e ii ( h e u am erfolgreichsten ah. deren Schwimmer in 1.1 W'etlluMverheu die Sieker >lellien. In M.^üadhaeli: \W-tdeiu>ehtr Hjt'-llaiuUmUuiri-tvr nttrli iiirlil ermittrW W ie' int Vorjahr nmlA auch diesmal der westdeutsche Hand- Italhucir-ler des Itj l;-Sporlhunde> durch eiu Ausselieiilnn^sspiel rrmiiteli umlrn. Der leizle INuiklkampf jedenfalls, der <Üe Manum haflt n von M.-(i 1 a d l> a e Ii und A a e h e n zusammenführte, einleie unrulscliifden. nachdem hei Ilalh/.eil dir Aachener Itcrctts mit 3:1 geführt hallen. Berliner Vorfchau Am ."». April: ISC :;:[ — Ifnr K'oeliha Haktiah In deii^ Kui-cheidiin*issipeleii um die iterlincr Spielnn-isters« h;ifteil werilen fieh am SoniilaiT die ersirn Frauen- und Mitnuerliacdhall-. Minie die Ful.Miailuiaun-chaftcu der heiden Verein;* »e^enühertrelen. Da- Frauen-pirl iM'^inut tun 14 l.lir auf ilem C r.iuie w a I d p 1 a 1 / . auschlielAentl f(d|il das Mauufrhandhallspiel und um l."t.3(l t hr wrrden dann die Ful>hallcr zuui fCampf aulreleu. Die Au>»ci:li. hi nheil der Maun-'chaflcu ver-prichl schöne, min r-.-;nilf Xiimpfc. deren An^an-i vfdli-r nn^w il.1. ~ ist. In tleu I linspielcn'>:;-waiiiicn im l'rauehspicl die 1SÜ 'Xi mit 2:0. im Mannerszirl l!ar Ivoihha-Hakoali mil 7:3 und im FulMiall eheufalls 15ar -Kochha-I lakoah. >aihwuehshii\eii des U\C -..Maeeahi" Am. 2. Apiil veraiiMaltet der (HC ..Maernhi". (N?wo^eu durch den großenl'rfol-i des erste» deraiti^eit Kiimpfaliemls wiedcnmi lU'xkämpfe. die nrhen i'ini»en Faarim^en der Kampfmannseluifl in der Hauptsache Nnchwueiiskainpfc Im Min» sehen sollen. Die Veraiislahuni: .findet in der Turnhalle Au|iuslstralM* KJ Matt und iH'^inut um 20 Mir. Das S r- Ii w i m m I r;i i ti i n l' der 1S(I 33 im Sladlhad DennewitZälraUc f ä I I l am 1 I. n n d 1 \l A p i! I a u s. Sportliclies Allerlei Wrltineislerseitaflen im Tischtennis Die WeltmeisierM-haften im. Ti-chlentiis. die in Trajr *Iuiehjjrffihrt wurden, salicu eine »m\>c Anzahl jüdi-ehxr Spieler, mul Spielerinnen in der Öieiicrliste. In den MaiiuschaflsweltlK'werlK'u siegte Iwi den Herren Dstcrreicli. m deren Vertretunj: die jüdischen Spieler Lie Ilster und licrgmauii mitwirkten, hei d;-u Damen blielirn die Tschechinnen mit Frl, Kctlm-r an der Spitze erfolgreich. In den KinzrlwctlhrwcrlH*ii we»ie hei den Damen die amerikanische Jüdin Ruth Aarons in der Schlußrunde j>r»cn-die DeulM-he Meisterin Krehshach. hei den Herren plazierten sich Khrlich Tolcn)-an zweiter und Itcr^mantt Österreich) iui dritter Stelle. Im Damendoppel endlich kam au.Ii die Tschechin Kellner noch einmal zur Meisterschaft, indem sie mit ihrer f.andsmftnum Frl. Schmidt das deutsch;' Paar in der Si hlulAniude knapp sehlu». Hertmann «islrrreirIiiseher 'l'i-tlitciini-nici-ter Itct den öslerrcicliisehen Meisterschaften, die kürzlich unter iuiernalionalcr Heteili»un^ in Wien durchgeführt wurden, konnte lt i r ^nian ii seini' hjcudcnile Form erneut unter Iteweis stellen .lüdi.»eitr Kinnen im Finnen reell 1 Der soeheu veröffeiillichtiT Herieht der Uerlincr Handelnkammrr ühcr das Jahr l'J3ö hriugl auch eine Anzahl yon Fragen, die he sonders für jüdische Finnen von Interesse sind und diejeizi»c Auffassung der W iiischaftsverlretunj-en kennzeichnen, Jlin- -siehtlich der F i r in e u I» e z e i c h n \i u jr „d e u l s e h" hat . die Itcrh'iicr Handelskauimcr an ihrem bisherigen Staiidpuiikl festgehalten, nach wcleltvm der Zusatz ..deutsch" für ein JCrwerlismileniehmen grimdsälzlieh abzulehnen ist. Sie verweist 'darauf. dalA auch das Kaminergericht die Auffassung vertritt, daß die Itezeiehnuiig „deutsch" speziell bei Kinzelf innen zumitidcsteu einen Hinweis auf die arische ' Abstammung des Inhabers enthallc. Weiler weist die Kammer in diesem Zusammenhange daran f_ hin, dali hoch tönende 1'irineuhezeichnungeii wie ..I laus" inier .//entrale." auf das riehligc Mut> zurüekgefülirl wertlen iuuL%|en. Jn dem lteriehl heißt es weiter, daß. je grüßer der Kreis von Auftraggebern würde, der es a b I e h nie. n i tb t - a r i s e h e n l; u 1 e r u e m u u g e n Aufträge zu erteilen, dcsio stärker die Versuche geworden seien, Firmen in unzulässiger Weise zu tarnen. Die. Itegistergerichte seien jedoeh jedem sulelier Taruuugsvetsuehe. der von der Handelskammer gemeldet-wurde, entgegengetreten. Kintragungen, die bereits erfolgt waren, wurden als Strohmannsgrüudiiugrii angesehen und im Handelsregister als nichtig gelöscht, bemerkenswert ist auch die Feststellung, daß die endgültige Kingliwlerung der gewerblichen Betriebe in die herufssläudischci! Organisationen sieh m zahlreichen Fällen nicht in der erhofften Weise habe durchführen lassen. . Insbesondere inachte im Einzelfalle die Abgrenzung der Hegriffe Fabrik — Handwerk — Handel — Handwerk Schwierigkeiten. In der FYage der (i c s e h ä f t s s c Ii I! e ß u u g r ji bzw. I landelsuntersaguügrti w urdin in Herliu im vergangenen Jahre nur wenige Fälle verzeichnet. In drei Fällen beantragte die Handelskammer selbst eiu \ erfahren, in weiteren serhs Fällen äußerte sie sieh gutachtjieJi auf Anfrage des Polizeipräsidenten. Im allgemeinen habe eine \crv.arimiig genügt. Wichtig ist auch die- Stellungnahme drr llaudelskamuier zur Frage der lt e i" e h s f I ti e Ii t s t e u e r. l**ine Hrfreiung von <Ier Hcichsfluchtsteucr kann hekatuillich dann eiutrclcu. wenn ein \olk>wirtsehaflliebes oder deutsches Interesse au der Auswandernu;: hesteht. bzw. nachgewiesen werden kann. I Hier den Ffdlcu. die 103.1 zur Hcurhciimtg kamen, befand sich eine Anzahl \on solchen Anträgen, zu denen die Kammer bereits in früheren Jahren gutachtlich Stellung genommen und eine Sieherstellüng der Fluchtstcurr vorgesehlagen halle. Ein solcher Sleui-raufüchuh wurde dann empfohlen, wenn zwar ein. deutsches Interesse auzunehiiiei; wai. der Iteweis dafür aber nicht vollständig geführt werden konnte. Eine nochmalige Prüfung hat in den meisten Fällen nun ergehen.'daß die Hcweisführung als geglückt angesehen werden konnte. Drmcntspn'chcud wurde an Stelle der Sichevslelhing die H e frei u n g von d e r R e i e!i s f 1 u e h 1 - Steuer befürwortet. Im allgemeinen seien jedoeh gegenüber IU34 »Kr Anträge auf Ucfr.'hing von der Heicbsfliieblsleiier. fowrit sie den I lanibdskaiiimeru zur gutachtlichen Äußerung vorliegen, zurüekgega ngeu. woraus zu schließen sei, daß die im Jahre 1034 noch erhebliche Abwanderung: v o u k a p i l a 11; r ä f 11 g e u P e r s o neu, insbesondere Niehtariern. nachgelassen hat. Aus der Devisen wirtsrliafl In den Genehmigungen zur Ein/, a h I n n g auf V e r - r e c h n u n g s k o u 1 e n (Deviscnl>cschcinigimgeii und sonstige Gt— iiehmigiiugcn) werden, wie die Ileielisstelle für Devisenbewirtschaftung Iiekatuit gibtdiese Konten vielfach ungenau lK*zeielm'*t. I'!s ist daher angeordnet worden, daß künftig Genehmigungen! zur Einzahlung auf ■ein Verrechnungskonto bei der Reiehsbank oder der Deutschen Vrrrcchnimgskassc außer der namentlichen Ih'zciehnung des Verrechnungskontos aurli die Nmnnier des Kontos enthalten müssen. Die . Koiitouunimern ergclvcn sieh ans der von der Itcichshank zur Verfügung gestellten Aufstellung. Eine weitere Verfügung beschäftigt sieh mit der Verfügung ü b e r den E r 1 ö s u n d die E r t r ä g e von Wcrtp;> |u'cr;iltbesitz. Sie l>chandell die aus dem Verkauf von Wertpapieren sich ergehenden Frauen, soweit es . sjeb um solche bandelt, die v<tr dem 1.1. Aprii 1032 bereits Eigentum eines Devisenauslrmdors waren. . RECHT im ALLTAG Neues aus dem Vcrsieheruugsrcclit Eine dieser Ta^e veröf feut liebte Iteielisgerichtsentschciduug >telU (est. die \ e r \\ f ü « d « u g v w\\ k ü n 111 g e u V e v - < i c Ii e r n n g s a n s p r n e h tvn (lA'l>cnsversielicnmgspolicvn) v>crllos ist, wenn"der lUzugshcreehiigle iiicht damit einverstanden ist. Hai z. H. ein gegen Todesfall Vcrsiehcrler scüie Ehefrau als IIc/.ugsI>erechligte augegel>ei) und im Laufe der Jahre den Versich eningsausprii eh gegen Cliergalw des Versicheningsseheiucs an einen Kredilgelwr als Sicherheit verpfändet, so ist zur Itcrhtswirksamkeit <licser Wrpfänduug die Anzeige an den Itezttgsberecluigten und au di^ \crsicheruugsge.-eUieltaft erf<ud;ilieh, l'nirrhlrihi die Anzeige und die Zustimmung des Bezugsberechtigten, so kann der Gläubiger bei Fälligkeit des Versicherungsanspniehs keine Ansprüche erhcl>cn. nncl zwar aueb dann nicht, wenn er den Versicherungsschein in Händen hat. Die \ ersiehe ningssiimme wird vielmehr au die bezugslK*reehiigte Ehefrau des Versicherten ausgezahlt. (RG \"Il 177/3.1.) Cher die Verjährung von Vc rsi e he r u u g s - a ii s p r fi c h i: n liegt eine grundsätzliche Entscheidung des Rrielisgerirhts vor. Danach verjähren die Ansprüche aus dem \ ersicheningsvcrtrag — abgesehen von der LclK'nsvcrsiehenuig — in zwei Jahren, nie Verjährung beginnt mit dem Schluß deä Jahres, in welchem die I^istung verlangt werden kann. Das Vcr- Umgen dieser I^cistung erschöpft sieh Glicht in einer einmaligen Leistum:. Vielmehr umfaßt der Versicherungsschutz nach Ansieht des Reichsgerichts zwei Seiten: die Befriedigung!>cgrüudeler und die Abwehr unbegründeter Ansprüche. Der Versicheningsuehmer kann als«» Schutz vor einem gegen ihn erhobenen Anspruch-verlangen, sobald ein Dritter gegen .ihn Ansprüche aus einem \*ersichenmgsfall erhebt. Die Anssehhißfrist I>egiimt nach dem £ 12 und nach harten Kämpfen überlegener Sieger des Herrcnwetlhleibeu. Sperrliest!Rimlingen des Reichsaussehusses . Der Rciehsaussehuß jüdischer S[M>rtverl)äude hat in der vörigeii Woche S p e r r b e s t i m ni u a g e u beschlossen, die den Verbandswechsel eines Sj>ortIers oder eines Vereins regeln. Danach bleiheu llaml--. und Fußballer bei Verbandswechsel" auf einen Monat, alle anderen Sportler auf zwei Monate »esperrt. Der Ih'iilwuisschuß l>ehält sieh vor. längere Sperrfristen für Eiuzclmitgliedcr zu verhängen. des Versicherungsvertragsgesetzes entweder, nachdem der Versicherer den erhobeuen Anspruch abgelehnt hat oder naeli Ablauf des Jahres, in dem der Versieheruiigsuehmer die Leistung verlangen konnte. (RG XU 224/35.) Ein Versicherungsschutz gegen Haftpflichtausprüche verpflichtet die A'ersichcnuigsgcscllschaft auch dann zum Eingreifen, wcnii ein geschädigter Dritter nnl>ereehtigtc Ansprüche erhebt. Wesentlich ist. daß der Verletzte Ersatz wegen eines Schadens fordert, der durch die abgeschlossene Versicherung gedeckt ist. Ob die Ansprüche ganz oder. teilweise iiabcrcchtigt sind, ist in dem Prozeß gegen die Vcrsiehcnuigsgcsellschaft nicht zu entscheiden. (RG VII 76/35.) Der Selbstmord eines U n f a 11 v c r s i c h e r t e n entbindet die Versicherungsgesellschaft grundsätzlich von ihrer Leist im gsp flieht, auch wenn der Selbstmord scheinbar auf einem Unfall beruht. (RG VII 389/34.) Keine jüdischen Kommentare In einer in der ..Juristisehen "Wochenschrift" veröffentlichten Bekanntmachung der llcichsrcehisanwaltskammcr heißt es: „Gegenüber den. teilweise in der Öffentlichkeit verbreiteten Gerüchten, wonach sich die ständische Ehrcrigcrichtsbarkcit der RechtsanwälteHoch auf jüdische Kommentare zur Itcchtsanwaltsord innig nützen soll, wird hiermit ausdrücklich fest gestellt, daß die Ehrengerichte der Auwaltskaimner ihre Entscheidungen aus ihrem eigenen Rechts gewissen schöpfen und es grundsätzlich und. bcvyußt ablehnen, sich zur Begründung ihrer Entscheidungen auf jüdische Kommentare zu beziehen." — Bei den in dieser Bekanntmachung erwälmten Kommentaren kann es sich um den Kommentar zur Rechtsanwaltsordnuug von Max Friedlacnder und um ilie Schriften ühcr die Reehtsauwaltsehaft von Dr. Siegbert Fcuchtwauger und Justizrat Julius-Magnus handeln. Volhuarhirn für beim Gericht nicht zugelassene Anwälte Der Präsident der Jleiclis-Bechtsanwältskamnicr weist in einer Bekanntmachung auf folgendes hin. Es sei unzulässig, daß sich Rechtsanwälte, die beim überlaudesgericht zugelassen sind, in - Terminen oder gar regelmäßig durch ihre beim Landgericht zugelassenen Sozicn oder umgekehrt in Untervollmacht verir.-t.n hissen. Die Bestimmung der Bechtsanwall-orihnmg, die dies zuläßt, sei nur als Ausiiahuicvorschrift für besondere Fälle, z. B. bei plölzlicht'r Erkrankung des Prozeßbevollmächtigten gedacht. Ein. Anwalt, der einen Prozeßanlraj^ nur formell übernimmt, ohne die Absieht, ihn persönlich, anszuführen, und ebenso der nicht zugelassene Auwall, der durch regelmäßiges Auftreten in Untervollmacht dir Bestimmungen über die Zulassung hei einem bestimmten Gericht zu Hingehen sucht, verstößt gegen seine RenifspMiehlen. Dies »ei bereits wiederholt vom Ehrcngerichtshof ausgesprochen worden. Neuerdings hat auch ein Oberlandesgerichl aus einem solchen Verfahren kostenrechtliehc Folgerungen gezogen und in einem Falle dein Armenanwalt den Anspruch auf Gehührrnerslalluni: inis der Staatskasse abgesprochen. (OLG. Frankfurt a. Mi. 2 W70/35 "W/S. 744.) Wegen Verstoßes g^gen diese Vorschriften wird künftig iu [edem Falle .ehrengerichtlich eingeschritten werden. FortbilduiigsUurfe für jüdifche Ärzte Die Gcstindheitsvcrwallung der Berliner Jüdischen Gemeinde sorgt unablässig für die Weitere Fortbildung der jüdischen \r/.tr in Groß-Berlm. Der fünfte Forlbtlduugszyklus findet in der Zeil vom 15. April bis zum 15. Juli 193G statt. Es stehen im ganzen 31 Kursleitcr zur Verfügung,' daninter namhafte Vertreter der "verschiedensten Spezialgebiete. Die Kurse finden im Krankenhaus der Jüdischen Gemeinde 'Iranische Straße 2J, in der Krankcuhilfe der Jüdischen 'Gemeinde, der früheren neuen Poliklinik (Ale.\aiiderstraße. 1). im fsrac Ii tischen Krankenheim (Elsasser Str. 85;-, in der Jüdischen Kinderhilfc (Rlumenstraße 07). und au anderen UrtUehkciten statt.. Teilnahmeherechtigl sind jüdische Arzte, die vom Sekretariat der Gesiindhcitsverwaltung Karlen gegen Erstattung der jeweiligen Gebühren (Einschrcibcgcbühr je Kurs .1 Mark) erhalten haben: besondere Vorlesungsgehühren werden nicht erhoben. Außer diesen, der praktischen Fortbildung dienenden Lehrgängen wird eine Reihe von w i s s e u's c h a f 11 i e h e n Vorträgen veranstaltet, sämtlich im Logcnhaiis Kleiststraße 10. ilie sich mit den verschiedensten Wissensgebieten befassen ^'altr und neue Scelcnbehandhuig, Wachstum des Ilaares, Handschrift und Geisleskrankheit. Sinn der Farbe im Haushalt des Lehens, geschichtliche lüntwicklung der jüdischen Krankenhäuser etc.). Der Vorstand der »ueu Synagoge lädl für Sonnabend, 4. April, nachmittags 5 Lhr. (Trausaai\ zu einer Oneg-Schabbat- Feier für Erwachsene ein. Ansprache, Rezitation, Gesang. Gemütliches Beisammensein. Infolge eines technischen Versehens ist in einem Teil der Ausgabe in dem Artikel ülwr Gabriel Hiosse r der Gedenktag falsch angegeben. Es muß natürlich statt Todestag G e b u r t s - t a g beißen. Jüdische private Musikschule Hollaender Leiterin: Susanne Landsberg geb. Hollaender Beginn des Sommersemesters 15. 4. Ausbildung in allen Musikfächern Bln.-Charlbg. Sybelstr. 91. Tel. C 1 3418 Hauptsclultlteiter: Dr. EuRen Tannenbaum. Berlin - Wilmersdorf. Ulter der An»el;en-Abtellunc und.verantwortlich lür den Inhalt der Anzeigen: Werner Heine. Berlin N 24 - DA I Qu. 1935 3038. Preisliste Nr. 3 Verlan: Verlacscenossenscrialt in Deutschland ansässiger Juden zu Berlin epmbH, Berlin - Charlottenburi; 2. BlelbtreustraSe 2. Druck: SonnendrucVerel OmbH (Felix WoIJV Berlln-Charlottenburjj 4. -* H3HI« m (DDR YOTIßSTgGK^PT

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