Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 16 (1936)
- Issue
- 14 (1.4.1936)
- Date
- 1936-04-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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w ■HPHP WS ^WWSWB»!R'A "ü"-^.1-^ Die Stimme Jakobs Zu einem Elternabend / v«,, Dr. iiud. mnsni Die nahenden Tage tkj Pessaeh erinnern zugleich an das 'Doppelte im jüdischen Leben; das Recht de* Kindes z u r Frage und die P flieh 1 des Vaters und der ' Mutter stur A n twor t. Vom Seder mit seiner vierfachen Frage im Mahiüschtano wie von dem Gebote der Tora her: -,Und es soll sein, wenn dich dein Kind fragen wird: Was ist dies? So antworte ihm . . ."' bezeugt das Judentum es als ein Wcscuhaftes seiner. '. i-clb.-l: diese» Hecht des Fragen? und diese Pflicht des Aiilwortciiä. Besondere Tragik, und somit Problem dieser Tage ist es. daß wold das Kind dieses alte jüdische Jteeht des Fragens sieh wieder zu eigen nimmt. daß alier der Vali-r und die Mutter nur zu oft dien- Pnicht der Antwort nicht zu erfüllen -vermögen* So muß dies der Ihügion-initerricht oft ganz übernehmen,. Hier aber!«'ginnl eine neue Schwierigkeit: die Beschränktheit 'n der Zeit. Der Religionsunterricht — iiml insbesondere der au der öffentlichen Schule — er kann immer nur anleiten, nur den \\ eg wciseii und auch den W eg führen. So ist es denn dieneue Aufgabe für das Elternhaus, das Itegonnene w riterzu f ü h r e n. das nur fragmentarisch sein Könnende /u einem Ganzen werden zu la»sen. Geschieht dienicht, finde! das jüdische Kind nur in ■ den 4." oder 2 ' l 45 .Minuten des wöchentlichen Religioiisnnterriehles dieses Frageudürfeu und Antworlenkönncii. dic«c spezifische Sphäre' des Judeiiltuns.' dieses Dialogisehe — und nicht in der;., übrigen Zeit, im Fltcruhau?. heute und hier.'dann ist alles verucblich: da- Begonnene wird ein , F rag m e n t blcil»cu. wird erstarren oderganz verwehen. So liegt vor dein jüdischen Vater und der jüdi-cheu Mutier die nielrt scheue Gefahr der Sünde der ..v e r s ä u in l c ll G e 1 e g e u h e i t". T'iid es ist eine Schwer oder niemals zu beantwortende Frage, ob ein Ver-äuiulcs. mit es ^ch licht und einfach zu sa^eu. wieder gut gemacht werden kauu.) Silk a n » n n d m n ß vvrtniedr» werden. Kein Vater und keine Mull er brauchen sich dazu im fällig /u dünken. Mag es zunächst — selbst beute noch — fernliegend und hist jimnöglieh scheinen: der Anfang, das It e g i n n c 11. i s t alles!: nicht nur Vater und Mutter, sondern ein j-Ti d i s e h e r Vater und eine ^ü d i - <■ h e Müller zu sein, das was das Kind hineinbringt, in da- I lauaufzunehmen, zu erhalten und fortzubilden. ..Erst zotr ich es. "dann zog es mich:" Aber die* nicht nur als Verpflichtung seinem eigenen. 1 lause ucueiiüher. -oudern als Forderung der Gemeinschaft. Fm Midrasrh knüpft an die Auslegung des Bibclvcrses von der ..Stimme: die die Stimme Jakobs i-t. und dru Händen, dt'' die Hände llsaus sind" die rV/.fthlnng von dein heidnischen Pliiln-ophcn Oinomaos aus Gada i n. Er hätte nach«eforscht und zu ergründen gesucht die. l'nveiuich;barkeit deisraelitischen Stammes. ■Ihm wurde' die Antwort zntvil: hinaufzuziehen und hineinzuho reiten in die Häuser der Israeliten: solange dart die ..Stimme Jakol*." ertöne. (Hier wie c> wörtlich heißt: das ..Zwitschern der Kinder", solange gebe Israel nicht unter! Ks ist cb'n dasselbe damit gemeint: solange da-* Elternhaus die." ..Summe Jakobs" crhfilt. wird Israel bestellen. V o in E 11 e r u h a u s lyi n g t s o das S e h i c k - sal ab. nirlil nur dade- Einzelnen, sondern da- Schicksal de.-i .luilentums. Dieser Gedanke der Verpflichtung, und Verantwortung jüdischer Eltern in die'-er Zeil, wie die Gefahr der Sünde dieser „versäumten Gelegenheit" sollte ausgesprochen werden in dem F. her n a U e n d meiner Hell«mnsklassen an der Mittel-- und Oberstufe der G e e i I i e u s e h nie, Wilmersdorf. Nicht nur die Verbundenheit der Schülerinnen mit ihrem Lehrer zeigte''- dieser Abend, sondern jenes noch Wertvollere und Höhere: wie diese Schülerinnen. Schülerinnen einer öffentlichen pehub-. a]le den Willen habend den Weg. den sie gewiesen wurden, selber wi-ili-rzumhcu. den Wrs der Liebe zum Judentum. Der im dicht besetzten Vortrag.-v.aal der Synagoge Fasanenslraßc in Anwesenheit der Vertretung des Schulde/crnates «1er Jüdischen Gemeinde veranstaltete KltcruaU-ud bildete in jeder Hinsicht einen grüßen Erfolg, t us allen. Eltern. Schülerinnen und Ix-hreru war es ein Abend der Befriedigung und der Weihe. Nach Begrüßungsworten wurde er eingeleitet mit Karl .Wölfl* ebb* ,. Aufbruch", gesprochen von einer Primaiieriu. Lv. Beethovens Palhctbuic leitete IuiiüIkt zu 'dem I löhepunkl des Altcuds. den von der St. L* If -vorbildlich dargestellten Szenen, aus Recrllofmanns .,Jaakohs Traum", denen ein selbst verfaßter Prolog voranging. Die Schüleritiucu \erinochtcn e-. einem jeden diese Vorstellnng zu einem Krlcbnis werden /.n lassen. In »Irr P;m^* wurden von den Eltern gestiftete Erfrischungen au diese zurück verkauft, deren Erlös, ein namhafter Betrag, ausschließlich der Jüdischen -Winterhilfe überwie-en wurde. Das von der St. Li III gesungene ..Efo einzaecha" Iciiel«' im zweiten Teil den Abends über zur Ansprache, deren Gedaukenau-zug am Anfang dieser Zeilen niedergelegt i-l. In bunter Folge wechselten dann (.'hnr-iücke, Szeueu. Gedichte und Seherzfragen. Wieder erfreute die Sl. V Ifl mit dem reizend gespielten Sing-piel ..Ijcideuilelernen" wie mit einem Orrheslcrkanon. Sei es nun das von einer Obcrlerliaticrin ausdrucksvoll vorgetragene biuiiorvolle Gedicht .,SaIoiuon und die Sperlinge*" oder'der ..Turmbau \on Habel"; der fröhlii-lie Dialog ..Tragödie der Mißverständnisse" oder die vortrefflich gestellten ..biblischen" Scherzfragen: alle-i war gekrönt mit Erfolg. Der gelungeue Abend klang aus mit .leljuda Halewis; Israel lebt ewig." liühiie und Kostüme, Kulissen und Ih'leüchtuug: alles war von uns seihst entworfen und geschaffen worden. Viel Mühe. Zeit und Energie halte es gekostet, aln-r der Erfolg l»clohute es. Sehlieht nannte es .-ich ein .,Ellernabend der jüdischen Heliyionsklnsscn der Miltel- und Oberstufe der (Veilienschule" und war doch viel mehr: wir alle fühlten und begriffen e-: Eltern und Schüler und Lehrer: dieses ..Zwil-ehern". diese ..Stimme Jakobs", fsraei lebt! Das nennte Schuljahr in Düfteidorf Düsseldorf. Zu" Ostern wird au der J ü d i s e h e u \" o I k > - sehn I e in Düs^hiorf das n e n nie S e h u I j a h r eingeführt werden. Im Düsseldorfer Gcmcindchlatt wird die Notwendigkeit dieses neunten Schaljahres damit begründet, daß die heutige Situation \om jüdischen Kinde Kenntnisse verlange, die über das \\ issen eines Volkssclmlkiudcs hinausgehen, und daß eine praktische Ausbildung erforderlieh sei. dir zu neuen Herufen --vor; bereite. Dein trage die Eiuri< hluug des neunten Schul jahrcs llrchmmg.; * Der theoretische L'ulcrricht tu ihm umfaßt die üblichen Schulfächer mit I^esondercr Herück-iihiigung des II e b r ä i » e h e n und des Englischen; in einem zweiten fremdsprachlichen Kurs wird französisch gelehrt. Der Sinn des theoretischen l'ulerriehls ist: llüdung zu einem Wellbild, das dem jüdischen Kind inner.-» Halt; auf der Grundlage eines guten jüdischen und nllg e in e i n e n W i s s e u s geben s<dl. Der praktische l; C\ - l e r i i e h t umfaßt erweiterten Werkunterricht für die Jungen, erweiterten Nadelarbeitsiiuterrieht mit Einbeziehung von Werkunterricht für die Mädchen. Kochkurse und Gartenbau werden für Jungen und LMädehen eingerichtet. Ferner wird Wert gelegt auf gute zeiehncrisehe Ausbildung, Pflege des MusikvcrsliiiidiusseH und körperliche Ertüchtigung. Es werden seh ließlieh Kurse üIht G e s u n il Ii e \ t s I n h r=e . Säuglingspflege und . V i* r - b a n d s 1 e e h n i k abgehalten werden. Zum Gedächtnis von Leopold Zunz Gemetiidraheiul in der Svnagoge l*rinzregcnti*iis(raßc In der bedauerlicherweise mehr als schwach Iicsuehten Syn- . agoge Prinzregcnlenstraße fand am Montag abend eine Feier statt, dte. dem Gedächtnis von Leopold Zunz aus Anlaß seines vor kurzem von der wissenschaftlichen Welt licgangenen 50. Todestages gewidmet war. Es sei Pflicht, sagte Moritz Rosen t Ii al vom Vorstand der Berliner Jüdischen Gemeinde, dieses Manne» zu gedenken, dem nicht nur das deutsche Judentum und l>csonders die Iterliuer Jüdische Gemeinde viel verdanke, ohne den es auch eine Wissensehaft des Judentums vielleicht heute noch nicht gfihe. Tu einem gehaltvollen Vortrag skizzierte Rabbiner Dr. Max -"Wiener das Wesen und Wirken dieses Gelehrten und Denkers im Jahrhundert der Aufklärung, in dem die- Verhältnisse für die Juden sieh mehr gewandelt halten als m den zweitausend Jahren vorher. In jener Zeil, in der die Juden, nach Wieners Worten, aus dem Einhcitsbloek einer festgcschlosscncn Gemeinde hinaitsziisehreitcn glaubten in die große grenzenlose Menschheit-«gemeinde, habe Zunz als rfirk?chancndcr Prophet den Blick des Judentums in die rechte Richtung gelenkt. Er wollte die Juden die Vergangenheit kennen lehren, damit sie sie schätzten. Sein AVrrk fiber die gottcsdienstlichcn Vorträge, das ihn mit einem Sehlage berühmt machte, seine Forschungen über MMrJiseh-fJtcratiir «. a. -seien klassische Leistungen und bis heute nicht überholt. In seiner frühen Schrift ..Etwas zur rabbhiischcn Literatur" habe er ein gewaltiges und zum großen Teil auch durchgeführtes Programm aufgestellt, aus derrr zusammengefaßt zu; erkennen sei. wie. Zunz das Judentum. sah. nämlieh als Totalität, die er geschichtlich - begründet habe. Dieser Mann von ..grandioser Nüchternheit" sei nicht in irgend einer Gruppe unterzubringen. ..Die Tatsache, daß er ein ganzes" Judentum sah und seine Totalität .für die jüdische Vergangenheit nachgewiesen hat", schloß Dr. Wiener. ..ist es, was ihn mit der Gegenwart .und. so Gott will, mit der Zukunft, verbindet." Die musikalischen Darbietungen von Helene Türk-Börnste in. die Mahlcrs ..Teh bin der Welt abhanden gekommen" sang. Oberkantor P e i s s a e h o w i t s c h . der . das ■ Klagelied aus Hillcrs ..Zerstörung Jerusalems" innig und schlicht gestaltete, sowie zwei Satze aus Handels Conccrto grosso, die die Jüdische Orchester Vereinigung unter Leitung von. Leo'Kopf spielte, wahren eine würdige Umrahmung der Zunz-Fcicr. reu Resolution werden die Synagogen aufgefordert. Unterscheidungen unter ihren Mitgliedern nach sozialen Gesichtspunkten fallen * zu lassen und die, arbeitenden Massen zu ermutigen., .-ich, den Syuag : m e i u d e n a n z n s e h I i e ß e u und Soziale Probleme in der Synagoge Eine Restitution der Uniled Synagogue oF Amrrira New York. Auf der Zweijahrcskonfcrcnz der United Svnagoguc of America wiirdc eine Resolution gefaßt, in der der Ansieht Ausdruck gegeben wird, daß die Erörterung sozialer und wirtschaftlicher Probleme zu den regelmäßigen Aufgaben der Synagogen gehöre. Auch sei es nicht nur das Recht, sondern" die Pflicht von Geistlichkeit' und Laicntum, sich für jede Sache einzusetzen, durch die nach ihrer Meinung soziale und vyirtschaftliuhc Gerechtigkeit gefördert wird. In einer weitcler f.eitung* ihrer Angelegenheiten teilzunehmen. <$otttaMmlte in den Synagogen mit neuem Ritus Freitag. 3. April. 6 Uhr: Neue Synagoge ',Graf\ Lfttzow straße;'Adler). Fasnnenstraßc fSwarsensk'y). ti.4.1 Uhr: Lindeiistraße 71 lirsch}. Friedeustcmpel (Nußbaum). 7 Uhr: I.evetzowstraße (Sänger). T.lö L'hr: Prinzregcntciislraß« 'Wiener). Liberale Synagoge. .Norden. SchünhntiM-r Allee 1fi'J. 7JH Uhr: Ziinet. Uhcmle Synagoge Osten. Kaiscrstraße 30, 7.30 Uhr: Görtz. Lilicrale Synagoge Nordost. Prenzlauer Promenade 175. 7.3U Uhr: Graf. LÜH-rale Synagoge Westend, Kniserdamm 78. 7. IS Uhr: Kassel. liberale Synagoge Wedding-Reinickembirf, Triftsiraße Cd, 7.3h) Ulu-: Atller.' Synagogen verein Weifonisce. 7 Uhr: Meyer. Jüdisehe Religionsgcmeinde Uharlottrnhiirg. Schtilslraßi; 7. 6.30 tHir. Jüdische Refonngemiinde. Joachiinsthaler Straße 13, 6.30 Uhr: Rosenthal. Sonnabend, 4. A p r i I. IlauptgottesdieiKit 10 Llir. FrühgottCMlieiist r.indenslraßi* und I^exetzow-itraße: 7.30 Uhr. LÜ>eraIc Synagoge Norden: Zimct 'Finsegnun::). Lüwrrale Synagoge Osten: Goetz. Synagogen verein Weißensee: Meyer. Jüdische Rrli*Jnn«- gemeinde Gliarlottenburg: °.30 Ulir. Sonntag. ~». April. Jüdische Refonngemeinde. Johannis- Straße Ifi. 10.30 llir: Koppel (Weltjugendtag den ndigiös-librralcn Judentums). Gottesdienste an den Pessaehtagen: Montag. 6. April, altend«. Liberale Synagoge Norden: GiM-tz. Liberale Synagoge Osten: Silberstein. Lilicrale Synagoge ^"cdding-Reinickcndorf: Lew. Syiiagofrcnvercin Weißens'«: 7 Uhr. Jüdi-ehe Religionsgcmeinde tharlottenhur«: 7 Ubr. Dienstag. 7. April. Liberale Synagoge Norden, vorm.: Goelz. abends: Sil!>erslcin. Lil>crale Synagoge Osten, vorm.: Silbcr?tein, alvcnds: Bra.»rh. TJbcralc Synagoge Wcilding-Rcinirknidorl. <^al>cnds: Gwtz. Jüdische Religionsgcmeinde (Jiarlottciiburg. vorm. 9.30 " Uhr: Hamburger, abends: 7 Uhr. Synagogenverein Weißrnsce, vorm. 10 LTir: Meyer, abends 7 Uhr: Liturgie. Mittwoch, .8. A p r i* I. IJItcrale Synagoge Norden: Silbcrstein. Lil>erale Synagoge Osten: Brasch. Liln-rale Synag<igc Wcddin«-R'*iniekcndorf: Zimct (Einsegnung). Jüdische .Religionngemeinde Charlottcnhurs. vorm.* 9-30 Ülir. Synagogen verein Weißcnsec. vorm. 10 UKr; Meyer. Weitere goltesdienstliche Nachricliten lagen bei Seh biß de» Blattes noch nicht vor. Die Srderfeiern des Liberalen Vereins finden statt am Montag, 6.. und Dienstag. 7. April, 20.15 Uhr. im Logenhaus, Berlin W62. KleHtstraßc 10-11 rTel.: B4 BaVaria 3421); Ixitung: Dr. Fritz SalomoiiHki. — Mantaz. 6., und Dienstag, 7. April, 20.15 Uhr. im Hote l ,.König von Po r tu ga I", Berlin C2, Burgstraße 16 fTel.: E2 Kupfersrnben* 1525); Leitung: Harry D o n z i g e r. Um baldige Anmeldung wird dringend gebeten. THEA TER, KUNST, LITERATUR Kt-iehsausstrIlling Jüdischer Kün-llrr in Brrliu Das im Jlciihsverbaitd jiidi-chci' Knllurbünde iH'jirüinlele S-krelariat für Bildende Kunst \eranstallet in Gemeinschaft mit "der Künstlerhilfe der Jüdischen Gemeinde Berlin. %h*r Reichs- Vertretung der Juden in OeulArhkmd mul dem Jmli«vhvii Museum eine Ausstellung \on Werken Jüdi-chcr Künstler, im Reich, die am Sonntag, den 26. April, im Jüdischen M u s, e n in eröffnet wird. Ks werden Arbeiten \ou Künstlern au* Breslau. Dresden; Dü.vcldurf, Frankfurt a. M.. Hamburg, Hannover, Köln. Mannheim. München, Stuttgart ge/t i^t. ' * Diickior Artur II <-! I m r. «Icr («Minder und frühere langjährige Direktor de- Frankfurter Neuen Theaters, ihr in Wien wiederholt aU Beut ib. r um \erschiedeiiv fn igcwonleuc lUihneii ^ciianul wurden war. hat iiiounclir mit «lein „T h e a I e r an d r r \V i e nk' eineu festen Pachl\cr(rag ahgesrhli^M-u. Fe übcriiiuiiill da- Theater mit der neuen Spiel/eil ab I. Sepleinl^T I Hingegen der bi-licrigeii Trailiiioii des llau-ewill Direktor" Helluier das .»Theater au der Wien" nicht als Opcrettcnhnhue. mui- .»h rn aus-ehlirßlu h als vein« Sprcchhiihnv (nhien - und nur mi-»- iiahm-%»eise Singspiele /in Auffiiliiium biiii^en. * Der l'ihurcgi-oeur Ki ii-l l.tiliit» c h i*-^ w ie aus \\ ien gemeldet wird, mi; seiner Gattin Vunni Grey dort eingetroffen, lywunliaiif*dem \\ e.-ibabnho't von einer Deputation der ösierivtehischeii Filiiiiinlu-trie begrüßt. —- — **■■". * Die Sladiverwatlung \ou Tel Vwiw hat db* \ eiieiluii^ ton Pivw-n für Verdienste auf dem Gebiet \ou Kunst und Liieraliir vorgenommen. Die Sehan-pieleriii der I labtuia G h a n'ii a R o - w i n a erhielt einen Prcium MIO Pfund, der ru-siseh-hehtülsche Sehrifl-iell.-r Frciiiianu einen Freivon 50 Pfund und ebenfalls» einen Preivon 50 Pfund Dr. l.eviit für *ciue For-i huug^ai (»eilen an*- dem Gehielr der <ie-rlliehle der ^aonai-ejien /eil. * \\ ie ans \\ ii-n ^cim-ldi'l n ii d. hal die Königliche ALadehue von Santa Cecilia. dir lliHh-cbule für Musik in Rom, n> u. auch dt-u ö-tei ieii hi-elieu ()ci^ei Fritz K r r i s ) e r /um M h r e u - m i l 11 e il ernannt. ,* In New Vnrk i-i im Aller von 64 Jahren der Kn.uipn- - it i > I R u b i n (• i» I d in a r U ^csiorlH'ii. Fr hat M'rscluedene Symphonien und andere uui-ikali-t-hi'^-^iücLe. ItoiuiMMiicrt und gehörte /u .den hekanutc-teii Mu-iklebrern in Amerilta. * Dr.- Abrahiini II e s c h e 1. de—t u erfolgreiche Muinumub--- Itiographii' ilettl \lilor itie Aui'i keunung der w is.sr(ise|iafllieheii Well eingetragen hat, hat ein Buch unter dein Titel ...Die. P r o p Ii e I i e*' geschrieben, «bis socltcu in den Schriften der Polni-chen Akademie der W'i>.»rn,-ehaflcn er-chtenen und durch den l-'rich Rciss \ * rlag. Berlin W 15. /.u bt /ich_eu ist. I hwehrl /.cig( ein völlig neue-» Uilil der Pniphe|eu Ulld lüßl iu das \'erhäldiider Pnipheleu /II Gutt hilieiusebeu, wie es noch *clten--ii! Mdeher Vjiidi-iatg1iehki-ii gi*-ehch»*n i-*l. Die Darslclhm^ ist streng wi*~cusrharilicli. aber lebendig und klar und ausciu« r inneren Verbiinileidieii. IiriI t in-icbl und *_;ri-iigrr Ordnnngs^.iln' ge* schrieben. * * . Anläßlich des HO. Gebiirl»la'ies des ItegründerH der pnyeboaualyli»cl;en Wisseuschafl. Profes«»or Dr. Siegmuud F r e u if, veitinstidtel das Jiddische Wis^nschnflliche Institut in Wihui eine j i d d i s e h c A u h g a h e des gnnidlegeiiden Werl;«*« von l'Veud „K i n f ü h r u u g i n die P * y c h it a n a 1 y s e*\ Die rber-.fi/uug wurde von Dr. Max Wehirrieh fM'Mirgt. Aus den Gemeinden Hamburg. Die vom I^hrhau-*. de*. Tempel-t im Wiiilerhidbjahr veraiislahelen ArlH-hsgemein^chafteii hatten großen /iiMpnich gefunden. Rnbbiiier Dr. Italiener sprach üln*.r ^Aum ifer Gc«-chirhle der Juden;l-*ntslehung de» Talmud; Au.s/.üge_jiut ^eiltefll Ge- * dankeniuhall)" und ülier den I-bii»; Rabbiner Dr. Jai'ob über „Psaliiien**: OlM-rkiinlur I^miii Komilzer Über .,Di'e Gesäuge des Tempels** und Rabbiner Dr. Norden üIht Religiöse Slrüiiuutgeu des Judentums von der /eil Mims Mendrl»Mohn« bis zur Gegenwart'*. Dr. Alfred Veis hielt einen Kursus Nrnhrhrflisrh ab. In, einer Veranslallung des Kiillurbuiides spielte das Orchester des Jüdi-i hen Kulturbundes Rheiu-Maiii. I^'ituug Genepalmnsilitlin-ktor Hans Wilhelm Steiuberg, eine Suite von (toU-rl Müller'' I larlniauti, ilie Symphonie Pälhelüpic von Tnchaikowsky .und, niit^ Hertha Kahn als Solistin, das Violin-Kouzert op. 61 D-Dur von* Beethoven. Das Konzert fand zum ersten Mal uii'TciniM-l stiill. K. F. Ifaiinnver. Die /ion-Loge in lhimiover konnte ihr 5flj/ihriges Bestehen feiern. Ks fand eine Morgenfeier Mail, bei der eine.' der Mitbegründer Tter Ix»ge. KIireuprriHident Gustav lleiuemami, FrinnenmgAworte sprach. Die Festrede hielt (*roßprAsidrnt Rabbiner Dr. Lro Raeek-Berlin. fu einer Fen|sitzung in ilrr Alten Synagoge sprarhen sodanti der. Prä-itlenl Dr. Max Sclilctuicr Miwie Vertreter anderer langen. Die ,/iou-Ixige luit auf dem Gebiete, sozialer Fürsorge IM-Minders bcmerkeiLswerle Ij'istungeri auf/uweisen. St» mtlcrliält sie ein Kinderheim und nulerslüizt viele andere jüdische Sizialejnrichluugru. Köln. In einer KuraloriuiiiHsitzimg iler Jndittrhrn - f-ehranstatt Jawiie in Köln wurde die W \ r il e r e r ö f f u u u g der. O b e r s e k il u d a zu Ik'giuu des neuen Scbnljabrri iM-M-hbi-M-n. Die Oberstuft* ilicer einzigen höheren jüdischen Schule im Rhein Tand und Westfalen war Ostern I9.T( fortgefallen. Infolge der forlsehreileiiden Abnahme der jüdischen Schüler anilen Kölner höheren Schulen ist die Frage aufgetaucht,. in welcher Weise die H e l i g i o n h I e h r e r der Syua««gengcnu*md«*. anderweitig I>cHchäfligt werden können. Magdeburg. - /nguuslen der Jüdischen Winlerlulfe halle der Or'tsrinü der j ü d i 's c h e n J u g e u <\ b ü u d e die Gemeinde iu die Synagoge zu einer Veranstaltung eingeladen, die von Gerd Magnus, dem Leiter des hiesigen Orlsringci, mit einer llegrfißinig»- auhpraehe eingeleitet wurde. OrgeNpiel, Lieder, Vortrüge aui* Werken von Bul»er, Her/J, Zun/, werhwellen. in bunter Folge einumler ab. Krgreifeud war eine Szene aut tlcm ,.Jrremias", Km Sprecbrhor schloß die eindrucksvolle Feier mit den Worten: .<Mit Gollverlraiteu vorwärts in ific /itkuuft fiehauenl"' E»- war da* erste Mal iu der Geschichte der Magdeburger Gemeinde, daß sieh die Jugend aller Richtungen zu gesamt jüdischem Werk zusammenfand. Der in gemeinsamem Werke errungene Betrag kam in voller I löhe der Jüdischen Winterhilfe zugute. -.— Alle» Trennende bnt der Gedanke ,,zedokoh" niedergeristtcu; alle sprachen einen Spruch und sangen ein Lied und halrcn damit Oven Zuhörern gezeigt, was unter gc»*amtjüdi»eh zu verstehen »t. il. S. Rathenow. Kin Bunter Al>cnd der. Jüdischen Winterhilfe^In Rathenow brachte ernste und heitere Chanwina, gesproeben^ kc-. sungen, gclanzt von Monica IIc rrn f c Iii, der Tochter den unvergessenen Douat Iferrnfeld. In ihrem viel»cili»eii Programm brachte dir begabte junge Künstlerin die ganze Skala menschlicher Gefühle zur Darstellung, gesteigert durch ein hinreißende» Temperament. Am Klavier Frau Fma Fenchel, Berlin, in jede Regung, sich cinfühtecwl, jede» Wort untermalend und fteine, Wirkung verstärkend. Der Beifall war stark. a u& j *rtk»-fiihi<.*A.i.