Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 16 (1936)
- Issue
- 13 (25.3.1936)
- Date
- 1936-03-25
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Beilage 25. März 1936 Wie fah es in Abrahams Heimat aus? Die Großfladt im Patriarchenzeitalter — Im Gebiet der Sintflut — Was Abraham von 'feinem Geburtsort mitbrachte Der Leiter der Ausgrabungen In Ui, Sir Leonard Woolley, veröffentlicht gleichzeitig In der Londoner „Times" und in der Wiener „Neuen Freien Presse" interessante Ergebnisse seiner Forschungsarbeiten, deueu wir tollendes entnehmen. Im' Ahm Testament ist Palästina der Schauplatz der LebeiisgeMhichtc Abrahams. - Die unter meiner Leitung stehenden Ausgrabungen aber fanden in L'r statt und förderten, wie wir es anders nicht erwartet;,'!!, keinerlei konkrete Erinnerungszeichen an Abraham zutage. Allerdings fanden wir Tausende von beschriebeneu Tafeln, die zum grüßten Teil ungefähr au* der Zeit des Patriarchen. stammten, doch muß bedacht werden, daß wir mir einen winzigen Bruchteil der Stadt freilegten.- und daß die in diesem Stadtgebiet, erhalten gebliebenen Tafeln nicht einmal ein Hundertstel des Materials darstellen, das während des Vioricljahrhunderts. da* Ahraham in Ur zugebracht haben dürfte, gesell rieben wurde. * Niehl* gleicht weniger «lern traditionellen Schauplatz des Nomadenlebens Ahrahams, als diese große Stadl Ur mit ihren gewaltigen k o in m e r /. i e 11 c n Interessen, ihrer weitverzweigten sozialen Organisation, und es ist anzunehmen, daß sein späteres Leben durch die .Jugendjahre beeinflußt wurde, 'die er in dieser Umgebung verbrachte. W ir vermögen au Hand des archäologischen Tatsachenmaterials -ein lebendiges Bild, der äußeren Umgebung und der Gesellschaft zu entwerfen, in der Abraham seine Jugend verbracht haben dürfte. Im Gegensatz zu den sclunaleu. unsauberen Straßen der Stadt waren die H-äuscr w-rhüllnisinäßig geräumig, au ose liebem Matal ab gemessen komfortabel, beherbergten außer dem Familienoberhaupt, «einer Frau, den. Neben fraucn und Kindern oft auch die- \ erheirateten Sühne mit deren Familien, uud die notwendige Dienerschaft, und entsprachen in jeder Hinsicht den Erfordernissen eines hochentwickelten städtischen Lebens. Natürlich gab e> auch Schattenseiten':' das Wasser mußte von den öffentlichen Brunnen oder aus dem Fluß geholt werden.- Die 1! e 1 e u e Ii t n u g bestand aus irdenen Schalen, die mit UI gefüllt waren, auf dessen Oberfläche der Docht schwamm. Die I Inlzköhlcnhehältcr. die im Winter das Haus wärmten, mußten so lauge in den Höfen stehen, bis nur mehr glimmende Kohle; vorhanden und fielt keine giftigen Gase mehr entwickelten. Die Khirichlung war sehr einfach: 'Vorratstruheii aus Holz oder Bnhrgefieeht. ganz wenige niedrige hölzerne Ruhebetten. Tische, einige Stühle, und Strohmatten. Teppiche und Kissen, die den Roden iH'dcckten. - Man aß und trank aus irdenem Geschirr, in reicheren Haushalten jedoch gab es auch kupferne, ja selbst silberne Teller und Herben Das Küchengesehirr bestand gleichfalls aus Kupfer ... Wir uifis-cn uns unter den M e u s e he. ü . mit de n e u A b r a Ii a m se i n e J u g e n d ver b r a c Ii t o , eine höchst indi- " vidnalistischc Bevölkerung vorstellen, die große persönliche Freiheit genoß. Geld zu verdienen verstand und auf Hehagen und die Annehmlichkeiten des Lebens Wert legte. Eine solche Gesellschaft konnte nur unter der Voraussetzung eines geonbictcn Reehts- .syslems bestehen, hinter dem eine Regierung stand, .die genügend Autorität hc«aß. dieses System auf recht zu erhalten ... War mm Abraham tatsächlich Börger einer solchen Stadt, so muß it sieh zumindest in 'der Jugend gewaltig von den. Nomaden unterschieden haben, in deren Mitte er sein späteres Leben verbrachte. Kr muß ein ganz anderer Mensch gewesen seiy als wir nach den Bil>clschi!dcrungcu anzunehmen gewohnt sind. Es fragt sieh nun.ob wir zwischen den Zeilen der Bibelcrzählung den Einfluß der zivilisierten Umgehung semer Jugendjahre auf die Entwicklung eines' Mannes spüren körnten, der dieser Umgehung aus eigenem Willen den 'Rücken kehrte. Die Iis gibt wohl wenige. Worte, die so aktuellso allgemein gebraucht, in Rede und Schrift so häufig angewendet werden, wie das Wort Jugend! Auch bei uns Juden. Jugend wird gleichgesetzt mit Erwartung, Hoffnung. Zukunft, Erfüllung. Die Sorge um die Kinder, die Sorge um die Jugend gehörte von jeher 211 den stärksten Empfindungen jüdischen SeclcnlcJxms. Der Gedanke, den Kindern eine 'gute Erziehung zu gehen, ihnen, mit allen nur möglichen Kräften, den Weg in die Zukunft zu ebnen, bewegte nicht nur unausgesetzt die Väter und Mütter: er war so stark uud stetig wirksam, daß er. gleichsam zum Volksgedanken. sogar zum Rcligionsgedankcn wurde- Die Liebe zu den Eltern wurde zu einen» der höchsten Gebete. Die Mahnung: ..Ehre Vater und Mutter!" wurde im Dcknlog festgelegt. Eine Mahnung: Liebe deine Kinder! findet' sich nirgends, sie erschien überflüssig.. weil die Liebe zünden Kindern als so selbstverständlich galt und gilt, daß eine solche Mahnung oder ein solches Gebet als überflüssig empfunden würde. Auch für das Alter erhebt die Heilige Schrift ihre mahnende Stimme: „Ehre das Alter! Vor einem granen Haupte sollst du aufstehen!'5 Jugend — Alter! "Die Indiensperioden des Menschen sind vielfach Gegenstand bildlicher Darstellung gewesen, sie waren und sind Gegenstand poetischer Behandlung und Ausschmückung, sie sind Gegenstand soziologischer Forschung und gesetzgeberischer Maßnahmen- Im Zivilrecht, im Eherecht, im Strafrecht werden Aitcrspcriodcn unterschieden, erfahren Menschen je nach den Lebensjahren, die sie zurückgelegt haben, eine verschiedene Behandlung. Jugend und Alter sind — in Bibel und Talmud — durchaus nicht feststehende Begriffe sondern sehr unterschiedliche. Hier mehr oder weniger genaue Normen zu schaffen, wurde zum Ausgangspunkt eingebender Lhitcrsuchungcn und Formulierungen. Die Zahl und die Verschiedenheit der Ausdrücke für die einzelnen Altersstufen ist nach den biblischen und talmudisclicn Quallen so groß, daß sie alle hier nicht aufgeführt werden können. Um nur einige Beispiele, zu nennen, so gehraucht man für Kind: laph {eiacntlieh der Trippelnde), jaunck oder jaunek schodajim (der Säugling, das an der Mutterbrust liegende Kind). Aber bereits hier beginnen sich die Begriffe zu verwischen: das aramäische janik, j'iük. jTnuk kann bereits sowohl einen Säugling als auch ein schon erwachsenes Kind bedeuten.. Am bekanntesten sind die Worte: jcled für Kind, bar mizwo (Sohn der Pflicht) für den herangewachsenen Knaben, elcm für den Jüngling un¬ Bande, dir ihn mit dieser Umgehung verknüpften, konnte amh sein späteres Nomadenleben niemals guirz lösen. Abraham war sich zumindest gefühlsmäßig einer gewissen n>erlcgenheil als Städter bewußt. Als wirklich bedeutend läßt sieh aber der Finfluß l r> . nur dann Ih* zeich neu. wenn bewiesen werden kann, daß er in jeder Hinsicht ein entscheidender Faktor im leiten Abrahams gewvsvu ist. Wir müssen auf Grund des Alten Testaments nach Handlungen des Patriarchen »liehen, die nur im Lichte der sumerischen "Tradition zu erklären sind. Dazu gehört in erster Linie die G e » c h i e h l e von Hagar 11 u d 1 s in a e 1. Abrahams Tat. die Aufopferung seines Sohnes, nur um der Eifersucht einer Frau willen, ist vom Standpunkt de« Beduinen, des >emili>chen Nomaden, der Abraham war, vollständig wrwerflieh. Wir dürfen aber nicht außer acht lassen, daß Abraham nach Gesetzen handelte, die er in seiner .lugend gelernt, halte. An sieh genommen In-weist dir Begebenheit nur Maugel im Gerechtigkeii. Gefühllosigkeit. Dinge, die in unverständlichem Gegensatz zu dem untadeligen Charakter stehen, den Ahraham in den Augen der Frommen besitzt. Anders alter ist die Sachlage, wenn wir in dem Patriarchen das ausübende Werkzeug der sumerischen Gesetzgebung sehen. - .. Der Boden Urs lieferte das Bcwcismaterial. daß. sich die . Sintflut in Mesopotamien zutrug. Denn hoch über den Ruinen der vorsintflutlichen Stadl lag der Schlamm au> dem t»I>eren Fhißlanf «le's Euphrat. Es handelte sich um eine zwar riesige, dennoch aber lokale Überschwemmung, und nur in dem Lande, in dem >ich die Katastrophe ereignete, nämlich im Kuphraldella. konnte sie entstanden sein und das unverkennbare .Lokalkolorit erhalten halten. Das Lokalkolorit blieb auch in der hebräischen Fassung erhalten — m» wird l*cispielsweise erwähnt, daß die Arche mit Erdpreh. einem charakteristischen Produkt Mesopotamiens, abgedichtet gewesen sei. Besteht in ctliisehcr und geistiger Hinsieht auch ein gewaltiger Unterschied -/.wischen der hehröisvhvn und der babylonischen Fassung, so sind die Parallelen, die sich bis auf einzelne Worte erstrecken, deshalb nicht weniger Itrmerkcnsueri. und es sieht meiner Ansicht nach außer Zweifel, daß die h.-hriii-the Fassung ihren Ursprung von der babylonischen nahm. Die Berichte der Genesis über Schöpfung und Sintflut bilden einen Teil des Erbes, das' Abraham ans seiner ersten Ih'tmat übernahm. Ihn* ursprüngliche primitive Form wurde allmählich abgeändert und Hingearbeitet, bis sie die heutige Gestalt erhielt., L'r aber lieferte das Rohmaterial, aus den» im Lichte, eines höheren Gotlhegriffcs die majestätische Kosinogenie des Allen Testaments entwickelt wurde. Abraham, verließ daher Ur nicht mit leeren Hände». Das Bewußtsein schier Herkunft und der Bedeutung seiner Heimatstadt bewahrte ihn davor, sieb dem Niveau der Nomaden anzupassen, in deren Mitte er lebte. Aus Ur brachte er die' Geschichte von der Weltsehöpfiuig und der Sintflut, die. als geschiclifHchrs Faktum oder als Parabel genommen, seit viertausend Jnhrrn""5tu den ■.höchsten Gütern der Menschheit zählt. Er brachte den Nomaden die Gesetzt Urs. schuf die Grundlagen j«11 e s m os a i & e b e 11 Ko des. der heute noch das Gesetz des jüdischen Volkes ist und von den meisten christlichen Völkern zur Grundlage ihrer eigenen religiösen tut«J ethischen Systeme angenommen wurde. Ahraham wuchs im krassen Heldentum seiner Zeit heran. Als die Umstände dieses 1 Icidcutum in setner Gesamtheit unmöglich machten, verstand er es. die Schlacken abzustoßen, und seine Nachkommen konnten dieses srhlackcnln-e Erbe nach ihrem Gutdünken uniformen. Abraham war es, der den .entscheidenden Schritt machte,-kraft dessen wir sagen köivieu. daß ..alle Völker der Erde in ihm gesegnet sein sollen". gefähr bis zum neunzehnten Jahre, I>ochur für den wehrhaften, zum Waffendienst tauglichen jungen Mann, in späterem .Sinne für den Studenten üblich. Aber auch "Männer zwischen zwanzig und dreißig, namentlich solange sie nicht verheiratet sind, gellen als Bachurim. ' In späteren Perioden bis in die Neuzeit hinein halte das Wort hoch'ur eine l>csondcrc Bedeutung: 'man verstand in der HeJiginn darunter einen Hieologiestudcnteii. an dessen Gelehrsamkeit — im Judentum seit jeher besonders hoch gesehätzt — sich große und hoffnungsvolle Erwartungen knüpfen. ..Aus einem l>ochur kann man alles machen'1 wurde zum Sprichwort, und }>ckauiil!irh setzten die angesehensten und reichsten Leute ihren Ehrgeiz darein, einen gelehrten Itochur — und sei er sonst auch noch so arm — zum Schwiegersohn zu Jickonimrn. Für dos sogenannte Mannesaltcr — also etwa die Zeit vom dreißigsten bis zum fünfzigsten oder auch sechzigsten Jahre — fehlt es eigentlich an wirklich eindeutigen Benennungen. Das Wort iseh =- Mann oder isehn — Weib hat auch nichts mit »lern Alter zu tun: es bedeutet einfach das Geschlecht. Iseh kann auch ein neugeborener Knalie. ischo ein neugeborenes Mädchen sein. Das Wort gewer, das in den alten Schriften öfter für Manu angewendet wird1, sehließt aber keineswegs lieslimmtc Lebensjahre ein. Das Wort hängt mit gewurnh. Kraft. Stärke . zusammen, also kann ein bejahrter Mann, der noch gewuroh hat, ohne weiteres gleichfalls als gewer Itczciclmct werden, was auch öfter geschieht. Zur Bezeichnung des reiferen Mannesalters — afso etwa zwischen vierzig und fünfzig — gebraucht man Umschreibungen, wie /,. B. chazij joinim. die Hälfte der Lcbcnstagc. Unter soken. Mehrzahl sekenim, verstellt man im allgemeinen Grcisr. Aber auch diese Bezeichnung ist nicht immer zutreffend. Die sekenim waren auch Richter. Gemeinde vorstände. Ratsherren, wenn man so sagen darf, kurz Männer in hohen und-meist sehr verantwortungsvollen Ämtern,- in Stellungen, die nclien geistiger Elastizität auch ziemlich starke Anforderungen an Arbeitskraft -stellten. Es wäre also falsch, in einem soken im Sinne des deutschen Sprachgelrt-auehes unbedingt einen Greis zu sehen. Aus der Zahl der Lebensjahre einen Schluß zu ziehen, ist auch nicht immer angebracht und die Heiligen Schriften selbst zeigen auf. wir mancherlei Berichte von sehr hohem, man kann sagen übermenschlich hohem Alter im Widerspruch stehen zu den Worten des 00. Psalms (Vers 10): ..Die Zeit unseres Lebens währet siebzig Jahre, und liei großer Kraft achtzig Jahre". Es braucht nur an I. Buch Mos- Vi 7 und 8 erinnert werden: JÜDISCHE AUGEMEINE ZCITUNQ . ..Diraber -iml die Tage der Leben«jähre, die er lebte: hundert' uiiihüiifiiiitl^icl^u/ig Jahre, l ud Vhraham w-rschied in gutem Grcisenjiller." Von MeiiHL«aIem und alliieren biblischen IVr«onen gar nicht zu reden. Daß aber da« Alter Abraham** gar. nicht »n unwahrscheinlich 1-1, das hewei*eu ' beglaubigte Falle auch au« ueue«ter Zeit, daß Menschen ein Mler \ou 1-0 Jahren und nicht erreichen können. . Die Achtung wir dem Aller und die Fhrfurcht wir deii__ Allen hindern aber nicht, da« Ixddicd 1111I' die Jugend anzustimmen. ..Die Jugend i«l ein Ito-cn-, «las Aller ein Dorueukran/." heißt es im Talmud, und Ausspruche ähnlichen Sinuc«, ilie über die Beschwerden des Allels klagen und Sehnsucht nach den Freuden tief Jugend aiwlrfn'ken. finden sich an mehreren Stellen der all-- jüdi-chru Literatur. Alter es fehlt auch nicht an stehen, die de» "Freuden del-elM:iL«hcrbstes gerecht werden- und wir allein nicht au Frmahuiiügcu. die Krfahritugeii de* Alters, -die Erfahrungen der Klleru und der Alteren, nicht v.u mißachten. „Bei Greisen ist- Weisheil .und bei hohem Aller Einsicht." Das. Alter hat (he Erfahrung^ e« kennt da« Leiten, -uud man soll von den Allen lernen: ..W er x«in Kindern leint, der gleichtdeui. der unreife Trauben ißt und Wein wm der Keller trinkt- Wer aber von den Alten lenü. gleicht dem. der reife Trauben ißt und alten Wein trinkt.'' Bahhi Jchuila I. aber meint :«> ..Betracht;- nicht den Krug., sondern was darinnen ist. F.« gibt neue Kruge will allen Weine*, und alle Krüge, die nicht mal neuen Wein enthalten.'* Jugend — Alti'r: Begriffe. Worte, über die «ich streiten läßt und über die mau streitet, je uachdciu. oh mau jung'oder uh uuiti all i-l. Aber: Man schütze die Jugend, man denke jedoch an den W erl de« Allers. au den W ert der Lebenserfahrungen, der durch Leiten tmd l.eideu~Vrworbcueu Kcuutui*sc und Erkcuutui«***. Man denke ibiraiT. daß nicht jeder'junge Mensch jung, nicht jeder alle Mensch all ist. Und man suche alle Kräfte, die im Menschen Hegen, nutzbar zu machen zum Wohle der Gesamtheit. Im 'Hr. Psalm beißt eC: ..Herr! Lehr* uns. unsere Tage zählen!" Ein jeder Tag hat seinen Werl. Fin jeder Tag. den der Mensch (cht und noch ein uewer ist. noch »ewnroh bat. Hill und muß nutzbar gemacht werden. Wir Juden hrnm-hi n j> d e n dieser Tage.. Dr. B- Sch—L Der Umzug naht Eine Ifau-drau gibt Hat-ihlagc für die Pruvi« Die Atmosphäre die wir inis.. durch .unsere Häuslichkeit scharren.!«l uii« /um Leben «n notwendig, wie den Pflanzen der Nährboden. Au« uu«crci gewohnten l ingchniig gerissen. füliL-n wir uns - wie der Sprachgebrauch richtig sagtentwurzelt. -Umpflanzungen alrr Können durchaus ihr Frsprießlichcs haben, ja vielfach ein besseres Gcd/ihcu. Niehl' vom ' Auswandern "«dl dir Heile sein, «ondern wnn I niziig in eine andere Wohnungwm der Änderung un«ere_r_gc wohnten Bäume.' die \ieh*n au« den ver«ebiedciisteu Gründen /ni \nlwciidigkcil wird. - Bei solchem l'm/ug. «Irr iuci«t -uiul hauptsächlich au« wirt ' srJutftliibrii \Vrbällni-«en her\orgehl. \erge«.M*n wir aber zu leicht, ■laß wir uns aller sentimentalen Gefühle erwehren mü««eii und uns nur wm praktischen und zeit gemäßen FinMetlnngm leiten la««eu dürfen. Dabei gül es itiif/iiräiuu.-n mit dem /u misi-rer l.age iiiebl mehr pn—i'iiden Hansrai und alle* ülM-rfltissig (Ichnrdemah/iMitßcn. Ein «irlieber ..Zug" ins Kleine, ein Umzug' ills Kleine, «teilt au die Di^pifilioiisfähi^keil ilrr Hiin-fraii die größten Anforderungen. Aber nicht nur die räumlichen \ erhällnis«i* ändern sich. E« ändern sich-auclt die Aii-h'htru über die Brauchbarkeit uud üImt die Nützliehkeii de« augesamuielleu Haiisral«. Alles, «nt Staubfätiger sind.-was lieruiusteht und Arbeit verursacht, was bei der erschwerten Instandhaltung der Wirtschaft als Belastung augeseheu -werden kann. — davon muß mau sieh .1 rennen. Immer von dem Gesichtspunkte aiH überlegen, daß Führung uud Sauhcrhallmigdc« Hau.se« ohne Körpernuntreiigmig uud mit möglichst geringem Zeil- und Geldaufwand und möglichst ohne Hilfe Driller gehnniU habt werden muß. Damm alles v.urücklasw»,' verkaufen, vernehenken. fortgehe», wa« nur dir Schränke ltcschrünklcr Bäumr füllt und iIimIi. nie wieder gebraucht wird. Vicnmdzwan/ig Seklglfiwr. Tischlüchrr für lauge Tafeln —-daraus sich allerdings vorzüglich Handtücher oder Servietten berMellcn lassen —. Kronen mit Miiirl Flammen, die nur die Liehtreehiiuug erhöhen und dir" dorh nie grlirmuU werden — alles getrost zu rück hisse». Ein. hübscher, billiger Papiersehirm wirkt erfreulicher und hilft Licht sparen. Und dir Itirseiihratpffiiuieu. Kochtopfe und Serviersehüssclu — fort dnmilt Alte F.iumachglüMir, zu Dutzenden aufbewahrt. FHckcnkttslcn von Gardembenslüekeii.. die längst vertragen sind — «brrflüstiger Ballast. Je mehr man mitschleppt, deito größer und teurem wird der Tranttpx>rt. Batlos steht 'ilie Hausfrau, aber auch der Junggeselle: wo mit den Umzugsarbciten fieginnrn? Am l»esten auf ilem Boden und im Keller, seh011 damit Kisten und Koffer frei werden zur Aufnahme de* Um.'.iig*gutrft. Es empfiehlt sich, jede Kiste mit Zetteln 7.11 l»-k)rheii welrhm Inhalt sie birgt. . Da** erspart Suchen und ist eine Gedächtnishilfe im Trubel des Umzuges. Tu einem besonderen Koffer sollen, wie für die Reise," nlle fH*gi-nstände Aufnahme finden, dir in der neinn Wohnung zum sofortigen Gebrauch uiicntltrhrlich sind. Betten und Bettwäsche, einige Haiidlüeher und Küchenlüchrr. Tisehiueh und Besteckr. JedeH^FftmilhnimilgHed sollte, wir 711 einer Wocheiiriidfahrt. M'ine eigenen Toile-ttrugegenstruide. in einem Köfferehen selbst verpacken. Da« erspart viele Fragen und Antworten! So vorbereitet, wird der Umzug erleichtert. Der Abschied von liebem, angestammtem Hausrat tut weh. gewiß, alier nicht der Hausrat" i«te*-. Es ist der Geist, der da" Haiis gestalte*;. Darum .getrost von riM-rflü^igem trennen — laßt e» aadefeii zugute kommen! Eh gibt immer noch solche, dir paHsendr. Vrrweudtmg dafür halH-n. .F. V. Dr.- Re!ch*vrrband der Jüdi-chcn Kutturbünife in Drul-rhkuid (eilt mit: ..Wir machen n«M-hmalH nachdrücklichst darauf aufmerksam, daß lt. ltchördlieher Anordnung zu jüdischen kulturellen Veranstaltungen kein 7. u-t ri 11 o.h n Kultur hu 11 d - M i I - g 1 i e. d s k a r t e o d e r B e i c h s v e r b n n d n u u m w « i » k a r t e> möglich ist. Die R.-Karle ersetzt nirlit di«. fCuItnrlHtndinilglirdschaft. Th*i Erwerb der B.-Karten an den Abrndkasiwri ist ein Lichtbild mitzubringen, bzw. andernfalls Paß nttcr Führersehoi 11 vorzuweisen. Ohne Paß oder Führerschein is| der Erwerb der B.-Karte am Abend der Veranstaltung n 1 e h t möglich, so-daß der Zu tritt zu den Veranstaltungen bW Fehlen die«es Auswi;iseH venw^-hrt werden muß." s Jugend und Alter Die Altersftufen in der Bibel und im Alter