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Jüdische allgemeine Zeitung · 1936-03-11 · 11 (11.3.1936) · page 2

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
16 (1936)
Issue
11 (11.3.1936)
Date
1936-03-11
Page
– (sequence 2)
Language
German
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.n$ibtitelobc7t rlr s'.'orisS.'ü.^C 0 .? Fortsetzung von der 1/ S<:ii<:. vrruamlt wonlrn, scllrn früliliclic, meist «nir-te, oft ..sclimirzlK-hc, von Uii i:rnn-ßlc. Allen wi<-s Zun/, ilircii Rang und Platz an; die Auswahl iks SiIiüii»Umi Hi ß das Mittelgut vcrgciwn. Nirlit vorül«:r^tlicii können wir an den Denk- und Gclcgcnlieilss'ellriften <|«a Meisters. Seine Zeit war von öffentlielien Disliiissiouen erfüllt, und jüdi>ilie Kragen l>escliüfligten ilic Gemüter. Er äußerte sieh üImt <lie ..Namen der Juden", die ..Eidesleistung", die Blnll>esi:huldigiing \un Damaskus u. v. a. Als er vor 50 Jahren starb, hinterließ '/.um keine Familie. Wir -seihst sind .seine Jünger, eine neue. Oeneralinn, die ihm Grußes verdankt, nhwohl er aueh ein Sohn seiner h e .s o n d e r e n Zeil mit ihren Sehranken war. Wir werden sein Vermüehlnis zu hüten und zu mehren wissen. Im Geilt des Schöpfers der Wiüenfehaft des Judentums Kit. Aufruf des .Kuratorium* der /unz-Stiftung Das Kuralorjimi der Zunz-Stiflung bittet im» um Veröffentlichung des nachstehenden Aufrufs: „Ami 17.-JUärz kehrt zum fünfzigsten -Mali: der Tag wieder, an dem L c o p o I d Z u 11 /. in dir Ewigkeit eingegangen i>l. Zu tiefster Dankbarkeit Iial er Mit- und Nachwelt durch beim? bahnbrechenden gelehrten Werke \crpflichicl. L'nvergänglich alnriist mmhc Schöpfung, die er als .,W i - > e n > c h a f t des Judent Ii itt rT\ bezeichnet Iial. Mit d'n-MT Anregini», dar- .Indrtilum in M-tnrn Sein.-»- und Erscheinungsformen naeli ilen 'Methoden der Wissenschaft zu erfoi>eIien niul darzustellen, hat er das gewinne geistige Eclxn di*s Judentums neu begründet und zu * fruchtbarer Entfaltung gebracht. Die, Zuuz-Sti Thing, die \or siebzig Jahren zu Ehren des Altmeisters errichtet wurde und die Förderung der Wissenschaft - lielirn Forschung in seinem Sinne zur Aufgabe Iial, erneuert das I a ii d zu suchen sei. England sei rdeht gewillt, irgendeine Judenhetze zu dulden. Kr habe es .sieh persönlich zur Aufgabe gemacht, die ihm zur Kenntnis gekommenen Fälle zu untersuchen. Sir •lohn Himi») erklärte i-odann. daß es zwei politische Philosophien grl#c. di<- den Faschismus und die dc> Kommunismus. Er wolle weder gegen die eine noch gegen die andere etwas sagen, obwohl sie .-ich ium»fem glichen, ah» sie beide zweifellos eine Bedrohung der Vorstellung um der Freiheit darstellen, an die die groISc Mebrlieii der britischen Nation glauln.*. In "der Aussprache erklärle der Konservative l'ethcrick, daß in der Zeil von 1921 bis VXtt 368 000 Ausländer in England zugelassen winden .seien. Wenn mau ilie englische Arbcitslosen- ^ziffer lM'ifick^iehtige. müsse man' sieh fragen, ob diese E i n - 3 w a ii d e r u n g * |> o I i l i k klug t#i.i Ks erheb*; sich auch die Frage, einen gewissen Grad von H a s sc r c. i n he i t zu erhalten. Fr sei der Ansieht. daß über diesen Punkt etwas gesagt werden müsse, deuti Fuglaud leide seit "2(1 oder 30 Jahren an einen vülÜg uidMxliränklen Einwanderung aus Mitteleuropa und anderen Teilen der Welt.- Fr hoffe, daß der Innenminister die herrschenden Itr -linunuugen über die Einwanderung - nach England gründlich überprüfen werde. und Weg.'' Auch in Zulfunft werden föf Ifeic&vcrtrctung und die Leiter der höheren jüdischen Schulen eng zusammen arbeiten. Li!]>< ild Zunz weiter Gelöbnis den Natuen und das Werl, in t Ehren zu halten und nach dem Geiste ihrer Satzungen im llahiJii-n ihrer Möglichkeiten zur Ausbreitung der Wissenschaft des Judentums beizutragen. Kuratorium und Beirat der Zuuz-Siiftiiug: Mit! w och, \V a s s*e r m a u n . 1'! 1 h o g e n." Der neue OberkommifTar nimmt feine Tätigkeit auf Der \ "ülkei biind>oberkiiinmissarfür Auswandr rerfürsorge. Generalmajor Will Malcolm, hall -ich in Genf auf, um die zwischenstaalliclM' Konferenz *on Br<:ieruugsverirelerii vorzubereiten, hei. der der Hecht-^lam-* der Au-!i«'wanderten aus Deutschland geregelt werden soll. General Will Malcolm hat zu diesem .Zweck II is p r e e h u n g e n in i t d «• m -G e n v r a I s c k r e t ä r Avenol und anderen Mitgliedern des Völkerbuiidsscrkrctariats aUgvhnll«*«. Wir Arr ATA.-Vrrirelrr erfährt, ist es nnwahr.-chr'mlieh. <InI> die Kniifercnz ,\or Mai oder Juni 1935 zusammentretenwird. Es verlautet, daß- General Malcolm demnächst eine Reise nach «b-m Nahen Osten unlerneluneu und voraussiehtlieh auch 1' a 1 ii s i inn besuchen wird. Eröflnung der Samuel - Aktion — Auf einer Konferenz, die am 1.1. März im Dorehcsler-Hotcl siatlfiiid«-!. wiril der Drive zur Aufbringung von einer Million Pfund in England für die .Samuel-Aktion eröffnet werden. "Den Vor-itz in der Konferenz twrd Anthony de Rothschild führen. Man erwartet, daU n. «. auch der Präsident der Jewisli . Ageney und der- Zionistischen Organisation, Dr. Oiaim Welzin a n u . chic Ansprache-auf dieser Konferenz halten wird. Debatte im englifehcn Unterhaus Das Unterhaus Iteschäftiiilc sieh am Donnerstag mit der . an ti jüdischen l'nipagauda. die in einem Teil des his^lreirhcs 'haben iieiii'nliiu scheint. Der arheiterparteiliche Abgconluetc Morrison teilte Einzelheiten Tiber die die autijüdischeu Kundgebungen -im Osicude von Ijondon mit. wo sich eine sehr zahlreiche jüdisi'he Bevölkerung iM'findet. Die Juden würden in den verschiedenen Formen b e - leidigl und mit vScluiupfwnrteni lw-dacht. -In einem Falle sei ein Jude g e s e h 1 a g c n worilcu. In versclnetlcneu Fällen M-M-ir-die jüdiH-ben Itäiiser uml Läilen mit Zetteln beklebt worden, deren Aufschriften beispielsweise lauteten: ..Zurück ins Ghetto". Er wolle keine \ ertridiguugsrede für die Juden hallen. Wenn die Nation dir Ansicht wrtrele. dat> die Juden ausges[ierrt werden sollten, dann liege die Enl-cheiiluiig Inerülicr beim Parlament. L*nd er s<-i überzeug. dal> kein Parlament eine derartige M a \> \\ h h in e h e s e h l i r 1s e n Avfmlr. In seiner Antwort wies der Innenminister Sir Jnhii Million auf die Beschimpfungen und Gewalttätigkeiten hin. denen die gegenwärtigen Lage nicht zu frieden und stehe mit der zuständigen Juden im Ortende \on UmhIoii au>»e>elzt" s*-ien. Er sei mit der - PoUzeistelle in Fühlung, um wirksamere Maßnahmen berlM-izufühnii. ICs sei beschlossen worden, in den in Frage kommenden Bezirken «eitnen Polizcischulz zur Verfügung uzu stellen. Er hoffe. dal> die UffrnilirliK.il den staatlichen Organen I>eisteheit werde, damit etwaige Friedeu-breeher festgestellt werden köuutcn. Simon fügte hinzu. dal> der Ernst dieser Frage bestimmt einige ..hübsche Geriehtsurteih-" lechlfi-rtim-n wertlc. Im -weiteren \erlauf meiner Antwortredc gab Innenminister Sir John Simon der Meinung Ausdruck, daß es in England irgendeine weitverbreitete Fe i n d.s c Ii a f t gegen die Juden nicht gehe. Ks sei aber zweifellos richtig, daß es in gewissen Bezirken und besonders in gewissen Bezirken I^mdons sich.cuic sehr l«-unruhigeudc Beweguipg mit allen darin, liegenden Gefahren entwickele. Der Grund sei. daß eine Lehre des Hasses gegeii die Juden gepredigt werde, mir weil sie Juden seien. Kr wünsche nicht. fd>er irgendeine pnlitisdte Philosophie zu richten. Aber er glaube, kaum fehlzugehen, wenn er feststelle, daß die Ursachen in der faschistischen H e w e u u n ü i n E n «;.- Für die Zulalfung von Einwanderern aus Deutfchland nach Canada . Eine in Toronto gegründete Initiativgruppe bat eine Aktion mit dem Ziele eingeleitet, die kanadische Regierung zu veranlassen, einer größeren Zahl \on 'Einwanderern aus Deutschland die Niederlassung in Kanada zu ernlöglichen. Im Zuge dieser Aktion . haben 30 proniim ute Geistliche. \ou Toronto einen feierlichen Appell;ui die Begierung uulerzuiehnel. Jüdifcher und arabifciier Kanton? Ijondon. In der kousenafiven Wochenschrift ..S p e e t a t o r" ' stellt der frühere stellvertretende S-kretär der Palästiuu-Hcgierung, Lionel G. Archer Gust. den bereits wiederholt aufgetauchten Plan der Schaffung nationaler ..Kantone'* in Palästina neuerlich zur Diskussion. Der Verfasser schlägt vor. daß das Gesamtgebiet von Transjordanien und Palästina unter Auflassung der bisherigen Jordangrcuzr in zwei Kantone, einen jüdischen und einen arabischen geteilt werde. Der Präsident des jüdischen Kantons soll in den Maße selbständig sein, wie es jetzt der Knur von Trans-. Jordanien ist. Der arabische Kanton soll aus dem gegenwärtigen Eintrat Trans Jordanien und aus dem jüdischen Kauton Galiläa, , Samaria und Judäa bestehen. Zu dem jüdischen Kanton sollen die -'vier Ebenen Scharon, Emeh (Esdrealon), Akko und Huleh sowie ein mit dem übrigen Komplex nicht zusammenhängendes Gebiet im Süden, das bis in die Gegend des arabischen Gaza reichen soll, gehören. Dadurch wird ein „arabischer Korridor" als Zugang zum Meer bei Jaffa über die im wesentlichen arabischen Gebiete von Ramich und Lydda geschaffen. Ifaupistadt des arabischen Kantons soll Nablus, Hauptstadt Oes jüdischen Kantons Tel Awiw sein. Der jüdische und der arabische Kauton sollen weiteste Autonomie genießen in der Art wie heute Transjordauien. Der Zufammenfchluß im jüdifehen Sport .Unter Mitwirkung und mit Bofürwortung der Reichsvertretung wurde zwischen dem lleichsausschuß jüdischer Sportverbändc als Vertretung des jüdischen Sjiorts in Deutschland und dem Landesverband Bayern der jüdischen Turn- und Sportvereine ein Abkommen getroffen, welches u. a. folgende Vereinbarungen aufweist: Der Landesverband Bayern der Jüdischen Turn- und Sportvereine wird als solcher aufgelöst und .zu ebier Arbeitsgemeinschaft umgestaltet, der sämtliche jüdischen S|H>rtvcrcine Bayerns angehören müssen. Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft bedarf der Bestätigung durch den Rciclisausschuß. Bis zum 31. Mai 1936 haben die Jüdischen Sportvereine Bayerns das Recht, uneingeschränkt an allen Veranstaltungen der den Reich sausschuß bildenden beiden Verbände — Deutscher Makkabikrcis und Si>orthund des Reiclisbundes jüdischer Frontsoldaten — teilzunehmen, mit der Maßgabe, daß jeder S[»rtlcr nur bei den Meisterschaften des einen oder des anderen Verbandes starten darf. Bis zum 31. Mai 1936 'muß sich jeder jüdische Sportverein in Bayern entscheiden, ob und welchem der beiden den Hciehsausschuß bildenden Verbände er sieh anschließen will. Diejenigen bayerischen Vereine, die sieh bis zum 31. März 1936 nicht einem der beiden Verbände angeschlossen haben, verlieren die Berechtigung, an Veranstaltungen der beiden Verbände teilzunehmen, oder ihre Einrichtungen in Anspruch zu nehmen. In denjenigen Qrtcn, in welchen neben den!>cstehendcn \ cremen neue Vereine gegründet werden sollten, verpflichten sich die' bestehenden Vereine, "dem neuen Verein die sportliche Betätigung und die M i t b e u u t z u u g der v o u i I|,n e n u n t e r - hall v n e-u Sport ii n I a ge n e i n z u r ä u in e n.. Die Rechtsftellung der Juden in der Tfchechoflovakei Am März 1936 empfing der Herr Präsident der Republik Dr. Eduard Bencscb das Präsidium des Obersten Rates der jüdischen Kultusgcmeindc-Verbände der historischen Länder, und zwar die Herren Dr. Josef Popper, Dr. August Stein, Dr. Emil Margnlics. Norbert Adler und Rabbiner I. Hirsch. Dr. Popper als Vorsitzender des Obersten Rates begrüßte und beglückwünschte den Präsidenten und versicherte ihn der Ergebenheit der gesamten jüdischen Revölkcrung ohne Unterschied der nationalen und parteipolitischen Zugehörigkeit. Er verwies auf die Denkschrift, die-er dem Präsidenten sodann übergab, und bezeichnete die darin enthaltenen Postulateals solche, die der Oberste, R;it nicht nur im Interesse der Judcnhcit stelle; durch deren Erfüllung soll der Olwrste Rat in den Stand gesetzt werden, jene Pflichten gegenüber der Republik erfüllen zu können, die zu erfüllen er verpflichtet und bereit ist. In seiner Antwort wies der Herr Präsident darauf hin, daß er schon als Minister des Äußern immer dafür Sorge trug, daß die religiösen und nationalen Rechte der Juden, von deren Ergebenheit zur Republik er überzeugt ist, respektiert werden. Diese Grundsätze werden aueh weiierhm aufrecht bleiben. Zu den Postulaten des Obersten Rates übergehend, d. i. die Schaffung von höheren Orgaui-aUmisfurmcu der jüdischen RcHgionsgesellschaft in den historischen Ländern und die Errichtung eines Rabbiner-Seminars in Prag, erklärle der Herr Präsident, daß ihm diese Postulate )>cfeauil sind und daß er sie als richtig und notwendig billige. Die Schaffung von höhereu Orgauisatiousformen sei die Voraussetzung für die Errichtung eines Rabbiner- Seminars. Cbrigens sei die betreffende Gesctzesvorlage Gegenstand eines intermiuistrericllcn Krinncrimgsverfahren«. Er A mischte agte seine Unterslüi/.ung diesen Postulaten dem Obersten Rat ihre baldige Verwirklichung mid ErprelTungsverfiich an jüdifchem Anwalt Der Angeklagte zu zwei Monaten Gefängnis verurteilt Essen. Vor dem Düsseldorfer Schöffengericht halle sieh, wie die Hsscncit.Nationalzeitung" 'meldet, ein Angeklagter wegen v <■ r s ii e h t c r Erpressung und B e I e i d i g u n g, begangen gegeuülier einem jüdischen Rechtsanwalt in Essen,-zu verantworten. Der Augeklagte, der in Düsseldorf lebt, hatte vor fünf Jahren bei einem Schuldner, einem Essener . Sehuhmachermcistcr. das Inventar der Werkstatt pfänden und aus dem Hause holen lassen. Der Hausbesitzer, ein jüdischer Rechtsanwalt, dem das Eigentum lies Handwerkers "als Sicherheit für die Miete diente, erreichte durch Intervcnlionskhigc die Herausgabe , der Sachen des Meisters. Der Einspruch des Düsseldorfer Gläubigers wurde abgewiesen. Ermußte dem Essener Anwalt die Kosten in Höhe von 80 HM ■ bezahlen und zahlte zunächst einen Teilbetrag von 35 HM. Der Auwali, der die finanziell schwache Lage des Angeklagten kannte, drängte auch keineswegs auf Zahlung des Restes, obwohl fast zwei Jahre vergangen waren. Nach der Umwälzung von 1933 erschien der Angeklagte wiederholt bei dem Anwalt und erklärte, ihm sei in jenem Prozeß Unrecht 'geschehen; wenn der Anwalt ihm nicht schleunigst die 35 HM für Gerichtskosten zurückerstatte, dann werde er ihn r.a n d c r w e i t i g belange n". Er drohte niit Beschwerden an das Justizministerium und hielt sich, ohne der NSDAP anzugehören, ' für befügt, mit einem Eingreifen der Gaulcituug drohen zu dürfen. Am 12. August 1935 schrie!» er dann dem' Anwalt einen von Beleidigungen strotzenden Brief, in dem er seine Drohungen , wiederholte. Der Auwalt, der bis dabin auf nichts reagiert hatte,, stellte nun Strafanirag. In der Verhandlung vor dem Schöffengericht hoben der Vertreter der Staatsanwaltschaft und. ihm folgend, der Vorsitzende hervor, daß das Arerhallcu des Angeklagten einer scharfen Sülme bedürfe:' der Nichtarier, der sich den Gesetzen füge, genieße vollen Rechts- und Ehrcnschutz. Der Angeklagte wurde zu zwei Monaten Gefängnis verurteill. Sdhulkonferenz der Reidisvertretung Auf Einladung der Rcichsvertretung traten am 2. März 1936 die I^cilcr der höheren jüdischen Schulen Deutschlands unter Vorsitz des U-itcrs der Schulabteilung der Reichsvertretung zu einer Aussprache zusammen. Die Kragen des höheren jüdischen Schulwesen?, sowohl die zur Zeit akuten, als diejenigen, die in nächster Zeit Aktualität haben können, fanden eingehende Erörterung. Hierbei wurden alle pädagogischen imd organisatorischen Auf galten, behandelt, vor die die höheren jüdischen Schulen angesichts der wachsenden Bedeutung des jüdischen Schulwesens ^•stellt sind. Es ergab sieh weitgehende n>creinstimmung in Ziel Die Beftellung von Sachvcrftändigcn Von Seltcu der Handelskammern wird auf die neue Rechtslage im Sachverständigcnwescn aufmerksam gemacht. Nachdem im vorigen Jahre die bisherigen Bestimmungen über die Vereidigung von Sachverständigen aufgehoben wurden, sind jedoch nach wie vor für die öffentliche Bestellung und Vereidigung von Sachverständigen aller Art einschließlich der Bücherrevisoren und Wirtschaftsprüfer die Handelskammern zuständig und ihre Vorschriften hierfür maßgebend. Den Handelskammern liegt es also ob. den Anforderungen der Gerichte nach Sachverständigen zu entsprechen sowie für alle Fragen der Wirtschaft jederzeit auf Wunsch vereidigte Sachverständige zur Verfügung zu stellen- Die Vereidigung der hei den Kammern geführten Sachverständigen erfolgt mir. wenn.eine eingehende Prüfung in persönlicher und fachlicher Beziehung die Voraussetzungen für gegeben erscheinen läßt, woltex insl>esondcre auch eine Fühlungnahme mit der Deutschen Rcchlsfront erfolgt. Ferner ist im allgemeinen aussehlaggcl>end. oh für die Vereidigung eines Sachverständigen auf dem betreffenden Gebiet ein wesentliches Bedürfnis lwsteht. Die Kammern führen laufend ergänzte Sachverstühdigcnlislcn und weisen den.Firmen auf Wunsch Sachverständige nach. Ausgleich bürgerlich-rechtlicher Anfprüche Fristverlängerung bis zum 30. April 1936 Die im.) §.8 des Gesetzes über den Ausgleich bürgerlich-rechtlicher Ansprüche vom 13: Dezember 1934 und in der dritten Ihirchfülmmgsverördnuug zu diesem Gesetz bestimmten Fristen sind jetzt noch c i u m a I v e r l a n ge r t worden, und zwar hh zum 30. April 1936. .

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