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Jüdische allgemeine Zeitung · 1936-02-26 · 9 (26.2.1936) · page 7

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
16 (1936)
Issue
9 (26.2.1936)
Date
1936-02-26
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Es wird gemeldet: ■ Der Hciehsaus.-chuß für A'olk*ges;iuidUeitH.Ueust hat innerhalb seine;' Schriftenreihe eine A u f k 1 ä r 11 u -r s .s c 1» r i f t ü 1» c r d i c N ü ru Ii cr g c r Gcsi'tzc ehisehlicßlich ihrer Durch- führungshr-timmungen herau.-grgcbcu. * ' * n Der Piivalgclchr'tc Dr. A. Hoffmann-Kutschkc ist beau t'l ragl worden, in der plnlosnphi-rhen Fakultät der U n i v c*r s'i - V B Der pulnir-clu* Sejm hat in M-iner am Freitag, den -l. Februar, abgehaltenen Sitzung dir rrMr I.i*>intjr des \ou »Irr Abgeordneten Jaitiuä Prystur eingebrachten G i-sri z e u I w u r fcs. der ein allgemeine.- S e h .1 r Ii I v e r Ii o t f ü r l' n I e u aus .Juuuanitärrn «ml wirti-eliuflHchvn Gründen" Mn>iehl. vorgenommen. Inl Ii a I I r - W i 11 c n Ii e r g i u in > i m A 11 c r t n in in vertreten. die G e <• Ii i c h t e d e-s J u d e. n - einer zwri.-tfindigen Vorlesung z» BB Nach der l in Wandlung de? Verbandes der jüd^elieii Jug<;iidvrreinc DcntscVdands in einenzium-t i-ehcn Erziehungsbund, worüber wir in der vm-igen Au-gahr berichtet haben, ist Dr. A I f r e d ■ 11 i r > e h l> e r g aus dem Heirat des Verbandes uu-ge. Ire teil. ES Die Seii;i;^|)ielei iji A ii u.e in a r i e II i r > e Ii l la-e Iial. wie wir erfahren, einen :-ch merz liehen Verlu-l erlitten. Ihre ^bitter wurde ihr durch den Tod entrissen. * B3 Der 71). GLlmrt^lag von Prnfc.-snr Dr. S a in u c 1 IC r a u ß, . dem Itrktor der Wicuci I>raclili-eh-'i1irnIogi»chcu Lehranstalt, wurde, w ie aus Wien gemeldet w inl. im Festsaal der dortigen Kultu.-gcmrinde feicjlich begangen, wobei die umladende Tätigkeit de- Juhila» auf den Gebieten der \Vi.-.-cnsrhafl des Judentums einteilend grw ürdigt w urde. Huudf-küllurrat Ilufrat Dr. Frankfurler teilte mit. dal» au' der maßgebenden' Stelle die. Verdienste de-. Gelehrten gewürdigt werden, wa.- demnächst entsprechend zum An-dniek kommen wird. Aus den Gemeinden Bamberg. Bei der Neuwahl der Grmcludekürpcr-'chaften der Israeliti-e|ie:i Kuhu-gcmr-inde Bamberg koiuite ein W a ii l.k a m p f v e v ui i '.' d e t! werden, da ein;* Einheit-Ii <lr eingereicht wurde. (H'iiieli:de\ or-laml und (^inemilvkanimer sind nunmehr gebildet wurden.' /um Vor-l;:nd der G.*n: -iudcvcrwnltiing ist Hn-ht— auvuil Di'- Marlin Morg.'nnilh. zum Mell\erlrclcndcn Vor- -it/:i'.uen BaitLicr Juli;:- WarM-rinaiin üewäbll wurden. \'oi- -ityender der f leiiieiiitlekaiiiuier i-t ICmnuier/ienral Willy Le—hvi. Iln-laii. Du* Sjua^uL.eniienieinde lbc-lau umfaßt etwa IKIHH» Mitglieder. Davuu werden A'ut'l fei-uuei» ^ejielmärli'Jl v»m d;*r .1 ü (Mm- Ii e u W inte r Ii i Tf :* . untei>liilzi. al.-« 20 Ins 'S* der neranitt ii ('.eiueiiidennt üUeili-r. Die Zahl der , Liiterslfilzunp*- eiii|ifi"m'ier i-l in der lel/leii Zeit »e^enfiber den \'(irmunale.ii -tieii.-n. l'.nde De/ember helni» m:* nur 4^81. Kndr Xmemher rtnul J.U1HI l'eixnu'n. Die «ejirnwäi'ttii nntet>tüt7.ten 4r>.7i. Vcr>nm*n eizeü -ich aus '2237 i'Ydlcn. <lie dureli-ehnillliih zwei l"nl;-r- -trilziiii»-eiii|»frm^er aufwei-cn, zu-aii'inen. Im eiir/eluen erh.dl 'il etwa 1 'IUI l*iii/.eI|ierHii:en. -~(K> Familien zu zwei IVrsi»ur:i. .'!0(l zu je drei IVrsniieh. VM) zu \ier IViHineji. Uli) zu fünf Im- --ehs l'er-i»;i"-ii und 11 mV-r 7 lVi>«nen L-nter-iritzini!:. *2."*»tH) V'rwae'n^ene und 01)0 [Cmder wuiden neu ein^ekl:4;lel. Aiieb in, Hre-Ian -iml \ iele ehicnatiilHelle I lelfer bei der .lüdi-chen Winterhilfe läliü. (ilriwUr. Die Auf frihriniiien der Oper ..I/a T r a \ i a t a". die IfirzlieU nntL-r l.iitnn^ \nn 1 lerniann l-ri^ebler in lieutheti uiul (»Iriwilz -tailiaitdi-n. waren — mi peiulieh es ist. dies. fesMrlleu zu niti--er! :illiiem; in eine ICullaiiseliiunr. ' Ah;2eM-hen von I-'riedl Il-ihm. tlie als \'iide|ia üauz' in ihrer Holle lebte und eine vnrzii^lieh »esebtilte Stimme bnren ließ, und \un llru^l Taiil).-!'. dr-r mit \iid lbiulnie die Partie des Cenrj; Germorit sanir. . bri:|.'rliel.s «Üe-. ua- >öu-i auf d:-r Itfiline vnr >ieh jlinjr. einen ^rraile/u jlil.'ttantisehen Kindruek. Der aus Mitgliedern des l'euthener Mu-jk\ ereins he^lelieilile (lliur war niehl >ehlrehl ein- -tudiert. wirkle aber im szeni-ehen Hilde zieuilieh hilflos. Man \erniißle die -.(raffe re:;iefiihr;*in|e Ilaml. Heeht erfreulieh hielt <ir]i da- Orehe-irr unter Prof. I'riiwers siehercr Stabführung, aber die StreielimiM seiu~u~ler Stellen in der Partitur breintrfirhtijjle die Stimmung. Hei Anerki'unuu^ aller ISrmühun»rn i-*t es ratsam, in Zukunft unter solelien \"orausset zuit»en auf Opernauf füll runden zu verzieJilen otler bei gelingender Naebfra-ie 'wie im vorigen; Jalire' das Opernen=enihIe des Herliner Ktiltitrhmides zu verpriiehlen. Am Iß. I'ebrunr vollendete Rabbiner Dr. Samuel O e h s - Cdeiwit/. sei« ."»0. I.rl>-.'»<jabr. Es war nieht nur eine" formelle, Saehe. wenn die. Gemeinde in. allen ihren Teilen diesen Taj: zum Anlaß nahm, um dem Jubilar für all das zu danken, was er ihr in den 20 Jahren seines ine-i»eu Wirkens ^e«el>cn bat. Trotz -einer oi th(K!o\en Grundhaltung hat Dr- Orbs jeder der jüdisehen Utehtuuireii in ihrer liistori<ehen Hedin«theit Verständnis entf^eu^ehraebt und damit den Frieden und sachliche Arbeit in der Gemeinde bedeutend »eförderl. II. B. Köln. Zu Beginn des .Tabres 1036 wo Ii n t e n in Fvö I n etwa 14 00(1 Juden. Tm Jahre ist ein: Zu^anir von. 1209--" Peofineu vm verzetelmen Lrewrsfn. ein bem<'rkenswerter IUiiweis auf die starke Konzeiitratiou^hewemuis der Juden naeb 'den GrnC^lädteu. Anfan:' 1033 yfiblte die Gemeinde 18 281 Seelen. Anfanir 1034 noch 16 632 Personen. Trotz starker Zui:än»e hat sjeli al-n die Kopfzahl innerbalb von drei Jabrcn um fast 20-"Vi verringert. . T.eipzis. Gemeinderahbiner Dr. Ephraim Carinii a e Ii in T.eipziir seheidet au«' Ge^undlieitsrüeksieliten aus seinem Amte, Kr wird in nächster Zeit naeb Palästina übersiedeln. „Hansfchntz für iVichtarier64 Krdn. Da». Kölner S o n d e r >i r r i e Ii t vcrnrteiHo zwei;ii«endliebe AiiL'clchiüte im Alter von 10 bzw. 20 Jahrrn zu Orfinipni^l i;i fc n von einen» Jahr bzw. einem Jahr und -eehs Monaten. Dir Angeklagten hatten jdeh wc-ren Bi'Jnr^es in nenn Fällen. \>e^rn Amtsanmaßiuijf. Erpressung. Diebstahl. Freibvitsberanbnn!: und we»en Lnlersebla^nni; usw. zu verantworten. Sie ersehieiien im Jnlt bis August 103Ö in Krdn bei jüdisehen G c s e b ä f i s l e ii i e n und erklärten ihnen, sie wären damit beauftragt, einen sogenannten ..1 rausschlitz für Niehlarier" einzurichten, damit diet-e ..vor Helastiiiun«cn geschützt würden". Es schnür Urnen in einigen Fällen. ..Aliteliedcr" zu werlien und sieb von diesen-Monatshrilrägc ausbändben zu lassen. Dabei -:al>cn sie l>ei dem einen Juden den Namendes zuvor Betrogenen an. Auch eine arische Geseiiäftsfrau wußten sie zu bewegen, ihnen einen namhaften Geldbetragauszuhändigen. In einem Fall seheuten"Vi B3 Da-. Gericht in Orleansill; in Algerien bat nun weitere 1 rteile ge^en Teilueluuer au dem Judenpogrom in (Inns t a ii I i u e \otii ."». August 1034 ^i fälll. V% M-rhaudelte gegen 21 Mu-Jrm-, die den Juden Miehel Altai eriuordeieii und >eiue Frau und Kinder «-ehwer \erwuu*Ieten. Aeht/ehn der Angeklagten wurden teil.- zu Z u e b l b a u s i r a f e u von 2(1 Jabieu. teils zu Gefängui--trafen \on i> .labreu verurteilt, drei wurden freigesprochen. * 'Bl Die Mizialdrmnkratl-chc Hegiernng Schweden* hat. einer Meldung lies „Wotdeutscben HenbarhlerV. Köln, zufolge. i|(>h l nlerriebt in meu^chlieber lüblelue und Hiismnkiinilian «len Mobereu Schulen a b g e s ir h a f f I. Die Lehrer für Ra>-.cnhhdogie Miuie die Mbwedi^chcu Wi>M U-ebaflIer erheben ilagegen!>ehi1rr>leii l'äiispruch. Auch die >ch» cdi>chc iiationaI.Miziali.-li.-ebe Arbeiterpailci \* endet ^ieb gegen dieses Verhol und fordert gründliehen la^eukiiudlieheii Schulur.terrichl. * ES I nier dem Vorsitz. Mm Nahum Sid.idow fand m London die koll>liluiereiide Sitzung de* Haiefür dir Förderung der b e - b r ä i s e Ii c ii Kult u r b e u e g u n g Malt. Der Hat be-ehlidv eine \\ eltkoufereuz der iu den Dla-pora-Läudern be- -lebendeu \ ereinigunueu und lu-tilulioiien für hebräi-ehe Kulturarbeit einzuberufen. -fch niehl. ein Opfer der Freiheit /u berauben und zu erpre.—eu. Spät ei bin ließ-u si<- -ich größer.* Summen au-h.iiuli^en. In der Wrhaiidluu» ge-Iaudeu »ITe beiden Angeklagten, wie der ..Wisldent-ebe Heubaeiiti-r" berieblel. ihre Slraftalen ein. Der Staat" au wall hi-anlragt;- ge^eij beide Angeklagten ('.e-ainliiefäu-ini— -trafen \uii~^e zwei J-ibreii. mmIhm er betonte, daß durch da.- Auftreten -oleiier \eibreeber die Offeuttiebkeii |i<-ti:i i iiltinl und da- \u-r|n ii «h-r Partei ue-ebadiut \> ürde. Wegen Beleidigun«; eines jüdifelien Anwalts S'ebei! Monate Geriiirjui*« für ni früheren Rcelit-beralcr ErFurt. Ein fiüb"i»-r IL-i'hl-b'-rater. der zur Zeit n'iie flefäiiL'-!ii--l"ri*re Min -eeb- Jahren zu % erliüßeii hat. be-i huldigte, naeb einem Heriebt der ..Frankfurter Zeitung", elin ii F. r f u r I «• r j ü d i > i' Ii e u R e e h I s a u w a I t . der -ein l'ro/eßgegner war. in einer Vu/.eiire bei der Staat-aii'calt-ehaH der I *uter-eIiIa<;Hii^ und der Erpre--u:iu. E- -teilie sirli heran-, daß tlic-c He-.t-IiuIdi-iiirmen w i il e r b e s s e r e > \\ ie n erhoben wonlen ". warni. Der Slaai-miwall bi'aulr.iL'ie d*'-halb in der Verhandlung vor dem l*rfu,rler Schörf. ni"-rielit. in n Angeklagten wegen wi-»entlich; bd-che:- An-ehuldii:iu)g und I'.deidiL'inig des Hecht «anwallzu acht Nlouatcn Gefängnis zu \ erurletlen. Das Crlrdl lautete auf - I e b ll M o i) a I e G e f ä II g u i s. In der I 'rh'ii-hegrüitdnui: lictotilr der Vnr-ilzrnde des Schöfreii^i-rielit-. der ll'-lcidi»!;- M'i als Itechl-anwalt zu^ela^-cn und h;il>e na.eh den« Willen des Führers tun! Rrirh-l.au/lrrden 'gleichen H e e ii t -s e b u 1 z zu beanspruchen wie^ ein ari-eher Hechtxaitwall. Eine einpfiu<IIiehe Strafe hege auch im Tuteres-e des i|i'!i(-i'ln-ii Au-T-chenim Au-Iaude. Edürfe nicht der Ansehein erweckt" wndrn. daß In Drtil-ridand nai'b zweierlei Hecht -jrnrleilt werde. . . ' Polizeiakte und Rerhisweg \ erw,iltung-g;-rJr!:!-k!age imi die Auflo-uiig eine- Hamburger Hfirgrrvrrrins Im Mai 103.1 i-t in Hamburg ein H ü r g^e rvrrci u a u f - gelöst und \>-rbf»ten worden, weil er unter Leitung von jüdischen Pcr-nucn -fand und -ich überwiegend aus jüdischen Mitgliedern zu-aminci;-etzle. Wie seinerzeit das „llanihurger Tageblatt" über dir Gründe und Auflösung M-hricb, sei es nicht mit den nationalsozialistischen uud somit den staatHeben Interessen zu \ereinbaren. daß dir-rr Verein weiter als Rürgervereiu lH*s|eben bh-ilii.!)• 'jr-^-n die Auf!ö-ung-\erfügutig erhobene Klage wurde, wie aus einem nunmehr in der ...Iuri'.ti-eh"n Worlieu-chrifr1 \er0ffeiitlichicn' l rleil dellanihurger Vcrwaltiuigsgeriehts vf»m 7. Oktfiber 103." hervorgeht, abgewiesen, weil e>* }*ieb bei der Vuflö iing um eine < t a a l - p o I t ( i s c h r Maß ii ab nie haudidr, zu deren Nachprüfung die Gerichte nicht berufen seien. Ein Eingriff des Gerichts sei nur möglich, falleine Verwalttingsbehöidiin offensichtlich fal-eher »ider willkürlieber WeiM' eine Maßnabine s\h staat-polili-eb bezeiebueil -ollle. die in Wirklichkeit und offensichtlich nicht staatsp<iliti-eher Natur i-t. Bei der Frage, ob und inwieweit im heutigen Staate den Juden als Fremd rassigen überbauot in öffeulliehen, die Allgemeinbeil betreffenden Dingen eine Mitarbeit zuzuge-teben Ut. bandle e* sich nach Lage d**r heutigen Verbältui--e um Dinge, die MdiUeßlieh nur nnter staat*- politi-chen < ^e^ichl-puiiklen iiehaiiflelt und enfsebiedeii werd'-il können. Die Polizei habe mit Hecht betont, daß überhaupt ein zur Mehrzahl an* jüdisehen Mitgliedern he-teheuder und unter jfidi- -chrr Leitung stehender Hürgerverein. von «fftfltspolife-rhvrt Ge- 'sieht-punkten augegeben, nicht da/u berufen ^ein könne und dürfe, die einem Hürgerverein obliegenden Aufgaben zu pflegen. Zu der Eul-'-beidimg bemerkI dir ..Frankfurter Zidtung". daß mc nur für Hamburg gelte. Tu Preußen wäre aber das Ergebni**, der Anschluß des Verwaltungsrerht.swegei in Bezug auf stanMpolitiM-he nml staatspidizciliehe Akle. nicht anders. Hier ist die polili-ebe Polizei bekanullirb. einer I»esonderen Behörde, der Geheimen Staal-poüzei. ülMrrtrngen. Gegen die Verfügungen diewr Behörde gibt edeslialb keine Verwaltung-klage. weil eine solche- .einebesondere gesetzliche Grundlage voraussetzt, die nirgend** gegenülMT Akten der Geheimen Stnals|»olizei gegelwn ist. Der t'nlersebied gegen die Behandlung I>esleht darin, daß e* in Preußen'zum Anschluß de* Vrnvaltinjg-reehtswfges genügt, während es in Uamburg auf den Inhalt der Verfügung und auf ihre icNatur al* staat«politiseher Art ankommt. Palältincnlirdier Brief Dir Stellung er Engländer /u Paln-tiua — Zolltarif-J'ragen Kulturelle Prtdibiue H e nebt f ü r d i e #-,..1 ii d i s e Ii e A I I g e tu e i u e" Von Prof. Dr. \\ VI.I'LH HOTII Haifa, im F> bt uar. Die Frage*de* l.egi-lali\e t 'ouueit und 'der 'llimuweeh-cl -Iiabeii wieder b-bbattere Eivfieruugcu über die eigentliche Slelluii:: der Engländer /um gau/cu Palä-tiiiapi'»blrui veranlaßt, liuiuer wieder i-l /u beiuiieu. daß cin die-cn 'Fragen natürlich M-r-cJliedeun Hiebliiugeu in der engli-i hcn Hegiernng und im engli-rhen^ »lke gibt. Neben ideellen fpo-tci; Velh-tM-i-ländlich auch uiaclilpultli-elie (•niilde eine Holle; die Fugläudcr \erl"oIgeu 'keine pala-liueu-i-i'he, •oihh-rn eine .uiiifa-'-cutle (>i ii'iilpoliük. Die \uualiiue. daß der Eu^laiuln; eine ..ilivide - t uup.'ia Politik" in Palä-liua iM-lreilie. i-t abwegig, \iclme1ir liegi auch ihm au einer Ver-tändigung-und an einer Zu-auuucuarht'il der .liidi'u uml AraU'i' in Pala-liua. .Michl' nur den Juden. -omlVi ir, auch den Vrabi'ru gegenüber haben die Fnglflnder \ ei pfÜi' biuugen übeniuuuiien. Ihre rciiileu/. gebt ihihin. lür-Fricdcu unter Jen NülLeni i|eeruacbeiufen Orient- /u -orgen. Damit -cliuitidel /uar die Aii—iebl auf einen .linlen-laal. it\*w die giadÜnige W eilcrt ntwicklung Palii-tiiiaeocheinl gedcherlcr. füll 'Schrill Muwiiitin *die-er \\ 'eitcreulw ick lung i-l auch dann zu eihlicLru. daß die Maudal-i>*gierimg aitt .gcnicin-aiiies |te In iltcn acabi-cbiM und jüili-' licr krei-e rbicn Srliol/tarif lur \ri-chicilctie ludu-lriivwcigr Palästinage-chalfen hat. dir außer unter tlcü i i-i Inveiicu Kreditmöglichkeiten >■> den tel/l' ii Mnualcu lir-ondcrauch unter d<ni Duuipiiig auswärtiger \ahon*'ii /n leiden hallen. IN-Lumi i-l d. r Fall der Me-bi Silk Millin Haina)' < '.au '^euoideu. Wtv vor elvva -eeh- Miiualcn infolge der japaoi-elu'U KonLiiri-rnz ihren Hetricli' -rblicßcn mußten'*' und jetzt.'wie auch .andere Te\tilfiriuetu die Arbeil wieder beginnen. 1 u(er der -vri-cbcii Konkurn-uz leidet ■/. I!. die pala-lin«*udsebe Schuliindu-lrie. Der heule in der \\ cllvuii-chafl grltciide tfruuiUat/ der ('.rgviwili»ki-ii wird atwh! mehr uud mehr auf Palästina angmandt werden müssen, d. h.. * daß die Länder, von denen Palästina in größeren Mengen Warcir'he/iehl. auch ihm mehr ab'uehmeu. So ist ekein normale- Nerhältui-. wenn z. H. Japan iu den Jahren l'MM . Pi:t| fitv I 17-1XV* I.V. W aren an Palä-liua lieferte, aber von ihm in der gleirlu-u Zeil nur für ."ibH LP., kaufte. Ocrade aui htlie "\ orbcreilungcii /ur diesjährigen Levaiilein.'—e geben (•eh geuheil - zu \ i-rliaiidlungi-ii . mit den M-r-clucdfneu NnlMOii'u über allerlei Hamich- und ludiisfi iefragen. , Die-e Vorber.-iluugen zur Mc-m* werden mit einem Kuhnen - Oplinii-iuubclrirbrii. obwohl -ou-t der I 'iilenirluinmg.-gri^i lejl \vei-r nach::ela—eu bat. und titilz der enlmuligenilcu internationalen Lage. Prci-e siml bereitfür Bauten au-gc>ehricbeu wtodeu. und tlie Au— iellung eines ..Pale-tiu'' Made*. Ideal I loine'- i-l geplant, da-'ib'ii Ltimali-cheu \'crliällui—en de- Laude- und -einer Natur völlig augepaßt -ein - miII. r!bei'haupt beginnt fieb da'« arebi« I <' Li tili i-r Im- (ic-Win-cu im Laude zu rühren. Mau« he« i-t -chmi \er-äuint uonlrn: mit Hecht haben auge-i'hen«" \rchili |.:cn. Kuo-ller. I!e-iieher und Fitiwohner de- Landes iit-oridiugH ihr Bedauern au-gcdi ücki. daß tlii; Gelegenheit zum Vulegeti lyodcnier -chöm-r Släille und Straßen in Palä-liua verpaßt winden i-t. daß aher inaurbcnoch gulgcuiacbl werden kann und vor allem der I haraUter 'Jeru-alciii-* erhallen werden muß. Ferner -iud Park-. Gärten:" Spielpläize reiehlieher in dcn_ Slädlen ati- /ul. gtu. lUnl die IHfcntlieUkeil sollte ulteräll mif^erüttcU werden, da die Behörden beim Städtebau, offenbar vertagt Iiabcu. Mit der ,uküuf(i^eu BauculwicUiing der Städte haben sirh am Ii die .Vtrhi - t* kieii und Ingenieure Palä-liuaauf ihrer letzten Jahre-*ei^aiuui-. hing befaß).* In bvgii*ni-cher Hinzieht i-t ebenbilluiieb mauclir.M in «Ivn Sfraßcn. Hän-ern. Ge-chäften. Itr-tatirimW iihw. in Pida-lin» \ ei Im-—n iing-brdürflig. aber auch hier -iud l'oiisrhritle unver- Itcnnbar. und Filde v. .1. hat z. B. die SladlM'rualluug de" Hadar •t lacarniel iu 1 laifa eine 11 v g i T n w « e ll e mit I 'm/ügcii. \m- •«teHungen. Voi trügrn, AufMäiuiig—ehriften und dergb i« bctr veran-laltet. Da's (•e-iuulhcilsweseu. die MalarralM'kämpfuiii'. die -Kraiikruhäii-er. dir Kliniken haben mit der Eul\f iclJuiig de* * Landenicht Schrill gehalten, und e* wiril mit Hecht gefoidr rl. daß di;- Maudal-rruierufig'mehr-als Iii-her allen die>-eii Fragen ihie Aufmerk-aiukcii zuwendet und auch die jüdischen Sicdluiigm uml Slädtr. mehr als hi-ber in sanitärer Uiiricbl iiülerslül/l. * \ihl \b-ol\enteil drr Itrgicruug->.chule für Pol i/eioffi ziere hal'irn. \m<- au- Jcrie-aleui geuu-ldel uirtl. ihre Mj-rIilußzi'Ugiii>->*<' er halten. I ul'*:- den neuen P o 1! z e! o f f i z i e r *• M befinden vidi fünf Judt-n. danuiter rin ehemaliger Bichl er ao^ Di u t - eh I a ii d. * Im Monat Januar Pl^ffi -iud von der Palästina- Hegiernng; "» ' X r z. fc . davon 3t I Juden, zur Praxi* in Pal ä hl i n,n neu z u g c 1 a - - e ii worden. Fr rite r wurden' im gjeirhen Monat Lizcu/eii an IM Denti-hm imil.7 llrbautuirn. davon eine Aiaherin. ait-gegebcn. Für Apolbcker wurden* "» Li/eu/eu Muielturg für .füllen neu bewilligt. ' —' ' * Iii einer Ver-ninuilliug von Mitgliedern den früheren ..Akailemi-ehen Zioiii-li-chen Verbiuidewurde beseblown. sich 'an «1er Gründung eine- A i| u a r i u in s und I u h I i I u I s für Meerenf o i - e h ti n,g i n T e I \ w i w zu beteiligen. Das fiiilitul wdl für die Erfor-ebung der l^aima und Flora den östlichen Miltclmeer> be-timml -ein. Ein "Grundstück für die Errichtung des fii-tilutwurde von der Tel- Awiwrr SljMllvrrw'allung zur Verfügung gestellt. . * * In einer soeben veröffentlichten Statistik wird die Schubp r ii il ti L I i (i u P a I ä h t i n a s im Jahr» 103.1 mit 7Ö0 fHIB Paar angegeben. 3.10 0011 Paar Sehiilu* wurdrii in pahl*liurii»i«chrfi Sebidifabrikeu. rund 400 000 Paar in Sehiihniai'berwiTkHlalten Iterge-telh. Andem Au-land wurden im Lauf de^ Jahres 770000 Paar Schuhe eingeführt. Von der Srhnhprodiiktion leben iu Palfl- 4000 MriiMbcn. die WnUtr .lavon Juden. * — Die II eb r ä i - r h e 1' n i'v e rhi'l fi t Jerusalem hat z. u rn erst e n \t a 1 r d ** n D o k I o> t i t e 1 verliehen, und zwar an Haphae) Patai. den Sohn des imgjiriHch-jüdivrheti Geb-hrlfii und Dieblrr-t Jo-cph Palai. *" Ein" I .~ j ä h r i g e s j d i > c b e s Af fi d e b e n , des«H-n Gesuch nur Aufrtiihatt'-rrhiiibiiis vom EinwnnfleniMg^ftint der Paliislinn- Brgirrung abgelehnt worden war. bat. wie au» Jenisalem »nneldet »viril, ver-iiebt. durch \ ergiflimg. S e 1 b h I m o r d zu begehen. Das Mädchen wurde in iM-iorgni-erregeiidem Zustand in* Krankrnbnns, gebrr.cli!. ' Jmli-»rlirf.eltrhaiis. f)ffciie Arbeilsgrineinsrhafl ül>rr t\rjn Douner*-Iag- Vorl rag ..Gesellschaft liehe Voraus**#-tzungrn jfnli«r|i#!tf Kultur heute": Donnerstag.'27. Febr.. 20.K» l*hr. Aul» JoiuliiniMihabrr Slra^ 13. ' SviiitgoEriivrrliand Brrlin. Gruppe. Rvkrstraftr N. 20. Februar, alrt'iid- 8.30 Lhr. Synagoge HvkeHtrafW. \rorlrag von Bnbbinrr Dr. van der Zvl über ..Wendepunkt im Judentum". Afintiknlifichr rmrahmmig: Kautor Harry Danziger. Harmonium: Fräulein Betty Ahrnhnmsohn. * . *

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