Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 16 (1936)
- Issue
- 9 (26.2.1936)
- Date
- 1936-02-26
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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SPORT Berliner Umfchau Triton gruhuil den ersten Punkt Iii den Verhaiid-vpicleu de* letzten SiuiiiI.-iüt übeiia-rliie T r j I o Ii dureh i-in.. 4:4-L'n -ulM-hieden gi-»rn Bar Korhha. d.i.- Irr . Mamurhafi den längst -verdientm cr^len Pniikl »Irr diesjährigen Verband spiele einbrachte. F.- war rin -rbr»ne* hure- S|.jr I. da» trotz 4lrs glatten Hudens reell t floll vrilil. Hn I lalh/ejl -land »las Treffen noch '.1:2 für Hur Kochhu. dann m i/.tcn .-»ir Ii Iii- Itudi-rer noch dreimal durch, mi dals da- Knilrr^rlnii- 4:4 hiulete. In riiirm Spiel der lirrlin-MiltrMciilM'Iirn Makkahi-Itr/ji k»liga /.i-init »ich It a r 'Ko c ]i.I> a J trotz crr>at/.geM'huarhtrr Maiin-rnaft Maerahi I 'klar ülicr legen und '-gewann mit 11:2 7:d;. Der Maerabi>Iurin lieü namentlich in ilrr erMrn Sj*ii-iliüIfInirhrerr Oiaiieeu au*. .-mi>l hätte da* Ergebnis feiWit knapper;ui-f«llrii können. Italien \\ idrr-laiiit lei-lele ISG 'A'A '2. Frauen den Kameradinnen drr ersten M u n n * e Ii a f l. Hei I Ialh/.ei( mieh inil l'M iu Front liegend, gaben sieh eist geschlagen, al» dir Liste infolge rinrr l instclluiig - i-rhöne-. Knuihiuati<Mi-"-pie( zeigte und dunli rdiarfr. genau; gesetzte Sehüsse Meben T«ue erzielte. Weitere Ergebnisse: . ■ ISC :Vt IH — Itur koehha LH <<:! 4:1 : liar Kc.enha i. Knai.rn m; Knaben *.>:n .[:i>:. isg vi isg;n .iii-rnd 7:0 f2:0;; isg :n vii Lsg :n \m :,.\ a-a..-, Fi Hon II -. IIU: lt. . Iii, '2:0.: Kar K*>riil>a 1. .Jugend Kaillirlul» I 0:1. ISC* IVA in llaiiiifiM i Divi FuUhalhn~aiui:>ehufteii der IS< I weihen am .Somit.ig in llmmovrr und spielten dnil mit weeh-rhldvin Erbd** gegen kiHiihinitTle 'Mauiisrliaflru aus Itrriiirn und Hannover. [ Während dir ..Zueile" mit -*i:l den einzigen Sieg für ilir Herlinei )ierait>- Indlr. \rrIorrn die ..Alten Herren" dureh Ieiehl-inijigr> S|»i;-| inil 2;4. Dir ri>tni Maiin»ehaffcu, »lir auf )SG-Sriie zahlreiehcii Ersatz .Slbril. tiriliilrn Hill nlirli MjiölH'-m Spiel inil l\:'A luieul-cltiedrii. 4:(Ki, .Mintitrii an dir Spitzt' setzen. Hinter ihm plazierten sich mit Kriui^ und Krtudl zwei Käufer der 'IVlireho^lowakei. Bester aus Driit.feliland wurde Bloch als Klfter in ö:32 Minuten. Am nächsten Tiijs sirlu-rle sieh dann Seliap'ira endgültij: seinen Sit*;* durch einen urilcrrn tristen IMalz iur>Slaloni. Aueh Ihm den Damen endete eine U-tem-iehrriii \orne. In 2:2^> .Miiiulrn iM-riidete Itauhitächik «las Hernien als Kr.-tr, nrim Srktinilru vor »Iru heißen Favoritii'tneii Ahrh-n-Pra^. l*rrk-0-Irni nh. ).uui (iulmaun-MriiHhrii kam als \'irrte ein. - ■ ' Min .-paiinriid:-- Itrnurn - lirfrrtcn *-ii'ii die zahlreichen. rIViIm-hiiirr im Itt-kiii-l.atiiilatif für .Mäniirr. den zum Schluß Kirlu- 'Treheelio-hnvakri \or W anihaiipt-l'olen und «lein Vertreter des. Drntx-li'-n Makkalü-Krei^e« lllorh für sieh mit Ilrschla^ legte. Berliner Vorfchau ' Wrhand-spirlc im I'uIUiall ICiue uiehdgr Ih-fic^uuu^ stellt »las Xusaiiiuiruti effeu »Irr erMeii Miumsehaften «Irs!i ii^ürnr im»l drr IS(1;un knniiur(idru Sonntag auf dem SjHiiiplatz am Schäfrr-cr dar. I)a> I (in-pirl »rwaiiu seinerzeit filierraH-hrtid dir- IS(. mit -i:\ ■ Oli jedoch,aurh dirsmal Iieidr J'tniklc zu geuiuneu und dam'a der I lakoali auf den l'Vrsen zu lileihru. ersciieiiti fra^lieh.' zumnl gerade in letzter /eil die Form «Irr Iljl'-Matui- M-hafl reehl sclntankeitd war. Dein Spiel, daum l.*i Lhr lir^iunl. »ehen Treffen der ersten Srlifilermanuxhafleii; Fk-10 I hr nüd ••iMrn .lu^riidmanuM-hafteu '12.20 llir) %'oraii-. Vrrhand>spiclc im Ilandhall Dir /.weite Miiimpchnft der LS(; 3 tt rl'häll de» l»r--n h ilri- ..Mr-Ien" de*> Ii n r K" o e h h a - S l et I i n und ujrd i ri'-ui'h.'ii. ilir rihrrra»i |irnde 1:2-Nicderlaue des Slrliinrr 1 lin-|>irl> u i»i|i'r xti'lt/.uitnirhcii. Vorlier spielt dir zueilt: MantiH'hah der Slrliinrr ^r»»n Ila^'ilHir 1. Hrginu des .1 lauplspiel.-: 1-1 4 lir. )»i-iril> um HI hr >hdi«*u sich dir ersten l:taurninaiini'i,hafli'ii drr I S(» '.Mi und ilrs I S.K f;r«rnrdirr. i-'in z.u»-i-.lrllijier. luihrr Sir» di r ISC IVA ist zu rruarteii. Süuitlichr Spiele finden auf dem Spurt p I a 1/. a in Hahuliof (Im n i'ujihl statt.- * Der l.audi-sverhaild W e s i il r u l> *• h 1 a u d »le- Ii j!•" - S p o r li» « ii d e s veranstaltet am kommenden Suuuta^ iiu (Irafnilu r^er Wald hri I) ü s s e | «I o r f .-eine dirsjfihri<:f u Waldlaufuiri-iriM h.iflrii. Kinr - hrsondere Note ■ erhält «Ii:* \'erauslaltun^ don h die Teilnahme zweier Matiu-ehafleu der l S (> l\ 'A - il e r I i u. dir mit üirrn I>r*ten Läufern, wir \\ iensktiuitz. den ("reln-fidern.- Mri^iHaini. Furhs und einigen Xai-iiuuehsläufriit. ihr Fr.-ehriui-u zu«r>a;it hal. Sporilicltes Allerlei Rjl-'-IItickcyiuanfisrliari in Midland * Dir dureh einige Spieler der 1TV 02-Krdn \er»l;iikle Itoeki-ve|f ilrs ltjl'-M.-(*ladharh spielte am Snnniai! iii'^i-n »lir" »-i>te Manu>ehafl drs I hn'keveluhs (.!oueortlia 1t o "r r ni i» n »I. Narh üi fliehe nein Spiel, das die Itjl'-l^-nle hr-umlrr^ in den h'l/lri) Spirlniiniilrn rrrhl erfolgreich Mih. kamrii dir I lolkuidri /n eiiirni »erilietiteii 4:2-Krfülj;. Itar Korhha-Ilalle in Breslau eiu^eueiht \or zahlieichru /iisehaucru weihte der l!;n K'orhha-I! rr.-lau l.jir/.lirh M'iur neue, mit eigenen Kräften erliaute Max- N o r d :i u- II a I I e. Zahlreiche Ansprachen umrahmleu * in >pnrtli»4ie- Programm, aus dem j;ynuia.->ti.-elie \ oi frilirniij:i ii »In- Männer und Frauen und angezeichnete I,ci>luimrn einer llarreurie»e lierau^- ranleii. - Mri>)erscliaTtslrrmiiir dr- Hjl:-Spordiuiidr- Deri[jl-'-S(Hirthmid hat ilir Termine M-iner ilie^jäin i^cu tteieh.-- mi-i-l'-rsrhaftcü \eiöffcntliriil. Danach finthri die Sc hu imm - in eist e r s e Ii a 1" l e n am .2M. März und die- Lei r h t a t h 1 r - l i -r h r n 1t e ichtu eist »• r?-e h a f l e n am .">. - Juli ebenfalls in Itcrlin -t;iM. In den 11 a n »1 Ii a I I - und F u h a 1 I - Itch hsluei-lerschafteii «erden die \ orrundrn am 22. Mar/., di\- Zuisehruruuilrn zu Ostern und die Kndrmuleu hi- .-päli-icn^ 10. Mai dun hiicfühii. Itad-pnrlalilriluiij; des 1SCJ liit-Bcrliii Nach drin ..Srhild'-Frankfmt a. M. hat nun auch die l'Si(.;:t:j eine H a d > p o r ( a h l e i I u n jie^ifuidrl. die unter Ixilun^ Ik*- kanuter frfiherer Hriinfahirr ilir Trainini: auf^cnonuucii hat. Nähere Auskünfte erteiU dir (iesehäfls^lellr drs Klulr-. IWrlin\!2. Hur»-traUr M) VD 2 W'eidendamm 2623-. Bei den Damen, die nur 7 km zu darehluufen luittcn, kam Ivoiü Cutmanu zu einem clircm ollen zweiten Platz hinter der Tschechin Singer. In den IVodMwettbcwcrbcn siegten über 3000 ni Blum ■'Peiit.-ehlaiuly vor Drcyfus (Schweiz), im HerrendopiMilsitzcr das l'aar Ühuu-Sleycr, im Domcndoppelsitzer ehcnfalls durch Falkl.aufer fl^eulschland) und ini Gemischten Doppel Schlesinger- Scheheck (Tschechoslowakei) vor Falk-Blum und W ciL^raU-^Ieier. Die Fiskoiikiirreuzeii sind infolge schlechter Eis verhält nisne ziemlich zurückgehlieben. In deni bisher üiis»etragenen lüshockeykampf gewatm die tschechUehe Mannschaft mit 2:0;1:0. 0:0. 1:0) gegen die sich tapfer wehrenden Vertreter des Deutsrhen , Makkahi-Kreiscs. IL Makkabi-Winterfpiele Die zueilen Miikkalii-WiiKe^pirlt'. üliei' ili-ivn [niTÜi-lic Kröttmiii;; \m großen Teelnsani Jes Nanxlnj Dum «ir lwrcils . Iicriehteleu. beginnen.am UienMa:: imirgrii <iffi/.icll mit ilen Weltkämpfeu. Itci seliünslem Sonnemvetler startete als. er-ler \\'elüie«erli tlie'4x10 km Langlaufstaflel. tlen ilie ."isterreieliisehe Staffel in der Ilcsctiun;: Spira. Lüwy, Nenwe imil Meiler vor iler Miiiinseiinfl ile» Hcutsclicii Kreises gewann. Makkahi (Kit I. I'nlrn. Makkalii CSU II und Jugoslawien, tlcren Staffeln vorher entkamen, mußten. inTolgc Auslassen» .eines Kontrollposten» ilLsipialifi/.iert werden. Große Beteiligung und überraseliend gute I^-isliingeu liraelitr die alpine Komhinalion. Int Abfahrtslauf, der am Mittwoeli vonstatten' ging, konnte -sieh 'hcreits der Favorit. Seliapiro (Usterreieli) in IMI!GI& m ©EG Y^mTFßGG^PT]3 Tausti; \ tm \ ri-mü«rnswrrten nach dem Ausland Die FW I.. (>esellM'h:ifl zur Förderung wirtschaftlicher. luler- OM-ii \ou in Detilsehlaud uotinhafteu oder uohnhaft geu esenen Juden in. b. II. teilt mit: ..Täglich gelangen au die xersehiedemiteu jüdischen Organisationen aus allen 'Feilen Deutschlands, in denen liesitzee von ge- -ehäfl liehen l'nlernchmuugcu tider (jruiidslurkin bitten, ihnen Tan-ehniöglichkrilrn für ihre Vermögenswerte nach den verselnedeusleu (.ändern naehzuueiacii. Auch iu Xeiliuigsiuseralt^n uerden in stämiig ua» hsendem Au^malÄ «lerarlige -Tausehgesiielie vernffrullirht. Fs liegt im allgemrineii Jnleie-v-r. darauf hinzuweisen, ihiis ilir Vorstellungen fiher TaiischmDglielikeitcn von Unternehmungen oder («riiudslüekrn naen dem Ausland in keiner Weise der uirklielirn Lage enlspiecbtn. Ks werden verhfiltnisinfißig u eilig Objekte \oiu Ausland hier zum Tausch angeboten, und in jedem Falle miilA eine s e h r « v u a u e N;t e h [i r ü f u n g Inn- - sielitlieh des inneren Weites und der Hcutfibililül erfolgen. Ks -ind ferner die vielfältigen D e v i sc u \ o r s r h r \ f t e n . sowohl iu Dculsehlaud als auch in anderen Ländern, zu beachten. Dic^e Krfordernisse werden \ Irl fach wm privaten Stellen, die öieh «e.-.rhäf(srnäMi^ »ttit stdelien Transaktionen hefassen. außer acht gela.-srn. \'or allem muß davor g e w a rnt werdendaß zahlveiehe Krei-e auf derartige, nur in geringem Umfange vorhandene Taiiflchgelegenheitcn warten und ihre gcschüfllieheu Dispositionen dadtireli beeinflussen lassen. Ks wird empfohlen, sieh in allen derartigen Fällen an die FW1-, Itcrlin W 15. Kurfürstendamni 214. zu wenden, die als gemeinnützige Stellr im( Auftrage der jüdischen Ot ganisalioneu zur Prüfung und Iferatimg. auch hinsichtlich der uirl-ehafllicheii TauselunÖgli»hkeiteu. zur Wrffigung steht." Antrage auT llrirtehrihilfc Nach einer Verordnung vom 7. 2. l'J.'JG (ItGHI. 1 S. 62) erhalten bedürftige IVrsoncu dcntsclicr Staatsangehörigkeit, die im lulande ihren Wt>lm^itz haben und das- Angebot auf Zinshcrah- M-tziuig nach den Ziusermrißi»uiig>geselzeii vom 24. 1. und 27. 2. l'X\f> angenommen haben, auf Antrag eine llürtebemilfc. wenn fie narhueisen.' daß 1. sie mindesleiis seit dem 31- 12. TJ34 Kigcnlümer der im Zins grscnkleii Wertpapiere sind; 2. der (■esamlbetrag ihrer Hinkünfte im vergangenen Knienderjahr den Ib'trag von 1200 HM. nicht überstiegen hat; die Kinkoinmensgrenzc erhöht sieh für drn Khegatten um 3U0 UM., für jedes Kind um 200 UM.*, .'i. sie ihren Ixdieiisunlerhalt im \ergangenen Kalenderjahr zu einem ucsenlliehen Teil aus den Krlrägnisscji von Wert- " papieren heslrittcii haben, (leren Zinsen auf Grund der genannten , Gesetze cnuäßigi worden siinl. Die jlärlrheihilfc wird vom 1. .luli 1936 au gewährt und im Miraiis iu zwei gleichen Teilbeträgen jeweils am l. 7. und 2. 1. ausgezahlt.- Der Aulrag auf Gewährung einer 1 lärtcbeihilfe für die Zeit vom \. 7. l'Jllfi bis 30. 6. 1937 ist im Februar 1936" zu stellen, und zwar hei dem Bezirk'sfürsorgevcrhand. in dessen Kezirk der Antragsteller wohnt oder sieh nicht nur vorülHMgehcnd aufhält. Ans der Dcviseiihrwirtsrliaituiig Aus den in der letzten Zeil vrgaugeucn Anordnungen auf dem Gebiete drr Devi-rnbe>virU»chaflun« »ei v\n Uunderlaß" licrvor- ^ehnbeu. drr sich mit der wichtigen Frage der Sonderkonten be-rhäfligt. Darin heißt es. daß die Genehmigung zur Kiuzahhiug », on \'rrmÖgeuserlrägnissen und regelmäßigen Tilgungsl>elrägcn auf ein Sonderkonto slcts mit" der Auflage erteilt wird, einen nirht verbrauchten Hestl>elrag an die Konvcrsionskassc für deulsche Anslanil-srhiildeu zu filM'ruei.-rn. falls die Devisenstelle nicht die erteilte Genehmigung verlängert. Diese Bestimmung will die Knt- >tehuug neuer Sperrkonlen aus A'rrmögenscrträgnisseii verhindern. I!- -€*J| vermieden wer»Ien. daß sich auf Sonderkonten größere Iteträge sammeln, es sei denn, daß mit ihrem Verbrauch in alv-ehbarcr Zeit zu rechnen ist. Bei geringfügigen - Restbeträgen bis 200 HM soll nicht kleinlich verfahren werden. Hat jemand von »einem Sonderkonto innerhalb eines Jahres keinen oder nur «ehr geringen Gebrauch gemacht, so ist anzunehmen, daß dies aueh in Zukunft nielit geschehen wird, und ' die Verlängerung der Genehmigung abzulehnen. Hinsichtlich <Icr bereits eingerichteten Sonderkonten bleibt es. soVeit sie nicht verlängert werden, hei der bisherigen Hegehing. Die Devisenbank muß jedoch bei der Cberuei'ungder Knnversionskassc mitteilen, inwieweit sich der Ite-tbctra^ aus Zinsen und .Tilgungsbeträgen zusammensetzt und * von welchem Kapital und mit welchem Zinssatz die Zinsen berechnet sind. Bei Wertpapierzinsru. Dividenden. Miet- und Pachtzinsen .-md eutsprecliciidr Alitteihmgeu zu. machen. Bclriehssehlirßnngen Durch die Neuordnung im Kinzelhandci ist aueh die Frage der Schließungen von Bcrrie!>ei! und Geschärten des Ktnzclhaudcls neu geregelt worden. So ist eine polizeiliche Schließung des Geschäftes ' zu erwarten, wenn jemand ohne im Besitz der erforderlichen Genehmigung zu sein, ein l'jji/.elhundclsgeschäfl neu eröffne!. Anrh Im'i llaiidvvrrkabctrieben sind nach dein neuen Jhmdwerksrerhi derartige Schließungen möglich. Wenn auch zunächst eine Cb.'rgangszett festgesetzt ist. so muß doch jeder, der den selbständigen Betrieb eines 1 fnndwerks als stehendes Gewerbe anfängt, heute gleichzeitig mit der nach der Gewerbeordnung zu erstattenden Anzeige der zuständigen Behörde die Ilamlwcrkskartc vorlegen. Wird sie nicht vorgclfcgt. so wird der üctricbsiiihaher aufgefordert, den Betrieb einzustellen, bzw. kann eine Schließung des Geschäftes zwangsweise durchgeführt werden. Manche Handwerksbelrielx! bedürfen außer der lfandwerkskarte noch einer zweiten behördlichen Genehmigung. So dürfen z. B. Bäckereien nur mit Zustimmung des Gctrcidewirtsehaftsvcrbandcs. Fleischereien nur mit Kimvilligung des Schlachtviehverwertungsverbandes neu errichtet werden. Fehlt diese Genehmigung, kann der Betrieb von der Polizei geschlossen' werden. Außer bei Ncucröffmmgcn kann l>ei Iwsteheaiden Betrieben die Bctrichsuntcrsagung angeordnet werden. wTiin der Bctricbsinhabcr den Vorschriften oder Anordnungen der Preisüberwachungsbehörde zuwiderhandelt. Auch die Annahme mangelnder Zuverlässigkeit kann die Bctriclisuntcrsagung zur Folge haben. Gleichzeitig kann in solchen Fällen tlic Schließung »ler Betriebs- und Geschäftsräume solcher Unternehmungen angeordnet werden. Während früher diese "Befugnis auf lebenswichtige Betriebe., leheuswjehtige Gegenstände des täglichen Bedarfs beschränkt war, ist durch Krweiterung der Befugnisse .des Preisko'mmissars diese Beschränkung weggefallen und auf alle Güter und Leistungen ausgedehnt worden. Das Stillhaltc-Ahkoninu'ii. Für die Zeit vom , 1. -März 1936 Ins 2Ü. Februar 193?, ist wieder zwischen Deutschland und den ausländischen Gläubiger- Komitees ein Vertrag über die Auf rechte rlialtung ausländische r Bankkredite au die deutsche Wirtschaft abgeschlossen worden. Aus dem Inhalt des Abkommens, das in tlcr Tagcspresse ausführlich vvietlergegeheu wurden ist. sei besonders hervorgehoben, daß •gegenüber dem früheren Abkommen einige Verschärfungen vorgenommen sind, im wesentlichen solche, die Kiipitalriickzahhingcii alter Schulden in Devisen im Interesse der deutschen Deviscnlune verhindern sollen. Diese verschärften Beschränkungen beziehen, sieh nicht auf die Neuinauspruchnahiue der offenen Kreditlinie. Solche Kredite, tlie sich für die Finanzierung des Außenhandels als sehr nützlich erweisen, werden jeweils pünktlich liezahlt tmd können wieder neu iu Anspruch genommen werden. Die- Gesamtsumme dieser dureh den Stillhaltevcrtrag betroffenen Auslandsschulden der deutschen Wirtschaft beträgt Knde Februar 193G 1-35 .Milliarden ILM gegenüber 1,75 MHI. RM im Vorjahre. Zu Verminderung trugen hauptsächlich die Abrufe von Registermark bei. die bekanntlich vorwiegend für Reisezwecke Verwendung gcfutideu haben. Iu dem Abkämmen ist daher die Schaffung'einec besonderen Heiscmark beschlossen worden. Das neue Kredil- . abkommen unterscheidet nunmehr zwischen der Hcgistcrmark. die entsteht, wenn ein Gläubiger seine auf fremder Währung 1m-- rnheiule Forderung als Reichsmark abruft, und den Rcichsmarkkouteu. tlic aus den Hegistermarkkontcn gespeist werden und nur für Hcisezwerke im Rahmen der Bestimmungen der Reichsmark benutzt werden dürfen. Wichtig aus dem Inhalt des Abkommens ist ferner, daß die Direktkredite, die Handels- und Industriefirmen bei ausländischen Bankiers genommen haben, halbjährlich mit je einem Viertel, frühestens also über 2 Jahre verteilt, inil scchsuöchenth'rhcr Kündigung abgerufen werden können. Muß Slcorrprürung grthildct werden? Durch Verfügung des Finanzamtes war einem Steuerpflichtigen auferlegt worden, die Fortführung und Würdigung tlcr Steucrprnfimg durch einen I*estiminten Steuerinspektor zu dulden. Darüber hinaus sollte der Steuerpflichtige eine ausdrückliche schriftliche Krklürung des Inhalts abgeben, daß er mit der Vornaluiie, der Steuerprüfimg durch den betreffenden Beamten einverstanden sei. Der Steuerpflichtige lehnte, dies ah. reichte ein Ablehnungsjresueh gegen diesen Sleuerprüfer beim Finanzamt ein und untersagte dem Sleuerprüfer tlie bereits Iiegonnene Tätigkeit. Der Streitfall ging Iiis zum Ueichsfiiinuzhof, der iu dieser grundsatzlich für Steuerprüfungt-n wichtigen Kutseheidung folgendes festgestellt ' hat. Der Steuerpflichtige ist zwar mangels einer entsprechenden Gesetzesvorschrift zu einer formellen Krklärung, wie sie das Finanzamt verlangt hat. im allgemeinen nicht verpflichtet. Tm vorliegenden Falle sei jedoch das Finanzamt zu seinem Vorgehen berechtigt gewesen, da es ein sachlich berechtigtes Interesse daran hatte, zu wissen, wie sich der Steuerpflichtige der weiteren Tätigkeit des licslimmlcu Beamten gegenüber verhalten würde. Da also die Anordnung rechtlich gültig war. I>cständcn auch gegen die Androhung einer Geldstraf? für den Fall der Nichtahgabe der , Krklärung .keim* Bedenken. ..öffentlicher Vrrkanfsstand" Zum Begriff des öffentlichen Vcrk.mfsstandes. der besonders für die Bestimmungen tles Kinzclhandelsgesctzes maßgebend ist. liegt eine soeben veröffentlichte Kutseheidung tles Kammcrgerichies vor; Danach fallen auch Wagen, die regelmäßig iu bestimmte Straßen kommen und au I*cstimmten Stellen zum Verkauf längere Zeit hallen, unter den Begriff der Verkaufsstelle. Für das Vorliegen einer festen Stelle zum Zwecke des Handels ist erforderlich, daß der betreffende lläudler.nicht vorübergehend, sondern für eine gewisse Dauer anhält und seine Waren verkauft. Eine geringfügige Veränderung des Standortes ist I>cIanglos. Ein solcher Verkaufsstaud ist nicht anders als eine Hantlelssteile zu behandeln. i\. S. 570/35.) Die Zehn-Mark-Grenze hei Auslandszahlungen Bis zu 10 HM je Monat ist es bekanntlich gestattet, ohne Genehmigung Zahlungen an das .Ausland vorzunehmen. Diese Freigrenze ist streng au tlie Person gebunden; demnach darf z. B. niemand den tberwcisuugsspiclraum,,dcn eine andere Person nicht ausgenutzt hat. auf sieh übertragen lassen, um ihn selbst auszunutzen. Obwohl der Sinn der geltenden Bestimmungen keinen Zweifel zuläßt und obwohl wiederholt auf dessen Sachverhalt hingewiesen worden ist. kommen doch immer wieder Fälle der —. zum Teil irrtümlichen — rbertretung vor. Dies hat dem . Leiter der Devisenstelle Frankfurt ä. M. Veranlassung gegeben, erneut tlie Rechtslage darzulegen. Er betont also, daß die Freigrenze nur für Zahlungen aus eigenen Mitteln dessen, tlcr die Zahlung leistet, gilt. Die Verwendung fremder Pässe für. Zahlungen im Rahmen der Freigrenze ist diso unzulässig; ebensowenig „statthaft ist die Zahlung auf- Grund des eigenen Passes mit Mitteln einer dritten Person (z. B. eine Ehefrau zahlt an ihren Sohn im Ausland mit Mitteln ihres Mannes, der die ' Freigrenze Iwreits ausgenutzt hat). - Wer also unliebsame strafrechtliche Weiterungen vermeiden will, hüte sich auch,, aus Gefälligkeit derartige Zahlungen für andere, zu leisten. Hauptachfittleiter: Dr. Eugen Tannenbaum, Berlin - Wilmersdorf. Leiter der Anzeigen-Abteilune und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: ' Werner Heine,. Berlin N 24 - DA IV. Qu. 1935 2869. Preisliste Nr. 3 Verlag: Verlagsgenossenschaft in Deutschland ansässiger Juden zu Berlin eQmbH, Berlin - Charlottenbure 2, Blelbtreustrane 2. Druck: Sonnendruckerei OrnbH (Felix Wolft. Berlln-Charlottenburg 4.