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Jüdische allgemeine Zeitung · 1936-02-12 · 7 (12.2.1936) · page 4

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
16 (1936)
Issue
7 (12.2.1936)
Date
1936-02-12
Page
– (sequence 4)
Language
German
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SPORT ReuJismeißerfcIiaften des RjF im Boxern lirr S[M»rlliuinl des HjK brjn'liK* iiin 2. imtl '.l. Fclmimin * H i; r I i II -rill»: ilir.sjiilirijMUl Iii' i r il > in nslrr f i: 1» il f I i' Ii t im l!<ixi:n zum Alistni^. Die V i» r Vii m |i f i: . dir iH-rril.-. im ZclYIirn riTiillcrlrr (Irfri'IitjT sUmdi-n. Itr;i«:htrit - iu «Irr Ttiriili.'tllir •lfiar)iim>(li;ik'r Slrnßr Sir^iwm (• r fi n h <; r £ Köln, ^^^«'ii l'irk Jb-lllhrn; im l.i'irlll;:rwiclil iiiiiJ 11*11 \ a |i )l I;i ji i ('J ,'It.*i liii > »r»ru. \V.-ilflliiim Dortmund) sowie K i s r n In-r 'DarmsUdt, ^cprii StWn 'lJ:iiiu»vrr/ im Keilirr-icwielil. Im Lrirlil^ruiclil wl/lihirli Iah S« 1 »in «Ii {Berlin; ^c«rii Grünlirr» (llnmliiir^ imil im . Wt-lIrrgrAvidil K Ii Ii a u ji t 'Köllig gcficn Klinker (Diirlmiiiiily ilun-li. " Dil- M r i s l ir r s r Ii a f I s c ii 1 m-1i r i il u n » r n Lanu-ii dniüi am .M»ntii<: . im S |> i i:k t: r u r i il £ /.um Aiislrn;!. /iilllrr.iVlir Zusrliäurr liatlcii -»ii-li ciii^cfiiiiili-u und wurden von den" Treffen, die zum ^rütilen Teil srlmnrii und *|iaiuii'iul;-ii Sjmii - lirurlilcli, aielierlieli nielil riillüiisrhl. ^Vnrli einigen .luj'.riiilkiimjifcu. die ausgezeieliiiele Seliulllll^ des HjK-\'licllwiirllscs uarlidrüeklifh.it verrieten,-standen sich'ztmürlist im Flie»en»eu irht heeli/iner (Heuüienj und W* intens (Köln) jicj'enülier, Winnens war vnii Anfang au der Bessere und landete in der /.ueiten Bunde einen k.u.-üiu». Im Bantamgewicht halle der Berliner B. Saliiiiniii •ii-^eu den %arjrdiri»en BjF-Meister I, a u m a n fl (Frankfurt a. M.) keinen leiehten Standzeigte jedueh sein Bestes und 7.u':ui£ so seinen Gegner zur Hergäbe »eines ganzen Kümieus, wenn er aiteli nie den l'imktsieg Liingmanns gefährden kuiuite. Kisenlierg 'Diiruiatadti lind Na|ihtauiel (Berlin) im Federgewielit galien sieh nieht viel in ihrem Können naell. Die bessere zweite Bunde brachte dem Berliner den venlielilen Punktsieg und Meistertitel. Im Weltergcwirht . zeigte der Dortmunder Zell erneut seine großen Anlagen, indem er dem weit sehwereren (k-llerl fGleiwilz.) inen Kampf lieferte, der schöne Sehlagweihsel und ihm die Meisterschaft liruchle. Im Leichtgewicht gah <s einen zweiten Kölner Sieg. G r ü n h c r g boxte gegen I.. Saloinnu (Berlin) imil konnte naeh gleieltwcrtigem Ktimnf und härtester letzter Bunde einen kiia|i|>en Punktsieg verbuchen.- Der I lalhselrwergewiehts^amiif führte — »'Iran, am Sonntag — K a Ii n (Köln; und (.ewkowitz (Bit--s)uu) zusammen. Der Breslauer war ein unerwartet schwerer Cegner, der vor allem eine ungeheuer starke zweite Bunde hatte-, in der er aueh Kahn zumiiidesl gleiehwertig war. Er iimtite sieh jodorh zum Schluß der größeren Boutinc des Kölner Vorjahrsmeislcrs iicugeti. In einigen .Kinladungskämnfen siegten im Federgewielit Wald- Imrn (Dorlmiiud) über Hamlet (Berlin) und im Schwergewicht Sclllochnucr (Bcutlllll) üIht seinen Nameiisvetler aus Berlin naiii Punkten. - Im ganzen erhraehteu die .Meislersihaflskäui|ife dm He«ei\. tlnß der Sjiiirlhuilil filier einen lllisgezeiehueten Nachwuchs > erlügt. Miislcrricgrii-Vrlliiriirii <lcr BSG :t:> In der -Turnhalle Jouehimsllialer Straße fiihrte die. BSG XI am „Iclzlcn Sonntag ein Vi'ctlunieii ihrer Mustei rii gen durch. Den mihi S|Nirljiuiiil des Bj'F gcslifleleu \V'alliler|iieis für die heile Leistung der Veranstaltung gewann die S c i I |i f e r d r i e g <• der Allen Herren der A Ii t c i I u u g Westen vor der llingriege der Allen Herren der Ahleiluiig Mille. Bei den Frauen siealc die unter Ij'ilimg von Gusti WeiUhrod liirnende Barrenriege vor der S|iruugkaslenriegc, hei den Mädchen belegte die J. Barrenriege der .Iiigendiihteilung Mitte vor der 2. Barremiegiimil |„-i den Knaben die Bodeiltiimrirge vor der Slützreekriege die ersten Plätze. Den Glon des AIm-ikIs hildelen die Vurfüllrungeii <h-r Männer im Tis<ln|iringen und die gemischte llarieiiriege. <lie zum Sl']l!"l;\ *'r ^criiil'itallung mich einmal die hesteu Tiirnei der BSG 113 zusammenfaßte. Sportliclies Allerlei Nrur Turnhalle des Bar h'orhlia-Brrslau Naell \ieleii Bcmfiliungi-u ist es dem Bar Kiiehl.a-llrislau gelungen, sieh eine neue Turnhalle zu errichten. Nach modernsten und hygienischsten Grundsätzen ist. mit eigenen Kräften geliaut, die M a .\ - N ii rd a il - II a 11 c entstanden, die mit einer kleinen Bühne, alisehrauhharrii Geräten und einer KIa|i|ihestllhluug verscheu ist. und so auch zu anderen Zwecken zur Verfügung stehen wird. 'Erich Seclig in Europa Erich Seclig. der hekamite ehemalige deutsehe .Meister, der hl Amerika in hesler Form von Sieg zu Sieg geeilt ist. hat sieh nach Europa liegehcn, wo er versuchen will, gegen den Frimzoscji Mau el Tliil um die \V c 11 m c i s t e r s eli a f l im Mittelgewicht zu kämpfen. 30 Jahre BRC ..llclvrtia" Der Berliner Kudrr-Cliih ..II c I v c I i a" im Spurlhiind des Ilj'F heging sein .'lOjällriges Stiftuugsresl. Der Gltih. der auf zalilreielie' ^Erfolge auf rudersl«U'diehem Gehiel zurückliliek.n - kann, hat in diesem Jahre auch eine Haiidhallalilcihmg ins l.chen gerufen, die schon mit recht ansehnlicher Spielstarke .-in den Verhandsspicleu des Berliner Spirlausschusses tciluimml. Ifarrv Stein in BiiRlaud _ Harry Stein, der deutsche Exmeister im Fliegengewicht, hefindet sieh jetzt in Moskau, «-«.er im russischen Institut für Körperkultur als Lehrer wirkt. -\liiärrdem Irainicrt er noch uwUvvtv der dortige» gridsen Sporteluh-. Berliner Vorfchau BSG :i:t rinprängl <len Breslauer RjF-Verein Am kommenileii Sinntag wird die Berliner S|Mirt-Gcmcinseliaft l'.l3.'t am Sportplatz am S c h ä f c r s e. e gegen dir Mannschaften des HjF-llresluu einige interessante l'nUhall- und Haiidliallkämpre austragen. Die- Fußhiilljugcnd hcginni um 10.4.") Ulir. es folgen die zweiten Mannschaften." Uni 1345 Uhr Irclen sieh dimn die ersten I liuidliallmaimsehaftcu gegenüher und um 15 Wir dir ersten FiiChallmannschaftcll. Im llandliall: Bar Korliha gegen ISK Im Hahhien der I landliallvcrhaudsspiclc spielen um 14 Uhr auf dem G r ti n e w al d s p o r t p I a t z Bar Korhlia I und ISK \ gegeneinander. JPer Papicrfiirm nach müßten die Kur Koelihancr vor einem sicheren Siege stehen. Wir glnulien jedoch, daß der JSK einen recht schwer liezwingharen Gegner nhgclicn und sich nur dann gcsrhlagen gehen wird, wenn der Bar Korhha in hesler Besetzung eine erstklassige Leistung Millhringen kann. L'in 12.45 Uhr dürfte die erste Fraiienmannsrlioft der BSG 33 vor einem sicheren Siege gegen ISK T stehen. Im Fußball: Hag:lHir gegen ISK Auch -in dcji_Vcrbandsspiclcn des Fußhallspiclausschusscs hat der ISK ein schweres Spiel zu Iicstchcn. HagÜHir ist der Ge«ner. der vor kurzem erst die rjbcrraschung durch einen knappen, aber verdienten Sieg gegen llakoah ferliglirarhte. Wer sieh von den beiden gleichwertigen Gegnern als der bessere erweisen wird, ist völlig offen. Ausschloggcltcnd kann die bessere Form des Hagilior- Angriffs sein, der im Augenblick vielleicht die größere Durchschlagskraft besitzt. Vorher zweite Mannschaften. I^ttr-Spnrtplatz Niedersehünhnusen.' 14.30 Uhr. EÄCOKl IDDO V^ISSSGIiafiJPin. Kimlt-r im Ausland und Kink«ninicn>tciK'r Xurlj iIl'ii \ i r.iiilji^iin^rirlitliniLii zur Kiuk<>iiuiit*n>>lcuür für du* jrtzt ab^claiifciir Sli'unjulir VXi't »ih für (Iii: Kinde renn Üßijrutig ftil^ciwN'-i: Ki»rlrrrnnäßi»iuiji wird uiucni Sttucrpnkhlij;«!! nur für Kiudrr j:c«ülir(. dir tutlK'iaL-Jinlutct fitcticrpflichli" *\m\. Lnlirac-liränlvt t-ti u» rpflMiti-j >iml l'crMmL-it; diu im Aualunu ilimi W'olui-sitz <n\vr gcwüliiiliflii-n Aufi'iitlutlt liuhen. Oh ein iidäiidiächcr Wolitiailz <Mler Aufeiitliall xurlicgt, darüber winl naeh den \'orhrlirifteii des. ätenerainta-wiiii»sgcset7X's cntsclucdcii- . Für minderjährige Kimler jät die OuTihrung der Kinderermäßigung außerdem an die Voraussetzung geknüpft, «laß sie zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehören. Hin Kind, das wegen seiner Gesundheit oder /.um Zwecke, der Kmelum« (Stutlium. Lehre) oder aus ähnlichen Gründen vorübergehend außerhalb des Haushalts im Inland oder Ausland .sidi aufltült. gehört in der Kegel ao Jangc noch zum Haushalt, als es die I^heiis^emcinsehafl mit dem Huushaltuiigs- \or»tajid teilt. Solange das Kind hiernach zum Haushalt des im Inland unhescltränkt Steuerpflichtigen gehört, ist aucli für das Kind die unbeschrankte Steuerpflieht und für den Haushaltnngsvorctand die \'ornusset/iing für die Gewährung der Kindercrmäßigutn; gegeben. Hand«erkliclie Ncbwibetrieur Durcii eine im ,.ltcichsgeüctzblatt" veröffentlichte Verordnung >intl einige Itcstinimungcn der Huudwcrksorduung abgeändert worden. Uic .Juderun» l*etrifft insbesondere die Anordnung, wonach bisher liandwcrklirhe Nebenbeiriebe im Ilahmen eines Industrie- oder HaudcIälKMricbcs dann in die Ilandwcrksrollc eingetragen werden mußten, wenn sie in. der Kegel aueh handwerkliche Arbeiten, also etwa licporalurnrbcitcii erledigten. Von jetzt ab wird es in du» Ermessen des Rcichswirtäcliaftsniinisteriuniä gestellt, Richtlinien zu erlassen, nach denen brunchcnwchjc die Vorausüetzuugen für den Eüitragungszwang der Nebenbetriebe festgelegt werden. .Mau hat sieh zu dieser Neuregelung entschlossen, weil ül>er die Auslegung der AVortc „in der Kegel" Meinungsverschiedenheiten entstanden waren.. Die zweite Änderung bezieht sich auf die Meistercigensehufl solcher handwerklicher Nelwnbelriel«. Hisher bestand nur für juristische Personen, also G.m.b.H., Aktiengesellschaften usw. die.Möglichkeit, daß lediglich »1er Leiter des Nebenbetriebes Meister war, der Leiter des Gesuiuthetricl>cs dagegen nicht. Nunmehr ist diese Mügliclikcit auch auf Kinzelkauflcutc ausgedehnt worden. Der Inhaber eines Handelsgeschäftes, das nel>enbci eine Reparaturwerkstatt betreibt, braiirht also nicht selbst Handwerksmeister zu sein, sondern muß nur ehu-ti Meister als IamIct der Reparaturwerkstatt l>csehüftigen." Anordnungen für Apotheken Zwei ICrlusse des Ueieliswirtseliaftsministcrs 1«:fassen sich mit den A[Kithekcn. Der erste, für jüdische Apotheker wichtige, beschäftigt sich mit der Zulassung von Waren zum Verkauf iu den A|Nilln*ken, der üblicher Weise nieht iu den Kreis der in der Apotheke verkauften Waren gehören. Anträge auf Zulassimg zum Verkauf solcher Waren «dien künftig dahin geprüft wicrdcn, ob und in welchem Umfang dir 1 linzuunhme solcher ' Waren inj Interesse der Krhallung der Apotheke und der Versorgung der Itcvölkcniiig i-rforderlieh ist. Die zweite Anordnung befaßt sich mit der Neuerriehtung von Apotheken. Danach soll eine Ncuerrichlung nur dort erfolgen, wo die Lebensfähigkeit durch den lrmsalz in Arzneimitteln. Drogen, Chemikalien usw. gewährleistet ist. Wann darf Untermiete geplündert werden? I"jn 1 luuscigentfinier pfändete wegen rückständiger Miele die Ansprüche, .«einer Miete/in gegen ihren Untermieter. Das Landgericht Frankfurt a. M. hat zu Gunsten des Hauswirtes in einem solchen Falle auf die Beschwerde der Mieterin entschieden. Selbst wenn die Mieterin sich in. einer Notlage befindet, widerspreche die 1'fäiuhiug der Untermiete keineswegs dem gesunden Volkscmpfindcn. Der Hauswirt stellt der Mieterin Räume und Nebenleistungen zur Verfügung, gibt ihr also erst dadurch die Möglichkeit, durch Weitergabe dieser Leistungen an den Untermieter sich einen Verdienst zu schaffen. Dem.Hauswirt müsse duhcr die Möglichkeit gelassen werden, sieh seinen Mielsanspruch, notfalls auch durch Pfändung zu 'verschaffen. Der Hauswirt sei auf den pünktlichen Kiugang der .Mieten angewiesen, weil er daraus die Verpflichtungen auf Steuerzahlung usw. -erfüllen ""muß. (2/3 T 839/35.) Zur Gewerbesteuer-Erklärung In der Zeit vom 1H. bis zum 2D. Februar sind in Preußen die" G e u c r b e s t e u e r - IC r k 1 ü r u n g e n abzugeben. Verpflichtet zur Abgabe der Gewerbesteuer-Erklärung fiind alle UntcrnchmuIlgen, deren Gewcrhcertrag im Kalenderjahr 1935 den Retrag von (i(K)O RM überstiegen hat. Ohne Rücksicht auf die Höhe des (n'.weiheertragcs müssen alle diejenigen Betriebe eine Steuererklärung abgehen, hei den?n der Gewinn auf Grund des Abschlusses der Bücher zu ermitteln ist. Darüber hinaus sind zur Abgabe die Unternehmungen verpflichtet, von denen eine Steuererklärung verlangt wird. Außerdem muß eine G c w c r bc k ap i t u 1 - s t e u e r - K r k 1 ä r u u g ab»cgel>en werden von den lSctricbcn. "die in Genirinden, die .nicht die Gewerbesteuer iiaclider Lohnsutume erheben, Betriebsstätten unterhalten, falls ihr Gewerbekapital ~am 1. .lanuar 1935 mehr als 3000 RM betrug, darüber hinanaueh wieder die Betriebe, von denen eine solche Krklärung \erUulgt -wird. Absiaiid-sinuine Tür ilrn Vermieter beim Geschäfts verkauf Während kürzlich von amtlicher Seite das Verlangen von Vbw(anils.-uumicu im Mietswesen für unzulässig erklärt worden ist. liegen jetzt (icrichlsentscheidungen vor. die einen anderen Standpunkt einnehmen. Bedeutsam für die Praxis ist besonders eine (Inzell cid ung des Landgerichts-Hamburg, das in einem besonders liegenden VaRe die Forderung einer Abstandssumme für die Genehmigung der Übertragung des Mietvertrages durch den Mieter aul den Frwerlwr des Geschäftes für zulässig erklärt hat. Ks treffe nieht zu, so heißt es in dem Urteil, daß der Hausbesitzer in der Regel der wirtschaftlich Stärkere gegcnül>er dem Mieter sei. Dadurch, daß der Vermieter einen langjährigen sicheren Mieter aus der Vcrtragshaftungentlasse, übernehme er auch ein Risiko, für das eine Vergütung mit Recht von ihm verlangt Verden könnte. F.s entspreche der Billigkeit, wenn »lern Vermieter, der einem der preiduldenden Faktoren l>ci einem Gcscliäftsverknuf zuzurechnen sei. rinc angemessene Beteiligung am Erlöse des Verkaufs des Geschäftes mit Mietvertrag gewährt wird. «Erfrischungsräume und jüdische Geschäfte Soweit Erfrischungsräume in Warenhäusern der Auflösung verfallen sind, ist dos dort l>cschäfügte Personal in (iefohr gekommen, beschäftigungslos zu werden. Die zuständige /~*i* .i_______i___ —i___. a Hi.n*..__» f.\*n c*M_i«~_.~.n~ Eintel— Ersatzt riebe uiiteruommeu worden sind. Hierüber heißt es, es habe lausenden im Einzelhandel täligen Männer und Frauen der Arbeitsplatz dadurch erhalten wurden können, daß die Betriebe in den (tcsilz von Ariern übergeführt worden seien. Aus einer Reihe voii Iüuzelbeispieleu, die angeführt werden, sei erwähnt, daß von einer jüdischen Firma in Hannover berichtet wird, sie habe beabsichtigt, im August nach und nach dem Personal zu fündigen und dafür jüdische Gefolgschaftsangehörige einzustellen. Auf die Einwände der Reiclisbctriebsgcmciusehaft „Handel" der Deutschen Ar]M>ilsfrojit hin habe sie sich zunächst nicht bewegen lassen, von einer Kündigung abzuseilen und sei sogar zur Entlassung eines Schwerkriegsbeschädigten, geschritten. Nachdem wegen der Erregung der Bevölkerung der stellvertretende Betriebsführer hohe in Schutzhaft genommen werden müssen, sei erreicht worden, daß später die Firma in arische Hunde übergeführt worden sei. Heute würden von dieser Firma 20 Gcfolgschaftsangehörigc mehr beschäftigt. Palästinensisches Bankwesen unter Regicrungsaufstchl Durch eine Verordnung (Ranking Ordinanec) hat, wie aus Jerusalem gemeldet wird, der High Gonmussioncr die Ermächtigung erhalten, einen' Kontrolleur zur Beaufsichtigung des palästinensischen Bankwesens einzusetzen. Das Golonial Office hat bereits F. G. Horwill von der Wcstminster Bank vorläufig mit. den Funktionen des Aufsichtskommissars betraut. Horwill ist schon in Palästina angekommen. . Reichskonferenz der polnifchen Juden in Deutfchland In Berlin wurde am 9. Februar die für drei Tage, ünbcruumtu erste Reichskonferenz der Vereinigungen polnischer Juden in Deutschland eröffnet. Der Vorsitzende des Berliner Verbandes konnte in seiner Ansprache die Vertreter der Berliner, polnischen Botschaft und des Generalkonsulats sowie der jüdischen Spitzenverbändc begrüßen. Es wurde sodann die Abscndung eines Telegramms an den Präsidenten der Republik Polen. Professor Moseicki, l>eschlnsscn. Der Vertreter des polnischen Generalkonsulats in Berlin, Konsul Dr. K r u c zk i t w i t z betonte, mit welchem Interesse die Behörden der Republik Polen die Bemühungen der Organisationen der polnischen Staatsbürger außerhalb der Landes-, grenzen;verfolgc.' Der Präsident der Rcichsvertretungj Rabbiner Dr. Leo Bacek.> hielt eine Ansprache, in der er u. a. ausführte: Uns alle eint jüdisches Leben und jüdisches Bewußtsein. Vom Juden wird mehr als das Gewöhnliche gefordert, das gilt insbesondere von dem, der iu .anderem oder fremdem Lande lebt. Jude sein, heißt darum, eines Maximums an GelMiten und Opfern fähig sein.. Unser Heroismus ist nicht der, welcher, ob erregt oder ruhig, nueh der W affe greift- Es ist vielmehr der. welcher, seiner selbst gewiß, darum auch seiner selbst Herr bleibt, welcher, auch in schwersten Tagen, dem Höchsten und Größten, der wahren Frömmigkeit und Sittlichkeit zugewandt bleibt. Das ist die heidenmäßige Form imseres Daseins. In ihr. beweist sich jüdisches Bewußtsein, jüdisches LcIhüi. Von diesem Heroismus erzählt auch die Geschichte unserer Brüder im Osten, in ihm" wollen Ost und West sich treffen. Weitere Begrüßungsansprachen hielten Kammergcriehtsrat a. D. Leo W.o 1 f f im Namen des- Preußischen Landesverbundes jüdischer Gemeinden. Dr. Michael Traub für" die Z. V. f. D., Dr. Braun im Namen des Gentral-Vercins und Dr. Kozowcr für den Jüdischen Volksbund. Der Rest der Eröffnungssitzung war von Vorträgen über die polnisch-jüdische Einwanderung nach Deutschland und über die Wirtschaftslage der Judenin Polen ausgefüllt. Dr. Meitlis hob hervor, daß während neue Zuwanderung völlig aufgehört habe, "sich in der letzten Zeit eine starke Abwanderung polnischer Juden aus Deutschland vollziehe. Dr. Michael T r a n b. zeigte in seinem Referat die wirtschaftlichen Verhältnisse und Entwicklungen auf, die jenseits antisemitischer Tendenzen und ihrer Auswirkung allein schon den ersehreckenden Pauperisiefungsprozeß der. [Klinischen Judcnhcit bcilingcn. ' Ein Ausweg ausdieser unerträglichen Situation könne nur durch eine großzügige Produktiviening der Massen, ihre Umschichtung zu Fabrikarbeitern und Bauern gefunden werden. Palästina könne auf die Masscuiiot der dreieinhalb Millionen Juden iu Polen nicht oder noch nicht eine Antwort .geben. Au die polnische Regierung richtete der Redner den- Appell, die Zuführung der Juden zu produktiven Berufen zu ermöglichen. s In'der Montagssitzung gnb Dr. Meitlis einen Bericht über die Tätigkeit der Verbände" polnischer Juden in Deutschland in Bezug auf Rechtsschutz, Fürsorge und Vertretung. Rosenwasscr-Frankfürt behandelte die kulturellen Belange der {Klinischen Juden, während " Isaak Kornfeld in seinem Referat über Ziel und Aufgaben des Heirhsvcrbandcs betonte, der Verband müsse unparteiisch sein und dürfe keinen politischen Charakter haben. Als Ziele des Verbandes bezeichnete er die Wahrnehmung ihrer Interessen auf dem Gebiete der Sozialfürsorge, den Ausbau jüdischer und polnischer Kulturarbeit und die Vertretung der Belange der polnischen Judenin jeglicher Hinsieht. Zum Schluß befaßte sieh Kornfeld noch mit dem Problem der staatenlos. gewordenen polnischen Juden. Der Montag-Nachmittag brachte die Generaldebatte und Kommissionssitzmvzcn. i*cianr gekommen, ncscuuiugungsios zu werueu. l»ic zusiu Glicderimg der Deutschen Arl>citsfront (die Fachgruppe „E handel") hat sieh der Aufgabe unterzogen, für diese Kräfte Ersui.*- stellcu zu beschaffen. Im Informationsdienst der Deutschen Arbeitsfront wird nunmehr festgestellt, daß diese Tätigkeit sehr erfolgreich gewesen sei. Aus einzelnen Gauen werde gemeldet, daß Nach qualvollem, heldenhaft ertragenen Leiden verschied heute mein innigst geliebter Mann, mein treuer Kamerad, Redbisanwalt Dr. Ludwig Holländer 58 Jahre nlt. Berlin-Wilmersdorf, den 9. Februar 1936. I lohcnzollerndamm 19ff. in tiefstem Schmerz Hannah Holländer geb. Holz Kranzspenden und Beileidsbesuche dankend verbeten. Die Beisetzung findet am Mittwoch, den 12.Febrnar, 11 Uhr, von der Alten Halle in Weißensee aus statt. Hauptschrlltlelter: Dr. Eugen Tannenbaum, Berlin - Wilmersdorf. Leiter der Anzeigen-Abteilung und verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Werner Heine. Berlin N 24 — DA IV. Qu. 193S 2869. Preisliste Nr. 3 Verlag: Verlagigenossenicbaf t in Deutschland ansässiger Juden zu Berlin eOmbrU Berlin . Cbarlottenburg 2.. BletbtreustrsSe 2. Druck: Sonnendmckerel Ombrl (Fellz Wolt). BerUn-Charlottenburg 4.

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