Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 16 (1936)
- Issue
- 7 (12.2.1936)
- Date
- 1936-02-12
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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/ Es wird gemeldet: ■ Im englischen Oberhaus fand eine Gedenkfeier für Lord Rcading statt, bei der Vertreter aller drei Parteien dem Andenken des großen Staatsmannes huldigten. Der Ix>rd Geheim-Siegelbewahrer und frühere Vizckünig von Indien. ' Viseount Halifax, erklärte u. a.v der Tod Lord hVadingd werde empfunden werden als der Verlust eines großen Vertreters der Judcnhcit und der jüdischen Sache. Sein Tod bedeute für das llouse uf I^ords und den ganzen Staat den Verlust eines ergeln-nen und besonders henorragenden Dieners am Gemeinwesen. * ■ ■ In Berlin fand die Eröffnung eines von der Reichsvertretung der Juden in Deutsehland eingerichteten Ixrhrgangs zur Aus- . bildung von Lehrkräften für den hebräischen Erwachseu e 11 -Unterricht statt. In den Lehrgang wurden etwa 25 Teilnehmer' aus Berlin und dem Boich eingereiht. * H Wie die -Rheinische Landeszcituug" meldet, sind dieser Tage in den städtischen Seh w i m in - und Badeanstalt e u Düsseldorfs' folgende Schilder zum Aushang gekommen: .,Um Schwierigkeiten vorzubeugen, wird den Juden der Zutritt zu den städtischen Schwimmuiid Badeanstalten mit sofortiger Wirkung vertaten. Der Oberbürgermeister." * ■ Nach einer Mitteilung des Berliner Polizeipräsidenten wurde ein jüdischer Eierhändler in Schutzhaft genunimen und ihm die Fortführung seines Betriebes unterlagt, da er trotz Anlieferung größerer Mengen Inländischer Frischeier sein• Geschäft geschlossen gehalten, mit den Eiern fast nur -.eine jüdischen Hassegenossen beliefert und die Knappheit auf .dem Kirrmarkt zu ■ erheblichen Preiserhöhungen ausgenutzt habe. ■ Nach Ungarn bat nunmehr auch Österreich die Gelutng der Nürnberger drsi-lzc f ü r d i e E h e ,s c h I i e - ß u n g\Reichsdeutscher in österrrieh anerkannt. Einem Erlaß des Bundeskanzlers zufolge müssen Reichsdeutsche bei einer Eheschließung ein deutsches Ehcffthigkcitazcugnis beibringen. ■! Die Iii. Große Strafkammer des Berliner. Landgerichts verurteilte einen 27jährigen Juden aus Spandau wegen V e v g i'liriis gegen tl ä s Nürnbcr g e. r It a ss r s c h u l 7. - g e s-e t z zu einem Jahr Gefängnis. Der Angeklagte bat noch nach dem Inkrafttreten diese;. Gesetzes rassesrh ander ischc Beziehungen zu. einem arischen Mädchen unterhalten. » ■ Offiziell wird1 bekannt gegeben, daß im Verlaufe des Monats Dezember 1035 insgesamt 4 3 12 Personen nach Paläst i u a e i u g e.w ändert sind. Davon gehörten 286 zur Kapitalistenkategorie. In der ..Palcslinu Gazette" wird mitgeteilt, daß im VerlauTe des Monat» Dezemlwr 1935 293 fJzru/.ru ah j üd i s c h e X r z t e erteilt worden sind. ■ Aua Jcruialc m wird . gemeldet: Eine Regierungs- \ erordnung bat die S e h w e r a r b e i t für K r a u e n u n d Kinder unter IG Jahren verbot e n. * ■Von gut unterrichteter Seite wird aus Jerusalem mitgeteilt, daß die Palästina-Regierung plane, Haifa ausschließlich zu einem K r i e g > h a f c n auszugestalten, während der Hafen von Jaffa1 tür den Hautlelsver kehr;ut-»vlnmt werden >oll. * ■ Der Senat der Freien Siaill Danzig.hat l>esrhlusseii, die ...I u d e u g a s > t:*" in Dauzig 'in ..S|K*iehcrgas>c" u m z u b e - u e u u e n. * ■I Auf dem Parteitag der tschechoslowakische» Agrarpartei erklärte luueiiuiiiu^ter Cerny, daß die Xahl der Emigranten iu der T s e h e cli oslo w a k e i ühertriel>eii hoch geschätzt werde. Die Gesamtzahl der Kniigrauteu ans Deutschland mid Österreich betrage nicht einmal 2000. Eine Einmischung iu die inneren VerhültuisM' der Republik sei itmeii selbstverständlich unterlagt, doch werde das Asylrecbl geaelitct werden. ■ Wie aus Warschau gemeldet wird, hat dir Scjm-Abgrordnete Jaiiiua l'ryslor die Einbringung eine« Antrags augekündigl, iu dem ein gesetzliches Vcibol des rituell e n S e b ä e ht e tl s lür ganz Polen gefordert wird. ■ Im Alter \on 73 Jahren starb tu Budapest der Bciehstagsabgeordnete I'aul Sandor. der im ungarischen p<iliii>enrn J,cbr:i eine hervorragende Rolle gespielt hat. Für die Gleichberechtigung des ungarischen Judentums und für die Vertretung der jüdischen Interessen hat er -ich stets, wie die ungarische Presse iu Nachrufen auf den Verstorl»encn hervorhebt, mit Im-mihderer Energie eingesetzt. Paul Sandor war im vergangenen Frühjahr Alters[iräsidenl des ungarischen Abgeordnetenhauses. 1, Am letzlcu Marktlag \>l es in dem Städlehen Gns.lyn im Krei>e Posen zu ernsten ' j u den f e i u d 11 e h e u A u s - > ch r e I t u u g e u gekommen. Als die jüdischen Markt fahrer ihre W aren auslegten, wurden sie von einer Rande Exzedcuicit überfallen, die die, Stände zu plündern begannen. Der eingreifenden Polizei setzten die Aufrührcr Widerstand entgegen. In dein .Kampf sind z w ei Po I i z i s t c n u u d c i n G e u d n r in getötet worden. Auch iu anderen Ortschaften. hislM-snndrrr iu der Gegend von ('zciLstoehau. fanden juileiifcindliehr Au>sebreUinigeü statt, /abireiche Rädelsführer wurden verhaftet. * ■ Kurz vor Vollendung seines KM). I^eliensjaliro i-t iu Paris der Rabbiner der dortigen orthodoxen jüdischen Gemeinde, \loritz W e i s ko p f. gestorben. Am 19- Februar lttffi in Aub IBayeru) geboren, bekleidete Weiskopf seit fünfuntKiehzig Jahren das Rabbineramt. Der grfißtr jüdische Woblfahrtsbr/irk Hrrlins ' liegt im Norden. Von den Au*gal>c>ic)lcii in der Allcustciuer mal tluiriuei' Straße'werden nicht weniger als 7000 Permneu bcdaelitj. Ks i-t ein Zeugnis für große Orgauisalinusgal>c, daß die Leiterin der Ausgabestelle in der Glmruirr Straße imstande ist, au einem . einzigen Tage in einem wiu/i^cu ltautu den Hilfsbedürftigen 1000 Pakete auszuhändigen. Im gleichen Mause Im* findet sieh ilie Klei d r~rk a in in e r der jüdi-chen Gemeinde, die gleichfalls eine iH'denl-aiue \htcilmig tU-r Jüdischen -Winterhilfe darstellt. Bis Ende Februar sind an» Wohlfahrtsamt und .lüdi-ehe Winterhilfe füVr H000 Annähe auf Belieferung mit Kleidung gr-tcllt worden. Das bedeuiet eints^ Vertrihuig \nn 2." I'OH großen und kleineren Kleidungsstücken. Da am Tai: etwa J00 Meiisehen in der (linriuer Straße mit Vuzügcn. Mänteln. Schuhen. Wäsehe \ersehen werde», wird in diesem W arenliaus mil größtem—I htchdrurk gcarlwiiri. Die ein zig'r. allerdings -e|b-l vei-inndlithr Kiiwhräukung in *U-r kiilaiil.it B«-dieuung tu den >cr>i'hii dciicir Ableilnugeii. die \on l'ai hleuten geleitel werden, ist, wir ein Wrltlag im Sclmhhiger M-riät. die: ..l'mtaiiseli findet nielit statt"*. ()ie Auswatil an iieniu Sebuheii und friseh IH-Mihtlen und »estepplen alten isl aber -» groß, ilaß für jeileil Fuß das Passende gefunilen werden kann. \u) der Theke vor de» rrii'hgefüllten Sihnhregaleil is| rin aus einer gerade eingetroffenen Sammlung stammendes Soi-|iuirnt \on I leeren-. Dameii' und Kindi r-iltiilnn, \ou Pantoffeln im.! Spoit^tiefelu aus^-lneiiei, ans dem ibls Rniuehbaiv Michversliintliaus^einnstrri wird, um nach der lleparalur 23 Schutimaeher arbeiten für dir .Indische Kleiderkauuner - »lein Magazin eingereiht zu weiden. Vhteiluugcn für Daiiienkiuifeklion. für Wfisflir um] Kiiideraus.talluug sehließen sieh im. Die llerrenkoufeklious-Xbleilnn^. in der \<ir großen Spiegeln aueb anprobiert wird, gleicht hl Kiiiriehluug und Cinfang einem au-iluilieben Spe/iatgesehäft. und sie hat auch einen brtrarhllirlir» ,.1'msatz" t\\ \evzeivhneii. 1% wurden it. a. tu «leit letzten Monaten au- ^•fordert und grüßteulcil» selmii au-^lieferl; 3IMMI I lei renan/ii»e, 1H73 llerreiimriutel. 301) .laekelL-i. ^00 Hosen, 3200 llrmdn. Dir» nur ein paar Zahlen, die das Ausmaß der \ol iiml den I in^ing der MilNher.il-rliafl ehäiaklerisieteii. ^4pc|i stehen .-ehwere W iiilermotiate Im'\oc. Noch ist das uroße Geineiiischaflswerk jüdi-clicr W iuterliilfe nicht abgcsehbiHsen. Aber da-, kann gesagt wenlen. daß der zu Beginn de«. W inters mit sellener l'Jiiuuiligkeil bekuuilele l'in-at/. jüdi-eher Nä< IlsleiilielH! nicht nachgehissen hat. F.r darf snwh in den kommenden sehweten Wochen nicht uaehhe-seu, wenn um den um ihre KxiHlenz^riiigeii- _ den Menseben der jüdischen Gemeii^ebaft die allergrößti- Not abge.weudel wenleti s«ill. Die* jüdiselic t)f feulliehkeit dm f dabei filtcr/engi sein, «biß jeder Gm«rhcit dem /werk, für den er heslimuil isl. zugeführt wink Da der umfangreiche VcrwaJlilngsapparat der .li'nli-ciirn W iuterliilfe zum allergrößten Teil \on ehrenaiutliehen" Krähen in BelrnJ» gehalten wird und nur seeh^ Prozent der Kiiigi'mge ans I laiissaiumhuigeii. Fiiilojifspeiideii und Veranstaltungen für I nktisim aufgewendet werden, i*l eine (Jarantir geschaffen, ibiß dtieiligt'lieiitleti Iteträge uiiklieb uuM'ieii 1 liir^U'dürftigt tt zugute kommen. a*^_ JiidilVIic Winterhilfe in Zahlen Jeder fechAe Jude in Berlin hilfsbedürftig' — Wie Haüsfammlungen und Einiopffpenden verwendet werden y Ks gibt Zahleii. «lie in ihrer statistischen Nüchternheit eine deutlichere, eindrucksvollere Sprache führen als manchur ersehü^ternile Wortbericht. In Berlin leben gegenwärtig etwa 160 000 jüdische Menschen. Ilm- Zahl ist in ständiger Abnahme begriffen. Was zunimmt, ist: ihre Not. Jeder sechste Berliner Jude; ist hilfsbedürftig. Während Knde vergangen;«!! .lahrcs in Groß-Berlin noch 23 000 Personen \nn*dcr .lüdischen Winterhilfe nnlerstülzt wnnlen. ist die Zahl der Bedürftigen seit Januar auf 2 7 000 «est iegen.- Aueb andere Zahlen, die <Xvx Leiter der Berliner Jüdischen Winterhilfe. Max G n n i) e r-sh e i m . bekannt gibt, .-nid Wenn man hört, daß von den 14 000 Unterst fitzten Parteien auf jede ni^r -1.9 Personen kommen, während im vergangenen Jahr noch 2.3 Familienmitglieder auf die von der Jüdischen AVhilcrlulfc. Max G li n d e rshrim. bekannt gibt. >ind Not-Zeichen, auf AWrt^anibau und Rückgang der jüdischen Kindcr/ahl zu. Insgesamt werden von der vielverzweigten Organisation, m der 5000 Mensrhen ehrenamtlich tätig sind, wfihrcnd etwa 80-. besoldet werden. 7000 Kinzelpersonen erfaßt. 3700 Ehepaare, 2000 Familien mit einem Kind. 1000 mit zwei Kindern. '100 mit drei Kindern. Tu hundert Fällen werden **eehs Pcrsöueu.- d. h. F-hepaare mit vier Kuideni. in. ü0 Källen Ehepaare mit fünf Kindern, zehn mit sechs Kindern betreut. Eine Familie mit sieben Kindern befindet sieh nicht unter-den Kmpfängern der Spenden. Dagegen gibt es vier Familien mit ach; Kindern, die seltsamerweise alle in der gleichen Str.nße de> Berliner Nordens wohnen, eine mil neun und zwei Familien mit zehn Kindern. Es i-t 'Beruhigung und Trost, daß jüdische Nächstenliebe nicht nur die seelischen, sondern auch die materieUeü Kräfte iu ununterbrochene Bewegung setzt, um all <Üesc Menschen während der Wiutermonate über die dringendste Not des Hungers und der .Kälte hinweüzuhriiiüen. Die ii; dioen Monaten zur Verteilung gelangende Menge von 20 000 Xeuttiern Kartoffeln wurde 70 Güterwaiieu 'füllen. Die P f u n d s p e u d <-. die'von den Frauenorgani-alioiK-n durchgeführt wird, hat bisher eine halbe Million Pfund Lebensmittel verteilt. Außer :i00 000 Broten, die verbilligt abgegeben wurden, kamen 100 000 Zentner Kohlen zur Verteilung, und a'nnäliernd 150 000 i.ebensmittrlpcheinc wurden den Bedürftigen ausgehändigt. Mit großer f.irbc bat mau sich auch der Migenannlen verschämten Armen angenommen, derjenigen Menseben, die Scheu und Scham verhindern, sieh an die W'ohlfahrL^organi-alionen zu wenden. Etwa 700 solcher zum Teil erschütternder Fälle wurden vorn Frauenbund, von jüdischen Organisationen 'und Einzelpersonen der Zentralu in der Bosenstraße gemeldet, die für eine individuelle Betreuung dh>*:«r Menschen Sorge trägt und narhfnlft. wo immer eine Möglichkeit dazu besteht. Auch zwanzig von den in Berlin bestehenden dreißig] bis füufunddrrißig jüdischen M i 11 e I s t a n d k ü c h e n «chfli ett zum Bereirh der Jüdischen Winterhilfe. Einige, wie z. B. die Küche in der I lolslciuisrhrn Straße, werden von ihr subventioniert, da es s,insl unmöglich wäre, den 200—250 Personen, die diese der Km sorge von Frau Dr. -Loch unterstehenden gastlichen Bäume täglich aufsuchen, ein nicht nur nahrhaftes sondern auch schmackhaftes und reichhaltiges Esseu zürn Preise von 10. 15 und. 211 Pfennigen abzugehen. Es sind meisten» alleinstehende McuM-hcu jeden Alters, au« Kreisen des ehemaligen Mittelstandes, die sieh iu den Stunden zwischen 12 und 2 Uhr hier einfinden und die •.ich vielfach über die Eßgemeinscbaft hinaus zu einer Gchunun^sgrmeinsehafl zusammengefunden ha\>en. Wenn man auf ein»-:' He sieht igimgsfahrt zu einzelnen Stationen der Jüdischen Winterhilfe einen Blick, tut iu den Vorratsraum oder in.die Küche, iu der fleißige Hände bemüht sind, 1H0 Pfund Gemüse für den Millagstiscb zuzubereiten, wenn man dann die gefüllten Schüsvclu sieht, die von ehrenamtlich täligen Damen au den runden und länglichen Tischen der Inridcn Käumfirhkeilcn gereicht werden, dann weiß man. daß hier dos Wort aus der Pcv-ach-llagada' vi rwirkbellt wird; ..W er hungrig isl, komme und r*-c mit un-, wer bedürftig ist, komme ..." Heger Betrieb herrscht iu der Au-galtcsteile für Schönelierg und Wilmersdorf, ilie sich iu einem geräumigen Keller der Babclsi»rrgcr Straße heimisch gemacht - hat. Nununcriilislen au den weißge[»alMcu Wänden verraten den Hilfebedürftigen, die in den westlieheu Bezirken ihre \ol. noch mit einer Hülle aus besseren Zeiten zu kaschieren iu der Lage sind, zu welchen Tagen und Stunden .-je die Pfuudspeudr und die fjclH-ustniUelauvtcLsiiüg für die euthehrungsreichr Zeil eines Monats erhalten. ..Veräußerungen und Weitergabe der Wiiilrrhilfs*-peudeu sind strafbar*4 warnt ein Plakat.- Aber diese Warnung erscheint ülM;rflü«vsig. denn niemand von diesen alten Mütterchen, dir mit zittriger Hand ihre Unterschrift unter die Empfaug.s!*cscheinigung setzen, von diesen Männern, dir, aus dem Beruf geschleudert; um die Stunden ehemaliger ' Berufstätigkeit .«ich der Kette der W'artniden anreihen, \ou den Gebrechlichen, die am Stock sich mühsam die Kellertreppe hrrr.ntcrtasten, erweckt den Eindruck, als ob er auf" die. Gaben der Winterhilfe verzichten könnte. Da«- Personal, das diese ..Kunden" Itedient, ist von einer B*Teitscbaft. fJi-lanswürdigkeit und Freundlichkeit, als ob es. iu einer Verkäufeiiuiieu-elmle erzogen worden-sei. ..Bitte, haben Sic Gelegenheit zum Kochen?" ..Wünschen Sic ein Juiiggrsrllcnpakrt V;< Es hat sieh der -Brauch herausgebildet, dies«; Unterschiede zumachen, um nach Möglichkeit den einzelnen Per^inen an I.cIm-ilsuutielu da* zukommen zu lassen, was sie am -birsten verwerten können. Während kochstcllenlo.se Einzelgänger l>eispieli»wci.-c mit Marmelr.dc Käse. Tee, kondensierter Milch, Sardinen. Zwieback und Zucker versorgt werdenenthalten die anderen Packungen Ueis, Grieß, Nudeln, Backobst, Haferflocken, Kakao. Der FührungNanfpruch de» ItjF \m vergangenen Sonntag waren ilie Vorsitzenden der I.aiuleswvln'mdr des KjF \\\ Berlin t.w einer" Tagung zusanmwngvtvetvn. Nach Iteriehleu üImt dir. sachMelii' Albeil. dir wirtseluifltieli^ Situation di-r jüdisebeu Kiöntkrunpfer. ilie praktische Zii-atnuienarlK'it mit den übrigen jüdiseheu. (>rgimi*>iilifiueu. über \u*-' w-auderun^sfraiieu und einem Hefe rat dr* S|Nirltle/eruenlrii di-*t Bundes. Waller Beeks über die erfreuliche Kulwiekhiug'des Sporlliuudcs des HjF spinch der Bmtdesv oi sitzende -Ur. l-eo Low eilst ein über die Slidliiu^ des BjF im jüdischen Leben. wol>ei er deutliche Worte, der Zurückweisung gegen den Mißbrauch des Begriffes A.s-iinilaiiiiu bei' imierjüdisehrn Mrinungskämpfeii fand. Die Arbeit des BjE_babe iminer der Gesamtheit i|rr Juden ju Deutsehlalld gegolten. Sebou auge«ieht«i der Tatsache, daß der lljF mit •M-iueti 25 000 Kameraden und deren Angehörigen, den Mitgliedern der KriegHipfrrahleiluüg und seinem Sporthiiud einen Sektor bilde, der gut ein Viertel des Judenlllins in l)eiil**ehbiuil mufass«'. köimc^er einen inaß»ebliebeu Anteil au der Kühruug deriridischcn Geiuein-ehaft verlangen. Jüdifche Jugend im Dienfle der Sozialarlieit Mültihni. Mbjüdi^lien Ju^cndbünile Münehins veian«lalii ■Im geuieiii-am ein.- Kr irr ziigiuis|rn der Wobtfabrl"- und Jugrudarbfil |ler Gi iiii iiide. Der Gemrindrvoroil/enile. Oberstbmdrsgrriehl'-ral Dr. \ «• « in e y e r . gab in »eiiirr ICröffuiingtaiisprarhr der tiefen Freude daiüf'er \u»Jrurk. daß -ieh die ges a in t e J Ii g e u d i u de n Di e n t* I der W o Ii I f;i Ii r I * - und J ii e u d a i b e r t der Kultii-gemeiinh' llt hat. Mit . herzlichen W im-' lini. die cr^h-r Feiciauf den Weg »al»r verband ■ r ein Üekeiuitnis zii ileiu G.•danken iler Kaiiieriid-i bafl und der [üdischeu Erziehung, dir heule uii-ere Jüiliselir Jn^eiidhrwr^mig verwirklicht.. Das Pro^iainui iles Aliends \\»r ein lebendiger und ein in Ulm: «rwähltrr Zusiiminen-stelbing e'»jdiuek>.\idler ^uersehnill durch da-- jiulisehe Srhriftliiui von der Tora Ins zur Gegenwart, iu der Zei-iiemm» und in Palästina. Dir Iteihe von S'preehchöreu. IJederu- Ib'/ifalioiieu uiul <lraiiuili-e|ien Swiir» fand «lie angespannte. Vitfuieik-aiukeit di-r Zuhörer. DirT Ge-aintleitiing di-. Abriids lag bei Dans Eaniiii. «lie Aii^laltim» der dramaiischeii Szenen bei Eoltr Erie.1, Scfauleinfchreibungcn in München Mümhrii. Iu Mfinchen fand die Eiusebreibimg zu den-Volkv sehnlen für das Schuljahr VYMit'Al stall. Dal»ei würden zur j ü - i| i s e h e u V o I k~.s s e Ii ii I iau^eiiieldi'l iiisge-aml 'AM Schüler und Sebiileiinnen, davon zur ersten Klasse .10. Zu ilen allgeiii e i u c ii Volk-si biileu haben sich außerdem "»7 jüdische Kinder angemeldet, davon 10 zur ersten Klans«'. Bei der rjusrhrcthiing lür das Seiniljahr WKKifMi hatten sieh zur jüdischen Volksschule JKl Schüler und Sehiiierinnen angemeldet, davon im ersten Schul- ' iabruang A~>~ zu den allgemeinen slüdlineheti Volkf*s<'hiili'il 12*2 und liiervon im ersten Schuljahrgang IB. Die Zahl der Aiiinelihui^en zur jüdi-chen Volksschule München ist also nm .'10 n> gc-~ stiegen. *ilie der jüdisclieu Schüler zu den übrigen Volk-wchuleii um mehr als ~M gesunken. Dir Gesamtzahl'der angemeldeten jüili»c]>eu Schüler und Sehüleriiinni an ollen Müncbener Volkji- Mbuleii .slie» von -KKi im* Vorjahr auf -121 bei der jetzigen An- elduii" IKreditverein für Handel u- Gewerbe \V Die Bank des iDilisthen Mitteiamdes fBERUH H M. 0RIWltHBURGERSlR«SSE 31 lUitlühiungiämtliitierbanlimäBlaenGeiUiatte I ■:S