Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 16 (1936)
- Issue
- 6 (5.2.1936)
- Date
- 1936-02-05
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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SPORT Berliner Umfciutu ,.Si'hiId"-!laii:hiirg >irgl heim IlockrUnrjnVr Di«: Ii Sil '.} Ii und Tc 11 n i?»«• I u lt ..(i r it u e w a l d" veran*tall«;h-u am letzten SfMinI.'i^ gciiiciiwiui ( in I Iork< ytuniier. an «lein von atiMvärligcii MauiiM-hafteu .I 'I* V U~2~Kuln und ,.S c Ii i I d"- II;i in Ii ii r g teilnahmen. Die Kämpfe zeitigten Iml/ «Irr .schlechten Bodcuvcrhiitfui-w;ui>gezejehiielr-I,«'Mtiiigcii. \ <ir allem die Hamburger zeigten ein rMiliM«*.-» glciehweriigen Können. <I*h innen einen 4:0' Sir- «»-«.•!» dir BSC S.l und «in 1:1 l neiilM-Iii«-«l«ii gegen ilir am Naclumllag fibcrra-eheud Marke ..f ii iincwald"- Mautix hafl nnli-uü. Dir. BS(# .*k'igefiel nur im riXcn .Spiel. Trotz guier AbwchrlciMiiug «Ii> JTV 02 mußten mVIi di;* Kölner - \or »Irr l'ati-».* tlrri denen .-ic mir «'inen Treffer eiilgciietifleiyru konnten, und uarli «Irr l*ait>e zwei weitere Torerfolge »»■fallen hi^cn. Kr^elnii^. ,j:I Zwei im Spielverlauf verschiedene Halbzeiten hatte «lir Begegnung Tennisrlnb ..(«runcwald" gegen •ITV (I2-Köln. Wfihrciid vor Wer Paii»e die Merlincr den Ion angalH-u und mii zwei Toren in r'fdirung ^•»jhi^-ii. w;iivii. gelang «\s di-nj ."ITV 02. kurz, vor Schluß den Ausgleich zu erzwingen. Im Fußball: llakoali — ISK 2:1» Heide Miuiuschaftcii lieferten Meli einen hi» zum letzten ^j'aiii:eiideu Kampf, den die vor dem Tor diirrh»rhkig*>kräf tigeren. llakoaluier mit je einem Tor in jeder llalli/.eil knapp und verdient gewannen. "S <■ Ii w a u k . der einen Strafstoß \eruaudcU,'. und i'. /. ti p pc r waren dir glücklichen Torschützen. Srliönr Siege erreichleu die .lugend- und Silifilrriiiannseliafle,! ilcr HS(#- 'S} liegen I lakoali. Bride cr.ilen Mauu-schaftrn Miellen mit 2:1 gegen die gleirhrn Einheilen der Unkonh siegreich. Weiierc Ergebnisse: I1SC Il.'i II — Ilagil.or II 2:0. tlnkonh III — ISK 11 7:1- IISG 'S.} V ISK IV :*:.(. BSt; SM\ ItSt; Si Alte Herren 1A. Hrlvrlia gegen Triton uiii-utsehirdcii Mrlir . als dir. | laudliall-Vrrliaud.<><pieh\ *l\r in der ersten Klasse Irdigli'h den erwartet holten 9:2-Sieg von Har Koeliha 1 fielen Bar Koihha JI brachte, interessierte da> Zusammentreffen von Tri iv'i T gegen II e I v e 11 a J. Die zwei Klassen tiefer spielende 1 lelvclia-Klf konnte uarli völlig gleichwertiger /.ci.stung «ue uarli «Irr I'aiisr mit zwei Toren V«ir.sprung in Führung {feilenden Tritniun uoeh zweimal überrumpeln nud so das zum Schluß verdiente Unentschieden n*:rslt'\ieii. Weitere 1" r r Ii u i ssi : Mar Koeldia 1. I-Vauen — It.ir Kmliba .'i. J'raurn '.1:2, IISC VM ~ Har Korlilia A. II. 6:2. »SG,:W 2. .Iu»e»d — KiumrlnU I 2:1. Har K»eJi),a IV ~ Har Korldia I. .In»rnd 4:1. HS<; SA \ HSC S-} VI U:'S ISK III Triton II :»:4. Ti.-chtriiiiiH-MristrrM'liiiririi «Irs .Makknlii Mit einem filM-rraMlirnden .1:4-Sir» endrtr di«* Manusniaflsmrislersrliafl für dru H a r K o r Ii Ii a - I* r a u U f u r t a. AI. vor drin \'orjalii^>iri;rr I la^ilxir-llrrliti. lünzi'IineiMtrr wurde l«*i d.-u I li-rrru S e Ii a 1 z o (I (a-iiUir i. I»< i den Daiueti Uutli S r Ii u I;lIan|io\er). im Herrendoppel sir^hn ilir Irrankfnrter (li'lnn'l:!- S r h i m ni r 1. der \eraiistallun"; --iegte der Herliuer Frauke ülier Gabler- (Üieinnilz klar uarh Vuijklriu Sonst '^Wiitim-n liraudt I £MaiXü'>i- ,r Hrrlin) ^e»rm IJes^r I (Leipzig), JJeulM-li (Maeealii-Iterlin) im Srliwer»ewiclit ge^en seinen Klubkamcraden Friedmanu, Nelienzalil 'Leipzi») ^e^rn den Herliuer I'op<jw*;r um! Heftter (Leipz!^/ »e»en Kl»triu {(.hrumiiz) und in den .Jit»ejidkauipien Kamljar < lieninit/.} und Ticliaui-r ^Macealii-Herlin). Skimci^lrr^rhartcn an» Keilbrrj; Dir Skiim i-ti ix haftru tiles Deuiseiirn \Iakkul»ikreises. «Iiial-> j:leieb/.eitii:e!-!iidaiis»eliriilun^ zu drn Makkabi-\\'inler>pielrn am Keilber» durrii^rführt wurden, ersahen eiiujie ausgezeiebuele Fr^ebiii-M*. dir liewie>ru. daLv .-ieb der Deutstrbc Alukkabikrcis in Haiiik'ä-IUslrira durrbaiit rljanrenreiili vertreten la.-seu kann. Der He^te im Langlauf und Abfalti tshttif der KliLst>e A >vnr der lleifhenbrr^iT (.'/,(• r in a n i-k . nach ihm kamen aber'mit Schwarzs!• Ii i I d Hrrlin,. und . H I o c h ^Frankfurt a. AI.) IiereiU zwei ■ ^ute Vertreter de» «IriUr-eheu Kiei>es ein. hu Lanjihmf deii)auien ^ie^tc Lotte K i u Ii o r i\ livrlin). die sich im Abfahrtslauf allerdings hinter Frl. Abebs (Karlsbad) und FrJ. Löwy (I'ra^) mit dem '.}, Platz iM-^nü^en uuitile. Im •Iü<rriid-I.aii^luuf blieb der Hrrliner Ma\ Killhorn sir»reirh. Sportliches Allerlei Berliner Vorfchau Iiiteniatiimalr ItoxkäiupFr des IH(! ..Mareald" Der IH(.' ..Maerabi" veraiislallet am 10. Februar tun 20'Mir im S \\ i e Ii e r tt r \ n ji einen tnln nationalen lVo\kauipfab;aud^ Arr au>i;«-/.eiihiiete Leistungen erwarten läßt. Als (»riiiirr «h*r .mit v (irltereileieii Hrrliner ist eine Mainiseliafl ilrs It o x t n g ('. I u b II u tu e | a ii ii r 'Luxembui",;) verpfUeUtei, «Ue mvhverr hm«jähriv Lani|eMiiei>|i>r uml Olympiaiiuwätirr in ihren 11-ilien hat. I's kommen im pnuzeu 10 inl*'.rnatioualr Kämpfe zum Austrat. Wrbaudsspicle im Handball Auf drin S p o r ( p I a t z a m II a h u h « ( O r u n r vv a I d um lö \ hr (reffen sieh Har Koi-blia-Herliu H und Har Korbha- Slettiu I. lVte Sletliner werden «len rdM*rias«-heu«U'n Sic-; im ersten Spiel kaum wiederholen können und den Iterlinern naeh gleichw«'ili»en I.eislmij:en wohl die Punkte überlassen müss;rii. AnsehlielM'ud -pielen die Kuahrnmamisehaften heid.er \ ereine uey:eu- «'iuauder. ■' Wrbandsspielr im Fußball Kiue iiiieressante Hej;e^iiuu^ \ei-sprirht der Kampf Ilapibor [ »ej:en HS(i *k'l I. der um I4.J0 L'hr auf dem Sportplatz am S e h ä f v rs e e anlesety.l i>l". Heide Maiuoehaflen müssen gewinnen, um im Kampf um «Iii* Herliuer Meisterschaft weiter im Hennen zu bleiben. Zwar bat dir HSG 33 «las Pbis des Sie«rs im Hinspiel auf ihrer Seite, Ha^ibor jedorh hat fielen I lakoah kürzlirh eine t-o jiute Kei>luii^ \«dlhraeht. «laß man «lieser «'hr^eizi*?;«'« Nfaunsehaft fast «Ue »rüdere (llianee y.uspreellen imiÜ. \'<»rher sjiieleu die heiik*n .Iii^eudmauusehafteu. WVltiirneu der HSG 33 Di«' Herliuer Sporl-Geiiieinselia.ft 1933 veranstaltet in der T ii r n b a 11 e .1 o a e h i tu s I h a 1 e r. Stra Ii e I 3 um 18 Uhr «•in Hie»i-ii-WVtlmuen. au dem ' -fnnlli< he Abirihm^en «les Kluh.^ beteiligt-sind. Für «Iie hrr-le Hie^r bat «Irr HjF-Dortmuutl «'inen Fhrriiprri* ^i>liftet, \'erbaiids>pirh* im Hoekin Die I Inekeyspii-Ie werden mit eiiu»,-u aiifsehluLiirielieii Treffen fovt«rsetzl. Auf dem .Sportplatz in M a r i e n d «i r f . Kaiserstralse nrhen dir tiettrtt l'\aniieiisrhen Kirrbr} st;*h"*n sieh um 12.10 I hr ÜSC S.l I und Trnui-rluh Cinnrualil I ^«'»ennlr-'r. uns«hlielM'iid spieh-n HSG IV.i J. Damen trwn Har Koeliha 2. D.unrn und um 14.4(1 Ihr dir beiden erslrn Dauieimiauusebaften des Har Koehba üiuf des TemuM'Iubs Har Korhb.i. Sport im Reich Bühne ii srhau turne u des RjF-Itre.-Iau Mit sehöneni l-'rfol»e führte der HjF-Hre.slau im Alka/.ar ein Hühneu-ehauturiieu «Itireh. Die zahlreiehen ZiiM-haiier Valien eine \VraustaIlunf:. «leren LeMuuiien und Abwiekhin^ beispielhaft waren. In knapp drei Siundru zri^lni die etwa 3t)0 Teilnehmer, Männer und Frauen- Jugendliebe Iu> himiuler zu dru fünfjrdiii^en Kindern, in 22 Darl>irlim»en. v»as der \erein zu leisten imstande ist. (•ruften Hei lall ernteten «labet «Iie .Mas.-eiipyramiden. das Falmensehwinden der Frauen. «Iie Turnvnrführuuueii an «len Geräjrn und «lie Sebaukäiupfe der Höver. Hinter und .liu-Jitsiileule. . Atispr/rirlmrle I'ußhallrr des ITrS-NürnhiT«: June überraschend »nie Leistung vollhraelite die erste Futihallelf «les lTt'S-Xfiniherp i" ihrem Spiel »vgt'ii rn"S-Mümhen. Den sieh in Hierfurm hefiiidlirbeit Nüniher»eru »elans es narh einem 2:0-1 lalbzeitsland, in priiehli^em Kampfe mit 8:1 tlas Feld als Sieker zu verlassen. Minen. SiMiuta^ vorher war U]F-Stiitt^art der Gegner, «lor trotz aufopferutleu Widerstandes mit 3:2 besiegt wimle. Bv)\känip[e in l.eipj.ig Har K»rliba-I-eipziir führte unter Teihudime von Vertretern «les Makkabi-Glien)nitz und des Maeeabi-Herlin einen Hoxkampfahend durch, der ans»ezeiehnetc Treffen brachte. Im Hauptkampf Grete! Hcrgniatin rrltielt die .JJO-Ife^icnnadel^ . Der Deutsche Iteidisbund für Ijeihcsübitu^en hat Grete! licr« m a n :i. der ausgezeichneten llochspnmgmcUtcriii des JljF-Spoiibimdes für ihre Leistiui^en im \orjahr -r~ sie sprang iH'kauni lieh -/.weimal frlatl 1.35 m — die 30-HestennadeI verliehen. Jiuddy Barr aur der Boxrauglistr \\ älircud Max Bacr, der ehemalige W eltmeister im Schwergewicht, sieh mm endgültig vom Hoxsport zurückgezogen hat. scheint sein Hruder „Büddy" immer mehr in den Vordergrund zu treten. Auf der kürzlich herausgegebenen Wcltranglistc <-'r- 'scheint er hinter Walter Ncusel schonau sechsler Stelle. Marathonnadel für Judith Deutsch ■Autlith Deut seh. die berühmte Schwimmerin der llakouli- \\ ien. ist dieser Tage die Marathoimadck die hücliste Auszeichnung des österreichischen SpyrLs, verliehen worden. Die erst J7jährige Schwimmerir. hat in «JJescm Jahre viele neue üsterreidusche Grawlrekonle aufgestellt. EDS IMIE Y^BIMGCr^lPlf Die neuen Rlclillinien für den Fiiizclhaiidel \'oii Seilen «les HeicbswxrUciiufLatuhiisters sind in einem Krlalä ' Zweifels Tragen für den I'Jiizelhandel in Fonn \ou Richtlinien gcklärL worden, die auch für den jüdischen Kinzclhäudlcr von wesentlicher Hcileutung sind. Aus dem Inhalt der itichilimcu ist vor allem folgendes bemerkenswert. Die C b e r u a h m e eines Warenhauses». K 1 e i n p r e i & g e » e h ü f t e s , Serienp r e i s g e s c h ä f t e s oder eines aiulereii dureli die besondere Art der Preisatellung gekennzeichneten Geschäftes darf nicht votu Nflcliweis eines Hedürfnisscs abhangig gemacht werden. Deshalb wird 'aber die Chemahme solcher Geschäfte nicht geitehiuigmigsfrei. Die Übernahme wird idcht auders hehaitdelt als «lie Cbcrnalimc von Geschäften überhaupt. Die Genelunigung ist auch bei diesen Geschäften abhängig von dem-Nachweis der Sachkunde und vb\on, tlaß keine Tatsaclicn vorliegen, aus denen sieh der Mangel der persönlichen Zuverlässigkeit ergibt. Außerdem kann auch bei Vorliegen dieser \'orausselzujmeii «lie Geiithnuguiig versagt bleiben, wetui etive tmßerge\vühnUchc Cbersety.ung des liei reffend tu Handelszweiges vorliegt. Fine Ausnahme zu dieser jetzt geltenden ltcgehmg machen die Fälle der O b e r n u h in e von Verkaufsstelle n d ti r c h F i l i a L ti u t e r n c h m e n. Diese werden einer besonderen Hehaiidlung nntenvorfen. Hierbei werden drei Fälle unterschieden. Soll eine Verkaufsstelle eines FiliulUnternehmens von einem alliieren Fi Ii al unternehmen übernommen werden, dann ist der Nachweis des Hedürfnisscs nicht erforderlich, es gelten die allgemeinen Hesümiiiuiigen. Cberniimiit eiiL Filiahmternehmcii aberein bisher selhstäuiligcs Gcscliaft. dann wird diese Cbcrnahmc so betrachtet, als handele es sich um eine Neuerrichtuug. Hegrüntlct wird «Üese, Unterscheidung damit, dali y.wischen einem selbständigen Geschäft und einer Filiale ein sehr wesentlicher wirlschaftlichcr Lnlerschied besieht. Wird ein Filialuntcrnehmcn en bloc von r'inrm anderen Filiahmteriielimcn übcrnonimen, so sind besondere Hieliilinicu erlassen worden. «Iie je nach «lern Einzelfall gehandhabt werden. Der neue lü lali enthalt ferner Angaben darüber, wie dem Bedürfnis, daß in Verkaufsstellen nicht ohne jede Beschränkung n c u e W a r e u g a 11 u n g e n aufgeuomiucii werden sollen, Hcehuiing getragen werden küuuc. Dies kann dadurch gescheheir. <taß die llinzunahmc solcher Waren, die im Verhältnis zu den bisher in den Verkaufsstelle» geführten Waren völlig artfremd sind, als Neuerrichtung einer Verkaufsstelle angesehen wink Für die C b e r u a h tu v, von Geschäften i in W e g e des F r h g a n g s . hat der Beichswirtschaftsmiuisler folgendes ausgeführt. Lm Härten und wirtschaftliche Nachteile zu vermeiden, darf tu den Fällen, in denen eine Verkaufsstelle im Wege des Frhgaiigs übernommen wird, eine vorläufige Genehmigung erteilt werden. Innerhalb einer bestimmten Frist ist dann dem Erben aufgegeben, «len erforderlichen Nachweis tler Sachkunde zu «rrbiingcn. Fehlt es dem Erben an der uoiwemligen Sachkunde und kann er den Nachweis nicht erbringen, so ist ihm für den Verkauf tles Geschäftes eine angemessene Zeit durch eine befristete Genehmigung einzuräumen. Ebenso ist bei übernähme auf Grund von Verträgen (Kauf, Pacht -oder. Schenkung) zu verfahren. Aus der Guld- und Dcyiscuwirtsrhaft Zu den au dieser Stelle erwähnten YorscbrilU*» über' die Itcwirlschaflung von Gold sind Ergänzungen und Erläuterungen bekannt gegeben worden'. Danach werden Zahn ä r 7. t c n ii n d D e n L i s l e n heim Erwerb \on Göhl Erleichterungen gewahrt. Sie gelten als EigeuMTarlteitcr des Goldes, und zwar auch dann, wenn sie es nicht selbst für ihn* Patienten verarbeiten, sondern «Ue Aibeiteu einem Laboratorium übertrage». Sie müssen ihren Bedarf auf bestimmten Formularen auf Grund der bisher von ihnen verbrauchten Goldmcngcu anfordern. Zahnärzte und Dcntislen können, wenn sie ihre Praxis erst nach dem l. Januar 1U34 eröffnet haben, den Nachweis der benötigten Goldmenge durch eine entsprechende Heslüligung ihres zuständigen FaeliverbaIldes. 4-rsetzcn. .Doch erhalten solche Zahnärzte und Dentisten sowie diejenigen, «he erst riim Praxis neueröffiien wollen, monatlich nicht mehr als für 50 HM Gold zugeteilt. I u einem D e v i s e n r u mltrlaß wird f ü r Auslandsreisen noch folgendes angeordnet. Da es die Dcviseulagc g.*-; bietet, für. Auslandsreisen nur die uubi-ilingt crfordrrlirhrii Zahhmgr-niittel zur Verfügung zu stellen. «'iiLsteheu «len inländischen Hciscnden bei «1er Rückkehr nach Deutschland vielfach Schwierigkeiten bei der Beschaffung der zur Fortsetzung ilcr Heise/ im Inland l>ctiötigtcu Mittel. Um diese Schwierigkeiten zu mildern, wird uih Wirkung vom ~>. Februar angeordnet, daß deutsche Poslreiscschccks ohne Genehmigung der Devisenstelle ins Ausland überbrächt werden dürfen. Die deutschen Postrciseschecks sind nicht übertragbar und werden nur von den deutschen Postaustalten und «len nahnhofswcrlisclstubcn der Deutschen Verkehrskrcdilbank ein- ■ gelöst. Die Zollsli IIcn sind auf - diese' Erleichterung hingewiesen worden. * Die ltcichsstclle für Devisenbewirtschaftung hat durch einen weiteren Hunderlaß die K o n t r o 1 1 v n r s'c h r i f t c n i m W e r tp a p i e r v e r k e h r , durch welche W'c'rtpapierverschichungen vorgebeugt'werden soll, in einzelnen Punkten verschärft. Aus dem Inhalt dieser Bestimmungen sei hcrvorgcholx-n, «laß «Iie Verwendung von Zinssehcmen und Gcwumunleüschemen ins Ausland nur genehmint werden darf, wenn «Ich Anträgen ein Nummcniverzeirlnus ln-igefügt, ist. Ferner ist die vorgesehene 200-H.M-Frei grenze für «lie Versendung von Zinssehcinen aufgehoben wonlcu. Des wetteren sind verschärfte Anordnungen bei Einliefertmg von Wertpapieren aus dem Ausland sowie auch beim Wertpapier-An- und -Verkauf im Inland!>ckamit gegelwn. Ein ebenfalls dieser Tage veröffentlichter Huudcrlaß beschäftigt sich mit di*r Befriedigung von Zinsxmd Gewiunfordcrungen aus Italien, ein Weiterer regelt verschiedene Zweifelsfragen beim Überweisungsverkehr nach Holland. Auf Emzclhriieu knnn hier nicht eingegangen werden. Es sei lediglich «larauf verwiesen, daß der HuiiderlaU über Italien die Nummer .11'36. tler Huudcrlaß über die Zahlungen naeh-Holland die Nummer 8'3G trägt. Zu tler Wiederaufnahme des Heist-Verkehrs nach der Schweiz sei darauf hingewiesen, daß das Abkommen nicht für Geschäftsreisen gilt nud daß auch die Mitnahme von 50 BM in Scheidemünzen nidit zulässig ist. Die neuen Ilaiidelsregistcrgebuhrcn Durch die Neuordnung «les Kosteuwesens sind auch die Gebühren für Eintragungen im Handelsregister neu festgesetzt worden. Für die Eintragungen in das Handelsregister sowie für die Erteilung von beglaubigten Abschriften, Auszügen, Zeugnissen und Bescheinigungen werden Hahniengebührcn "erhoben, für jeden Einzelfall werden «laiin der Sachlage und den Verhältnissen der Beteiligten entsprechende Gebühren festgesetzt. Für die gerichtliche oder notarielle Beurkundung von Anmeldungen' zum Handelsregister wird nur «Ue Hälfte der vollen Gebühr berechnet. Neu ist die Bestimmung, «hiß neben den Gebühren besondere Schreihgebühren erhoben werden. Keine Arbeitserlaubnis Tür Ausgebürgerte Der Präsident der Heichsanstalt für Arlwitsvcnnhtlung und Arbeitslosenversicherung hat, wie das Nachrichtenbüro deutscher Zeitungsvcrieger' mitteilt, in einem Huudcrlaß die Auffassung gebilligt, daß Personen, die auf Grund des Gesetzes über den Widerruf der Einbürgerung und der Aberkennung der deutschen Staatsangehörigkeit ausgebürgert worden sind, der Befreinngsschein , zu versagen ist. Es handelt sich «labei um jenen Befreinngsschein. der notwendig ist, .wenn entgegen den gesetzlichen Ilestimmungeu Ausländern in Deutschland die Annahme von Arbeit e r | a u b l werden soll. RECHT im ALLTAG Wichtige Stcuercntsciiridc Zu «ler wichtigen Frage, unter welchen Voraussetzungen und Formen man auf Bechtsmittcl mündlich verzichten kann, liegt eine neue Entscheidung des Heichsfiuauzhofcs vor. Zwar ist eine he-. sondere Form für «len Verzicht auf Einlcgung eines HechlsmitleLs nicht vorgeschrieben. Es genügt grundsätzlich die mündliche Erklärung der Behörde gegenüber,, die den Steuerbescheid erlassen hat. Auch die Aufnahme eines Protokolls darüber ist nicht1 vorgeschrieben. Trotz dieses Fehlens einer Vorschrift sieht der ltcichsfiuaiizhof eine Niederschrift dann für erforderlieh au, wenn im Einzelfall Zweifel au tler Tatsäehliehkeit oder Eindeutigkeit «ler mündlich abgegebenen Erklärung bestehen. (III A 5*2/35.) Eine weitere Entscheidung beschäftigt sich mit der Frage, ob geheime Ermittlungen, von deren Inhalt der Steuerpflichtige nichts weiß, die Grundlage für eine SteuerentScheidung bilden dürfen Der Heichsfimmzhof lehnt ein solches Verfahre« ab und führt aus, «laß wenn AuskunfLspersuncn oder Sachverständige gebort werden, den Beteiligten Gelegenheit zur Teilnahme an dem Termin gegeben ■ werden muß. Ist «lies nicht geschehen, dann darf das Ergebnis der Ermitthingen nur dann zum' Nachteil des Steuerpflichtigen verwendet werden, wenn "er sich dam hat äußern können. Seihst wenn durch dir Pckanntgnhc solcher geheimer Ermittlungen die Belange des Bciches gefährdet werden können.''muß dem Steuerpflichtigen das Ergebnis'der Untersuchung im wesentlichen vorgehalten werden. (VI A 707/35^) Ablehnung einer GrinidstGcksbrlrihung In einem im Oktober i'J'2'2 abgeschlossenen Bcleihungsv-ertrag halle sieh eine Versicherungsgesellschaft verpflichtet, dem Vertragspartner 150 000 HM. als" crststelligc Hypothek in Teilbeträgen ..auf seine Grundstücke11 zur Verfügung zu stellen. Für noch ausstehende 60 000 HM. wurde von der Vcrsichcnmgsgesellsrhafl «lie hVleihung eines Berliner Grundstücks, abgelehnt, das dem Industriellen Sarnuel S. in Lemberg in einer Zwangsversteigerung zugeschlagen wonlen war.- Auch: die- Bcleihung des Berliner Grundstücks eines jüdischen Bankiers in Krakau lehnte sie ah. Die 'Ablehnung erfolgte in beiden Fällen mit der Begründung, daß der G r u u «I s t ü c k s c i g c n t ü m e r A u s I ä n d e r ii n d j ü d i s c h e r A b s t a m in u n f: sei und die Beleihung ihren Beleihungsbeflingimgen nicht entspreche. Der Vertragspartner klagte daraufhin gegen «He Versicherungsgesellschaft und machte gellend, «laß er anderweit verpflichtet gewesen sei und durch die Ablehnung der IMcUumg erheblichen Schäden erlitten hahe, de «seh Ersatz er von «ler Beklagten verlangte. Die Klage ist in sämtlichen Instanzen — Landgericht Magdeburg, Ohcrlandesgericht Naumburg und H e i c h s g c r i c h t — abgewiesen worden. In .den Eutscheid imgs-rrfinden heißt es: Allerdings ist die Hcleihungsverpfliehtungrder Beklagten dahin auszulegen, daß sie sich auch auf solche Grundstücke bezog, die nicht im Eigentum des Klägers standen, aii denen er aber ein wirtschaftliches Interesse hatte. 'Aber nach den-Feststellungen «les Oherlandesgerichts war «Üc. Beklagte im ersten Falle schon deshalb befugt, die Bcleihung abzulehnen, weil in «1cm Grundstück Fünfzinimerwohnungcu enthalten waren, «lie Beklagte aber nach ihren Bcleihmigsl>edingungcn nur Grundstücke mit höchstens Vierzlmmcrwohnungen Iwlciht. Dem Obcrlaudcsgcriclu ist weiterhin auch darin beizutreten, wenn es annimmt, «laß es die Beleihimg mit Bücksicht auf die Person des Grundstückseigentümers ablclmcn durfte. Da die Beklagte schon mehrfach bei der Uechtsverfolgmi™ gegen Ausländer erheblichen Schwierigkeiten l»egegnet ist. verstößt sie nicht gegen Treu und Glauben, wenn sie sich weigert, "ein im Eigentum eines nichtarischcn Ausländers stehendes-Haus 5ubeleihen. (V 91/35. 29. lt. 1935.) Hauptschclftleiter: Dr. Eu«jen Tannenbaum, Berlin - Wilmersdorf. Leiter der Anietetn-Abteilunp und verantwortlich lür dem Inhalt der Anzeigen: Werner Heine. Berlin N 24 — DA IV." Qu. 1935 2S69. Preisliste Nr. 3 Verlag: Verlagseenossenschaft in Deutschland ansässiger Juden zu Berlin eOmbH, Berlin - Charlottenburg 2. Bleibtreustraße 2. Druck: Sonnendruckerei GmbH (Felix Wolf). Berlln-CharlOttenburg 4.