Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 49 (4.12.1935)
- Date
- 1935-12-04
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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SPORT Berliner' Umfchau Schild-Hamburg spielte gegen BSG .),} , . v -. 'In einem Ii o o k c y - Gesellschaftsspiel trafen-sich anuSoniitag m Manendorf die: .ersten Mannschaften des -Schild,- Mombuta, und. der BSG. 33. Die . Ilamburgcirii.gewannen knapp mit 1:0 und haben sich ihren Sieg -durch : r'eiforcs'.und besseres Können: ehrlich verdient. ,Dn»- Tot fiel, bereit? in der .1, Spiclhülftc '.dufch einen unhaltbaren Schuß des. Hamburger; Mittelstürmers/ '., ' ,v Bar KoeJibn-linkoali schlügt den Dresdener Brudcrycrciri ' Im Ilahmen der U c r I i n - M i 11 c l.d c u t s c h c n M a Itk « b i - B e 7. i r k s s p l e I c traten in Berlin Bar Kochba I Iakoah- llcrhu und Bar Kochba-Drcsdcn '„gegeneinander an. In 'beidon Spielen dominierten die Berliner überlegen, überzeugten,'jedoch''• lediglich mi Fußboll, wahrend Sich im Hnndball bedenklicho. Schwachen offenbarten. Ergebnis des Handballspiels 11: 4' {7t 0) und'des Fußballspiels 7: I (3:0). '■.'.."■'.'! ' , i. . . ■ f ' Vcrbandsspiclc im Handball .-. . ■'.. In den Ilaiidball-Vcrbahdsspiclcn des Sonntags hätte 'es beinahe; eine Überraschung im.SpicI -B a.r Ko cIi b n II.gegen T ri t-ön I gegeben. Noch fünf Minuten-vor Schluß stand das Spiel unentschieden 2:2, und erst dann gelang es den Bar Kochbancrn, durch Verwandlung eines Strafwurfes ihren knappen 3:-2-Sicg sicherzustellen, i Weitere Ergebnisse: BSG 33 III — Bar Koeliba III 4: 3, BSG 33 V — BSG 33 2. Jugend 2:3, BSG 33 VII — Tritonll 4:0, HclvcttM I v— Bar Kochba- 2. Jugend 6:2, BSG 33 2. Fraucii- 4— Bar Koeliba 2.''Franca 0:0. Waldlauf der BSG 33 . . Die erste Waldlaufvcranstaltung; der BSG 33 wurde in Form einer \V a 1 d I a u f s t iv f f c 1 am letzten Sonntag mit Start und Ziel auf dem Gruncwaldsportplatz durchgeführt. Die BSG-Waldlfiufcr, vor allem Wicnskowitz, zeigten sich bereits glänzend in Form. Die Staffel gowann die Mannschaft Leiser, Fleischer und Wicnskowitz. Werbeschauturnen der BSG 33 , In einem diszipliniert durchgeführten Wcrbcschautunicn trat die J u g e nd t u r n ab t o^i lun g Mitt c de r BSG 3.3 .an.'.die Öffentlichkeit. Vor den zahlreich erschienenen Eltern zeigten die. Jungen und Mädel einen Ausschnitt aus dem Trainings,prograrnrn der Abteilung und ernteten mit den glänzend gelungenen Vorführungen großen Beifall. - ' 1 . Berliner Vorfchau Handball Nur wenige Spiele sind im Rahmen des Itundenbctriebes angesetzt. Auf dem Gm n e w n 1 d s p o r t p I a t z treffen sich um 15 Uhr BSG 33 I und Triton I. Auch mit crsatzgcschwächtcr Mannschaft sollte ein Sieg der wieder in Form gekommenen BSG nicht-in Frogc stehen. Vor diesem Spiel werden sich die Jugend- . munnschaften des Bar Koeliba und der BSG 33 einen interessanten : Kampf liefern,1 dessen Ausgang viel von der Aufstellung lind der lagesform der. Mannschaften abhängig sein sollte, Bar Koeliba r in Stettin Im fälligen Vcrbandsapicl-wird der 1, Bar Kochba-Handbailmannschaft ein Sieg gegen den Stcttihcr Brudervcrcin nicht schwer, fallen. Die Berliner sind auf allen Po3tcn besser besetzt und sollten mit klarem Unterschied gewinnen. Hockey In den Hockey-Vcrbandsspiclen gibt es eine Reihe interessanter Begegnungen. Ab 9 Uhr. treffen sich auf dem Platz in Mancndorf Bar Kochba II und Bar Köchbo I, BSG 33 II und Tcnnisclub Dar Koeliba II,' dann BSGr 33 I und Tcnnisclub Hat Kochba I und zum Schluß die 1. Damenmannschaften von Tcnnisclub Bar Kochba und Bar Kochba. . ISK in Dresden Mit seiner 1. Handball- und Fußballmannschaft fährt der ISK nach Dresden, um gegen den dortigen'Bar Kochba die Pflichtspiolc ■ der - Bcrhn-Mitteldcutschcn Makkabi-Bczirksliga zu absolvieren. Beide Mannschaften des Berliner Vereins dürften nach 'hartem Kampfe zu Siegen kommen. BSG-Jugcnd in Hamburg Die 1. Jugendmid Alte^Herrcn-Mannechaft der BSG 33 reiBt nach Hamburg und wird dort gegen die gleichen Mannschaften des Hamburger „Schild" Gcscllsdhaftsspielc austragen. Sport im Reich Endspiel um den Makkabi-Pokal in München Im Endspiel um den Makkabipökal Hta*' Fußball standen: sich in München die mitteldeutsche M a k k a b i - A u s w a h 1 - uiannschuft und eine Vertretung der bayerischen I TU S-V crem« gegenüber. Dio Bayern, dio ihren besten Mann im Mittelläufer Hersch hatten, konnten schon in der 1. Spiclhälfte aus einem Gedränge heraus , durch Hamburger ein- Tor crzioleii, das das einzige des ganzen Spiels bleiben sollte. Der knappe Sieg der Bayern-war nicht unverdient.; ■•■ Breslau spielte zugunsten der Winterhilfe .Der zugunsten, der Jüdischen Winterhilfe in Breslau durch geführte Klubkampf zwischen dem dortigen RjF-Verein und dem Bar Kochba-Brcslau endete in sämtlichen Spielen mit . Siege-n der R j F - Mn nn s oh a f t e n. Im Handballspiel der 1. Mannschaften siegten die RjF-Lcute nach einem 2:1-Halbzcitstand noch glatt mit 8:1, in den Fußballspielen der Jugend und 2. Männer mit je 1:0 und im Hauptspiel der 1. Fußballmannschaften mit 3:2! ' .BSG -33 II verlor in Stettin ■ ' Im fälligen. H a n d b a l 1 - Verbandsspiel. des Berliner Spiclauäschusses trafen sich auf dem Bar Kocnba-Platz in Stettin die 2. Mannschaft der BSG 33 und Bar Kochba-Stettin I. Die Stettiricr überraschten nach* der angenehmen Seite und vermochten gegen die Berliner, die sich einfach nicht finden konnten und zeitweise geradezu hilflos schienen; einen 3:2-Sicg herausholen,- der als völlig verdient zu bezeichnen'ist. , '- Die Suspendicrung Haglbors Die Suspcndicrung des Berliner Makkabivereins' H u g i b o durch den Deutschen Makkabikreis ist insofern gemildert, als. dii 1 Jugcndniannschuften des Hagibor wieder in deu Vcrbandsspiel betrieb eingreifen können. Die Scniorenniannschaftcn bleib jedoch nach wie vor gesperrt.- . RjF-Boxmcisterscluiftcii in Berlin Die diesjährigen Boxmcistcrschaften' des RjF-Sportbundes finden nun endgültig am 25. Dezember in den Spichcrusälcii >'» Berlin statt,; . . ■ .. ■ , r BEJKSKDKI HNO _____ Neue Devifenverordnungen Der Leiter der Reiclisstcllc für Deviscnbcwirtschaftunc stellt n einem Erlaß , klar, daß der-.weitere I^e 11ä g;bis zu 50 HM. iil •deutschem' Hartgeld oder 'ausländischen Gcldsortcri über d i c Fr ei gren zc;-hinaus auf. Grund eines Rciscabkommcns nur-, in dieses y^bkommcnslaiid selbst, nicht aber in ein dritte »;L a n d uberbracht worden' darf, Es ist also unzulässig, dic' für dicsos.Abkommcnsland erhaltenen Beträge zur Reise in ein drittes Land zu benutzen.'Unberührt bleibt' dagegen' die Regelung, wonach einem Reisenden, der z. 6. zur Erreichung: seines Reiseziels , ein andere» Land . durchfahren muß und im Ralimcn ,dcs' nacli dem;Abkommen zulässigen Betrages von 50 RM. die Währung des dritten Landes benötigt, diese Währung Abgegeben werden darf.-. '■''"' ' .. '-■-• -.■ '. Ein weiterer .Eplaß beschäftigt sich mit ,dcr A n b.ic t un g s- >,flicjit. fü!r ausländische Staatsangehörige in Jcutschlahd,' Die Devisenstellen können; uusländischcri Staatsangehörigen;in -allgemeiner Form die Genehmigung zilr VerlügUng über ihr'ausländisches Vermögen crtcilch, sofern die Reichsbank auf -dessen , Ablieferung verzichtet hat. Bis zum Botrago ■ von 500'".UM,- können, auslähdischc Staatsarigchörigc, die im/Besitz einer.' solchen allgemeinen Genehmigung, sind, .Werte ihres ausländischen Vermögens im Inland auf ein Währungskonto bei einer Devisenbank überführen, das wie ein freies Wähningsguthabcn eines .Ausländers .behandelt wird. In einem Schreiben an die Wh'tachaf tsgruppc Privates Bankgcworbc hat das Rciclisbnnkdircktorium : zu der Frage Stellung genommen, wie; aus dem A u sl a ri d ge s c henkte Zina-, .Gewinn- .und Aus- I.o»ü hgs a ch c i n c behandelt worden sollen; . Entgegen der bisherigen: Regelung, wonach gcschcnkwcisc aus; dem Auslände eingehende Auslosungsschcihc von Ablösuhgsanleihcn dem anbietenden Inländer freigegeben waren, sind solche Wertpapiere nunmehr anzunehmen und zu verwerten, Z i n s c n ü b c r w c i - Bungen .nach der Schweiz dürfen in besonderen Härtefüllcn' erfolgen In einem Erlaß des Leiters der .Rciclisstcllc für Devisenbewirtschaftung ist angeordnet worden, daß solche Antrüge zunächst an das Volkswirtschaftsdcpartcmcnt in Bern zu richten smd. Erst wenn dieses die Überweisung befürwortet hat, wird deutscherseits in eine Prüfung eingetreten. Genchmigungsbcscheide werdenauf einen Zeitraum von sechs Monaten ausgestellt. Nach Ablauf: ,muß das Verfahren von neuem in Gang gesetzt werden. Uberwachungsanordnungen Durch eine Verordnung des Rcichswirtschaftaministcrs. ist eine Ubcrwachungsstcllo für Seide, Kunstseide und Zellwolle errichtet worden. Bisher waren diese Stoffe sowie Kleidungsgcgcnstündc in einer gemeinsamen, Ubcrwachungsstellc vereinigt. Neben diesor neuen Stelle.' besteht eine weitere „Ubcrwachungsstellc für Kleidung Und verwandte Gebiete". Einzelheiten über die Abgrenzung der Zuständigkeiten der beiden Stellen und über ihren Aufgabcnkrcis können ■ hier nicht erörtert werden. Auskunft wird von der Uberwachurigsstclle, deren Anschrift Berlin W35, Großadmiral-von-Köstcr-Ufcr, 32 lautet, erteilt. Gewerbsmäßige Arbeitsvermittlung ' Der ^Reiclisarbcitsministcr hat im Zuge der Neuordnung des Stcllenvermittlungswcöcns, über die wir an dieser Stelle berichteten, eine- Durchführungsverordnung zum Gesetz über, Arbeitsvermittlung erlassen. Hiernach dürfen Stellen, die am 30. Novem-, ber 1935 crlaubtcnvcisc nieh,tgew'cnbsmflßi gc Stellcnvcrmittlüng, .Berufsberatung und Lchrstcllonvcrmittlung betreiben, nach diesem Zeitpunkt ihre Tätigkeit zunächst bis'.zum 31. März 1936 weiterführen. Zu diesem Zeitpunkt-müssen sie ihre Tätigkeit einstellen, wenn ihnen nicht ein besonderer Auftrag erteilt wird; Die g c w c r b s m ä ß i g c . Stellenvermittlung bleibt in dem: bisherigen Umfange Zugelassen. Die bisher zugelassenen Stellcnyermittlcr > dürfen ihr Gewerbe weiter' betreiben, ohne daß es eines netien Antrages bedarf. Weitere Anordnungen auf diesem Gebiete stehen noch in Aussicht. Der Zwangsziifammenfchluss ambulanter Gewerbetreibender Bei der'Ausstellung der Wandcrgcwcrhcschcinc für das Jahr 1936, dje jetzt erfolgt, spielt auch die Zugehörigkeit zu der zuständigen Wiltschaftsgruppo «ihc wichtige-Rol|c. Aus einer Anordnuiig, die, der Regierungspräsident in Potsdam getroffen hat, geht hervor, daß die . Polizeibehörden die Anweisung haben, bei Anträgen auf,Erteilung des Wandcrgcwcrbescheincs zu prüfen, oh der Antragsteller aueh Mitglied der Wirtschaftsgruppc Ambulantes Gevcrbc ist. Der Nachweis ist durch Vorlegung der Mitgliedskarte., oder einer Bescheinigung über die erfolgte Anmeldung zu erbringen. . Personen, die den Mitglicdsnachwcis nicht führen' können, haben zu befürchten, daß ihr Antrag auf. Erteilung des Wandorgcwcrbcschcincs für das kommende Jahr nicht weiter verfolgt wird.' Es sei daher auch an dieser Stelle an dio in Frage kommenden jüdischen Waridcrgcwcrbctrcibcndcn die Aufforderung gerichtet, diese Bestimmungen genauestens zu beachten und, falls sie hoch nicht im Besitz der Mitgliedskarte sind, sich eine Bestätigung der erfolgten Anmeldung zu verschaffen. :"\' Neue Beleihungsgreniie für Grundfiücke „ Durch einen Erlaß des Rcichswirtschuftsministcrs sind die Bclcihüngsgrundsätze für Hypotheken neu .geregelt wordeu. Die bisherigen -Richtlinien sind aufgehoben worden. Das Ausmaß der Bclcihungcii soll sich künftig auf dem ,;Belci|iiuiigswert" ldcs( Grundstücks aufbauen. Die; Errechnung dieses Bclcihungs- '. wertes ist im Rühmen von Gesetz, S,ulzuiig und Scbätzuhgsordnung nach wie ym der Sclbstvcrantwortung der einzelnen'Hypothekenbanken überlasibeu, .In, erster Linie soll auch künftig .der sogen..' „nachhaltige Ertragswert", zugrunde gelegt werden. Es wird, in dem Erlaß ausdrücklich' darauf hingewiesen, daßdie Befreiung von- Grundsteuern nur für verhältnismäßig kurze Zeit gewährt wird, diese künftig wjederkehrende Belastung also später den Dauerertrag beeinflussen muß. ■ Die Gültigkeit der alten Boleihungsgrcnzc; vjm 60 . v. II, des nachhaltigen Ertragswertes ist bestätigt worden. Neu ist, daß für. die Feststellung des Bclcihuiigswertes auch der: Herstcllungswert herangezogen werden -kann. Obwohl''der gegenwärtige Baukostenindox etwa. 131 beträgt, darf hierbei auf einen Index-von 120 bis 125 zurückgegangen werden', damit bei oini;m Nachgeben der Baukosten, Ubcrbölcihungcn. vermieden werden. Berücksichtigt werden darf nur ein,, angemessener.; Herstcllungswert,' nicht' irgendein': besonderer.- Auf wand.., Auch die Feststellung des Bodenwertes muß in vorsichtiger .Weise crfolgon, sie da,rf nicht über dem tatsächlich gezahlten Kaufpreis liegen. Arbeitstagung der jüdifclien Dahrlchnskaffen In Berlin fand die erste. Arbeitstagung der jüdischen Durlcluiskassen .'in Doutscldand unter dem Vorsitz voii Otto E s kij I e 'sstatt, an der etwa 50 Vertreter dor jüdischen - Darlehriskasscn im Rcicli, . namentlich der 'Betirlädarlcvnskassen,' teilnahmen. Der' Gesdiäftsführer der Zentralstelle, Dr. Paul E p p s t e i n, erstattete 'einen Arbeitsbericht, in dem die. Gogenwartsaufgabeh der jüdischen Krcdithilfo in grundsätzlichem Zusammenhang 'behandelt und der Stand des jüdischen Darlohnskassenwcscus ip Deutschland, (mit 35 Orts- und 24 Bezirksdarlchnskusscn imd ''"'einem bilanzierten Gesamtkapital von -1121000 RM.) dargestellt wurde.. S Adlcr-Uiidcl Wies auf' das Verdienst und die Lrfa lrungen der American Joint Rcconstructioii Foundation beim Aufbau der jüdhehen Darlelinskasscn in Ost- und -Südost-Europa hin und stellte die Arbeit der Darlchnskasscu in den Zusammenhang; dof. "csamten jüdischen Sttzialarbcit hinein.. ' . .. '• Der Gründer der jüdischen Darlchnskassc Berlin, Wilhelm Marcus, unterstrich die sozialen Auf gaben der, jüdischen Kredit- hilfc. Dr. Weiss c n b e r g > Breslau, behandelte den notwendigen Zusammenhang zwischen Kredithilfe Und W;irtschaftsbfcra- , tun" anhand der in Breslau gesammelten Erfahrungori.; Obcrrcgie_-' rungsrat i. R. Dr. W e i s s m a n n ,' Karlsruhe, entwickelte: Auf-.' gaben und Probleme der Ortsdarlchnskusscn im Ziisani'mcnhang mit derwirtscliaftlichcn Struktur der jüdischen Bevölkerung und die sich daraus ergebenden Folgerungen für den wirtschaftlichen Verwendungszweck der Kredite, deren Laufzeit, Sicherung' und deren Rückzahlungen. Ludwig Rosonthal; Schneidemühle; gab ein instruktives Bild von den bc90ndcrcri;:Aufgobon..der Bc-, zirksdarlehnskasscn, die innerhalb 'eines größeren Gebietes besonder» die Mitglieder' von Klcingcmcindcn' -ivirtschaftlicb, zu beraten und . im Wege der Kredithilfe zu unterstützen, haben. Der. - Revisor der Zentralstelle, Dr. Ludwig. Batzncr, behandelte in seinem. Schlußreferat die Ergebnisse und Erfahrungen bei'den. Instruktionen. hnd Bcvisioncn der Kassen. Daraus ergaben sich wichtige Anregungen für die Kapitalbeschaffung und die Konzentration der jüdischen Darlchnskosscn in den einzelnen Bezirken, sowie Jür die künftigen sozialen Aufgaben der Darlelinskasscn, die in der Dynamik der wirtschaftlichen Entwicklung begründet sind. ■-..'. ,Um die Zusammenarbeit der Zentralstelle mit den einzelnen Kassen noch enger zu gestalten, wurde ein Beirat der Zentral-' stelle gebildet, dem folgende Pcrsönliolikcitcn angehören: Dr. Augopfel-Instcrburg, Elkan-Düsseldorf, Friehmann-Chcmnitz, Dr. Gumbcl-Stuttgart, Guttmann-Beutlien, Haymann-Münchcn, Jacob- Sclincidcmühl, Dr. Katzcnstein-Bielcfcld, Katzcnstcih-Lcipzig, Lachs-Breslau, Offenburg-Hamburg, Dr. Ro.senberg-Ludwigshafcn (Rhein), Schaefcr-Mogdcburg, Dr. Wcisamann-Karlsruhe'. Dekorationen, zum Weihnaclitsfefi Wie der Ccntralvcrein der Juden in Deutschland von amtlicher Seite erfährt, ist es zur ungestörten Abwicklung des Weihnachtsgeschäftes unbedingtnötig, daß die jüdischen Geschäfte sich, bei ihrer Wcihnachtsdckorarion die durch den Takt gebotene Zurückhaltung auferlegen. Es seien daher alle Dckorationsgegenstände zu vermeiden, die lailtisch-Bymbolhaftc Bedeutung haben, wozu auch Weihnachtsmänner und Weihnachtsbäume gehören. Hingegen sind Wattcdckdrationcn, Tannengrün, Kugclschmuck und Lametta als zulässig anzusehen. Vörzugspreife Von zuständiger Stelle wendet man sich gegen die Vorzugsangebote, die im Einzelhandel verbreitet sind und auf Gutschcinwcrbczcttcln usw. verbreitet werden. Nach der Verlautbarung ist es unzulässig, Zettel zu verteilen, auf denen steht: „Gegen Vorzeigen dieses Zettels erholten Sic ..';... statt für 40 Pf. für 20 Pf." Eine solche Werbung wird nla eine Umgehimg des Zugabeverbot» angesehen und" strafrechtlich verfolgt werden. Hausangeftellte und Nürnberger Gefetze Auf der Jugendburg Hohenstein (Sachsen) fand eine Tagung der . R c i ch s f a c h g r u p p c H au s gehi l f en im Fruucnamt der Deutschen Arbeitsfront statt; Im Mittelpunkt der. Tagung stand die Nürnberger Gesetzgebung. Der „Informationsdienst", die amtliche Korrespondenz der Deutschen Arbeitsfront, berichtet darüber u. a.: ,;Es konnte die gewiß interessante Feststellung gemacht werden, daß in wiederholten Fällen die Juden bemüht waren, anstatt der Hausgehilfinnen nunmehr deutsche M ä.n n e r zur Arbeit in ihren Haushalten zu verwenden. Diese und andere Bestrebungen, die neuen Gesotze Zu umgehen oder in anderer, Weise illusorisch zu machen, können nicht streng genug verurteilt werden. Es ist. z. B. vorgekommen, daß Hausgehilfinnen, die in einem jüdischen Haushalt beschäftigt waren, unter den seltsamsten Begründungen1 Befreiung von, den Vorschriften des Gesetzes forderten. Dabei hpbc sich dann nachträglich immer feststellen lassen^ daß die Mädchen diese Schreiben gar nicht selbst verfaßt, oft sogar —. wenn der jüdische Haushaltungsvorstand: das Gesuch gestrichen hatte — nicht einmal etwas davon gemußt hatten. Sozialwalter. Schmid -stellte in Beantwortung aller Grenzfragen' eindeutig fest: Wir haben fccin' Interesse, daß Woge gefunden werden, die deutschen Mädchen das Verbleiben in; einem jüdischen' Haushalt brlcichtcrn, sondern werden im Gegenteil von uns aus nichts unversucht lassen, als Nationalsozialisten dieses wichtige Gesetz zu verwirklichen helfen!" , Zufammenfloß in Polen Zwischen; Polizei- und jiidcnfcindlichen Demonstranten — Vier .Todesopfer Warschau. Die polnische Telegraphen-Agentur verbreitet ein offizielles Gommuniiiue, in dem es heißt, 'daß liatiomildcmokratische Elemente an den Markttagen in Opoezno, Odrzywolny-und Pszisha versucht haben, . j u d e n f c i n d 1 i c h o Ausschreitungen herbeizuführen, indem sie die ^Landbevölkerung zu Überfällen auf jüdische Geschäfte und Marktstündo aufhetzten. Während es in Opoezno selbst dank der entschlossenen Haltung 'der Polizei zu größeren Unruhen nicht -kath,; 'wurden inden beiden Morgen wurde eine Polizciabtoilung zur Verstärkung nach Ödrzywolny entsandt. Aufdem Wege dabin wurde die Abteilung von einer aufgehetzten MciischcnmcnEC überfallen. Als die Menge sich nachclnor in die Luft abgegebenen Warnungssalve: nicht zerstreute .und'gegen-die. Polizisten Rovolversoliüsse abgegeben wurden, war die > Abteilung gezwungen, von, der Waffe Gebrauch' zu machen. Daraufhin ergriffen.'die Exzedcnton, die Flucht und ließen vier Toto und mehrere Verwundete zurück.- Einige der Rädolsführer wurden verhaftet. Im ganzen' Bezirk; herrscht wieder Ruhe. Jüdisches Lchrhaus. Beginn der; Donnerstag-Vortragsreihe „Eigcnwelt und Umwelt im Werk .jüdisclicr Gestalter'1 am 5; Dezember, 20.15 Uhy, im Brüdcrvercinshaus. Ludwig Fouchtwanger: „Jakob Wassermann und Franz Rosenzweig".' Am 12. Dezember spricht Robert W o 11 s o h üben „Theodor Hcrzl und Achad Haam". '-.''■■ ■''■'.;• Hauptschriltlelter: Dr.. Eugen Tannenbaum, pcrlln - Wllmeradgrt. Letter der Anzelgen-Abtellum? und, verantwortlich tür den Inhalt der Auzalgcn: Werner Heine, .Berlln.Qiariottenbg. ■— DA III. Qu. 4570. Pielillslo Nr. 3 Verlag: VeriaRsKcno5senschalt In Deutschland ansässiger Juden zu Beilln cQmbH., Berlin - Charlottenburg 2, Blelbtreiistrafle 2. Druck : Sonnendruckerei OronH.' (Felix Woll). Berlln-Chatlottenburg 4.