Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 48 (27.11.1935)
- Date
- 1935-11-27
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Beilage 27. November 1935 JÜDISCHE AUGEMHNE ZEITUNG Im Hauptquartier der Nächftenliebe ßibcl tm ßll6c JL . A ""■'/■ Die Sidra Tauldaus (1. B. M. 59, 19—28, 9) bchii Wie die Jüdifche Winterhilfe arbeitet — Das Depot der Pfundfpende — Traufaal — -Ein freundlicher Laden — Verhüllte Not Verteilungsftelle im behandelt die Geschichte von Jakob und Esnu. Haftara: Malcaclu 1, 1—2, 7). Nach einer talmudischcn Interpretation des Rabbi' Jchnda -wurden zehn starke! Dinge in der Wolt geschaffen: der Stein ist stark,aber Eisen spaltet ihn; Eisen ist stark1, aber Feuer, schmilzt «s; Feuer iBt: Btark, aher Wasser löscht es; Wasserest stark, aber dieJWolkeUrägt CB;;dio Wolke ist stark, aber iier Wind verjagt sie;; der' Wfnd , iststark, aber" , der Mensch . widersteht .film; der. Mcnscli ist. stark; aber die Furcht wirft ihn'nieder; die Furcht ist' stark, aber? der Wein zerstreut sie; der Wein: ist stark, aber der Schlaf vertreibt ihn; der Schlaf ist stark, aber der Tpd ist.stärkcr. Und noch:starker ist.Wohltun, denn ,cs überlebt .den ,Tod. :,"'., : Der Wille zu jÜdischcr/,'W:oMtatigkcit;,iiat.;flicH nie, starker;, .bekundet als in dieson Tagen und Wochen, da der-Einsatz jedes einzelnen der jüdischen .Gemeinschaft die Mittel bereitstellen hilft,-, ■die notwendig sind, um den Ncbcnmcnschcn der'grausigen Not des Hungers und der Külte zit. entreißen, Nicht nur zusätzliche Opfer an Geld :und. ,'an Sachleistungen werden für; dieses edle, große Werk der Nächstenliebe gefordert und dargebracht, sondern auch '•■Opfer, an Zeit und;'Arbeit -und'.seelischer Hilfe. 'Niir durch das bcispicUiaftc; Zusammenwirken dieser Kräfte'war. es möglich, daß bis zum Ende dieser Woche alle Von der Jüdischen Winterhilfe;<lcr' Berliner Jüdischen Gemeinde Betreuten im Besitz dor. für die Monate Oktober und November vorgesehenen Lebensmittel und Kohlen sein Iwe^dcn, so daß schon Anfang Dezember1 mit Verteilung; der neuen Rationen begonnen vweraen kann. Es ist dies aber..nicht zuletzt auch die .Auswirkung; einer organisatorischen 'Uistöng-^-die-'«V Stande., gebracht ..haV'diifi im Verlauf ■ kürzester Zeit ein' . Heer von 5000 lehrenamtlichen Helfern aufgestellt würde, daßüri den verschiedensten Berliner Bezirken.Lebensmittel- -depots undVerieilüngsstcllcn geschnffen . werden, konnten, ein komplizierter; vielglicdrigcr Apparat, der reibungslos funktioniert. Das - Hauptquartier der jüdischen Winterhilfe,'-das von dem in Takt und Taktik: erprobten Gcneralstabschof'.tj u n d c rhe im geleitet wird; liegt im.Gomcindcgebaudo-in der Rosenstraße. Hier laufen die Fäden der Organisation zusammen, von hier gehen die . erwärmenden Strahlen der Nächstenliebe aus. Um den Etat nicht mit unnötigen Spesen zu belasten, hat man sich auf kleinstem Raum eingerichtet. Wenn etwa zu einer bestimmten Zeit im großen Sitzungssaal eine Besprechung anberaumt ist, darin müssen die Hilfskräfte; die liier arbeiten, den Gemcindcgewaltcn das Feld räumen.' Aber auch an'diese Arbeits¬ und Zcitökonomic' hat man sich in den Zeiten der Einschränkung ' gewöhnt. ' Da werden Listen für die Haussammlungcn ausgeschrieben und ergänzt; .Kein leichtes Amt, dieses Adressenmaterial einigermaßen ,<Ier gegenwärtigen Fluktuierung dor1,Juden anzupassen. Kartothek-.' kästen )rnüssen._ in Ordnung gehalten,; Briefumschläge adressiert werden; ' Hier werden Anweisungen für die .Helfer v»rvicllältigf, da-f3ki«zeir:-;füi?^ Örüjie;•wmßu';--rotc'' Quittungen;' Formulare, Listen werden. bearbeitet, - sortiert, kontrolliert. Em kleiner. .Berg von Sammelbüchsen,' einer Bcglcit- -crschciiiüng. aller Veranstaltungen ernster und 'heiterer Art ^dieses Winters,' türmt'sich auf zwischen Regalen .''und- Aktcnschrankciu Da . gilt-es, Lobensmittelbczugsschcine auszustellen, Kohlcnkartcn zur Ausgabo fortig zu machen, dort werden Gutscheine für Kartoffeln und Brot und Brotvcrbilhgungsaiiweisungcn gebündelt. Wie verzweigt -und durchorganisiert die Jüdische Winterhilfe ist, ersieht man aus einer Generalstabskarte im .Zimmer ihres Leiters, auf der Groll-Berlin in Synagogenbezirke und Wohlfahrtsbczirkc, in Blocks und Stützpunkte, in Sammelstellen und VcrtcilungB- , punkte gegliedert ist. ■'. * ■ Einen' kleinen Begriff; von' dem, was die etwa 30000 Betreuten aus der P funds pcn dc,erhalten, die von den. jüdischen Frauenorganisatibnen gesammelt wird, erhält man von einem Blick in das Zcntraldepot, das in einem noch' über, dem Getriebe der Stadt gelegenen'Speicher in der Dirkscristraßc'untergebracht ist. Ein., Lastenaufzug abringt geradfc Kisten; mit Kakao, herauf. Eine Schar, chrcnamtlicli arbeitender Damen ist damit beschäftigt, den nahrhaften Inhalt auszupacken, ihn in Viertelpfunden sorgsam aufzuwiegen und in Tüten neu zu verpacken. Säcke mit Linsen und Reis lagern liier, um nach . entsprechender Dosierung an die einzelnen Ausgabestellen abtransportiert zu Werden. Ein hohes Regal ist mit Xllsardincn, ein anderes mit Büchsenkortscrvcn anangcfüllt. Die zur Verteilung gelangenden. Kartoffeln dagegen werden in Gemcindckcllern gelagert.' Da den von der Jüdischen Winterhilfe bedachten Personen Tag-und Stunde der Ausgabe der Lebensmittel schriftlich genau mitgeteilt ist,, geht . die Abwicklung ohne Zwischenfälle und großen Zeitverlust vonstatten. In der Oranienburger Straße ist der Trau -S aal der Synagoge in eine. Art Lcbcrismittelgcschiift verwandelt. Hausfrauen, hutlos, die Einkaufstasche am Arm, junge Mädchen, Männer, von Entbehrung und Krankheit gezeichnet, werden von freundlichen Helferinnen „bedient", die einzige Leistung, die man von ihnen verlangt, ist ihre Unterschrift, mit der sie' über den Empfang der Gaben quittieren. Zu einem entzückenden Stilleben aus Paketen, Päckchen, Tüten, Dosen mit Zucker, Mehl, Reis, Hülsenfrüchten, Nudeln, Malzkaffce' und Sardinen hat die chrcnnriitlichc. „Inhaberin" einer Verteilungsstellc in der Gorichtsstraßc im Bezirk Wedding- Rcinickcndorf ihre Gaben vereinigt. Das Ltidchen, das von dem jüdischen Hausbesitzer kostenlos zur' Verfügung gestellt wurde, wirkt in seiner ganzen Aufmachung wie ein riesiger Kinderkaufmannsladcn und macht mit scinein freundlichen Anstrich und seiner gütigen Verwalterin den Ärmsten das Annehmen der Gaben zu einer doppelten Freude. , . In den westlichen .Vcrtoilungsstcllcn der Jüdischen Winterhilfe hält sich Armut und Not vielfach noch unter dem Mantel verborgen, der als einziges Besitztum aus besseren Tagen in die Düsternis der Gegenwart hinübergerettet würde. Wer gesehen hat, wie beispielsweise in einem . Gemeinderaum in der Pestalozzistraße Hände verschämt , und. verlangend zugleich nach den Paketen greifen, die über aflcrschlimmBtcn 'Hunger hinweghelfen sollen, wie, Blicke den tragisohen Schmerz verraten, nehmen zu müssenanstatt^: wie.;einst,\;spenden.., zu.: dürfen,., wie;;auß halben, Worten die Dankbarkeit derjenigen spricht, denen selbst früher nur Dank entgegengebracht wurde, der sieht in Einzclgcstalteii das figurcnrcichc Ricscngemäldc jüdischer. Not unserer Togc. Ein Lichtstrahl des Trostes aber fällt auf dieses Bild: daß jüdische Menschen da sind, dem Bruder materiell und seelisch über Schwerstes hinwegzuhelfen, daß dieso Zeit Kräfte aufgerüttelt und entfaltet hat, die, auch ohne den judischen Begriff der Z'dokoh zu kennen, ihn in jüdischem Geiste praktisch verwirklichen. E. .Ta. 99 r Der omerikanif che Scholejn Alejchem Zu Mark- Twains 100. Geburtstag <C Seit Monaten wird die amerikanische Öffentlichkeit durch aufgefrischte Anekdoten-, um M a rk T w o in , durch persönliche : Erinnerungen an den Meister-Humoristen, durch- Schilderungen . seines absonderlichen und abenteuerlichen Lebens auf den 100. Geburtstag des lachenden Philosophen vorbereitet. ..Die Tränen, diein aller-Weltnoch heute über seine Bücher gelacht werden,.werden ..ihren Niederschlag in Form eines Denkmals finden. Auch ein Film, der. sich, uin Mark Twain dreht, ist in Hollywood fertiggestellt worden;......' .;In. bitterster Armut' ist Mark Twain, der im Privatleben Samuel Langhorn Clemens genannt wurde, am 30. November 1835 in dem. Örtchen' Florida im (Staate Missouri gehören. In zahllosen Berufen hat er sich umgetau —- er begann als .Schrift- . setzer, -war Lotse auf Mississippidampfern, Sekretär, Goldgräber, . Journalist .— .ehe - er ..es.zum. .Ruhme dos großen. Humoristen brachte, dessen schwierige'und selten - gelingende Aufgabe es, nncli Meliere; ist,'„dia ernsten Leute zu erheitern". . Sein --Pseudonym . cntnahin-.cr . übrigens denr Wortschatz der amerikanischen Schi f/cr, die beim Tiefciuucsscn in;der. breiten,, Mundart, ümnrk. on»,. Jnurk ■ twainl<'(ein-Faden, zwei Faden) usw. zählten.■■;.;.;n--. i ...... -i ..> In der- Literaturgeschichte ist Mark. Twain als der : große Bruder Wilhelm Büschs eingegangen. Aber auchmit dem jiddischen •Humoristen Scholcm' Alejchem. ist er geistig eng verwandt. Bei . beiden sind die köstlichenübertriebenen Zuatandsbcschrcibuiigcn und Charakterisierungen von einem in edler Lebensauffassung und, großer Warmhcrzigkcit -wurzelnder:. Humor durchtränkt,, der die Werke trotz örtlicher und zeitlicher Gebundenheit zeitlos macht. ' Als Scholcm' -Alejchem seinen ersten -Besuch in .Amerika mochte,..wurde er im Namen der amerikanischen Literaturvon Mark Twain empfangen. Zu diesem Zweck hatte sich'dcr amerikanische Humorist cii> paar Worte einstudiert, ,und. er begrüßt» . seinen .Kollegen.; mit folgenden Worten: •■„Scholcm Alejchem, jüdischer^ Mark Twiiüi?'.-.. Woruuf Scliolem > Alojcliem erwiderte: ,,Alejchem Scholem, amerikanischer Scholcm'Alejchem.'', ■ Mark Twains Stellungnahme zur Judonfrage, die. in seinen untcrjialtendcn Schriften nirgends berührt wird, wird deutlich , in ' eilier Schrift,' die den Titel fuhrt „In Defense of Harrict Shelley", und in der er die Vorzüge der Juden und ihre Verdienste -um die , Woltkultur oufzälilt. Er kommt , darin auch auf den Judenhaß zu sprechen, der nicht lediglich als eine religiöso oder . rassische _Erscheinung zu erklären sei; Der^Anbseiniiismus werde nielit aufhören, solange die Juden, in welchem Laude, auch immer, in der Minderheit soin würden.- Sein starkes Gerechtigkeitsgefühl - und seiuo Vorurteilslosigkeit lassen den Dichter im übrigen den Juden seine ganze Anerkennung zuteil worden. . ., . THEATER, KUNST, LITERATUR Nach Londoner Moldungen-hat der jüdische Violinvirtuose Jchudi Mc null in erklärt, er beabsichtige zwei Jahre 1 a n g. n i c h t. 5 f f c n 11 i c h nuf?ut rot c n und diese Zeit ausschließlich seiner Vervollkommnung zu widmen. Zum letzten Male wird der Künstler am 14. Januar 193G in London ein Konzert veranstalten. - . ' . " ' ■ *i Wie verlautet, soll' demnächst in der :M ai 1 ä n de r Scilla die . neue Oper von Richard Strauß „D i c _ s c h w o i g s a m e Frau", zu der,, wio bekannt, < Stefan Zweig das Textbuch geschrieben hat, zur Aufführung gelangen. Die Uraufführung fand vor einem halben Juhr in Dresden statt. Die Jewish Publication Society of Amorica hat einen Preis von 2500 Dollar für einen jüdischen Roman in englisclier■ Sprache ausgesetzt. Der Roman muß der. Gesellschaft, die m Philadelphia, Broad and .Spring Ganions Streetz ihren Sitz hat, bis. spätestens 15. April 1936 eingereicht sein. :•..■'.'. . ' ,'.■-.■. . , Der Komponist Kurt S c h i nd 1 c r ist in New York nnuh langer. Krankheit im. Alter von 53 Jahren gestorben. Schindler war Gründer.'und Leiter .der; borümntcn Scliola Cantorum, dor bekanntesten amerikanischen Ghorvoreiniguiig. Der Verstorbenej ein gcboriilier Berliner, hatte seino'.&'tudieii in .Bcrliniun'd Mluiche.n' absolviert! ' 1905 bis 1907 war er zvrtiitcr Kapellmeister an der Metropolitan Opera,- 1908 gründete er den MaoDowell-Clior. Er war auch Leiter des Chors ui der bekannten New Yorker Jlcfonnsynagogo Emanu-cl, . ■■. t ." Wie aus London borichtet wird, brachto die Royal Philharmonie Society unter Leitung\v»n Sir Hiomas Beecham das ncuc.ColIo'- lioiucrt von Arnold Schönberg zur Uraufführung. Das Werk ist die'Transkription eines. Guinbalokonzcrts von G. M. Monn aus dem ■ Jahre ' 1746, wobei Sehönborg? den Cembalopart . mit Modifikationen aufs Cello, übertrug. Der Cellopart imrde von Euianucl Feucnnunn hervorragend interpretiert. . ■-.'*■' ■'..- . . v Dus Staatskonscrvatoriiuu in Saloniki hat den aus.Deutsch-: laud stammenden jüdischen Cellisten Professor Otto Horn als. :L-ehre v 'engagiert. 1 Eswurden• Schritte zur Erlangung des dauernden Aufcnthaltsrcchtes für Professor Horn unternommen. Die Inszenierung der Komödie ,;Man kann nie wissen" von . Bornurd Shaw an 'der Berliner Kulturbund-Bühne hat Intendant >Dr, Singer Fritz Wistcn übertragen. Uüliucnbildnor: Heinz Condell.. Die wichtigsten Rollen, sind besetzt mit: Willy, Präger, Rudi Ueimor, Lilly Kann, . Ellen Mosnor, Gina Potruschka, Walthof Hertner, Sieginund Nunborg," Herbort. Grünbaum, Ernst Lenurt, Martin Brandl. v ■ , Mutillo: Esau verkauft die Erstgeburt - >■><' *• % «ee ■ykk^ '^~-4&. m ' W"'v äjBr/^l^ W9mm^ Govocrt Flinck: Isaak segnet Jakob Mofes erobert Aethiopien ■ Die Kampfe In Abcsslnlcn ruten die Erinnerung an eine talmudische Legende wach, die Edmond Flcg, der „bescheidene Erbe der Erzüh. ler des Talmud", wie der Dichter sich selbst nennt, in seinem t,Moses" wiedergibt; Mose9. der am Hofe des Pharao aufwächst, wird hier mit den Pflichten des Königs bekannt gemacht. Als er-(Moses) alt genug war, um Krieg führen zu~l«ninen, wurdc er'damit betraut, die aufständischen Acthiopicr zu unterwerfen.; Seit neun Jahren belagerten die ägyptischen Krieger vergeblich den König Kikanos in seiner Stadt S u Ii n. Hohe \Mnuorn waren ihre Wehr1 im Osten und Norden, ein Fluß schützte sie . im Westen, im Süden ein Erdstrich, den Schlangen bewachten. Nun hatte der erste Führer der Ägypter die Stadt von der Mauerscitc berarint. und die Wälder niedergelegt, um Türme zu errichten; .von ihnen entsandten seine Bogenschützen ihre Pfeile. Aher Kikanos hatte'mit einem Hagel von linsnltsteinen Türme und Schützen zerschmettert. '' Der zweite; der die Stadt vom Fluß aus einnehmen wollte, hatte Flöße-in großer Zahl gezimmert, um die schnellen Wasser zu durchqueren; Ihn aber. trieben Wirbel zu den Wasserfallen, und Flöße lind Ruderer verschwanden. . Der dritte hatte versucht;, mit seinen Wagen durch die Schlangen'-, hindurchzufalircn. Aber , die.'Leiber der Schlangen, Millionen Hinge, bildend; hatten sieli in die Luft erhoben, ihre Mäulcr klafften <und verschlangen'Lenker.und Pferd. .' ,.;Als Mosos mitsemen frischen Scharen horangekommch war, erblickte ihn eines Morgens von der Höhe der Wälle, Tliarbis, des Kikanos' Tochter.-" Nun war er groß an Wuchs, und .'sein Gesicht strahlte. Tharbis entbrannte in Liebe zu ihm und ließ ihm sagen: „Werde .mein Gatte, so will'ich dir meine Stadt und meine Schönheit-, schenken".,- Aber Möses, in dem immer noch* die Lieder Jocjicbcds (seiner Mutter), sangen, gedachte Sarahs, die eine Magd gewesen, und Rebekkas' und; Raheis, die; Hirtinnen waren; und er wollt« nicht eines Königs Tochter zum Weibe. ■ ii iDibiiSöldner-. hatten auf sein 'Geheiß zahllose "Ibisse gefangen ■ und ließen sie auf das Cewürm los; und die IbiBso hackten den Schlougcri ihre Schnäbel in Aiigc und Herz. Langgestreckt lagen dio 'toten Leiber; Moses führto sein Heer über - sie hinweg und drang in die Feste .ein.- Er würde Herr über ganz Äthiopien und kehrte mit Köstlichkeiten aus Ebenholz, Elfenbein und. Federn,, mit -'Kleinodien,' 'zahmen. Affen und tanzenden Zwergen ins Land. Ägypten zurück.;; Nun ließ -ihn Pharao im seiner Seite auf dem Throne sitzen, legte!dic zwiefache Peitsche'iri seine Hand und-setzte die zwiefache Krouo ' auf sein Haupt. ' Gefolgt von einer Schar von. Kriegern und: Priestern fuhr er, auf einem silberneu Wagen stehend, durch das Reich des Südens und das Reich des Nordens, und dic'Mcnge jubelte.' Eines Tages,, als er in seinem Glänze am Lande Gosen entlang fulir, sali er nm. Rande des AVeges' stöhnende Männer. Man sagte ihm: „Es sind Hebräer". Da stieg er' vom Wagen, warf die zwiefache Peitsche und "die zwiefache KtqIic von sich und ging unter die Sklaven, ">', '■ .- , ' ..','.'■ Muri .erhob sich ^m unendlichen Raum eine Stimme und sagte: ,Da du um meines : Volkes willen' dein Königtum verlässcst, da du hiniiritcrsteigst in seinei; Sklaverei,, will ich' um deinetwillen meinen Himmel verlassen, hiiiuntcrstcigcn um deinetwillen zur- Urdo". ' '-:' :, - ' " : ■'■ •.■'■..'•'