Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 47 (20.11.1935)
- Date
- 1935-11-20
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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ES SIND ERSCHIENEN: \ . ■ Ein nationalfosialifiifciies Hq.ndbuch der deutfchen Judenfrage „Es ist .durchaus nicht an dem, als machten wir den Juden zum alleinigen Hauptschuldigen an der' deutschen Geistes- und Wirtschaf tskatastrophe. . Wir kennen alle die ' anderen Ursachen, dictum Verfall unseres Volkes führten. Aber wir haben auch den Mut, seine Rolle in diesem Prozeß zu erkennen und beim ■ Nomen zu nennen." Dieses Wort, das Rciclisminister Dr. Goebbels auf dem Parteitag 1933 in Nürnberg aussprach, steht als Motto einem Werke voraus, das vor kurzem unter dem Titel „Die Juden in Deutschland" im Zentralvcrlag der NSDAP., Franz Eher Nachf. in München, erschienen ist. Wenn wir uns als in Deutschland lebende Juden mit diesem bedeutsamen Werk befassen, so tun wir das aus zwei Gründen: einmal, weil es sich um ein grundsätzliches Werk handelt und es unsere Pflicht ist, die Anschauung der führenden nationalsozialistischen Kreise über das Judentum und die deutsche Judenfrage zu kennen. Denn von, der Haltung des Nationalsozialismus Irl der Judenfrage hangt unser weiteres Schicksal in Deutschland ab. Zweitens aber gibt dieses Werk auf Grund sehr reichhaltigen Materials ein Bild vom Leben und Wirken der Juden in Deutschland seit der Emanzipation, ein Bild nicht gesehen mit unseren Augen, sondern mit den Augen der Umwelt. Zweck des Buches, das vom „Institut zum Studium der Judenfrage" auf Grund eingehender Vorarbeiten herausgegeben ist, soll es nach den einleitenden Sützcn sein,'einen Querschnitt durch die Lage und das Leben de» Judentums in Deutschland auf'dem Höhepunkt des Zeitalters der Emanzipation, also in der Zeit vor 1933, zu geben. Diese Darstellung, so heißt es im Vorwort, ist zugleich die Darstellung der „Judonfragc" in Deutschland. Das Buch ist also gewissermaßen historisch. Denn die Epoche der Emanzipation ist in Deutschland abgeschlossen, der Versuch der Assimilation ist, wie es das Werk. mit Deutlichkeit ausspricht, mißglückt. Trotz der vielen Jahrhunderte, in denen schon Juden in Deutschland leben, und obwohl viele Generationen glaubten, mit dem deutschen Volke — nicht zuletzt durch das gemeinsame Blutopfer im Weltkriege — verbunden zu sein, werden wir heute klar und deutlich belehrt, daß wir nicht' zugehörig zum deutschen Volke sind. Seit dem Erlaß der Nürnberger Gesetze 'ist der Ausschluß der Juden aus der deutschen Volksgemeinschaft gesetzlich verankerte Tatsache geworden. , Das umfangreiche Buch „Die Juden in Deutschland" .will an den Kern der deutschen Judenfrage herankommen, und es gibt auch-uns Mittel an die Hand, unser Verhalten einer: ernsthaften Nachprüfung zu unterziehen. Wir dürfen allerdings offen aussprechen, daß die Lektüre dieses Werkes für den jüdischen Loser nicht angenehm sein kann. Vor allem die Kapitel „Juden als Träpr der Korruption" und „Die Juden1 und dio Unsittlichkeit" wird derjenigo Jude, der sein Leben lang für Sauberkeit und Sittlichkeit im wirtschaftlichen Leben eingetreten ist, nicht ohne starke'innero Bewegung lesen kCnncn. Im übrigen behandelt das W^crk nach einem geschichtlichen und einem statistischen. Überblick über dio Entwicklung der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland in einzelnen Abhandlungen „Die Juden im Wirtschaftsleben", „Die Juden in der Presse",.in der Politik, als Verwalter deutscher Kultur und schließlich die Kriminalität und rassische Degeneration der Juden Dabei wird von den Verfassern nicht verkannt, daß einzelne Juden bereits seit langem ihre warnende Stimme gegen gewisse Auswüchse erhoben haben. Es werden Äußerungen Walther 'Rathenaus, Martin Bubcrs, der als einer der ehrlichsten jüdischen Geister bezeichnet wird, Felix A. Thcilhabcrs usw. zitiert. Iis wird aber darauf hingewiesen, daß die große historische Schuld der Juden in Deutschland darin liege, daß nie oder nur ganz selten unter den über 600 000 Juden an Deutschland sich gegen das Treiben eines Tucholsky, "Magnus Hirschfeld. usw. eine ernsthafte ,und gewichtige Stimme erhoben habe und diesen Einhalt geboten hätte. Alle warnenden Stimmen aus dem jüdischen Lager seien von der jüdischen PrcsBC systematisch unterdrückt oder totgeschwiegen worden. Denn es habe auch in den Reihen "der Juden vereinzelte Männer mit sehenden Augen gegeben, die das Verhängnisvolle dieser ganzen Entwicklung erkannten und die Katastrophe vorausgesagt haben. Aber sie seien Prediger in der Wüste geblieben und als Schwarzseher abgelehnt worden. So hätte das Unheil seinen Lauf genommen. „Schon der steigende Antisemitismus in' Deutschland hätte den Juden pin warnender Fingerzeig sein müssen. Wer die, Geschichte des Judentums seit drei Jahrtausenden kennt, deri wird aber diese Vcr-, blendung, mit der dieses Volk immer wieder in sein; offenes Verderben eilt, nicht wundern. Es ist offenbar seine Bestimmung, dio unlösbar als Schicksal, mit seinem Leben ohno Heimat zusammenhängt." . Im Zusammenhang mit der zionistischen Bewegung wird ausgeführt, daß das noch junge Experiment des jüdischen Staates in Palästina die Probe auf die Fähigkeit der . Juden zu eigener Staatsbildung erlauben werde. Dio Streitigkeiten im modernen Zionismus i seien jedoch kein günstiges Anzeichen für den Ausgang des Experiments. Im einzelnen beschäftigt sich das Buch mit den Juden in Deutschland zunächst hinsichtlich ihrer zahlenmäßigen Entwicklung, dann mit den bekannten Erscheinungen der Abwanderung in die Großstädte, der Hinneigung zu den Berufen des Handels und den geistigen Berufen, der Zunahme der Mischehen insbesondere in Berlin. Zu diesem Punkte wird in einer bis zum Jahre 1932 durchgeführten Statistik der Mischehen der uueh von uns immer mit großer Sorge betrachtete Zustand des ständigen Stcigcns der Mischehen ttndi der Austritte aus dem Judentum angeführt.-Auf Grund der Borufszfihlung von 1925 wird dann die ganze berufliche Gliederung des deutschen Judentums in den größeren Ländern des Reiches kritisch behandelt, ebenso werden die bekannten Zahlen über den starken Anteil der jüdischen Ärzte, Anwälte, Studenten, Universitätslehrer usw. wiedergegeben. Sehr interessant sind die Ausführungen über die'Juden im Wirtschaftsleben, über die' Industriegründungen jüdischer Persönlichkeiten. Besonders hervorgehoben wird, daß im Mctallhandol, im Bankwesen, in der Textilwirtsehuft (hierbei vor allem in der Damenkonfektion), im Gctrcidehandol und im Künsthandol der Anteil der Juden am größten gewesen ist. Das Kapitel „Die Juden in der Politik" spricht von Juden als Trügern des Defaitismus, wobei vor allem Namen wie Alfred H. Fried, Albert Einstein und Eduard Bernstein genannt werden, und in einem weiteren Abschnitt von, „Judentum und Marxismus", von Marx, Lassalle und dem Anteil der deutschen Juden an der Arbeit der SPD. und KPD? Einen besondere großen Raum nimmt die Darstellung dc3 Anteils der Juden am deutschen Kultur- und Geistesleben ein. Die Werke eines Emil ^Ludwig, Alfred Kcrr, Ernst Toller, Kurt Tucholsky,, Arnold Zweig, Walter /Mehring usw. werden als l>cispiclhaft für den zersetzenden, Einfluß jüdischen Geisteiilcbens auf die deutsche Kultur aufgeführt. Es sei aber un dieser Stelle angemerkt, daß zwar die jüdisch« Herkunft der meisten dieser Schriftsteller nicht geleugnet werden kann, daß aber sehr viele jüdische Kreise, schon damals die Werke dieser Autoren eindeutig abgelehnt haben. ' % Wenn in dem Werk ausgesprochen wird, daß das psychische und physische Geschehen, das sich in dem Leben und Wirken der Juden in Deutschland seit der Emanzipation wicdcrgcspicgolf hat, eine unendliche Verästelung und Kompliziertheit aufweist, so können wir dieser Ansicht nur zustimmen. Nocli liegt vor allem auch für uns Juden die Zeit, über die liier gcurteilt Wörden ist, zu nahe, als daß wir bereits selbst. eine,, historische Analyse vornehmen können. Es mag späteren Generationen von Juden Vorbehalten, bleiben, einmal vom jüdischen Standpunkt aus ein Bild des Emanzipationsaltcrs bis zum Beginn der.nationalsozialistischen Machtübernahme zu geben. Wir wollen versuchen, auf dem schmalen Raum, der uns,zum Wirken in Deutschland eingeräumt wird, ein menschlich und seelisch würdiges Leben zu führen, das es uns ermöglicht, die Achtung der Umwelt wiederzugewinnen. Dr. R—Ii. Gefpräche um Spinoza Im Orcll Füßli Verlag (Zürich und Leipzig) ist ein merkwürdiges, 526 Seiten starkes Buch erschienen: „Das Ilelld u n k e 1". Auf dem . Titel ist. die „Anatomie des Dr. Trupp" abgebildet, und der Untertitel lautet: „Von den Herren an1 Bord der Jacht Rcmbrandt gepflogene, dem Andenken Spinozas gewidmete Unterhaltungen". Ein 'anonymes Buch, kaum eine Gemeinschaftsarbeit, wie das etwas snobistische Vorwort angibt, vielleicht als Gegenstück -zum „Rcmbrandt-Deutschcn" Langbchns gedacht, der zuerst ebenfalls anonym erschienen war. Das Buch ist mehr geistreich als geistig, will mit seiner Gesprächsform elegant sein, ohne daß es seine schweren Gedankengänge dadurch faßlicher macht. Statt in den fünf Sprechern Typen zu. charakterisieren, für, welche dip Decknamen Chcstcrficld, Lamettrie, Petronius, Schmclzlc, Tischbein von tieferer Bedeutung wären, werden Lesefrüchte auf verschiedene Gesprächspartner lediglich deshalb aufgeteilt, weil der Verfasser kein einheitliches philosophisches Weltbild aus ihnen zu gewinnen oder zusammenzufassen vermochte. > In dieser journalistischen Arbeit. mit schwerem wissenschaftlichen Geschütz, die sich im Format vergriffen hat, gibt es aber auch verblüffend schlagkräftige Formulierungen und nach den notwendigen, die Gattung des Buches kennzeichnenden Einwänden , darf es kritischen Zeitgenossen oIb anregende : und .bereichernde Lektüre empfohlen werden. "Eines dürfte sicher, 'sein: daß der Verfasser kein Jude ist. Er lehnt.u. a. die Bibel als dogmatisches Buch ab — wie Spinoza. Diese, unausgesprochene, Parallele ist'im letzten Teil die einzige Verbindung mit der Philosophie Spinozas, um welche die anderen Gespräche, um welche Zcitproblcihc sie auch immer kreisen,-sich .bewegen. Der Name des Schutzheiligen ' dieses Buches steht aber insofern symbolisch auch über dem letzten Teil, als .Spinozas Pantheismus für Atheismus gelten konnte und auch manche Zeitgenossen die Religion der Herren an Bord der Jacht Rcmbrandt für Frcidcnkcrtum holten könnten. Der Wert des. Buches liegt in jenen Teilen, in denen Spinozas Philosophie an den philosophischen Systemen von Piaton bis Nietzsche gemessen wird, in der t Darstellung des fortwirkenden Spinozismus,die, wäre sie " mit jenem heiligen Ernst angelegt,, mit denen Spinozas jüdischer Geist seinen Gott rnorc geometrico bewies, zu einer geschichtlichen Monographie über Spinoza und den deutschen Geist hätte werden können. Heine wird zitiert, der^ in seiner „Romantischen Schule" schrieb: „Alle uiiBCrc heutigen Philosophen, vielleicht oft " ohne es zu wissen,^ sehen Bic durch die Brillen, die Baruch Spinoza geschliffen1 hat" und' Schopenhauer, wobei die kontradiktorische Methode des sonst so unmethodistischeh Buches einmal Beweiskraft hat. Höchst fesselnd sind jene Stellen, in denen dargelegt wird, wie ein latenter Spinozismus in fremden, Elementen wirksam, ist. .'.,,. .' iSpinoza, der „Philosoph rtembrandts", gilt mit seiner Philosopliic des „Helldunkel", mit seinen Begriffen von Gott, Glück und Tugend, seiner Bekämpfung von Depression, Sentimentalität, Primitivismus und Theismus den Partnern der Gespräche als Wegbereiter der- Zukunft, die nach einem frühen Worte Lichtenbergs im Zeichen eines geläuterten Spinozismus.stehen werde. Es könnte paradox anmuten, daß der Verfasser, der die alttcstamcntarischo Grundlage der modernen Kirche verwirft, sich so heftig zu dem Juden Spinoza bekennt. Aber er sieht in Spinoza nicht so sehr den Juden als die Persönlichkeit, in der „arabische Überlieferung',' nordische Umgebung und der Zeitgeist der Renaissonec einander durchdrangen". Daß Spinoza gewiß ,niclit dogmatisch, so doch psychologisch als Jude aufgefaßt werden muß, daß-gerade führend^ Männer der jüdischen Wissenschaft wie Elbogcn und Bacck mit Arbeiten über Spinoza promovierten, daß Unnmuno in Spinozas „Ethik" das „düstere Echo der alttcBtamcAtarischcn Klangen" vernahm und Ortcga y Gasset (ohne antisemitische Spitze) Spinozas Philosophie sogar den abendländischen Charakter absprach, wird in dem Buche nicht berücksichtigt. So macht auch die willkürliche Auswahl der Belegstellen das Buch, das für eine Plauderei zu schwer, für eine Philosophie zu unverbindlich ist, nur als | Stoffsammlung zu einem ■ gewichtigen Thema immer bemerkenswert und oft genug wertvoll. Dr. Lutz Weltmann. Eröffnung; der jüdifchen Wanderoper Zwxi Einakter von Offenbach Der Entschluß des Rcichsvcrbandcs Jüdischer Kulturbünde, gemeinsam mit der Künstlcrhilfc eine Wondcfopcr ins Leben zu rufen, wird sicher bei den Juden im Reich große Freude auslösen; wir Berliner mit unserer Fülle jüdischer Veranstaltungen können es wahrscheinlich: kaum ermessen, was solch ein Abend für eine Provinzgemeinde bedeutet. ■' Als erste „Ladung" führt die Wanderoper zwei Einakter von Offenbach mit sich, die sie an einem Eröffriüngsabend erst mal den Berlinern zeigte. Als. sieh der Vorhang vor der kleinen Bühne des Schumannsaales hob, erblickte man ein reizend eingerichtetes Zimmer und mußte nur staunen, mit wie primitiven Mitteln Helmut Metzger eine hübsche Szenerie zu schaffen versteht; es sieht aus wie ein Puppentheater und gibt dabei einen vorzüglichen Rohmen für die Handlung. Von den beiden Stücken „Der Eh mann vor der Tür" und „Di,e Hanni weint, der Hansi 1 acht", wirkt das zweito dichterisch ungleich witziger und geistvoller, bot somit der Regie Kurt Baumanns die dankbarere Aufgabe. F.s kam hinzu, daß hier Julius K u t h an sich wieder einmal als Bauerntölpcl produzieren durfte; daß er es im Kostüm des Wenzel Kipnis-Konzert Alexander K i p n i s gehört zu den Sängern, deren künstlerisches Streben sich nicht im dramatischen Fach erschöpft, sondern in gleicher Hingabe den intimeren Aufgaben des Liedschaffens gilt. Ein Programm, das in Brahms' Ernsten Gesängen gipfelte, bekundete eine Zielsetzung von großem Ernst, die sich nicht mit billigen "Erfolgen bescheidet. — Die Art, mit der Kipnis an die Lyrik der deutschen' Romantik herangeht, ' 'bleibt selbst da noch reizvoll, wo man nicht v ganz zustimmen kann. So empfindet .man bisweilen -die Dramatisierung als zu weit vorgetrieben;, andererseits entspricht die italienische' Gesangstechnik, die nicht im Wort, sondern im Ton wurzelt und eine offene, helle Vokalfürbung fordert, nicht ganz unserem Begriff des romantischen Liedstils. Und doch:-der unendlich noble und sonore Klang dieser Stimme erscheint für vBrahms geradezu wie geschaffen, und die' Intensität des pestaltungswillcns, der sich alle Vorzüge des technischen Könnens — das herrliohe piano; dieprachtvollen^ Schwclltönc — einordnen, schafft immer wieder eindrucksvolle Leistungen. Das Gefüllt absoluter Vollkommenheit hat man dann in den russischen Volksgcsängcn; eine hinreißende Vitalität gibt diesen Liedern ihre letzte. Erfüllung. —1 Die begeisterte Hörerschaft entließ Kipnis nicht ohne zahlreiche Zugaben. Leo T a u b m a n n begleitete mit feinster Einfühlung und gepflegtem Anschlag. H. Freyhan. aus der „Verkauften Braut" tat, brachte ihm, noch ehe er den Mund auftat, stürmischen Beifall, der sich dairn alle paar Minuten wiederholte. Es war in jeder Beziehung eine Glanzleistung, aus der man noch ganz besonders die mit unübertrefflichem Charme Vorgetragenen Chansons, hervorheben muß. — Lily II ei nemo nn hatte auch'hier .eine Rosine zu singen; sie tat es mit all ihrer munteren Behendigkeit und mit ihrer Koloraturenforügkeit. und ihrem herrlich milden piano. Thea Sil tcu entfaltete, sich erst ganz im zweiten Stück; ihre Stärke liegt in der Charakterdurstellung; ihre frische Müllerin beherrschte wirklich die Situation.- Leo Rohr stellte zwei wohlbeleibte Herren auf die Beine; schließlich suchte er, der' habgierige Wirt, seine Interessen sogur als .falsche- Müllerin zu vertreten •— ein guter Typcudurstcllcr. , Richard' Dresdner — Florian Specht und Müllcrburschc — besitzt einen' angenehmen Tenor und ist auch im Spiel beweglich. Der musikalische1 Schwerpunkt lag in dem kleinen Kammer^ Orchester, das von Ernst Ewald- G o Lic r t straff und mit zündendem Esprit geleitet wird. Die Abtönung der Begleitung, der musikalische Kontakt zwischen- Büline;ünd Orchester ist vorbildlich, , Man darf hoffen, düß der herzliche, große Erfolg ihres Berliner Debüts der Wandcropcr auf ihrcii^ Fahrten i'reu bleiben wird. II. Freyhan. LILY HEINEMANN UND THEA SILTEN IN ' . \ . \DER EH'MANN VOR DER TÜR" Auln. Sonnenfeld Jüdischer Musciinisvcrcin E. V. Die alljährliche Mitgliederversammlung findet in diesem Jahre am Donnerstag, den 19, Dezember, abends 8.15 Uhr, in den Räunu»! des Jüdischen Museums, Oranienburger Straße 31, statt. Tagesordnung: a) Vorstandwahl, b) Beschlußfassung über die Jahrcsrechnuhg, c) [ Beschlußfassung über Änderung der Satzung, d) Verschiedenes.! Lichte Nachmittage. Die J ü dis chc^Re f o r m gc mc ind o veranstaltet als Seelische Wintcrliilfe -eine Reihe von Lichten , Noclunittugen. Die beiden ersten dieser Veranstaltungen finden am 24. Npvombcr und ,15, - Dezember nachm. 5 Uhr im Gotteshaus in der Johnnnisstraße 16 statt. Erste Künstler hoben ihre ' Mitwirkung zugesagt. Jüdischer Kulturbund Rhein-Ruhr. „Komödio der Irrungen" t von Shakespeare: Köln, 23., 24. November, Gemeindehaus; Rcck^ : litighausen, 25.' November, Gemeindehaus; Golsenkirchen 26i November, Arnos-Loge. — Friedrich Brodnitz über „Grundlinien jüdischer Kulturarbeit": Aachen 25. November, Synagoge, r- Dein Lipinskaja: Dortmund 23. November, Gemeindehaus. Die iiiU-hste.il Abende der „Kulturellen Veranstaltungen" im Hause Weil, Charlottcnburg, Fosuncnstrußo 2, finden statt am Mittwoch, den 27. November, und Sonnabend, den 30.' November. Mitwirkende: Hud. Schwarz (Klavier), Werner "Lywen (Violine), Ernst Silberstein (Ctillo). ' '-..■'