Jüdische allgemeine Zeitung
- Journal
- Jüdische allgemeine Zeitung
- Volume
- 15 (1935)
- Issue
- 39 (25.9.1935)
- Date
- 1935-09-25
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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An Dp, Max Dienemann Zum 60. Geburtstag am 27. September Von HEINRICH STERN, Vorsitzender der Vereinigung für das religiös-liberale Judentum ■ . mc™cr lu£™& habe , ich einen Kinderreim gelernt, der die Jahrzehnte dea menschlichen Lebens charakterisiertin ihm heißt es: „SO Jahr stillcstahn, 60 Jahr fängt's Altor an." Das beste, was man unserem Freund und Lehrer zu seinem 60. Geburtstag sagen darf, ist, daß sich selten die Unrichtigkeit eines alten Volksrfcims so offenbart wio an ihm. Er ist erstaunlich jung geblieben, wenn Jugend bedeutet, das Herz offen und den Geist biegsam zu erhalten. Ich war vor kurzem in der Gemeinde, in der er zuerst ab junger Rabbiner gewirkt hat, in Ratibor. Trotzdem er seit langem den Osten des Reichs mit dem Westen vertauscht hat, spricht dort noch alles, sprechen noch alle von der Zeit seines Wirkens. Seine Schüler, die Männer geworden sind, die Einrichtungen, die er geschaffen oder umgeschaffen hat, sind so kraftvoll geblieben, wio es dio Zeit nur irgend gestattet. In seiner Gemeinde, in der er jetzt wirkt, hat er menschlich und sachlich sein Wirken so tief eingewurzelt, daß hier wirklich eine fühlbare Führung der Gemeinde durch ihren Rabbiner zutage getreten ist. Er gehört zu den ganz wenigen, die den Mut ihrer Überzeugung haben, den Mut;'das, was sie denken, auch zu leben. Er hat_ sich für den religiösen Liberalismus entschieden, aber nicht riur_ wio viele für ein liberales Judentum für andere, für ein papierenes Judentum, sondern er hat gezeigt, daß unsere religiöse Weltanschauung das Leben zu meistern vermag, wenn man sie nicht ^ewaltsom von ihm trennt. Er hat Entscheidungen gefüllt und Einrichtungen geschaffen, in denen liberales Judentum zur Tat wurde. So kann nur ein Mensch wirken, der im alten schönen Sinne unseres Judentums sich den TitcJ Maurenu, unser Lehrer, in unablässiger Arbeit errungen hat. Voll des alten Wissens und der Erkenntnis unserer Zeit, hat er unablässig an sich gearbeitet. In den zwei Jahrzehnten und mehr, die er mit uns verbunden ist, ist er stündig gewachsen. Dabei ist er kein blinder Anhänger des einmal Errungenen geblieben, sondern hat die förderndste Kritik an sich und uns geübt, die Kritik des neuen Aufbaus: Auch seiner eigenen Sache gegenüber ist er ein Reformer, ein standiger Ncubildner gewesen, wobei es ihm nichts verschlagen hat, wenn dieser Weg auch manchmal scheinbar rückwärts führte. Das Schlagwort war ihm nichts, die Erkenntnis alles. Dabei ist ihm ein doppeltes bcschicdcn, das wenige gelehrte Manner ihr eigen nennen: eine wundervolle Klnrheit des Denkens und die schwere Kunst, kurz zu sein in Rede und Schrift. Wio in einem Brennspiegel hat Bich seine Gabe zu richten, zu lehren und zu erziehen und dadurch zu fördern in dem großen Referat offenbart, das er uns auf der letzten Tagung unserer Vereinigung im Januar dieses Jahres gehalten hat, und als der Wcltvcrband für religiös-liberales Judentum seinen ersten Sonderausschuß für eine schwere grundsätzliche Frage niedersetzte, hat man ihn einmütig und selbstverständlich! zum Vorsitzenden dieses Ausschusses gewühlt. Uns, der Vereinigung für das religiös-liberale Judentum, ist er der wertvollste Berater und ein sich nie versagender unermüdlicher Mitarbeiter geworden. Vielen von uns ist er mehr, ist er ein zuverlässiger, unbestechlicher Freund geworden. Auch er trügt ein gerütteltes Maß der Sorge unserer Zeit in seinem persönlichen Leben. Do ist nur zu wünschen, daß ihm volle Gesundheit und dio Kraft des GcistcB zur Arbeit erhalten bleibt;:denn sein Leben gehört nicht nur ihm, sondern der ganzen Gemeinschaft Israels. Möge ,cs uns noch lange leuchten und segensvolle, Frucht tragen I Ali führender Stelle Max Dienemann ist eine der repräsentativsten Persönlichkeiten des deutschen Judentums. Durch dos Vertrauen der deutschen Rabbiner seit Jahren in den Vorstand' des Allgemeinen deutschen Rabbiner-Verbandes gewühlt, gehört er zu den engsten Mitarbeitern des Vorsitzenden Robbinor Dr. Bacck. Im religiösliberalen Judentum steht Dienemann an führender Stelle. Kaum ein Kongreß rcligiöB-libcralcr Juden in den letzten Jahren, in dem Dienemann nicht richtunggebend hervorgetreten würc; ja, man darf sagen, es gibt im deutschen Judentum kaum eine, religiöse Frago von Bedeutung, zu der Dienemann nicht in der ihm eigenen klugen, besonnenen und selbständigen Art öffentlich^ Stellung genommen hätte. Bei jeder Zeile, die Dienemann schreibt, bei jedem Satze, den er spricht, spürt man den aus den Quollen dc3 Judentums schöpfenden, vielseitig gebildeten, aufrechten und gütigen Mann. Dicncmunns Stärke ist seine Klarheit und Ehrlichkeit. Davon zeugt dio sehr verbreitete Schrift „Judentum und .■'V ■■ '\ ■:-•>- ■ .^-V.'.J .* "V i;': k^0m^MM&Si! Ä K\ *"* >, '» Christentum", die bei aller notwendigen Abgrenzung des Standpunktes niemals die Ehrfurcht vor der anders gearteten Uberzeugung vermissen läßt, das beweisen seine mannigfachen Aufsätze in der „Jüdischen Allgemeinen", im „Morgen", dem or, an leitender Stelle stehend, noch dem Tode des Begründers Prof. J. GoldBtein den Stempel seines Geistes aufprägte, das beweist endlich die vor wenigen Wochen orsclücncnc Schrift „Midraschim der Klago und des Zuspruchs", in der'er die tröstende Kraft altjüdischer Schriftdeutung für unsere Zeit in meisterhafter Weise deutlich macht. Wicviol innere Bereicherung Dienemann selbst für sein Predigeramt vom Midrasch empfangen hat, das zeigen seine von dem „Verein für jüdische Gcsclüchtc und Literatur" in Offenboen a. M. herausgegebenen „Predigten zu den Hohen Feiertagen". , ' Dienemann vollendet sein 60. Lebensjahr um Ercw Rausch haschonoh. Wir bitten an diesem Tage um chajim wochessed, um Leben und Gnade. Daß Leben und Gnndo unsorem Max Dienemann noch lange Jahre beschieden sei zum Wohle des deutschen Judentums, ist der herzliche Wunsch seiner zahlreichen Freunde und Verehrer. B. J. Cypern für Auswanderer Die Auswonderungsfragc hat eine ganze Reihe von Propheten und Konjunkturrittern auf den Plan gerufen, die nach Rattenfängerart zahlreiche Menschen, die unter dem Einfluß der Verhältnisse für derartige Agitationen naturgemäß besonders empfänglich sind, an sich locken und um sich scharen, ohne daß sie , dio dringend erforderliche Legitimation durch Sachkenntnis und Erfahrung und die .primitivsten Voraussetzungen für eine Verpflanzung von Menschen in neues Erdreich besitzen. Neben der. lebenspendenden Zentrale des vorderen Orients, Palästina, ist in letzter Zeit dio Mittelmecrinsel Cypern als Einwanderungsland für eine allerdings begrenzte Menge von Juden aufgetaucht. Die' Treuhandvcrcinigung jüdischer Cypcrnauswandercr o. V., dio sich zur Propagierung und Durchführung dieses Projektes gebildet hat, ist gegenüber anderen nebülosen Plänen wenigstens in dor angenehmen Lage, wesentliche Voraussetzungen für eine Einwanderung nach der englischen Kronkolonie geschaffen zu haben, und ihrem ersten Vorsitzenden, Dr. Karl Kindermann, ist es nach langen Verhandlungen gelungen, eine Brücke zwischen Deutschland, und Cypern zu schlagen.' Die Trcuhandvereinigung hat am 30. August 19351 seitens der zuständigen Reichsstellen eine Transfer-Genehmigung „zur Förderung der Auswanderung1 von in Deutschland lebenden Juden nach Cypern"' erhalten. •\ In einer Mitgliederversammlung der TJC. erstatteten Dr. Karl Kinde rm ann und Dr. Ernst Krausz eingehenden Bericht über Cypern als Einwandcrüngsland sowie die Transfermöglichkeiten und wirtschaftliche Fragen. Dr. Kindcrmann w a r n t o vor dor Illusion, daß Cypern für eine M aasenein w andc r un g in Frage kommt. Aber es bestünden immerhin, nach einer Expertise von Professor Otto Warburg für etwa 10 000 Menschen Niederlassungs- und Aufbaumöglicnkeiten. , Zu einer planmäßigen, reibungslosen und organischen Einwanderung trage nicht zuletzt der Beschluß des gesetzgebenden^ Rates von Cypern bei, Juden 4ub Deutschland dio Ansiedlung. zu gestatten. Nicderlassungsraöglichkeiten kämen für zwei Gruppen in Frage: für gemischte Landwirtschaft (Obst, Gemüse^ Kartoffeln," Viehwirtschaft und Kleintier-, zucht) .sowie für. mittlere und kleinere Industrien. Die Lebens»' kosten seien.außerordentlich niedrig, das Klima sei günstig, auch für einen geregelten Schulunterricht sei gesorgt. Dr. Kindorniann glaubte, in Aussicht stellen zu können, daß man im Früh jähr, 1936 die ersten zwanzig* bis dreißig Familien nach Cypern verpflanzon könne. ■ Wie Dr. Krausz ergänzend ausführte, handelo es sich um eine geschlossene, systematische Ansiedlung jüdischor Menschen, oinVsiielbewußter Aufbau sei jedoch nur möglich in engem Kontakt mit dem nur zehn Stunden entfernten Palästina. Nachdem die Frage der Einwanderung von Juden auf Cypern gesetzliche Bestätigung gefunden habo und seitens der deutschen Regierungsstellen in bezug auf den Transfer dio entsprechenden Vereinbarungen getroffen worden seien, gelte es nun, die endgültigen Maßnahmen zur Durchführung .dor Einwanderung auf Cypern zu troffen. Das Ergebnis der Arbeiten der in diesen Tagen ausreisenden Expertenkommission, die sich etwa zweieinhalb Monate auf Cypern aufhalten werde, solle die Grundlage für dio Durchführung des Transfers und die Vorbereitungen für die' Einwanderung selbst schaffen. Die Sachverständigenkommission besteht aus den Herren Dr. Karl Kindermann, Dr. Ernst Krausz, Georg Bicscnthal und Dipl.-Ing.' Martin Schreucr, dio beiden letzteren als Faclisachvorstfindigc für landwirtschaftliche, tccluiische und Sicdlungafragcn. Die Ausführungen der beiden Referenten riefen eine lebhafte Diskussion hervor, dio das große Interesse an dem Projekt zeigte. Eine Stellungnahme zu dem Cypern-Plan wird freilich orat möglich sein, wenn die Berichte der Experten vorliegen werden. Es wird gemeldet: ■ Der Vorstand des Verbandes selbständiger jüdischer Gewerbetreibender und Handwerker in dor Freien Stadt Danzig, hat an die jüdische GeachäftswoltDanzigs einen Aufruf erlassen, in dem die Erwartung ausgesprochen wird, daß mit Rücksicht auf den Ernst dor Zeit und um der Tcilnolune an dem Schicksal. der schwergeprüften Brüder sichtbaren Ausdruck zu verleihen, die jüdischen Geschäfts- und Botricbsinhabcr an den H o h-e n Feiortagen ihre Unternehmen geschlossen halten. * ■ In München verstarb plötzlich der bekannte Gelehrte und Nervenarzt Dr. Erich Fcuohtwangor, der sich insbesondere durch seine Veröffentlichungen über die Funktionen des Stirnhirns großen Ruf errungen hat. Erst jüngst hat er auf einem fachwisscnschaftlichcn Kongreß in London ein aufsehenerregendes Referat erstattet. Nach dem Kriege, den er als Stabsarzt der Reserve mitgemacht hat, wandte er seine besondere Fürsorge den Hirnvcrlctztcn zu. , * -1 H Wie aus Haifa gemeldet wird, sind dort 45 Kisten mit Büchern und Manuskripten aus dem Nachlaß von G c - heimrat Fritz Haber eingetroffen, die im Auftrag der Erben des Gelehrten dem Daniel Sicff-Forschungsinstitut für Agrikulturchcmic in Rcchowotli zugesandt wurden. * i ■ Der Vorstand der Jüdischen Rcligionsgemeinde in Dortmund veröffentlicht im dortigen Gcmcindcblatt eine Anzeige, wonach er von amtlicher Stelle aufgefordert worden ist, ein genaues Verzeichnis aller in Dortmund wohnender Juden einzureichen. Die Gcmeindemitgliedcr werden ersucht, die erforderlichen Angaben für sich und ihre Familienangehörigen unverzüglich zu machen. * ■ Im „Reichßanzcigcr" veröffentlicht der Regierungspräsident von Breslau den Widerruf der Einbürgerung von vier Personen nebst Familienangehörigen, deren Namen darauf schließen lassen, daß es sich um Nichtarier handelt. ■ Wie aus Paris gemeldet wird, starb dort im Alter von 92 Jahren der weit über die Grenzen Frankreichs hinaus berühmte Rcchtsgelchrtc Charles Lyon-Cacn. Er war der älteste Professor an der Pariser Sorbonne und Mitglied dor Akademie. Professor Lyon-Cacn war auch Präsident des Komitees zum Schutze jüdischer Auswanderer. * ■ Der Bau der neuen großen Jcschurun-Synagogc in Jerusalem geht seiner Vollendung entgegen. Anläßlich der bevorstehenden honen Feiertage wird bereits einer der großen Bctrüume zur Verfügung stehen. . * ■ Wie der „Filmkurier" meldet, wird in Hollywood eine Inszenierung von Goethes „Faust" geplant. Als Regisseur wird Max Reinhardt genannt. Für die Rollo des Grctchen ist Greta Garbo in Aussicht genommen. * ■ Das antisemitische Wochenblatt „Deutsches Volksblatt"-in Wien, das seinerzeit als Tageszeitung des radikalantisemitischen Flügels der christlich-sozialen Partei herausgegeben wurde, ist verboten worden. * B Die „Hessische Landeszeitung", Darmstadt, gibt einen Beschluß des Stadtrats der Stadt Dieburg bekannt, in dem es heißt: Für die Folge ist der Zuzug für Juden gesperrt. Jeder Verkauf von Grund und Boden, sowie HäuBcrn an Juden ist verboten. Von allen städtischen Versteigerungen sind Juden ausgeschlossen. ■ Der Oberbürgermeister von Würzburg bot nach Meldung des „Völkischen Beobachters" (Nr. 256 Münchener Ausgabe) u. a. verfügt, daß Btüdtischo und stiftische Grundstücke usw. in Zukunft nicht mehr an Juden verkauft werden dürfen. Dem gleichen Blatt zufolge hat die Gemeindeverwaltung Königstüttcn (Krcia Groß-Gerau) einen ähnlich lautenden Beschluß gefaßt. * ■ Das stüdtischo Presseamt in Duisburg teilt dem „Duisburger Generalanzeiger" zufolge mit, daß die Stadtverwaltung eine Verfügung erlassen hat, wonach es den Juden untersagt ist, in den städtischen Leihhäusern Pfänder zu vorsetzen und daß sie in den städtischen Leihhäusern keine angekauften Pfandscheine mehr einlösen können. Das Auswaridererproblem vor dem Völkerbund Genf. Dos Unterkomitee der sechsten (politischen) Kommission für die Prüfung des norwegischen Vorschlages betreffend Regelung der Auswandererfrage setzte seine Beratungen noch immer fort. In einer dor letzten Sitzungen wurde unter dem Vorsitz des Schweizer Delegierten Motta eine Erklärung des Oberkommissars 'für Aüswandercrfürsorpe, James G. MacDonald, entgegengenommen, in der Üio Schaffung einer ei rihei t lieh on Auswandererhilfskommission unter direkter Leitung des Völkerbundes empfohlen wurde. In derselben Sitzung erstattete der Generalsekretär des N ante n am te s , T. F. Johnson, einen zusammenfassenden Bericht, über Geschichte und Organisation des Nansenamtes und die Methoden seiner Hilfeleistung an die ihm unterstellten .Auswandererkategorien. ■ Die politischo Kommission der Völkerbundsversomnilung hat den von, dem Führer der schweizer Delegation, Motta, erstatteten Bericht <dor für die Behandlung des norwegischen Antrages auf Schaffung eines Zentralorganiaation für Auswandererfürsorge eingesetzten Unterkommission angenommen. Die ■ Entschließung hat immerhin , .die positive Seit«, daß nunmehr Aussicht besteht, dio 1933 außerhalb der Kontrolle", des Völkerbundes gestellten Auswanderer aus Deutschland, dor allerdings beschränkten und ouf Liquidation hinzielenden Fürsorge der Vöficerbundsorganc anvertrauen zu können. ' : WICHTIG! BITTE BEACHTEN! Wie wir bereits in Nummer 37 mitteilten, ist der Verkauf jüdischer Zeitungen ab 1. Oktober 1935 auf Grund einer Verordnung des Herrn Präsidenten der Reichsprcssekammcr verboten. Unsere Leser, die die „Jüdischo Allgemeine Zeitung" bisher bei ihrem Zcitungehändler bezogen haben, können das Blatt daher ab 1. Oktober nur noch direkt vom Verlag bezichen oder müssen die Bestellung beim zuständigen Postamt vornehmen.' Es empfiehlt sich jedoch, den anhängenden Bestellschein auszufüllen und uns direkt einzusenden. Wir werden dann dafür sorgen, daß die „Jüdischo Allgemeine Zeitung" vom 1. Oktober ab stets regelmäßig und pünktlich geliefert wird. „Jüdische Allgemeine Zeitung" Vertriebsabteilung , (Hier abtrennen!) Beftellfckeiii An die Vertriebsabteilung der „Jüdischen Allgemeinen Zeitung" •Berlin-Charlottcnburg 2, ' 1 Blcibtreustraße 2. Ich bestelle "hierdurch dio „Jüdische Allgemeine Zeitung" ab 1. Oktober 1935 zum monatlichen Bezugspreis von i RM. 1,10 bei freier Lieferung durch dio Post RM. 1,30 bei freier Lieferung durch Streifband. (Nichtgowünschtes bitto durchstreichen!) Name: . . .............• •...... Straßo:. . . . '.' . ... . ■ i ■ . Zustollpostanstdlt: . . . . . . . . . .....• •'