Mannheim
Compact Memory

Jüdische allgemeine Zeitung · 1935-09-04 · 36 (4.9.1935) · page 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
15 (1935)
Issue
36 (4.9.1935)
Date
1935-09-04
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/4109741-2613367-2613402--453-2615297
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Beilage 4. September 193S JÜDISCHE AUGEMQNE ZEiTUNC Jüdifches Leben in Marokko Die jüngere Generation emanzipiert fich — Warum die Synagogenfenjier geöffnet werden - Miffion des Oberrabbiners — Ein gefährlicher Gang Brief für die „Jüdische Allgemeine" von HEINRICH KURTZIG Loraene, im August. Erst einige Tage bin ich hier in Laroche und schon ist die Falle der Eindrücke auf Auge, Gemüt und Hirn so groß, daß Bich mir der Stoff zu einem umfangreichen Buche auftürmt. Einer Schilderung der Verhältnisse, unter denen die Juden hier leben, sollen einige geographische und historische Bemerkungen vorausgeschickt sein; Lnrachc, eino Stadt von etwa 30000- Einwohnern, liegt an der Mündung deB Flusses Wad el Kus (auch Lucus genannt) in den Atlantischen Ozean. Der hier sehr breite Strom mit seinen teilweise bergischen Ufern gibt dem Landschaftsbild ein malerisches Gepräge. Die Küste diesseits des Flusses hat eine ganz andere Formation als jenseits davon. Es treten unmittelbar nebeneinander zwei Schönheitsformen der Natur in Erscheinung, die voneinander gänzlich verschieden sind und die Lebensgewohnheiten der Einwohner nicht unbeeinflußt lassen. Das Meeresufcr diesseits des Stroms ist wildromantisch. Gewaltige Felsblöcke sind dem Ufer vorgelagert, an die der Gischt der sich brechenden Wogen hoch hinauf spritzt. Wie ein zerklüftetes Gebirgo ragen dunkle Zacken und Spitzen empor und scheinen von einer Zeit zu künden, da die Titanen hier vor Jahrtausenden ihr Wesen getrieben haben mochten. 'Diese natürliche, das Land schätzende Festung hotten die Urbewohner des Landes, die Araber, zu einer künstlichen Festung erweitert, deren interessante Reste heute noch vorhanden Bind. Ganz anders ist es jenseits der Mündung des Lucusflusses. Dort kein Gestein, kein Fels. Ein wundervoller Strand zieht sich kilometerweit am Meere entlang und bildet einen Badestrand wie in einem modernen europäischen Seebad. Hier ist es auch, wo sich der europaische Teil der Bewohner an einem erfrischenden Badeleben erfreut Nun zu einigen historischen Bemerkungen. Die Stadt (spanisch: Lara che; arabisch: El Araich), das frühere Lizus der Phönizier und Römer, ist ein uralter Ort. Der ■vielgewanderte Odysseus soll ihn gegründet und ihm den Nomen Xamix gegeben haben. Ebenso interessant ist, daß 'schon Herkules diese Gegend aufgesucht haben soll. Der Sage nach befand sich hier der „Garten der Hesperiden'', aus dem der temperamentvolle Thebaner.'.als eine der ihm auferlegten „12 Arbeitend auf „Befehl des Königs Eurysteus" die goldenen Apfel der Hesperiden holen sollte. Der „unglückselige Atlas" spielt in dieser Sage bekanntlich ein« bedeutungsvolle Rolle. Die Alten hatten Bich mit ihrer blühenden Phantasie dos nicht ■allzu ferne machtige Atlasgebirge, das sich bis zu einer Höhe von 4700 m erhebt, durch einen Riesen personifiziert, der die Welt auf seinen Schultern trug. Der Platz hier in Laraehe, auf dem ■die Bäume wuchsen, welche dio goldenen, Äpfel der Hesperiden trugen, ist jetzt ein wundervoller,, sehr1 gepflegter, palmenbestandener Schmuckplatz inmitten der Stadt mit Promenaden und Sitzplatzen. An ihm stehen mehrere öffentliche Gebäude, u. a. das Postamt und die marokkanische Staatsbank. Hier kann man eine luntbewegte Menge, wie man sie auch in vielen anderen Teilen •der Stadt in meist sehr phantastischen Trachten sieht, bestaunen: eingeborene Araber und Juden, und später zugewanderte EuropSer, hauptsächlich Spanier, ober auch Franzosen, Engländer und einige -wenige Deutsche. Von den etwa 18000 Eingeborenen sind etwa 15000 Araber und 3000 Juden. Letztere sind in der Mehrzahl nach ihrer Vertreibung aus Spanien im Jahre 1492 hier eingewandert; einige Familien rühmen sich ober mit Stolz, daß ihre Vorfahren schon vor Christi Geburt aus Palästina nach Marokko gekommen waren und sich hier angesiedelt hatten. Die Juden der alteren Generation haben.ihre alte traditionelle Tracht beibehalten; ein schwarzes Kappchen und ein einfaches schwarzes oder graues Gewand mit breiter Schärpe. Die Araber dagegen sind durchweg hell gekleidet, und ihren Köpf ziert der rote Fez oder ein malerischer Turban. — Unter der jüdischen jüngeren Generation herrscht eine starke Emanzipationsbewegung. In ihrer . Kleidung z. B. unterscheiden sie sich in nichts von Europäern. Die Gegensätze zwischen u einem jüdischen Gottesdienst in Deutschland und in Marokko sind sehr groß. ' Beim Eintritt in den architektonisch fremdartigen, aber durchaus ansprechenden Tempel fällt dem Fremden als erstes auf, daß sich vor der „Heiligen Lade" kein Vorbeterpult befindet. In der Mitte steht erhöht der Almemor, auf dem die Toravorlesung vorgenommen wird und der gleichzeitig als Vorbeterpult dient. Die Sitzbänke sind ganz anders gestellt wie z. B. in den Berliner Synagogen. C. 'Z. Klötzel schreibt in einer Reisebeschreibung Ober Saloniki, daß dort in den Synagogen die Sitze nicht gegenüber der Lade aufgestellt sind, sondern in der Richtung der beiden Längsseiten des Oraun, getrennt durch einen breiten Gang, in dessen Mitte der Almemor steht. Ähnlich ist es auch hier in Laroche, und doch noch etwas anders, indem bei der hiesigen Anordnung der Bänke die Männer vielfach Bücken gegen Rücken sitzen. Auffallend ist auch, daß diese doch so streng orthodoxen Juden meist keinen Gebetmantel tragen. Ich war Zeuge, daß sogar das Auabeben der Tora von dem hierzu Aufgerufenen' ohne Talus vorgenommen wurde.'' Auch der Vorheter trug ihn nicht. — Die Frauenempore ist bemerkenswerterweise nicht mit einem trennenden ^Gitter versehen wie in den deutschen Synagogen „mit altem Ritus". Bei Beginn des Gottesdienstes werden sämtliche Fenster der Synagoge geöffnet, und das laute Beten dringt vernehmlich an das Ohr der Passanten auf der Straße. Mit dieser für uns sonderbaren Gepflogenheit hat es folgende Bewandtnis: als in längst vergangenen Zeiten dio Juden Spaniens als Flüchtlinge, hierher gekommen waren, dachten die Eingeborenen zuerst, daß die Fremden in ihren Bethäusern Versammlungen mit staatsfeindlichen'Tendenzen-abhielten. -Sie-verlangten daher, daß diese Zusammenkünfte bei weit; geöffneten Türen und Fenstern stattfinden sollten, damit.von jedermann gehört werden könnte, was da besprochen und etwa verhandelt würde. Diese Anordnung war für die Araber allerdings zwecklos, da das, was aus den Fenstren an ihr Ohr drang, nur hebräische Laute waren, die sie nicht verstanden. — Mit den Jahren bildete sich zwischen den Arabern und den Juden ein durchaus freundliches Verhältnis heraus. Das Offenhalten der Fenster hatte jedwede Bedeutung verloren, trotzdem wird der jetzt überlebte Brauch hier auch heute noch geübt. Freilich gibt es auch in Marokko bereits „Liberale". Man hat reformiert. Wenn der Sturm vom Ozean her zu stark braust, schließt der eine oder andere „Moderne" die Fenster, offenbar unter Mißbehagen der Anhänger des Althergebrachten. Aber auch hier kann man sich von traditionellen Bräuchen, wenn sie auch noch so unzeitgemäß sind, nicht gänzlich lossagen. Ein •Fenster wenigstens bleibt unter allen Umstanden geöffnet, wenn auch nur teilweise. Larache hat außer mehreren Rabbinern einen Oborrabb i n e r. Dieser übt aber seelsorgerische Funktionen weniger aus. Er wird vom Staate besoldet und er Gegen seine Entscheidung gibt es keine Berufung bei einer höheren jüdischen Instanz. Den mit dem Urteilsspruch etwa unzufriedenen DIE BIBEL ERZÄHLT Der Wochenabfchnitt Ki Ssize enthält eine Fülle humanitärer Qesetze. Sie verlangen nicht nur Schonung der Armen und Hilfe für die Bedürftigen, sondern, auch Menschlichkeit im Falle eines Krieges und Mitgefühl mit den Tieren. Eine andere Gruppe von Vorschriften will die Reinheit der Familie schützen. Ein widerspenstiger Sohn, der ein Schlemmer und Prasser ist, soll von seinen Eltern angeklagt und von den'Bewohnern seiner Stadt gesteinigt werden. Ehebruch wird mit dem Tode bestraft. Unzüchtige Kultusformen werden verboten. Die Polygamie gilt als erlaubt. Wenn ein Mann zwei Frauen hat, eine die er liebt, und eine, die er haßt, so darf er dem Kinde der ungeliebten Frau bei der Vererbung seines Besitzes kein Unrecht tun. Unser Wochenabschnitt enthält schließlich die Vorschriften für die Schwager-Ehe und Ehescheidung. In diesen Gesetzen enthüllt sich uns ein seltsamer Gegensatz. Wir bewundern die Zartheit der Liebe, aus der heraus die mannigfachen Gebote der Rücksicht und Schonung auch dem Tier gegenüber entstanden sind. Um so mehr befremdet uns die Härte und Strenge, mit der die Tora die Ausrottung alles Bösen befiehlt. Gerade daraus aber offenbart sich die Tiefe und Kraft jüdischer Sittlichkeit, daß sie nicht auf halbem Wege stehen bleibt, sondern in den Geboten der Liebe ebenso wie im Kampf ^egen das Schlechte bis ans Ende geht. Beachten wir ferner, daß die Bedeutung der Familie im Judentum stets' erkannt worden ist und auf der Stufe primitiver Kultur drakonische Strafen zur Erhaltung ihrer Reinheit notwendig waren. In der Duldung der Vielweiberei verrät sich der geschichtliche. Charakter des Judentums. Die Bibel hat die Polygamie nicht verboten, aber sie hat ihre Forderungen der Liebe und Treue, der Achtung vor der Ehre des Weibes mit solchem Nachdruck erhoben, daß die Unzulässigkeit der Vielweiberei allmählich von selbst dem sittlichen Empfinden zum Bewußtsein Parteien bleibt es theoretisch unbenommen, rieh nun an die ' öffentlichen Gerichte zu wenden; aber wie ich gehört habe, ist ein solcher Fall tatsächlich kaum vorgekommen. Man beugt sich widerspruchslos der Entscheidung des Oberrabbiners. Am Sabbat sind sämtliche Läden der Juden fest geschlossen. Man bemerkt keinen hiesigen Juden, der an diesem Tage die religiösen Vorschriften für die Sabbatruhe übertreten würde. Als ich bei einem Gang, den ich am ersten Sonnabend hier durch die Stadt unternahm, von zornigen Blicken mich beobachtender Juden getroffen wurde, belehrte man mich über den Grund: ich hatte es gewagt — einen Spazierstock zu trogent Auch noch ein zweites „Verbrechen" hatte ich hier' begangen, boi dem' ich beinaho das Leben eingebüßt hätte. Dieses interessante Erlebnis hatte aber nichts mit meinem Judentum Ich war bei einer Exkursion, die ich allein in einen etwas entfernten Teil de« Ortes unternommen hatte, an ein Bohr malerisches, im maurischen Stil erbautes Tor gekommen, das ich voller Interesse durchschritt. Da befand ich mich auf einem Felde, das ich als einen Friedhof erkannte. Weit und breit sah ich keinen Menschen. Als ich nach meiner Rückkehr meinen hiesigen Angehörigen davon erzählte, starrten diese mich entsetzt an. Ich war ahnungslos auf dem Begräbnieplatz der Araber gewesen, dessen Betreten einem Nicht-Mohammedaner bei Todesstrafe verboten Bei. Hätte mich ein Araber dort erblickt, so wäre ich Bchonungs- 103 auf der Stolle erschossen oder erstochen worden. — Ich hotte, als ich das vernahm, dasselbe Gefühl nachträglicher Erschütterung wie jener „Reiter über den Bodenseo". Gottlob lebe ich ober noch. Ich bin umflutet von der wärmenden Sonne des Südens, und mein Auge schweift über den Ozean hinweg in traumhafte Weiten. gelangte. Die >ie biblischen Gesetze über Schwager-Ehe und Ehescheidung reflektieren die Anschauung der Antike im Orient von den Rechten der Frau. Sie muß, ohne gefragt zu werden; ihren Schwager zum Gatten nehmen, wenn ihr Mann kinderlos stirbt. Sie kann nach dem Wortlaut der Tora von ihrem Manne entlassen werden, ohne daß ihr selbst ein Recht auf Scheidung zuerkannt wird. Die spätere Gesetzgebung hat die Schwager-Ehe verboten und der Frau eine gewisse rechtliche Gleichstellung mit dem Manne eingeräumt. Eine Weiterbildung des jüdischen Eherechts gehört zü den Aufgaben unserer Zeit. Lewkowitz-Berlin. Das Kabinett des Babylonifchen Turmes Der Turm zu Babel im Wandel der Zeiten In einem dor Seitenteile des Ischtortores in der vorderasiatischen Sammlung dor Berliner Stootsmuseen hat man eine sehr interessante Sonderabteilung eröffnet: Der Turm zu Babel im Wandel der Zeiten. Die Erinnerung an die Stadt Babylon als an eme der umfangreichsten .und prächtigsten Städte der Antike ist immer lebendig gewesen, und unlösbar verbunden ist damit die Überlieferung vom Turm zu Babel. _ In der Bibel heißt es: „Wohlauf, lasset uns einen rurm bauen, des Spitze bis an den Himmel reiche, daß wir uns einen Namen machen I" Wir wissen, daß sich daran die Erzählung schließt, wie Gott auf die übermütigen Menschen herniederfuhr und si6 verhinderte, den Turmbau zu vollenden, indem er die menschliche Sprache verwirrte. »>. « .• . »....».u.^g Zelgt, d j dos Mitte_______ Babel machte, "in weitem Maße beeinflußte. Man sieht in A düngen werschiedener Zeiten, daß der Turm dem mittelalterlichen Künstler, ganz gleich, ob er nun in Frankreich, Italien oder den Niederlanden schuf, als Symbol des menschlichen Übermutes gegen Gott erschien, als der Inbegriff aller Auflehnung gegen die Schranken, die den Menschen von Gott gezogen sind. Und so muß diesem Frevel die Strafe folgen, jene Verwirrung der Sprache. Sie ist daB eigentliche Thema für den mittelalterlichen Meister, der in der frühesten bekannten Darstellung, in einem Elfenbeinrehef des 11. Jahrhunderts in der Kathedrale zu Palermo, die mächtige Die Berliner Ausstellung zeigt, daß die biblische Überlieferung die Vorstellungen, welche das Slittelalter sich_ vom Turmbau ar Gestalt Gottes schildert, der mit erhobener Rechton den ■ B über die ungehorsamen Menschen ausspricht. Merkwürdige™ war dem leider unbekannt gebliebenen Meister die Riesenfigur Gottes wichtiger als der Turm selber, an dessen Fuß die kleinen Menschen erscheinen. In dieser Zeit schuf man den Turm von einfacher viereckiger Gestalt. Auch in den kommenden Jahrhunderten bleibt die Gestalt des Turmes dieselbe, aber unmer häufiger werden die Handwerker sichtbar, die an dem Werk tätig Bind, Man sieht, wie sie Mörtel mischen und Steine auf den Bau tragen, mit Kellen und Leitern, hantieren. In der Kathedrale von Monreale, in den großen Mosaikenzyklen, und in St. Marco in Venedig aber wagen es die Künstler schon, ihr Hauptinteresse an der Darstellung des biblischen Vorganges zu schildern.; Mannigfache Werke bringt die Ausstellung. Man sieht die Miniaturen eines Schweizer Meisters, der um das Jahr 1400 einen Versuch zu klarer architektonischer Gestaltung macht. Der Grundriß des Babelturmes ist seltsamerweise fünfeckig gebildet, aber man spürt schon, wie sich der Künstler mit der schwierigen Perspektive abmüht, und wie er danach strebt, auch über den inneren Aufbau des Turmes Klarheit zu erhalten. Das Blatt trägt auch eine Inschrift: .JJieses ist der Turm von Babylon, (der) 5 tausend 9 hundert 74 Schritt hoch war." Den Höhepunkt dieser Darstellungen vom Turmbau zu Babel bildet bestimmt das Gemälde von Pieter Bruegel in der Wiener Gemäldegalerie; Bteckt es doch voller Phantasie, gibt ober dabei fanz folgerichtig bis-in alle konstruktiven Einzelheiten ein durchachtes Gebäude. In einer Landschaft sieht man den ungeheuer hohen Turm, der bis über die Wolken emporragt, so daß die Stadt an seinem Fuß wie ein Spielzeug erscheint Und noch kleiner sind die Scharen der Arbeiter, die am Werk sind. Die kleine Berliner Ausstellung will auch Antwort darauf geben, woher das seltsame architektonische Motiv des von Rampen umzogenen Turmes stammt, das in mehreren Darstellungen auftaucht Vielleicht sind es morgenlandische Türme, die die Phantasie und die Bewunderung europäischer Reisender erregten Und so nach Europa gelangten. Im Orient gab es eine ganze Reihe solcher Schneckentürme, vor allem in Kairo und in Samarra. '; Immer haben sich bedeutende Künstler und auch Architekten mit dem Problem der' Gestaltung des Babelturmes beschäftigt. Die Grundlagen für wissenschaftliche Rekonstruktionen gaben aber erst die deutschen Ausgrabungen in Babylon, unter denen die Pionierarbeit der deutschen Orient-Gesellschaft, der James Simon bekanntlich ein hervorragender Gönner war, am bekanntesten Ist. Dr. O. B. „Was tut die Gemeinde?" Un^er diesem Motto veranstaltet' da» Werbereferat der Jüdischen Gemeinde zu Berlin am Sonntag, den 8. September, vormittags eine Fuhrung durch die Umschichtungsstelle Niederscbönhousen, Niederschönhausen, Buchholzer : Straße 28/31. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen sind zu richten schriftlich oder fernmündlich an das Werbereforat der Jüdischen Gemeinde, Berlin N 24, Oranienburger Straße 29, .

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.