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Jüdische allgemeine Zeitung · 1935-08-28 · 35 (28.8.1935) · page 4

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Journal
Jüdische allgemeine Zeitung
Volume
15 (1935)
Issue
35 (28.8.1935)
Date
1935-08-28
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Schachaufgabe Nr. 16 von Isidor Groß Weiß: 11 Figuren: Kol; Db5;'Th4, Th6; La8, Lb2; Sf3, Sh7; Bauer c4, d2, g2. Schwarz: 8-F i g u r e n: KfS; Dd5; Ta5; Lc8; Sf4; Bauer a4, j'" 'e6, h5. , a b c d e f g , h Matt in zwei Zügen. Auflösung in unserer nächsten Schacheckc. Das Königsgambit Eine der eigenartigsten Eröffnungen entsteht, wenn nach I. e2—«4, e7—e5 der Vorstoß des' Königslfluferbnucrn 2. 12—Ii erfolgt. DieBer Zug bezweckt die Freilegung der f-Linie betreffs Erlangung kräftigen Angriffs, der für das Bauernopfer in der Tat entschädigt. Mit dem Nehmen des Bauern 2. . . . eSxf4 droht man Schwarz mit Damenschach auf b.4. Weiß muß deshalb im dritten Zug Maßnahmen treffen, um dem Schach bzw. den unangenehmen' Folgen desselben vorzubeugen. Verhindert' wird das Schach durch 3. h2—h4 oder Sgl—f3. Von diesen beiden Zügen ist der erster« gor nicht empfehlenswert. Von großer Wichtigkeit fst dagegen. 3. Sgl—f3, der Eröffnungszug des sogenannten. Springergambits. Bei richtiger Fortsetzung erreicht dieser Zug llückgewinn des Bauern ohne Stcllungsnachteil oder aber einen sehr starken Angriff, falls Schwarz durchaus die Behauptung, des Bauern durchsetzen will; In ernsten Kämpfen kommt diese Spieleröffnunß nicht allzu häufig vor, da es eben beide" Teile zu vielen Überraschungen aussetzt. Anschließend bringen wir eine angriffslustigc Partie im Königsgambit; Ein effektvoller Schluß Weiß: N. N. Schwarz: Bier. 1. e2—«4 e7—e5; 2. f2—f4 Lf8—c5; 3. Sgl—f3 d7—d6; 4. Lfl—c4 Sg8—f6; 5. Sbl—c3' Sb8—c6j 6. d2—d3. Lc8—g4; 7. h2—h3 Lg4xf3; 8. Ddlxf3 Sc6—d4; 9. Df3 —dl g7—g6; 10. f4Xe5 Sff^-h5; 11. Lc4Xf7+ Ke8xf7: 12; 0—0-f Sd4—f3^-; 13. Kgl—hl Sh5^-g3 matt!!! so ist der schwarze Bauer berechtigt, ihn im Vorbeigehen zu . schlagen. Der Führer der schwarzen Steine entfernt den weißen Bauer c4 und stellt den schwarzen auf c3. Gleichfalls kann der schwarze Bauer, wenn.er von.i7 nach f5 vorrückt, auf f6 vom weißen Bauer geschlagenwerden, in diesem Falle würde sich der weiße Bauer dann auf f6 setzen. .....-....... .........- Die Rachade , ■'■■ Die Rochade ist eine besondere Bewegung von Turm und König zugleich, die nur für einen Zug gerechnet wird,-der Turm zieht dicht an den König heran, und dieser stellt sich auf die andere Seite unmittelbar neben den Turm. Z. B.: Der Turm hl geht nach f 1 und der König von el nach gl (kleine Rochade), oder der Turm von al wird nach dl und der König von el nachcl gestellt (große Rochado). Die Rochade ist nur zulässig, wenn die l'clder zwischen dem König und . dem betreffenden Turm völlig unbesetzt sind, und unterliegt außerdem einigen' Beschränkungen. Die Rochade ist nflmlich nicht gestattet: 1. wenn der König oder der Turm, mit' dem er rochieren will, schon gezogen hat; 2. wenn der König gerado im Schach Bteht; anderseits ist es gleichgültig, ob Bchon früher dem König einmal Schach geboten war, Bofern dies, ohne daß der König sich bewegte, durch Vorsetzen oder Schlagen beseitigt werden; 3. solange dos Feld, über welches der König gohen muß, odor dasjenige, auf welches er gestellt werden soll, von einem feindlichen Sterne angegriffen ist. Zulässig hinfegen ist die Rochade, wenn der Turm eich eben im Angriff ofindet, oder, wie es auf der Seite der Domo vorkommen kann, allein der Turm über ein vom Feinde angegriffenes Springerfeld zu ziehen hat. (Fortsetzung folgt.) ^skx\fk/ Kreuzworträtsel Auflösung der Schachaufgabe Nr. 15 1.) 1. Lg3—c7' 16—15; "2. Lc7—o5 beliebig; 3. La5—d2 iS 1. . . . a3—n2; 2. Kg2—g3 axblD; 3. Lc7—f4 2 3.) Sg8—e7; 2. Sc6Xe7 beliebig; 3. Se7- Schachlehrkurfus rv matt, matt. f5 matt. Gangart des Bauern und j,en pa*sant" (Fortsetzung) Eine oft bei Anfängern nicht beachtete Regel ist das Recht im Vorbeigehen (en passant) zu schlagen. Man beachte folgende Waagerecht: 3. Sohn Adams, 5. Teil von Transjordanien, 9. Körperschulung, 10. großer Fluß, 13. Lebenshauch, 15. ital. Dichtor, 16. Opernteil, 17.Trüfung, 18. Bier, 21. afrikon. Kap, 22. Wohnort Samuels, 24. südamerikan. Hauptstadt, 28. ind. Gottheit, 30. Ibsendrama, 32. ehem. Ausdruck, 33. franz. Bildhauer, 34. Signalgerät, 37. Zeitabschnitt. , . Sonkrecht: 1. japan. Obergewand, 2. flüss. Brennstoff, 3. Lebensabschnitt,' 4. Bürde, 5. portug. Besitzung, 6. Stadt auf Mallorca, 7. Staatshaushalt, 8. Gift, 9. Teil von Palästina, 11. Berg in Griechenland, 12. Kraftmaschinen, 14. ital. Tonsilbe, 19.' nicht kurz, 20. norddeutsche Stadt, 23. ital. Fluß, 25. Präposition, 26. Land in Kanaan, 27. Pflanze, 29. Frauenhame, 31. Abschiedsworf, 35. Männernamc, 36. Rohmetall. (Naohdruok verboten.) Aufgabe 9. Von Dr. S. Lurie - #6.' O A, 7, 5, 4 O K, 8, 4 ' ♦ : ■ '<? D, B,9 O D, B, 10 *'K 5- N W * B, 5 O 7, 6, 5, 3 '4» 10, 6 * 7,3 <? K, 10, 8, 3 . v." ■ *B>7; . Pik' ist Atout. Süd, ist-am Spiel und darf nur drei Stiche abgeben. ■ S. 1 N. 2 s. 3; N. 4' N. 5' N. 6' N. -7) S. 8) W. N. S. N. N:. W. N. S. . Lösung der Bridge-Aufgabe 8 Coeur König, As, Pik 4, Coeur 7 Karo 7, a) b), 5, Pik 9, Treff König Treff 6, 8, 9, 4 Troff Bube, 7, Pik 7, Treff 10 Treff 2, Coeur Bube, 2, 4 Karo 10, Pik Bube, Coeur 6, Karo 8 oder oder- Coeur Dame Pik 8 Pik 5, Dame, As, Coeur 5 Pik 8, Karo 9, Pik 6, Coeur Dame / Coeur 4, Treff 2, Coeur Bube, 2 Karo 5, Pik 9, Treff König, Karo 7 Treff 6, 8, 9, 4 . Troff Bube, 7, Pik 7, Treff 10 Karo 10?reff 8, 9, 4, 6 , Karo 5, Pik 9, Treff König, Karo, 7 Coeur 2 Losung des Kreuzworträtsels aus der vorigen Nummer Waagerechts 1. Bileam, 5. Abel, 6. Uria, 7. Arm, 9. Gras, 10. Uriel, 12. Lok, 13. Romane, 14. Reh, 15. Dur, 16. Indien, 19. Don, 20. Merom, 21. Beza, 22. non, 23. Lola, 24. Gent, 25. Elkana. Senkrecht: 1. Barak, 2. Ibis, 3., Lea, 4. Mona, 6. Urahnen, 7. Arm, 8. Mendoza, 9. Gleim, 11. Leuna, 17. Droge* 18. Ion, 19. Delta, 21. Bonn, 23. Lea. Glückwimfdi flci« Jngcnd Zu Grete Bials 60. Geburtstag; Sehr verehrte Frau Bialj die Glückwünsche) zu Ihrem,60. Ge- burtstag, die Heinrich Stern hier in der vergangenen Woche aus- §csprocnen hat, möchte ich von Herzen unterschreiben. An dieser teile wurdo oft Ihr Name erwähnt; Bei es, daß ich über die schönen Sederabendo sprach, die alljährlich unter Ihrer Leitung vom hiesigen religiös-liboralen Verein für Hunderte veranstaltet" werden, sei es, daß ich im vergangenen Winter von dem großzügigen Freitagabend-Hilfswcrk in Breslau erzählte, das so_ vielen allfreitagabendlich unendliche Freude und religiöses Erlebnis vermittelte. Ich will keine großen Worte machen, will-nur mich als Jugendliche dem großen Kreis der stillen und lauten Glückwünschendea anschließen. Vielleicht, sehr verehrte Frau Bial, ist die herzliche Sympathie, die Ihnen gerade auch Jugendliche entgegenbringen, daraus zu verstehen, daß Sie der Jugend gegenüber etwas Mütterliche^ und zugleich Freundschaftliches haben, etwa in Sitzungen, wo Sie so oft ein paar begütigendo oder auch leiBC scheltende Worte etwas zu temperamentvoll gewordenen jungen Menschen gegenüber finden. Aber auch die Alten und Müden, die mit dem Leben so unendlich schwer zu ringen haben, die nun schon jahrelang dank Ihrer Fürsorgo regelmäßige warme Mittagessen gefunden, spüren Ihre mütterliche Güte. Sie gehören zu den Menschen,' die der Gemeinschaft, trotz eigener Sorgen, unendlich viel durch immer waches Tim geben, vor deren unermüdlicher Taf- und HeUenskraft man staunend und bewundernd flteht. .Wir wünschen Ihnen und uns zur Nacheiferung und zum Vorbild noch recht viele schöne Jahre. Mit den ergebensten Grüßen bin ich Ihre Ruth Tichimcr. 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